Bin ich einfach nur unfähig.... (Übungstips gesuchtdringend)

17 Beiträge   •   Seite 1 von 1
Benutzeravatar
metal_vampire
interessiert
Beiträge: 8
Registriert: 22.02.2011

Bin ich einfach nur unfähig.... (Übungstips gesuchtdringend)

Erstellt: von metal_vampire » 09.03.2011, 19:37

...und wills mir nicht eingestehen, oder gibt es Abhilfe, oder einfach nur ungeduldig?

Hallo Leute,

ich hab zwar den schlechten Tag überwunden, war wirklich extremes Tagestief - zwei Tage Pause und es lief so halbwegs...
Halbwegs ist das Schlagwort: Ich spiel jetzt seit ca. drei Wochen immer denselben Sche**s aus lets rock, dieselben Übungsstücke ohne nennenswerte Verbesserung.
Ich hab mir zur Auflockerung das vielgerühmte "Das Ding - Liederkultbuch" gekauft, das Geld hätt ich mir sparen können meiner Meinung nach - es stehen zwar Texte und Griffe drin, aber nicht _WIE_ man die Lieder spielt (auf/abschlag Palm mute etc..), echt ich weiss nicht wieso da alle so scharf drauf sind.
Und was mich am meisten nervt: ich weiss noch immer nicht, wie ich das Plek halten soll, ich hab das immer anders in der Hand, passt es für den Upstroke von der Haltung, treff ich keine Seiten bei Melodien damit, mein Palmmute klingt ständig anders, von DeadNotes hab ich noch immer keine Ahnung wie ich die angehen soll, an sich einfache Lieder wie Born to be wild klingen als würd ich mich an Beethoven versuchen, sprich nur grauenhaft.
Beim Upstroke bleib ich fast immer hängen, bzw. klingt es grauenhaft, weil ich die Upstrokeseite extrem anreisse, damit das Plek freikommt.
Was ich auch nicht wegbekomme:
der Zeigefinger der Schlaghand - also besser, die Fingerkuppe desselben berührt unterm Plek immer andere Seiten mit, aber ich kann den ja schlecht verkleinern.
Ausserdem klingen bei Powerchords mit zwei Fingern immer irgendwelche hohen Seiten mit (keine Ahnung, welche?)
Die Seite mit den Powerchords mit drei Fingern hab ich gleich wieder zugemacht, wer soll das spielen bitte?
Ich übe nach Zeit und Möglichkeit aber mindestens fünf Tage die Woche, meist eine Stunde und mehr, wie kann man da schlechter werden als Anfangs?
Erwarte ich nur zuviel von mir oder muss ich mich damit abfinden, den Krempel wieder einstauben zu lassen?
Lehrer fällt aus finanziellen und vor allem zeitlichen Gründen (Schicht mit ständig ändernden Anfangszeiten) aus.

War wer Anfangs in einer ziemlich ähnlichen Situation?
Wie kommt man da wieder raus?
Habt ihr vielleicht bitte bitte Übungstipps für mich, es macht mir nämlich grad genau keinen Spass, was kann man dagegen tun?

Bitte dringend um Hilfe,
danke euch schon mal im Vorraus
Greetinx Alex

shx
kam, sah und postete
Beiträge: 46
Registriert: 11.01.2011

Erstellt: von shx » 09.03.2011, 19:48

Mit dem 'Ding' hatte/habe ich die gleichen Probleme, wie du auch.
Das gute Stück ist halt darauf abgerichtet, dass man die LIeder eigentlich schon kennt.

Ich habe mir da 2-3 Lieder rausgesucht, die ich vom hören her schon gut kannte, mir diese dann nochmal bei youtube angehört, und begonnen, sie mir zu erarbeiten. Erstmal ganz langsam mit einem Schlag pro Viertel, bis die Wechsel und der Takt klappten, danach dann versucht, das Schlagmuster zu verfeinern... Das auch erstmal ganz langsam, also Einfach stur und stumpf n Lagerfeuerschlag für ganze Takte, bei nem Akkordwechsel im Takt komme ich mit Westernschlag besser zurecht. Wenn das dann sitzt, versuche ich, die original Schlagmuster rauszuhören, und dann was zumindest ähnlich klingendes zu fabrizieren.
Die Art hat mir persönlich ne Menge gebracht, taktmäßig, vor allem, weil man -gezwungen- ist, wirklich mitzuzählen.
(Country Roads war bei mir z.b. n Kandidat, in den ich ganz am Anfang viel Zeit versenkt habe.. kommt mittlerweile recht locker aus den Pfoten. :-))

Gerade was Übungen auf Lagerfeuer-Niveau angeht, kann ich die Videos von Justin (www.justinguitar.com) übrigens -sehr- -sehr- empfehlen. Da sind auch viele Sachen dabei, die fast jeder normal Musikinteressierte Mensch schon halbwegs im Ohr hat, und es wird gaaaanz langsam gezeigt, wie man sie sich erarbeiten kann.

Als sehr schöne Übung für Powerchords und Palmmutes kann ich übrigens 'When i come around' von Green Day empfehlen..

Gruß, Chris

Benutzeravatar
Volare
findet den Ausgang nicht
Beiträge: 443
Registriert: 10.09.2009
Wohnort: Bergheim

Erstellt: von Volare » 09.03.2011, 20:00

Sry, aber um einen Lehrer wirst du wohl oder übel nicht herum kommen, da nur er dir zeigen kann was du falsch machst. Wir können von hier nur Vorschläge geben, ein Profi könnte dir aber zeigen, was du falsch machst. Wenn es aber wirklich nicht mit einem Lehrer klappt, dann lass sonst einen Profi drüberschauen. Und schau dir Bilder auf Google zur Pickhaltung an.

Volare

Und zum Kultliederbuch: Die meisten Lieder kannst du gut klingend mit dem Lagerfeuerschlag begleiten:

Code: Alles auswählen

1 . 2 + . + 4   1 . 2 + . + 4
A - A V - V A | A - A V - V A

Benutzeravatar
Harry83
Mod-Team
Beiträge: 6770
Registriert: 09.05.2008
Wohnort: Helmstedt
Gitarrist seit: 2007

Erstellt: von Harry83 » 09.03.2011, 20:04

Hy!

Ich glaube, ich kann dich beruhigen! Jedem Anfänger fällt vieles schwer! Bei mir war es nicht anders! Ich wollte unbedingt E-Gitarre lernen. Zuvor hatte ich aber noch nie eine in der Hand. Ich dachte, ich könnte es mir selber beibringen. Doch mehr als ein paar Akkorde schrummeln war nicht drinnen. Nach ca. einem halben Jahr entschloss ich mich dazu, mir einen Lehrer zu suchen. Doch auch da machte ich einen kleinen Fehler. Da mir die Musikschule zu teuer war, suchte ich mir Leute aus dem Bekanntenkreis. Es hatte aber nichts gebracht. Auch ich kam dadurch an einen Punkt, wo ich darüber nachdachte aufzuhören. Doch Freunde von mir bauten mich auf. Sie meinten, ich solle zu einem richtigen Profi gehen. Dies tat ich dann auch. Es hat echt was gebracht!
Wenn du dir keinen Unterricht leisten kannst, gehe in ein Fachgeschäft, und lass dich wegen eines guten Buches beraten. Die Das Ding Bücher sind nur reine Songbooks. Damit lernt man nicht wirklich. Dazu muss man schon die Akkorde alle können. Dennoch sind sie zu empfehlen. Die Lieder die dort abgedruckt sind, sind sehr abwechslungsreich. Bevor du es weg wirfst, oder sie verkaufst, leg es zur Seite. Irgendwann kannst du die Akkorde, und auch die Lieder.

Als Übungstipp, kann ich dir das Lagerfeuerdiplom ans Herz legen: Klick Dort werden die Grundlagen erklärt. Klar! Aller Anfang ist schwer! Aber irgendwann lachst du darüber. Man muss nur dran bleiben! Und ganz wichtig: Niemals aufgeben!!!
Keep Metal Alive!
Bitte beachten: Forenregeln

Benutzeravatar
Hustle
Pro
Beiträge: 2034
Registriert: 30.11.2009
Wohnort: Wuppertal

Erstellt: von Hustle » 09.03.2011, 20:31

ach, einfach weitermachen....irgendwann kommt es von selbst.

Benutzeravatar
musicdevil
lebende Forenlegende
Beiträge: 3482
Registriert: 26.01.2010
Wohnort: zu Hause...

Erstellt: von musicdevil » 09.03.2011, 20:45

jo, wie schon gesagt wurde, ist *das ding* nen reines songbuch.
in ihm stehen die texte mit den akkorden drüber.
wenn man erstmal ein paar schlagmuster kann, kann man versuchen diese dann bei den liedern anzuwenden.
die meisten lieder werden hierbei einfach geschrammelt (strumming), vorzugsweise wohl mit westerngitarre oder cleaner e-gitarre.
wenn man melodei und rhythmus der jeweiligen songs im kopf hat, bekommt man ruckzuck den dreh raus und spielt einfach drauf los...
natürlich sollte man die akkorde die im jeweiligen song vorkommen auch greifen können ;)

das halten des plektrums ist geschmacksache. am besten so zwischen daumen und zeigefinger, dass nur ein klein wenig von der spitze rausschaut. gibt aber auch leute die spielen mit münzen, drehen plektrum anders rum usw., macht man also alles am besten so wie es gefällt und man sein gewünschtes ziel erreicht.
wenn dein zeigefinger ständig die saiten berührt, hälst du das plektrum wohl zu kurz.

bei powerchords ist das zauberwort *saiten abdämpfen*. dies kann man auf vielfältiger weise tun, eine der beliebtesten ist wohl indem man den handballen benutzt oder den zeigefinger der greifhand.

ich kann mir auch nicht vorstellen, dass du bei der menge an übungseinheiten schlechter wirst ;) es kommt einem manchmal so vor, als wenn man auf der stelle tritt, ist aber meist nicht so.

tja wie kommt man da raus...hm, eventuell indem man ganz gezielt einige sachen übt. dazu kann man bücher wie:
Bernd Brümmer - Garantiert E-Gitarre lernen
Bernd Brümmer - Garantiert Gitarre lernen
Thomas Leisen - Spielend E-Gitarre Lernen
wolfgang ruß - gitarre spielen
Guitar for Dummies
Peter Burschs Rockgitarre
Dave Rubin - Rockin The Blues
Greg Koch - Blues Guitar
usw. benutzen

oder man greift auf eine der zahlreich erhältlichen dvd`s zurück:
Guitar World - Play Rock Guitar
Fender - E-Gitarre Von Anfang An
Kick Off - Rockgitarre
Fred Sokolow - Bottleneck and Slide
Guitar World - Play Rock Guitar
usw.

alternativ dazu gibts auch lernsoftware wie:
Gitarrero Beginner
Gitarrero Rock n Pop
Klemm Emedia Gitarrenschule
Klemm Emedia Fortgeschrittene Gitarren
Riff Interactive Lessons
usw. usw.

ich bevorzuge lern dvd`s, weil man da sieht was man machen soll ;)
aber auch einige programme sind nicht schlecht und habe ja selbst auch mit peter burschs gitarrenbüchern angefangen.
also ein lehrer ist nicht so zwingend nötig, man kann sich vieles auch ganz gut selbst beibringen, abschauen...

Benutzeravatar
Zami
öfter hier
Beiträge: 74
Registriert: 16.02.2011

Erstellt: von Zami » 09.03.2011, 21:07

mir hilft bisher das lagerfeuerdiplom und und der youtube kanal von "upstroke"
Das Leben ist kein Barbiehaus

Gast

Erstellt: von Gast » 09.03.2011, 22:07

hi, metal vampire, ich denke auch, dass dir mit einem Lehrer nicht nur ein Licht aufgehen würde, sondern ein ganzer Kronenleuchter!


Da du ja selber auch viel übst, könntest du sehr schnell voran kommen! Es gibt tatsächlich flexible Privat-Lehrer, ich habe auch so einen. Ohne ihn ginge bei mir so gut wie nichts.

Benutzeravatar
AlBundy
Guitar Maniac
Beiträge: 1707
Registriert: 11.07.2008

Erstellt: von AlBundy » 10.03.2011, 07:18

Ich würde Dir auch raten, einen Lehrer zu nehmen. Hat mir selber auch sehr geholfen, auch wenn ich da schon 8 Monate gespielt habe damals. 4 Monate sind nun wirklich eine sehr kurze Zeit. Hättest Du etwas Geld draufgelegt und Dir das grosse Dingsda Songbook gekauft, wo auch zu den meisten Liedern die Noten, bzw. Takte mit drinstehen, das hätte Dir wahrscheinlich für die Zukunft mehr gebracht. Ich kann Dir sagen, nach 3 Jahren ist es Dir in den meisten Fällen egal, ob da die Noten stehen oder nicht, man kann es wahrscheinlich dann trotzdem spielen - vorausgesetzt man kennt das Lied..... Das ist auch bei anderen Songbooks so, dass man die Lieder kennen sollte, sonst spielt man es wahrscheinlich falsch oder zumindest ziemlich schlecht....

Mit dem Lagerfeuerschlag kannst Du zwar die meisten Lieder belgeiten, danach hört es sich dann aber auch an... Zudem sind manche auch im 3/4 Takt, da funktioniert der Lagerfeuerschlag natürlich gleich null.... Da Du aber erst seit 4 Monten wieder übst, würde ich Dir empfehlen, erstmal wie schon von vielen gesagt Grundlagen zu erlernen und wie gesagt Dich nach einem Lehrer umzusehen....

Jeder hat mal so angefangen wie Du....

cakehunter
weint bei Forumsausfall
Beiträge: 35
Registriert: 10.12.2010

Erstellt: von cakehunter » 10.03.2011, 09:54

also mir hat dieses video beim palm mute sehr geholfen:
http://www.youtube.com/watch?v=SJ6SOMLlIo8

Benutzeravatar
phunky
lebende Forenlegende
Beiträge: 5506
Registriert: 03.08.2010
Wohnort: Wasserkante
Gitarrist seit: Anfang der 90er

Erstellt: von phunky » 10.03.2011, 10:17

Das Problem was hier viele haben die ohne Lehrer lernen (das sieht man ja auch gut an den Tipps die gelegentlich gegeben werden), ist in meinen Augen weniger, dass man irgendwelche Griffe oder die richtige Handhaltung lernt.

Ein schwerwiegenderes und anscheinend häufiges Problem, ist meiner Meinung die Planlosigkeit.

Mal diesen Akkord lernen und mal jenen, mal diese Spieltechnik, mal jene Melodie, da kann eigentlich nichts bei rauskommen.

Jemanden zu haben der einem mal was zeigt (jetzt mal nicht als professioneller Unterricht gemeint), ist schön und gut. Aber ohne Struktur wird das halt nichts. Dafür braucht man vielleicht nicht zwingend einen Lehrer, dann aber zumindest Selbsdisziplin um ein Buch entsprechend durchzuarbeiten oder aber die Bereitschaft sich so etwas selbst auszuarbeiten. Und das ist verflucht viel Arbeit.

Benutzeravatar
Willaberkannnich
Guitar Maniac
Beiträge: 1677
Registriert: 21.05.2008
Wohnort: 10.08 / 54.20

Erstellt: von Willaberkannnich » 10.03.2011, 11:20

Ich denke Phunky hat´s auf den Punkt gebracht. Struktur ist ein und alles, und man muß sich da selbst kontrollieren können wenn man Autodidaktisch rangeht.

Ansonsten kann ich nur sagen das es autodidaktisch geht, das man auch so gut vorrankommen kann! Ich mach das ganze selbst so, seit gut Zweieinhalb Jahren und habe viel Spaß daran. Dazu braucht man aber ein gewisses Talent sich selbst zu analysieren und managen zu können. Das hat überhaupt nix mit Musikalischen-"talent" zu tun, das ist einfach eine Wertfreie Charaktereigenschaft. Ich komme da denke ich ganz gut mit zu rande, aber andere tun das nicht, und das ist auch nix schlimmes, denn das sind an sich vielleicht noch viel talentiertere Musiker, aber die brauchen halt jemanden der ihnen etwas unter die Arme greifft. Und das sollte man dann auch tun um sich selbst nicht im wege zu stehen.
Wenn man sich dann aber keinen Lehrer leisten kann braucht man ein sehr gutes Buch, und muß sich dazu zwingen das von vorn nach hinten durchzuarbeiten. Gitarre lernen macht auch nicht immer Spaß, es gibt gewisse Hürden die einem einfach stinken - da muß man aber durch wenn man weiterkommen will!
Gleich mit Lidern durchstarten zu wollen wo mehrere "Spezial-techiknen" anzuwenden sind ist aber ganz sicher nicht Sinnvoll beim start!
Und eines steht ausser Frage: Schneller und leichter ist es mit Lehrer eigentlich immer (vorrausgesetzt man geht nicht zur letzten Pfeiffe) - aber was man sich auch vor Augen halten muß: Ein Lehrer gibt dir nur Tipps! Die arbeit an sich mußt du in jedem Falle selbst machen.

Gast

Erstellt: von Gast » 10.03.2011, 12:03

Ein Lehrer gibt dir nur Tipps! Die arbeit an sich mußt du in jedem Falle selbst machen.


Das ist richtig, aber der Lehrer weiß, welcher der Tausenden Tipps gerade passt und das erspart ca. 2/3 der vergeblichen Bemühungen.

Benutzeravatar
maikelcoke
kam, sah und postete
Beiträge: 45
Registriert: 18.08.2010
Wohnort: Oberhausen

Erstellt: von maikelcoke » 10.03.2011, 12:50

Ich spiele auch erst seit ca. 6 Monaten und kann eigentlich außer kleiner Melodien nichts spielen. Das ist aber okay.

Ich habe auch das Lets Rock-Buch. Die Übungen sind wirklich staub trocken anfangs, hat mir aber trotzdem geholfen, wenn man am Ball bleibt.

Neben der oben erwähnten fehlenden Struktur hast du glaube ich ein ganz anderes Problem: Du bist ungeduldig und schon schlecht gelaunt :-) Nimms einfach lockerer und setz dir ein klares Ziel.

Meine ersten Ziele sind bspw. Nirvana - Come as you are und Smells like Teen Spirit. Die kann man super mit den erlenten aus Lets Rock (Stichwort Powerchords) verbinden. Erst zweistimmig und wenn man das schafft auch dreistimmig.
:-)

Benutzeravatar
metal_vampire
interessiert
Beiträge: 8
Registriert: 22.02.2011

Erstellt: von metal_vampire » 10.03.2011, 14:47

Hallo nochmal

danke für die raschen und vor allem vielfältigen Tipps an alle (und die Geduld) [/list]:) da es soviel sind, versuch ich mal die Quintessenz für mich zusammenzufassen :) bei der an erster Stelle wohl steht:

.)ich bin zu ungeduldig und erwarte zuviel von mir selbst
liegt wohl daran, dass ich eben schon mal einige Zeit spielte und die offenen Akkorde schon ganz gut konnte (wohl sicher nicht alle, aber die gängigsten und einige spezielle, die ich nicht so mochte) und dummerweise gedacht habe, ich könnte zumindest irgendwie dort wieder ansetzen und gleich weitermachen, weil mir der Grossteil der Akkorde noch geläufig war und auch recht gut sitzt (ok der Wechsel zwischen manchen verursacht zeitweise noch eine Künstlerpause)

Ich überlege doch einen Lehrer für zumindest einmal im Monat zu suchen um wie Phunky es sagte mir zumindest helfen zu können, etwas Struktur reinzubringen, die mir offensichtlich ein wenig fehlt und zumindest schlimmste Fehler zu korrigieren

justinguitar hab ich mich grad ein wenig reingeklickt, das könnte mir auch helfen, eventuell stell ich mal das letsrock-buch zur Seite.

Und genau betrachtet freut es mich, das ich zumindest recht gut Melodieläufe spielen kann, wenn ich die Noten weiss, auch von zumindest langsameren Solis - so gesehen wäre aufgeben der grösste Fehler, weil es geht ja auch was :)

Ich werd ein Inserat in der Musiklehrer - Rubrik aufgeben, wollte aber an dieser Stelle fragen, ob mir jemand aus Wien/Österreich einen empfehlen könnte (der Lehrer sollte vor allem zeitlich flexibel sein und kein Problem damit haben, dass ich nur ein oder zweimal pro Monat zu ihm komme)? Da man da ja unter Umständen auch völlig danebengreifen kann, wie ich gelesen habe, würden mir Empfehlungen doch sehr weiter helfen.

Herzlichen Dank nochmals an alle für die Hilfe und Geduld :)

rlx
neu hier
Beiträge: 2
Registriert: 16.05.2010
Wohnort: Bochum

Erstellt: von rlx » 17.03.2013, 02:13

Ich kann nur wärmstens empfehlen, wenn du Probleme dabei hast den Takt zu halten oder ähnliches, kauf Dir Gitarrero Beginner die Lessons sind so genial, dass man gar nicht merkt wie schnell die Zeit vergeht beim üben. Gut ok Deine Finger lassens Dich schon irgendwann nach paar stunden wissen :D

eine Stunde am Tag üben bringt mehr als stundenlanges abquälen. Wenn es mal nicht so klappt wie du willst spiel das was Du schon kannst und die Motivation ist dann auch wieder viel größer.

Ich habs zeitweise sogar so gemacht, das ich die Gitarre einfach für 2 Tage in die Ecke gestellt hab und dann Töne gezaubert habe, die selbst mir nie gelungen sind.

Immer daran denken, gitarre spielen zu können geht nicht von heute auf morgen sondern braucht sehr sehr viel Geduld.

Ich hatte vor einem Jahr eine OP am Ellbogen aufgrund des Sulkus Unaris Syndroms (Ringfinger und pinky taub) riesige Schwierigkeiten wieder reinzufinden und alles klang Scheisse, da es nur ein Teilerfolg bei der OP gab. Sprich Finger waren zwar wieder da aber zu langsam beim greifen und hinkten ständig nach. nach mehreren Monaten nach Neustart aus Urschleimzeiten ging es dann wieder.

also nicht die Hoffnung aufgeben und dranbleiben :>

cheerio rlx

Benutzeravatar
Exordium
kennt den Admin
Beiträge: 802
Registriert: 15.02.2012

Erstellt: von Exordium » 17.03.2013, 10:54

Ich kann da nur zustimmen. Ich "lernte" erst auch ein Jahr mehr oder weniger frei Schnauze. Kam auch einiges bei raus. Die offenen Akkorde und paar Strummings kannte ich noch von früher und die waren auch ziemlich schnell wieder drin. Anhand von paar Büchern / Videos / Sites kam dann noch etwas Technik und paar Riffs / Licks dazu. Aber alles ziemlich wild durcheinander. Irgendwann dann der "Dead Point", wo es einfach nicht mehr weiter ging, bzw. nichts mehr ging.

Also Lehrer gesucht und dabei eine glückliche Hand gehabt. Er ist sehr geduldig mit den alten Leuten (*hust*) und hatte mich erstmal mein bis dato selbst gelerntes Repertoire vorführen lassen. Ich war natürlich so aufgeregt, dass erstmal fast gar nix ging. Aber das reichte ihm schon!

Rechte Hand und Plekshaltung waren noch einigermaßen ok. Linke Hand ... Aua ... Fehlstellung korrigieren. Kleinen Lick sollte ich nachspielen. Ging nicht mit meiner Haltung. Alternate Picking... Falsch selbst beigebracht, inzwischen kann ichs aber recht gut. Übte mehrere Wochen an einem Blues Solo, welches so viele technische und 'takt'ische Schweinereien drin hatte, dass ich fast verzweifelt wäre.
Hätte ich das jetzt alleine, ohne Lehrer lernen sollen... ja, die Tonfolge hätte ich ja noch hinbekommen. Aber das korrekte Timing und den korrekten Anschlag... niemals. Nur durch diese kleine Solo über lächerliche 12 Takte, habe ich jetzt so viel RICHTIG gelernt, als in dem ganzen Jahr zuvor durch mein Selbststudium.

Deswegen, such Dir einen etwas flexiblen Lehrer für min. 2 x Monat und schau ob Deinen Schichtplan irgendwie mit rein bekommst in den Ablauf. Du wirst erstaunt sein, wie gut es sich lernt, wenn man den Pfad mit den wenigsten Hindernissen gezeigt bekommt und jemand hilft diese aus dem Weg zu räumen!

Der Lehrer kann Dir aber nichts geben, was von DIR erwartet wird: Motivation, Selbstdisziplin und Durchhaltevermögen musst Du schon mitbringen.

Also, ran an den Speck bzw. Saiten!

17 Beiträge   •   Seite 1 von 1

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast