Gitarre erlernen wenn der kleine Finger der Greifhand fehlt?

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Chemo
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Gitarre erlernen wenn der kleine Finger der Greifhand fehlt?

Erstellt: von Chemo » 25.01.2013, 02:11

Hallo Leute,

ich habe mich entschlossen das Gitarrenspiel zu erlernen, jedoch gibt es bei mir ein Manko:
ich bin Tischlergeselle und habe vor einigen jahren meinen kleinen Finger an der linken Hand zu ca 2/3 verloren. D.h. es sind 1 1/2 Glieder und somit ein Gelenk amputiert.(siehe Foto)
Ich kann nach damaliger Physiotherapie das zweite Gelenk (von der nicht mehr vorhandenen Fingerspitze aus gesehen) wieder bis 90° beugen, und auch einigermaßen gut greifen. Jedoch erreiche ich durch die geringe Restlänge und die Dicke des Fingerstumpfes nur die e-Saite, ohne dabei anderen Saiten ins Gehege zu kommen.

Jetzt zu meinen Fragen:

Macht es überhaupt Sinn ohne kleinen Finger Gitarre Spielen zu lernen? (wenn nicht wäre ich schon enttäuscht)

Sollte ich gleich versuchen mit E-Gitarre einzusteigen, bzw. erleichtert es mir das etwas? (dies ist sowieso mein späteres Vorhaben wobei mir die Akustik auch Spaß macht)

Ein erfahrener Freund hat gesagt es geht auch ohne, wenn man es gleich ohne den Kleinen lernt sogar besser als später umzulernen. Aber die Leute reden ja immer gern und viel!?

Ein anderer Bekannter sagte mir, es ginge auch wenn ich die Gitarre anders stimme!?

Gibt es vielleicht Übungsmaterial welches Rücksicht auf solche Handycaps nimmt?

Im Netz hab ich leider keine ähnlichen Problematiken finden können! :(
Wäre cool wenn ihr mir ein Paar Antworten und Tips geben könntet.

Danke im Vorraus! )()(
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DeepBlue
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Erstellt: von DeepBlue » 25.01.2013, 05:42

Hey und willkommen.

Versuch es einfach )()(

Schaue hier http://www.youtube.com/watch?v=mVN96vJq2k0

Ich glaube man kann auch ohne kleinen Finger Gitarre spielen lernen.

Greetings
KEEP ON ROCKIN' ... or screamin'

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Erstellt: von Exordium » 25.01.2013, 06:41

Für viele Akkorde reichen 3 Finger zum Greifen, bzw. man nimmt eine vereinfachte Version. "Glücklicherweise" ist nur der kleine Finger betroffen. Jeder andere wäre viel problematischer.
Beim Melodie- oder Einzelnotenspielen kannst Du Deine Technik dementsprechend anpassen.

Auf jeden Fall würde ich es versuchen!

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Erstellt: von mbern » 25.01.2013, 07:27

Such mal nach Django Reinhardt.
Außerdem bleibt dir die Möglichkeit, eine Linkshänder Gitarre zu nehmen. Den kleinen brauchst du zum Zupfen nicht.

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Mrc381
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Erstellt: von Mrc381 » 25.01.2013, 08:16

Ein anderes Beispiel ist Tony Iommi von Black Sabbath. Er spielt mit Plastikfingerkuppen.

Allerdings weiß ich nicht, ob die speziell angefertigt werden müssen und was das kostet... und ob Du das Gelenk dafür weit genug beugen kannst.
Ohne Fleiß kein Reis.

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korgli
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Erstellt: von korgli » 25.01.2013, 09:15

Hi
Das geht schon.

Nur - wirst du manches nicht so machen, wie Lehrbücher und andere es tun.
Aber es gibt im Netz oder youtube genügend Beispiele, wo ganze Hände fehlen.
Irgendwo gibts einen, der mit den Füssen spielt. Und das noch sehr gut.

Man muss sich halt mit den Möglichkeiten beschäftigen. Kreativ sein.

Wir hatten mal nen Drummer mit nur 1 Arm.
Ich dachte zuerst - wie soll das gehen, damit es gut tönt.
Ich wurde eines besseren belehrt.

Einfach nicht gleich denken - oh - geht nicht.
Sondern Wege suchen wie es doch geht.

Linkshänder ist nicht abwegig.

fredy

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phunky
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Erstellt: von phunky » 25.01.2013, 09:40

Oder Gary Moore... der hatte zwar alle Finger, aber den kleinen hat er eigentlich nie benutzt. Das sollte schon gehen. Man kann vielleicht den ein oder anderen Akkord nicht greifen, aber damit kann man sich arrangieren. Mein kleiner Finger ist auch nur eingeschränkt benutzbar und ich komme zurecht.

Die Hauptschwierigkeit wird dabei sein, dass man sich halt Lehrmaterial an die eigenen anatomischen Spezifikationen anpassen muss und halt mal überlegen, wie man dieses oder jenes alternativ lösen könnte.

Hairy Harry
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Erstellt: von Hairy Harry » 25.01.2013, 09:48

Ich denke, wenn du auf einer Rechtshand-Gitarre lernst, wirst du relativ bald an Grenzen stoßen, die nur schwer zu überwinden sind. Klar kann man die Grundakkorde alle mit drei Fingern spielen oder auf Griffweisen ausweichen, die so ähnlich klingen. Aber sobald es etwas komplizierter wird, wird der vierte Finger immer wichtiger, und spätestens bei Barrégriffen gehts nicht mehr ohne. Ein fehlender Finger ist ganz klar ein Handicap, das sollte man nicht kleinreden.

Auf einer Linkshand-Gitarre hättest du spieltechnisch alle Möglichkeiten, die auch ein Gitarrist mit zwei gesunden Händen hat. Die Frage ist: "Ist es für einen Rechtshänder kompliziert, auf einer LH-Gitarre zu lernen, oder ist das im Prinzip egal?" Ich kann das mangels eigener Erfahrung nicht sagen und möchte dir empfehlen, einen erfahrenen Gitarrenlehrer (oder besser mehrere) um Rat zu fragen.

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Mrc381
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Erstellt: von Mrc381 » 25.01.2013, 09:57

Hairy Harry hat geschrieben:Die Frage ist: "Ist es für einen Rechtshänder kompliziert, auf einer LH-Gitarre zu lernen, oder ist das im Prinzip egal?" Ich kann das mangels eigener Erfahrung nicht sagen und möchte dir empfehlen, einen erfahrenen Gitarrenlehrer (oder besser mehrere) um Rat zu fragen.


Ich kenne einen Linkshänder, der gerade lernt auf einer Rechtshändergitarre zu spielen.

Das klappt bei ihm auch sehr gut. Sollte umgekehrt ja auch möglich sein...

Ich denke wenn man direkt mit der "Falschen" anfängt ist das eh leichter, als wenn man später umstellen müsste...
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hnz
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Erstellt: von hnz » 25.01.2013, 09:59

Also als ich im zarten Alter von 7 Jahren in meiner ersten Gitarrenstunde saß, habe ich die Gitarre wie ein Linkshänder gehalten (ich mache viele Dinge mit links) und der Lehrer sagte, ich solle das Instrument doch umdrehen, denn wenn man von Anfang an lernt, rechts zu spielen, dann geht das auch als Linkshänder.

Ich muss generell sagen, dass ich diese Unterscheidung in rechts und links nicht wirklich toll finde, denn die mechanischen Ansprüche sind an beide Hände groß. Die Greifhand würde ich sogar als schwieriger bezeichnen und die ist beim Rechtshänder nunmal links.

Ich sehe kein Problem, warum du nicht einfach "links" lernen solltest, denn wie schon erwähnt brauchst du den kleinen Finger an der Anschlagshand nur sehr selten (Rasgueado-Technik im Flamenco und manchmal, sehr selten, bei arpeggios).

Und falls du doch lieber mit links greifst, guck dir Django Reinhardt an. Der konnte den Ringfinger nur ganz schlecht und den kleinen Finger noch schlechter, unter Schmerzen, einsetzen, weil seine linke Hand seit einem Brand deformiert war.
Aber er hat trotzdem wahnsinnig tolle Musik gemacht, harmonisch und technisch hoch virtuos.

hnz

mbern
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Erstellt: von mbern » 25.01.2013, 10:19

Hairy Harry hat geschrieben: Aber sobald es etwas komplizierter wird, wird der vierte Finger immer wichtiger, und spätestens bei Barrégriffen gehts nicht mehr ohne.


Da sollte man auf Korgli hören und nicht immer sagen, das ginge nicht.
Bei den Barres in e-Form stimmt es sowieso nicht.
Die A-Form wird auch heute von vielen mit 2 Fingern gegriffen, wobei der Ringfinger drei Saiten drückt.
Und auch die E-Form kann man greifen, wenn man mit dem Ringfinger zwei Saiten drückt. Das ist nicht unmöglich. Und wer weiß was alles noch geht, ohne dass wir es ahnen?

@Chemo - wenn du mit einer Linkshänder Gitarre nicht klar kommen solltest, dann probier es eben mit der Rechtshänder Gitarre. Viele Leute werden dir sagen, dies ginge nicht und das ginge nicht, aber diese Leute müssen nicht immer recht haben.

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korgli
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Erstellt: von korgli » 25.01.2013, 10:53

Hi
Ich spiele viele Akkorde mit nur 1 Finger :-)
Der A geht wunderbar damit.
Klar ist, dass Fingerstyle eher Problematisch ist.
Rock dagegen geht. Blues sowieso. Man kann auch Sliden lernen.
Stilgitarre wäre noch ne Alternative.
Bei Solis ist das n icht so arg, wenn man nicht grad die Weltmeisterschaft in Speed gewinnen will.
Zudem gibts alternative Stimmungen. Dei wurden unter anderem auch "erfunden" für Menschen, die nicht so beweglich sind. Oder für Stile, die nicht so Komplex sind, dass man mit 10 Fingern spielen "muss"

Gut fände ich auch Linkshänder. Da stimme ich zu. Ist am Anfang sicher einfacher zu erlernen.
Linkshänder gibt es genug die Rechts spielen - und das gut.

Dann noch - was willst du erreichen mit Gitarre ?
Für dich - Lagerfeuer (oder zu Hause) Hobby, Entspannung ?
Band ? -
Mit 26 ist man sicher raus aus dem Wunsch Profi zu werden.
Das sollte man immer auch miteinbeziehen.
Man hört soviel von kurzen, krummen, was weiss ich nicht was für Finger.
Musik ist nicht nur Technischer Natur.
Es ist Feeling und kreativität.
Man kann da durchaus seine Erfüllung finden.

Wenn der Kopf nie zufrieden ist, dann nützt eh alles nix.
Man wird dann nie zu einem befriedigendem Hobby finden.

Ehrgeiz ist ne feine Sache. Aber behindert einem manchmal doch in der Zufriedenheit.
Es gibt sehr viele Beispiele von Musikern mit "Behinderungen"
Wie kann man Blind Musik machen ?
Tabs lesen wird dann ja schwierig. Noten lesen ?
Viele können nicht Noten lesen. Sind sie benachteiligt. - JEIN -
Klar - PC's machen heute vieles wett.

fredy
Zuletzt geändert von korgli am 25.01.2013, 10:56, insgesamt 1-mal geändert.

Hairy Harry
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Erstellt: von Hairy Harry » 25.01.2013, 10:55

mbern hat geschrieben:Da sollte man auf Korgli hören und nicht immer sagen, das ginge nicht. ... Das ist nicht unmöglich. Und wer weiß was alles noch geht, ohne dass wir es ahnen?

Gut, ich nehme die Aussage "gehts nicht mehr ohne" zurück. Vielleicht wird auch mal einer kommen, der mit einem Finger so schnell ist, dass er alle Saiten nacheinander greift, und es hört sich trotzdem an wie gleichzeitig.

Vielleicht können wir uns aber auf die Aussage einigen, dass eine gesunde Greifhand Freiheitsgrade bietet, die im praktischen Spiel von Vorteil sein können. Wenn ich zum Beispiel in der Situation entscheiden kann, mit welchen drei Fingern ich einen Akkord greife. Oder noch einen Finger frei habe, der mit einem Zusatzton eine besondere Färbung reinbringt.

Ich hab den Kollegen Chemo so verstanden, dass es ihm ums Gitarrelernen geht und nicht um irgendwelche Machbarkeitsbeweise. Darum habe ich den Weg mit der Linkshand-Gitarre empfohlen - falls nichts anderes dagegen spricht.

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korgli
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Erstellt: von korgli » 25.01.2013, 10:58

Hi
Links.
Jep finde ich im Moment ne gute, zu prüfende Alternative.

fredy

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phunky
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Erstellt: von phunky » 25.01.2013, 11:05

Ich kann nur auf meine eigenen Gichtgriffel verweisen.

Ich kann diverse Barre-Akkorde nicht greifen, insbesondere in der C-Dur-Form ist mir das kaum möglich. Einfach weil mein kleiner Finger nach innen dreht. Auch ein einfacher offener E7 in der Griffform, die normalerweise den kleinen Finger benötigt, geht nicht.

Glücklicherweise gibt es aber ja jeden Akkord zigfach und in diversen verschiedenen Formen. Schön auf dem Griffbrett verteilt.

Mit so einem Handicap muss man halt gelegentlich vom Standard-Weg abweichen, das macht das Lernen nicht leichter. Insbesondere wenn man keinen Lehrer hat, sondern nach Büchern lernt.

Aber unmöglich ist das alles nicht.

Ich weiß nicht, ob ich mit einer Linkshändergitarre hätte lernen können. Und ich denke auch die Nachteile sollte man hier nicht verschweigen: Die Dinger sind häufig teurer und sehr viele Modelle sind in einer Linkshändervariante gar nicht zu haben. Mag sein, dass das nicht für jeden interessant ist, ich finde aber schon, dass das ein Nachteil ist.

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Erstellt: von Hairy Harry » 25.01.2013, 11:06

korgli hat geschrieben:Hi
Ich spiele viele Akkorde mit nur 1 Finger :-)
Der A geht wunderbar damit.
Klar ist, dass Fingerstyle eher Problematisch ist.
Rock dagegen geht. Blues sowieso.

Wo wir grad dabei sind, uns Gegenbeispiele um die Ohren zu hauen: Wie spielst du das hier ohne kleinen Finger? Kannst du den Ringfinger so weit abspreizen?

Code: Alles auswählen

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---5-5-7-7-8-8-7-7|5-5-7-7-8-8-7-7|....
---3-3-3-3-3-3-3-3|3-3-3-3-3-3-3-3|....


Das ist absolut nix Ausgefallenes, das ist das Grundschema im Rock'n'Roll und Bluesrock, in G.

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phunky
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Erstellt: von phunky » 25.01.2013, 11:08

Mit Capo im 3. Bund. Und einem Finger.

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Erstellt: von korgli » 25.01.2013, 11:11

Halt nicht so.
wie tönt das ? =)=)=
Kann man das nicht auch anders machen ?
mit umstimmen - oder anders ?
Denk mal nach.

Klar - ich sagte bereits - man kan manches nicht 1:1 machen wie andere.
Führt aber zu nix - dieses - wie würde denn das.
Das ist es eben - man nimmt Sachen hinzu, die eben SO nicht gehen.

Hab ich zu Hauff schon mit andern diskuttiert.
zählen tut die Musik.
Nicht die Akrobatik.

Gut Phunky - du bist kreativ. =)=)=

fredy

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Erstellt: von mjchael » 25.01.2013, 11:58

Ich kenne einen Gitarristen, der spielt mit genau dem gleichen Problem.

Er nutzt seinen kleinen Finger trotz fehlendem Endglied.
Für die meisten Effekte wird der kleine Finger auf den unteren Saiten gebraucht. Da kann die fehlende Länge durchaus kompensiert werden.


Da du aber eh von Grund auf anfängst, lohnt es sich echt über eine Linkshändergitarre nachzudenken. Denn wie die anderen schon sagten, nutzt man den kleinen Finger beim Zupfen und Picken so gut wie nie.

In der Eingewöhnung hättest du das Problem, dass auch Linkshänder bei Rechtshändergitarren haben, aber das ist leicht zu bewältigen.

Auf der Gitarre spielt üblicherweise die Rechte Hand die Melodie und greift die Akkorde und die Linke Hand sorgt für den Rhythmus. Beim Klavier ist es genau umgekehrt. Die rechte Hand spielt im Bass den Rhythmus, und die linke Hand Melodie und Akkorde.

Damit könntest du ohne Einschränkung Gitarre lernen. Na ja, eine Einschränkung hättest du vielleicht - und zwar, dass du die Gitarrenbilder spiegelverkehrt denken musst. :lol:

Gruß Mjchael

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Chemo
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Erstellt: von Chemo » 25.01.2013, 20:33

Mann...das geht ja los wie die Feuerwehr hier!

Erst mal orientieren:

@ DeepBlue, phunky und Exordium:
Danke für die ermutigenden Worte. =(=))=
Ich hab mir das als lang ersehnten Traum in den Kopf gesetzt und werde das sowieso durchziehen!

@ mbern, korgli, Hairy Harry, hnz, mjchael:
Ja die Links-Rechts Geschichte,
ich probier das mal aus und spann mir die Saiten mal anders herum auf...hat ja bei Jimi auch geklappt. ====))
Mein Problem liegt dann schon beim Festhalten in der Koordination...aber so herum gespielt hab ich noch nicht...also probieren geht über studieren...je länger ich drüber nachdenke...ich kann ja sonst auch alles besser mit der rechten Hand!?

und nochmal @ korgli:

Ich möchte in erster Linie für mich spielen...zur Entspannung, eventuell mal am Lagerfeuer für Freunde...aber daran denk ich noch gar nicht. Also die professionelle Schiene mit Band auf Bühne ist denke ich nicht so mein Fall.

@ all:
Vielen Dank erst mal für die Tips und die aufmunternden Worte...euer Forum rockt ungemein! =(=))=
Stumpf ist Trumpf!

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sixstringsdown76
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Erstellt: von sixstringsdown76 » 07.02.2013, 09:08

Im Gipsy Jazz werden (weil Django Reinhardt 2 gelähmte Finger an der Greifhand hatte) viele Akkordgriffe anders als im "normalen" Spielen verwendet. Da könntest Du dann gezielt nach Alternativen suchen.

Eventuell ist auch ein Gitarrenlehrer hilfreich, weil die meist durch die Kenntnis der Musiktheorie wissen, welche unterschiedlichen Griffweisen (voicings genannt) zu einem ähnlichen Klangergebnis führen.

Ansonsten Toni Iommi fehlten ja auch zwei Fingerkuppen.

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korgli
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Erstellt: von korgli » 07.02.2013, 13:05

Und
für was hast du dich entschieden ?
Vor allem musst du jetzt eines tun: Anfangen.

fredy

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Phuehue
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Erstellt: von Phuehue » 12.02.2013, 14:47

Salut

Als erstes mal herzlichen Glückwunsch zu deinem Entscheid, Gitarre zu spielen. Du kannst und wirst es lernen, wenn du es nur willst. Lass dich drum mal von niemandem aufhalten. =(=))=

Grundsätzlich stimmt die Aussage, dass du mit speziellen Stimmungen - sogenannten "Open Tunings" - dir das leben viel einfacher machen kannst. Open Tuning bedeutet, dass du statt der klassischen Gitarrenstimmung mit E A D G B E die sechs Saiten so stimmst, dass sie bereits einen Akkord geben. Typisch sind Open D, Open G Stimmungen.

Das macht man auch, wenn man mit Slides / Bottleneck spielen will. Sprich: Du steckst dir ein Glas- oder Metallröhren an deinen Ringfinger und kannst so den tpyischen Mississippi-Delta-Blues à la Muddy Waters spielen.

Zu Open Tunings und / oder Slide-Guitar findest du auf youtube viele kleine u hilfreiche Lern-Videos. Falls du Interesse daran hast, meld dich einfach. Kann dir da die Links per PM zusenden.

Aber meiner Meinung nach kannst du auch das meiste mit drei Fingern spielen, bzw. kannst Bei gewissen Akkorden auch den Daumen mitnutzen. Jimi Hendrix zB hat diverse Sachen so gespielt. Drum: der kleine Finger ist definitiv der am meist "vernachlässigbare" Finger.

So long,
Phühü

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