Aufnahmeprüfung bei Musikhochschulen

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Lukather
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Aufnahmeprüfung bei Musikhochschulen

Erstellt: von Lukather » 15.11.2013, 20:26

Ich konnte meinen alten Account leider nicht reaktivieren, also ist das hier mein erster Beitrag mit neuem Namen :D

Aber um zum Thema zu kommen:

Das Thema "Wie schwer ist denn nun die Prüfung" wurde ja schon etwa 100 Mal durchgekaut, mit dem eindeutigen Ergebniss, dass es je nach Hochschule und nach Stärke der Konkurrenz (...was auch immer das heißen mag, aber wie gut die Konkurrenz im Vergleich ist, sei mal dahin gestellt.) variiert. Ich beschäftige mich im Moment mit der selben Frage und will sie mal anders angehen. Als Kriterium gilt beim praktischen Teil soweit ich das bislang verstanden habe, dass drei Stücke unterschiedlicher Stilistiken gespielt werden müssen, von denen mindestens eins aus dem 20. oder 21. Jahrhundert stammen muss. Wobei letzterer Zusatz wohl vor allem für klassische Musiker gelten wird...

Die Frage ist nun, was muss man sauber spielen können, um den Anforderungen genügen? Die Leute, die auf andere Fragen nicht geantwortet haben "Es ist unmöglich zu bestehen." meinten meist, die Stücke müssten mindestens "mittlerer Schwierigkeit" entsprechen.

Kann mir jemand sagen, was für eine Prüfung geeignet ist, welchen Genres sie enstammen sollten, um nicht zu ähnlich zu sein und, falls jemand mal eine Prüfung mitgemacht und, im Optimalfall, bestanden hat, was er oder sie gespielt hat? Dazu finden sich rein gar keine Informationen, wäre aber durchaus wichtig zu wissen, wie ich finde.
Denn hier und da findet man Verweise auf Akustikgitarren-Stücke nach Partituren aus der Renaissance. Das wäre für mich zwar keine Tragödie, weil ich genrell klassische Musik mag und nur noch nicht angefangen habe Geige oder Cello zu lernen, weil ich mich auf Gitarre konzentrieren wollte, aber es wäre natürlich eine Umstellung plötzlich auch wieder konsequent Konzertgitarre üben zu müssen.

Danke,
Lukather

felixsch
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Erstellt: von felixsch » 15.11.2013, 20:39

Hey,

dass man so sauber wie nur möglich spielen sollte , dürfte ja klar sein.

Was die Schwierigkeit der Stücke betrifft, kann ich nur sagen, je "schwerer" desto besser (du musst dich ja schließlich gegen viele Mitbewerber durchsetzen).

Mal ein Auszug aus den Aufnahme Vorraussetzungen der Jazzabteilung der MuHo München:
Hauptfachprüfung Jazz Gitarre (praktisch, Dauer: 10 - 15 Minuten)
- 3 Stücke (Thema, Improvisation) in verschiedenen Tempi und Stilistiken (z. B. Swing,
Mainstream, Latin, Fusion etc.)
- (Eigenkompositionen sind erwünscht, sofern sie einen improvisatorischen Teil enthalten;
besonderer Wert wird auf Kreativität, Klang und Timing gelegt.)
- Blattspiel nach Vorlage eines Leadsheets


Das mit den Eigenkompositionen würde ich dir ans Herz legen. Du kannst auch nur ein Thema schreiben und zusätzlich Improvisieren, wie oben erwähnt.

Lukather
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Erstellt: von Lukather » 15.11.2013, 21:11

Danke schon mal für die schnelle Antwort.
Hast du bei einer Prüfung teilgenommen? Und wenn ja, was hast du dort gespielt?

Ja, das mit dem "sauber" bezog sich jetzt eher darauf, ob die erwarten, dass man da Steve Vai ohne kleinste Unsauberkeit hinlegen kann und ab welcher Schwierigkeit dann die Anforderungen man unstudierte Gitarristen enden.

Danke, für das mit der Eigenkomposition. Ich hatte das mal gelesen aber wieder verdrängt, weil ich das für mittelmäßig wichtig hielt. Aber generell ist es besser eine Eigenkomposition dabei zu haben?

felixsch
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Erstellt: von felixsch » 15.11.2013, 21:18

Hey,

ich bin 16 und erst in Zwei Jahren mit der Schule fertig, also noch nicht gemacht ;) Werd' ich auch nicht machen, Hochschule ist nichts für mich ... wenn dann Berufsfachschule.

Du musst nicht die Technik eines Mr. Vai haben, um sauber zu spielen. Hat mehr was mit Tonqualität als mit Schnelligkeit (Wofür er ja u.a. bekannt ist) zu tun.

Eigenkompositionen sind nicht mal so schwer. Ich habe auch schon einige Jazzthemen geschrieben. Allerdings ist das noch nichts, mit was man sich an einer Hochschule bewerben würde ;)

Lukather
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Erstellt: von Lukather » 15.11.2013, 22:06

Dann zusätzlich noch eine genrelle Frage. Jazz heißt in Hamburg 'Jazz und jazzverwandte Musik'. Damit ist im Prinzip gemeint Jazz und auch alles was musikstilistisch danach kam, oder was? Denn ansonsten sind die Studienmöglichkeiten ja sehr eingeschränkt, wenn die Alternative bspw. Instrumentalmusik ist, was ja auch auf rein instrumentale Musik ausgelegt zu sein scheint und weniger auf das, was man als "normaler" Berufsmusiker so treibt.

Auch da wäre es ganz schön, wenn jemand, der studiert kurz erzählen könnte, was so gemacht wird. Auch über die Inhaltsangaben der Hochschulen hinaus. Ich kenne immer nur die Erzählungen meines eigenen Lehrers, der aber in den USA studiert hat.

felixsch
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Erstellt: von felixsch » 15.11.2013, 22:22

Hey, und nochmal ich ;)

Ich kann dir nur von einem Bekannten Berichten, der in München Bass studiert hat.

Im Studium konzentrierst du dich natürlich auf Jazz, allerdings wird auch viel in die Rock und Pop Ecke eingegangen, es wird also darauf hingearbeitet, sich in allen Stilistiken auszukennen und diese auch - bestenfalls - spielen zu können.

Am besten setzt du dich direkt mal mit "sunset" in Verbindung, die Dame hat das ganze soweit ich weiß in Graz studiert. Beastmaster wäre auch noch ein Ansprechpartner.

Ansonsten Frag einfach mal direkt nach, die Leute an der HS wissen das am besten. Gibt ja evtl. Infobroschüren, Tag der Offenen Tür, etc.

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Erstellt: von Beastmaster » 16.11.2013, 10:14

Hallo,

dieses Thema verändert sich ja auch.

Die Hochschulseiten informieren doch recht gut.

Sowas hier:
http://www.hfm-berlin.de/studium/studie ... a-gitarre/


Einfach mal bei diversen Hochschule schauen.


Kannst du vom Blattspielen?
Kannst du Blattsingen?
Kannst du eine gehörte Melodie aufschreiben als Noten?


Nein. Solltest du lernen ;)


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Erstellt: von Samhain » 16.11.2013, 10:18

Es gibts mit Sicherheit an jeder Hochschule eine Studienberatung. Alternativ kann man auch mit Dozenten im Vorfeld reden.
Zumindest war das bei meiner Hochschule (keine Musikhochschule) so.

Wenn Du genügend Eindrücke und Tips bekommen hast, dann würde ich erneut entscheiden ob es das Richtige für Dich ist ;)
greetz
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Erstellt: von Beastmaster » 16.11.2013, 10:27

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Erstellt: von Andreas Fischer » 16.11.2013, 13:38

Wow
ich würde mir schon richtig gut vorkommen wenn ich nur das könnte was man also können muss um erst mal studieren zu dürfen

und das dann schon in so jungen jahren drauf haben - wo kommen solche leute her?
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Erstellt: von felixsch » 16.11.2013, 14:34

Andreas, hat weniger mit dem Alter zu tun, als mit dem Aufwand, den man dafür betreibt.
Musikstudium ist einfach schon vor dem eigentlichen Studium extrem Zeitaufwändig ... wenn man's will muss man's durchziehen (auch das Üben und lernen davor), wenn man's nicht 100 % will und nicht genug dafür tut soll man's lassen. Meine Meinung dazu ;)

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Erstellt: von Andreas Fischer » 16.11.2013, 17:21

naja, vielleicht doch, und zwar in soweit das man in jungen jahren schneller lernt

ich würde ja gerne, so viel lernen, und gebe mir auch mühe aber ob ich soviel noch lernen werde/kann?
ich lerne leider mittlerweile sehr langsamm (was aber sicher zusätzlioch zum alter mit konzentrationsschwächen durch extremen gesundheitlich bedingten schlafmangel zu tun hat)
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Erstellt: von Samhain » 16.11.2013, 17:54

felixsch hat geschrieben:Andreas, hat weniger mit dem Alter zu tun, als mit dem Aufwand, den man dafür betreibt.
Musikstudium ist einfach schon vor dem eigentlichen Studium extrem Zeitaufwändig ... wenn man's will muss man's durchziehen (auch das Üben und lernen davor), wenn man's nicht 100 % will und nicht genug dafür tut soll man's lassen. Meine Meinung dazu ;)


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