Wie weit sollte ich nach einem Jahr sein?

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Motorkopf
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Wie weit sollte ich nach einem Jahr sein?

Erstellt: von Motorkopf » 25.12.2012, 11:21

So, hab jetzt ziemlich genau vor einem Jahr angefangen Gitarre zu spielen/lernen. Im nachhinein geshen dummerweise immer ohne Lehrer, alles mit Videos, Tabs usw. Ich denke ich habe auch verkehrt angefangen, hab zuerst Leads und Solos versucht, wo natürlich nicht viel gegangen ist, dann zu Powerchords und eigentlich erst spät (vor ein paar Monaten) zu Akkorden gegangen bin. Mittlerweile (behaupte ich jetzt mal) behersche ich offene Akkorde (Dur, Moll, 7), Barres (so halbwegs) und natürlich Powerchords. Das ein odere andere Lied kann ich auch schon so halbwegs singen und begleiten (Have you ever seen the rain, Heart of Gold usw.)

Happern tuts noch beim Umgreifen von offen auf Barre, Tempo halten, Leads und Solos. Wo sollte man nach einem Jahr so circa stehen ? Wie soll ich weitermachen ? Am Anfang hab ich gerne so Lead zeug probiert weil ich geglaubt habe, Lead Gitarrist zu sein ist wohl das geilste was es gibt. Mittlerweile finde ich Singen und begleiten schon interessanter, würde gerne selbst etwas schreiben usw.

Wie ist es euch nach einem Jahr so gegangen ?

Kapodaster

Erstellt: von Kapodaster » 25.12.2012, 12:57

Guten Morgen,
also ich spiel jetzt seit zwei Jahre, cirka 10 Std. pro Woche im Prinzip das gleiche wie Du. War jetzt an dem Punkt das ich einfach nicht weiter komme. Darum kommt jetzt Musiktheorie Basis Arbeit immer wieder von vorne langsam und sauber und siehe da da hat sich einiges eingeschlichen. Einfache Lieder aber zu versuchen diese perfekt zu spielen und bisschen mit brummen ()(((( wenn du magst. Nach den zwei Jahren nüchtern betrachtet ( lerne ohne Lehrer) zum schrammeln reicht es, aber mehr auch nicht, ist aber nicht mein Ziel.
Wirst schon noch gute Tipps hier bekommen, keine Sorge.
Viel Spaß
Harry
( Ich liebe den Blues und bleib dabei ,noch etwas Jazz dann wäre es super).

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Jesko13
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Erstellt: von Jesko13 » 25.12.2012, 14:52

Wenn man dran bleibt geht es super ich spiel seit fast 3 Jahren und bin viel besser als Schrammeln
Glück ist etwas für Arschlöcher. Glück braucht immer nur der, der nix auf dem Kasten hat.
(Lemmy Kilmister)

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ReptileJack
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Erstellt: von ReptileJack » 25.12.2012, 17:21

Hallo,

Also ich spiele jetzt auch seit 1 Jahr, und beherrsche selbst die offenen Akkorde, Bareés kann ich einfach greifen, nur mit dem schnellen wechsel zwischen offenem akkord und bareé hab ich probleme, aber ich denke das liegt an der übung.

Lieder wie Numb von Linking Park, Hollywood Hills von Sunrise Avenue kann ich begleiten und mit singen, wie weit man nach 1 Jahr sein sollte, liegt wohl an der Person selber, jeder lernt verschieden.

Muss aber gestehen, das ich zwischen Strumming und Picking hin und her gehe, damit ich irgendwann alles kann.
liebe Grüße

Pat

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Agonizer
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Erstellt: von Agonizer » 27.12.2012, 00:22

Ich spiel jetzt auch nen Jahr (übermorgen hat meine Yamaha F-370 1. Geburtstag ;-)

Ich bin leider nicht so weit, wie ich gerne wäre, bin aber weiter als andere die wieder aufgegeben haben.
Akkordwechsel klappen schon ganz gut, mit dem Singen harperts aber gewaltig.
Barree gehen auch relativ gut, die Wechselgeschwindigkeit ist halt noch... Ausbaufähig.
Und die Zielgenauigkeit beim Wechseln von Barrees ... Ach wie ist das Wetter beu euch? tüdelüüü.

Zupfmuster, Geschwindigkeit bei läufen, ach ja aber ich vergesse immer das ich ja erst knapp ein Jahr dabei bin...
Schmerzen beim Gitarrespielen sind nur ein Problem von Vielen.
Auch falsches Greifen an den Stegen belastet stark das Hörvermögen.

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Exordium
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Erstellt: von Exordium » 27.12.2012, 01:24

Eigentlich wollte ich auch schon deutlich weiter sein! Die Standard Dur-Moll-7 Akkorde, Barrées greifen und umgreifen sind soweit kein Problem mehr. Neue Strummingmuster kann ich relativ zügig umsetzen, Takt- und Rythmusgefühl ist ziemlich gut. Mit Fingerstyle/Picking tu ich mich noch schwer. Relativ einfache Dinge wie "Dust in the Wind" zupf ich heute ganz passabel und morgen hab ich 3 Seemansknoten in den Fingern.

Was mich auch ank****, ist meine bescheidene Präzision, wenn ich z.B. Rock- oder Bluesriffs (nach-) spielen möchte. Entweder findet sich die Greifhand dann ab und zu auf der falsche Saite wieder, oder ich schlage eine falsche, bzw. zusätzliche Saiten mit an. Im schlimmsten Fall, auch beides zusammen. Dies ist eines der "Probleme", das ich 2013 besonders angehen möchte.

Nach wie vor habe ich die Theorie ziemlich vernachlässigt. Ich habe jetzt zwar schon mal den Quintenzirkel und die A-Minor Pentatonik-Skala gesehen und was drüber gelesen. Das wars aber auch schon.

Tattoomusic
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Erstellt: von Tattoomusic » 27.01.2013, 20:57

Ich denke immer, mit gutem Gitarrenlehrer geht es immer besser, weil man einen "Kritiker" hat...
Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum!

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Exordium
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Erstellt: von Exordium » 27.01.2013, 22:12

Tattoomusic hat geschrieben:Ich denke immer, mit gutem Gitarrenlehrer geht es immer besser, weil man einen "Kritiker" hat...


Du kannst Dir gar nicht vorstellen, wie selbstkritisch ich sein kann. :)

Dustins
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Erstellt: von Dustins » 28.01.2013, 08:01

Ich würde mir auch einen Lehrer suchen.
Ich habe auch vor ein paar Jahren mit einem Lehrer angefangen und schnell Fortschritte gemacht. Nach 9 Monaten habe ich dann versucht als Autodidakt mich durchzuschlagen.

Das Resultat... viel Zeit verbracht mit der Suche nach "guten" Videos... Bücher gekauft und liegengelassen... schwere Sachen angefangen und fallen gelassen, weil ich keinen hatte der mir Tricks zeigt und Theorie ist auch nicht meine Stärke.

Jetzt habe ich nach Jahren wieder einen Lehrer und ich übe Sachen, die ich vorher liegen gelassen haben oder nie üben wollte, einfach weil da jemand ist, der Erwartungen an dich hat.
Das gleiche gilt wenn man mit anderen Musikern spielt...

Mein Tipp also... such dir einen Lehrer und zumindest einen Mitmusiker.
Setzt dich nicht so unter Druck... ich habe auch gedacht, ich sei für meine Zeit die ich spiele nicht so weit wie ich könnte, als der Lehrer mein Level durch vorspielen abgeprüft hat, war er begeistert, hat natürlich auch viel Verbesserungswürdiges gesehen...

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musicdevil
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Erstellt: von musicdevil » 28.01.2013, 09:11

Jesko13 hat geschrieben:Wenn man dran bleibt geht es super ich spiel seit fast 3 Jahren und bin viel besser als Schrammeln


Weiß nicht, aber klingt immer so bissel abfällig. "Schrammeln" ist mit das wichtigste und eines der A und O`s beim Gitarrenspiel. Einer der nur nach Tabs irgendwelche Solis klimpern kann, aber am Lagerfeuer nicht die einfachsten Lieder "schrammeln" kann, ist nen lausiger Gitarrist.
Und "RICHTIG" schrammeln zu können, ist ne Kunst für sich...da gehts um elementare Dinge wie "Rhythmus". Die meisten die behaupten sie könnten gut schrammeln, können es nicht und haben meist nur ihre 0815 Anschlagsmuster aus dem Lehrbuch drauf...
"Gut schrammeln können", heißt aber auch komplexe Anschlagsmuster drauf zu haben. Man sollte geschickt beim Anschlagen zwischen tiefen und hohen Saiten wechseln können und nicht nur an einer Stelle die Saiten anschlagen, da es zb. "mehr in Richtung Steg" ganz anders klingt als übern Schallloch. Hinzu kommen Dinge wie "abdämpfen der Saiten" usw.
Viele können den Takt nicht exakt halten, nicht die Geschwindigkeit usw. und wenn man deren "schrammeln" aufnimmt, klingts einfach Scheisse.
Jedenfalls kann "schrammeln" (Strumming) schon sehr komplex und anspruchsvoll sein...da ist "Pentatonikgeklimper", bzw. "Skalenhochundruntergeklimper" nicht immer die höhere Kunst des Gitarrenspiels.
Und in ner Band ist nen Rhythmusgitarrist genauso wichtig wie der Leadgitarrist. Ist der Rhythmus daneben, wirds insgesamt daneben klingen.
Es kann Jahre dauern, eh man wirklich gut schrammeln kann und mancher lernts nie.

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Monty133
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Erstellt: von Monty133 » 28.01.2013, 09:54

@ musicdevil, bin exakt deiner Meinung. Und die anderen sicher auch.
Ich denke das jesko das nicht so tiefgründig betrachtet hat und das mit dem Schrammeln nicht abfällig gemeint hat.

Meine Meinung. Zunächst ganz wenig mit der linken Hand. Rythmik üben, einfache Sachen exakt nach Metronom oder Drumspur. Ich hab das selbst früher eher nicht beachtet weil es ja auch erstmal nicht so viel Spaß macht. Bis ich dann gemerkt hatte das eine ordentliche Rythmik mit ganz einfachem Bluesschema schon richtig geil anhören kann.

Michael
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AJ45
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Erstellt: von AJ45 » 13.03.2013, 22:50

Also nach dem ersten Jahr mit sagenhaften 2 oder 3 Lehrerstunden und danach frei nach Schnautze/Ohr u diversen Büchern, konnte ich eine Hand voll Basisakkorde und konnte schon am Lagerfeuer das ein oder andere wie ihr so schön schreibt "schrammeln" und hatte erst mal meinen Spaß...

Etwas später kamen dann die ersten Barrées Griffe usw aber dann kamen auch immer wieder Phasen wo es einfach nicht wirklich weiter geht und das habe ich schon sooo oft auch von anderen gehört.

Ich denke das wichtigste ist dran bleiben, sich keinen Stress machen und mehr für die Seele spielen und weniger in Richtung Technik schauen.

Das Gehirn muss erst mal langsam "Gewohnheiten" anlegen, der Körper Muskeln aufbauen usw und das braucht eben Zeit.

Je öfter du musizierst, allein oder mit Lehrer um so schneller wird es natürlich auch gehen aber sei nicht frustriert wenn nicht alles sofort oder nach einem Jahr klappt.

Es gibt eben Wunderkinder denen fliegt es fast schon zu und andere müssen recht lange dran bleiben wie ich pers. eben auch ;-)

VLG

Jens

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