Faber Les Paul scheppert selbst wenn kein Bund gegriffen ist

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Vik1499
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Faber Les Paul scheppert selbst wenn kein Bund gegriffen ist

Erstellt: von Vik1499 » 31.12.2013, 12:45

Also kommen wir zum Thema,
ich habe seit 3 Jahren eine Faber Les Paul die sich eigentlich gut spielen ließ, aber seit 2 Monaten scheppert sie immer und der 15. Bund ist unspielbar, weil sie gleichzeitig mit dem 16. Bund leicht in Kontakt kommt und deswegen kein richtiger Ton rauskommt. Saiten sind schon gewechselt, leider ohne Erfolg. Die Saitenlage könnte jetzt das einzige sein, aber ich habe keine Daten für die Saitenlage und deswegen Keine Ahnung habe wie ich sie einstellen muss.

Guten Rutsch ins neue Jahr :)
Vik1499
Lel

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Siddy
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Erstellt: von Siddy » 31.12.2013, 13:36

Wenns an der Saitenlage liegt stell sie einfach höher bis es nicht mehr scheppert und prüfe dann ob das für dich angenehm spielbar ist. Wenn nicht wirst du wahrscheinlich die Halskrümmung noch anpassen müssen
Rock´n Roll ist wenn mans trotzdem macht...

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Wiesolator
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Erstellt: von Wiesolator » 31.12.2013, 20:23

Das hört sich für mich jetzt an wie ungleich abgenutzte Bundstäbchen. An der Halskrümmung die sich ungünstig verstellt hat kann es zwar auch liegen, aber denke du hast die da einfach heruntergespielt durch häufige Bendings und bespielen.

Du kannst das so grob in zweierlei Versionen testen. Zum einen über den betroffenen Bereich in Saitenrichtung einen präzisen Haarwinkel legen, und den Luftspalt prüfen auf gleichmäßige Abstände. Zum andern die Saite in Halbtonschritten nach oben spielen und genau abdrücken an jedem Bund, scheppernde Bünde markieren. Sind das immer nur vereinzelte Bereiche, und erstreckt sich nicht über das gesamte Griffbrett, muß man die eben mal wieder abrichten. Wenn du nicht weißt wie das geht, besser einen Gitarrenbauer machen lassen.

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Tom MälZZer
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Erstellt: von Tom MälZZer » 01.01.2014, 13:28

Lüneburg? Komm doch eben rum und ich guck mal drüber ;)
So wie das ist, ist das Mist! :)

freaksoundz
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Erstellt: von freaksoundz » 02.01.2014, 12:01

ich würde erstmal die Halseinstellung kontollieren,bzw.ein komplettes Setup machen.
Wenn du es seit 3 Jahren nicht gemacht hast,signalisiert deine Gitarre vielleicht:Es wird Zeit! ;)

Habe vor einigen Tagen zum ersten mal seit ca auch 3 Jahren meine Paula komplett neu eingestellt.Ich habe aber bewusst alles verstellt,und danach ca 3 Stunden auf meine Bedürfnisse neu eingestellt.
Hat sich ausgezahlt,da ich 1.nun weis wie es funktioniert und auf keinen anderen angewiesen bin,und 2.ganz erstaunt bin was ich punkto Spielkomfort aus der Vintage V100 noch rausholen konnte.

Vik1499
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Erstellt: von Vik1499 » 02.01.2014, 21:37

Ok wie mache ich ein komplettes Setup? Hast du eine gute Anleitung?
Lel

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Wiesolator
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Erstellt: von Wiesolator » 03.01.2014, 06:40

Hier im Forum gab es dazu einen Thema (letzter Eintrag):
Halsstab einstellen - nötig und selbst machbar?

Und draußen im Web gibt es dazu etliche Videos und Tutorials, einfach einmal Basiswissen aneignen wie hier:
Know How Zone - Die Einstellung der Halskrümmung

Allgemein, bei deiner wird sie vermutlich unter dem Cover am Halsende sitzen mit einem Inensechskant. Andere haben das auch unten am Body, da mußt man eben den gesamten Hals jedesmal aus der Halstasche lösen. Und bisschen vorsichtig sein mit der Schraube, da reicht max ca. 90° Drehung auf einmal. Da ich wenn ich das richtig verstehe der Hals erst später urplötzlich schnarrt, vermute ich nun nicht direkt einen Halsverzug. Eher das du mittlerweile dünnere Saiten aufgezogen hast, heißt weniger Gegenzug der Saiten, dann muß der Halsstab in erster Line leicht gelockert werden, da der Hals nach leicht hinten verzogen ist. Aber dazu mußt du die Saitenhöhe über die Bünde erst einmal ausmessen, wie sie über 1., 12. letzen (22.) Bund laufen um da grob zu wissen was Sache ist. Allerdings sollten da die Bünde schon alle in gleicher Höhe liegen, also noch gut sein, nicht abgespielt oder dergleichen.

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Tom MälZZer
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Erstellt: von Tom MälZZer » 03.01.2014, 10:19

Alta! Ihr mit eurem Halsstab!
Dreh doch erstmal die Bridge etwas hoch. Damit kommen die Saiten etwas höher und dann mal gucken. Evtl bist Du da mal beim sauber machen an die Stellschrauben gekommen, oder so? Ist mir schon öfters passiert.
Man muss ja nicht immer gleich alles schlimmer machen, als wie es vielleicht ist ;)
So wie das ist, ist das Mist! :)

Vik1499
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Erstellt: von Vik1499 » 03.01.2014, 12:37

Gerade beim genauen hingucken ist mir aufgefallen das die Bunde wirklich bis ans Limit abgespielt worden sind. Was muss ich jetzt machen?
Lel

Arakon
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Erstellt: von Arakon » 03.01.2014, 13:46

Am ehesten eine neue Gitarre kaufen. Neubundierung ist ziemlich teuer, zwischen 150 und 200€ kommt das meist. Wenn die Gitarre einen Schraubhals hat (eigentlich nicht standard bei einer Paula) kannst du versuchen, einen passenden Hals zu finden, viel günstiger wird der aber auch nicht. Wenn das jetzt nicht gerade eine 800+€ Gitarre ist, würde ich mir überlegen, das Geld in eine andere Klampfe zu investieren.

Wobei du mal klarstellen solltest, was "bis ans Limit" ist. Wenn die nur Kerben haben, bzw. ungleichmässig sind, reicht ein Abrichten. Mach am besten mal ein scharfes Photo der Bünde.

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Erstellt: von Gitarrenschlumpf » 03.01.2014, 13:53

Immer solche qualifizierten Kommentare...

Bundstäbchen spielen sich nicht mal "eben" komplett weg. Wenn man nicht gerade Gitarrenbauer oder schon sehr erfahren ist, schätzt man das leider nur sehr schnell falsch ein. Der Anfänger denkt bei den ersten paar sichtbaren Kerben gleich "Neubundierung", war aber quatsch ist...

Bundstäbchen können oft mehrmals abgerichtet werden. Ich habe vor zwei Jahren eine Gitarre aus den 80ern mit entsprechend abgespielten Originalbundstäbchen komplett abrichten lassen (viel Arbeit!) - das hat € 60-80,- gekostet (es wurde auch noch anderer Kleinkram gemacht, das war im Preis mit drin)... meist ist aber weniger zu tun, gerade bei einer noch so "jungen" Gitarre.

Fahr mal mit Deiner Klampfe zum Gitarrenbauer - der wird Dir schon sagen, was wie zu machen ist.

Vik1499
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Erstellt: von Vik1499 » 03.01.2014, 20:20

Da kommt mein neues Handy grad zu gute :D

http://s1.directupload.net/images/140103/surpumag.jpg
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Erstellt: von Siddy » 03.01.2014, 20:52

Von der Ansicht erkennt man etwas schlecht wie weit sie runter geschliffen sind aber für mich sieht das normal aus.
Warum probierst du nicht die Saitenlage etwas zu erhöhen :_::_:
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Erstellt: von Gitarrenschlumpf » 03.01.2014, 21:36

Och... das bißchen... kannste beim Gitarrenbauer nachverrunden bzw. abrichten lassen, wenn Du magst. Von der Notwendigkeit einer Neubundierung aber ganz ganz weit entfernt.

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Erstellt: von Arakon » 03.01.2014, 21:54

"Am Limit" ist wirklich was ganz anderes. Die sind ja gerade mal angeschliffen.

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Erstellt: von Vik1499 » 03.01.2014, 23:09

ich habe grad eben von nem Kumpel die originalen Daten von Gibson bekommen wie die saitenlage sein sollte und habe dann mit einem sehr feinem Messgerät genaustens am steg geschraubt und das Ergebnis: Der Sound ist viel besser und der Ton hängt nicht und es scheppert nix :D So einfach war die Lösung.

Trotzdem danke für eure Hilfe
Vik1499
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Erstellt: von Gitarrenschlumpf » 04.01.2014, 11:19

Glückwunsch zum Ergebnis. :)

Hauptsache, nicht jeder Anfänger denkt jetzt, man bräuchte immer unbedingt irgendwelche Richtwerte nach denen man dann seine Gitarre einzustellen hat... sowas muss man immer an die Gitarre, den Spielstil und das bevorzugte Spielgefühl anpassen.

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Erstellt: von Tom MälZZer » 04.01.2014, 11:52

Vik1499 hat geschrieben:ich habe grad eben von nem Kumpel die originalen Daten von Gibson bekommen wie die saitenlage sein sollte und habe dann mit einem sehr feinem Messgerät genaustens am steg geschraubt und das Ergebnis: Der Sound ist viel besser und der Ton hängt nicht und es scheppert nix :D So einfach war die Lösung.

Trotzdem danke für eure Hilfe
Vik1499


Hab ich doch gesagt. Aber am besten ist, erstmal den User verrückt zu machen! Man man man.....
So wie das ist, ist das Mist! :)

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Erstellt: von rolflauer » 01.02.2014, 17:28

Natürlich lässt sich das Problem mit leichter Erhöhung der Saitenlage lösen. Aber! Wenn die Klampfe seit 3 Jahren gut gespielt hat u. auf einmal oben scheppert hat sich der Hals verstellt. In deinem Falle ist die Krümmung stärker geworden. Nach 3 Jahren darf das schon mal sein. Merke: Scheppern in den hohen Bünden, Krümmung zu stark, in den unteren Bünden, zu gerade. Wenn du mit Erhöhung der Saitenlage klar kommst belasse es dabei. Ansonsten vorsichtig die Halsspannung erhöhen. Eine genaue Definition gibt es nicht. Die Herstellerangaben sind nur Richtwerte. Wenn du am 1. Bund einen Kapo anbringst u. am letzten Bund die E6 Drückst. Dann sollte der Abstand zum Bundstäbchen am 8. Bund zwischen 0,25 u. 0,5 mm betragen (Fühlerlehre). Nach dem Entfernen des Abdeckplättchens auf der Kopfplatte kannst du den Halsstab mit einem passenden Imbus vorsichtig spannen u. nachlassen. Zum Spannen die Saiten lockern u. vorsichtig in1/8 Schritten spannen. Danach grob stimmen u. messen. Achtung es muss relativ leicht gehen. Braucht du Gewalt, Finger weg u. zum Gitarrenbauer. Jetzt kannst du die Saitenlage einstellen. Ich habe die tiefen Seiten ca. 2mm, die hohen 1,5. Das musst du ausprobieren u. hängt von deinem Anschlag und wie viel Zirpen du tolerierst ab. Die von die fotografierten Bünde sind noch top u. brauchen keine Schleiferei.

Weiterhin viel Spaß beim Klampfen!

Rolf

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Erstellt: von everyBlues » 01.02.2014, 21:05

Anmerken möchte ich aber , das der Halsstab nicht dafür gedacht ist die Saitenlage zu ändern. Die verändert sich wenn man daran rumdreht , keine Frage. Aber er soll den Zug der Saiten ausgleichen.
Also das stimmt schon was hier gesagt wurde , nicht immer gleich am Halsstab drehen .
Stimme Rolf aber zu. Wolls nur mal gesagt habe.

0,5 mm ist bei mir aber schon aller größte Grenze. Und 2mm Saitenlage ist für meinen Geschmack auch recht hoch .

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Erstellt: von rolflauer » 02.02.2014, 00:50

Es ist richtig, dass man die Halsspannung nicht zur Einstellung der Saiten benutzt :D
Sie hat aber nunmal einen erheblichen Einfluß darauf.
0,5 ist auch bei mir die absolute Obergrenze. Meine Gitarren liegen bei 0,25 u. 0,35.
Die Seitenlagen (17ter Bund) sind bei mir etwas höher was mich aber nicht sonderlich stört. Die Jazzmaster hat 1,75(6)bis 1,5(1). Die Jaguar ebenso. Die Strat (1989 +Strat) hat 2 bis 1,5 u. die Projektstrat (Eigenbau) Wird gerade als Testobjekt benuzt. Testen was geht ohne zu scheppern. Wenn ich wieder mal etwas mehr Zeit habe mache ich da auch weiter. Fender empfiehlt eine Halsspannung von 0,25mm am 8. Bund und eine Saitenlage von 1.6mm bis 2mm (17. Bund) bei den Saiten 1-3. Seiten 4-6 2-2,4mm. Im Wesentlichen überlassen sie es dem persönlichen Geschmack u. Stiel. Meine Meinung: Wenn man Angst hat mal etwas kräftiger anzuschlagen, sind sie zu tief. Auf keinen Fall sollte man über den Amp Scheppern hören. Man braucht Zeit und Muse um ein Optimum zu erreichen. Ach ja ich verwende 10/46iger Saiten.

:cool:

Rolf

everyBlues
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Erstellt: von everyBlues » 02.02.2014, 11:35

juup , ich spiele auch 10 - 46, habe auch schon 11er gespielt. Messe aber die saitenlage im 12 bund.
Da liegt sie dann so 1,2 (e) - 1, 7 (E )ca. . Hals , im 8 ist dann auh so 0,25 - 0,3 ( Fühllehre) .
Ich komme mit tieferer Saitenlage besser klar , auch beim Bending. Bei mir scheppert da auch nix.
Aber das mag jeder etwas anders. Und es kommt auch immer etwas auf die Gitarre selbst an , Bundstäbchen und so .....naja und wie Du schon sagst, auf den Anschlag auch.....
Deshalb ist es zwar ganz Toll das Gitarren beim Kauf schon eingestellt sind , aber ich stelle eh noch mal nach ......

Bei den meisten reicht es wohl wenn sie nur die Saitenlagen einstellen.

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Erstellt: von rolflauer » 02.02.2014, 15:29

Genau so isses! :-)))

Rolf

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