Gitarre Noten lernen - ja oder nein?

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Samhain
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Erstellt: von Samhain » 22.04.2013, 12:49

Im Zusammenhang Noten oder nicht mal eine Frage eines Anfängers:

Bei Noten sehe ich wie oft ein Ton erzeugt werden muss (ein Akkord gespielt werden muss) bis zum nächsten Wechsel.

Sieht man das auch an Tabs? (bisher war ich der Meinung, dass das Spielen eines Songs auf Basis von Tabs nur funktioniert, wenn man den Orginalsong kennt oder liege ich da völlig falsch)
... oder ist das im Zusammenhang mit Rhytmik zu verstehen und damit mittels Tabs nicht möglich?
greetz
Franky

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phunky
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Erstellt: von phunky » 22.04.2013, 12:57

Das kommt drauf an. Im Gegensatz zur Notenschrift gibt es bei Tabs keinen allgemeinverbindlichen Standard.

Es gibt durchaus Tabs die beides bieten: Die Tabulatur kombiniert mit den Rhythmuswerten der klassischen Notenschrift.

In Songbooks ist das auch üblich. Bei den Tabs die man so im Internet findet, muss man die Rhythmik in der Regel selbst raushören.

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Samhain
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Erstellt: von Samhain » 22.04.2013, 13:12

Danke :)

wie würde das aussehen, wenn der Rhytmuswert enthalten ist?
greetz

Franky

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phunky
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Erstellt: von phunky » 22.04.2013, 14:03

Entweder ist eine komplette Notenreihe oben drüber. Oder die Zahl, die Bund und Saite angibt hat so ein "Notenfähnchen".

Das würde natürlich bedeuten, dass man den Teil der klassischen Notenschrift dann schon lernen müsste.

Oder man hört sich das Stück einfach mal an.

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Counterfeit
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Erstellt: von Counterfeit » 22.04.2013, 14:08

es gibt aber auch die Variante wo oben drüber einfach nur z.B. 1 + 2 + 3 + 4 + steht oder so in der Art.

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Samhain
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Erstellt: von Samhain » 22.04.2013, 14:34

Danke :) Wieder etwas schlauer ;)
greetz

Franky

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Beastmaster
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Hallo

Erstellt: von Beastmaster » 24.04.2013, 08:34

Meine Meinung
Die Tabulatur ist ideal für Gitarristen.

Bei Noten sieht man lediglich den Musikalischen Ablauf besser.

Aber das ist so ähnlich wie den Deutschen das H auszutreiben.



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startom
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Erstellt: von startom » 24.04.2013, 09:25

Die Ideallösung aus meiner Sicht ist die Transkription, wie sie in vielen Magazinen (z.b. Guitar, Gitarre&Bass) oder von Softwarelösungen wie GuitarPro und Tuxguitar dargestellt wird.

- Tabulatur für die eindeutige Darstellung jedes Tons auf dem Griffbrett
- Noten für den Takt und die Rhyhtmik.
Schlussendlich noch die Feinheiten (wie Bending, Hammer-on, Pull-off, etc.) notiert, und der Gitarrist ist glücklich und zufrieden.

Bei mir heisst also nicht: Noten oder nicht Noten, sondern: Tabulatur und Notenwerte. So bringe ich es zumindest meinen Schülern bei.

Hier ein Beispiel:
Dateianhänge
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Tom

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Ganu...

Erstellt: von Beastmaster » 24.04.2013, 09:33

Ganu das finde ich auch Startom.

Nur einige verniedlichen oder verteufeln die Tabulatur und das kriegt man schwer aus den Köpfen.


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Re: Noten oder keine Noten?

Erstellt: von startom » 24.04.2013, 09:35

Sorry, da hab ich noch eine Frage übersehen....
Guitarslam hat geschrieben:Jetzt noch eine Frage, wenn ihr Noten lesen gelernt habt wie habt ihr dass getan.


Ganz einfach: Learning by doing, resp. learning by playing. Und ein paar Eselsleitern sind auch nicht schlecht, zum Beispiel:
Die Noten in den Zwischenräumen sind F A C E --> Face, das englische Wort für Gesicht.
Noten auf den Linien: E G H D F --> Ein Gitarrist hat das Feeling

Ist ja nichts weiter als Auswendiglernen. Dann noch ein paar Basics (Vorzeichen, Notenschlüssel etc.) und das ganze immer wieder an einfachen Beispielen repetieren und gleich nachspielen.

That's it. Keine Zauberei.
Tom

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Counterfeit
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Re: Noten oder keine Noten?

Erstellt: von Counterfeit » 24.04.2013, 09:44

startom hat geschrieben:Die Noten in den Zwischenräumen sind F A C E --> Face, das englische Wort für Gesicht.
Noten auf den Linien: E G H D F --> Ein Gitarrist hat das Feeling


und jetzt weiß ich wieder warum einfaches Mitlesen in so einem Forum auch oft hilfreich ist. Das hab ich mir jetzt wahrscheinlich für die Ewigkeit gemerkt ;) Bisher hatte ich immer nur das G auf der 2. Linie als Anhaltspunkt und von da immer mit Fingern "abgezählt". :D

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Andreas Fischer
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Re: Noten oder keine Noten?

Erstellt: von Andreas Fischer » 24.04.2013, 09:53

Counterfeit hat geschrieben:... Bisher hatte ich immer nur das G auf der 2. Linie als Anhaltspunkt und von da immer mit Fingern "abgezählt". :D


das nächste "g"" ist z.B. ganz oben auf der obersten linie zu finden (auch einfach zu merken)
oder das D befindet sich unten Drunter unter der fünften Linie

das alles einmal zu lernen ist ne kleinigkeit
das schnell lesen zu können braucht aber, zumindest bei mir, viel übung
Andreas Fischer
Versuche seit Ende 2012 nach 30 Jahren zum zweiten mal Gitarre spielen zu lernen
Lerne Gitarre, Penny Whistle, Melodica, Piano, Dulcimer, und Ukulele.

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Erstellt: von mjchael » 24.04.2013, 18:58

Immer wieder gerne verlinkt:

Mein allgemeines Statement über Noten-Lesen-Lernen findet ihr ebenfalls auf den Wikibooks
http://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_L ... e_Notation


Tipps und Hilfen zum Lernen von Tönen auf der Gitarre zu finden, und Noten lesen lernen:


https://upload.wikimedia.org/wikipedia/c ... Tricks.pdf
in Kombination mit
https://upload.wikimedia.org/wikibooks/d ... nnamen.pdf

Im Forum:
[Buchtipp] (Noten) Abent. Git. +Käppels Gitarrenschule u.a.


Bild

Lerne zuerst die Töne der C-Dur-Tonleiter auf den ersten drei Bünden!
* C-Dur-Tonleiter-Workshop

Übung 1:
* Vom Basslauf zur C-Dur-Tonleiter

Übung 2:
* C-Dur-Tonleiter auf den Melodiesaiten

Weiter das Griffbrett rauf
Note-Location-Workshop
* Einfache Lernhilfen für die Töne auf dem 5. Bund
* Wie man Töne durch bekannte Barré-Akkorde bestimmt.

Solltest du im Notenlesen noch nicht ganz so fitt sein empfehle ich dir folgende PDF mit Eselsbrücken:
* Noten lesen lernen mit Tricks (PDF)

kurze Zusammenfassung
* Lernhilfen auf einer PDF mit Tabs
Für diese PDF sollte man aber vorher die andren Kapitel gelesen haben.



Einfache Einführung in Intervalle (Namen)

Gitarrenkurs Thomas Rühle hat einen Gitarrenkurs in 24 Unterrichtseinheiten geschrieben, der auch aufs Notenlesen eingeht.

Mehr zu dem Thema findet ihr in den weiterführenden Posts:
https://www.gitarre-spielen-lernen.de/forum/ftopic13316.html


Gruß Mjchael

dachba
neu hier
Beiträge: 4
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Erstellt: von dachba » 18.05.2013, 14:53

Standpunkt 2. Hab mir bisher alles ohne Noten selbst beigebracht und kam damit bisher ziemlich weit.
Viele Berühmte Gitarristen können/konnten keine Noten lesen....als bekanntestes Beispiel gilt der God of Guitar Jimi Hendrix...konnte nie Noten lesen und hats trotzdem auf Platz 1 aller Gitarristen geschafft

Guitarslam
öfter hier
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Erstellt: von Guitarslam » 18.05.2013, 19:39

Hab hier länger nicht mehr reingeschaut und wow das thema scheint ja interesse geweckt zu haben puh...
Ich habe mich jetzt dazu entschlossen das noten lesen zu lernen und dann auch natürlich dazu harmonielehre. Vielen dank an alle hilfreichen antworten.
Und falls das doch nichts werden sollte, aus welchem Grund auch immer weiß ich immerhin das îch noch ein ganz anständiger gitarrist werden kann

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Phosphorsäure
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Erstellt: von Phosphorsäure » 20.05.2013, 11:22

Also ich kann eine halbe Note von einer Achtel oder Viertelnote unterscheiden. So rein optisch. Das wars dann aber auch. :D

Ich habs am Anfang versucht und halte es schon für sinnvoll, das zu machen, aber ich hab keine Lust drauf. Wenn ich als Teenie oder kleiner Junge angefangen hätte und in eine Musikschule gegangen wäre, hätte ich das sicher alles gelernt aber so hab ich jetzt als alter Mann (mit 22 8)) begonnen und so schon nicht alzu viel Zeit zum spielen/lernen, da lass ich den Theorieteil dann doch weg.

Melares
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Erstellt: von Melares » 20.05.2013, 12:34

Phosphorsäure hat geschrieben:Also ich kann eine halbe Note von einer Achtel oder Viertelnote unterscheiden. So rein optisch. Das wars dann aber auch. :D

Ich habs am Anfang versucht und halte es schon für sinnvoll, das zu machen, aber ich hab keine Lust drauf. Wenn ich als Teenie oder kleiner Junge angefangen hätte und in eine Musikschule gegangen wäre, hätte ich das sicher alles gelernt aber so hab ich jetzt als alter Mann (mit 22 8)) begonnen und so schon nicht alzu viel Zeit zum spielen/lernen, da lass ich den Theorieteil dann doch weg.


Cool, ich bin auch 22, hab mich aber ne Woche hingesetzt und quasi den ganzen Theorieteil abgehakt (Tonarten, Quintenzirkel, Akkorde usw.). Jetzt hab ich eher das Problem theoretisch weiter zu sein als in der Praxis. :-) Dürfte sich aber auf lange Sicht trotzdem auszahlen. Malen nach Zahlen (aka nur Nachspielen) dürfte auf Dauer sicherlich weniger Spaß bereiten, außerdem kann man sich mit dem Wissen besser mit anderen Musikern unterhalten, ist ja schließlich die Sprache/ das Vokabular.

Hab in der Zeit mehr gelernt als in 10 Schuljahren Musikunterricht. Wusste zwar die C-Dur Tonleiter auswendig, der ganze Rest war aber eher Raketenwissenschaft. Zum Glück konnte ich mich immer auf meinen Nachbar verlassen und auf gutes Vorsingen, damit es auf dem Zeugnis trotzdem stimmte. :D

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musicdevil
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Registriert: 26.01.2010
Wohnort: zu Hause...

Erstellt: von musicdevil » 20.05.2013, 20:40

Jo, das "Basiswissen" hat man in der Regel eigentlich schnell drauf...ist nicht sooo viel und sooo schwer. Muss dann nur ab und an mal "klick" im Kopp machen und geht dann schon.
Man KANN natürlich auch richtig tief in die Theorie eintauchen, wenn es einem liegt und man Spaß dran an.
Braucht man aber nicht zwingend um gute Musik zu machen, bzw. sein Instrument zu beherrschen.
So bissel Grundlagen, oder auch erweiterte Grundlagen (je nach Sichtweise), kann ich aber jedem empfehlen...halte ich schon für recht wichtig.

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