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Improvisieren?!?! *fail*

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dusda
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Improvisieren?!?! *fail*

Erstellt: von dusda » 18.12.2013, 16:40

Hallo,
ich bin grade am verzweifeln. Ich habe letzte Woche im Unterricht mit dem Improviseren begonnen.
Jetzt übe ich das erst seit 5 Tagen und muss auch, um mich nicht ganz so schlecht darzustellen sagen, dass es sich schon einen Tick verbessert hat. Nur ist zu 99,9% alles richtig scheiße was ich spiele und ich bin sehr frustriert.

Wie lange muss man denn sowas so in etwa üben, bis man wenigstens ansatzweise ein schönes Solo hinbekommt?

Wie improvisiert man zu einem Backingtrack? Für mich hört sich so ein Track meistens an wie ein fertiger Song. Mir fehlt da einfach meistens der Raum für meine Gitarre.

Ich habe ja auch schon mit einem Freund zusammen "gejammt" und finde das viel einfacher als zu einem Backingtrack, obwohl sich da auch ständig der Rhythmus ändert.

Mich würds mal interessieren wie ihr so damit angefangen habt, weil ich ehrlich gesagt bei mir kein Potenzial sehe um so ein richtig schönes Solo hinzulegen.

Liegt das einfach an nur mangelnder Übung oder kann man jetzt schon sagen, dass mir die Kreativität fehlt?
Ich spiele jetzt auch erst seit 8 Monaten Gitarre.

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Exordium
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Re: Improvisieren?!?! *fail*

Erstellt: von Exordium » 18.12.2013, 17:09

dusda hat geschrieben:Hallo,
ich bin grade am verzweifeln. Ich habe letzte Woche im Unterricht mit dem Improviseren begonnen


Und nun? Was hat der Lehrer denn so erzählt, bzw. wie ist der Lernansatz?
Setz Dich hin und spiel paar wahllose Töne? Oder gibt es einen konkreten Plan?
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Beastmaster
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Erstellt: von Beastmaster » 18.12.2013, 17:18

Was sagt der Lehrer zwecks Inside und Outside?

Welches Tonmaterial sollst du benutzen über welchen Akkorden?


LG
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felixsch
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Erstellt: von felixsch » 18.12.2013, 17:21

Dein Lehrer hat dir sicher irgendwann beim Thema Improvisieren etwas von der (Moll-) Pentatonik erzählt.
Wenn nicht spreche ihn mal darauf an, denn einem Schüler zu sagen: "Tja, spiel' halt einfach was passt!" würde nicht gerade davon Zeugen, dass du einen guten Lehrer erwischt hast ;)

Im Grunde sind die Improvisationsbasics recht leicht: spiele Töne, die zu einer bestimmten Tonart bzw. Akkordfolge passen. Heißt: wenn du auf Youtube z.B. nach "Pop Backingtrack in C" suchst, und einfach mal probierst, Töne aus der C-Dur Tonleiter (C D E F G A H) dazuzuspielen, wird das schonmal nicht falsch klingen.
In den ersten Phasen des Improvisieren Lernens bewegt man sich erst einmal innerhalb der oben genannten Pentatonik und der jeweiligen Dur- bzw. Molltonleiter.
Später kann man mehr in die Trickkiste greifen, und die Impro z.B. mit Arpeggien oder Modes verfeinern.

Schneiderlein
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Erstellt: von Schneiderlein » 18.12.2013, 17:47

Liegt das einfach an nur mangelnder Übung oder kann man jetzt schon sagen, dass mir die Kreativität fehlt?
Ich spiele jetzt auch erst seit 8 Monaten Gitarre.


Ich spiele seit 30 Jahren Gitarre und kann auch nicht improvisieren :D


Okay, das ist ein bisschen zu pauschal. Es gibt Stücke, zu denen ich gerne improvisiere und auch das Gefühl habe, es ist okay. Andere Stücke hören sich nicht immer perfekt an.

Das hat natürlich Gründe.

V.a., zum Improvisieren brauchst du eine Menge Theorie-Wissen + Erfahrung (auch geschultes Gehör und musik. Gefühl) + einen möglichst großen Schatz an einstudierten Licks. Bei bestimmten Musikstücken ist bei mir dieser Hintergrund vorhanden, bei anderen Stücken fehlt mir was.

Anders gesagt: Improvisieren ist extrem anspruchsvoll, wenn es so aussieht, dass du mal einfach so drauf los improvisieren sollst.

Aber man kann ja auch sozusagen "maßgeschneidert" improvisieren, um bestimmte Dinge zu üben.

Z.B. maßgeschneiderte Stücke, um gezielt Skalen, Arpeggios o.Ä. zu üben. Oder ein Stück, in dem bestimmte Licks untergebracht werden können, die du gerade einstudiert hast.

Das sind natürlich dann keine kompositorischen Meisterwerke, sondern 1-2-Akkord-Endlosschleifen. Es geht ja ums Üben.

Aber so macht es Sinn. Und nebenbei wirst du merken, dass du auch beim Freiwild-Improvisieren Fortschritte machst. Ist alles reine Übungssache.

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Beastmaster
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Erstellt: von Beastmaster » 18.12.2013, 18:00

@Schneiderlein: irgendwie Unsinn was du sagt und irgendwie auch nicht :D
Du kannst es nicht gut weil es dir niemand gut gezeigt hat.

@Dusda
Hi Dusda,

Wir legen mal erstmal fest, das es immer einen Startton und einen Zielton gibt.

Desweiteren nehmen wir an es wird ein paar Takte lang "Am" gespielt

Nun legen wir noch ein Tonmaterial fest und entscheiden uns für die A-Moll-Tonleiter

A B C D E F G

Die Töne des Akkordes Am sind "A C und E"

Nimm dir die Tonleiter zur Hand und spiel erstmal diese drei Töne innerhalb der Tonleiter.

Wenn du das hast nimmst du als Startton das A und als Zielton das C und dazwischen auf einer Schwachen Zählzeit das "B"

Unsere kurze Melodie: AAAB CCCB und wieder von vorn...

oder AAAD EEED und von vorn
oder AAAF EEDC und von vorn

Such dir also den Start und den Zielton und spiele die anderen kurz dazwischen.
Achte daruf das du die Tonleiter nicht linear herunter rasselst.

Fange auch mal beim C oder E an.
1 2u3u4u|1 2u3u4u
C CBCBCD|E EDCDCB und von vorn


Na jut, dann probier mal das erstmal. Eigendlich hätte dir das dein Lehrer so zeigen müssen.

LG
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musicdevil
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Erstellt: von musicdevil » 18.12.2013, 19:46

Ich finde, dass "improvisieren" überwiegend was mit "Kunst" und "Kreativität" zu tun hat.
Die theoretischen und technischen Dinge kann man ziemlich schnell lernen, aber was man dann draus macht ist das entscheidende.
Es geht dann darum eine Melodie zu erfinden und diese 1:1 live aufs Griffbrett zu übertragen.
Dabei dann nicht nur einfach passende Töne spielen, sondern diese auch gefühlvoll betonen und mit Bendings, Slides, Hammerons, Pulloffs usw. passend würzen. Manche Töne klingen länger, andere kürzer, lauter, leiser usw.
Es gibt ja beim malen eines Bildes auch nicht nur eine Farbe wie zb. "blau", sondern auch die verschiedensten Farbabstufungen vom "blau". So kannst du auch einen Ton wie "C" vielfältig beim spielen abstufen.

Ob man "improvisieren" lernen kann ist da so ne Frage die ich nicht eindeutig beantworten könnte. Man kann alles lernen was man benötigen könnte, aber letztendlich hat improvisieren was mit Kreativität zu tun. Es ist tatsächlich Kunst.
Improvisieren heißt dabei praktisch auch "eigene Gefühle investieren".

dusda
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Erstellt: von dusda » 18.12.2013, 20:00

Danke für die Antworten.
Also das bei dem Thema sind wir grad erst angekommen. Viel konnte er mir nicht sagen, weil die Zeit einfach nicht mehr gelangt hat.

Also üben soll ich erstmal mit einer "Vierton-Reihe". Die besteht aus G,A,C,D. Ich soll mir Backingtracks suchen in Am, C oder einen Blues in A. Er meinte auch, ich solle erstmal nur mit den einzelnen Tönen improvisieren (also nur mit Ton G,A,C oder D) um zu hören wie sich jeder einzelne Ton auf dem Griffbrett verteilt anhört. Vorgemacht hat er es auch mit dem Ton A. Bei ihm klingts richtig geil. Er sagte noch, dass ich während dem Improvisieren mir bekannte Melodien nachspielen soll. Das mit den Zieltönen wollte er grad ansprechen, aber da kam schon der nächste Schüler rein.

So das war alles was er mir mitgeben konnte, nur bin ich nicht wirklich in der Lage damit was anzustellen. Mir kommts halt so vor als wären es zu wenig Töne und ich finde es schwer einen Rhytmus zu finden, der zum Backingtrack passt, der sich nicht wie eine vereinfachte Form des Tracks anhört.

Das mit den Zieltönen werde ich mal ausprobieren. Ich denke das soweit verstanden zu haben.

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Beastmaster
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Erstellt: von Beastmaster » 18.12.2013, 20:03

Häää Devil?

Hast du irgendwie verpennt das es hier nicht um Philosophie ging?

Was soll denn das gelaber von Gefühl, Betonung, Bending bla wenn es schon beim Anfang hapert sich Tonal zurechtzufinden?

Sowas ist doch echt für'n A.... und hätte auch einer schreiben können der nix kann.

Ich denke du weist und kannst es besser, warum schreibst du so'n trash?


So'n Mist jetzt hab ick tiereisch miese Laune man...
Zuletzt geändert von Beastmaster am 18.12.2013, 20:07, insgesamt 1-mal geändert.

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Erstellt: von Beastmaster » 18.12.2013, 20:06

@Dusda

Na ist doch gut was dein Lehrer meint...


Ich glaube es liegt daran, daß du kleine Brötchen backen sollst, es aber nicht undingt willst.


Du schaffst das ganz sicher...


So jetzt gehts wieder :twisted: :D

dusda
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Erstellt: von dusda » 18.12.2013, 21:02

Mmh...vielleicht sollte ich wirklich meine Ansprüche mal runterschrauben. Merke auch sehr stark, dass mir die Techniken (wie Bendings etc.) noch nicht so leicht von der Hand gehen wie ich das gern hätte.
Werd auf jeden Fall weitermachen. Ist ja nicht so als hätt ich keinen Spaß dabei. :)

Schneiderlein
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Erstellt: von Schneiderlein » 18.12.2013, 21:24

Also üben soll ich erstmal mit einer "Vierton-Reihe". Die besteht aus G,A,C,D.


Mir fällt dazu eine gute Übung ein: "Ton-Dreiecke" spielen.

Angehängt findest du die beiden "Ton-Dreiecke" zu G.

Die Ton-Dreicke zu A sind im 5./12. Bund, zu C im 8./3. Bund und zu D im 10./5. Bund.


Wenn du die Ton-Dreiecke jeden Tag 15 Minuten rauf und runterspielst, findest du dich nach kurzer Zeit gut auf dem Griffbrett zurecht. :D
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Tondreiecke G.png (23.49 KiB) 1579 mal betrachtet

everyBlues
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Erstellt: von everyBlues » 18.12.2013, 21:27

Vom allerersten Tage an, an dem ich eine Gitarre in die Hand genommen habe und mich entschloss zu lernen, stand für mich fest : Genau das will ich, Improvisieren!!
Man kann viel mit einer Gitarre machen, die Gitarre ist sehr vielfälltig , aber mein focus war von Anfang an darauf ausgerichtet.
Alle Fortgeschrittenen die ich damals kannte und die sich als lehrer ausgaben, konnten mir das nicht vermitteln. Ich war nie so richtig zufrieden.. Die konnten das nämlich auch nicht ...

Also habe ich angefangen ( ohne lehrer) Skalen zu lernen, damit auch Fingerübungen, habe mir so manches Mal an den Saiten beim bending weh getan . Oder die Saiten haben nicht richtig getönt. Hammer on , pull off, slides usw ....geübt
Ich habe mir Stücke wie "sutans of swing" und andere rausgesucht. Nicht weil ich diese können wollte , es ging mir um die darin gespielte Technik. Und in welchem zusammenhang Töne gespielt werden. Habe Licks gelernt.
Ganz wichtig ist dann seine eigene "Sprache" zu finden. Wenn man sich dann so nach und nach einen eigenen "Wortschatz" anlegt. Denn im Grunde genommen ist das Improvisieren ( was allgemein gemeint ist ) nichts anderes als ein abrufen des zuvor gelernten ;) .......
Das ist auch bei den "Großen" Clapton etc... so.

So und nu, wenn die Technik im Schlaf kann, ohne jeden Gedanken daran zu verlieren , die skalen kann ( Oder einige davon) . vll auch das eine oder andere Nachspielen kann hm.. von Santana zb. ( hat ja guta Stücke gemacht, gut zum lernen). Einfach alles ,locker von Hand geht als hätte man nie etwas anderes gemacht.......

Genau dann tritt das ein was musicdevil gesagt hat. Ohne dem gehts nicht wirklich . Ich stimme ihn in seinem Beitrag vollkommen zu. denn jetzt fängt die eigentliche Kunst erst an .... ;)
Zuletzt geändert von everyBlues am 18.12.2013, 21:36, insgesamt 1-mal geändert.

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musicdevil
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Erstellt: von musicdevil » 18.12.2013, 21:34

Danke everyBlues, genauso ist es.
Dem "dusda" gehts darum "ein schönes Solo" spielen zu können. Das umfasst ganz und garnicht nur das technische Können und theoretische Wissen, aber DAS hat anscheint Beastmaster noch nicht verstanden, aber wird vielleicht noch "klick" machen :D

Als Improvisation wird die Form musikalischer Darbietung verstanden, in der das ausgeführte Tonmaterial in der Ausführung selbst entsteht und nicht vorher schriftlich fixiert worden ist. Die Anforderungen, die die Improvisation an einen Ausführenden stellt, sind:

- die (technische) Beherrschung des jeweiligen Instrumentes oder der Stimme
- die Beherrschung der dem jeweiligen Stil entsprechenden musikalischen Parameter und ihrer Gesetzmäßigkeiten.
- das Potential, damit kreativ umzugehen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Improvisation_%28Musik%29

sunset
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Erstellt: von sunset » 18.12.2013, 22:38

Schon interessant das Thema.

Es ist eine Sache, zu wissen, was Improvisieren bedeutet und eine andere,
es zu unterrichten, bzw. anfangen, es zu lernen.

Wirklich erst dann, wenn man schon alle Techniken und das theoretische Wissen
dazu hat? Oder auch einfach mal drauflosspielen und merken, was passt und was
nicht?

Das Hören der Töne im Kontext zu Klängen ist eine wichtige Voraussetzung, aber
wie du, @dusda schon festgestellt hast, mit Jam-Tracks mit zu spielen ist schwer,
weil die sehr viel vorgeben und einem nicht die Zeit lassen, genau mit sich selbst
mit zu hören.

Lass die mal sein, nimm dir selbst einen einzigen Akkord mit irgendeinem groovigen
Schlag auf Band auf, spiele dazu einen Ton wiederholt an und höre, wie er zum Akkord klingt,
welche Spannung er hat, dann probier einen anderen Ton, lass dir Zeit damit.

Umgekehrt auch lustig: Immer den gleichen Ton spielen und verschiedene Akkorde
dazu ausprobieren.
Und als Zusatzaufgabe: sowohl Ton als auch Akkord in unterschiedlichen Lagen
spielen ;-)

lg
sunset

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Erstellt: von everyBlues » 18.12.2013, 22:48

Ja ganau , Gehörbildung ....ist narürlich auch wichtig.

Nur was das drauflos spielen angeht.... das geht ebend nur dann, wenn man schon fließend Töne nacheinander spielen kann. Und etwas technik drauf hat.

Aber 8 monate ist nun auch keine so lange Zeit.... Das kommt alles noch ;)

erst sprechen lernen, dann lesen und schreiben ........... das macht aber noch lange keinen guten Geschichtenerzähler oder Schriftsteller.

Aber der Tip mit den Akkorden ist ganz gut( vielleicht wäre ein loop Pedal ganz gut) . Richtig hinhören lernen. In den Musikstücken, die du so hörst, auch die Pausen hören ! ;). Und Pausen Spielen lernen.
Die Pausen sind nicht zu unterschätzen :-)))

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musicdevil
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Erstellt: von musicdevil » 18.12.2013, 23:21

Was ich da auch immer gern empfehle ist ein Programm namens "ChordPulse" http://www.chordpulse.com
Es besitzt 102 Musik Stile und man kann sehr schnell Akkordfolgen eingeben und dann munter dazu improvisieren.
Man erstellt sich praktisch seine eigenen Backing Tracks. Natürlich kann man auch die Geschwindigkeit jederzeit ändern usw.
Hier gibts paar Videos:
http://www.chordpulse.com/videos.html
Also so zum üben relativ genial.

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Erstellt: von everyBlues » 19.12.2013, 00:04

Jup , super .Ist zwar wieder son PC Teufelszeugs :D , aber das kommt gut.

Hier ist eine Freeware, reicht den einen oder andern ja vll erst mal.

http://www.chordpulse.com/lite.html

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Exordium
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Erstellt: von Exordium » 19.12.2013, 00:42

Auf der Seite gibt es auch eine kostenlose, abgespeckte Variante die max. 4 Akkorde kann. Völlig ausreichend für den Anfang.

http://www.chordpulse.com/tools.html
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visu
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Erstellt: von visu » 19.12.2013, 06:46

Moin,

ich werf jetz mal in Raum, dass es auch auf den Musikstil drauf ankommt, ob man dazu gut improvisieren kann, so geht es mir zumindest.

Kann z.b. fast nur zu Blues/ Blues Rock improvisieren, am Anfang kann man da schön langsam spielen, ala Eric Clapton. Es muss ja nicht immer schnell sein... ;)

Ansonsten wurde ja schon das wichtigste gesagt, guck was zu den Akkorden im Hintergrund passt und guck dir die Pentantonikformen an, oder lass Sie dir beibringen, damit kann man schöne Sachen anstellen, wenn man diese dann verbinden kann.

Und immer schön langsam.....nach 8 Monaten konnte ich gerade mal die Standardakkorde sauber greifen und wechseln....braucht alles Zeit und Übung. ))-))
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Erstellt: von MikeMcFly » 19.12.2013, 08:04

everyBlues hat geschrieben:Jup , super .Ist zwar wieder son PC Teufelszeugs :D , aber das kommt gut.

Hier ist eine Freeware, reicht den einen oder andern ja vll erst mal.

http://www.chordpulse.com/lite.html


Bei Rund 20 Euro für die Vollversion muss man aber auch nicht lange überlegen. Glücklicherweise nicht wieder so eine Software mit Mondpreisen.
Btw.: was kann das lite weniger?

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Stinger
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Erstellt: von Stinger » 19.12.2013, 08:40

nur 4 chords - wie die Version sagt: 4 Chord Songs

Zum anschauen ok, einfaches Bluesschema mit 12 Akkorden, geht da nicht.

Toller Tipp, hab die Vollversion runtergeladen - macht schnell Spaß...
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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 19.12.2013, 10:06

Ich weiß jetzt nicht was du für Akkorde kannst, oder ob du schon irgendeine Skala kannst.

Irgendwo muss man Anfangen, und das dann langsam weiter ausbauen.

Spiele mal nur die Akkorde Am und G abwechselnd, und dudele da mal mit der Am-Pentatonik drüber. (Töne: C G D A E) oder wenn du lustig bist mal mit der G-Pentatonik (Töne: G D A E H)
Oder
Wechsle die Pentatoniken passend mit dem Akkord.
Oder mische einfach beide miteinander.
(Töne: C G D A E H)

Dann hast du schon 6 Töne.
Probiere mal aus wie es klingt, wenn du noch ein F mit hinzunimmst (äolisch bzw. natürliches Moll) oder ein F# (entweder G-jonisch bzw. G-Dur, wenn du den G-Dur-Akkord betonst, oder Am-Dorisch, wenn du den Am-Ton betonst).

Dir fällt immer noch nichts richtiges ein?
Nimm noch den Akkord F mit hinzu
G G Am -
G G Am -
F F G -
G G Am -
und höre dir dazu mal Deep Purple - Child in Time an!
Imitiere dieses Stück ein wenig.

Dann bekommst du eine Vorstellung, was man alles mit den Tönen anstellen kann.


Oder hacke mal die Akkordfolge

Dm7 G7 Cj7 Fj7 Bm7b5 E7 ( Am7 A7)
Bm7b5 = Hm7b5
Am7 A7 = Innerhalb eines Taktes wechseln.
Improvisiere darüber mit den Tönen der C-Dur Tonleiter
(Beachte: bei E7 ist ab und zu mal ein G# oder F# mit eingestreut)

Dir fällt dazu keine Melodie in C-Dur ein?
Na dann klicke dich doch einfach mal hier durch!
http://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_A ... uintenfall

Du musst halt irgendwo klein Anfangen, und das immer mehr ausbauen.
http://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_E ... rovisieren

Es gibt noch zig-tausend andere Möglichkeiten in die Improvisation einzusteigen.
Hängt vor allem von den Musikrichtungen und Geschmäckern ab.
Aber ich wollte dir mal wenigstens einen (von vielen anderen) gangbaren Weg aufzeigen.

Gruß Mjchael

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Erstellt: von Exordium » 19.12.2013, 10:46

Ich bin gerade beim Solo von Stairway to Heaven dran. Ist eigentlich auch nur Am Pentatonik und ab und zu ein "F" als Zielton eingestreut. (Akkordfolge Am, G, F, F)
Wenn man das Solo mal langsam einübt und auch wieder auseinander nimmt, dann sieht man schon, dass auch die oft als langweilig empfundene Pentatonik ganz schön Spaß machen kann.
Auch wenn meine alten Knochen JP Geschwindigkeit wohl nicht mehr erreichen werden, konnte ich dem Stück doch wieder paar Licks & Tricks "abzweigen".

Deswegen, einfach mal schauen was die alten Großmeister so mit ihren Instrumenten und Stücken angestellt haben und davon lernen und profitieren.

Chordpulse ist übrigens wirklich recht brauchbar und schön einfach zu bedienen. Ich habe auch schon ein gutes Repertoire an Bausteinen für GP6. Damit kann man sich dann auch relativ schnell etwas hinbasteln was als Background taugt.
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phunky
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Erstellt: von phunky » 19.12.2013, 10:50

Exordium hat geschrieben:dass auch die oft als langweilig empfundene Pentatonik ganz schön Spaß machen kann..


Du wirst bei Jimmy Page ohnehin nicht viel finden, was nicht Pentatonik heißt. Ein Skalengott ist er nie gewesen.

Letztlich geht es ja auch nicht darum möglichst viele Töne zu spielen. Ich für meinen Teil höre lieber ein Neil Young E-Gitarren-Solo, bei dem er 10 Minuten mit ein, zwei Noten auskommt, als eines von Eddie van Halen, dass pro Minute 10 Millionen Noten "verbraucht".

Aber da hat eben jeder so seine Präferenzen.

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Erstellt: von everyBlues » 19.12.2013, 11:18

Jup , muss nicht immer Akrobatik auf dem Griff brett sein , oder der Versuch möglichst schnell von Punkt A nach Punkt B zu kommen.
Manchmal ist weniger halt mehr !
BB King u.a. kann nur eine einzige Note spielen und einem geht das Herz auf ;)
Ist aber natürlich auch Geschmackssache.

:-))) Child in Time...........soetwas war früher als kind meine Einschlafmusik. Kein Witz . Deep Purpel , led zeppelin , usw .... damit habe ich angefangen Musik zu hören. Konnten die Erwachsenen nicht verstehen :shock: . Über kopfhörer Deep Purple :-))) ;) . Sorry ! tut ja nichts zur Sache .

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Erstellt: von Exordium » 19.12.2013, 11:39

Ja, auch die ganzen alten Blueser bieten ein nahezu unerschöpfliches Repertoire an tonalem Material. Und für den Einstieg ins Improvisieren hat man hier alles was man braucht. Schon fast unglaublich, was man mit einer Handvoll Tönen alles zum Ausdruck bringen kann. Daher finde ich auch die "Blues u can use" Reihe sehr gut gelungen. Jeder Schritt in die Welt der Pentatonik wird mit einem passenden und praxisnahem Übungsstück begleitet. Der Level ist für den leicht fortgeschrittenen Spieler trotzdem noch recht knackig. Aber man muss ja schliesslich auch das lernen was man noch nicht kann! Sonst macht es wenig Sinn. Und mit einem 3/4 Jahr Praxis wäre es genau richtig, sich einmal Band 1 anzusehen. :-)

Ich mag es auch lieber etwas rockiger und weniger bluesig. Aber das Fundament dazu wird hier gelegt.

Also, nicht entmutigen lassen und etwas strukturierter und mit Plan an die Sache rangehen. Und dann immer einen Schritt nach dem anderen machen. Das wird schon... (Ich red es mir auch schon seit einem Jahr ein... :twisted: )
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Erstellt: von Beastmaster » 19.12.2013, 11:41

Das umfasst ganz und garnicht nur das technische Können und theoretische Wissen, aber DAS hat anscheint Beastmaster noch nicht verstanden, aber wird vielleicht noch "klick" machen


Hör zu Devil! Hier sucht jemand einen Anfang überhaupt in das Improvisieren hineinzufinden.
Da hilft es doch nunmal nix wenn du ihm was darüber erzählst wie man sich besser Artikuliert.

Wie man das was man kann durch Techniken, laut,leise bend bla verbessert. Das ist da einfach n n großes Stück zu früh.

Und großkotzig zu behaupten entweder du bist ein Künstler oder du kannst es eben nicht, das ist wohl nicht so nett oder?

Obs bei mir Klick gemacht hat?

Mein lieber Herr MusicDevil :D
Einige von euch, eventuell auch du, haben CD's von ihren Göttern im Schrank wo nicht diese im Studio saßen und einspielten sondern ich.


So nun ist gut und ich find dich trotzdem super :D

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Erstellt: von everyBlues » 19.12.2013, 11:43

MikeMcFly hat geschrieben:Btw.: was kann das lite weniger?


aso Sorry. Soweit ich das gesehen habe, hat die lite weniger Musikstile im Angebot. Aber das was das Ding kann dürfte zum Anfang ausreichen.
Aber knapp 20 Euro für die Vollversion ist ja auch nicht zu viel. Ist bezahlbar denke ich .

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Erstellt: von Beastmaster » 19.12.2013, 11:54

Das Programm ist absolut Super und jeden Penny wert.

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Erstellt: von phunky » 19.12.2013, 12:07

Beastmaster hat geschrieben:Da hilft es doch nunmal nix wenn du ihm was darüber erzählst wie man sich besser Artikuliert.
...
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Nicht drüber aufregen. Möglicherweise wird eben jener das nächste Mal behaupten, dass jemand der ohne die entsprechenden theoretischen Grundlagen improvisiert nur pfuscht. Zumindest erinnere ich mich an ähnliche Aussagen in der Vergangenheit. Heute muss man quasi von der Muse geküsst sein, um zu improvisieren, morgen kann man es dann wieder lernen.

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Erstellt: von Beastmaster » 19.12.2013, 12:26

:lol: Du hast Recht...

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Erstellt: von everyBlues » 19.12.2013, 13:00

Etwas theoretisches Wissen sollte man schon haben, oder lernen.
Und natürlich kann man auch das Improvisieren lernen, na klar.
Aber da gibt es etwas..... das kann man nicht so einfach lernen ( ?) . Der eine hat davon mehr der andere halt weniger .... wie soll ich das nennen ?
Und über dieses etwas mehr , darüber hinaus , darum geht es. ;)

Das soll aber niemanden entmutigen!! Einiges braucht halt auch seine Zeit.
Zuletzt geändert von everyBlues am 19.12.2013, 13:07, insgesamt 1-mal geändert.

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Erstellt: von phunky » 19.12.2013, 13:07

everyBlues hat geschrieben:Und über dieses etwas mehr , darüber hinaus , darum geht es.


Dir möglicherweise schon. Dem Threadersteller ganz sicher nicht. Und darum ging es wiederum dem Beastmaster, denk ich zumindest.

Natürlich kann man über Musikalität streiten. Oder manch einer kann etwas einfach geschmackvoller spielen als ein anderer.

Aber generell kann man die Grundlagen der Improvisation genau so lernen, wie das Abspielen von Akkorden. Und auch da gibt es welche, die das besser können als andere. There's always someone cooler than you....

Das ist doch wohl aber kaum ein Grund jemandem zu sagen, "das kann man oder man kann es eben nicht". Jimi Hendrix ist auch nicht mit seinem Können geboren worden. Und den Anspruch ein zweiter solcher zu werden, habe ich hier nirgends gefunden.

Das heißt, erstmal Grundlagen. Welche Skala für welchen Akkord. Welche Töne sind wo. Der künstlerische Ausdruck kommt dann irgendwann.

Wenn es darum geht, dass man etwas nur können darf, wenn man es perfekt kann, dann müssten vermutlich die meisten hier die Gitarre aus der Hand legen. Ich als erster.

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Erstellt: von everyBlues » 19.12.2013, 13:15

phunky hat geschrieben:,
Das ist doch wohl aber kaum ein Grund jemandem zu sagen, "das kann man oder man kann es eben nicht".,


So hat musicdevil das bestimmt auch garnicht gemeint. Ich habe es so jedenfalls nicht verstanden.

Ansonsten hast Du schon Recht. Lernen kann man vieles. Alle haben mal angefangen .

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phunky
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Erstellt: von phunky » 19.12.2013, 13:22

everyBlues hat geschrieben:So hat musicdevil das bestimmt auch garnicht gemeint. Ich habe es so jedenfalls nicht verstanden.


Weiß ich nicht. Ist mir eigentlich auch egal. Wenn jemand seit 8 Monaten Gitarre spielt, ist es ohnehin müßig über mangelnde Kreativität oder künstlerischen Ausdruck zu fabulieren. Ist doch wohl offenkundig, dass die Probleme woanders liegen.

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Erstellt: von Beastmaster » 19.12.2013, 13:27

Aber da gibt es etwas..... das kann man nicht so einfach lernen ( ?) . Der eine hat davon mehr der andere halt weniger .... wie soll ich das nennen ?


Und am Anfang eines jeden, war das Quieken und umherbalancieren auf dem Griffbrett und meine mehr oder weniger Kreativität nutzte mir noch nichts.


So nun versetz sich ein jeder mal zurück....

Jetzt ungefair hat man wieder ne Ahnung davon wie es dem Threadersteller gerade geht und wobei er Hilfe sucht...


LG
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Erstellt: von everyBlues » 19.12.2013, 14:05

Ihr habt ja Recht. Er steht ja noch weit am Anfang ;) Das kommt vll alles noch, so nach und nach. Ja das mit dem Zurückverstetzen ist auch nicht so verkehrt ;) Vergisse ich manchmal......

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RollapS
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Erstellt: von RollapS » 19.12.2013, 14:18

Hallo,

na ja, dann geb ich auch noch meinen Senf dazu:

Nach acht Monaten Gitarrelernen hätte ich nie im Leben daran gedacht, ich sollte "endlich"
das Improvisieren lernen. Da hab ich mehr oder weniger gut / schlecht ein paar Akkorde
geschrammelt und war happy, einfache Lieder begleiten zu können.

Der Lehrer, der so etwas verlangt, hat von Didaktik, Lernpsychologie usw. auch nicht viel
Ahnung. Der Schüler bekommt den Eindruck, dass er scheinbar ein unbegabter "Depp" ist.
Das motiviert ungeheuer !

Meine Meinung: Lass dich nicht einschüchtern ! Wenn du schon Geld für das Gitarrelernen
ausgibst, kannst du auch zumindest teilweise mitbestimmen, wohin es gehen soll.

Falls du aber meinst, du könntest nach acht Monaten drauf los improvisieren wie ein
"Alter", oder das in kurzer Zeit zu lernen, dann hast du noch allerlei Frust vor dir.
Von nix kommt nix !

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Erstellt: von musicdevil » 19.12.2013, 14:43

Ich glaub ich muss das anders erklären. Ich spiele ja noch nicht so lange Gitarre, sollten erst so 5-6 Jahre sein, aber ich hab schon ziemlich am Anfang immer irgendwelche Melodien geklimpert und "Solis" sind ja auch nicht viel anders. Von Theorie hatte ich echt nicht viel Ahnung, also meistens nur nach Gehör gespielt.
Eines meiner ersten Stücke war da zb. das hier:
http://www.youtube.com/watch?v=QVPGRKI78vw

Darüber kann man heute eher schmunzeln, aber das Stück (und viele andere) sind komplett selbst komponiert, inklusive natürlich dem "Backingtrack". Ich behaupte aber mal, dass man sich die Melodie anhören kann ohne direkt Ohrenkrebs zu bekommen.
Und da sind wir beim Punkt, denn ich behaupte, dass es nicht jedem so leicht fällt, sich solche recht simplen Sachen auszudenken, geschweige was Anspruchvolleres.
Das hat dann aber so gut wie nichts mit Technik und Theorie zu tun, sondern einfach mit Kreativität und Gehör.

Es ist natürlich von Vorteil, wenn man genau weiß was man da überhaupt spielt und spielerische Raffinessen und das theoretische Wissen nutzen auf jeden Fall ne ganze Menge (daher ist gut, dass da hier auch einiges erklärt wird), ABER ein Solo, bzw. eine Melodie besteht aus mehr als aneinandergereihte Tönen.
Was ich meine, haben andere User ja ebenfalls schon angedeutet, nämlich das manches Solo mit wenigen Noten auch extrem gut klingen kann, weil es da darauf ankommt WIE man es spielt, also welche Töne man wie betont, wo man das Bending anwendet, mal nen Slide usw.

Bei meinem kurzen Demo aus der Anfangszeit hatte ich jedenfalls keine großartige Ahnung von Pentatonik usw. und was nen Slide usw. ist, wusste ich auch nicht, aber ich hab irgendwie "gemacht", einfach aus meinem musikalischen Verständnis raus, praktisch nur gehört was passt und für zumindest mich gut klang.
Ebenfalls aus der Anfangszeit mein erster "Blues", naja so wars eben am Anfang, also warum schämen, war damals sogar recht stolz :D
http://www.youtube.com/watch?v=McYgnnly10Q

Nun bissel klarer was ich meinte?
Zuletzt geändert von musicdevil am 19.12.2013, 14:51, insgesamt 1-mal geändert.

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Erstellt: von phunky » 19.12.2013, 14:50

Ich denke das kann jeder so unterschreiben. Ich zumindest kann ;)

Klar, es gibt da viele Finessen. Aber ich glaube trotzdem das meiste kann man lernen und viel macht nach her die Erfahrung. Legatospiel, was weiß ich.

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Erstellt: von Beastmaster » 19.12.2013, 15:23

Hi MusicDevil,

Darüber kann man heute eher schmunzeln, aber das Stück (und viele andere) sind komplett selbst komponiert, inklusive natürlich dem "Backingtrack". Ich behaupte aber mal, dass man sich die Melodie anhören kann ohne direkt Ohrenkrebs zu bekommen.


Darüber scmunzele ich nicht, sondern dafür hast du meinen vollen Respekt.
Das Stück ist sehr schön.

Und ja du hast recht, auch ich und viele andere Gitarristen denken sich Anfangs und auch später Stücke aus ohne auf irgendwelche Theorie zu achten oder sie gar zu kennen.

Wie toll sich das letztendes anhört kommt auf den Menschen an und auch wieviel gute Musik er gehört hat. Mir war hier auch von vornherein klar wie du es meinst.

Du hast vermutlich tatsächlich ne Menge Talent und einen kreativen Kopf.


Du siehst wesentlich sympathischer aus, als in meiner Vorstellung.

LG
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Exordium
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Erstellt: von Exordium » 19.12.2013, 16:48

Der TE ist wahrscheinlich einem ganz anderen Problem zum Opfer gefallen. Nämlich einfach zu viel in zu kurzer Zeit kennen und können zu wollen.

Nimm Dir ein passendes Begleitbuch mit den Themen die Dich interessieren und arbeite es gemeinsam mit dem Lehrer durch. Das schon öfters genannte BYCU behandelt viele Aspekte parallel und Du wirst (akribisches Durcharbeiten vorausgesetzt) relativ schnell Erfolge erzielen. Die Stücke darin regen auch ungemein zum Experimentieren mit Phrasierungen oder Ausschmücken an.
Are you sure you want to continue?

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Erstellt: von everyBlues » 19.12.2013, 20:33

Jup es ist halt so :

es gibt einige denen ist es mit auf den Weg gegeben. Die bringen das Talent schon mit und sind Kreativ , es fällt ihnen leicht Dinge zu lernen usw... Sie brauchen nur einen kleinen Anschups....Sie müsen Ihr Instrument spielen lernen.......

Und dann gibt es auch wieder welche die Spielen schon lange ,sie können ihr Instrument spielen , haben auch teoretisch ein bisschen drauf , können vll gut covern.....Aber verdammt ...die können nichts eigenes .. denen fällt nichts ein ..... und was dann doch bei raus kommt, wenn sie es versuchen , stellt nicht zufrieden ... ;)

Naja zwischen drin gibt es noch ne Menge anderer......

@Exordium

ja , das "Blues You can use " von john Ganapes ist nicht schlecht, wenn man schon ein bisschen Übung hat. Und man in diese Richtung gehen möchte.

dusda
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Erstellt: von dusda » 19.12.2013, 22:07

Hier gings ja heiß her.
Vielen vielen Dank für die ganzen Tipps. Ich werde mich damit noch stark auseinandersetzen.

Hatte heute mal wieder Unterricht et voila. Das war heute richtig "gut". Habe bis um 2 Uhr Nachts noch an der Gitarre gesessen und irgendwann hat es *klick* gemacht. Ich weiß jetzt so im Groben worum es bei der Improvisation geht.
Mein Lehrer war so aufgewühlt wie noch nie zuvor und hat mir am Ende noch verschiedene Tipps und Techniken gezeigt wie ich mich weiter verbessern kann. Auch wenns zuviel war. Manchmal hab ich das Gefühl der traut mir zuviel zu, aber das weckt auch gleichzeitig den Ehrgeiz.

An Musicdevils Beispielen sehe ich zum Bleistift, dass meine Ansprüche viel zu hoch sind.
Was du gemacht hast ist schön. Keine Frage. Habe ich auch schon gemacht. Aber das ist mir zu wenig. Dafür kann ich auch schon zu viel (Das hört sich grad viel arroganter an als es gemeint ist!!!). Ich will nur sagen, dass mir so simple Melodien nicht mehr langen.

Der Thread ist ganz eindeutig enstanden, weil ich viel zu viel erwarte. Das kommt wohl auch daher, dass ich in meiner Musikschule irgendwie hart gefeiert werde.

Eins ist mir klar geworden und ich denke das ist das A und O beim erlernen eines Instruments.
Man muss üben, ausprobier, üben und noch viel mehr üben und ausprobieren.

Schneiderlein
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Erstellt: von Schneiderlein » 19.12.2013, 22:28

Man muss üben, ausprobier, üben und noch viel mehr üben und ausprobieren.


Ja, so is. Und wenn man dann zwischendurch auch noch gezielt übt, ist es perfekt.

Übeklampfer
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Erstellt: von Übeklampfer » 20.12.2013, 12:49

Ich bin auch im Lernstadium des Solierens.
Hierzu habe ich mir Blues you can youse geholt und die optional erhältliche Backin-Track-CD bestellt. (Bin jetzt bei Nr. 11 angelangt)
Ich merke jetzt schon, dass ich die darin enthaltenen Licks mische und einsetze - so ganz ohne darüber nachzudenken, weil sie einfach aus den Fingern purzeln.
Zuerst habe ich mich darüber geärgert, weil ich wieder "vom Wege abgewichen" bin und ich nicht 100 % tig nachgespielt habe.
Aber jetzt - auch nach dem Lesen hier - finde ich es gar nicht schlimm.

Gruß
Ich übe noch!

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Erstellt: von Exordium » 20.12.2013, 15:52

Übeklampfer hat geschrieben:Ich bin auch im Lernstadium des Solierens.
Hierzu habe ich mir Blues you can youse geholt und die optional erhältliche Backin-Track-CD bestellt. (Bin jetzt bei Nr. 11 angelangt)
Ich merke jetzt schon, dass ich die darin enthaltenen Licks mische und einsetze - so ganz ohne darüber nachzudenken, weil sie einfach aus den Fingern purzeln.
Zuerst habe ich mich darüber geärgert, weil ich wieder "vom Wege abgewichen" bin und ich nicht 100 % tig nachgespielt habe.
Aber jetzt - auch nach dem Lesen hier - finde ich es gar nicht schlimm.

Gruß


Das ist auch gut so. Genau dahin zielen die Lektionen ja ab. Diese sind so aufgebaut, dass sie in sich schlüssig sind, aber genügend Platz für eigene Ideen, Anregungen und Experimente lassen. Und diese kommen teilweise von ganz alleine, während man die Stücke einstudiert. Hier mal ein kleiner Bend, statt der trockenen Note, dort ein Double Stop, da mal noch ein extra Ton eingefügt... Plötzlich hat man sich wieder nen kleinen Lick eingespielt der toll klingt und im Kopf abgespeichert wurde.
Are you sure you want to continue?

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Erstellt: von everyBlues » 20.12.2013, 16:05

Übeklampfer hat geschrieben:I
Zuerst habe ich mich darüber geärgert, weil ich wieder "vom Wege abgewichen" bin und ich nicht 100 % tig nachgespielt habe.
Aber jetzt - auch nach dem Lesen hier - finde ich es gar nicht schlimm.

Gruß


Muss es ja auch nicht sein ;)

weißte was ich mache wenn ich 100% den Ton und die Stücke von zb. BB King haben/ Hören möchte ?
Ich lege mir eine CD rein :-))) ;) .

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