Strumming mit verschiedenen Notenwerten

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steinfile
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Strumming mit verschiedenen Notenwerten

Erstellt: von steinfile » 01.10.2013, 11:47

Hallo Gemeinde,

möchte mich kurz zuerst kurz vorstellen. Ich heiße Marco, bin 31 Jahre und spiele seit einem halben Jahr Gitarre.

Nun zu meinem Problem. Ich habe gelernt, das man 8tel Noten üblicherweise im Wechselschlage spielt - Zählweise: 1+2+3+4+ = AVAVAVAV. Lässt man nun das "+", bzw. den Aufschlag weg hat man Viertelnoten. Diese spielt man also nur mit Abschlägen. Soweit so verständlich.
Nur was passiert eigentlich wenn jetzt 16tel mit ins Spiel kommen. Ich weiss, dass man diese im Prinzip einfach doppelt so schnell spielt wie 8tel. Mein Problem bezieht sich eher auf Strummingpatterns mit gemischten Notenwerten.
Meiner Meinung nach müsste man hier ja die 16tel als Basis nehmen. Also Ab- und Aufschlag im Wechsel. Würde man nun die Aufschläge durch Luftschläge ersetzen, hätte man ja wieder 8tel Noten. Diese würden jetzt aber kontinuierlich auf Abschlägen liegen.

Nach meiner Überlegung gibt der kürzeste Notenwert also quasi die "Richtung" vor. Ist das korrekt?

Danke schonmal

Marco

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startom
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Erstellt: von startom » 01.10.2013, 13:02

Hoi Marco
Sofern ich die 16tel regelmässig bei meinem Strummingpattern verwende, gibt tatsächlich der kleinste Notenwert das Anschlagmuster vor.
Zählen tu ich das so: 1 e + e 2 e + e + 3 e + e 4 e + e
Alle 4tel und 8tel Zählzeiten (1; 2; 3; 4; +) spiele ich dann als Abschläge, alle 16tel Zeiten (e) als Aufschläge.

Falls ich aber nur ab und zu 16tel einbaue, meist vor einem prägnanten Akkordwechsel, dann spiele ich persönlich im 8tel Feeling, so wie du das oben beschreibst, und wechsle ausschliesslich in die 'schnellere Gangart' für die 16tel.

Bei gemischten Rhythmuspatterns, bei denen die 16tel jedoch häufig eingesetzt werden und eine tragende Rolle spielen, spiele ich durchgehend 16tel Rhythmus. Häufig merkt man auch an der Geschwindigkeit / Dynamik des Songs, welcher Rhythmus besser passt.
Tom

steinfile
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Erstellt: von steinfile » 02.10.2013, 18:41

Erstmal danke für die Antwort Tom :)

dann lag ich ja gar nicht so falsch.
Ich frag mich nur, ob es dazu in auch irgendwo eine verbindliche Regel gibt. Ich konnte nämlich zu dem Thema irgendwie nichts finden. Und der eine macht es dann so... der andere so. Ich mein, das ist sicherlich nicht verkehrt um seinen eigenen Stil zu entwickeln. Nur würd ich es zuerst gern erst mal "richtig" lernen, bevor ich es für mich interpretiere...

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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 05.10.2013, 14:34

Es gibt zu nichts eine verbindliche Regel.
Das was Startom gesagt hat, trifft den Nagel auf den Kopf.
Wenn es praktisch ist, ändert man den Schlagrhythmus.
Wenn es darauf ankommt einen sicheren Rhythmus zu haben, nimmt man den Wechselschlag, wobei man sich am niedrigsten Notenwert orientiert.
Manchmal kann es durchaus erwünscht sein, alles nur mit Abschlägen zu spielen, ist aber deutlich anstrengender als mit einem Wechselschlag.

Hilfen findest du übrigens hier:
Startseite » Gitarrenlieder und Spieltechniken » [Grundlagen] Liedbegleitung (Anschlag / Zupfen)

Da findest du einiges über die gängigen Methoden.

Gruß Mjchael

steinfile
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Erstellt: von steinfile » 06.10.2013, 20:04

Mit verbindliche Regel meinte ich: "Wie wird es in den Fachbüchern gelehrt?"

Aber ich habe anhand der Aussage von Tom mal zwei Tabulaturen, die ich gerade zur Hand hatte mit "Pfeilen" versehen. Das war zum einen "Stairway to heaven" von Led Zeppelin und "Angie" von den Rolling Stones. Beide haben recht schöne Strummingparts mit gemischten Notenwerten.

Naja, es passt so wie Tom es beschrieben hat sehr gut. Konnte bei beiden die 16tel als Basis nehmen und meine Abschläge auf 8tel und 4tel legen. Bei "Angie" hatte sich dann auch noch zwei, drei 32tel eingeschlichen. Die habe ich einfach beschleunigt.

So sieht es gut aus, so klingt es gut und so macht es auch Sinn.

Danke nochmal an euch. Ich denke jetzt hab ich es kapiert.

Edit: Danke auch für den Link. Der war mir aber bekannt und hatte mir bei dieser Frage nicht geholfen.

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