Zwischen den Songs...

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gaukay
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Zwischen den Songs...

Erstellt: von gaukay » 19.09.2013, 10:26

Hey Leute,

wir nehmen unsere Gigs fast immer auf Video auf, um sie danach auszuwerten. Da ist uns aufgefallen, dass wir zwischen den Songs doch manchmal das ein oder andere Päuschen haben, in denen Stille auf der Bühne herrscht. Das kommt sicher beim Publikum nicht immer ganz so gut an.

Wir haben uns mittlerweile vor einigen Songs "Ansagen" zurecht gebastelt...aber wenn wir nachstimmen oder sich zwei von uns kurz beraten, herrscht Stille...daran müssen wir noch arbeiten.

Wie handhabt ihr das ? Redet ihr mit dem Publikum ? Erzählt ihr irgendwelchen Quatsch oder spielt ihr wirklich die Songs nacheinander ohne mit dem Publikum zu kommunizieren ?

LG Kay

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startom
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Erstellt: von startom » 19.09.2013, 12:41

Wir hatten das Problem auch sehr lange, bis wir konsequent daran gearbeitet haben, die Pausen zu eliminieren. Das heisst, heutzutage spielen wir jeweils bis zu drei Songs aneinander. Das erfordert von allen Disziplin. Sobald ein Song fertig ist, wird sofort der nächste angestimmt.... muss seriös einstudiert werden. Klingt einfacher, als es dann live klingen soll.

Reden tun wir natürlich auch ab und zu. Aber nicht allzuviel. Vielleicht gibts mal einen Spruch, wenn grad umgestimmt oder die Gitarre gewechselt wird. Aus Erfahrung wissen wir mittlerweile, dass das Publikum einer Feld- Wald- und Wiesen Coverband nicht mit Gequatsche unterhalten werden will, sondern mit Musik.
Tom

felixsch
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Erstellt: von felixsch » 20.09.2013, 22:01

Hey,

ich kann da nur aus meiner Konzertbesucher - Erfahrung sprechen, mit den Bands mit denen ich auf Sommerfesten und Weihnachtsmärkten gespielt habe, haben wir Sets gespielt. Heißt 3, 4 Songs direkt hintereinander, dann 10 - 15 min Pause, etc.
Ich finde das kommt auf öffentlichen Veranstaltungen, recht gut, die Leute kommen ja dort meist nicht nur um euch zu hören, von dem her müsst ihr auch keine durchlaufende 60 Minuten-Show geben.

Bei "normalen" Gigs als Support/Headliner hab ich das bis jetzt - wie gesagt: bei andren Bands die ich so gehört habe - als recht Locker angesehen. Meist macht der Sänger ein spontanes Späßchen, oder Prostet ins Publikum, etc.
Schlagzeug hämmert durchgehend von Song 1 zu Song 2 die Viertel, zwischen den Songs animiert der Rest der Band zum Mitklatschen, Mitgrölen, etc.

Man kann auch längere Intros spielen, als Pausenfüller. Eine Befreundete Rockabillyband spielt zu "Good Rockin Tonight" ein 5 Minütiges Intro, angefangen mit dem klassischen "Smells like Teen Spirit" Intro, dann geht's zu Shuffle-Geschruppe, bis sie dann beim eigentlichen Picking ankommen ;) Klingt eigentlich immer ziemlich cool ;)

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startom
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Erstellt: von startom » 20.09.2013, 22:52

felixsch hat geschrieben:Man kann auch längere Intros spielen, als Pausenfüller.


Schlechte Erfahrungen damit gemacht! Haben wir auch schon probiert und keine besonders erbaulichen Rückmeldungen erhalten.

Das mit den "Pausenfüllern" ist zwar gut gemeint, kommt aber in den wenigsten Fällen gut an. Die Leute wollen kein Einzelgedudel hören, sondern schlicht und einfach Songs.
Längere Intros kommen gut beim Konzertbeginn oder vielleicht jeweils zu Beginn eines Sets. Ansonsten sind sie einfach laaaaaaaaaaaaangweilig, weil alle denken: "Sch.... nicht schon wieder in die Länge gezogen."

Die beste Möglichkeit, eine Pause zu füllen, ist das Spielen des nächsten Songs. Plant das Set so, dass ihr nicht andauernd umstimmen oder die Gitarren wechseln müsst.

Noch was zur Länge des Sets. Wir haben zu Beginn jeweils 25-Minuten Sets gespielt, weil wir dachten, dass die Leute ja nicht nur wegen uns da sind und wieder mal in Ruhe was quatschen wollen.
War nicht so: Häufigstes Feedback war: "Schade...wo die Stimmung so richtig aufkam, habt ihr Pause gemacht".

Heutzutage spielen wir, wenn wir den Abend für uns haben, 2 Sets von jeweils ca. 50 Minuten (9 bis 10 Songs) plus ca. 2 bis 3 Zugaben. Hat sich gut bewährt.
Tom

felixsch
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Erstellt: von felixsch » 21.09.2013, 00:43

startom hat geschrieben:Das mit den "Pausenfüllern" ist zwar gut gemeint, kommt aber in den wenigsten Fällen gut an. Die Leute wollen kein Einzelgedudel hören, sondern schlicht und einfach Songs.


Hm, kommt natürlich immer auf die Situation und auf das Publikum an. Als PopRock-Coverband auf nem' Stadtfest wär das natürlich nicht so angebracht wie in nem' kleinem Liveclub vor lauter Musikbegeisterten Leuten.
Man merkt ja immer wie die Leute reagieren (Applaus nach Gitarrensoli, etc.), und kann da ein wenig spontane Passagen einbauen.

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gaukay
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Erstellt: von gaukay » 23.09.2013, 08:43

...also nach unserem letzten Gig am vergangenen Samstag, haben wir mitgekriegt, dass es auch viel am Publikum liegt. Das Publikum war diesmal richtig gut drauf, so dass uns alles viel viel lockerer gefallen ist...da kamen die Sprüche und Ansagen zwischen den Songs völlig unverkrampft...und man konnte auch mal ganz locker einen Gag bringen...so wünsche ich mir das ab sofort immer ;)

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korgli
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Erstellt: von korgli » 23.09.2013, 19:48

Hi

Wir handhaben das wie Tom - Schweizerformel - =)=)=
Wichtig ist, das Publikum zu fesseln - ob das mit Musik ist, oder auch mal einen Gag.
Oder etwas über den nächsten Song erzählen ist nicht soo wichtig - aber fesseln muss man die.

Naja - aber auch nicht krampfhaft, halt.
Bleibt locker.

fredy

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jayminor
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Erstellt: von jayminor » 24.10.2013, 00:31

ja die Schweizer Formel passt schon. 2 x 45 oder 50 Minuten plus Zugaben. Das ist in etwa was wir normalerweise anbieten. Es gibt natürlich auch Gigs, bei denen das durch den Veranstalter anders geregelt ist (z.B. bei Kneipenfestivals haben wir öfter mal den Ablauf 30 Minuten spielen, 15 Minuten Pause, 30 Minuten spielen, 15 Minuten Pause etc. In den Pausen soll dann das Publikum Gelegenheit haben, die Kneipe zu wechseln, ohne viel Musik zu verpassen. Gerade, wenn solche Veranstaltungen oft über 4-5 Stunden gehen, sind die Pausen auch für uns wichtig.
Wir planen unsere Songreihenfolge hauptsächlich nach einem musikalischen Spannungsbogen
bei 10 Songs wäre das in etwa so
1) Aufwecker, mit starkem Rythmus
2) noch so eins
3) und 4) etwas ruhiger
5) bis 8) Steigerung
9) und 10) Kracher
Innerhalb dieses Spannungsbogens achten wir allerdings schon darauf, dass möglichst wenig Instrumentenwechsel oder gar Umstimmen erforderlich ist. Für die meisten unserer Songs haben wir kurze Ansagen auf Lager, für den Fall, dass mal nachgestimmt werden muss.
Bei einigen Songs leiten wir aus dem Ende des ersten gleich in den Anfang des zweiten über; ist dann fast wie ein Medley, allerdings mit ganzen Songs aneinander gereiht.
Jay Minor y.a.p. (yet another picker)

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