Halskrümmung einstellen, und Locking Tuner verbauen

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Arakon
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Halskrümmung einstellen, und Locking Tuner verbauen

Erstellt: von Arakon » 20.05.2013, 00:13

Moin.
Bei meiner Pacifica 112V hat mich schon lange geärgert, dass E und A und teils sogar G schnarren, und zwar manchmal so stark, dass es im Verstärker hörbar war. Ein Hochstellen der Saitenlage an der Brücke war nicht wirklich erfolgreich, am Ende war am 22. Bund ein dreiviertel Zentimeter Luft und es schnarrte immer noch. Ich habe also schließlich am Halsstab gedreht, mit dem Ergebnis, dass es besser geworden ist, aber noch nicht perfekt.
Jetzt lese ich regelmässig, dass die Krümmung so sein sollte, dass, wenn ich am 1. und 22. Bund die Saite runterdrücke, ich am 7-10. (je nach Anleitung) Bund noch Luft unter der Saite haben sollte. Habe ich auch, aber grade so viel, dass man erkennen kann, dass die Saite sich bewegt, wenn man draufdrückt.. mehr nicht.
Passt das so? Oder sollte die Krümmung noch etwas stärker sein?
Die Option, mir das beim Fachmann im Musikladen zeigen zu lassen, habe ich leider nicht.. der Kerl ist etwas eigen, und lässt niemanden zuschauen, trotz der recht hohen Kosten für eine Einstellung.

Desweiteren bin ich am überlegen, mir Locking Tuner zu verbauen. Das Problem ist nur, dass die Dinger alle eine kleine Arretierungsschraube haben, die zusätzlich den Tuner gegen Verdrehen sichert. Die Original Yamaha Tuner haben diese aber nicht, die werden wohl nur von oben mit der Mutter gesichert. Hat bei der 112/112V schonmal jemand die Mechaniken getauscht und kann mir sagen, welche "Umbauten" nötig waren?

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Exordium
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Re: Halskrümmung einstellen, und Locking Tuner verbauen

Erstellt: von Exordium » 20.05.2013, 00:27

Arakon hat geschrieben:Jetzt lese ich regelmässig, dass die Krümmung so sein sollte, dass, wenn ich am 1. und 22. Bund die Saite runterdrücke, ich am 7-10. (je nach Anleitung) Bund noch Luft unter der Saite haben sollte. Habe ich auch, aber grade so viel, dass man erkennen kann, dass die Saite sich bewegt, wenn man draufdrückt.. mehr nicht.


Es darf ein kleinwenig mehr sein. Ca. 0.7mm Luft (Saite <-> Bundstab) in der Gegend um den 12.Bund, wenn Du die Saite am ersten und letzten Bund drückst.

Arakon hat geschrieben:Desweiteren bin ich am überlegen, mir Locking Tuner zu verbauen. Das Problem ist nur, dass die Dinger alle eine kleine Arretierungsschraube haben, die zusätzlich den Tuner gegen Verdrehen sichert. Die Original Yamaha Tuner haben diese aber nicht, die werden wohl nur von oben mit der Mutter gesichert. Hat bei der 112/112V schonmal jemand die Mechaniken getauscht und kann mir sagen, welche "Umbauten" nötig waren?


Hmmm, ich kenne jetzt nur Tuner die man mittels Schraube(n) arretiert. Die Yamaha Tuner haben dann sicher einen Stift oder eine ähnliche Sicherung gegen verdrehen. Es sollte absolut kein Problem sein, hier Locking Tuner zu verbauen. Was spricht dagegen diese dann mit der notwendigen Schraube zu sichern?

Arakon
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Erstellt: von Arakon » 20.05.2013, 00:29

Eigentlich nur, dass ich mich da unter Umständen verbohre und das Ding dann schief sitzt.
Danke für die Info, ich dreh morgen nochmal ein wenig weiter.

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Erstellt: von Software-Pirat » 20.05.2013, 00:42

Also der Hals sollte so stark gekrümmt sein, wie notwendig, und so gerade, wie möglich. Wenn deine Saiten nicht schnarren, dann ist er in Ordnung. Ein bißchen spielt da auch die persönlichen Wünsche eine Rolle.

Schraub doch einfach eine der Mechaniken ab und schau nach, wie sie befestigt sind. Es gibt welche, die haben nur einen Pin (z.B. von Schaller) und welche die haben zwei (Fender bzw. Ibanez, beide sind aber trotzdem nicht baugleich und passen auch nicht).

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Erstellt: von Exordium » 20.05.2013, 00:49

Arakon hat geschrieben:Eigentlich nur, dass ich mich da unter Umständen verbohre und das Ding dann schief sitzt.
Danke für die Info, ich dreh morgen nochmal ein wenig weiter.


Ich musste an meiner Squier Strat auch sämtliche Löcher neu bohren, als ich neue Tuner verbaut hatte. Die Schrauben sind ja nicht besonders groß und ein Löchlein von 5mm Tiefe und 1.5-2mm Durchmesser ist völlig ausreichend. Bau die Tuner ein und markiere die Bohrungen anständig vor, dann passiert da nichts. Natürlich sollte die Bohrmaschine dem Vorhaben entsprechend gewählt werden. Hier tuts ein kleiner Akkubohrer.

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Erstellt: von rolflauer » 13.06.2013, 14:18

Wenn du am 1. Bund eine Kapo anbringst u. die E6 am letzten Bund drückst, dann liegt der Toleranzbereich von Saite-Bundstäbchen am 8.Bund bei 0,25 (Fender)-0,5mm (Rockinger).
Hier kann man varieren. Besser läßt sich das an einem Aluminiumlineal, welches einfach über die Länge des Griffbrettes gelegt wird, messen. Dazu benötigt man eine Fühlerlehre (Kfz-Zubehör) mit 0,25 Steigung. Kommst du dann immer noch nicht klar, läßt sich bei Gitarren mit geschraubten Hals noch ein Shim unterlegen. Wenn du eine niedrige Seitenlage wünschst, muß du mit einem kleinen Schnarren leben. Ich stelle meine Gitarren mit 0,3mm Biegung, u. die Saitenlage am 17. Bund mit 1,75mm 4-6 u. 1,5mm 1-3 ein. Das kommt meist hin. Ist der Hals zu gerade, schnarrt es an den unteren Bünden (Richtung Sattel). Ist er zu stark gekrümmt schnarrt es an den oberen Bünden (Richtung Korpus). Ist überhaupt nichts zu machen, solltest du mal die Bünde abrichten lassen.
Was die Mechaniken betrifft, klemme sie zuerst mit der Achsenmutter fest, richte sie aus u. bohre dann mit einem 1,5mm Bohrer ca 2mm tiefe Löcher u. schraube dann die Arretierung fest.

Uff, hoffentlich habe ich nichts vergessen!

Rolf

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