Beweglichkeits- & Unabhängigkeitsübungen für Gitarre

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Stefan26
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Beweglichkeits- & Unabhängigkeitsübungen für Gitarre

Erstellt: von Stefan26 » 12.04.2012, 12:55

Hallo,

habe heut weiter fleisig geübt und bin im Moment bei Oktavsprüngen einer eig ziemlich einfachen Übung, denke ich zumindest. Falls das Buch jemand hat- Lets Rock - Lektion 21 - Oktavsprünge. Bei der Übung mus man die E Saite im dritten und die D Saite im fünften Bund nacheinander spielen da die Noten schnell gespielt werden muss man natürlich beide Saiten gleichzeitig greifen.

Jetzt zu meinem Problem:

Musste bei der Übung leider feststellen das meine Finger dermaßen ungelenkig sind das ich dabei schon Probleme hab beide Saiten zu greifen. Gibt es da bestimmte Übungen um das zu verbessern, also gezielt die Finger zu trainieren?

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nibor
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Erstellt: von nibor » 12.04.2012, 13:12

Code: Alles auswählen

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----------------------------------------7---8---9---10---------------
---------------------7---8---9---10----------------------------------
--7---8---9---10-----------------------------------------------------


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--7---8---9---10---11---10---9---8---9---10---11---12--------------
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------------------------9---10---11---12---13---12---11---10-------
--9---10---11---12--------------------------------------------------
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Sowas in der art denke ich mal und dann vielleicht noch ein paar kompliziertere Akkorde hin und her umgreifen erst sehr langsam und dann immer schneller.
Aber eigentlich kommt das mit der Zeit von alleine, nach ner zeit musst du auch nichtmehr aufs Griffbrett und auf die schlaghand schauen beim spielen.
kommt alles mit der Zeit einfach fleißig deine Übungen aus dem buch machen bis jede sauber läuft und dann mit ein paar schönen Liedern weitermachen ;)
Zuletzt geändert von nibor am 12.04.2012, 13:19, insgesamt 1-mal geändert.
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Counterfeit
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Erstellt: von Counterfeit » 12.04.2012, 13:19

Die Tabulatur der Übung ist falsch oder du meinst wirklich, dass er den Finger platt auf alle 6 Saiten legen soll und dann gleichzeitig anschlägt ;) Ich denke aber du meinst die "Spinne".

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-------------------------------------------------5-6-7-8--
----------------------------------------5-6-7-8-----------
-------------------------------5-6-7-8--------------------
---------------------5-6-7-8------------------------------
-----------5-6-7-8----------------------------------------
-5-6-7-8--------------------------------------------------

Ansonsten hilft es dabei auch Pentatoniken, Tonleitern odere andere Skalen zu üben. Erst schön langsam und sauber und später dann langsam die Geschwindigkeit steigern. Das hat den positiven Effekt, dass du dabei einerseits die Beweglichkeit der Finger trainierst, anderseits dir paar Skalen aneignest die du später beim Improvisieren einsetzen kannst.


Edith hat mir verraten, dass Nibor die Übung mittlerweile angepasst hat ;)
Zuletzt geändert von Counterfeit am 12.04.2012, 13:20, insgesamt 1-mal geändert.

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nibor
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Erstellt: von nibor » 12.04.2012, 13:20

ja jezt hab ich mir zeit genommen und habs ordentlich gemacht :D
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Counterfeit
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Erstellt: von Counterfeit » 12.04.2012, 13:24

die Übung kann man übrigens dann noch erweitern, dass man z.B. Bund 1-4 runterspielt, dann Bund 2-5 hoch spielt, dann wieder Bund 3-6 runterspielt. Das dann bis zum 12. Bund durch und dann das ganze Rückwärts.

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phunky
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Erstellt: von phunky » 12.04.2012, 13:44

Was habt Ihr bloß immer mit diesen Spinnen? Das bringt doch nun wirklich nix*. Kein Mensch braucht chromatische Tonfolgen.

Warum nehmt Ihr nicht ne Pentatonik her, eine Bluestonleiter, eine Dur- oder Molltonleiter? Da gibt es doch genug wo man alle Finger braucht und man prägt sich Bewegungsmuster ein, die man später mal benutzen kann.

EDIT: * nix ist nicht richtig. Die Beweglichkeit der Finger wird vermutlich schon besser. Aber trotzdem sind diese chromatischen Tonfolgen in meinen Augen realitätsfremd.

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hnz
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Erstellt: von hnz » 12.04.2012, 13:51

Für Beweglichkeit/Unabhängigkeit der Finger mache ich diese Übung:

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-6- -8- -5- -7- - |- -5- -8- -6- -7- -
- - - - - - - - - - |- - - - - - - - - - -
- - - - - - - - - - |- - - - - - - - - - -
-5- -7- -6- -8- - |- -6- -7- -5- -8- -
- - - - - - - - - - |- - - - - - - - - - -
- - - - - - - - - - |- - - - - - - - - - -

das ganze geht natürlich auch auf der e und h saite, etc.
man muss darauf achten, dass man
1) immer zwei finger gleichzeitig aufsetzt
2) die beiden nicht mehr gebrauchten erst das griffbrett verlassen, wenn die anderen aufsetzen
3) man das ganze möglichst aus den fingern macht; die hand wird weitgehend still gehalten

variante 1 ist eine symmetrische übung zwischen 1+2 und 3+4, variante 2 ist eine gespiegelte.
das ganze lässt sich analog auf 1+3 und 2+4 bzw 1+4 und 2+3 übertragen.

Diese übung klingt nicht gut und sie soll nur so schnell ausgeführt werden, wie 1)-3) eingehalten werden können!



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Musikbox
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Erstellt: von Musikbox » 12.04.2012, 13:54

Ich kenn die Spinne so:
|-------------------------|------------------------|------------------------|
|-------------------------|----8----5----6----7--|----8----5----6----7--|
|-----8----5----6----7--|------------------------|------------------------|
|--5----6----7----8-----|--5----6----7----8----|------------------------|
|-------------------------|------------------------|--5----6----7----8----|
|-------------------------|------------------------|------------------------|

Und ich muss sagen, dass ich diese Spinne eigentlich nicht als unnütze Übung empfinde. Bei solchen Übungen konzentriere ich mich immer darauf mit möglichst wenig Druck der linken Hand zu spielen und das später auch im normalen Spiel zu übernehmen. Außerdem habe ich das Gefühl damit meine Treffsicherheit oder Koordination zu trainieren. Spiele das Ganze oft langsam und dafür mit geschlossenen Augen.

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capo53
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Erstellt: von capo53 » 12.04.2012, 14:08

Über Sinn und Zweck der sogenannten Spider kann man bestimmt endlos streiten. Ich finde, das sollte jeder mit sich selber ausprobieren ob es hilft. Mir haben sie sehr geholfen, ohne dass ich mich zu Tode "gespidert" hätte. Ich bin nur systematisch da ran gegangen und habe sie immer mal wieder 4-6 Minuten lang zwischendurch geübt.

Jetzt hilft mir das sehr, wenn es darum geht, solche Sachen zu spielen:

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-----------------------------------------
--4----4--6----6--4----4--6----6---------
--2----2--2----2--2----2--2----2---------


Ohne vorher Sachen geübt zu haben, bei denen die Fingerchen gestreckt werden und sich langsam dran gewöhnen, könnte ich heute auf Anhieb bestimmt nicht mit dem Zeigefinger im 2. Bund, dem Mittelfinger im 4. Bund und dem kleinen Finger im 6. Bund greifen ... :shock:

Aber wie gesagt, muss das jeder für sich selber rausfinden, ob es hilft, solche "Fingergymnastik" regelmässig und systematisch zu betreiben.

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Exordium
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Erstellt: von Exordium » 12.04.2012, 14:39

Den 4-Finger Spider kann man in insgesamt 24 möglichen Kombinationen "spielen". Das ganze vor- und rückwärts, auf unterschiedlichen Lagen, mit und ohne Saiten auszulassen, usw.

Siehe auch: http://www.ultimate-guitar.com/lessons/correct_practice/developing_left_hand_dexterity.html

Sinnvoll ist es, diese Übung(en) gleich mit "Alternate Picking" und Metronom zu kombinieren. Dann werden Finger, (Wechsel-)Anschlag und Timing gleich mittrainiert.

Eignet sich auch sehr gut zum Aufwärmen und Abschluss einer Übungsstunde.

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phunky
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Erstellt: von phunky » 12.04.2012, 16:29

capo53 hat geschrieben:Aber wie gesagt, muss das jeder für sich selber rausfinden, ob es hilft, solche "Fingergymnastik" regelmässig und systematisch zu betreiben.

capo53


Schön gesagt. Die Dinger sind ja auch beliebt. Wird wohl seinen Grund haben, nur der leuchtet mir halt nicht ein ;) Muss er aber ja auch nicht, das ist ja das gute daran :D Ich wärme mich weiter mit "richtigen" Skalen auf.

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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 12.04.2012, 16:31

Warum so schräge Spider-Figuren lernen?
Die Chromatisch auf- und abwärts kann ich ja noch verstehen.
Die kann man gleich in den Basslauf von Hey Joe einsetzen.
http://www.youtube.com/watch?v=auE48IDJ ... re=related
wird kurz ab der 2. Minute eingespielt.

Aber die restlichen Übungen haben meiner Meinung nach so für sich alleine keinen sittlichen Nährwert.

Ich denke es bringt da viel mehr, wenn man gleich mit richtigen Tonleitern und Skalen übt. Man sollte lieber die Bewegungsabläufe trainieren, die man wirklich braucht. Sollte man mal für irgendwelche Exotische Skalen doch mal so was eigentümliches wie die Permutationen von vier aufeinanderfolgenden chromatischen Tönen brauchen, kann man das immer noch lernen.

Bei Takt und Rhythmus bringt es was, alle möglichen Kombinationen im 1/8- oder 16-Feeling durchzuexerzieren. Denn alle Variationen werden tatsächlich eingesetzt.
Aber von den Übungen wirst du einige Bewegungsabläufe wirklich nie benötigen.

Lerne gleich die Tonleiterskalen. Von denen darfst du alle Kombinationen durchspinnen, denn die werden wieder alle benötigt. Und die Fingerbeweglichkeit erhöt sich von alleine.

Und wenn du meinst, dass man beim Blues doch einige chromatische Bewegungsabläufe hat, dann übe halt den Blues. Macht mehr Spaß als die Trockenübung. :D

Gruß Mjchael

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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 12.04.2012, 17:15

Hier mal eine recht gute Übung für die Greifhand, die sich zudem auch noch nicht mal schlecht anhört.

http://de.wikibooks.org/wiki/Liederbuch ... _-_Teil._1

Gruß Mjchael

Paul Fabulous
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Erstellt: von Paul Fabulous » 12.04.2012, 18:40

Hallo,

hier mal noch eine Seite mit Finger-Gymnastik, besonders die ersten beiden:

http://www.justinguitar.com/en/TE-000-Technique.php

Geht dabei nur um Kräftigung der Finger, nicht um Musik. Konzentration eben nur darauf.

Gruß
Paul

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capo53
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Erstellt: von capo53 » 12.04.2012, 22:12

mjchael hat geschrieben:... dann übe halt den Blues. Macht mehr Spaß als die Trockenübung. :D
Gruß Mjchael


Das sehe ich genauso. Aber genau beim Blues üben habe ich das "Fingerspreizproblem"

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--4----4--6----6--4----4--6----6---------
--2----2--2----2--2----2--2----2---------


... mit dem ich bestimmt Probleme gehabt hätte, wenn ich nicht vorher wochenlang "Gymnastik" mit der linken Hand gemacht hätte.

Ohne vorher Sachen geübt zu haben, bei denen die Fingerchen gestreckt werden und sich langsam dran gewöhnen, könnte ich heute auf Anhieb bestimmt nicht mit dem Zeigefinger im 2. Bund, dem Mittelfinger im 4. Bund und dem kleinen Finger im 6. Bund greifen.

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sunset
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Erstellt: von sunset » 12.04.2012, 22:42

Hallo Stefan,
für die Geläufigkeit der Finger, egal ob links oder rechts empfiehlt sich der Wechsel von langsam und schnell,
z. B. ein Fünftonraum, einmal in Vierteln, zweimal in Achteln und das immer wieder von vorne.

Im langsamen Teil wird die Exaktheit der Bewegung gelernt, es lernt sozusagen das Hirn, im schnellen Teil die Geläufigkeit, es lernt die Hand.
Und ganz nebenbei werden durch die unterschiedlichen Tempi - Entspannung, Anspannung - auch noch die Muskeln trainiert, also auch die Kraft.

Günstig ist es auch, Tonleitern, Fünftonräume, Pentatoniken, etc. im punktierten Rhythmus zu spielen und im umgekehrt punktierten.

lg
sunset

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Stefan26
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Erstellt: von Stefan26 » 12.04.2012, 23:15

Hammergeil Leute!
Vielen dank für die Zahlreichen Antworten und Übungen. Viele eurer Fachbegriffe sind mir zwar leider noch fremd aber da komm ich auch noch drauf :D Werd mal alle nach und nach durchspielen und schauen was mir am besten gefällt und Spass macht.
Hoffentlich brech ich mir nicht die Finger ))==

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Erstellt: von Exordium » 12.04.2012, 23:16

Zum chromatischen Spider sei noch erwähnt:
There’s no many musical benefits from it, but your technique will develop greatly.


Was ich bestätigen kann! Aber dem dem TE kam es ja darauf an, die Finger unabhängig zu bekommen.

Hindert ja keinen daran, nebenher auch Pentatonikübungen mitzumachen. Ich mache gewöhnlich auch einen Mix aus beidem.

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capo53
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Erstellt: von capo53 » 13.04.2012, 07:28

Stefan26 hat geschrieben:Hoffentlich brech ich mir nicht die Finger ...


Die Gefahr besteht nicht, auch wenn dir das noch ein paar Mal so vorkommen wird :D

Aber die Fingerchen sind erstaunlich flexibel und lernfähig und solche Übungen helfen nachweislich dabei, ihnen Dinge beizubringen, die man ihnen vorher nicht wirklich zugetraut hätte - auch wenn es manche Leute ablehnen, solche "Drill" Übungen überhaupt zu machen. Das ist (wie oben schon gesagt) auch völlig OK, denn manche Leute brauchen solche Übungen nicht, weil sie schon die notwendigen Gitarren-Finger von Hause aus haben, oder schon lange Gitarre spielen.

Deswegen muss jeder für sich entscheiden, ob er/sie solche Übungen machen will oder nicht. Wenn ja, dann ist wichtig, sie regelmäßig und immer wieder zu machen. Der Zeitaufwand ist sehr gering, die Wirkung erstaunlich.

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Erstellt: von phunky » 13.04.2012, 08:37

Eigentlich ist zu der Thematik ja schon mehr als genug gesagt.

Aber das:
capo53 hat geschrieben:Das ist (wie oben schon gesagt) auch völlig OK, denn manche Leute brauchen solche Übungen nicht, weil sie schon die notwendigen Gitarren-Finger von Hause aus haben, oder schon lange Gitarre spielen.
...


Ist mir doch ein bisschen arg schwarz/weiß gemalt. Es ging in keinem Beitrag darum, ob es sinnvoll ist Übungen für die Beweglichkeit der Finger zu machen. Oder meinetwegen zum Aufwärmen. Das dürfte außer Frage stehen.

Ich für meinen Teil mache immer Aufwärmübungen vor dem Spielen. Und ich bin auch nicht mit einer Gitarre in der Hand auf die Welt gekommen.

Das alles ist und war hier nie Thema. Was hingegen Thema ist, ist die Sinnhaftigkeit irgendwelcher Übungen, die keinerlei Bezug zur Realität haben, im Vergleich mit Übungen die für die genannten Zwecke genauso gut geeignet sind, aber gleichzeitig auch noch Bewegungsabläufe trainieren, die ich beim Spielen andauernd brauche.

Da hätte ich gern mal zumindest ein Argument gehört, dass für dieses Spinnenzeugs spricht, wenn man dabei den Alternativvorschlag im Hinterkopf behält. Und eben nicht davon ausgeht, dass die Alternative nur sein muss gar nicht zu üben. Das ist sie nämlich nicht.

Und genau diese Begründung warum reine Beweglichkeitsübungen denen vorzuziehen sind, die quasi nebenbei auch noch Skalen vermitteln, die habe ich im ganzen Thread nicht gelesen. Nicht ein einziges Mal.

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Erstellt: von Exordium » 13.04.2012, 09:29

Ich kann die Wirksamkeit von Spider und Co. auf jeden Fall bestätigen. Und wenn man es, wie schon vorgeschlagen, gleich mit einer "rechter Hand" Technik kombiniert (Alternate Picking, Rhythmusübungen, etc.) profitiert man gleich in mehrfacher Hinsicht.

Ganz wichtig ist es, die Übungen langsam aber sauber durchzuziehen und sich nach und nach zu steigern. Schon nach wenigen Tagen sollte man einen deutlichen Fortschritt feststellen.

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Erstellt: von phunky » 13.04.2012, 09:34

Exordium hat geschrieben:Ich kann die Wirksamkeit von Spider und Co. auf jeden Fall bestätigen. .


Das haben Du und andere ja nun auch schon mehrfach getan. Ich glaube mittlerweile hat es jeder begriffen.

Die Frage ist eine andere, aber ich wiederhole sie nun nicht mehr. Es scheint darauf wohl keine sinnhafte Antwort zu geben, und die Wiederholung bereits gegebener Antworten bringt irgendwie nichts. Also lassen wir's halt.

Ihr macht Euren Spinnenkram und ich bleibe bei Aufwärmübungen mit mehrfachem Nutzen.

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Erstellt: von Exordium » 13.04.2012, 09:47

phunky hat geschrieben:Ihr macht Euren Spinnenkram und ich bleibe bei Aufwärmübungen mit mehrfachem Nutzen.


Der "Spinnenkram" hat, richtig angewendet, aber auch *mehrfachen* Nutzen. :p
Wieso so gereizt an dem schönen Freitag Morgen?

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Erstellt: von phunky » 13.04.2012, 09:51

Ich bin keineswegs gereizt. Und ich denke nicht, dass meine Antwort irgendeinen Anlass dazu gegeben hat, dass anzunehmen, zumindest keinen, der nicht innerhalb Deiner vollkommen freien Interpretation liegt.

Ich finde es nur schade, dass die entsprechenden Antworten auf meine Fragen offenbar geheim gehalten werden. Und ich finde es müßig, hier immer wieder das gleiche zu lesen. Redundanz ist keine Erklärung. Das ist eben ziemlich ermüdend.

Aber vielleicht schreiben ja noch ein paar, dass die Spinnenübungen voll toll sind. Das fände ich wirklich extrem hilfreich.

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Erstellt: von Exordium » 13.04.2012, 10:20

Schädlich können sie ja nicht sein. Es gibt ja noch massig andere Sites, Bücher und Tutorials wo man sie vorschlägt. Musikalisch haben sie natürlich wenig Bedeutung, gegenüber richtigen Tonleitern oder Pentatoniken, da stimme ich Dir zu. Da sollte man doch einfach selbst ein bisschen nachdenken und einfach beides kombinieren.

Wenn ich google mit den notwendigen Begriffen wie +guitar, +dexterity + agility füttere, bekomme ich doch schon eine große Auswahl an Alternativen. Ich will ja keinesfalls behaupten, die Spider sind die EINZIGSTE Möglichkeit.

Peace! =)=)=

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Erstellt: von Tigi » 13.04.2012, 10:31

phunky hat geschrieben:...........
Aber vielleicht schreiben ja noch ein paar, dass die Spinnenübungen voll toll sind. Das fände ich wirklich extrem hilfreich.

Darf ich? :lol:

Alsooooooo: ich finde das Spinnenzeugs eigentlich ganz hilfreich. Warum? Nun ja, ich hatte grade am Anfang immer die dumme Angewohnheit, daß die rechte Hand nicht wußte, was die Linke tut und umgekehrt. Also Greifen und Anschlagen liefen nicht wirklich synchron. Die Spinnenübung finde ich jetzt so gesehen eigentlich gut geeignet, das ein wenig in Einklang zu bringen ohne gleich massiv überfordert zu sein (ab nem gewissen Alter lassen Körper und Geist einfach nach :lol: ). Es läuft alles ein wenig nach Schema F ab, schön regelmäßig, man muß nicht allzuviel mitdenken :lol: und irgendwie finde ich diese Übung auch sehr beruhigend. Bei Tonleitern/Pentatoniken kommt für mich irgendwie schon eher Streß auf, auch wenn das natürlich vielleicht etwas unlogisch klingt, da diese letzten Endes ja auch nur nach Schema F ablaufen und dementsprechend geübt werden müssen.

Alleine auf die Spinnenübung möchte ich mich allerdings nicht verlassen. Ich nutze sie mittlerweile meistens zum Aufwärmen und baue ebenso Tonleiter- und Pentatonikläufe mit ins Übungsprogramm ein, weil ich diese als unverzichtbare Grundlage eines guten Gitarristen (und davon bin ich noch mehr als meilenweit entfernt) sehe. Letzen Endes macht es wohl die Mischung.

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Erstellt: von phunky » 13.04.2012, 10:45

Tigi hat geschrieben:...
ohne gleich massiv überfordert zu sein (ab nem gewissen Alter lassen Körper und Geist einfach nach :lol: ). Es läuft alles ein wenig nach Schema F ab, schön regelmäßig, man muß nicht allzuviel mitdenken :lol: und irgendwie finde ich diese Übung auch sehr beruhigend.
...


Vielen Dank. ;) Ich hatte schon Angst, dass ich einfach nicht in der Lage bin, mich verständlich zu artikulieren :D

Ich finde es generell immer ganz gut, wenn man weiß was man tut und auch warum. Gerade bei solchen Sachen habe ich oft das Gefühl, dass die eher so einer Art viraler Verbreitung unterliegen, als dass man mal hinterfragt wozu das eigentlich gut ist (oder zumindest ob es nicht besser geht).

Ich für meinen Teil habe diese Spinnenübung erst hier im Forum kennengelernt. Und ich fand sie von Anfang an fragwürdig. Tu ich auch immer noch, aber das ist ja ein anderes Thema. :D

Als ich gelernt habe, gab es noch keine Online-Kurse und die Übungen in meinen Büchern basieren fast alle auf Tonleitermaterial.

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startom
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Erstellt: von startom » 13.04.2012, 11:04

Ich sehe das ähnlich wie phunky.

Die Spinne-Uebung ist gut für die Beweglichkeit der Finger, die Koordination links-
rechts, usw...

Die Spinne ist aber auch nichts weiteres als eine (rein chromatische) Tonleiter auf der Gitarre.
Das heisst, wenn ich von Anfang an eine sinnvolle Tonleiter spiele, erziele ich zwangsläufig dieselben Resultate wie bei der Spinne --> ABER ich habe dazu noch eine Tonleiter gelernt, die ich im "praktischen Betrieb" einsetzen kann.

Ich hab mir nie etwas aus reinen 'technischen' Uebungen wie der Spinne oder dem möglichst-viele-Akkordwechsel-pro-Minute Ding gemacht.

Nicht falsch verstehen, ich will der Spinne nicht die Daseinsberechtigung absprechen. Wollte nur kundtun, dass meiner Meinung nach das Ueben von Tonleitern, harmonisch sinnvollen Riffs und Licks, harmonischen Akkordverbindungen etc. schneller zum Ziel führt.
Tom

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Erstellt: von Exordium » 13.04.2012, 11:15

phunky hat geschrieben:Als ich gelernt habe, gab es noch keine Online-Kurse und die Übungen in meinen Büchern basieren fast alle auf Tonleitermaterial.


Für meine ersten Versuche hatte ich den Bursch und sonst auch nix... Dementsprechend konnte ich nach 6 Monaten paar offene Akkorde und 5 einfache Lieder begleiten. Greif- und Haltungsschäden inbegriffen. Danach vermoderte die Klampfe im Keller.

25 Jahre später dann der Restart. Mit all den Möglichkeiten die unsere moderne Kommunikationstechnik jetzt so bietet. Eigentlich wieder bei NULL angefangen, bin ich trotz meines Alters zuversichtlich noch was reissen zu können. ;)

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Erstellt: von Exordium » 13.04.2012, 11:56

startom hat geschrieben:Nicht falsch verstehen, ich will der Spinne nicht die Daseinsberechtigung absprechen. Wollte nur kundtun, dass meiner Meinung nach das Ueben von Tonleitern, harmonisch sinnvollen Riffs und Licks, harmonischen Akkordverbindungen etc. schneller zum Ziel führt.


Ab einem gewissen Level und Geschicklichkeitsgrad ist das sicher dann die bevorzugte Methode.
Als *Kackn00b* (Gamer-Jargon für absolute Beginner/Anfänger/Nichtskönner) ist das zu viel auf einmal. Was für Dich zur Selbstverständlichkeit geworden ist, ist für den TE (und teilweise auch mich) noch zu viel, das parallelisiert und synchronisiert werden muss.

Solange die Greiffinger nicht in der Lage sind, unabhängig zu agieren, Bund und Saite richtig zu treffen und der Anschlag nicht richtig sitzt, will ich mir auch noch keine Gedanken um Tonleiterfolgen, usw. machen.

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Erstellt: von startom » 13.04.2012, 12:04

Okay, das leuchtet mir ein... gut erklärt, Exordium, danke.
Fingerkoordination üben ohne Kontext von Tonleitern, bei denen man sich noch zusätzlich Intervalle einprägen muss.

Wer Gitarrenlehrer sein will, muss den Anfänger und seine Sorgen verstehen. Dieses Forum ist diesbezüglich Gold wert!
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Erstellt: von Tigi » 13.04.2012, 12:06

Exordium hat geschrieben:Ab einem gewissen Level und Geschicklichkeitsgrad ist das sicher dann die bevorzugte Methode.
Als *Kackn00b* (Gamer-Jargon für absolute Beginner/Anfänger/Nichtskönner) ist das zu viel auf einmal. Was für Dich zur Selbstverständlichkeit geworden ist, ist für den TE (und teilweise auch mich) noch zu viel, das parallelisiert und synchronisiert werden muss.

Solange die Greiffinger nicht in der Lage sind, unabhängig zu agieren, Bund und Saite richtig zu treffen und der Anschlag nicht richtig sitzt, will ich mir auch noch keine Gedanken um Tonleiterfolgen, usw. machen.

Yepp, genau das habe ich mit "nicht zuviel mitdenken müssen gemeint ;) .
Über die Notwendigkeit von Tonleitern, Pentatoniken etc. brauchen wir hier glaube ich nicht zu diskutieren. Aber mich hat das am Anfang einfach überfordert. Ich habe ständig versucht, mir das Bild, die Griffolge im Geiste vorzustellen, warum dies und jenes so ist auch in punkto der Verschiebungen etc. Klar, wenn mans mal verinnerlicht hat ist es natürlich einfach. Aber bis dahin ist es manchmal doch ein weiter Weg. Die Spinne ist gewissermaßen dann doch "idiotensicher" :lol: .

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Erstellt: von phunky » 13.04.2012, 12:08

Das habe ich auch vorher bei Dir schon so verstanden, Tigi. Darum ja der explizite Dank. :D

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Odysseus Cotton
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Erstellt: von Odysseus Cotton » 14.04.2012, 05:09

Der ganze "Spinnenscheiß" ist mir zu stupide =)=)= .
Ist genauso wie mit den Hanon-Übungen fürs Klavier ()()//( .
"Give every day the chance to become the most beautiful day of your life."

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Exordium
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Erstellt: von Exordium » 14.04.2012, 11:18

Es hat ja niemand behauptet, dass es musikalisch wert- oder gehaltvoll ist. Diese Übungen macht man aber auch nicht 45+ Minuten / Tag. Ich streue immer 5-10 Minuten pro 30-45 Minuten Session ein. Wenn ich gar keine Zeit zum Üben finde, gönne ich mir aber immer diese paar Minuten am Tag. Einfach dass der Kopf und die Finger realisieren, hier sind wiederkehrende Bewegungsabläufe und Anschlagmuster zu "speichern".

))==

Haut rein!

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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 14.04.2012, 12:01

Könnten wir mal das Thema "Spinne" abhaken?
Die Leute wissen inzwischen, was das für eine Übung ist.
Wer meint sie machen zu müssen, der soll sie machen.
Es ist eine recht einfache Übung, aber bei weitem nicht die einzige, die es auf der Welt gibt.
Ob die Übung einem viel bringt, wurde mehrfach bezweifelt, und als Alternative wurden Tonleiterübungen (in Dur und Moll) sowie Blues vorgeschlagen.
Das Problem bei den Alternativen ist, dass diese nicht so einfach sind, da man neben der ganzen Fingerakrobatik auch immer die melodischen Aspekte mit berücksichtigen muss, und dass es mehr Arbeit macht geeignete Übungsstücke zu finden.
Bei der Spinne muss man sich keine Gedanken machen, ob das, was man spielt gut klingt, oder irgendeinen Sinn macht. Nur haben die Übungen mit Musik recht wenig zu tun.

Paul Fabulous
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Erstellt: von Paul Fabulous » 14.04.2012, 14:11

Tut mir leid Mjchael, aber ich muss nochmal auf das Thema zurückkommen.

Und zwar will ich mal erzählen, wie ich es kennengelernt habe.

Also, ich habe diese Art von Übungen während meines Gitarren-Unterrichts in den 80ern kennengelernt. Sie wurden dort eingeführt, um konzentriert z.B. die Bindungen (also Hammer-on und Pull-offs) zu üben. Genauso gab es natürlich auch ähnliche Übungen für die rechte Hand.


Ich gebe mal ein, zwei Beispiel, was da so gemacht wurde:


Code: Alles auswählen

|-1h2---
|-1h2---
|-1h2---
|-1h2---
|-1h2---
|-1h2---


Diese Übung kann natürlich mit allen Finger-Kombinationen gemacht werden ( 1-2 | 2-3 | 3-4 | 1-3 | 2-4 | 1-4 ). Dann kann man dieselbe Übung auch als Pull-off machen.


Code: Alles auswählen

|-7-8-9-11---
|-7-8-9-11---
|-7-8-9-11---
|-7-8-9-11---
|-7-8-9-11---
|-7-8-9-11---


Das kann auch mit der Streckung zwischen 1. und 2. Finger gemacht werden.

Diese Übungen sollten immer nur für kurze Zeit gemacht werden. Daneben wurden natürlich auch Tonleiterübungen gemacht und Stücke erarbeitet.


Wo ist nun der Vorteil dieser Übungen?

- man kann konzentriert an bestimmten technischen Fertigkeiten arbeiten. Also z.B. Bindungen, Picking rechts, Streckungen, Lagenwechsel. Die Finger werden allgemein gekräftigt.

- man kann alle 4 Finger der linken Hand gleichmäßig trainieren. Bei den Tonleitern und Pentatoniken werden bestimmte Finger bevorzugt.

- vielleicht ist es auch noch ein Vorteil, wenn man zum Techniküben "anderes Material" als zum Spielen bzw. Improvisieren benutzt. Stichworte sind da "ich spiel' immer dasselbe" oder "ich spiel immer nur die Tonleiter hoch und runter".

- und ja, diese Übungen können auch Spaß machen, man kann z.B. neue erfinden. Man variert z.B. den Rhythmus, die Betonung und vieles mehr.

- insofern muss man diese Übungen auch nicht "lernen". Man lernt das einfache Grundmuster kennen und kann dieses dann sehr leicht variieren.


Die Übungen legen eben den Fokus auf den körperlichen Aspekt des Gitarrenspielens, weniger auf das Musikalische. Und da haben diese Übungen eben ihre Berechtigung, genau wie alle anderen auch. Und das ist auch der Grund, warum sie oft empfohlen werden.

Zur Diskussion will ich nur sagen, es scheint auch eine Frage der musikalischen Sozialisation zu sein, ob man die Übungen nun hilfreich findet oder nicht. ;)


Gruß
Paul
Zuletzt geändert von Paul Fabulous am 14.04.2012, 17:13, insgesamt 1-mal geändert.

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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 14.04.2012, 17:02

Bild

Bild

Schaue dir mal die beiden erweiterten Blues-Skalen der E- und A-Form an.

Da findest du fast für jede Fingerkombination eine Möglichkeit Hammering-On und Pull-Off zu üben. Zwar bei der einzelnen Übung nicht für alle Saiten, aber wenn du noch die anderen drei Formen mit hinzu nimmst, dann kannst du diese Übungen auf jeder Saite durchführen.

Der Vorteil daran ist ein mehrfacher:.
Zum einen wird die technische Seite geübt, zum anderen die Blues-Harmonik, und letztlich lässt es sich unmittelbar für den Blues einsetzen.

Ist halt ein wenig anstrengender, sich in die Skala hineinzuarbeiten, aber meiner Ansicht nach langfristig gesehen lohnenswerter.

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capo53
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Erstellt: von capo53 » 14.04.2012, 17:06

Paul Fabulous hat geschrieben:- man kann alle 4 Finger der rechten Hand gleichmäßig trainieren.


Auf die Gefahr hin, hier für alle Zeiten als "Krümmelkacker" :D angesehen zu werden: Du meinst sicher die linke Hand (bei Rechtshändern) ?

Ich möchte nur, dass Einsteiger hier nix in den falschen Hals bekommen ...

capo53
Alle Menschen sind klug - die einen vorher, die anderen nachher - Voltaire -

Paul Fabulous
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Erstellt: von Paul Fabulous » 14.04.2012, 17:41

@capo53: Danke, hab' es geändert. :D

@Mjchael: Klar kann man diese Bindungen auch beim Blues üben. Obwohl da ja eher die Saiten gezogen werden.

Ich fand's halt nicht gut, wie diese Übungen einfach so niedergemacht werden. :(
Anscheinend helfen sie doch vielen.

Wie findet ihr es denn, mal ein neues Thema zu erstellen, wo Aufwärmübungen etc. vorgestellt werden können?
Wird ja auch öfters mal gefragt.

Gruß
Paul

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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 14.04.2012, 18:52

Aber das Für und Wider darf schon durch diskutiert werden ;)

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Exordium
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Erstellt: von Exordium » 14.04.2012, 19:41

Paul Fabulous hat geschrieben:Ich fand's halt nicht gut, wie diese Übungen einfach so niedergemacht werden. :(
Anscheinend helfen sie doch vielen.


Die "Profis" haben diese Übung nicht (mehr) notwendig, das ist das Problem...
Für den ungelenkigen Anfänger sind sie Gold wert. Ich spreche da aus eigener Erfahrung und plapper nicht irgendetwas nach!

Später kombiniert man das dann mit Pentatoniken / Tonleitern und hat auch musikalischen Nutzen.

Aber hey... für mich ist dann hier auch Schluß in diesem Thread. Nase bohren trainiert ja auch jeden Finger einzeln.

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Agonizer
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Erstellt: von Agonizer » 14.04.2012, 19:46

Also mir hat die "Spinne" schon was gebracht, und zwar hatte ich anfangs derbe Probleme mit der Synchronisation der Hände/Finger. Ich habe immer den kleinen Finger zu spät auf die Seite gesetzt, und den Ringfinger auch, so daß dann noch der vorherige Ton erklang und dann (durch den langsamen und verspäteten Finger) abgedämpft wurde. Das ganze auch bei 40 BPM ;-)

Vermutlich hätte auch jede Tonleiter geholfen, aber ich habe die Übung halt auf Youtube gefunden und probiert, auch wollte ich eine Übung bei welcher alle Finger gleichmäßig belastet werden, und dazu war die Spinne ideal. Hiermit habe ich dann große Fortschritte gemacht und die Töne klangen schon bald korrekt, auch bei größerer Geschwindigkeit. Vor 3 Monaten habe ich mir selber noch gesagt "das schaffst du nie" aber es geht doch.

Ich vermute aber selber, daß ich zuviel auf einmal will bzw. zuviele "Baustellen" habe... Vor kurzem hat mich die Harmonielehre noch gegruselt aber wenn man mal verstanden hat, warum sich "Alle meine Entchen" nicht einfach von "C-D-E-F-G" nach "E-F-G-A-B" transponieren läßt, ist man auf dem richtigen Weg - denke ich :)

Aber ich glaub ich werde hier jetzt Offtopic
Schmerzen beim Gitarrespielen sind nur ein Problem von Vielen.
Auch falsches Greifen an den Stegen belastet stark das Hörvermögen.

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Roddy
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Erstellt: von Roddy » 14.04.2012, 19:57

Also ich mache ja auch schon seit 8 Monaten mein tägliches Fingerprogramm (3x10min)
Da sind halt auch chromatische Übung dabei. Ich lese das ja hier nicht zum ersten mal, das der ein oder andere darin die Sinnhaftigkeit nicht sieht und habe mir schon selber versucht mal zu überlegen, warum ich es dennoch mache und auch für richtig halte.

Die Einfachheit ist wohl eines der Gründe, es geht bei diesen Übungen wirklich nur alleine darum die Beweglichkeit der Finger zu trainieren, keine Skalen oder Tonleitern.
Hinzu kommt, das alle Finger, sagen wir mal auf den gleichen Stand gebracht werden.

Ich merke es etwas beim Mittelfinger und vor allem aber am kleinem Finger, das er selbstständiger geworden ist, treffsicherer, stärker und koordinierter.
Die Finger gleichen sich genau an diese Eigenschaften, den anderen Fingern, die damit schon besser klar kommen, an.
Alle Finger werden auf ein Level gehoben. Ich denke, das ist einfach besser mit chromatischen Übungen zu erreichen, als mit Skalen und Tonleitern, die Ihre festen Fingersätze haben.

Dennoch sind in meinen 3x10min Übungen auch die Pentatonikskalen mit drinne.
Hier wird allerdings eher Technik gelernt (Pull Off, Hammer-On, und Geschwindigkeit)
und nebenbei natürlich auch die Skalen an sich.

Man sollte hier ganz klar unterscheiden, zwischen Skalen zum Aufwärmen, die wiederum sicherlich der Improvisation dienlich sind, den Harmonien ansich und aber Übungen um die Finger beweglicher zu bekommen, Unabhängigkeit zu üben, Geschwindigkeit zu bekommen, Techniken zu lernen und zu üben.

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