Was ist Pentatonik?

12 Beiträge   •   Seite 1 von 1
GuitarJung

Was ist Pentatonik?

Erstellt: von GuitarJung » 08.04.2012, 19:08

Hallo Leute,

Ich habe mal eine grundlegende frage, an euch alle.
Und zwar würde ich um es kurz zu machen, mal gerne wissen was
Pentatonik ist ?

GuitarJung

michum
Erklär-Bär
Beiträge: 334
Registriert: 14.03.2012

Erstellt: von michum » 08.04.2012, 19:18

penta - fünf
tonik steht hier für "Tonleiter"
eine Fünftonleiter. Eine Tonleiter aus 5 Tönen.

die "normale" Tonleiter hat 7 Töne, z.B. C Dur hat
c d e f g a b
(wenn du bei a anfängst ist die Reihenfolge der Buchstaben einfach das Alphabet)

die C Durpentatonik hat nur die Töne
c d e g a

tatsächlich sind die 2, die man da jetzt weggelassen hat, genau die, die im Halbtonabstand zu anderen Tönen standen.
e-f war ein Halbton und b-c auch.
In dieser Art Pentatonik sind die Abstände der Töne also alle größer, nämlich mindestens einen Ganzton oder sogar 1 1/2 Töne. Das ist der besondere Klang, verglichen mit anderen Tonleitern.
(Ist aber natürlich logisch und nichts besonderes: wenn du statt in 7 Schritten jetzt in nur 5 Schritten den Abstand der Oktav durcheilst, bis du wieder beim selben Ton von vorn anfangen willst, dann musst du selbstverständlich größere Schritte machen.)

Das ist auch die gängige Pentatonik, wenn man nichts weiter dazusagt meint man eigentlich immer genau die. Es gibt aber noch viel mehr Möglichkeiten, letztlich ist jede Reihenfolge von 5 verschiedenen Tönen eine Pentatonik - andere sind aber eher ungebräuchlich.

---

/edit
ach und guck mal hier^

[Musiktheorie] - Häufig gefragt - Häufig beantwortet
Moll- und Dur-Pentatonik

GuitarJung

Erstellt: von GuitarJung » 09.04.2012, 16:42

Danke für die Antwort .....
Eine Frage hätte ich noch :
Und zwar gucke ich um Tonleitern zu lernen, auch
hier nach : http://www.gitarrengriffe-online.de/git ... leiter.php

Was mich nur etwas Irritiert, ist das
da in der zusammenfassung der gewählten Tonleiter rechts
z.B. bei der A - Dur Tonleiter steht :

Töne : a h c# d e f# g#
Töne des Griffbilds : A H c# d e f# g# a h c#1 d1 e1 f#1 g#1 a1

aus welchen Tönen besteht denn bei diesem beispiel (A - Dur Tonleiter)
Aus den ersten oder den zweiten ?

Und "michum" du schreibst das die Töne bei der A - Dur Tonleiter einfach
das Alphabet sind. Dort steht jedoch :
a h c# d e f# g#
statt :
a b c# d e f# g#

Hattest du da nur einen schreibfehler oder ?

würde mich sehr über eine Antwort freuen.

GuitarJung

michum
Erklär-Bär
Beiträge: 334
Registriert: 14.03.2012

Erstellt: von michum » 09.04.2012, 16:53

b ist die internationale Schreibweise.
Manche benutzen die deutsche Schreibweise "h" für denselben Ton und sorgen damit für Verwirrung.
Die machen dann noch weitere Fehler. Zum Beispiel nennen sie das erniedrigte h nicht "hes" sondern den nennen sie jetzt plötzlich "b". Womit du also zwei verschiedene Töne hast, die beide "b" genannt werden. Na ja. Ziemlich unlogisch und leider im Widerspruch mit dem Rest der Welt. So kann man Probleme schaffen.

Wenn da ein Schreibfehler vorliegt, dann jedenfalls nicht von meiner Seite aus :)

Töne : a h c# d e f# g#
Töne des Griffbilds : A H c# d e f# g# a h c#1 d1 e1 f#1 g#1 a1

aus welchen Tönen besteht denn bei diesem beispiel (A - Dur Tonleiter)
Aus den ersten oder den zweiten ?

die erste und zweite Hälfte ist doch identisch.
Wenn du die Tonleiter einmal durchgespielt hast, geht es doch von vorn los.

Die Zahl 1 bezeichnet nur, dass die Töne 1 Oktav höher sind. Noch eine Oktav höher kann man sie dann mit einer 2 kennzeichnen.
Dass man die Buchstaben am Anfang groß schreibt war auch Absicht, damit ist eine Oktav tiefer gemeint.

Alles nicht ganz sinnlos, aber auch nicht wirklich nötig. Nenn die Töne einfach nach ihren Namen und kümmer dich nicht allzusehr um die Oktav, wenn dich das zu sehr verwirrt.

GuitarJung

Erstellt: von GuitarJung » 09.04.2012, 16:57

Alles klar, dann weiss ich bescheit. Danke dir.

GuitarJung

GuitarJung

Erstellt: von GuitarJung » 08.05.2012, 16:50

noch eine frage
.
ich habe vor nun mal die pentatonik zu lernen
jedoch habe ich das problem das ich nicht weiss wie ich
anfangen soll dies zu lernen und das gelernte dann auch so
in theorie UND praxis umsetzen / erklähren / verstehen zu können
das man sagen kann (das ich sagen kann )
"JA ich habs verstanden und kann dir die Pentatonik" erklären und vorspielen
(MIT HINTERGRUNDWISSEN)

mir ist klar das es eine weile dauert bis man das alles drin hat jedoch weiss ich garnicht wie ich anfangen soll !

ein problem ist auch das ich garnicht weiss wie / wo ich greifen muss um
(welche ?) z.B. C-Dur Pentatonik zu Spielen gibtrs bei ("" JEDER !) Pentatonik ein
Anderes Griffmuster das man sich einprägen sollte / muss ?
(z.B. bei der Cdur Pentatonik oder Adur oder Amoll etc.)

Sorry wollt eigentlich kein ganzen Roman schreiben jedoch
hatte ich mal die Frage(n) !

LG
GuitarJung

Benutzeravatar
phunky
lebende Forenlegende
Beiträge: 5456
Registriert: 03.08.2010
Wohnort: Wasserkante
Gitarrist seit: Anfang der 90er

Erstellt: von phunky » 08.05.2012, 18:10

Die Fingersätze der üblichen Pentatoniken sind immer gleich. Nur halt in unterschiedlichen Bünden. Die zu einer Pentatonik gehörenden Töne kommen jedoch auf dem Griffbrett mehrfach vor, so dass es möglich ist, eine C-Dur Penta an verschiedenen Stellen mit verschiedenen Fingersätzen zu spielen.

Am besten fängst Du erstmal mit einem an.

Das könnte zum Beispiel so aussehen

Code: Alles auswählen

E ----5--8---
B ----5--8---
G ----5-7----
D ----5-7----
A ----5-7----
E ----5--8---


Das ist der erste (oder zumindest einfachste) Fingersatz (auch Pattern genannt) der C-Dur und der A-Moll Pentatonik (die bestehen aus den gleichen Tönen, jedoch liegen die Grundtöne an unterschiedlichen Positionen). Die Zahlen geben die zu greifenden Bünde an.

Wenn Dir jetzt so Dinge wie "Grundtöne" nichts sagen, dann empfehle ich Dir noch ein bisschen in unserem Theorie-Unterforum zu stöbern. Da steht schon eine Menge dazu drin.

Benutzeravatar
mjchael
Mod-Team
Beiträge: 9048
Registriert: 08.07.2007
Wohnort: Marburger Hinterland
Gitarrist seit: 1980

Erstellt: von mjchael » 08.05.2012, 20:13

Hier mal eine Übersicht als Zusammenfassung
http://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_P ... assungen_1

Es lohnt sich auch die anderen Kapitel dazu zu lesen (vor allem die ersten.)


Gruß Mjchael

GuitarJung

Erstellt: von GuitarJung » 08.05.2012, 21:22

@ mjchael

verstehe ich das richtig wenn man die 5 fingersätze auf wikibooks
kann das man dann erstmal das grundliegende / das wichtigste kann ?
also das dies was ist das man können MUSS um pentas zu lernen und
dort drauf aufbauen zu können ?

lg GuitarJung

Benutzeravatar
mjchael
Mod-Team
Beiträge: 9048
Registriert: 08.07.2007
Wohnort: Marburger Hinterland
Gitarrist seit: 1980

Erstellt: von mjchael » 09.05.2012, 00:10

Ein ganz klares Jain.

Ja, du brauchst nur 5 Pentatonik-Fingersätze. Nein, das ist aber noch nicht alles.

Es reicht nicht, bloß die 5 Fingersätze zu kennen, sondern du musst natürlich auch wissen, wie die einzelnen Pentatoniken auf den verschiedenen Positionen heißen. Erschwerend kommt hinzu, dass ein bestimmter Fingersatz an einer bestimmten Position gleich 3 verschiedene Namen haben kann, je nach dem was für einem Akkord man die Pentatonik zuordnet.

Beispiel:
Die Am-Pentatonik im 5 Bund, die man häufig als erstes lernt, ist von der Position und vom Fingersatz her identisch mit der C-Dur-Pentatonik im 5. Bund. Nur der Akkord, über dem man improvisiert unterscheidet sich. Und beim Blues kann man über einen A-Dur-Akkord mit einer Am-Pentatonik improvisieren. Das sind die 3 Möglichkeiten für den Fingersatz an dieser Position. Und es sind nur die drei Möglichkeiten. C-Dur, Am oder A-Dur-Blues-Pentatonik.

Und nur für die Leute mit einer Zwischenfrage: Die A-Moll-Blues-Pentatonik entspricht der Am-Pentatonik. Von daher nichts neues. Außer vielleicht noch die eine oder andere Blues-Note extra mit dabei.

Steht alles in der Zusammenfassung. Alles, was darin steht, basiert auf den 5 Fingersätzen, und nicht mehr. Also musst du rein grifftechnisch nur die 5 Fingersätze lernen und nicht mehr. Kommt halt noch ein wenig Theorie hinzu. Ist aber nicht ganz so wild.

Dann solltest du jedem der 5 Fingersätze je 3 Barré-Akkorde zuordnen.
Hört sich aber alles komplizierter an, als es ist.

Dass man Barré-Akkorde verschieben kannst, dass weißt du. Die dazugehörige Pentatonik nimmst du einfach mit, und nennst die dann genau wie den Barré-Akkord.
Also solltest du auch das Transponieren der Barré-Akkorde lernen.

Die folgende Pentatonik
Bild
gehört zum Barré-Akkord der Em-Form
Bild

Der Barré-Akkord passt ziemlich gut in die Pentatonik rein
Bild
Also kann man sich die Zuordnung ziemlich leicht merken

Diese Zuordnung macht die Sache nicht komplizierter, sondern viel viel einfacher.

Wenn du den Barré-Akkord in den 5. Bund schiebst (577555), dann weißt du, dass du einen Am-Akkord hast. Jetzt rate mal, wie die Pentatonik im 5. Bund heißt?

Verschiebe die Pentatonik in den 3. Bund, und du hast eine Gm-Pentatonik, genau wie der Barré-Akkord im 3. Bund.

Du kannst alles, was du über das Verschieben von Barré-Akkorden gelernt hast, 1:1 auf die Pentatoniken anwenden.

5 Pentatoniken x 3 Namen x 12 Positionen (bzw. alle 12 Töne einer chromatischen Tonleiter) das wären 150 verschiedene Pentatoniken auf dem Griffbrett.

Allerdings musst du nicht alle möglichen Varianten sofort auswendig zu können, sondern es reicht, wenn du erst mal die wichtigsten Zuordnungen (4 an der Zahl) kennst.
http://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_P ... rundformen
Evtl. noch die C7-Form für die Blues-Pentatonik (damit du alle 5 Formen üben kannst.)
(steht auch in der Zusammenfassung)

Und dann wendest du das ganze auf nur eine handvoll gängiger Tonarten an (z.B. G, C, E, A-Dur Em Am Dm)

Den Rest holst du nach, wenn du das System mit den 4 bzw. 5 Formen gut hinbekommst.

Letztlich ist es damit auch noch nicht getan. Du musst nämlich lernen, wie man mit den Pentatoniken umgeht, und wie man von einer in die andere Form gelangt, bzw. wie man die Formen miteinander verbindet. (Steht ein oder zwei Kapitel weiter.)

Und ebenfalls kommen beim Blues noch die so genannten Blue-Notes mit hinzu.

Es ist also doch ein wenig mehr, als nur mal eben 5 Fingersätze zu lernen,
aber trotz allem bleibt es immer noch recht überschaubar. Das allerwichtigste vom theoretischen Grundgerüst findest du in der Zusammenfassung in einem Kapitel zusammengefasst.

Was man mit den Pentatoniken alles machen kann, ist noch einmal ein Gebiet für sich.

Gruß Mjchael
Zuletzt geändert von mjchael am 09.05.2012, 11:34, insgesamt 2-mal geändert.

Benutzeravatar
Counterfeit
Mod-Team
Beiträge: 2492
Registriert: 25.06.2010
Wohnort: Düsseldorf

Erstellt: von Counterfeit » 09.05.2012, 09:55

man kann aber schon sagen, dass man eine ganz gute Grundlage zum Improvisieren in einer bestimmten Tonart hat, wenn man alle 5 Pattern einer Tonlage beherrscht und diese verbinden kann ;) Finde ich zumindest :)

Benutzeravatar
Neo
findet den Ausgang nicht
Beiträge: 465
Registriert: 12.01.2009
Wohnort: Weimar

Erstellt: von Neo » 09.05.2012, 11:32

Du kannst dir auch mal das hier anschauen:

http://gitarre-spielen-lernen.de/forum/ ... pentatonik

12 Beiträge   •   Seite 1 von 1
  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste