Ist es euch echt egal, wie ihr spielt?

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Torfi
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Ist es euch echt egal, wie ihr spielt?

Erstellt: von Torfi » 21.10.2013, 15:56

Hi,

ich hatte einen Thread mit dem Thema "Fehler" und wie man sie vermeidet. Bin inzwischen ein gutes Stück weitergekommen aber ist auch hilfreich, zu lesen wenn es anderen ähnlich geht.

Seltsam finde ich allerdings solche Beiträge
bluesbaron hat geschrieben:Moin Torfi,

mußt Du deinen Lebensunterhalt mit der Gitarre verdienen?

Wenn nicht, dann mach Dir keinen Druck, denn der erzeugt neue Fehler.

Spiel und habe Spaß, deswegen spielst Du.


Counterfeit hat geschrieben:das gehört halt einfach zur Live Musik dazu. Wer perfekte Musik hören will, soll sich m.M.n. eine CD oder Schallplatte auflegen. Man kann noch so routiniert sein, noch so ehrgeizig und diszipliniert gehübt haben, Fehler passieren immer wieder mal.


Will euch nicht angreifen aber muss sagen, dass das absolut nicht meine Haltung ist, mich eher verwundert. Wenn ich ein Stück "kann", dann kann ich richtig reingehen, kann Stimmungen reinbringen, merke wie es fließt und wie man selbst mitgeht und hoffentlich auch das Publikum. Das macht dann Spaß. Ein falscher Griff ist zwar keine Katastrophe aber schon eindeutig ein Störfaktor der mich auf jeden Fall erstmal aus der Stimmung rausholt. Und ich finde es völlig normal, nach Übungsmethoden zu suchen wie man die vermeidet.
Ein Stück voller Fehler zu spielen macht MIR keinen Spaß, den habe ich dann, wenn ich das Gefühl hab: So, jetzt ist es meins, jetzt kann ich damit spielen und arbeiten. Weit entfernt von "Perfektion", das ist noch was ganz anderes, aber zumindest dass die Griffe wenigstens richtig sitzen.

Wenn du beim Fussball ein Eigentor schießt fänd ich es auch seltsam, wenn der Trainer meint, du verdienst doch nicht deinen Lebensunterhalt damit, also mach dir keinen Druck sondern hab Spaß. Sondern analysiert wie es kommt und schaut, wie man es in Zukunft verhindert.

Ist euch das wirklich egal, wie ihr spielt, stören euch Fehler echt nicht?

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Ratatosk
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Erstellt: von Ratatosk » 21.10.2013, 16:03

Klar sind Fehler nervig aber sie werden immer mal passieren. Die Frage ist was man draus macht. Ich glaube es kann jeder nachvollziehen, wenn etwas einfach nicht klappen will oder warum man nach der 100'ten Runde ohne Fehler dann doch wieder einen raushaut.
Ich würde mich da nicht so bekloppt machen und mich noch zusätzlich unter Druck setzen irgendetwas fehlerfrei beherrschen zu müssen. Das kommt mit der Zeit und Übung eh - zumindest so, dass man denke ich irgendwann mal damit zufrieden ist. Wenn es dem eigenen Anspruch nicht genügt, dann sollte man es von seiner Set-List streichen.
Daher kann ich schon verstehen, dass Dir hier bühneerfahrene Leute nahelegen lockerer zu werden was das angeht.

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startom
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Erstellt: von startom » 21.10.2013, 16:03

Hoi Torfi
Doch, mich stören Fehler. Aber ich glaube, der Sinn dieser Aussagen ist, dass du dich vom Druck befreien sollst, perfekt spielen zu wollen. Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe.
Der "Flow" kommt nämlich erst, wenn du ganz relaxt bist.

Ich formuliere es mal anders, vielleicht ein wenig provokativ:

Ich DARF keine Fehler machen, aber ich MUSS mit Fehlern umgehen können. Mit dieser Einstellung versuche ich immer mein Bestes auf dem Griffbrett zu geben, aber ein falscher Ton bringt mich nicht aus dem Konzept.

Beispiel dazu: Ich vertraue keiner Fluggesellschaft, welche besagt, dass ihre Piloten Fehler machen dürfen. Aber ich vertraue einer Fluggesellschaft, welche ihre Piloten dahin schult, auf Fehler professionell zu reagieren. Denn Fehler passieren nunmal....das ist der Faktor Mensch.
Tom

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Andreas Fischer
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Erstellt: von Andreas Fischer » 21.10.2013, 17:02

ich möchte gut spielen können
ich möchte spass haben

ich versuche aber nicht fehlerfrei zu spielen, es sei denn ich möchte eine aufnahme zum veröffentlichen einspielen, dann versuche ich möglichst fehlerfrei zu spielen, aber spass macht es dann weniger
wenn ich dann danach einfach so frei und lustig drauflos spiele, mache ich eventuell mehr fehler (oder auch nicht, ist eher zufall) abver ich habe viel spass

manchmal führen fehler sogar zu neuen entdeckungen .... ich finde fehler gut, ich lerne draus, ich habe spass dabei und fühle4 mich frei

das wäre anders wenn ich es professionell angehen würde, da würde ich wissen das es ganz fehlerfrei nie geht aber immer verwsuchen es zu erreichen

noch ein beispiel, kann ich einen song nocht nicht fehlerfrei, übe ich nicht soooo lange bis ich das kann sondern fange ruhig schon mal mit nem weiteren an und habe .... spass beim spielen

ja ich möchte möglichst gut spielen aber ich nehme mir die freiheit fehler zu machen denn dabei habe ich mehr spass
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Chavez
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Re: Ist es euch echt egal, wie ihr spielt?

Erstellt: von Chavez » 21.10.2013, 19:12

Torfi hat geschrieben:Seltsam finde ich allerdings solche Beiträge
bluesbaron hat geschrieben:Moin Torfi,

mußt Du deinen Lebensunterhalt mit der Gitarre verdienen?

Wenn nicht, dann mach Dir keinen Druck, denn der erzeugt neue Fehler.

Spiel und habe Spaß, deswegen spielst Du.


Counterfeit hat geschrieben:das gehört halt einfach zur Live Musik dazu. Wer perfekte Musik hören will, soll sich m.M.n. eine CD oder Schallplatte auflegen. Man kann noch so routiniert sein, noch so ehrgeizig und diszipliniert gehübt haben, Fehler passieren immer wieder mal.


Will euch nicht angreifen aber muss sagen, dass das absolut nicht meine Haltung ist, mich eher verwundert.


Und damit ist doch eigentlich schon alles gesagt. Wenn du mit deiner Art und Weise ans Gitarrespielen ranzugehen klarkommst, prima, weiter so.
Wenn andere das anders sehen .... auch ok.
Jeder so wie er möchte. Den einen wirft ein falscher oder auch nur nicht sauber gegriffener Akkord aus der Bahn, der andere grinst verschmitzt und spielt munter weiter. Damit muß halt jeder auf seine Weise klarkommen.

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bluesbaron
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Erstellt: von bluesbaron » 21.10.2013, 20:00

Kurze Antwort; JA! :cool:

Ich spiele für mich weil es mir Spaß macht, warum sollte ich mir da irgendwelchen Druck machen?

Fußball spiele ich nicht.

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Erstellt: von felixsch » 21.10.2013, 20:14

Wie schon gesagt: Gitarre spielen muss dir Spaß machen.

Wenn du Hobbymäßig Gitarre spielst, ist es klar, dass Fehler kein Drama sind. Ein Fehler kann jedem mal rausrutschen, sogar öfters ;) Auch die Profis machen Fehler.

Aber klar, NUR falsch Gitarre spielen macht auch keinen Spaß. Um gut, flüssig, entspannt, weitgehend fehlerfrei und relaxt spielen zu können muss man Üben. Je nachdem was du erreichen willst mehr oder weniger. Üben kann auch Spaß machen - tut es in den meisten Fällen aber nicht, da kann man sagen was man will :P Trotzdem muss man da durch, wenn man Ziele hat.

Startom bringt das ganze eigentlich treffend auf den Punkt: du musst mit den Fehlern umgehen können. Meist hört das Publikum kleinere Fehler eh nicht - wenn du geschickt damit umgehst und nicht einfach aufhörst jedenfalls ;)
Und selbst wenn du als Hobbymusiker mit Freude an der Musik mal nen' Falschen Akkord spielst - was solls? Die Zeiten in denen man mit faulen Eiern beworfen wird sind (größtenteils :twisted: ) vorbei.

Versuche einfach dein Mittelding aus Spaß und konzentriertem, "fehlerfreien" Spiel zu finden ))-))

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Exordium
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Erstellt: von Exordium » 21.10.2013, 20:45

Mir sind ehrliche, handgemachte Fehler lieber, als steriles und perfektes Geklimper aus der Computer-Retorte. Natürlich will ich auch immer schneller, weiter, höher, aber ich brech mir deswegen kein Zacken aus der Krone wenns mal gar nicht klappt. Für mich ist das Hobby, Relaxen, Spass haben und Alltags-Stress abbauen - nicht neuem auszusetzen.

Von daher lautet meine Antwort: Es ist mir nicht völlig, aber ziemlich egal, ob da jetzt der ein oder andere Fehler passiert ist.
Are you sure you want to continue?

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Andreas Fischer
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Erstellt: von Andreas Fischer » 21.10.2013, 22:03

was sagte Bob Ross (Maler) immer?
"There are no mistakes, they are all happy accidents" , grinste und machte was draus ;-)
Andreas Fischer
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jemflower
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Erstellt: von jemflower » 21.10.2013, 23:17

Da sind Maler aber auch im Vorteil, die präsentieren in der Regel ein Endprodukt. Bob Ross ist da ja eine Ausnahme gewesen.

Wenn ich zuhause klimper ist mir oft egal, wie ich spiele. Da liegt mir gerade das Lied auf der Seele und will raus ;-)
Wenn ich mit der Band und für die Band übe, dann ist mir das nicht egal.

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Frank-vt
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Erstellt: von Frank-vt » 22.10.2013, 00:29

Fehler will doch keiner machen - nur - die wenigsten hier sind Profis, also wird es immer wieder vorkommen, daß man welche macht. Damit muß man leben. Selbst bei Liedern, die ich eigentlich "im Schlaf" kann, vergreife ich mich manchmal. Das ist meist schnell korrigierbar und die meisten (wie hier schon geschrieben) Zuhörer merken es nicht einmal.
In erster Linie soll es doch Spaß machen. Wenn du dich um absolute Perfektion bemühst, ist aus meiner Sicht die Gefahr da, daß man irgendwann verkrampft und/oder verzweifelt. Tja, oder du übst täglich 6-10 Stunden, dann kommst du vielleicht irgendwann in solche Regionen :lol:
Mit "normalem" Üben wird man auch besser, aber ist halt noch meiilenweit von Perfektion entfernt.....
Wichtiger ist aus meiner Sicht, daß man die Art Musik findet, die zu einem paßt.
Die von mir vorgebrachten Kritiken und Meinungen spiegeln ausschließlich meine eigenen, subjektiven Wahrnehmungen wieder. Wem diese nicht gefallen, darf sie gerne überlesen

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Cars10
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Erstellt: von Cars10 » 22.10.2013, 07:09

Hi,
ich erinnere mich an ein Interwiew mit Leo Kottke wo er sinngemäß meinte, das tolle am erfolgreich sein wäre, das man für den Soundckeck immer jemanden findet der auf die Tour mitgeht und die eigenen Stücke nachspielt. Diese Leute würden sogar seine Fehler mitspielen. Profi und Fehler :)
Wobei das, wie andre auch schon geschrieben haben sicher nicht sein Anspruch ist. Passiert aber.

Grüße,

Cars10

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Counterfeit
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Erstellt: von Counterfeit » 22.10.2013, 09:00

Startom hat es es eigentlich schon richtig gesagt.

Ich möchte auch mögichst gut spielen, möglichst wenig Fehler machen. Aber ich setze mich dabei nicht unter Druck. Mir macht es halt auch schon Spaß, wenn ich merke, dass eine Passage die mir vorher gar nicht gelungen ist langsam besser wird (wenn auch weit von perfekt entfernt). Ich merke das z.B. gerade an dem Stück an dem ich seit Wochen (Monaten?) arbeite. Wenn ich nur Spaß daran hätte, wenn ich was perfekt spielen kann, dann wäre die Gitarre bei mir wahrscheinlich schon längst in der Ecke gelandet.
Und ja, ich glaube auch, dass der Grad der Perfektion nicht zu erreichen ist. Annähern vielleicht aber ich behaupte mal, dass auch die Gitarrenhelden dieser Welt auch immer wieder mal Fehler machen. Deswegen werden Studioaufnahmen auch meistens öfters aufgenommen ;)

Und um bei deinem Beispiel zu bleiben: Eigentor ist ja eher schon vergleichbar mit "ich kann keinen Akkord greifen" ;) Aber beim Fußball reißt dir auch keiner den Kopf ab wenn du den Ball mal aus Versehen ins aus oder neben das Tor schießt. Auch beim Profifußball nicht.

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phunky
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Erstellt: von phunky » 22.10.2013, 14:13

Natürlich will keiner Fehler machen. Aber jeder macht sie. Bist Du Profi, spielst Du also fehlerlos? Schwachsinn. Aber sowas von.

Selbst die besten Gitarristen der Welt werden kaum ein Konzert geben, ohne dass sie einen oder mehrere Fehler machen. Und? Es ist egal. Merkt ja eh kaum einer. Und wenn zwischen Millionen Noten mal eine falsche dabei ist, ist das wirklich der belangloseste Teil überhaupt. Denn darum geht es bei Musik nicht.

Musik ist etwas lebendiges und wird von lebendigen Menschen gespielt. Da ist Perfektion von vorneherein ausgeschlossen.

Und wenn man damit nicht klarkommt, am besten Synthesizer programmieren, da kriegt man das schon eher in den Griff.

Auf einer Gitarre kann man ja eh, aus Konstruktionsgründen ohnehin nicht fehlerfrei spielen, es sei denn, man beschränkt sich auf Leersaiten, da kriegt man das vielelicht hin.

Der Denkfehler hier im Ausgangsbeitrag ist doch ein ganz anderer. Nämlich sich von einem schiefen Akkord oder einer falschen Note aus dem Konzept bringen lassen. Das ist der Fehler den es zu vermeiden gilt. Denn das merkt wirklich jeder Depp und empfindet es auch als störend.

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JeSter
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Erstellt: von JeSter » 06.11.2013, 08:10

Kommt auf die Art Fehler an.
So gesehen kann man fast immer irgendwas verbessern, Ausdruck stimmt nicht oder Dynamik oder spieltechnische Fehler und und und...

Taktfehler finde ich bspw. richtig kacke und störend, ne falsche Note ist auch teilweise super ätzend. zb. wenn ich im 7. Bund auf der b Saite ne Note spielen muss und greife ausversehen die g-saite. Dann klingt der Fehler schon arg daneben.

Tonale fehler wie bspw. zu leisen Hammer-On oder nen Slide der nicht so richtig klingt, kann ich verschmerzen.

Ich versuche am Ende jedes Stück einmal aufnahmereif hinzubekommen.
Für Weihnachten haben mein Gitarrenlehrer und ich uns vorgenommen das ich 3 Stücke "fehlerfrei" vortragen kann und auch vortrage :-)

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Meself
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Erstellt: von Meself » 23.11.2013, 00:44

Fehler stören mich. Verhindern werde ich sie niemals können. Deshalb nehme ich sie mir nicht zu Herzen.
Ich übe ein Stück, welches auch wirklich Bestandteil meines Repertoires werden soll, so lang bis es wirklich so richtig sitzt. Nachts um 3 geweckt werden, Gitarre in die Hand nehmen und losspielen.
Aber selbst dann wird sich manchmal nen Fehler einschleichen. Ich treffe eine Saite nich richtig, ein Akkord schnarrt mal kurz. Ich versuche das zu minimieren, aber darüber das es stets passieren wird werde ich mich nicht selber geißeln. Ich arbeite stest an mir und meinem Spiel, aber das locker und, für mich ganz wichtig, mit der nötgen Zeit. Nimm dir Zeit. Probiere. Mein erster Barree flutscht immernoch nicht richtig, seit Monaten...aber ich übe ihn dennoch lieber langsam und dafür technisch sauber, als das ich ihn schnell "pfusche". Und bisher habe ich mit dieser Herangehensweise gute Erfahrungen gemacht.

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Erstellt: von MikeMcFly » 23.11.2013, 11:30

Mir kommt es auf den Spaß an der Sache an. Natürlich passieren Fehler, aber ist es letztlich nicht wichtiger wie man damit umgeht als sich davon runterziehen zu lassen?
Ich denke, grade beim Musizieren liegt die große Herausforderung darin mit Fehlern umzugehen, sie nach und nach zu eliminieren und auszumerzen.
Und wenn man meint man hätte ein Stück wirklich fehlerfrei drauf, findet sich immer einer der einem sagt das man des eigentlich ja soundso spielt...

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Bellwood
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Wohnort: Krefeld

Erstellt: von Bellwood » 23.11.2013, 12:37

Ich habe ja lange nur gelesen. Aber ich muss das mal los werden.

Was soll dieser Thread?

Ich denke, keinem hier ist egal wie er spielt. Dieses Forum soll ja helfen, irgendwann besser zu spielen.

Es wären wohl nicht Tausende Besucher hier, wenn es allen egal wäre.
Viele Grüße Frank

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varesotto
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Erstellt: von varesotto » 10.12.2013, 09:24

Ich glaube, dass die Fehler mit der Zeit automatisch weniger werden, je mehr man mit dem Instrument eins wird. Das dauert aber ziemlich lange. Wenn man aber wegen der Fehler verkrampft, wird es nicht besser.
Wenn ich an einem Stück nicht weiterkomme, lass ich es mal ein paar Tage auf Eis liegen und spiele einfach andere Stücke, die ich drauf habe oder geb mich einfach ne Zeit lang dem Blues hin ohne Vorgabe. Wenn ich dann nach ein paar Tagen das Problemstück raushole, siehe da, es geht direkt besser ohne speziell geübt zu haben. Deshalb schaue ich, dass ich jeden Tag mind. 1 Stunde Gitarre spiele, egal was, nur um immer mehr mit der Klampfe eins zu werden.
Wenn Profis nicht auch jeden Tag ihr Instrument mehrere Stunden spielen, können Sie ihr Niveau auch nicht halten.
Ich finde es daher als das Wichtigste, so häufig wie möglich zu spielen. )()(
bluesige Grüße

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bowmen
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Erstellt: von bowmen » 21.12.2013, 18:49

Ich denke es ist schon alles dazu gesagt aber trotzdem......

Es wird woh keinen Musiker geben, egal ob Hobbymusiker oder Profi der keine Fehler spielt.

Letztens war ich auf einen Status Quo Konzert (die "Vorgruppe" war übrigens Uriah Heep).
DIe Jungs stehen seit über 40 Jahren auf der Bühne und manche Ihrer Songs spielen sich auch schon so lange.
Auch die machen Fehler, nur die meisten Zuhörer merken das nicht.
Höchstens die ganz treuen Fans und sie stört das nicht weiter.

Schau mal hier :)
http://www.youtube.com/watch?v=69jdecVMVpc

Wichtig ist nur wie man damit umgeht.

Mir gehts so, Zuhause beim Üben ärgere ich mich wahnsinnig über Fehler vorallem wenn ich einen Fehler immer wieder spiele.
Ich unterbreche dann auch oft und fang wieder von vorne an.
Manchmal, nach dem x-ten Versuch hör ich dann auch auf zu üben weil ich um Leib und Leben meiner Gitte fürchte :)

Auf der Bühne kann ich mir das nicht leisten !
The Show must go on !!

Hier ist nur wichtig das man weiß mit Fehlern umzugehen und natürlich auch die Band.

Mein ehemaliger Gitarrenlehrer, selbst Profi mit eigener Band hat mir mal gesagt, wenn du ein Solo spielst und du spielst einen falschen Ton.... dann bleib einfach drauf und mach was draus, die Leute denken dann das muß so sein.

Das hab ich mir auch zu Herzen genommen und mach das so, wenn es mal passiert.
Bis jetzt bin ich nicht schlecht damit gefahren.
Ist zum Glück noch nicht soooo oft passiert, kommt aber doch schon mal vor.

Wir sind alle Menschen und Menschen machen auch Fehler, wenn die Show gut ist stört das aber kaum jemanden!
Natürlich nur bis zu einem bestimmten Grad aber ich denke darum gehts hier nicht, oder....?!
Zuletzt geändert von bowmen am 21.12.2013, 20:13, insgesamt 2-mal geändert.

Noobmaster
schreibt schneller als du liest
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Wohnort: Deutschland

Erstellt: von Noobmaster » 21.12.2013, 19:17

Also wenn man sich ständig Druck macht und innerlich sagt "Mach bloß keine Fehler", macht man Fehler. Alles Psyche.

Also ich als blutiger Anfänger darf Fehler machen. Mit dieser Haltung fahre ich ganz gut.

Aber da wir alle nur Menschen sind, werden Fehler immer wieder passieren. Auch Profis. Es gibt auf Youtube ein Video von David Gilmour, wie er sein Comfortably Numb Solo verhaut. Das tut verdammt gut auch mal Fehler von diesen Göttern zu sehen ;)

Manchmal machen die Größten auch richtig dumme Anfängerfehler. Einmal ist Eric Clapton nämlich die Gitarre vom Strap geflutscht. Er ist Steinreich, kann sich aber keine Straplocks kaufen :lol:

GuitarJung

Erstellt: von GuitarJung » 23.12.2013, 21:42

der brauch sich auch keine straplocks kaufen der kauft sich immer
direkt ne neue gitarre! :D

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