"Learning by doing - Intensiv Wochen"

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Matthes
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"Learning by doing - Intensiv Wochen"

Erstellt: von Matthes » 18.06.2013, 11:21

Tach zusammen,

da ich nächsten und übernächsten Monat beruflich jeweils eine Woche in Stuttgart verbringen werde, also ohne Kind und Kegel, möchte ich diese zwei Wochen natürlich intensivst nutzen um weiter zu kommen oder erstmal richtig in das Gitarre spielen einzusteigen. Als Zeitansatz rechne ich mit ca (mindestens) 4 Stunden täglich, also direkt nach Dienstschluss, die ich investieren kann/möchte, zumindest solange ich nicht aus dem Hotel geschmissen werde )()( :lol:

Aktuell bin ich auf dem Stand, Songs der Broilers zu spielen bzw es zu versuchen. Nur ob das der richtige Weg ist bezweifel ich halt stark, auch wenn's zum grössten Teil hin haut...

Punkt 1, bringt mehr Zeit auch mehr Ergebnis?

Punkt 2, hat jemand vllt Tipps wo ich anfangen sollte? :?


Mitnehmen werde ich das Buch "Garantiert Gitarre lernen", meinen Laptop und meine Gitarre natürlich ;)

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startom
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Erstellt: von startom » 18.06.2013, 11:33

Hoi
Punkt 1) Nein. Zeit alleine reicht nicht. Das Zauberwort heisst Disziplin. Ein Lehrbuch ist da mit Sicherheit schon mal ein guter Einstieg.

Punkt 2) Halt dich an dein Lehrbuch und spiel zwischendurch immer wieder deine Lieblingssongs. Also möglichst viele Akkordwechsel und Rhythmen. Tipp: Ackere das Lagerfeuerdiplom durch.
Tom

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Matthes
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Erstellt: von Matthes » 18.06.2013, 13:37

Also die Disziplin ist gar kein Problem, ich kann nichtmals mit nem ruhigen Gewissen ins Bett gehen ohne nicht mindestens ne halbe Stunde gespielt zu haben und das meine ich ernst )()(

Dann heisst es wohl Mission Lagerfeuerdiplom. Das Buch werde ich mir auch nochmal zur Brust nehmen. Das Problem ist einfach, das ich die meisten Stücke daraus schon spielen kann, wie ich gestern herausgefunden habe als ich es durchgeschaut habe und somit schon die Lust an dem Buch verloren habe. Aaaaaber Augen zu und durch und vor allem bei Seite 1 anfangen...

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Henk
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Erstellt: von Henk » 18.06.2013, 13:54

Wenn es um Akkorde kann ich startom nur zustimmen, das Lagerfeuerdiplom hilft.
Auch die jeweils unten auf der Seite genannten und verlinkten Musikbeispiele helfen, z.B. für die Akkordfolge: G - C - D ; oder G - Em - C - D
Einfach spielen und üben, im Idealfall die Musikbeispiele zu den jeweiligen Akkordfolgen auf Youtube im Hintergrund dudeln lassen, oder als teilweise verinfachtere Version auf
http://www.guitarbackingtrack.com/ suchen.

Hilfreich sind Justin Sandercoes "One-Minute-Changes" (http://www.justinguitar.com/en/BC-115-1 ... hanges.php), also bestimmte Akkordwechsel, und davon so viele wie es geht pro 1 Minute . Da sieht man dann nämlich erfreulicherweise sehr schnell und gut die eigenen Fortschritte. Aber auch, wenn es am Tag mal nicht so gut lief. Völlig normal.
Basierend auf den wichtigsten Anfänger-Akkordwechseln und den Akkordfolgen aus dem Lagerfeuerdiplom habe ich mir dann eine Übungstabelle angelegt, die Ergebnisse zu einzelnen Tagen werden vermwerkt, sieht (aus dem Gedächtnis und mit fiktiven Zahlen) in etwa so aus:

Wechsel----------18.06.---19.06.----21.06.-----22.06.------24.06.

E-A-------------------23--------27---------31----------29----------34
A-D-------------------26--------29---------30----------35----------33
D-E-------------------19--------23---------23----------22----------26
G-C-D---------------usw.
D-G------------------usw.
G-Em-C-D
C-Am
Em-D

Wichtig ist, sich wirklich 1 Minute lang nur auf das schnelle aber saubere Wechseln der jeweiligen Akkorde zu konzentrieren. Sich selber zwingen, keine schiefen und unsauberen Akkorde durchzuwinken. Sich beim Zählen selbst bescheissen bringt's nich, auch wenn man versucht ist, es zu tun ;)
Danach sind die Finger auch wirklich warm genug für alles andere^^. Ggf. auch einfach nach der Hälfte was anderes üben und etwas später wieder einsetzen, falls die Finger zwischendurch etwas Entspannung brauchen.
Wenn man merkt, dass ein gewisser Akkordwechsel wirklich gut läuft, tauscht man ihn gegen einen aus, den man noch gar nicht kennt oder der einem Schwierigkeiten bereitet. Aber ob das innerhalb von zwei Wochen schon sinnvoll ist, wage ich zu bezweifeln (OK, C-Am geht ziemlich fix von der Hand :lol: )
Diese Übung mach ich nach 10-minütigem Warmspielen (Spinne und Am-Pentatonik) in der Regel als erstes. Danach gehts dann zu Songs mit den entsprechenden Akkorden über und der gefühlt stupide Drill ist vorüber. Das Bestreben, sich selbst zu schlagen, machts aber wirklich erträglich. Solange es sauber gespielt bleibt.

Falls das was für dich ist, wirst du innerhalb kurzer Zeit definitiv merken, wie und bei welchen Akkorden du gut oder eben weniger gut voran kommst.
Zuletzt geändert von Henk am 18.06.2013, 15:01, insgesamt 1-mal geändert.

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Matthes
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Erstellt: von Matthes » 18.06.2013, 14:45

Erstmal vielen Dank euch beiden!

@Henk, Super! Da werde ich mich auf jeden Fall ran begeben. Das mit der Übungstabelle ist ne schöne Sache. Und am geilsten fand ich: "Sich beim Zählen selbst bescheissen bringt's nich, auch wenn man versucht ist, es zu tun" :lol:

Ihr habt mir gut weiter geholfen. Das eigentliche Problem hab ich vorhin auch mit nem Kollegen besprochen. Ich hab das Krabbeln übersprungen und kann mittlerweile wackelig laufen, will aber schon rennen. Das trifft meinen Einstieg ins Gitarre spielen und aktuellen Stand am ehesten.
Der Kollege war übrigens ganz begeistert von meinem spielerischen können in der kurzen Zeit und das ist echt mal nen Kompliment und ermutigt abolut dazu, weiter zu machen!

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phunky
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Erstellt: von phunky » 18.06.2013, 15:08

Henk hat geschrieben:Hilfreich sind Justin Sandercoes "One-Minute-Changes" (http://www.justinguitar.com/en/BC-115-1 ... hanges.php), also bestimmte Akkordwechsel, und davon so viele wie es geht pro 1 Minute .


Das wiederum halte ich persönlich für Zeitverschwendung. Stattdessen würde ich doch lieber ein paar Akkordprogressionen üben.

Ich hatte eigentlich in den letzten 20 Jahren nie das Bedürfnis wissen zu müssen, wieviele Akkorde ich in der Sekunde wechseln kann und weiß es bis heute nicht.

Aber das ist nur meine persönliche Meinung, vielleicht wäre ich heute ein besserer Gitarrist, wenn ich sowas gemacht hätte.

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Matthes
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Erstellt: von Matthes » 18.06.2013, 15:12

@phunky: Was bedeutet Akkordprogressionen üben? Hast du da vllt Tipps für mich? Versuche mir dann eine Art Übungsplan zusammen zu stellen.

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phunky
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Erstellt: von phunky » 18.06.2013, 15:20

---> Lagerfeuer-Diplom ;)

Ich meine Akkordprogressionen, also Akkordfolgen, die in der Realität häufig vorkommen. Ich für meinen Teil halte nicht viel von Übungen die zu weit von meiner musikalischen Realität entfernt sind. Dazu gehören willkürliche Akkordwechsel und auch diese ganzen chromatischen Übungen wie "die Spinne" und so.

Aber der Herr Sandercoe ist bei vielen als Online-Lehrer sehr beliebt, bei einigen hier scheint er nachgerade Heiligenstatus zu besitzen. Da möchte ich natürlich auch nichts gegen sagen. Von daher ist das alles nur auf meine persönliche Realität bezogen und sollte keinesfalls als wahr erachtet werden (und ich habe auch keinen Bock auf Diskussionen mit dem Justin-Fanclub), in meiner Welt darf jeder üben wie er will.

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Henk
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Erstellt: von Henk » 18.06.2013, 16:58

phunky hat geschrieben:Ich hatte eigentlich in den letzten 20 Jahren nie das Bedürfnis wissen zu müssen, wieviele Akkorde ich in der Sekunde wechseln kann und weiß es bis heute nicht.


Es geht nicht um die absolute Zahl. Das Zählen dient nur als Indikator für Fortschritte und soll anspornen.
Der eigentliche Sinn besteht darin, die Finger oft und konzentriert in die richtige Position zu bringen, um es besser zu verinnerlichen. Ob's jetzt fünf mal mehr oder weniger ist, sei dahingestellt.
Dass die Akkordwechsel gängig und gebräuchlich sein sollten, ist hoffentlich selbsterklärend (daher auch die Orientierung am Lagerfeuerdiplom).

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Rams3S
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Erstellt: von Rams3S » 18.06.2013, 18:20

Vielleicht gibts da in der Nähe ja die Möglichkeit, nach Dienstschlus ein Stündchen Unterricht zu nehmen oder so? Privatlehrer machen sowas doch auf öfter Abends noch.
Muss ja auch nicht jeden Tag sein, das würde bestimmt teuer werden. Aber so 2-3 x?!

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startom
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Erstellt: von startom » 18.06.2013, 19:30

Gitarrenlehrer = gute Idee! Aber höchstens einmal pro Woche, sonst gibts doch keine Zeit, all die Uebungen, Tipps und Tricks zu lernen.
Tom

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Exordium
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Erstellt: von Exordium » 18.06.2013, 20:38

phunky hat geschrieben:Ich für meinen Teil halte nicht viel von Übungen die zu weit von meiner musikalischen Realität entfernt sind.


In welcher bist Du denn zu Hause? Kenn ich wenigstens den Planeten? :)

startom hat geschrieben:Gitarrenlehrer = gute Idee! Aber höchstens einmal pro Woche, sonst gibts doch keine Zeit, all die Uebungen, Tipps und Tricks zu lernen.


Den kann ich Dir auch wärmstens empfehlen. Das ist die Komponente die Dir noch fehlt zum Willen und Motivation. Do it yourself ist ok, aber mit Lehrer wirst Du deutlich schneller und vor allem "qualitativ" besser vorwärts kommen. Regelmäßig eine ganze Stunde alle 14 Tage ist völlig ausreichend.
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Andreas Fischer
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Erstellt: von Andreas Fischer » 18.06.2013, 20:58

vor allem !
nicht zuviel vornehmen
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Versuche seit Ende 2012 nach 30 Jahren zum zweiten mal Gitarre spielen zu lernen
Lerne Gitarre, Penny Whistle, Melodica, Piano, Dulcimer, und Ukulele.

Meine Instrumente - Mein WeBLog - My (Your/Our) Music Community Net - Wir schreiben (eine) Musikgeschichte

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Matthes
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Erstellt: von Matthes » 18.06.2013, 22:35

Danke euch allen.

Also packe ich in meinen Koffer, mein Lehrbuch, das Lagerfeuerdiplom, meinen Laptop damit ich euch weiter löchern kann und vllt gibt's ja in der Nähe nen Lehrer... Ich denke ich bekomme die Woche sinnvoll strukturiert ;)

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Exordium
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Erstellt: von Exordium » 19.06.2013, 00:03

Den Lehrer solltest natürlich aber schon Nähe Wohnort suchen und den Unterricht dann auch längerfristig einplanen. Sonst bringt das nichts.
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phunky
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Erstellt: von phunky » 19.06.2013, 08:20

Henk hat geschrieben:Es geht nicht um die absolute Zahl. Das Zählen dient nur als Indikator für Fortschritte und soll anspornen.


Sowas denke ich mir schon. Wenn's hilft ist ja gut.

Ich finde die Vorstellung Akkordwechsel zu stoppen, tabellarisch zu erfassen und auszuwerten einfach total befremdlich. Wenn's anspornt ist ja gut, ich denke es kann aber auch wirklich frustrierend sein. Und ganz generell finde ich es ebenvor allem unnötig, ich merke doch auch so, ob ein Akkordwechsel gut funktioniert oder eher holprig. Gegen die Akkordwechsel an sich habe ich natürlich weiter nichts vorzubringen ;)

Exordium hat geschrieben:In welcher bist Du denn zu Hause? Kenn ich wenigstens den Planeten? Smile


Spielt keine Rolle, Du hast eh Einreiseverbot ;)

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korgli
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Erstellt: von korgli » 19.06.2013, 11:24

Hi

Musik ist kein Sport.
Und schnell, heisst nicht unbedingt gute Musik.

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Erstellt: von korgli » 19.06.2013, 11:26

Matthes hat geschrieben:Das Problem ist einfach, das ich die meisten Stücke daraus schon spielen kann, wie ich gestern herausgefunden habe als ich es durchgeschaut habe und somit schon die Lust an dem Buch verloren habe. Aaaaaber Augen zu und durch und vor allem bei Seite 1 anfangen...


aha - kannst es - gib mal ne Kostprobe - ich werd dir sagen, ob du es kannst.
Runterraspeln heisst nicht dass du es kannst...

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Chavez
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Erstellt: von Chavez » 19.06.2013, 11:55

korgli hat geschrieben:Musik ist kein Sport.
Und schnell, heisst nicht unbedingt gute Musik.


Ich denke der gute Henk wollte hier nur einen Weg zeigen um zu üben Akkordwechsel möglichst fließend zu gestalten und nicht einen Wettbewerb um "schneller höher weiter" anstoßen.
Ob das sinnvoll ist möchte ich nicht beurteilen. Ich machs nicht so. Aber jedem seinen Lernansatz.

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Matthes
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Erstellt: von Matthes » 19.06.2013, 12:23

korgli hat geschrieben:aha - kannst es - gib mal ne Kostprobe - ich werd dir sagen, ob du es kannst.
Runterraspeln heisst nicht dass du es kannst...


Okay, das war vllt etwas ungünstig formuliert....
Aber ich hatte ja auch geschrieben, dass ich mit Seite 1 beginnen werde auch wenn ich die meisten Stücke davon bereits "Runterraspeln" kann...

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korgli
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Erstellt: von korgli » 19.06.2013, 12:42

=)=)=
Wollte ja nicht frech werden. :lol:
Aber ein bisschen zum nachdenken anregen.
Musik ist nicht, wenn du die Akkorde oder Töne runterhauen kannst.
Musik ist die Töne zu formen. So - dass sie Leben bekommen.
Es gibt ja nicht nur 12 Töne - oder so ähnlich - in Wirklichkeit Unendlich viele.

Ist schon klar - geht erst mal ums Handhaben.
Man kann auch laufen - einfach so.
Oder wie die Modells auf den Laufstegen.
Hat beides ihre Berechtigung.

Leider vergisst man allzusehr, Musik zu formen.
Logisch - 100 16el hintereinander ist auch Rythmik.
Aber wichtiges Betonen ist "schöner"

fredy

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Erstellt: von Exordium » 19.06.2013, 12:44

Jeder dürfte im Laufe der Zeit seine eigenen Methoden entwickelt haben, um vorwärts zu kommen. Solange es einen nicht bremst und man selbst (s)einen Nutzen daraus erkennen kann, ist ja alles im grünen Bereich.

Ich bin z.B. großer Fan von (nicht immer musikalisch sinnvollen) Technikübungen. Aber ich spüre, wie sie mein Spiel flüssiger gestalten und die alten Finger gelenkig halten. Sie haben einen merkbar positiven Einfluss auf mein Gitarrenspiel.

Ca. 1/3 - 1/4 meiner Übungszeit widme ich diesen.

Ca. 50% übe ich an der Aufgabe die mir der Gitarrencoach mit nach Hause gegeben hat. Dies schwankt je nach Komplexität von einzelnen Licks bis zu kompletten Songs

Den Rest der Zeit fülle ich mit Wiederholen alter Lektionen oder "Experimentieren".

Ein Tagebuch über neue 1/32 Bpm oder Akkordwechsel pro Minute Rekorde führe ich nicht.
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Matthes
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Erstellt: von Matthes » 19.06.2013, 13:03

korgli hat geschrieben:=)=)=
Wollte ja nicht frech werden. :lol:
Aber ein bisschen zum nachdenken anregen.


Also ich fühlte mich schon mächtig angegriffen und hatte auch etwas Pipi in den augen... :lol:

NEIN QUATSCH :lol: Du hast ja auch völlig recht mit dem, was Du schreibst! Es ist halt nicht einfach am Anfang den Einstieg zu finden... Ich denke ich komme längerfristig um den Lehrer nicht herum und bis dahin möchte ich mir aber wenigstens ein paar Dinge selber aneignen, klappt ja bis dato ganz gut... Das Problem war oder ist einfach, wo fange ich an? Aber ich denke wenn ich das Lagerfeuerdiplom mitnehme und akribisch durchackere hab ich schonmal einen gewissen Grundstein gesetzt auf dem ich mit nem Lehrer dann aufbauen kann...

Weiter bin ich für alle Arten von Tipps, Kritik und und und dankbar!

=)=)=

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Erstellt: von korgli » 19.06.2013, 13:28

Hi
DEIN Ansatz ist auch ganz ok.
Aber in 1 Woche wirst du nicht wirklich viel machen können.
Lernen ist ein wenig längerfristig.
Richtig ist, mal die Akkorde zu lernen, und einfach rumzumachen.
Aber bis die Finger machen, was man von Ihnen möchte, geht es länger. viel länger.
Ein Lehrer oder eine "erfahrene" Person ist auf jeden Fall gut.
Weite "oben" schreibt man ja - alle 2 Woche langt.
Das hat schon seine Gründe.
Man muss auch verdauen, was man zu essen kriegt.
Stell dir vor, du könntest essen für ne Woche, und es ginge.
Kann - Mensch - nicht.
Wenn zuviel reingeschüttet wird, dann kommt es retour.
Bei Gitarre, in Form von Schmerzen oder wirr im Kopf.

Darum - langsam und stetig - bringt mehr - find zumidest ich.

Aber mach nur mal - man muss auch DAS lernen.

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Erstellt: von Matthes » 19.06.2013, 14:06

Diese 2 Wochen wollte ich ja zu dem ganzen üben, was ich ja täglich tue, nur intensiv nutzen, da ich beide Wochen halt auf lehrgang bin und da mal ganz viel Zeit habe. Ich dachte dass man da vllt gezielt irgendas angehen könnte.... Aber wie ich ja schon geschrieben hab, werde ich das Lehrbuch sowie das Lagerfeuerdiplom durchackern, ich denke das sollte passen, ansonsten frag ich eh wieder nach :D

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Erstellt: von Chavez » 19.06.2013, 15:34

korgli hat geschrieben:Leider vergisst man allzusehr, Musik zu formen.
Logisch - 100 16el hintereinander ist auch Rythmik.
Aber wichtiges Betonen ist "schöner"


Da bin ich völlig bei dir.
Ich bestaune oftmals diese Flitzefinger ala Malmsteen und Konsorten weil das, für mich zumindest, technisch sehr hochwertig ist. Aber bestaunen und mögen sind halt zweierlei.
Denn ich hab auch oft den Eindruck das diese Herrschaften das was sie spielen allzuoft dem Speed unterordnen.
Wenn ich dagegen B.B. King höre der in der selben Zeit in der andere ein ausuferndes Solo spielen gerade mal 5 Töne spielt dann bekomm ich Gänsehaut weil diese 5 Töne oft weit mehr ausdrücken als eine ganze Shredder CD.

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Erstellt: von Exordium » 19.06.2013, 17:13

Matthes hat geschrieben:Diese 2 Wochen wollte ich ja zu dem ganzen üben, was ich ja täglich tue, nur intensiv nutzen, da ich beide Wochen halt auf lehrgang bin und da mal ganz viel Zeit habe. Ich dachte dass man da vllt gezielt irgendas angehen könnte...


Ich denke, Du machst Dir viel zu viel nen Kopf darüber, wie Du jetzt in 14 Tagen möglichst viel in Dich reinpressen kannst. So funktioniert das aber (leider) nicht. Was man wirklich neues lernt, wird mit der Zeit immer weniger, dafür wird das Spiel genauer und filigraner. Es ist mehr ein schleichender Prozess. Und Kopf und Körper brauchen auch Pausen, um das Neue alles zu verarbeiten und zu speichern. Du wirst Tage haben, da kommt es Dir vor, als hättest Du dieses Teufelsbrett zum allerersten Mal in der Hand und alles ist wie weggeflogen.

Also, gönn Dir in den 2 Wochen auch ne Pause und nen Pils (oder zwei) an der Hotelbar! ;)
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