Mit oder ohne Lehrplan lernen?

30 Beiträge   •   Seite 1 von 1
Fanatik
meint es ernst
Beiträge: 22
Registriert: 13.06.2013

Mit oder ohne Lehrplan lernen?

Erstellt: von Fanatik » 13.06.2013, 12:43

Hallo Zusammen,

da meine Email Adresse gehackt wurde und ich mein Passwort vergessen habe schreibe ich euch von einem neuen Account. Warum ich das erwähne: Ich hatte vor einer gewissen Zeit unter dem Benutzernamen Fahrenheit nach einem Lehrplan gefragt.
Mir wurde da zu der Webseite JustinGuitar geraten.

Jetzt bin in Stage 4 und die Lieder die dort vorhanden sind zum lernen sind für mich irgendwie langweilig. Rythmussgitarre und Liedbegleitung möchte ich zwar können, langweilt mich aber irgendwie ( vl eine Phase?). Jetzt hat mir ein Bekannter geraten der schon nach ziemlich kurzer Zeit echt gut spielen konnte einfach mir meine Lieblingslieder die ich gerne spielen möchte zu lernen bis ich das kann und mich nicht an den Lehrplan zu halte...

So hatte ich das bevor ich den Plan hatte auch gemacht, glaube sogar 3 Monate lang und es hat git geklappt. Spielen tue ich seit 5 Monaten immer eine halbe Stunde bis Stunde am Tag.

Jetzt ist meine Frage ob ich lieber ohne Lerplan loslegen sollte und das einfach lerne was ich für die Lieder brauche.

Gruß
Christoph

Benutzeravatar
Phuehue
kennt den Admin
Beiträge: 802
Registriert: 12.02.2013
Wohnort: Bern (Schweiz)

Erstellt: von Phuehue » 13.06.2013, 13:01

Was genau verstehst du denn unter einem Lehrplan? Für mich bedeutet das ja nicht unbedingt, erst Song A, dann Song B und dann Song C zu spielen. Wie du schreibst, hast du ja bereits schon eine gewisse Basis. Ich nehme also an, die offenen Standard-Akkorde hast du. Also gut! Es spricht nix dagegen, dir selber die Songs herauszusuchen, die du nun üben willst. Jedoch ist es schon sinnvoll, sich dabei einen Plan zu machen. ZB wie willst du diese Songs spielen? Willst du Liedbegleitung (Akkorde mit Standard-Schlagmustern) spielen? Oder evt. auch mal bissel Fingerpicking? Oder aber das Intro / Solo zu einem der Songs spielen? Kannst du diese Lieder auch schon mit Barrée-Akkorden? Kannst du diese Lieder auf anderen Duren spielen? etc.etc.

Du siehst, rein theoretisch kannst du mit einem und demselben Song x-hundert Gitarrenübungen machen. Natürlich wäre das langweilig. Deswegen: Gitarrenplan bedeutet in dem Fall, dass du für dich mal ein paar Ziele (nicht nur Songs) festlegst und einen Weg, wie du dahin kommst.

))==

Benutzeravatar
musicdevil
lebende Forenlegende
Beiträge: 3485
Registriert: 26.01.2010
Wohnort: zu Hause...

Erstellt: von musicdevil » 13.06.2013, 13:20

Man lernt nach Lehrplan zb. das greifen von Akkorden, macht Rhythmusübungen mit unterschiedlichen Anschlagsarten, Zupf-und Pickingmustern, lernt bestimmte Techniken wie "Bendings, Vibrato, Pull-Offs" usw., UM DAS ERLERNTE DANN ANWENDEN ZU KÖNNEN.

Hast du praktisch das Handwerkszeug zum Gitarrespielen erlernt, ist es DIR überlassen, welche Songs du damit spielen willst.
Ich selbst hab mich schon an das Buch von Peter Bursch gehalten, aber nebenbei auch noch andere Sachen erlernt und auch andere Lieder aus zb. Songbüchern wie "Das Ding" gespielt.

Ich glaube nicht, dass man das nur durch das spielen nach Tabs von irgendwelchen Songs erreichen kann. Jeder Handwerker braucht erst das Wissen und die Fähigkeit etwas Schönes zu bauen.

Benutzeravatar
Henk
Erklär-Bär
Beiträge: 350
Registriert: 05.07.2012
Wohnort: Lingen
Gitarrist seit: Februar 2013

Erstellt: von Henk » 13.06.2013, 16:06

Ich befinde mich in ähnlicher Lage und versuche mir seit 4 Monaten mittels Lehrbuch (Brümmer, GEGL), Youtube und dem Forum hier das Gitarrespielen beizubringen. Daher kann ich das mit der Langeweile auch gut nachvollziehen.
Ich würde auch lieber schon andere Lieder als die bie JustinGuitar oder die konstruierten Übungen aus dem Lehrbuch spielen können.

Wichtig war für mich die Erkenntnis, nicht Lied A, B und C spielen zu können, sondern dass ich mir diverse Grundlagen anneignen muss/will, die mich befähigen Lied A, B und C spielen zu können. Und ebenso die Lieder D bis Z. Ich halte es also mit meinen Vorrednern.
Das Kleinklein aus anfänglichen Riffs und Melodien ist teils stupiden Übungen gewichen, die zwar nicht Spaß machen, aber merkliche Fortschritte erkennen lassen. Zwar langsam und mühselig, aber es geht vorwärts. Das ist es wohl auch, was die Erfahrenen meinen mit: die ersten Monate sind die schlimmsten. Bis man übertragbares Können auf dem Kasten hat, dauert's länger, als mir lieb ist. Danach steht einem aber ziemlich viel offen, hoff ich mal. Falls nicht, gibt es hier 'ne geharnischte Rundmail ;)

Die Frage ist, ob das Üben der eigenen Lieblingssongs hergibt, dass man seine Fähigkeiten an ihnen steigern kann. Oder ob es da nicht geeignetere Wege gibt, die universell anwendbare Fähigkeiten vermitteln und ein breiteres Spektrum an Techniken erklären, als man es sich in Eigenregie anhand einzelner Songs beibringen kann. Für grundlegende Kenntnisse bin ich froh ein Buch zur Hand zu haben, dem ich jetzt mal unterstelle, ein didaktisches Ziel zu verfolgen
Das was persönlich Spaß macht, wird dosiert drumherum angeordnet. Naja, und ab und zu bleibt man auch mal drauf hängen und das war's dann mit Ernsthaftigkeit für den Tag :P

Paul Fabulous
Erklär-Bär
Beiträge: 338
Registriert: 05.09.2009
Wohnort: Kassel

Erstellt: von Paul Fabulous » 13.06.2013, 20:04

Jetzt hat mir ein Bekannter geraten der schon nach ziemlich kurzer Zeit echt gut spielen konnte einfach mir meine Lieblingslieder die ich gerne spielen möchte zu lernen bis ich das kann und mich nicht an den Lehrplan zu halte...



Jo, kannste natürlich machen. Aber jeder lernt natürlich anders.

Würde halt nicht dne Fehler machen, aus den Liedern nur die "einfachen SAhnestückchen, die sich gut anhören", rauszuüben.

Das Herz will da oft mehr, als die Hände hergeben. :shock:

Sonst haste am Ende nur eine Sammlung von irgendwelchen Intros, Riffs und Soloteilen. Kannst aber keinen Song von Anfang bis Ende spielen bzw. begleiten. Also vielleicht die Begleitsachen nebenbei weiterbetreiben oder so.

Nur meine zwei Groschen! ;)

Fanatik
meint es ernst
Beiträge: 22
Registriert: 13.06.2013

Erstellt: von Fanatik » 13.06.2013, 21:47

Naja, unter einem Lehrplan verstehe ich eine festgelegtes Schema nachdem man Inhalte lernt und der in verschiedene Abschnitten eingeteilt ist.

@Henk Zumindestens bin ich nicht alleine mit meinem Problem^^ Irgendwie muss ich den Lehrplan aufpeppen, sonst krieg ich bald einen Anfall.

Ich glaube ich bin einfach nur genervt von dem ständigen Akkordgeschrubbe...mir fehlt da Abwechselung. Was ich mir heute überlegt habe das ich jetzt noch Pentatoniken lerne und mir andere Lieder als aus dem Songbook von Justin Guitar raussuche. Besonders brauche ich Lieder mit den Akkorden B7, C7 und G7. Am besten etwas rockiges. Auch zum Fingerpicking wären Vorschläge super :)

Noch irgendjemand Tipps?

Benutzeravatar
Harry83
Mod-Team
Beiträge: 6597
Registriert: 09.05.2008
Wohnort: Helmstedt
Gitarrist seit: 2007

Erstellt: von Harry83 » 14.06.2013, 06:30

Moin!

Man sollte nach keinem Plan lernen, sondern Struktur ins Spielen bringen. "Heute lerne ich das. Dazu brauche ich die und die Technik". Also übt man die Techniken. Direkt nach irgendeinen Plan zu lernen, bringt, auf Dauer nichts, da man schnell gelangweilt ist, immer wieder dieselben Sachen durchzukauen. Wenn etwas nicht klappt, sollte man nicht wie besessen üben. Dann legt man das zur Seite, und macht etwas Anderes, bis man die alte Übung wieder hervorholt.
Keep Metal Alive!
Bitte beachten: Forenregeln

Fanatik
meint es ernst
Beiträge: 22
Registriert: 13.06.2013

Erstellt: von Fanatik » 14.06.2013, 09:14

Harry83 hat geschrieben:Moin!

Man sollte nach keinem Plan lernen, sondern Struktur ins Spielen bringen. "Heute lerne ich das. Dazu brauche ich die und die Technik". Also übt man die Techniken. Direkt nach irgendeinen Plan zu lernen, bringt, auf Dauer nichts, da man schnell gelangweilt ist, immer wieder dieselben Sachen durchzukauen. Wenn etwas nicht klappt, sollte man nicht wie besessen üben. Dann legt man das zur Seite, und macht etwas Anderes, bis man die alte Übung wieder hervorholt.


Also du meinst wenn ich z.B Wonderwall spielen möchte Beschäftige ich mich mit den verschiedenen Strummingpattern und Rythmustechniken. Wenn ich Nothing else Matters üben möchte dann Pull offs, Hammer on und die benötigten Bareés in den Lerplan einbinden?

Also mache ich das was ich lernen lernen muss von den Lieder abhängig und nicht umgekehrt?

Benutzeravatar
Harry83
Mod-Team
Beiträge: 6597
Registriert: 09.05.2008
Wohnort: Helmstedt
Gitarrist seit: 2007

Erstellt: von Harry83 » 14.06.2013, 10:26

So mache ich es jedenfalls. Was nützt es mir, wenn ich ein Lied lerne, in dem ich, z.B. keine Pull Offs benötige, diese aber bis zum Abwinken lerne? Nichts. Also lieber auf das konzentrieren, was man braucht. Nach und nach verfestigen sich die Techniken, sodass man sie nicht mehr ständig üben muss, und man sie öfter anwenden kann.

Während meiner Schulzeit, habe ich ja auch kein Deutsch gelernt, wenn ich in Englisch eine Arbeit geschrieben habe ;)
Keep Metal Alive!
Bitte beachten: Forenregeln

Benutzeravatar
Phuehue
kennt den Admin
Beiträge: 802
Registriert: 12.02.2013
Wohnort: Bern (Schweiz)

Erstellt: von Phuehue » 14.06.2013, 10:28

Fanatik hat geschrieben:Also mache ich das was ich lernen lernen muss von den Lieder abhängig und nicht umgekehrt?


Ist definitiv nicht der schlechteste Plan :D

Mein Lehrer hatte mir damals für einzelne Techniken auch Songs gezeigt, wo ich mich mit den jeweiligen Techniken austoben konnte.
So ist zum Beispiel Gary Moore's "Still got the Blues" einfach perfekt, um seine Bendings zu üben. Oder das Solo von Hotel California ist da auch ganz gut.

Hammer Ons / Pull Offs? => Wie bereits erwähnt im einfachheren Fall Nothing Else Matters, beim Fortgeschrittenen AC/DCs "Thunderstruck"

Schöne Picking Muster? => Dust in the Wind, Tears in Heaven usw.

usw.

Es gibt ja gute Gründe, weshalb gewisse Songs fast in eines jeden Gitarristen Repertoire auftauchen. Das ist nicht nur deshalb, weil diese Songs einfach jeder Gitarrist geil findet, sondern halt auch häufig sehr geeignet sind, gewisse Techniken, Harmonien etc. zu üben. Und das überträgt sich halt dann von jedem Lehrer auf den Schüler, der evt. dann wieder Lehrer wird usw :D

Benutzeravatar
modestmattes
kam, sah und postete
Beiträge: 44
Registriert: 14.12.2012
Wohnort: Bottrop

Erstellt: von modestmattes » 14.06.2013, 14:58

Hab jetzt ca 1 Jahr lang ohne wirklichen Plan geübt. Mal versucht nen ganzen Song zu lernen und dabei nicht beachtet ob ich die entsprechenden Techniken kann. Ich hab auch oft einfach nur irgendwelche Blues-Licks geübt, zu Backingtrack gejammt, Folk,Metall,Blues,Strumming,FingerPicking,Pentatonik rauf&runter, irgendwie wie ich lustig war. Ergebnis: ich kann effektiv eine handvoll Songs von Anfang bis Ende spielen.Obwohl ich bestimmt schon über 50 Songs angespielt und geübt habe. Nun bin ich seit 1 Woche in einer Band,die nur selbst geschrieben Songs haben und auch recht vielseitig. Der erste Song zB hat ruhige Picking Parts, achtel-geschrubbel mit Palmmute und nem kurzen Lick. Bin jetzt froh das ich vieles schon mal angespielt und geübt habe weil ich den Song recht schnell gelernt habe.
Am Anfang hab ich mich immer gestresst weil ich keinen Song konnte aber nun bin ich froh weil ich einen guten Weg für mich gefunden hab. Hab schon beim Üben gemerkt das ich am liebsten eigene bzw. noch nicht bekannte Songs spielen will.

Benutzeravatar
Andreas Fischer
Guitar Maniac
Beiträge: 1606
Registriert: 25.10.2012
Wohnort: Erkrath/Hochdahl bei Düsseldorf
Gitarrist seit: 1977 & 2012 wieder

Erstellt: von Andreas Fischer » 14.06.2013, 16:17

Fanatik hat geschrieben:
Harry83 hat geschrieben:.....

Also mache ich das was ich lernen lernen muss von den Lieder abhängig und nicht umgekehrt?


nun, irgendwamnn ist das sicher sinnvoll, aber am anfang stehen eben nun einmal die grundlagen und da fängt man auch mit einfachen liedbeispielen an

wenn dich der kurs den du machst, langweilt, mach nen anderen
aber um die grundlagen kommst du nicht herum sonnst kannst du hinterher 2 lieder spielen aber nicht mehr, hast dafür ewig gebraucht das zu lernen und braqchst für jedes neue wieder ewig ... na wenn das mal nicht irgendwann langweilig wird
ich wette die meisten die es so versuchen geben auf aber diejenigen die die grundlagen durchstehen, auch mit einfachen liedern, die bleiben dann dabei weil der spass immer mehr wird und die möglichen lieder immer interessanter ....

was deine frage anch einem lehrplan angeht, ich finde lehrpläne gut, nur muss es auch ein guter sein ;-)
Andreas Fischer
Versuche seit Ende 2012 nach 30 Jahren zum zweiten mal Gitarre spielen zu lernen
Lerne Gitarre, Penny Whistle, Melodica, Piano, Dulcimer, und Ukulele.

Meine Instrumente - Mein WeBLog - My (Your/Our) Music Community Net - Wir schreiben (eine) Musikgeschichte

Fanatik
meint es ernst
Beiträge: 22
Registriert: 13.06.2013

Erstellt: von Fanatik » 15.06.2013, 19:18

Hallo Zusammen,

klar muss ich durch die Grundlagen mich durchkämpfen, nur wenn ich noch einmal Killing me softly spielen muss um den B7 Akkord üben zu können werde ich höchstwahrscheinlich das Songbook fressen :D

Ich werde jetzt wie folgt verfahren:
Ich ziehe den Kurs durch für die Grundlagen, werde mir aber andere Lieder suchen die die gewünschten Akkorde beinhalten. Zur Belohnung nach jedem Üben werde ich das Intro von Nothing else matters üben.
Ich denke mit so einem Belohnungssystem komme ich besser klar. Die Akkorde muss ich so oder so lernen und die Schlagmuster wegen dem Rythmusspiel auch.

Benutzeravatar
Harry83
Mod-Team
Beiträge: 6597
Registriert: 09.05.2008
Wohnort: Helmstedt
Gitarrist seit: 2007

Erstellt: von Harry83 » 16.06.2013, 02:57

Klingt gut!

Ich finde die Idee, mit der Belohnung, auch super! Da hab ich noch gar nicht drüber nachgedacht. Sollte ich auch einführen :D
Keep Metal Alive!
Bitte beachten: Forenregeln

Fanatik
meint es ernst
Beiträge: 22
Registriert: 13.06.2013

Erstellt: von Fanatik » 21.06.2013, 10:58

Harry83 hat geschrieben:Klingt gut!

Ich finde die Idee, mit der Belohnung, auch super! Da hab ich noch gar nicht drüber nachgedacht. Sollte ich auch einführen :D


Haha :D Über sowas kriegt man mich immer.

Ich habe auch gerade bemerkt das die Akkorde in Stage 4 auch in Stage 5 eine sehr große Rolle in den Liedern spielen und ich bei manchen auch keine neuen Akkorde aus Stage 5 brauche um die zu spielen. Das ist echt super, da dort Blues Rhythmen gelernt werden. Die spielen sich schon mal angenehmer als das die Pattern vorher.
Deswegen fasse ich die beiden Stages zusammen und hoffe das ich da durch besser vorran komme.

everyBlues
Pro
Beiträge: 2421
Registriert: 03.09.2012

Erstellt: von everyBlues » 21.06.2013, 22:48

Ich mag keine festgelegten Lehrpläne. Als ich angefangen habe , bin ich immer wieder auf leute / lehrer gestossen die mir Rhythmus und Begleitungen beibringen wollten . Auch waren alle der Meinung, ich muss genau Das zum Anfang lernen.
Z.B "hous of rising sun" standard akkorde und dann immer von oben schon runter ....boa wie lanweilig .Ich wollte / und will , nicht singen und mich dann begleiten. Ich wollte meine Gitarre für mich singen lassen. Warum hat das damals niemand verstanden :twisted:
Ich habe allein gelernt!
Also habe ich mich mit den skalen beschäftigt. Und habe angefangen lead -Gitarre zu lernen.Mann muss wissen was man möchte ! alles geht eh nicht , da reicht ein Menschenleben nicht aus ;) Und das was man können möchte, dann üben und lernen . Etwas theorie sollte natürlich sein :D

Ansonsten habe ich das auch schon immer so gemacht, dass ich das gelernt habe was ich brauche. Also, brauchte ich einen Barre akkord für etwas was ich gerne spielen möchte dann habe ich den halt gelernt. Und wenn der dann vor dem standard C- Dur kommt ist das auch egal.
Am anfang standen so sachen wie " Sultans of swing" und "stairway to heaven" . Mark Knopfler hat schön viel thechnik drinn. Das hat sich für mich gut geeignet.
Heute spiele ich natürlich auch Ryhtmus und Begleitung , aber nicht vorrangig. Oftmals mische ich ryhtmus und lead.

Mal eine Buchempfehlung. Vielleicht bringt das für den einen oder andern ja etwas Abwechslung .

VON John Ganapes

Blues you can use , More Blues you can use und jazzin the Blues . In jedem buch ist auch eine CD bei .


Wie geasgt man muss selber wissen was man möchte , und das dann lernen . Und bloss von niemandem reinreden lassen . Festgelegte lehrpläne sind mir ein Gräul .Es wäre ZB auch aus meiner sicht vollkommen blödsinnig Konzert- Gitarre zu lernen , wenn man lieber E - Gitarre spielen möchte ;) . mal davon abgesehen das ich Konzert Gitarren sehr gut finde und auch gerne höre.

Blues und Gruß )()(

Fanatik
meint es ernst
Beiträge: 22
Registriert: 13.06.2013

Erstellt: von Fanatik » 25.06.2013, 21:39

@ everyBlues

Da sind wir total einer Meinung und schön das du mein Problem so zusammengefasst hast. Ich bin auch grade wieder an so einem Moment angelangt wo ich am liebsten den Lehrplan über den Haufen werfen möchte...

Ich bin gerade auf den Besuch bei meinen Eltern. Als ich meine Gitarre nach dem Transport überprüfte und ein bisschen spielte wurde ich tatsächlich von meinem Vater gefragt ob ich auch ganze Lieder spielen kann....es war Liedbegleitung! :( Irgendwie hab ich echt langsam die Schnauze voll.

Ich mag jetzt keinen neuen Thread aufmachen, also bitte ich hier mal um gute Ratschläge um in Leadgitarre und Fingerstyle einzusteigen. Wie kann ich denn da vorgehen?

Bigbear
meint es ernst
Beiträge: 24
Registriert: 27.01.2013

Erstellt: von Bigbear » 26.06.2013, 08:16

Schau mal auf der Seite von Ulli Bögershausen vorbei ( http://www.boegershausen.de/downloads.shtml ).
Da gibt's nen Workshop für Fingerstyle zum download. Vieleicht hilft dir das weiter.

everyBlues
Pro
Beiträge: 2421
Registriert: 03.09.2012

Erstellt: von everyBlues » 26.06.2013, 12:07

Fanatik,

hm.. kann ich dir nicht sagen. Ich kann nur erzählen wie ich das gemacht habe. Als erstes mal habe ich mir die Moll - Pentatonik drauf getan. Bzw die Moll pentatonik skala. Von der kommst du dann später auch ganz leicht in die Dur Pentatonik und in jede andere skala.

Parallel dazu, habe ich mich dann mit den Musikern beschäfftigt die mir so gefallen. Alles andere ist dann so nach und nach gekommen. Wichtig ist, das man das macht, was einem spass macht. Musik soll doch laune bringen.

Wieder andere Mögen halt singen und sich dann mit der Gitarre begleiten , auch gut , wenn es denen spass macht. Wenn man sich zwingen muss , und nur ungern zur Gitarre greift , hängt das Ding irgentwann nur noch als Deko an der Wand.

LG

PS: naja wirklich hilfreich war das jetzt nicht, sorry

Benutzeravatar
phunky
lebende Forenlegende
Beiträge: 5549
Registriert: 03.08.2010
Wohnort: Wasserkante
Gitarrist seit: Anfang der 90er

Erstellt: von phunky » 26.06.2013, 12:11

Erstmal: Eine Akkordfolge zur Liedbegleitung ist eben eine Akkordfolge zur Liedbegleitung. Die kommt milliardenfach vor und die wenigsten werden sie erkennen, wenn man nicht dazu singt, pfeift oder die Melodie wenigstens summt.

ABER: Nur deshalb zu versuchen sich nach fünfmonatiger Erfahrung mit Fingerstyle zu frustrieren, damit für andere erkennbar ist was man da macht, ist doch total grotesk. Bei deiner anscheinenden Frustrationsschwelle wird das die Gitarre im Leben nicht heil überstehen.

Es dauert eben seine Zeit ein Instrument zu erlernen. Und wenn man nach fünf Monaten die Schnauze voll hat... Naja. Dann ist es vielleicht nicht das richtige Instrument. Blockflöte ist ja auch ganz schön und auch nicht so schwierig ;)

Was Du brauchst, ist ganz offenbar kein Lehrplan, sondern ein Gitarrenlehrer.

everyBlues
Pro
Beiträge: 2421
Registriert: 03.09.2012

Erstellt: von everyBlues » 26.06.2013, 12:31

ja aber eine Gitarre ist soooo vielfälltig :D .
man kann ne menge damit machen , man muss aber nicht alles können ;)
Deswegen sag ich ja , man muss wissen was man möchte und das dann lernen . Später kommt man vielleicht noch auf den Geschmack anderer Dinge.

Zu sagen dann ist es vll nicht das richtige Instrument ..hm...finde ich nicht gut. Es ist vielleicht nur der falsche Weg . Ein Gitarrenlehrer ist auch nur dann gut , wenn er einem in dem unterstützt was man machen möchte.

LG

Fanatik
meint es ernst
Beiträge: 22
Registriert: 13.06.2013

Erstellt: von Fanatik » 26.06.2013, 12:36

phunky hat geschrieben:
Es dauert eben seine Zeit ein Instrument zu erlernen. Und wenn man nach fünf Monaten die Schnauze voll hat... Naja. Dann ist es vielleicht nicht das richtige Instrument. Blockflöte ist ja auch ganz schön und auch nicht so schwierig ;)

Was Du brauchst, ist ganz offenbar kein Lehrplan, sondern ein Gitarrenlehrer.


Versteh mich bitte nicht falsch, ich spiele sehr gerne Gitarre, nur ich finde das Akkordgeschrubbel
im Moment recht langweilig und frustrierend. Was mir wiederum Spaß macht ist Zupfen etc. und Melodiespiel. Da muss es doch etwas geben womit ich mehr Freude habe.

Bei einem Gitarrenlehrer war ich schon gewesen zur Probestunde. Leider ist das im Moment finanziell nicht drin und ich weiß auch nicht wie es wird wenn ich Vollzeit arbeite von der Flexibilität, da ich im Projektgeschäft arbeiten werde.
Ansonsten würde ich dir damit vollkommen Recht geben das da Jemand fehlt der mich anleitet, aber 140€ sind im Moment einfach zu viel.

Bin jetzt ziemlich verwirrt wie es weitergehen soll

Benutzeravatar
phunky
lebende Forenlegende
Beiträge: 5549
Registriert: 03.08.2010
Wohnort: Wasserkante
Gitarrist seit: Anfang der 90er

Erstellt: von phunky » 26.06.2013, 12:42

Okay, ich hab Dich offenbar wirklich falsch verstanden. Naja, ein erster Schritt wäre in meinen Augen, erstmal verschiedene Zupf-/Pickingtechniken zu lernen. Die kann man dann auf die Akkordfolgen anwenden, die man bislang so rumschraddelt.

Das wäre dann die Basis um langsam Melodieelemente mit aufzunehmen. Was ja letztlich die Basis für Fingerstyle ist, denn einfach nur die Melodie auf einer Saite zu zupfen, so Ton für Ton, das ist zwar dann für Außenstehende leichter erkennbar, klingt aber ähnlich langweilig wie die schon erwähnte Blockflöte ;).

Benutzeravatar
startom
Mod-Team
Beiträge: 2693
Registriert: 17.03.2011
Wohnort: Wallenwil TG - Schweiz
Gitarrist seit: 2001

Erstellt: von startom » 26.06.2013, 12:53

Fanatik hat geschrieben:Ich mag jetzt keinen neuen Thread aufmachen, also bitte ich hier mal um gute Ratschläge um in Leadgitarre und Fingerstyle einzusteigen. Wie kann ich denn da vorgehen?


Fingerstyle ist die Königsdisziplin der Akustikgitarre, fangen wir mal von vorne an.
Fingerpicking, also die Liedbegleitung mit zerlegten Akkorden, ist die Vorraussetzung für Fingerstyle.

Da gibt es, je nach Geschmack, verschiedene Einstiegssongs. Meistens verwende ich für meine Schüler "Everybody Hurts" von R.E.M.
Anklang finden jeweils auch "When you say nothing at all" von Ronan Keating, "Don't cry" von Guns'n'Roses, "What it's like" von Everlast oder "Hallelujah" von Leonard Cohen. Je nach Musikgeschmack.

Falls dir was von diesen Vorschlägen gefällt, schreib mir eine P.N., dann hab ich dir die entsprechenden Songs als Tabulatur.
Tom

balise
weint bei Forumsausfall
Beiträge: 35
Registriert: 17.05.2013
Wohnort: Haan

Erstellt: von balise » 26.06.2013, 14:04

Für mich war das Thema Gitarrenlehrer kontraproduktiv.

Mit den zu erarbeitenden Stücken/Techniken etc. hatte ich keine Freude, dem Termin der nächsten Unterrichtsstunde sah ich immer mit gemischten Gefühlen entgegen.
War es dann soweit, brach Schweiss aus und das war es dann......

Es wurde immer mehr geklönt und gipfelte dann in meiner Dienstleistung, mehrere Mesa Boogie MK IV nebst Zusatzboxen preiswerter zu beschaffen, da ich über den Job Connection hatte....

Jetzt mit dem Unterrichtsbuch vom lieben Justin mit seiner karierten Wolldecke auf dem Sofa macht das Üben Spaß, der Typ kommt mir unheimlich positiv rüber und der Griff zur Klampfe erfolgt ohne Verspannungen des Hirns......

Allein das GAS flammt leicht auf... :?

Fanatik
meint es ernst
Beiträge: 22
Registriert: 13.06.2013

Erstellt: von Fanatik » 26.06.2013, 14:11

balise hat geschrieben:Jetzt mit dem Unterrichtsbuch vom lieben Justin mit seiner karierten Wolldecke auf dem Sofa macht das Üben Spaß, der Typ kommt mir unheimlich positiv rüber und der Griff zur Klampfe erfolgt ohne Verspannungen des Hirns......

Allein das GAS flammt leicht auf... :?


Mit Justinguitar übe ich zur Zeit auch. Aber wie schon beschrieben ist das im Moment nicht so ganz meine Welt. Ansonsten ist das echt ein super Lehrer und alles sehr durchdacht.

Benutzeravatar
phunky
lebende Forenlegende
Beiträge: 5549
Registriert: 03.08.2010
Wohnort: Wasserkante
Gitarrist seit: Anfang der 90er

Erstellt: von phunky » 26.06.2013, 14:45

Guck Dir den Youtube-Kanal von Siggi Mertens mal an. Das ist zwar kein Gezupfe, aber er verbindet in seinen Arrangements bekannter Stücke die Akkorde mit wiedererkennbaren Melodieelementen.

Übeklampfer
weint bei Forumsausfall
Beiträge: 28
Registriert: 23.06.2013
Wohnort: Lübeck

Erstellt: von Übeklampfer » 26.06.2013, 22:37

Ich habe das auch alles durch.

Geschrammel nach Büchern, die habe ich mir vorher angeschaut und wenn mehr als 4 gute Lieder drin waren, habe ich sie gekauft und nur die Lieder erarbeitet, die mir wirklich gefielen, damals gab es noch kein Gitarrenforum oder Ähnliches.

Dann habe ich es mit Gitarrenlehrer versucht, so ein Gitarrist aus einer Band, der zwar spielen aber nicht lehren konnte.

Wieder mit Büchern gearbeitet und irgendwann die Gitarre bei Seite gestellt.

Bücher nutze ich immer noch, aber viele verschiedene. Ich lerne Stücke aus Blues you can use, Rick Paynes Fingerstyle Blues und GGL von Brümmer habe ich auch durch.

Zusätzlich habe ich mal einen Onlinekurs bei Ernesto gebucht und Klassik versucht.

Jetzt kann ich von allem ein bisschen.

Was es mir gebracht hat? Ich bilde mir ein, dass ich durch die verschiedenen Richtungen mit ihren speziellen Techniken und Fingersatz-Ansätzen beweglicher in meinen Händen geworden bin. Welche Griffe mir vor Monaten noch schwer fielen, gehen jetzt auf einmal ganz ordentlich.

Auch umgehe ich so irgendwie der Langeweile, da ich auf mehreren Hochzeiten tanze und mal ehrlich, selbst erfolgreiche Musiker müssen sich Stücke erarbeiten, nicht nur wir Suchenden.

Der Tipp weiter oben, nur die für sich interessanten Stücke zu erarbeiten ist aus meiner Sicht die richtige Richtung. Nur wer Spaß beim Lernen hat kommt weiter, alles andere ist Mist.

Justins Songbook habe ich hier auch rumliegen, aber nicht um zu lernen, sondern um eine Lagerfeuervorlage zu haben.

Stage 4 ist noch ohne "echte" Barre-Akkorde, wenn Du da erst mal hinkommst, verlangsamt sich das Ganze nochmal. Aber keine Scheu, ich habe sage und schreibe 1,5 Jahre für einen schnelle sauberen Wechsel zum großen F-Dur gebraucht und Puff the Magic Dragon mit dem H-Moll war auch anschließend noch eine fette Herausforderung.

Das soll jetzt kein Angstmachen sein, sondern zeigen, dass Du nicht allein bist.

Keep on rockin
Ich übe noch!

Fanatik
meint es ernst
Beiträge: 22
Registriert: 13.06.2013

Erstellt: von Fanatik » 27.06.2013, 00:38

phunky hat geschrieben:Guck Dir den Youtube-Kanal von Siggi Mertens mal an. Das ist zwar kein Gezupfe, aber er verbindet in seinen Arrangements bekannter Stücke die Akkorde mit wiedererkennbaren Melodieelementen.


Super Tipp! Genau das was ich mir wünsche - einfach mehr Melodie in den Liedern. Hab angefangen Sound of Silence zu üben und das gefällt mir auf seine Art wie er das dort zeigt echt gut :)

@Übelklampfer

Ich versuche das jetzt auch so zu machen. Vl ist das ja der richtige Weg.

Bigbear
meint es ernst
Beiträge: 24
Registriert: 27.01.2013

Erstellt: von Bigbear » 27.06.2013, 10:25

balise hat geschrieben:Für mich war das Thema Gitarrenlehrer kontraproduktiv.

Mit den zu erarbeitenden Stücken/Techniken etc. hatte ich keine Freude, dem Termin der nächsten Unterrichtsstunde sah ich immer mit gemischten Gefühlen entgegen.
War es dann soweit, brach Schweiss aus und das war es dann......

Es wurde immer mehr geklönt und gipfelte dann in meiner Dienstleistung, mehrere Mesa Boogie MK IV nebst Zusatzboxen preiswerter zu beschaffen, da ich über den Job Connection hatte....

Jetzt mit dem Unterrichtsbuch vom lieben Justin mit seiner karierten Wolldecke auf dem Sofa macht das Üben Spaß, der Typ kommt mir unheimlich positiv rüber und der Griff zur Klampfe erfolgt ohne Verspannungen des Hirns......

Allein das GAS flammt leicht auf... :?


Vielleicht hattest du einfach den Falschen Lehrer? Ich habe auch das Problem, das ich nicht singe, bzw. nicht singen kann (ausser um Katzen zu verjagen).
Daher möchte ich es auch lernen so zu spielen das man die Lieder auch ohne Gesang wiedererkennt.
Ich hab nun auch 5 Monate über Bücher, Forum (lagerfeuerdiplom) und Youtube gelernt und da ich auch mehr will als nur ein simples Strumming, habe ich mich entschlossen einen Lehrer zu suchen. Vor 3 Wochen hatte ich dann meine erste Stunde.

Mein Gitarrenlehrer hat mich erst mal gefragt was ich genau will. In welche Richtung ich später mal mit der Gitarre gehen will und was ich denke was er mir beibringen kann und soll.
Wir haben uns lange unterhalten über "meinen" Gitarrenweg. Er hat mich auch gefragt auf welche Musikrichtung ich stehe und mir dann Vorschläge gemacht über welche Songs er den Unterricht aufbauen möchte. Wir haben uns (zum Anfangen) auf Songs von Milow und Jack Johnson geeinigt.
Er hat in der Probestunde (die recht lange war) geschaut was ich schon kann und mir auch gleich kleine Tipps zu meinem Baree Problem gegeben. Der Erfolg stellte sich sofort ein :)
In der nächsten stunde haben wir uns nur mit der rechten Hand beschäftigt und er hat mir Übungen mitgegeben um erst mal mein Strumming zu verbessern, damit wir etwas haben worauf wir aufbauen können.
Aber er hat mich auch ermutigt weiter an Sachen zu Arbeiten die ich die ganze Zeit schon verfolgt habe (bin gerade an Dust in The Wind von Kansas dran und das Intro klappt schon mal).
Ich habe ein gutes Gefühl da seine Erklärungen für mich plausibel sind.
So sagt er z.b. das wir nicht in die Problematischen Griffe und Melodien einsteigen brauchen solange meine rechte Hand nicht mitspielt.
Morgen geht's weiter und da werden wir mit dem ersten Song beginnen. Freu mich echt schon drauf :)

So wie auf dem Video http://www.youtube.com/watch?v=BUPNnXhOnOU stell ich mir vor wie es einmal sein soll :) (immer schön kleine Ziele :lol: )

30 Beiträge   •   Seite 1 von 1
  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste