Gitarrenunterricht mit Konzept

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ally2780
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Gitarrenunterricht mit Konzept

Erstellt: von ally2780 » 24.11.2013, 15:15

Hallo zusammen,

ich hoffe es gibt keinen Thread mit dem gleichen Thema, meine Suche war zumindest erfolglos.

Da ich schon mitbekommen habe, dass viele erfahrene Gitarristen und auch Gitarrenlehrer hier unterwegs sind, wäre ich für einen Ratschlag dankbar.

Seit wenigen Monaten spiele ich Gitarre und seit etwa 4 Wochen nehme ich auch Unterricht. Der Gitarrenlehrer ist sehr freundlich und die "Chemie" stimmt auch soweit. Was mich allerdings ein wenig verunsichert ist, dass wir nicht wirklich nach einem Konzept vorgehen. Der Lehrer sucht einen Song aus (der von den Akkorden passt), diesen übe ich dann bis zur nächsten Stunde. Wenn ich ihn kann kommt der nächste an die Reihe. Teilweise fällt mir der Anfang sehr schwer und ich muss sehr viel üben, damit der Song einigermaßen funktioniert bis zur nächsten Stunde. Vorher und parellel habe ich die Software Gitarrero Beginner durchgespielt. Hier fand ich viel angenehmer, dass man sich in langsamen Schritten vorwärts gearbeitet hat. D.h. mein Empfinden war nicht ein Berg vor mir, den ich erklimmen muss, sondern ich bin Schritt für Schritt vorwärts gekommen, was mir deutlich mehr Spass macht.

Nun meine Frage: Soll ich mich nach einem Lehrer/Lehrerin umschauen, die anhand eines Lehrbuchs Schritt für Schritt vorgeht (wie auch z.B. beim Lagerfeuerdiplom) oder lass ich mich weiter darauf ein und lerne so Song für Song zu spielen. Was ist der beste Weg um schnell vorwärts zu kommen?

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startom
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Re: Gitarrenunterricht mit Konzept

Erstellt: von startom » 24.11.2013, 15:38

ally2780 hat geschrieben:
Seit wenigen Monaten spiele ich Gitarre und seit etwa 4 Wochen nehme ich auch Unterricht. Der Gitarrenlehrer ist sehr freundlich und die "Chemie" stimmt auch soweit. Was mich allerdings ein wenig verunsichert ist, dass wir nicht wirklich nach einem Konzept vorgehen. Der Lehrer sucht einen Song aus (der von den Akkorden passt), diesen übe ich dann bis zur nächsten Stunde. Wenn ich ihn kann kommt der nächste an die Reihe.


Hoi
Ich mach das genau gleich mit meinen Schülern. Das erste halbe Jahr entferne ich den "Leim" von den Fingern und unterrichte gleichzeitig mit den Lieblingssongs der Schüler die Grundakkorde.
Danach geht's dann so langsam ans Eingemachte mit Notenwerten, Rhythmik, Techniken für die linke und rechte Hand, Tonleitern, Musiktheorie, etc. etc.

Da machen nämlich die Uebungen viel mehr Spass, wenn die Finger bereits so mitmachen, wie es der Schüler auch will.
Tom

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Vinnland
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Erstellt: von Vinnland » 24.11.2013, 15:39

Hallo Ally,

solche Themen gab es hier in der Tat schon. Ich bin zwar kein Gitarrenlehrer und auch alles andere als erfahren aber ich gebe trotzdem mal mein Senf dazu. Das Hadern mit dem Gitarrenlehrer ist anscheint auch nicht selten ... mir selber erging es auch so.

Fakt ist, dass es harte Arbeit ist. Es bringt aber nichts, wenn man überfordert wird und man eine Angst vor den Gitarrenunterricht entwickelt.
Hast Du das Problem schon einmal bei deinem Lehrer angesprochen? Der Fehler, Probleme nicht anzusprechen, wird anscheint oft gemacht. Zumindest habe ich den Eindruck.

Ich selber empfinde es aber auch als normal, wenn ich einen neuen Song anfange und erst einmal ein kleines "P" vor dem Gesicht hängen habe. Aber wenn ich dann Schritt für Schritt anfange den Song zu lernen, gibt es sich eigentlich recht schnell. Wenn es zu einfach wäre, würde es wohl auch nicht soviel bringen.

Der Gitarrenlehrer ist vor allem nicht dein "Feind". Du bezahlst ihn und er muss sich an Dich anpassen. Es ist nicht so wie in der Schule, wo man Noten bekommt und der Lehrer einem auf die Füsse tritt. Und wenn er sich nicht auf dich einstellen kann oder mag, solltest Du Dir schleunigst einen neuen Lehrer suchen.

Liebe Grüße

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glooblooz
meint es ernst
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Wohnort: Kulmbach

Erstellt: von glooblooz » 02.04.2014, 13:13

Hi,

interessant finde ich, dass scheinbar viele Lehrer mit Akkorden anfangen. Bei meinem ist das anders. Da geht's zu Beginn Saite für Saite mit Notenspielen los. Akkorde und andere Dinge wie Fingerpicking kommen Stück für Stück dazu.

Ich persönlich finde das sehr gut. Manch einer mag es zwar als langweilig empfinden, Tonleitern und einfache Melodien zu spielen, aber wenn man trainiert, bis sie richtig geschmeidig sind, stellt sich doch ein Erfolgserlebnis ein. Und ich habe das Gefühl, dass genau dadurch meine Finger besser wissen, wo sie auf dem Griffbrett hinmüssen. Ich denke, das Akkordspiel profitiert am Ende davon.

Nach meiner Meinung ist es auch wichtig, dass einen der Lehrer immer im richtigen Maß fordert. Ich habe oft nach einer Lehrstunde das Gefühl, das neue ist zu schwer. Wenn ich mich aber dann hinsetze und das Stück für Stück übe, kommt es oft recht schnell zum Durchbruch :-)

Grüße
Achim

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