Kabel=Kabel oder Unterschiede im Sound?

18 Beiträge   •   Seite 1 von 1
omaboy
kam, sah und postete
Beiträge: 45
Registriert: 23.10.2008
Wohnort: düsseldorf

Kabel=Kabel oder Unterschiede im Sound?

Erstellt: von omaboy » 26.10.2008, 17:20

hi ich wollt ma fragen ob das kabel was in die E-gitarre
und den verstärker kommt
ob es da einen unterschied im sound gibt zwischen nem kabel das 40 euro kostet
und nem was nur 10 euro kostet
mit gleicher länge ?

thx
lebe für nichtz oder stirb für etwas
*Lâtz Rock*

Benutzeravatar
stolenbreath
Schreibmaschine
Beiträge: 680
Registriert: 15.07.2008
Wohnort: Magdeburg

Erstellt: von stolenbreath » 26.10.2008, 18:46

ich sag mal so:es gibt unterschiede,aber ob diese unterschiede einem normalen menschen auffallen ist die andere frage.
ich finde man braucht als amateur nicht solche kabel...

omaboy
kam, sah und postete
Beiträge: 45
Registriert: 23.10.2008
Wohnort: düsseldorf

Erstellt: von omaboy » 26.10.2008, 19:05

is gut zu wissen ich hab zwar zwei kabel un der einzige unterschied
der mir aufgefallen is
ist das ,das eine kabel an na spietze komplett gumi is und das ander n abschraubaren metallkopf hat aber vom sound her is beides gleich :-)))
lebe für nichtz oder stirb für etwas
*Lâtz Rock*

Benutzeravatar
stolenbreath
Schreibmaschine
Beiträge: 680
Registriert: 15.07.2008
Wohnort: Magdeburg

Erstellt: von stolenbreath » 26.10.2008, 19:09

aso nochwas: NICHT DAS MIR HIER GLEICH EINER BÖSE IST WEIL ICH FINDE,DASS MAN DIESE TEUREN KABEL NICHT UNBEDINGT BRAUCHT,aber ich finde im amatuer bereich merkt man da keinen besonders großen unterschied,es wäre höchstens der vorteil,dass das kabel besser abgeschirmt ist,und es somit weniger nebengeräusche gibt...aber ob man das so besonders merkt....

Mandrake
born 2 post
Beiträge: 148
Registriert: 23.06.2008
Wohnort: Rüsselsheim

Erstellt: von Mandrake » 27.10.2008, 12:13

Ich sag mal so:
Alles was teurer als 20Euro bei einem 3m Kabel ist, ist Geldschneiderei.
Bei den >40Euro-Kabeln kann man sich schon fragen ob da der Kabelträger gleich mit dabei ist ;)
Oder Vielleicht die Garage zum üben?

Naja Scherz beiseite:

Da ich von Fach (E-Technik) bin, habe ich auch schon HiFi-Kabel etc. selbstgebaut. Selbst wenn ich die besten Zutaten nehme (gutes flexibles Kabel, sehr gute Stecker [Goldkontakte sind übrigens Quatsch] ) komme ich noch lange nicht auf derlei Preise. Und die Kabel kann man auch nochmal reparieren wenn der Stecker molo ist. Bei den meisten Fertigkabeln ist alles vergossen oder verpresst -also dann Sondermüll.

Grüße

Mandrake )()(
Schreib mir sobald du ein Telefon hast! :D

Gast

Erstellt: von Gast » 27.10.2008, 13:17

Mandrake hat geschrieben:Selbst wenn ich die besten Zutaten nehme ... komme ich noch lange nicht auf derlei Preise.

Weil du nur den Materialpreis rechnest. Wer nur für den Eigenbedarf ein paar Kabel lötet, kann das so machen. Aber wenn du davon leben wolltest, solche Zubehörteile zu verkaufen, müsstest du alle Produktions- bzw. Lagerkosten decken und nicht nur den nackten Einkauf. Zähl mal Arbeitslohn, Sozialabgaben, Laden- und Werkstattmiete, Werkzeuge, Strom, Wasser, Telefon und alles andere dazu und überschlag, was ein Kabel dann bei dir kosten müsste.

Ich gebe zu, 40 Euro oder mehr für ein Gitarrenkabel finde ich auch schwer einzusehen. Aber dass es alles zum Do-It-Yourself-Preis geben müsste, geht auch nicht. Davon kann niemand leben.

RHCP
schreibt schneller als du liest
Beiträge: 101
Registriert: 19.12.2007
Wohnort:

Erstellt: von RHCP » 27.10.2008, 16:02

40€ ist übertrieben.Zumindest habe ich noch nie eins gehabt um den Preis.Ich schau das es an beiden Enden einen Knickschutz hat und die Stecker aufschraubbar sind.Dann kann man wenns sein muß neu verlöten.Mehr als 15€ hab ich noch nie bezahlt,werde ich auch nie.
"Offizielles Mitglied der Ibanez-Fraktion"

Benutzeravatar
The Coon
schreibt schneller als du liest
Beiträge: 87
Registriert: 25.05.2008

Erstellt: von The Coon » 27.10.2008, 16:51

Ich kauf mir prinzipiell Meterware bei Thomann o.ä. und dazu Neutrik-Stecker, die halten wenigstens, auch wenn man mal drauftritt. Auf die Art hab ich dann die gewünschte Kabelqualität in meiner Wunschfarbe mit professionellen Steckern in meiner Wunschlänge. Also das für mich perfekte Kabel. Wobei ich z.B. für Mikrofonkabel, die nicht so stark beansprucht werden schon gerne mal auf die preiswerten von Thomann zurückgreife.

omaboy
kam, sah und postete
Beiträge: 45
Registriert: 23.10.2008
Wohnort: düsseldorf

Erstellt: von omaboy » 27.10.2008, 19:10

danke für die vielen infos :lol:
lebe für nichtz oder stirb für etwas
*Lâtz Rock*

Mandrake
born 2 post
Beiträge: 148
Registriert: 23.06.2008
Wohnort: Rüsselsheim

Erstellt: von Mandrake » 28.10.2008, 09:42

@Tuppes:

Ja ich rechne nur Materialpreis und das darf ich auch!
Denn die großen Firmen nehmen ganz andere Stückzahlen ab (zum Beispiel beim Steckerlieferanten).
Bei 1000Stck und mehr kann sich der Einkaufspreis leicht 10teln. Und nebenbei: Meist kaufen die Hersteller (auch die teuerer Markenkabel) nur mittlere Qualität ein.
Zu Arbeitslohn etc. kann ich nur sagen, dass das zu vernachlässigen ist, weil das ganze in Asien gefertigt wird. Im Endefekt kostet ein industriell hergestelltes 3m Kabel (vorsichtig überschlagen) vielleicht 5,50Euro.

@all:
Das Thema Audiokabel ist in vielerlei Hinsicht mit Halbwahrheiten und Mysterien befrachtet.
Versucht mal jemanden klar zu machen, dass er für seine HiFi-Anlage keine armdicken Lautsprecherkabel braucht. Es werden die abenteuerlichsten Erklärungen kommen....

Nichtsdestotrotz: Jedem das Seine ;)

Gruß

Mandrake )()(

P.S.: Preiswert ist nicht gleich billig und teuer ist nicht gleich gut.
Schreib mir sobald du ein Telefon hast! :D

Gast

Erstellt: von Gast » 28.10.2008, 13:16

Mandrake hat geschrieben:Zu Arbeitslohn etc. kann ich nur sagen, dass das zu vernachlässigen ist, weil das ganze in Asien gefertigt wird.

Ja, leider. Überleg mal kurz, was du da schreibst. Es ist zum Kotzen, dass sich asiatische Kinder für ein paar Cent die Finger wund fummeln müssen, damit wir hier für unter drei Euro Gitarrenkabel bestellen können. Ich finde das nicht "zu vernachlässigen".

Und die teureren Kabel müssten überhaupt nicht aus Asien kommen, ich schätze, ab 20 oder 25 Euro kann man auch bequem in Europa produzieren. Und zu dem Preis würde niemand Billigkram anbieten, sondern mindestens Mittelklasse, so dass auch wir Musiker von der Qualität profitieren würden.

Mandrake
born 2 post
Beiträge: 148
Registriert: 23.06.2008
Wohnort: Rüsselsheim

Erstellt: von Mandrake » 28.10.2008, 13:48

Du hast natürlich recht, dass das zum Kotzen ungerecht ist, aber leider ist das die Realität. Gut heißen kann ich das auch nicht, aber die meisten kaufen nach dem Motto "Geiz ist Geil".

Desweiteren wollen alle Firmen (wie auch die Privatanleger dessen Gelder in Kredite/Aktien solcher Firmen fließen) eine Gewinnmaximierung. Sieht man ja jetzt schön an der Finanzkrise. Kriegen alle den Hals nicht voll. Deswegen wird niemand ein Kabel in Europa für 20Euro fertigen, wenn er das in Asien für 3Euro erledigen kann. Der Preis für den Endkunden bleibt natürlich gleich.
Versuch mal heute was zu kaufen, was ausschließlich in Europa gefertigt wurde...
Ich behaupte du wirst nicht viele Produkte finden.

Auf der anderen Seite sind viele Menschen in Asien aber auch auf diese Jobs angewiesen. Das darf man auch nicht vergessen. Alles hat seine 2 Seiten und nicht alle sind immer schön.

Gruß

Mandrake )()(
Schreib mir sobald du ein Telefon hast! :D

Gast

Erstellt: von Gast » 28.10.2008, 15:02

Mandrake hat geschrieben:"Geiz ist Geil" ... Gewinnmaximierung.

Genau das ist das Problem. Aber müssen wir denn diesen billigen Kram kaufen? Kabel für drei Euro, Amps für 30, Gitarren für 50, inklusive Transport um die halbe Welt, das kann doch nur mit Ausbeutung gehen, das kann sich doch niemand schönreden.

Und die Qualität von den Dingern ist so miserabel, dass man immer gleich mehrere kaufen muss, um Ersatz zur Hand zu haben. Also warum nicht gleich ordentliche Ware nehmen?
Deswegen wird niemand ein Kabel in Europa für 20Euro fertigen, wenn er das in Asien für 3Euro erledigen kann.

Warum denn nicht? Transfair-Kaffee, Bio-Lebensmittel, das wird doch alles gekauft, und zwar nach wie vor mit fetten Zuwachsraten. Warum nicht auch fair produzierte Elektronik? Wenn die Qualität stimmt, würde ich es kaufen.
Auf der anderen Seite sind viele Menschen in Asien aber auch auf diese Jobs angewiesen.

"Im Grunde tun wir ihnen noch was Gutes, wenn wir sie Sklavenarbeit machen lassen." :twisted:

Nein, das lasse ich nicht gelten. Wenn wir ihnen was Gutes tun wollten, würden wir dafür sorgen, dass sie anständig bezahlt werden und ihre Kinder zur Schule schicken können.

Gruß,
tuppes

Mandrake
born 2 post
Beiträge: 148
Registriert: 23.06.2008
Wohnort: Rüsselsheim

Erstellt: von Mandrake » 28.10.2008, 15:58

>Warum denn nicht? Transfair-Kaffee,
>Bio-Lebensmittel, das wird doch alles gekauft, und
>zwar nach wie vor mit fetten Zuwachsraten. Warum
>nicht auch fair produzierte Elektronik? Wenn die
>Qualität stimmt, würde ich es kaufen.

Tja das sehe ich auch so, aber man verdient trotzdem mehr Geld wenn man das gleiche mit billigeren Arbeitskräften macht. Da kann man sich drehen und wenden wie man will. Man bräuchte sowas ähnliches wie Transfair auch für andere Industrien, damit das Ziel nicht NUR Gewinnmaximierung sondern auch GERECHTE VERTEILUNG ist.

>Genau das ist das Problem. Aber müssen wir denn
>diesen billigen Kram kaufen? Kabel für drei Euro,
>Amps für 30, Gitarren für 50, inklusive Transport
>um die halbe Welt, das kann doch nur mit
>Ausbeutung gehen, das kann sich doch niemand
>schönreden.

Wenn man von Elektronik redet: Ja wir müssen. Es gibt praktisch nichts elektronisches in unseren Haushalten, das nicht in Billiglohnländern gefertigt wurde (Du sitzt gerade vor so etwas...). Firmen die in Europa fertigen sind längst in den Billiglohnsektor (Asien) gegangen oder Pleite.
Es war nie meine Absicht etwas schön zu reden. Ich habe nur von Tatsachen gesprochen.

Im übrigen werden hochqualitative Produkte erst recht in Billiglohnländern gefertigt, weil da die Gewinnspanne noch viel größer ist, als bei dem "Ramsch". Das eigentliche Problem: Die Firmen sind nicht bereit ihren Gewinn gerecht zu teilen! Das sieht man doch auch in Deutschland. Ein Konzern fährt ein Gewinnplus nach dem nächsten ein, aber wenn der Arbeiter sagt: "Ich möchte 3% mehr Lohn" heißt es: "Ist nicht zu bezahlen". Komisch für die Chefetagen und die Aktionäre ist immer Geld übrig.

Back to Topic Kabel:

Man kann versuchen etwas zu kaufen was qualitativ ordentlich ist und nicht in Asien hergestellt wurde aber es wird schwer da was zu finden.
Bleibt nur Selbstbau um das Maß an "Sklavenarbeit" an diesem Produkt so gering wie möglich zu halten.

Das wird jedoch ziemlich schwer wenn es mal ein neues Auto sein soll. *ZWICKMÜHLE*

Davon ab ist die Qualität eines Selbstbaus meist um einiges Höher als das teuerste was man am Markt bekommt. Vorrausgesetzt man weiß welche Zutaten man nimmt ;) .

Gruß

Mandrake )()(
Schreib mir sobald du ein Telefon hast! :D

Benutzeravatar
The Coon
schreibt schneller als du liest
Beiträge: 87
Registriert: 25.05.2008

Erstellt: von The Coon » 30.10.2008, 19:25

Na, dann listen wir die Zutaten doch mal auf!


Rezept für ein richtig gutes Gitarrenkabel (mono)

Man nehme:

- einen Lötkolben (ab ca. 5€)
- etwas Lötzinn (gibt's zum Lötkolben dazu, sonst ab ca. 1€)
- einen Seitenschneider (ab ca. 1,50€ - notfalls tuts auch die Küchenschere)
- zwei 6,3mm Klinkenstecker von NEUTRIK (zusammen ca. 5€)
- gewünschte Länge Kabel (ca. 0,45€ bis 7,90€ pro lfd. Meter)

Man entferne Ummantelung und Isolierung von den Kabelenden, Löte die Abschirmung (Drahtgefelcht im Kabel) an den Massekontakt des Steckers (hinten) und die Seele des Leiters an den Kontakt, der zur Spitze des Steckers geht (Signal; oben in der Mitte) und schraube den Stecker zusammen (das ganze zwei mal, also an beiden Kabelenden).
Anschließend Stecker in Gitarre und Verstärker und langsam unter ständigem Spielen das Publikum zum Kochen bringen.
Guten Appetit!
[Altes Hausrezept]

Für ein 6-Meter-Kabel komme ich mit diesen Zutaten auf ungefähr 14 Euro, wenn ich Kabel der mittleren Preisklasse nehme. (Die ungefähr 7,50€ für den Lötkolben, -zinn und den Seitenschneider nicht mit eingerechnet, aber sowas hat man entweder sowieso oder man schafft es sich einmal an und kann dann die nächsten tausend Kabel damit machen. Und das zum Preis eines durchschnittlichen Kinobesuchs!)

Benutzeravatar
fail
kennt den Admin
Beiträge: 869
Registriert: 05.05.2008
Wohnort: Pfalz

Erstellt: von fail » 30.10.2008, 20:25

Hört sich ja mal nicht schlecht an :shock:

Des werd ich mal ausprobieren bei Gelegenheit ()(/(

omaboy
kam, sah und postete
Beiträge: 45
Registriert: 23.10.2008
Wohnort: düsseldorf

Erstellt: von omaboy » 30.10.2008, 20:30

:lol: coole sache dat
lebe für nichtz oder stirb für etwas
*Lâtz Rock*

Benutzeravatar
The Coon
schreibt schneller als du liest
Beiträge: 87
Registriert: 25.05.2008

Erstellt: von The Coon » 31.10.2008, 11:13

Ach ja, man sollte noch dran denken, dass man den hinteren Teil des Neutrik-Steckers, der später an den vorderen angeschraubt wird, VOR dem Anlöten auf das Kabel schiebt, sonst hat man die Arbeit zweimal. Ist mir auch ein paar mal passiert.

18 Beiträge   •   Seite 1 von 1
  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste