music2me
music2me

Rocksmith im Test für PS3

6 Beiträge   •   Seite 1 von 1
Sweep
Mod-Team
Beiträge: 1566
Registriert: 16.12.2006
Gitarrist seit: 2001

Rocksmith im Test für PS3

Erstellt: von Sweep » 05.12.2012, 09:51

Hallo zusammen,

da ich seit kurzem das Spiel Rocksmith für PS3 besitze, habe ich euch im Folgendem eine "Tour durch das Spiel" erstellt, um ein Paar Erfahrungen zu schildern, die euch hoffentlich einen ersten Überblick und Eindruck von dem Spiel verschaffen. Los geht's :D

Bild

Dem Paket liegt eine Anleitung zur optimalen Verkabelung bei (mit der man sich in den meisten Fällen nicht lange aufhalten sollte):

Bild

Das beiliegende Kabel verbindet die PS3 mit der E-Gitarre:

Bild

Wenn man das Spiel starten hat man erst mal die Auswahl zwischen Gitarre oder Bass (wobei man mit seiner Gitarre auch Bass spielen kann, wenn man keinen besitzt). Als nächstes legt man fest, ob man linkshändig oder rechtshändig spielen möchte. Danach hat der Spieler dann die Möglichkeit sich eine Kopfplatte (3+3 Kopfplatte & 6-Inline Kopfplatte) aus zu suchen:

Bild

Anschließend geht es mit dem Soundcheck weiter. Hier heißt es ordentlich in die Saiten hauen damit der Lautstärke-Pegel automatisch eingestellt werden kann. Auch das leisere Spielen abgedämpfter Saiten wird im Anschluss verlangt.

Weiter geht es mit dem Stimmen der Gitarre: Gleichfarbige Saiten und Wirbel dienen dabei zur einfachen Wiedererkennung. Insgesamt funktioniert das Stimmen recht zuverlässig und geht zügig, wenn man sich erst einmal an die Darstellung gewöhnt hat.

Bild
Bild

:arrow: Das Ganze dauert bis hierhin etwa 5-10 Minuten. Dieser Prozess muss bei weiteren Spielstarts dann auch nicht wieder durchlaufen werden.

Nach dem Stimmen kommt dann das erstes Riff (am Beispiel von Rolling Stones Satisfaction). Vorab wird noch kurz erklärt, was ein Bund und offener Ton ist und wie man Saiten drückt und mit dem Plek anschlägt und dieses richtig hält. Danach geht es dann los: A-Saite im 2., 4. und 5. Bund

))==

Bild

Bild

Ist das Riff beendet hat man dann auch gleich eine neue Location freigeschaltet, was so viel bedeutet wie, dass man zu einem Auftritt in einer Location eingeladen wurde. Im Event-Manager kann sich dann die vorgeschlagene Setlist für diese Location anschauen. Die Songauswahl ist recht umfangreich und hat mir persönlich sehr zu gesagt. Eigentlich sollte für jeden etwas dabei sein. Hier ein Paar Beispiele:

Lenny Kravitz, The Cure, Nirvana, Queens of the Stoneage, Sigur Ros, Tom Petty, Radiohead, RHCP, Stones, Incubus, The White Stripes, The XX, Soundgarten, Muse, Eric Clapton, Blur, Cream, The Strokes, Kings of Leon, ...

Bild

Zwischendurch erscheinen immer mal wieder sogenannte Gitarren-Tipps, die anschaulich mit Bildern illustriert werden, um Ladezeiten zu überbrücken. Insgesamt sind die Ladezeiten schon etwas nervig, erstrecken sich jedoch für mein Empfinden noch in einem verträglichem Ausmaß.

Bild

Der "Rocksmith empfiehlt" Modus führt den Spieler durch das Menü und die Optionen, um einem die Entscheidung was man als nächstes machen soll abzunehmen.

Bild

Bild

Jetzt kann man auch schon seinen ersten Auftritt im "The Power House" beginnen. Zwei Songs stehen hier auf der insgesamt 7:23 Minuten langen Setlist. Das erfolgreiche Spielen eines Songs bringt dem Spieler eine unterschiedliche Anzahl von Rocksmith-Punkten (RSP). Diese werden benötigt um weitere Songs, Locations und Equipment freizuschalten.

Zur Auswahl stehen das bereits anfangs geübte "I can't get no Satisfaction"-Riff von den Stones und der Titel "Next Girl" von den Black Keys. Beide Songs werden zunächst auf Einzelnoten-Riffs anfängerfreundlich reduziert.

Ist der Song gewählt, wird bevor es los geht die Gitarre nochmal gestimmt. Allerdings nun mit einem einfacherem Tuner. Optional kann auch der "Präzisionstuner" (von vorhin) wieder aktiviert werden:

Bild

Das Spielprinzip an sich ist ähnlich dem was man schon von Guitar-Hero oder Rockband kennt. Auf das Griffbrett, welches mit bunten Saiten bestückt ist läuft ein je nach Bund durchnummeriertes Fließband zu auf dem die Noten (Töne) in Form von farbigen Feldern platziert sind. Wenn das farbige Feld auf das Griffbrett trifft muss der entsprechende Ton angeschlagen werden. Leere Saiten werden hingegen mit einem farbigen Balken dargestellt. Die Farbe des Balkens gibt wie gesagt die Saite an. Wenn man sich im Bund vertut zeigen Pfeile die Richtung an in die man den Finger verschieben muss.

Bild

Fortschrittsbalken damit man sieht an welcher Stelle im Song man sich ungefähr befindet und wie lang der Song noch geht werden am oberen Bildschirmrand eingeblendet.

Für jeden richtig gespielten Ton gibt es Punkte. Liegen diese über dem Wert, den man braucht, um sich zum Auftritt zu qualifizieren hat man den Song erfolgreich gespielt.

Unmittelbar nach dem Spielen des Songs kann man sich noch einmal anhören und ansehen, wie man gespielt hat. Etwas Statistik gibt es auch: Die Notenpräzision in % und die Anzahl der längsten Serien:

Bild

Ein Song lässt sich auch mittendrin pausieren, neu anfangen oder beenden.
Für jeden Song stehen zahlreiche "Spieloptionen" zur Auswahl:

- Proben
- Auftritt
- Riff-Repetitor
- Enthaltene Technken
- Rocksmith Shop

Ein Song kann in verschiedenen Arrangements mit den bekanntesten Teilen aus dem Song gespielt werden, um sich verschiedene Parts separat anzueignen. Als Einzelnoten Riff, mit Akkorden oder als Combo-Arrrangement aus Einzelnoten und Akkorden.

Bild

Im Hauptmenü findet man unter dem Punkt Guitarcade kleine Minispiele, die auch einen Übungseffekt haben sollen. Am Anfang steht nur das Spiel "Ducks" zur Verfügung bei dem es darum geht Bünde auf dem Griffbrett zu finden. Der Rest muss noch freigespielt werden. Das Spiel wird von ziemlich stressigen und nervigen Elekto-Bass-Sounds begleitet. Insgesamt fand ich das nicht so richtig gelungen. Allerdings kann ich zu den anderen Games nichts sagen, da ich diese selbst bisher noch nicht freigespielt habe.

Hier nochmal die Optionen des Hauptmenüs:

- Reise fortsetzen
- Bass Reise beginnen
- Songs
- Guitarcade
- Techniken
- Multiplayer
- Optionen
- Rocksmith Shop
- Tuner

Didaktisch ist das Spiel recht schlüssig aufgebaut und erklärt dem Spieler auch nach und nach die verschiedenen Techniken. Zur Vertiefung oder als Übung kann man jederzeit den Akkordbuch Bereich im Technikmenü nutzen oder einzelne Song-Parts üben.

Wie Anfänger mit dem Spiel zu recht kommen kann ich natürlich nicht genau sagen aber ich denke es gehört schon etwas Geduld dazu sich Stück für Stück mit dem Spiel und den vermittelten Inhalten auseinander zu setzen. Auch wenn alles spielerisch vermittelt werden soll, ist es gerade für Einsteiger eher kein Party-Spiel sondern erfordert Aufmerksamkeit und Konzentration. Als fortgeschrittener Gitarrist kommt man hingegen wesentlich schneller zu Flow Erlebnissen und hat sich sicherlich in relativ kurzer Zeit an die Spielmechanismen gewöhnt. Der Schwierigkeitsgrad passt sich auch während des Spiels automatisch an und erlaubt so immer wieder neue Herausforderungen.

Es gäbe auf jeden Fall noch eine Menge mehr über Rocksmith zu schreiben aber ich bin selbst noch dabei das Spiel zu entdecken und mich mit den diversen Optionen und Möglichkeiten vertraut zu machen. Meine Erfahrungen sind daher aktuell eher noch oberflächlich und zum Langzeitspielspaß kann ich daher leider auch noch nichts sagen.


Fazit:

Die Grafik hat mich nicht so umgehauen und beim Gitarren-Sound hätte man vielleicht auch noch ein klein wenig mehr rausholen können. Dafür fand ich aber die Tonerkennung sehr zuverlässig und Punkto Spielspaß liegt es bei mir weit vor Guitar-Hero.

Rocksmith ist auf jeden Fall eine durchdachte und motivierende Lern- und Übungssoftware, die aber natürlich den Gitarrenlehrer nicht ersetzen kann. Allerdings stellt das Spiel als ergänzender Gitarren-Lernkurs eine spaßige Übungsmöglichkeit dar, die vielleicht den einen oder anderen Noch-nicht-Gitarristen motiviert sich intensiver mit dem Instrument auseinander zu setzen.

Ich hoffe jedenfalls ihr konntet einen groben Einblick in das Spiel gewinnen und seit nun etwas besser als vorher darüber informiert.

Viele Grüße
Sweep

Benutzeravatar
Elias75
born 2 post
Beiträge: 164
Registriert: 23.08.2012
Wohnort: Braunschweig

Rocksmith Test

Erstellt: von Elias75 » 05.12.2012, 10:14

Danke für Deine Mühe. Ist wirklich sehr informativ geworden.
Joh 3,16

Benutzeravatar
displex
DailyWriter
Beiträge: 595
Registriert: 28.07.2011
Wohnort: 75...

Rocksmith PS3

Erstellt: von displex » 05.12.2012, 11:08

Wir haben das PS3 Spiel auch seit ca. einer Woche. Ich selbst habe erst 30min damit verbracht, aber mein Sohn nimmt jetzt ohne Ihn erinnern zu müssen die Gitarre in die Hand, ich hoffe das gibt einen inneren Motivationsschub auch für den Gitarrenunterricht etwas zu üben.
Mich stört die hohe Latenz bei einem Anschluß nur über das HDMI Kabel mit dem Fernseher. Hab mir einen Adabter bestellt um an die PS3 die aktiven Computermonitore anzuschließen zu können. Hoffe damit ist das Thema dann erledigt.
Gruß Tom

Hauptsache Spass dabei

Sweep
Mod-Team
Beiträge: 1566
Registriert: 16.12.2006
Gitarrist seit: 2001

Re: Rocksmith PS3

Erstellt: von Sweep » 05.12.2012, 13:07

displex hat geschrieben:Mich stört die hohe Latenz bei einem Anschluß nur über das HDMI Kabel mit dem Fernseher. Hab mir einen Adabter bestellt um an die PS3 die aktiven Computermonitore anzuschließen zu können. Hoffe damit ist das Thema dann erledigt.


Meine PS3 ist auch via HDMI mit dem Fernseher verbunden. Der Sound läuft jedoch über ein optisches Kabel von der PS3 zum Hifi-Receiver. Hohe Latenzen sind mir bisher nicht aufgefallen.

Viele Grüße
Sweep

Benutzeravatar
Counterfeit
Mod-Team
Beiträge: 2500
Registriert: 25.06.2010
Wohnort: Düsseldorf

Re: Rocksmith PS3

Erstellt: von Counterfeit » 06.12.2012, 09:58

displex hat geschrieben:Mich stört die hohe Latenz bei einem Anschluß nur über das HDMI Kabel mit dem Fernseher.


Das Thema wurde auch bereit in dem anderen Rockmsith Thread diskutiert und ich meine es steht sogar irgendwo in der Anleitung, dass man den Sound nicht über das HDMI-Kabel laufen lassen sollte. Sondern am besten direkt in Verstärker oder Aktivboxen. Ich habe das Spiel jetzt sowohl am PC (Aktiv-Boxen) als auch an der Playstation (optische Kabel in Verstärker) gespielt und konnte keine größeren Latenzen feststellen.

Benutzeravatar
DerSascha
Stammgast
Beiträge: 267
Registriert: 02.01.2012
Wohnort: Dortmund

Erstellt: von DerSascha » 21.12.2012, 23:05

Sehr schön geschriebenes Review zum Spiel.Hatte es mir letzte Tage im Amazon Adventskalender für 49€ geschossen und es ist heute angekommen :-)
Fand es sehr schön meine Gitter mal wieder in die Hand zu nehmen....waren den ganzen Sommer über mit Umzug und Hausrenovierung beschäftigt.Da blieb nicht viel Zeit zum üben :-(
Aber da wir jetzt weitestgehend fertig sind geht es mit der Gitte wieder aufwärts. In der Lernpause sind die Finger natürlich extrem steif geworden und bisher erlerntes weit zurück gefallen. Von daher war ich sehr gespannt was Rocksmith noch so aus mir rausholen konnte ;-)

Die Einführung fand ich nicht schlecht.Allerdings finde ich für absolute Einsteiger nicht so gut das gerade zu Beginn nicht darauf eingegangen wird wie man eine Gitarre richtig hält.
Was mich am Anfang extrem kirre gemacht hat war die Geschichte mit den Saiten und den dazugehörigen Farben......ich persönlich würde wohl besser damit zurecht kommen wenn anstelle der Farben die Saitenbezeichnungen EADGB(H)E stehen würden weil ich die nunmal kenne.
Welche Saite welche Farbe hat muss ich mir teilweise noch einhämmern ;-)
Beim spielen war ich überrascht wie gut manches noch klappt....der dynamische Schwierigkeitsgrad haut aber mitunter ganz schön rein ;-) und fordert einen immer weiter.....

Nach gut 2 Stunden Spielzeit bin ich einen Rang zum Newcomer aufgestiegen und habe 2 Songs so spielen können das ich Verstärker und eine andere Gitarre freigeschaltet habe - das passiert wenn man die obere Punktegrenze von irgendwas um die 67000 oder 76000 Punkte (weiß ich gerade nicht genau) knackt. Je richtig angeschlagener Note und "Serie" gibt es Punkte....je höher der Schwierigkeitsgrad um so mehr Noten umso mehr Punkte ;-)

Im Technikbereich habe ich mich zwar schonmal umgesehen und ein paar Dinge angetestet aber da gibt es noch einiges zu entdecken und zu üben ;-)

Einen größeren inputlag habe ich bisher nicht feststellen können....oder bin da vielleicht nicht sensibel genug. Habe meine PS3 allerdings auch optisch an den Verstärker angeschlossen. Über HDMI geht lediglich das Bild an den TV

Alles in allem macht das Spiel echt Laune und motiviert schon sehr.Einen Lehrer oder so ein Forum wie dieses mit Unterstützung oder Links wie z.b. Das Lagerfeuerdiplom kann es aber gerade für absolute Anfänger nicht ersetzen.

Bin gespannt wie es bei dem Spiel weiter geht :-)
viele Grüße aus Dortmund,

Sascha

6 Beiträge   •   Seite 1 von 1
  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste

music2me
music2me