Mustang 3 oder Vox VT 40 für Epi Les Paul ?

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Lazy Lizard
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Mustang 3 oder Vox VT 40 für Epi Les Paul ?

Erstellt: von Lazy Lizard » 21.12.2012, 23:27

Hallo,
bin auf der Suche nach einem Verstärker für meine Paula.
Möchte Blues/Rock spielen, stehe aber auch auf Effeckte und Vielseitigkeit.
Hatte mir erst den Vox Amp ausgeguckt, kam aber durch Tests und Videos drauf, das der
Mustang wohl authentischer klingen soll und durch die USB Verbindung
unzählige einstellmöglichkeiten bietet.
Leider findet man fast nur Videos mit Fendergitarren zum Mustang.

Meine Frage: Passt eine Epiphone Paula überhaupt mit einem Fender zusammen, oder sind die Amps eher für Singlecoils ausgelegt ?

Für den Vox spricht die Vorstufen Röhre und die Einstellmöglichkeiten am Amp selbst.
Bietet Vox keine Softwear um den Amp am Computer zu trimmen ?

Danke schonmal
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Roddy
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Erstellt: von Roddy » 22.12.2012, 00:02

Hm, ich hab ja Anfangs aufm Mustang gespielt. Ich find es jetzt aber schwierig bei einem Moddeling Amp von Authentizität zu sprechen. Der wirkliche Klangunterschied zu einer Strat ist mir erst so wirklich an einem Röhrenamp bewusst geworden.
Du hast da ja aber zwei Moddeler rausgesucht.

Letztendlich kommts hier eher auf den Sound der beiden Amps an, welcher dir besser gefällt, egal ob du da nun ne Strat oder ne LP dran hast. Also, natürlich nicht egal, aber verstehst Du wie ich das meine? Am besten probierst Du das mal in einem Musikgeschäft aus.
Ob da nun die eine Röhre in dem Vox so Soundentscheidend ist, mag ich zu bezweifeln.

Lazy Lizard
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Erstellt: von Lazy Lizard » 22.12.2012, 00:28

Mit authentisch meine ich, das in den reviews durch die bank betont wurde, dass der mustang sehr nah an den originalsounds rankommen soll und der vox oftmals als etwas blechern beschrieben wird.
hab gerade noch ein video mit einer les paul studio gesehen und die klingt schon typisch nach les paul, schöner warmer sound.
die videos mit den strats oder telecastern klingen eben eher klar und hart.
wird doch eher an der gitarre als am ausgewählten simulierten amp liegen, oder?
(ich red hauptsächlich vom unterschied im clean bereich)
klingt natürlich auch gut, aber ich habe eben keine fender.
von der softwear technischen seite gefällt mir der fender sehr gut.
unzählige einstellungen und presets anderer besitzer austauschen sowie
direct recording klingt ja erstmal toll.
sicher ist es am besten die amps direkt im laden zu vergleichen, aber ich muss schon
glück haben in meiner umgebung einen laden zu finden, der auch beide im sortiment hat.
dafür dann die vorabauswahl durch vids und foren.
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Erstellt: von Roddy » 22.12.2012, 01:36

Du wirst wohl recht haben, letztendlich ist es ja auch immer eine individuelle Hörentscheidung.
Und es ist eben auch immer viel Verkaufsgequatsche dabei. Der eine Lobhuddelt über diesen Amp, der nächste über den anderen.
Mustang
Vox
Peavey
Line6

Da ist keiner von schlecht, oder besonders gut. Jeder hat gewisse Gimicks um damit ein wenig zu trumpfen. Der Vox mit seiner Röhre, der Mustang mit seinem USB Anschluss und der Recordingmöglichkeit.

Ich hatte mal die Gelegenheit, den Peavy kurz mit meiner LP anzuspielen und fand den vom Sound her besser als den Mustang. Ich rede da aber auch nur von ein oder zwei Presets, die ich da gespielt habe. Vielleicht waren die gerade besonders gut abgestimmt. Und wirklich rumprobiert habe ich an meinen Mustang auch nicht gerade, so das ich jetzt sagen könnte, es lag nun an dem Mustang oder Peavey, das mir der Klang besser gefallen hat. Vielleicht lags auch daran, das ich nicht nach den Sound gesucht habe. Hatte nicht lange gedauert, da bin ich eh auf ein Vox NT50 umgestiegen. Von daher sollte ich mich hier bei den Moddelingamps wohl lieber raushalten, was Ratschläge angeht.

Zu erwähnen wäre vielleicht noch, das du am Mustang einen PC benötigst, um an die kompletten Einstellungsmöglichkeiten zu gelangen. Das hast Du bei dem Vox zum Beispiel nicht.
Kannst Dir aber die fertig gebastelten Presets abspeichern und die dann natürlich auch ohne PC abrufen.
Die Recordingmöglichkeit habe ich einmal ausprobiert. Irgendwann folgte dann ein Audiointerface, womit es sich mit der Recordingmöglichkeit über den Amp erledigt hatte. Ein gescheites Audiointerface ist da doch etwas flexibler und besser ausgestattet.

Wie gesagt, du wirst wohl sicherlich mit beiden, egal welchen, glücklich und besser geht immer.
Mein Tipp, kauf kein Moddeling, sondern ein Röhrenamp.
Aber ich weiß, der Tipp ist hier unangebracht.

Und um Deine eigentliche Frage zu beantworten, ja, meiner Meinung nach passt auch eine LP an den Mustang.

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Re: Mustang 3 oder Vox VT 40 für Epi Les Paul ?

Erstellt: von Software-Pirat » 23.12.2012, 17:53

Lazy Lizard hat geschrieben:Meine Frage: Passt eine Epiphone Paula überhaupt mit einem Fender zusammen, oder sind die Amps eher für Singlecoils ausgelegt ?


Also die Kombination Les Paul + Fender Amp ist jetzt nicht so ungewöhnlich. Mir fällt da spontan Peter Green ein. Im Gegenzug ist die Kombiantion Marshall + Stratocaster ja auch ziemlich oft vertreten. Und bei Modelling-Amps kommt ja noch hinzu, da ja irgendwie jeder Modelling-Amp ein Fender-Bassman-Preset hat, aber auch eines für einen Vox AC30 oder einen Marshall Plexi, egal ob der Amp jetzt von Fender, Vox oder Roland kommt.
Ich persönliche finde jetzt die Modelling-Amps nicht so schlecht. Vor allem hast du eine große Soundauswahl für relativ wenig Geld, was jetzt so nicht schlecht ist. Ein guter Kompromiss wäre noch der https://www.thomann.de/de/fender_super_champ_x2.htm da er quasi Modelling mit Endstufenröhre kombiniert und schon gut klingt. Aber da gibt es noch viel mehr. Also im Prinzip mußt du halt mal überlegen, was du genau brauchst und was du ausgeben kannst.

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Erstellt: von Lazy Lizard » 24.12.2012, 08:04

vielen dank für eure antworten, (jetzt weiß ich gar nichts mehr :-) )
dank roddy hab ich mich jetzt doch mal in der röhren abteilung umgeschaut und du
(software pirat) hast mit dem super champ nochmal einen draufgesetzt .

ich such einfach mit niedrigem budget vielseitige möglichkeiten (wer nicht ? )
einerseits möchte ich auch abends zuhause üben können, andererseits haben wir auch ein schlagzeug im keller stehen, gegen das ich auch ankommen möchte.
wenn ich mit freunden zusammen spielen will, kann ich mir aber auch nicht wieder einen kräftigeren amp dazukaufen.
also sollte er laut wie leise einsetztbar sein.
Ein paar effeckte wären auch nett, hätte zur not aber auch noch ein uraltes
multieffeckt zoom 2020.
ein moddeler vereint ja nun alles und die anbindung ans internet sowie
zb die fender fuse software bietet tolle möglichkeiten.
andererseits klingen die röhren schon besser.

wobei mir klar ist, das ich unbedingt mal in einen laden muss um probe zu spielen.
wenn ich auf youtube höhre wie jemand die tollsten riffs spielt klingt jeder verstärker erstmal umwerfend.
aber man kann auch hier schonmal unterschiede hören.

mein budget liegt eigentlich so um die 300 €
2 röhren hätten mit jetzt gefallen, der voc ac 4 blue und der
bugera v22
bin auch gerade auf amplitube gestoßen, das eventuell später für iphone oder pc
nochmal für effeckte sorgen könnte.
den super champ werde ich mir auch nochmal genauer ansehen, sieht auch sehr interessant aus :-)

und letztendlich: was brauch ich für blues und rock mehr als einen cleanen und einen dreckigen warmen sound, wenn diese dafür super klingen ?

frohe weihnachten
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Erstellt: von Software-Pirat » 24.12.2012, 09:46

Lazy Lizard hat geschrieben:und letztendlich: was brauch ich für blues und rock mehr als einen cleanen und einen dreckigen warmen sound, wenn diese dafür super klingen ?


Ja, das stimmt schon. Soviel braucht man wirklich nicht. Ich selbst verwende an meinen Super Champ gerade mal (meistens) vier verschiedene Soundeinstellungen, zur Wahl würden sechzehn stehen. Dazu mische ich etwas Hall hinzu, das Overdrive- und Wah-Pedal emulier ich mit meinen Boss ME25. Das reicht mir für Classic Rock-Sounds und Blues, aber das muß jeder für sich selbst finden.
Ich meine, die Modelling-Amps haben halt den Vorteil, daß sie viel Auswahl bieten und insbesondere Anfänger (aber nicht nur diese) suchen ja noch ganz gern ihren Sound. Diese ganzen kleinen Röhrenverstärker sind schon toll, aber sie sind normalerweise auch stark eingeschränkt, sprich, du hast keine Effekte dabei, keinen Effektweg, nur ein Kanal, eine eingeschränkte Klangregelung. Das mag für manche reichen (viele suchen ja auch bewußt solche puristische Röhrenamps), für manche aber halt nicht. Das muß man halt für sich selbst beachten.

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Erstellt: von Lazy Lizard » 24.12.2012, 23:40

@software pirat:
hi, spielst du selbst den super champ x2?
klingt echt gut, werd aber noch nicht so recht schlau draus.
hat ja mit 16 amp simulationen sogar mehr als zb der mustang 3 mit 12.
kann man denn per fuse software auch so viele effeckte modelieren?
der mustang hat ja 37 zuschaltbare effeckte.
wenn ich die selbe fuse software benutzte müsste ich ja die selben effeckte nutzen können, oder?
bist du denn zufrieden mit dem amp, oder gibt´s auch minus?
müsste ja sogar noch vielseitiger als der mustang 3 sein.
danke schon mal für die antworten, ist auf jedenfall ein echter favorit.
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Erstellt: von Software-Pirat » 25.12.2012, 00:00

Nicht ganz, ich spiele den Super Champ XD. Das ist die Vorgängerversion, noch ohne USB-Anschluß. Den hat erst der aktuelle X2. Wie das beim X2 mit der Fuse-Software funktioniert, weiß ich auch nicht so ganz genau, aber anscheinend kann man sich da auch eigene Presets zusammenstellen, ähnlich wie bei den Mustangs.
Das mit den 16 Ampsimulationen ist beim XD so eine Sache, da einige auf den gleichen Amp basieren, bloß in unterschiedlichen Gainstufen. Ich hab mal vor einiger Zeit einen Testbericht zu dem Teil verfaßt, der dir vielleicht weiter helfen könnte.
http://www.gitarre-spielen-lernen.de/fo ... 23438.html
Wahrscheinlich ist doch der Mustang III vielseitiger als der X2, wirklich wissen tue ich es aber nicht. Für mich ist das aber unerheblich.

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Erstellt: von Lazy Lizard » 25.12.2012, 00:24

ja toller testbericht.
wie gesagt, in der preisklasse ein echter favoriet.
röhre und moddeling klingt schon mal gut.
usb recording und fuse software zum basteln auch toll.
epiphone und fender passt auch
also: werd ich unbeding antesten, vielen dank schonmal :-)
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