G-dur greifen

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Elke
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G-dur greifen

Erstellt: von Elke » 17.06.2013, 12:38

Hallo,

ich habe schon einigen Leuten im Forum gehört das sie Probleme mit dem G-dur-Griff haben. Trotzdem möchte ich mein Problem schildern:

Ich bin Frau, zierlich und habe sehr kurze Finger, kleiner Finger ist 4,5 cm, Zeigefinger 5 cm lang. Beim Greifen von G-dur mit MRK hänge ich mit dem Ringfinger unten auf der g-Seite, so das sie dumpf klingt. Gleichzeitig hänge ich mit der Ringfingerkuppe noch auf der A-Seite, so das auch diese nicht klingt. Ich habe schon sehr viel geübt, ausschließlich Griffwechsel, spiele seit 3 Monaten. Auch die Handhaltung habe ich variiert.

Ich habe bei den Barres kaum Probleme, hatte bei allen Griffen, wenns geschnarrt hat, gleich den Eindruck das man mit mehr Übung Verbesserung erzielen kann, was sich dann auch bestätigt hat. Beim G-dur glaube ich aber dass es an der Gitarre oder meinen Fingern liegt. Habe eine normale Einsteigergitarre mit 5cm Griffbreite.

Mit ZMK kann ich den G-dur spielen, aber von C nach G dauert es eben beim Wechseln zu lange.

Was ratet Ihr? Andere Gitarre?

Finde übrigens das Forum hier Klasse, da ich die Grundlagen erst mal ohne Lehrer üben will, und hier schon wichtige Anregungen gelesen habe!

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Hendock
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Re: G-dur greifen

Erstellt: von Hendock » 17.06.2013, 12:43

Elke hat geschrieben:Mit ZMK kann ich den G-dur spielen, aber von C nach G dauert es eben beim Wechseln zu lange.

Hast du es schon mal mit MRK versucht? So mache ich es und die meisten Griffwechsel (eigentlich alle, die ich bisher so drauf habe) gehen damit ziemlich gut.

Edit: Vergiss es! Habe zuerst übersehen, dass du MRK geschrieben hast (bzw. ich habe an ZMR gedacht).

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Beastmaster
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Erstellt: von Beastmaster » 17.06.2013, 12:49

Hallo,

an dieser Stelle war jeder einmal.

Jeder gab seinem Intrument oder den Fingereigenschaften schonmal die Schuld, wenns mal nicht voran geht.

Das liegt halt einfach an unzureichender Dehnung der Finger.
Nimm diesen Griff weiter in dein Übungsprogramm und mach zusätzlich Dehnungsübungen.

Und wenn die A Saite erstmal nicht klingt, ist das ja kein Beinbruch

Wenn dir Barree nicht so schwerfällt, kannst du ja auch den G im dritten Bund nehmen.

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phunky
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Re: G-dur greifen

Erstellt: von phunky » 17.06.2013, 13:06

Elke hat geschrieben:Mit ZMK kann ich den G-dur spielen, aber von C nach G dauert es eben beim Wechseln zu lange.


Ach was. Spielst Du auch keine A-Moll/D-Dur-Wechsel, weil das Neusortieren der Finger zu lange dauert?

Das übt man und dann geht es auch. Und an der anderen Version auch dranbleiben.

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Hendock
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Re: G-dur greifen

Erstellt: von Hendock » 17.06.2013, 13:23

phunky hat geschrieben:
Elke hat geschrieben:Mit ZMK kann ich den G-dur spielen, aber von C nach G dauert es eben beim Wechseln zu lange.


Ach was. Spielst Du auch keine A-Moll/D-Dur-Wechsel, weil das Neusortieren der Finger zu lange dauert?

Das übt man und dann geht es auch. Und an der anderen Version auch dranbleiben.


Da muss ich phunky Recht geben. Gerade D-Dur, der ja oft ein völliges Umgreifen erfordert, greife ich mittlerweile fast im Schlaf. Also: dranbleiben!

Arakon
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Erstellt: von Arakon » 17.06.2013, 13:48

G-Dur hat mich anfangs auch viel fluchen lassen, aber das gibt sich, aber immer üben.. schön zwischen G und einem anderen Akkord hin- und herwechseln, kann man auch beim Fernsehen machen. Irgendwann sind die Finger locker genug.
Versuch auch mal, die Gitarre anders zu halten.. eine kleine Änderung im Winkel des Halses kann viel an der Reichweite ändern.

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Erstellt: von Phuehue » 17.06.2013, 13:52

Was man aber in jedem Fall ausschliessen kann: Deine Finger sind in keinem Fall zu klein. ;)

Ich habe als 8-jähriger mit einer 4/4-Klassik-Gitarre begonnen. Alles andere als ideal, aber auch das funktionierte. Diese Anfangsproblematiken muss jeder meistern. Und da du ja mit ZMR klar kommst, dann übe halt die. Dass das seine Zeit dauert, das ist ebenso normal. Auch ich habe nach 24 Jahren spielen immer wieder mal neue Griffbilder, die ich mir neu einprägen muss und zu Beginn nicht so leicht fallen.

Du bist auf dem richtigen Weg. Der ist nur manchmal etwas kurviger als man glauben möchte :D

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gibmirson
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Erstellt: von gibmirson » 17.06.2013, 14:37

Ja dran bleiben, und die Sache mit dem etwas anderen Winkel (etwas steiler, weniger drauf gucken) hat mich auch schon mal weiter gebracht. Habe dann mehr im Stehen als im Sitzen gespielt.

Zusätzlich, damit es nicht so langweilig wird, stumpf zu wechseln, suche Dir Lieder mit den Griffen
C, F, G oder G,A,D

Da kannst Du nach Herzenslust und mit Spaß gleichzeitig auch neue Lieder lernen (gibt massig davon) und mit der Zeit wird G kein Problem mehr sein.

Gruß
Gib
Lerne früh, dann hast Du länger was davon!

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Andreas Fischer
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Erstellt: von Andreas Fischer » 17.06.2013, 14:47

ganz einfach: üben, üben, üben
und irgendwann geht es
Andreas Fischer
Versuche seit Ende 2012 nach 30 Jahren zum zweiten mal Gitarre spielen zu lernen
Lerne Gitarre, Penny Whistle, Melodica, Piano, Dulcimer, und Ukulele.

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Torfi
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Re: G-dur greifen

Erstellt: von Torfi » 17.06.2013, 15:59

Elke hat geschrieben: Beim Greifen von G-dur mit MRK hänge ich mit dem Ringfinger unten auf der g-Seite, so das sie dumpf klingt.


Hm, das kann ich jetzt nicht nachvollziehen, du berührst die G-Seite mit dem Ringfinger? Wie schafft man das?

Elke hat geschrieben:Gleichzeitig hänge ich mit der Ringfingerkuppe noch auf der A-Seite


Das dagegen kenne ich nur zu gut! ;)
Es war der G-Akkord, warum ich vor ein paar Jahren wieder aufgehört habe, Gitarre zu spielen. Mein damaliger Lehrer bestand unbedingt darauf, dass man den so mit MRK spielen muss, irgendwann hatte ich einen totalen Horror vor jedem G in einem Lied dass es mir gereicht hat. Es hat geschmerzt, es hat geschnarrt und nur noch genervt. Dachte, ich hätte einfach nicht die passenden Finger und es machte keinen Spaß.

Bis ich mal einen Profimusiker getroffen habe, der meinte, weder er noch irgendeiner seiner Kollegen würde den G mit MRK greifen, das sei eher sowas für Klassikgitarristens. Sie greifen meist ZMR und dann auch gern noch den kleinen Finger dazu, so wie hier:
http://www.pengustudios.com/Images/Chor ... -Shape.gif

Okay, da hab ich dann doch wieder angefangen. :)

Was ich am Anfang allerdings gemacht hab, war so wie Justin Sandercoe rät, Griffwechsel nach Minuten zu üben.
http://www.justinguitar.com/en/BC-134-1 ... hanges.php

Und zwar vor allem den Wechsel von G auf C um gewappnet zu sein, wenn mir wieder jemand mit dem Argument kommt, dass würde ja mit ZMR sooo lang dauern. Das ging dann recht schnell sehr flott.

Inzwischen "kann" ich auch MRK wenns sein muss und manchmal muss es sein, vor allem bei klassischen Stücken. Aber lass dir nicht wie ich damals gleich zu Anfang die Lust am Spielen nehmen und einreden, nur so sei es richtig! :-)

Elke
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Erstellt: von Elke » 17.06.2013, 19:48

Danke für die vielen aufmunternden Antworten!

Dann mache ich jetzt mal weiter mit meinem alten ZMK und übe auch weiter die MRK-Version. Vielleicht kann ich ja irgendwann beide, ist sicher praktisch.

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startom
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Re: G-dur greifen

Erstellt: von startom » 18.06.2013, 08:29

Elke hat geschrieben:Hallo,

Ich bin Frau, zierlich und habe sehr kurze Finger, kleiner Finger ist 4,5 cm, Zeigefinger 5 cm lang...

...Was ratet Ihr? Andere Gitarre?

Hoi
Deine Finger sind wirklich ziemlich kurz. Falls du die Möglichkeit dazu hast, such einen Gitarrenladen auf und nimm mal eine Gitarre mit etwas kürzerer Mensur (3/4 Gitarre) in die Finger. Vielleicht hast du da plötzlich ein Erfolgserlebnis.

Als Beispiel für eine 3/4 Gitarre: https://www.thomann.de/de/pro_natura_silver_34_maple.htm
Tom

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