Gitarren Crash Course - wie aufbauen?

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nio
meint es ernst
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Gitarren Crash Course - wie aufbauen?

Erstellt: von nio » 23.11.2012, 17:33

Hallo zusammen,

ich bin mir nicht sicher, ob mir hier jemand helfen kann oder ob die Frage zu umfassend und nicht spezifisch genug ist, aber ich probiere es einfach einmal.

Zur Vorgeschichte: ich hab im Sommer meinen alten Traum, E-Gitarre spielen zu können (Ziel: Rock, Alternative und ein wenig Heavy) für mich oder bei einem BBQ (keine Ahnung, wann ich zuletzt an einem Lagerfeuer saß) spielen zu können), in Angriff genommen. Seit August besitze ich einen schmucken Les Paul Nachbau, seit Vorgestern einen Mustang I Amp dazu. Meine Nachbarin über mir ist schwerhörig, der Nachbar unter mir geduldig - es kann also nichts mehr schief gehen :P

Seitdem über ich nach Justin Sandercoe, habe sein Liederbuch und fuchse mich durch den Basiskurs. Nebenher hab ich auch Peter Bursch und "Garantiert E-Gitarre lernen". Ich versuchte, pro Tag 30 min zu üben.

Jetzt hat mich meine Firma überraschend freigestellt und bis zum 31.12. hab ich Urlaub - und ich dachte mir: Hey! Genial, das gibt einen Gitarren Chrash Course!

Aber wie und wo anfangen? Ich würde gerne pro Tag so viel üben wir möglich in der Zeit und mir in der restlichen Zeit theoretisches Wissen anlesen, lernen. Pro Tag würde ich gerne mindestens 4 Stunden mit der Gitarre verbringen.

So habe ich dann folgende Fragen an die Experten hier im Forum:
1. Wie würdet ihr vorgehen, so einen Intensivkurs aufzubauen?
2. Was brauche ich an theoretischem Wissen, als ich die Presets und die Effekte meines Mustang I ausprobieren wollte, stand ich erstmal ziemlich doof vor all den Begriffen und Effektnamen... Was ist eine Wah Wah und wie die ganzen Effektdinger so heissen? Wo bekomme ich das her?
3. Welche anderen Lerntechniken gibt es noch (iPad und iPhone sind vorhanden, gibt es hier noch empfehlenswerte Dinge?)
4. Sollte ich einen Lehrer hinzuziehen?
5. Gibt es eine App, eine Art elektronisches Übungstagebuch?
6. Was sonst fällt euch noch ein?

Ich hoffe, ihr könnt etwas mit den Fragen anfangen und freue mich schon mal auf euere Antworten!

Viele Grüße,

nio
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RumbleRay
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Erstellt: von RumbleRay » 23.11.2012, 21:01

Tach auch,

erstmal Glückwunsch zum Urlaub, das kann einen gitarrentechnisch tatsächlich richtig nach vorne bringen.

Ich kann Dir kein Patentrezept geben, wie und was Du am Besten üben sollst, mach vor allem das wo du Spass dran hast, und quäl Dich nicht zu sehr mit Übungen. Soll heissen, übe Lieder/Akkordfolgen/Intros, die Du Lust hast spielen zu können. Übe die schwierigen Parts separat, das ersetzt ne Menge (meiner Meinung nach stupider) Übungen.

Achte auf genaues Spiel, Sauberkeit, spiel mit Metronom! Das rächt sich sonst bitterböse!

Es wird Tage geben wo nix klappt, was gestern noch super lief - ist ok und normal, dein kopp musses auch verarbeiten, mach dann pause, das bringt auch was!

zu Deinen Fragen:
1. siehe oben: stress Dich nicht, das ist das wichtigste, klar wenn Du einen Plan willst, mach Dir einen für mich wär das nix.

2. Musst nichts wissen, Probier alles aus, Zeit genug haste ja...;)
Grundsätzlich brauchste nur nen bisken Zerre (Distortion) und etwas Hall(Reverb) und/oder Delay(Echo). das reicht für Rock u.ä...erstmal.

3. Ich hab mir zB Transcribe! gekauft, kannste aber 30 Tage testen, bzw gibs da auch andere für umsonst. Damit kannst Du Tonhöhe und Abspielgeschwindigkeit von Musikdateien verändern. Ist super zum mitspielen von Sachen, die man noch nicht so schnell spielen kann. (Für Dich zB. Solo von Knocking on Heavens Door? aber vielleicht auch noch zu früh...)

4. Ich hab damals nachdem ich den Barrégriff draufhatte mal 5 oder 6 Stunden genommen, hat mir sau viel gebracht, heute kriegste aber auch im Internet sehr viele Anregungen, wie hier im Forum.

5. keine Ahnung

6. Das war noch lang nicht alles aber ich lass die anderen mal...:)
Lay down your soul to the gods rock n roll

Paul Fabulous
Erklär-Bär
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Registriert: 05.09.2009
Wohnort: Kassel

Erstellt: von Paul Fabulous » 30.11.2012, 17:34

Hallo,

zuerst mal ein Dämpfer: Du kannst Gitarre spielen nicht in 4 Wochen lernen, auch wenn das manche versprechen. Das braucht länger, man rechnet eher in Monaten oder Jahren. Die Inhalte müssen sich setzen, müssen in die Finger und das Gehirn eingehen usw., usw. :(

Zu deinen Fragen: Ich (altmodisch) würde nicht so viel auf technische Hilfsmittel setzen. Das Wichtigste ist die kontinuierliche, kluge technische Arbeit am Instrument, die Verbesserung deines Hörvermögens und auch das Singen von Songs, um das Rhythmusgefühl zu schulen. Für den Rhythmus ist ein Metronom (auch als App) sehr hilfreich.

Beim Verstärker, der am Anfang eher nicht so wichtig ist, ist einfach Ausprobieren angesagt: Wie klingt die Verzerrung, wie das Wah-wah, was passiert, wenn ich hier und da drehe? Bisschen was nachlesen kann auch nichts schaden, z.B. auf W-pedia.

Ich bin ein Fan von Justin Sandercoes Kursen und meine deshalb, daß du kaum etwas Besseres im Netz finden wirst. Da ist wirklich alles drin: technische Übungen, Songs zum Lernen, Gehörtraining, Theorie, Motivation, Übungspläne. Das Ganze als Video und auch als Textlektionen. Nur Englisch sollte man ein bisschen können. Und es geht auch nicht von allein, ist viel Arbeit. Also, wenn du wirklich alle Lektionen aus seinem Anfänger-Kurs machst, wiederholst und damit arbeitest, kommst Du deinem Ziel ein gutes Stück näher.

Auch gut (ohne Video) ist das Wikibuch zum Gitarre lernen . Dazu gibt es hier im Forum auch kompetente Beratung.

Mit einem guten Lehrer oder einem anderen Übungspartner steigt natürlich die Motivation. Ein professioneller Lehrer wird aber gewöhnlich eher langfristig mit einem Schüler arbeiten wollen.

Was unbedingt hilft, ist sich (erreichbare) Ziele zu setzen. Siehe dazu auch die neue Serie von J.S. Set Goals (Efficient Practice 1) .

Vielleicht ist dieses Thema https://www.gitarre-spielen-lernen.de/forum/ftopic26971.html#306418 (hier aus dem Forum) auch was für dich; über die Suche sind sicher noch weitere (z.B. 5 Treffer bei Suche nach "Übungsplan") zu erreichen.

Na, dann hau mal rein. ;)

Kannst ja mal im neuen Jahr schreiben, was du erreicht hast.
Gruß
Paul

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