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Was ist das Wichtigste was man als Gitarrist wissen sollte?

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LK_1995
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Was ist das Wichtigste was man als Gitarrist wissen sollte?

Erstellt: von LK_1995 » 01.05.2012, 22:59

Was muss man eigentlich wissen bzw. was wäre gut zu wissen im Bezug auf Musktheorie?
Was sollte man als Gitarrist wissen?
Ich stelle mir diesen Teil vom Gitarre lernen ziemlich trocken vor, deshalb möchte ich im Vorraus wissen was ich nicht wissen muss bzw. was nicht so wichtig ist, damit ich mich nicht mit unwichtigen Sachen abkämpfe! Und ich mich so auf des wesentliche beschränken kann!
Reicht es wenn ich die Pentatonik und die Grundgriffe beherrsche oder muss ich mehr in die Tiefe gehen wie Quintenzirkel usw...?

))-))

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Software-Pirat
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Erstellt: von Software-Pirat » 01.05.2012, 23:30

Das wichtigste ist: Du mußt Spaß an der Musik haben! Alles andere ist nicht so wichtig!
Was du auf jeden Fall wissen solltest ist:
- Wie ist eine Tonleiter aufgebaut, was sind Tonarten?
- Der Unterschied von Moll zu Dur
- Was ist eine Pentatonik?
- Was ist ein Akkord und wie ist er aufgebaut?
- Welche Noten haben die Saiten leer gespielt?

Nicht schlecht zu wissen ist auch:
Welche Noten haben die einzelnen Bünde haben

Der Quintenzirkel solltest du dir anschauen, weil er ein verdammt gutes Hilfsmittel ist. Stell dir vor, du willst einen Blues spielen, weißt aber nur, daß er in E ist. Aber wie sind die anderen Akkorde? Ein Blick auf den Quintenzirkel, und schon weißt, daß die anderen Akkorde A und H sind.
Vieles zur Musiktheorie lernst du übrigens nebenbei. Bei einigem mußt du dich wirklich mal kurz hinsetzen und nachschauen, aber grundsätzlich hilft dir das alles später mal.

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capo53
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Erstellt: von capo53 » 02.05.2012, 06:41

Das sehe ich weitgehend genauso.

Mach dir keinen Kopf über die "grauselige Theorie" - die lernst du nebenbei (meistens ohne es selber zu merken).

Lern die Grundakkorde (wenn du gut bis, lernst du bei jedem Akkord gleich mit, aus welchen Tönen er besteht (dann hast du schon 100% mehr Theorie gelernt, als die meisten anderen).

Lern die Töne der leeren Saiten und dann so nach und nach die Töne auf den ersten 12 Bünden (immer mal so nebenbei).

Wenn du die Pentatonik lernen willst, lern gleich die Töne mit, mach dir klar, wie die "Boxen" mit einander zusammen hängen (dass der Boden von der einen Box der Deckel der nächsten ist usw.).

Besorg dir einen Quintenzirkel und schau immer mal wieder drauf, wenn du neue Akkorde lernst, wie der neue mit den schon bekannten in Zusammenhang steht.

Wenn du das machst, hast du praktisch kaum "trockene und grauselige" Theorie gebüffelt und weißt trotzdem viel mehr darüber als die meisten anderen Leute.

capo53
Alle Menschen sind klug - die einen vorher, die anderen nachher - Voltaire -

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korgli
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Erstellt: von korgli » 02.05.2012, 09:22

Hi

In erster Linie muss man wollen.
Dann TUN.
Je mehr man weiss, desto besser.
Je nach Stilrichtung sich da vertiefen.

Müssen - muss man nix.

fredy

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Gidar_Rookie
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Erstellt: von Gidar_Rookie » 02.05.2012, 11:27

In deinem Profil steht das du seit 2006 spielst. Da wundert mich diese Frage ein wenig.
Oder habe ich das nur falsch verstanden?

Gruß Gidar Rookie

agguitar
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Erstellt: von agguitar » 02.05.2012, 11:57

capo53 hat geschrieben:Lern die Grundakkorde (wenn du gut bis, lernst du bei jedem Akkord gleich mit, aus welchen Tönen er besteht (dann hast du schon 100% mehr Theorie gelernt, als die meisten anderen).

0% von 0 sind 0 :D

capo53 hat geschrieben:Lern die Töne der leeren Saiten und dann so nach und nach die Töne auf den ersten 12 Bünden (immer mal so nebenbei).

Ich habe mir als erstes den dritten Bund E-Saite gemerkt -> G, darunter dann C. Das war aufgrund der Grundtöne einfach. Dann die Töne zum Stimmen. Oktaven waren klar. F auf der E-Saite war auch aufgrund von F-Dur klar. Den Rest habe ich immer mal wieder "abgezählt" und merke mir das so nach und nach. Zwar sehr schleppend, aber ich übe das kaum, und die Noten auf der E-Saite hab ich drauf. Den Rest kann man zur Not folgern, oder abzählen ;)

korgli hat geschrieben:In erster Linie muss man wollen.
Dann TUN.
Je mehr man weiss, desto besser.
Je nach Stilrichtung sich da vertiefen.

Müssen - muss man nix.

Mein Gitarrenlehrer hat mal gesagt: Theorie ist unnötig, wenn du spielen kannst. Aber es ist doch gut zu wissen, was du da spielst.

Guidar_Rookie hat geschrieben:In deinem Profil steht das du seit 2006 spielst. Da wundert mich diese Frage ein wenig.
Oder habe ich das nur falsch verstanden?

Weiterbildung, Gitarrenunterricht, ... ;)

Ich denke dass auch sowas wie "Was sind Potis?", "Typische Amp-Settings", "versch. Gitarrenarten und -modelle" gemeint war ;)

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korgli
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Erstellt: von korgli » 02.05.2012, 13:07

agguitar hat geschrieben:Mein Gitarrenlehrer hat mal gesagt: Theorie ist unnötig, wenn du spielen kannst. Aber es ist doch gut zu wissen, was du da spielst.


Naja - was war zuerst - das Huhn oder das Ei.

Wenn man spielen kann, weiss man in der Regel schon mal was.
Wenn man mehr wissen will, sollte man mehr tun. sich mehr vertiefen.
Das geht aber meist nur, wenn man will.
Will man - so tut man meist.
Und je mehr man tut, desto mehr weiss man.

Das ist meine Logik.
Aber müssen muss man nicht unbedingt.
Aber es stimmt schon....Es langt wenn man es kann. =)=)=

fredy

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chrisguitar
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Erstellt: von chrisguitar » 02.05.2012, 16:44

Zwei Worte: Langsam üben

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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 02.05.2012, 17:31

Es kommt ganz drauf an, was du machen willst.

Willst du im Kindergarten ein paar Kinderlieder begleiten? Am Lagerfeuer ein paar Lieder tällern?
Dazu reichen ca. 12 Grundakkorde und so 4-8 Schlagmuster.
Ein paar Zupfmuster können auch nicht schaden.

Theorie die dazu nicht schaden kann:
Das Prinzip von Tonika, Subdominante und Dominante mit ihrem typischen Höreindruck
Tonika = Grundakkord = Ruhepol, Start und Ziel
Subdominante = Weiterleitend, fließend, verbindend
Dominante = Präsentierend, spannungsreich, Höhepunkt, nach Auflösung strebend
helfen dir Akkorde bei einfachen Liedern auch herauszuhören.

Ein paar Standard-Akkordfolgen erleichtern dir das Lernen.
Darunter gehört auch eine II-V-I-Verbindung (2-5-1-Verbindung), die sehr typisch für einen Schluss ist.

Wenn du weißt, was eine Zwischendominante ist, erkennst du leichter Akkorde, die nicht so ganz zur Tonleiter zu passen scheinen.


Du musst nicht vorher schon verstehen, worum es da geht, sondern du lernst es, während du Gitarre spielen lernst. Alles Wissensstoff, den man mit dem Lagerfeuerdiplom und dem Folkdiplom sich aneignen kann, und das man in etwa 4 Monaten abgeschlossen haben kann, wenn man nur von einer Unterrichtseinheit pro Woche (inkl. möglichst an jedem Tag 2x5 Minuten üben) rechnet. (siehe Link in meiner Signatur). Und für 4 Monate ist die Theorie echt nicht viel.

Wem das ausreicht, der muss auch nicht viel mehr lernen.

Der Quintenzirkel wird erst dann interessant, wenn du wissen willst, was für Akkorde üblicherweise in einer Tonart vorkommt, oder ein Hilfsmittel brauchst, um schwierige Akkorde in einfachere zu übertragen. Die Theorie ist immer dann sinnvoll, wenn das Lernen letztlich einfacher ist, als alles mit Versuch und Irrtum herauszufinden, oder es jedesmal mühsehlig ausrechnen zu müssen.

Wenn du nur 20 Lieder lernen willst, dann ist der Quintenzirkel zu viel des Guten. Aber wenn du Spaß an der Gitarre gewinnst, werden es mal ganz schnell 100 und mehr Lieder, die man singen kann. Und da kann der Quintenzirkel wirklich eine Erleichterung sein.

Tonleitern und Skalen lernt man dann, wenn man Melodien nachspielen, oder Improvisieren will, oder Akkorde mit mehr als den Grundtönen entschlüsseln will. Wenn du die sus4 - add6 - maj7-Akkorde alle umgehen willst, dann brauchst du das Ganze nicht.

Die Theorie sollte dir dabei helfen, ein System in dem zu erblicken, was du machst. Es soll dir Vokabeln liefern, damit du dich mit anderen Musikern überhaupt unterhalten kannst. Aber du brauchst nur so viel Theorie, wie du für deine nächsten Projekte benötigst.

Deine Theorie-Kenntnisse sollten optimalerweise genau so anwachsen, wie deine technischen Fähigkeiten auf der Gitarre.

Von daher würde ich nicht mit zu viel Respekt an die Sache rangehen. Vieles lernt man so im Vorübergehen mit. Andere Sachen lernt man dann, wenn das Interesse danach wach wird. Du musst dich mit einer Blues-Pentatonik und Blues-Noten erst dann abgeben, wenn du dich anfängst für den Blues zu interessieren. Vorher darf die Theorie einfach im Buch darauf warten, bis du dich für sie interessierst.

Lass dich hier von einigen Theorie-Kapiteln nicht abschrecken. Die Leute die gefragt haben, sind in der Regel viel weiter mit ihrem Können und Wissen, so dass sie etwas damit anfangen können. (Oder für sie wird es langsam mal Zeit, sich mit der Theorie von dem zu befassen, was sie gerade machen, bzw. machen wollen.)

Der Einstieg ist viel leichter als du jetzt noch glaubst. Du musst nur mal anfangen.

Gruß Mjchael

josche learn to rock
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Erstellt: von josche learn to rock » 02.05.2012, 20:17

Es ist so ähnlich wie mit dem Autofahren.
Wenn du nicht weisst, was die Schilder bedeuten kannst du auch nicht Autofahren.
Auch wenn du das Auto bewegen kannst.
Genauso ist es mit der Musik bzw. mit der Theorie. Wenn du nicht weisst, das du
spielst, ist das halt nicht ganz so gut.

Josche learn to Rock
Ob eine Sache gelingt, erfährt man nicht, wenn man darüber nachdenkt, sondern wenn man es ausprobiert

agguitar
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Erstellt: von agguitar » 02.05.2012, 20:46

josche learn to rock hat geschrieben:Wenn du nicht weisst, das du
spielst, ist das halt nicht ganz so gut.

Wie ist das mit denen, die sich nichts leisten können und aus allem Möglichen sich Gitarren zusammenbauen (*hust* Radkappe und Besenstiel *hust*)? Stichwort: Dritte Welt Länder.

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musicdevil
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Erstellt: von musicdevil » 02.05.2012, 22:57

Rein theoretisch muss man garnichts wissen.
Wenn ich weiss wie ich die Akkorde greifen muss, nen Blatt mit nem Text und den Akkorden liegen hab, kann ich das auch spielen.
Zur Theorie gehört auch nicht, wie oft ich hoch/runter anschlagen muss, denn da reicht auch nen gutes Rhythmusgefühl.
Melodien kann man komplett nach Gehör spielen...alles was mächtig schief klingt, ist wahrscheinlich falsch :D
Allgemein ersetzt nen gutes Gehör und Musikalität so einiges.
Ich hab Keyboard gespielt, da hatte ich NULL Ahnung von Theorie.
Ich hab aber gehört was passt und was nicht.
So sehe ich das erstmal grundsätzlich.

ABER, thoretische Kenntnisse sind wichtig, wenn man wissen will was man da macht. Warum man den Akkord so greifen kann, was passiert, wenn ich ne Saite loslasse/zufüge usw.
Auch kann man dann mal eben Tonarten wechseln, weil man weiss wie das geht. All solche Dinge.

Ich persönlich beschäftige mich nur mit Dingen die ich gerade brauch, oder mal brauchen könnte. So ist in einigen Jahren auch ne Menge Theoriewissen dazu gekommen.
Ob man dann wissen muss, was der Begriff "Dorisch" oder "Mixolydisch" bedeutet, ist alles Ansichtssache.
Und wenn man letztendlich nur nen Theoretiker ist, also ein "Quassler", aber nicht gescheit spielen kann, hilfts auch wenig ;)
Jeder lernt was er für nötig hält und braucht. Alles braucht man meistens nicht.

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korgli
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Erstellt: von korgli » 03.05.2012, 08:37

musicdevil hat geschrieben:Ich persönlich beschäftige mich nur mit Dingen die ich gerade brauch, oder mal brauchen könnte. So ist in einigen Jahren auch ne Menge Theoriewissen dazu gekommen.


Sehe ich auch so - und hab es so gemacht.
Mit der Zeit - und wenn man viel tut - kommt dann ja einiges zusammen.
KLAR - je mehr man weiss, desto besser.
Aber nicht verkrampft und auswendig lernen - gut ist wenn man weiss, was man tut.

fredy

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LK_1995
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Erstellt: von LK_1995 » 04.05.2012, 15:10

Okay, danke! Ich hatte schon einen richtigen Grauß davor.. :?
Also ist es eher gut man lernt dass was man braucht, stelle ich mir auch persönlich am sinnvollsten vor! :)

Ja, ich spiele seit 2006 Gitarre! Habe mich aber nie groß mit der Theorie auseinander gesetzt! Ich kann die Grundakkorde und das hat für's Erste auch gerreicht - Lieder nach Akkorden schrubben! Aber jetzt da ich EGitarre angefangen habe, sehe ich deutliche Lücken, die sich vor mir auftun, wenn hier im Forum über Quintenzirkel und andere Sachen geredet wird...

Ich möchte ganz einfach wissen was ich tue, und nicht einfach etwas spielen obwohl ich davon keine Ahnung habe :)

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korgli
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Erstellt: von korgli » 04.05.2012, 15:21

hi
naja

lies den Satz - je mehr man weiss, desto besser.

Nun ist es aber so, dass man auch unterscheiden muss, wohin man will.
Als Hobbymusiker muss man schon mal den Quintenzirkel beherrschen.
Also Profi, sollte man erheblich mehr wissen.
Also liegt es irgendwie dazwischen, was man sich aneignen will.
Gut ist, wenn man weiss was man macht. Und ein wenig mehr.
Aber ich halte es Sinnvoll, dass sich das was man spielt und die Theorie dazu, sich in der Waage hält.
Schaden tut es nie, wenn man mal überflüssige Zeit für Theorie verwendet.
Ich weiss, tönt sehr schwammig. Aber alles kann man kaum wissen, ausser man Studiert an einer Hochschule. Ob das nun nötig sei, frag ich mich.
Viele grosse Musiker wissen wenig.
Andererseits wussten die grossen Alten Komponisten, wie Beethoven, sehr viel.
Konnten aber selber nicht alles umsetzen.

Nur du kannst dir selber beantworten, was dir gut tut.
Tue kontinuierlich etwas, und du wächst.

fredy

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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 04.05.2012, 16:04

Die Vorgabe "Spiele schon fast 6 Jahre, und will endlich wissen, was ich mache" ist schon mal eine ganz andere Hausnummer, und wesentlich leichter nachzuvollziehen.

Dem kann geholfen werden.

Schau dir hier im Forum mal die Tutorien und Workshops an. (Übersicht)
Die sind eigentlich recht sinnvoll zusammengestellt, und so, dass man auch etwas damit anfangen kann.

Wenn dir etwas zu schwer ist, dann leg es beiseite, und nimm dir etwas leichteres vor.

Der Quintenzirkelist tatsächlich nicht so schwer, und man kann ziemlich bald auch was damit anfangen, zumal in den Wikibooks (und auch hier im Forum) genau beschrieben wird, was man damit machen kann und wofür man das braucht. Lernaufwand ist vielleicht ein Wochenende, wenn du noch wein wenig rum malst, und ein wenig anwendest.

Sinnvoll ist es zu wissen, wie sich Akkorde und Tonleitern aufbauen. Findest du bei Elementarer Musiklehre hier im Forum. (Siehe auch die Einführung von Arne)

Ein paar Sachen sind vielleicht noch zu hoch, aber ein wähnendes Erahnen erhältst du schon mal.

Lass dich von Antworten auf einzelne Fragen nicht abschrecken. Da wirkt alles immer irgendwie kompliziert. Aber nur deswegen, weil man sich einfach nicht die Mühe macht, mal die Grundlagen zu lernen. Und die sind gar nicht mal so schwer. Man müsste nur einmal die Links folgen. Vieles schaffe ich auf nur einer Seite zu erklären. Also kann es nicht allzu kompliziert sein, wie man immer denkt.

Gruß Mjchael
Zuletzt geändert von mjchael am 05.05.2012, 12:16, insgesamt 3-mal geändert.

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Motastic
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Erstellt: von Motastic » 04.05.2012, 16:07

Ich bin hier eher der Fan von sich kurz halten:
"Man sollte wissen, dass die 6 Saiten einem vieeeel Vergnügen bescheren können wenn man sie richtig bedient"

sunset
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Erstellt: von sunset » 04.05.2012, 22:28

Hi,
möchte nur mal anmerken, dass sich eure Tipps eigentlich ausschließlich auf Tonhöhe, Klang, Akkorde, etc. beziehen (Quintenzirkel, Skalen, Tonnamen).

Zur Musiktheorie gehört allerdings auch das große Kapitel Rhythmik und Form. D. h., es wäre schon gut, darüber Bescheid zu wissen, was sind Ganze, Halbe, Viertel, Achtel, Sechzehntelnoten, was ist ein 4/4 Takt, Unterschied zwischen 3/4 Takt und 6/8 Takt, was sind Synkopen, was ist eine 8-taktige Phrase, eine 16-taktige (Blues!), etc.
Oder zum Thema Form: was bedeutet 1. Schluß, 2. Schluß nach Wiederholungszeichen, was "da capo al fine", was ist eine "Fermate", ein Haltebogen, ein Akzent, z. B....

Und nicht zu vergessen die Dynamik, was ist ein crescendo, was ein piano, ein forte...

Nicht nur, um die Begriffe zu kennen, sondern um sie musikalisch - im eigenen Solo oder im eigenen Begleitstil - einsetzen zu können!

Gerade als rhythmusorientierte Guitarreros sollte man sich da auskennen. Antworten gibt's in guten Musiktheorieeinführungsbüchern oder online workshops.

lg
sunset

9sebastian
neu hier
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Ein solides Grundwissen schafft schnellere Lernerfolge

Erstellt: von 9sebastian » 30.05.2012, 01:35

))-)) Hey Jungs und Mädels, ich finde ja, dass Ihr alle irgendwie recht habt mit Euren Argumenten. Die einen lernen Ihr Instrument über viele Jahre hinweg aus dem Bauch heraus, durch Hören und Spielen und kommen damit zum jeweiligen Ziel. Andere lernen brav im Gitarrenunterricht die Theorie und kommen auch zum Ziel.
Ich finde ja ne gute Mischung macht es aus: Wenn man genau weiss, was und wie man üben sollte, dann wird man schnell erkennen, dass ein gewisses theoretisches Grundwissen hilft, schnell in der "Realität" zurechtzukommen. Es gibt mittlerweile tolle Bücher auf dem Markt, die einem bei kleinstem Zeitaufwand da super weiterhelfen können und natürlich gibt es diverse Angebote im Internet LG und keep on rocking Sebastian

stw
öfter hier
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Erstellt: von stw » 01.06.2012, 12:22

Aus meinem Gitarristen-Bekanntenkreis spielen diejenigen am "coolsten", die sich auch mit der Theorie gut auskennen. Andere spielen - überspitzt gesagt - immer das gleiche.

Ich persönlich habe mich immer für die Theorie interessiert und habe auch eine Zeit lang das Gefühl gehabt, dass ich mit der Theorie weiter war als was ich tatsächlich auf der Gitarre in "Echtzeit" umsetzen konnte. Das war für mich ein Zeichen, dass ich mich wieder mehr auf das Spielen konzentrieren sollte.

D.h. Theorie und praktische Spielqualitäten müssen im Gleichgewicht bleiben, sonst steht man irgendwann an.

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korgli
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Erstellt: von korgli » 01.06.2012, 12:52

korgli hat geschrieben:hi
Aber ich halte es Sinnvoll, dass sich das was man spielt und die Theorie dazu, sich in der Waage hält.


Tue kontinuierlich etwas, und du wächst.

fredy


=)=)=

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ente
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Erstellt: von ente » 04.06.2012, 13:30

, dass Musik ohne Spaß keine Musik ist

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Rico
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Erstellt: von Rico » 04.06.2012, 13:42

Dass man können und wissen kann, so viel man will, es aber ohne Herzblut und Seele nur halb so viel wert ist! Wie war das noch? Musik beginnt, wo Worte aufhören...

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