Gehörbildung

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Binhbob
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Gehörbildung

Erstellt: von Binhbob » 03.12.2011, 14:40

Ich versuche grad mein Gehör zu schulen und bemerke das ich manchmal katastrophal danebenliege. Manchmal bekomme ich das hin meine gitarre selber nach dem Gehör zu stimmen und manchmal kriege ich wieder garnix gebacken und merke auch garnicht wenn mal eine saite leicht verstimmt ist zb nen paar hertz aber mein lehrer merkt das sofort.

Kann man die genauigkeit des ohres trainieren und wo wären denn die physikalischen grenzen ?
Kann eigentlich jedes gehör soweit geschult sein das es so genau ist das man den unterschied von ein paar hertz mitbekommt ?
Und wie lange sollte man sein gehör trainieren bis die ersten fortschritte kommen ?

sunset
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Erstellt: von sunset » 03.12.2011, 15:42

Hi Binhbob,
anfangen kannst du mal damit:
http://www.musicians-place.de/gehoerbildung.html
Tatsächlich ist es so, dass es lange dauert, bis ein Gehör gut geschult ist, auf der Musikuni hatte ich 4 Jahre lang 2 mal pro Woche 2 Stunden Gehörbildung. Man kann aber in jeder Situation Gehörbildung machen, z.B. im Supermarkt, du hörst ein Lied und versuchst z.B. den Rhythmus herauszuhören oder einzelne Intervalle im Laufe einer Melodie.
Die beste Übung für das Gehör ist immer noch das Mitsingen. Singe mit, wenn du die Gitarre stimmst oder Licks übst.
Und ja, man kann es soweit trainieren, dass man wenige Hertz Unterschied hört. Die physikalischen Grenzen sind unter 16 Hertz und über 20.000 Hertz, da hört man nix mehr. Für die Genauigkeit des Hörens gibt es keine Grenzen. Hat dir dein Lehrer schon mal was von "Schwebungen" gesagt? Die sind hilfreich beim Stimmen. Je näher die Tonhöhen sind, desto langsamer ist die Schwebung und das kann man gut hören, vor allem wenn du mit Flageoletts stimmst.
lg
sunset

Binhbob
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Erstellt: von Binhbob » 04.12.2011, 21:41

Hey danke für die antwort das mit dem singen muss ich wohl noch nen bisschen üben :D
aber zb beim stimmen mit dieses schwebungen merke ich garnicht ob ich höher liege oder tiefer oder ob ich grad genau richtig an?
Ich weiß das es die gibt aber worauf man da beim stimmen achten musst weiß ich noch nicht so genau aber es kann sein das mein gehör einfach noch nicht gut genug ist.

Ich benutze grad so nen Intonationsprogramm: http://www.musikum-salzburg.at/pages/gehoerbildung/

und ich kann kaum den unterscheid zwischen 12-13 cents unterschied erkennen wenn ich mal richtig liege ist das nur geraten :D

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musicdevil
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Erstellt: von musicdevil » 04.12.2011, 22:02

Naja, wozu gibts Stimmgeräte? ;)
Wenn man nur mal für sich als Solist stimmt, sind paar cent Abweichungen egal, Hauptsache klingt nicht zu verstimmt.
Erst wenn man mit anderen Leuten zusammen spielt, sollte es so genau wie möglich passen.
Bis man wirklich jeden Ton perfekt per Gehör stimmen kann, vergehen sicher einige Jahre. Ich weiss aber auch, dass viele langjährige Gitarristen nen Stimmgerät benutzen und nicht genau nach Gehör stimmen können.
Ich finde das man das auch nicht können muss.

Sowas wie "Akkorde raushören" kann man auf jeden Fall lernen.
Allerdings wenns wirklich "exotischere" Akkorde wie Amadd9/F sind, können das sicher auch nicht viele. Oder mal ne Melodie raushören und nen Grundton bestimmen, ist auch alles machbar.

Gute Software zu dem Thema "EarMaster 5"
http://www.earmaster.com/pro/
Oder kostenlos "GNU Solfege"
http://www.solfege.org/

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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 04.12.2011, 22:26

Ich schaffe esdie Differenz von 25 Cents rellativ sicher zu unterscheiden.
Bei 12-13 Cents gelingt es mir einigen Fehlern.
Bei 7-8 Cents wird es noch schlechter, aber die Trefferquote liegt derzeit höher als 50%, muss ich in etwa da an der Grenze dessen sein, was ich unterscheiden kann.

Ich war beim zweiten Versuch um einiges besser. Möglicherweise ist man etwas besser, wenn man vorher kein Fernsehen geschaut oder Musik gehört hat.

Aber ich halte es durchaus für möglich, dass jüngere Leute die Töne besser differenzieren können.

Gruß Mjchael

Binhbob
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Erstellt: von Binhbob » 05.12.2011, 21:25

Naja ich hab angefangen bei uns an der Uni in nem orchester zu spielen und übe quasi bei den streichern mit und was die ohren der geiger und cellisten raushören ist einfach der hammer die stimmen alle ohne stimmgerät und ich komme immer mit meinem teil angedackelt wie nen alien :D

natürlich werde ich immer weiter stimmgerät benutzen aber ich wollte halt mein ohr bisschen schulen falls ich mal wirklich aus irgend einem anlass doch per gehör stimmen muss.

@michael da ungefähr möchte ich hin :D ! ich werde mal weitertrainieren und mal sehen wie es sich so entwickelt aber schlechter werden kann es wohl nicht mehr werden hoffe ich :D

Soulman
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Erstellt: von Soulman » 06.12.2011, 14:00

12-13 Cents klappt ziemlich gut (~90%)
bei 7-8 Cents kommts drauf an in was fürner Frequenz sich das abspielt, die höheren Töne kann ich besser unterscheiden als die Tiefen, da lieg ich sogut wie immer daneben

Danke für den Gehörbildungslink Binhbob

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Erstellt: von musicdevil » 06.12.2011, 14:07

Wenn mal kein Stimmgerät dabei ist, gibts ja auch noch die Möglichkeit die Saiten nach der höherliegenden zu stimmen...also E-Saite im 5. Bund drücken und mit A Saite vergleichen usw.
Dann muss praktisch nur die E Saite irgendwie anfangs stimmen.
Wenn man alleine spielt, macht man das einfach pi mal Daumen ;)
Ansonsten heisst es "Gib mir mal nen E" ;)

Binhbob
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Erstellt: von Binhbob » 06.12.2011, 21:39

das ist ja was ich trainieren will mit referenz ton zu stimmen! jetzt bin ich ja noch ziemlich ungenau und wollte halt wissen wie lange man dafür braucht und wie genau mann nach dem gehör stimmen kann. Ich merke halt das ich manche sachen schon als "richtig" gestimmt betrachte wo andere sagen näh mach mal die seite bisschen höher usw.

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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 06.12.2011, 23:44

Wenn ich dran denke, dass ich bei den ersten Stimmversuchen Stunden gebraucht habe, bis die Gitarre einigermaßen brauchbar klang, dann kann ich nur sagen:
Die Übung machts.

Nebenbei ist es einfacher zwei Saiten zu vergleichen, wenn man sie gleichzeitig hört.
Man schlägt zwar die Saiten nacheinander an, aber die erste klingt noch deutlich in die zweite hinein, so dass das Ohr unmittelbar die beiden Töne gleichzeitig vergleichen kann. Das hat was mit Schwebung zu tun.

[url]Bild[/url]

Aber wie das genau funktioniert, das würde jetzt zu lange dauern zu erklären, denn ich bin auf dem Weg ins Bett. ;)

Etwas, was man mal in der Wikipedia nachschlagen kann.
http://de.wikipedia.org/wiki/Schwebung

Außerdem glaube ich, dass Simse das viel besser erklären kann.

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Erstellt: von Simse » 07.12.2011, 21:46

Binhbob hat geschrieben:Hey danke für die antwort das mit dem singen muss ich wohl noch nen bisschen üben :D
aber zb beim stimmen mit dieses schwebungen merke ich garnicht ob ich höher liege oder tiefer oder ob ich grad genau richtig an?
Ich weiß das es die gibt aber worauf man da beim stimmen achten musst weiß ich noch nicht so genau aber es kann sein das mein gehör einfach noch nicht gut genug ist.

Ich benutze grad so nen Intonationsprogramm: http://www.musikum-salzburg.at/pages/gehoerbildung/

und ich kann kaum den unterscheid zwischen 12-13 cents unterschied erkennen wenn ich mal richtig liege ist das nur geraten :D


Um genau hören zu können braucht man tatsächlich jahrelanges tägliches Training. Durch meinen Beruf als Klavierbaumeister (und Stimmer) hab ich (für meine Begriffe) ein sehr trainiertes Gehör. Beim dem Test auf der Website lag ich noch bei 3-4 Hz richtig. Ist aber keine große Sache für mich, hab ja jahrelang trainiert ;) Selbst 1 Hz oder weniger wäre kein Problem, ist ja mein täglich Brot. Denn ein richtig guter Stimmer hört auch auf ein 10tel-Hertz genau wenn er mit einem Vergleichstönen arbeitet (Oktave, Quinte, Duodezime,...) Denn beim Stimmen hört man (ich) nur auf die enstehende Schwebung zwischen zwei erklingenden Tönen.

Und die Schwebung entsteht, wenn die Frequenz zwischen 2 gleichzeitig erklingenden Tönen voneinander abweicht.

Bei deiner Gitarre hieße das: E-Saite im 5. Bund und leere A-Saite haben dieselbe Frequenz wenn sie richtig gestimmt sind.

Frequenz = weiviel SCHWINGUNGEN (nicht Schwebungen) pro Sekunde macht die Saite.
Für die E-Saite wäre das 84,2 Schwingungen pro Sekunde, also 84,2 Hz, und im 5. Bund gedrückt genau 110 Hz.

Die A-Saite macht auch genau 110 Schwingungen pro sek., also 110 Hz.


Meinetwegen hast du jetzt als Beispiel das tiefe E schon richtig gestimmt und möchstest jetzt die A-Saite dazustimmen.
Ist die Differenz sehr groß, dann hörst du ja ob die A-Saite tiefer oder höher ist als die im 5.Bund gedrückte E-Saite.

Ist sie z.B. tiefer, sagen wir mal bei 99 Hz, und du spielst beide Töne zusammen an, dann ist die Differenz zwischen der 5.Bund E-Saite (110Hz) und der leeren A-Saite (99Hz) die resultierende Schwebung von 11 Hz pro Sekunde.

Das ist eine recht schnelle Schwebung die man noch nicht soooo genau wahrnehmen kann, aber du musst ja eh höher stimmen.
Also spann die Saiten, denn dann wird die Frequenz höher.

Und da nun die A-Saite gespannt wird und deren Frequenz nun steigt, wird die Differenz, also die Schwebung, ....na?.....genau: GERINGER!

Das heisst um so näher du dem richtigen Ton für die A-Saite kommst, desto LANGSAMER werden die Schwebungen.
Und dabei ist es egal, ob du die A-Saite hoch oder runter stimmen musst, in beiden Fällen werden die Schwebungen (nicht zu verwechseln mit Schwingungen) langsamer.

Haben beide Saiten dieselbe Frequenz erreicht, ist auch KEINE Schwebung mehr hörbar und man sagt: Das Intervall ist rein (im Sinne von "sauber") gestimmt.

Deswegen stimme ich meine Gitarre immer mit Flageoletts, da man die linke Hand frei hat um an der Mechanik zu drehen während die Töne WEITERKLINGEN!
Das ist der große Vorteil im Vergleich zu der Stimmung mit Bünde-Drücken. Du kannst genau hören was da passiert während du drehst (du hörst wie sich die Scchnelligkeit der Schwebungen verändert) und triffst dann auch den richtigen Ton exakter und schneller als über die andere Stimmart. Hast du das ein paarmal gemacht, dich etwas reingehört und bist etwas routinierter, brauchst du irgendwann gerade mal 30-60 sekunden (oder noch weniger) um die Gitarre zu stimmen.

Gibt bestimmt noch andere Flageolett-Intervalle, aber ich nehm immer die folgenden:

E-Saite nach einem Referenzton stimmen oder nach Stimmgerät
E-Saite 5. Bund vergleichen mit A-Saite 7. Bund
A-Saite 5. Bund mit D-Saite 7. Bund
D-Saite 5. Bund mit G-Saite 7. Bund
E-Saite 7. Bund mit leerer H-Saite
A-Saite 7. Bund mit leerer E-Saite
oder E-Saite 12. Bund mit leerer E-Saite.

EDIT:
Eine E-Gitarre kann man auch unverstärkt mit Flageoletts stimmen, jedoch sind die halt von Haus aus sehr leise, als lieber über den Verstärker spielen und die Lautstärke etwas hochdrehen.
Im cleanen Kanal hört man die Schwebungen am besten. Umso stärker die Verzerrung, desto schwieriger wird das exakte raushören da die Obertöne stören könnten.

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Erstellt: von agguitar » 10.12.2011, 19:13

12-13 Cent => ~70-80%, mit etwas Glück dabei :D

Beim nächsten habe ich keine Chance mehr ... :D Hab's nicht länger ausrobiert, aber ich wette ich schaffe keine 10% ;)

Stimmen tu ich eh meist nur nach Tönen / Flageoletts, wobei das bei der H- / B- und der e-Saite ziemlich problematisch wird :?

Aber die Anwendung gefällt mir, werde sie mir mal genauer ansehen - danke dafür!

Katalysator
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Erstellt: von Katalysator » 31.03.2012, 15:35

Hallöchen,

Ich hab mir jetzt mal dieses oben verlinkte GNU Solvege angeschaut, das sieht ganz brauchbar aus und es macht mir durchaus Spaß.
Aber eine Frage an die erfahrenen Hörer:
Macht es überhaupt Sinn, sein Gehör steril mit solchen Übungen zu trainieren, oder ist das dabei wie beim Gehirnjogging? Ich bin nämlich schon ein bisschen besser in den Tests dort, aber ich habe nicht das Gefühl, dass sich meine Erkennfähigkeit bei richtiger Musik gleichermaßen gesteigert hätte.
Und falls Sunset mitliest oder jemand anderes hierbei Ahnung hat, würde mich interessieren, wie professioneller "Gehörbildungsunterricht" aussieht. Macht man da auch solche Übungen? Oder kriegt man da nur Tipps, worauf man achten kann/muss, um Intervalle zu definieren/Intonation zu perfektionieren? Wenn ja, wie sehen die aus? Oder heißt es da nur üben, üben, üben.

Ich bin mir bewusst, dass ich viel zu früh zu viel von mir verlange, aber eventuell hat ja jemand einen sinnvollen Leitfaden, wie ich mich verbessern kann.

Danke schonmal im Voraus.
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musicdevil
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Erstellt: von musicdevil » 31.03.2012, 16:15

Solche Programme hab ich mir auch mal angesehen und ausprobiert, aber ich kann nicht sagen, dass es mir wirklich was gebracht hat.
Vielmehr hingegen hat mir das erlernen der theoretischen Grundlagen weitergeholfen.
Meistens höre ich natürlich schon, ob ein Song in C-Dur oder E-Dur usw. geschrieben wurde. Oft reicht da schon den ersten Grundton zu finden um zu wissen in welcher Tonart man sich befindet.
Wenn ich es nicht gleich höre, nehm ich einfach die Gitarre und suche mir den Anfangston vom Lied auf der dünnen e-Saite.
Ist es dann zb. nen A#, weiss ich wo ich meinen Kapo hinsetzen muss, um dieses Lied zu begleiten.
Das hat alles viel mehr mit Theorie zu tun, als mit hören.

Wenn ich die Tonart kenne, weiss ich auch welche Pentatoniken oder Tonleiter passen würden. Allgemein weiss ich welche Töne zu welcher Tonart gehören.
Wenns dann ne einfache Melodie ist, kann ich die auch ruckzuck nachspielen.
Bei wilden Solis klappt das raushören natürlich nicht so.
Dazu müsste ich den Song extrem verlangsamen und dann viel probieren.
Mal davon abgesehen, dass ich das dann eh nicht Orginal mitspielen könnte, weil da paar technische Fähigkeiten fehlen :D

Selbst wenn ich ne Melodie auf ne Akkordfolge spiele (ohne Pentatonik zu kennen usw.), HÖRE ich obs passt oder schief klingt.
Das hat wahrscheinlich eher was mit Musikalität zu tun, als mit Hörbildung.
Schon seit Geburt an hab ich sicher Musik gehört und dementsprechend automatisch mein Gehör geschult.
Auf dem Klavier ist es noch einfacher. Da weiss ich wenn ich in C-Dur spiele, kann ich alle weißen Tasten verwenden um ne Melodie dazu zu spielen.
Spiele ich dann die Subdominante F-Dur dazu, wird der Ton "B" zum "A#" und spiel ich gerade nen G-Dur Akkord (Dominante), wird das "F" zum "F#".
Wenn man dann genauer hinschaut, landet man bei der C-Dur Pentatonik.
All das sind Theoriekenntnisse.
Hat man aber oft genug in Tonarten improvisiert, hört man das auch einfach so, ohne sich darüber nen Kopf zu machen.
Wer keine falschen Töne hört, hat wohl was an den Ohren ;)

Grundsätzlich denke ich also, dass man ganz gut ohne solche Programme auskommen kann. Wers braucht, solls natürlich nutzen.
Theoretische Kenntnisse der Harmonielehre halte ich für bedeutend wichtiger.

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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 31.03.2012, 20:39

Ich habe mir das "Noten vom Blatt singen" einmal selbst beigebracht. Ich bin nicht besonders gut drin, aber wenn die Noten nicht ganz so schwierig sind, oder wenn ich jemanden neben mir stehen habe, der die Stimme einigermaßen kann, dann kann ich vieles auch vom Blatt absingen.

Am meisten hat mir ein kleines Heft über die Tonika-Do-Methode gebracht.
Es wurde da mit ganz einfachen Volksliedern in Dur gearbeitet.

Mal im Schnelldurchgang:
Singe mal einen Durdreiklang!
Grundton - Durterz - Quinte - Oktave
C E G C

Kannst du nicht?
Singe mal "Alle Vögel sind schon da"

Und mit "Alle Vögel" singst du den Durdreiklang ohne Probleme.

So kann man sich für fast alle Intervalle irgendwelche Liedanfänge merken. Man hängt dann einfach die Töne an bekannte Silben. Da man aber eine Unzahl von Silben benötigt, ist es einfacher sich auf ein paar Standard-Silben zu beschränken.
Do Re Mi Fa So La Ti Do

Al- = Do = Grundton (C) Stabil und fest - ein Startpunkt - wird als Faust angezeigt.
Mein Kürzel, das ich mir auch mal über die Noten schreibe = . oder *

le = Mi = Durterz (E) hat was ruhiges schwebendes an sich. Wird mit einer ausgestreckten flachen Hand (von der Seite) angezeigt.
Mein Kürzel = -

Vö- = So = Quinte (G) hat was strahlendes, präsentierendes, vorzeigendes an sich.
Wird mit einer offenen Hand (Handfläche sichtbar) angezeigt. Hörnerquinten, das einen König ankündigt klingt hier mit
Mein Kürzel = x

-gel = Oktave = hoher Gundton. Stabil - es kommt etwas zum Schluss.
Mein Kürzel = *

So hätte ich schon mal die hälfte der Töne einer Tonleiter charakterisiert. Damit "norde" ich jede Tonart ein. Das sind die Eckpunkte an denen ich mich orientiere.
. - x *

Die Sekunde hat etwas voranschreitendes. Je nach dem ob ich von C nach E wandere also ob die Melodie nach oben oder nach unten verläuft. Sie ist aber nicht besonders Spannungsgeladen, aber auch nicht ruhig. Der Verlauf von C über D nach E ist sehr harmonisch und ruhig.
Mein Kürzel = / oder \

Die Sexte = La (A) schwebt etwas glockenartig über der Quinte. Sie wird mit einer gewölbten Hand angezeigt.
Mein Kürzel = n (eigentlich ein Halbkreis nach unten offen)

mit . / - x n * hat man die Pentatonik zusammen.
Die Eckpunkte . - x *
und die beiden verbindenden Töne / und n

Nun fehlen nur noch die beiden Spannungsreichen Töne. Der Strebeton und der Leitton.

Die Quarte = Fa (F) will am liebsten wieder zurück zum E. Es wird mit einem Zeigefinger, der nach unten zeigt, angedeutet. Wenn man von E über F nach G singt, dann ist F so was wie eine kleins Sprungbrett, dass ein kleines Hindernis überwindet, um dann auf dem strahlenden G zu landen.
- r x
Mein Kürzel: r (eigentlich ein viertel Kreisbogen)

Die Septime = Ti (H) baut eine ziemliche Spannung auf, die sich am liebsten zum hohen Grundton C auflösen möchte. Es wird mit einem erhobenen Zeigefinger angezeigt (als ob man sich melden würde)
Mein Kürzel _/ (eigentlich ein viertel Kreisbogen)

Do Re Mi Fa So La Ti Do werden relativ verwendet. Sie werden nicht für absolute Töne (C D E F G A H C) verwendet, wie es in Frankreich üblich ist.

Do Re Mi Fa So La Ti Do können in der D-Dur-Tonleiter für D E F# G A H C# D stehen.
D = .
F# = -
A = x
D = *
Mit dem D-Dur-Dreiklang norde ich mich ein.

D E F# = . / - ist die untere ruhige Verbindung
A H A = x n x ist der Glockenton über der Quinte
Womit ich die Pentatonik zusammen hätte

E F# E | E F# G - r - | - r x ist die Sprungschanze zum G

G A H C | C H C x n _/ * | * _/ * | . _/ . ist der Spannungston der sich nach C auflösen will

Das wird mit vielen Notenbeispielen geübt, und an vielen bekannten Volksliedern angewandt.
Typische Tonfolgen die zu bestimmten Akkordkombinationen gehören werden durchgesungen.
Dur-Akkorde und Moll-Akkorde werden in ihren Umkehrungen gesungen, und die Verbindungstöne werden heraugearbeitet. (Modales Singen)

Damit wird das ganze organischer. Töne bekommen einen Charakter. Intervalle haben eine bestimmte Funktion innerhalb einer Melodie. Und das sind Sachen, die man benennen kann, und dessen Höreindruck man sich merken kann, wenn man dem ganzen nur einen Namen gibt.

Ich habe glaube ich ein oder zwei Monate gebraucht, bis ich das Prinzip halbwegs verinnerlicht hatte, und dann noch mal ein halbes Jahr oder so, bis ich es halbwegs anwenden konnte. Beim Chor habe ich mir die Kürzel über die Noten geschrieben, wo ich Probleme hatte. Und dann kommt halt die praktische Anwendung.

Leider weiß ich im Moment kein gescheites Buch auf dem Markt, was das ganze halbwegs leicht vermittelt. Leider sind die Tonbeispiele bei den Büchern, die ich gefunden habe etwas zu trocken und abstrakt. Dabei lernt es sich mit etwas gefälligeren Melodien wesentlich leichter.

Bild
Curwen Hand Signs MT [Public domain oder Public domain], von Scanned and enhanced by Matthew D. Thibeault.Matthewt73 at en.wikipedia, vom Wikimedia Commons

Hier siehst du noch mal die Handzeichen Do Mi So (Do) als Dur-Dreiklang. Wird wie Noten in unterschiedlichen Höhen von der Hüfte bis zum Kopf angezeigt.

Dann Re und La um die Pentatonik voll zu bekommen

Und dann die Spannungsträger Fa und Ti.

So werden die Töne in 3 Gruppen eingeteilt.
Grund-Akkord-Töne
Verbindungstöne
Strebe- und Leittöne

So bekommt jeder der 7 Töne einer Tonleiter einen eigenen Charakter und eine eigene Funktion, deren Höreindruck man sich merken kann.

Dabei hat man aber immer einen Bezugspunkt. und zwar zuerst den Grundton der Dur-Tonleiter, und dann die Akkordtöne des Grundakkordes. Diese werden zuerst gesucht, und sich gemerkt. Die übrigen 4 Töne umspielen die Akkordtöne, die mir als Anker dienen.

Und von diesem Grundgerüst her baut man sich nach und nach eine Art Vokabular auf, und lernt typische Tonfolgen zu erkennen.

Das finde ich viel besser, als das trockene üben von sterilen Intervallen. Vor allem, weil ich selbst mit der Methode recht schnell Erfolg hatte.

Gruß Mjchael

Katalysator
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Erstellt: von Katalysator » 31.03.2012, 21:00

Also ich merke daran, dass dieses Programm doch ein wenig was gebracht hat, dass ich den Durdreiklang tatsächlich doch singen konnte, bevor ich zu den Vögeln gelesen hatte *eigeneschulterklopf*
Aber das Konzept klingt tatsächlich ziemlich vielversprechend, von DoReMiFaSoLaTiDo hab ich zwar schon etwas gehört, aber nicht als sinnvolles Konzept, ich dachte, das waren einfach die Tonnamen vor der Vereinheitlichung in Buchstabenform.
Ich muss mal gucken, ob ich mich traue, das einzustudieren. Ich geniere mich irgendwie immer bei Gesangsübungen ;)
Aber danke für den Tipp.
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Erstellt: von mjchael » 31.03.2012, 22:44

und noch was gefunden:

do, re, mi... - was ist das? FOLGE 1 - Was ist Relative Solmisation
do, re, mi... - was ist das? FOLGE 2 - "so", "mi" und "la"
do, re, mi... - was ist das? FOLGE 3 - "do" und "re"
do, re, mi... - was ist das? FOLGE 4 - "ti" und "fa"
do, re, mi... - was ist das? FOLGE 5 - Wo ist das "do"?
do, re, mi... - was ist das? FOLGE 6 - Die Zwischentöne
Solmi-Pattern - zum Lernen der Relativen Solmisation
Eine ziemlich gute Einführung. Mir fehlt nur, dass die relativen Tonsilben nicht mit weiter erklärenden Beschreibungen versehen werden, welche die Funktion jedes einzelnen Tones noch stärker und plastischer beschreiben. (Wie das Beispiel mit den königlichen Hörnerquinten für das strahlende präsäntierende So x ).

Die Handzeichen sind auch ein klein wenig abweichend von anderen Solmisationen. Aber damit kann man gut leben. Ich zeige die Töne gerne an der Seite von mir an. Die Höhen sind aber fast die selben. So entwickelt aber jeder seine eigenen kleinen Varianten.

Ein paar Eindrücke

Als einer, der allein schon aus nostalgischen Gründen gerne die Enterprise Serien schaut, hab ich noch was interessantes aus dem Spin-Off Deep Space Nine gefunden.
Star Trek DS9 : Do-Re-Mi (Chrysalis)

Und über ein wenig stöbern hab ich noch was lustiges gefunden.
Historic flashmob in Antwerp train station, do re mi

Und weiter gestöbert noch was ziemlich interessantes
Bobby McFerrin Demonstrates the Power of the Pentatonic Scale
Songs to Help you Identify Intervals
Carmen's solfege singing
The Solfege Song
Ear Training 3 Superstition Solfege Final Exam Rehearsal
Solfege Jam
Dancing Queen - Solfege

Viel Spaß beim Üben

Gruß Mjchael
Zuletzt geändert von mjchael am 03.04.2012, 02:00, insgesamt 3-mal geändert.

MyBrainSmiles
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Erstellt: von MyBrainSmiles » 31.03.2012, 22:46

Ich habe da mal eine Frage zu diesem Thema.
Wie trainiere ich mein Gehör um Songs nach gehör nachspielen zu können, z.b ich höre ein Lied aber davon gibt es keine Tabs (Hatte ich schon oft) und würde dann das Lied gerne nach meinem Gehör spielen. Wie lerne ich das am besten?

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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 31.03.2012, 22:58

Stöbere mal Unsere Workshop-Sammlung durch.
Da gibt es einige Themen, die dir helfen werden.

[Workshop] Akkordfolgen und Akkordprogressionen
[Tutorial] Typische Tonleiter-fremde Akkorde
[Workshop] Eine Akkordfolge erweitern

Das hilft dir in Akkorden und Harmonien zu denken,
Akkordfolgen zu erkennen, und daraus typische Tonfolgen abzuleiten.

Melodien umspielen Akkordtöne. Und die Akkordtöne geben dir ein Grundgerüst.

Dazu muss man wissen, in welcher Tonart man ist.
[Tutorial] Tonart mit Improvisationsskalen bestimmen
[Workshop] Die 5 Haupt-Dur- und Moll-Tonleitern

Durch die Tonleiterübungen wissen die Finger schon von alleine, wo sie hinsollen, und die Wahrscheinlichkeit, falsche Noten zu treffen sinkt enorm.

[Workshop] wie lernt und benutzt man den Quintenzirkel
hilft dir Akkorde zu bestimmen

Aus allem zusammen leitet sich dann ein Grundverständnis für die Musik ab.

Hinzu kommt natürlich, dass man einfach ganz viele Sachen nach Noten oder Tabs nachspielt, und das Gelernte versuchst bei den Tabs wiederzuentdecken und alleine schon vom Spielen ein gewisses Repertoire an Tonfolgen und Skalen zur Verfügung hat.

Es ist einfacher die Grundlagen mit Stücken zu lernen, die man spielt, und dessen Noten / Tabs man vor sich hat, als es gleich mit etwas völlig unbekanntem zu lernen. Braucht halt Übung. Aber du hast ja bei den Videos oben gesehen, dass das sogar Kinder hinbekommen.

Gruß Mjchael

sunset
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Erstellt: von sunset » 01.04.2012, 21:24

Katalysator hat geschrieben:Und falls Sunset mitliest oder jemand anderes hierbei Ahnung hat, würde mich interessieren, wie professioneller "Gehörbildungsunterricht" aussieht. Macht man da auch solche Übungen? Oder kriegt man da nur Tipps, worauf man achten kann/muss, um Intervalle zu definieren/Intonation zu perfektionieren? Wenn ja, wie sehen die aus? Oder heißt es da nur üben, üben, üben.


Hallo Katalysator,
mein Gehörbildungsunterricht auf der Musikuni war aufbauend, beginnend mit Intervalle nacheinander, dann gleichzeitig hören, Nachklopfen einfacher Rhythmen, nach dem Gehör - Diktat am Klavier - Aufschreiben von Intervallen, Melodien und Rhythmen bis hin zum Hören komplexer harmonischer vierstimmiger Abläufe und Transkribieren kompletter Stücke von CDs, harmonische Besonderheiten, Taktwechsel, etc. Insgesamt 8 Semester zu je 4 Stunden die Woche. Also schon sehr zentral im Studium.

Und ja, Tipps bekommt man auch, z. B.: wenn man irgendwo unterwegs ist und es klingt Musik, versuchen, sie innerlich nachzusingen, Intervalle wiederzuerkennen, Rhythmen nachklopfen, das geht im Supermarkt genauso wie auf einer Party oder einem Besuch in einem Lokal, Musik erklingt ja praktisch überall.

Aber es gibt hier schon sehr gute Tipps von den KollegInnen! Ohren offen halten eben ;)

lg
sunset

P.S.: Buchtipp: Clemens Kühn, Gehörbildung im Selbststudium, dtv Bärenreiter 1983 (falls es das noch gibt...)

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jemflower
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Erstellt: von jemflower » 02.04.2012, 21:02

Mal am Rande:

Seit ich ein Stimmgerät benutze ist mein Gehör besser geworden, da ich nicht mehr mit relativ gestimmten Instrumenten spiele.
Mittlerweile schaffe ich sogar die Gitarre durch reinen Saitenvergleich, also (E - A , A - D usw.) ziemlich genau zu stimmen. Ich stimme erst das E mit dem Stimmgerät, dann nach Gehör den Rest um dann mit dem Gerät zu korrigieren. Es wird immer besser.

LG
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Erstellt: von Katalysator » 02.04.2012, 21:07

sunset hat geschrieben:
Katalysator hat geschrieben:Und falls Sunset mitliest oder jemand anderes hierbei Ahnung hat, würde mich interessieren, wie professioneller "Gehörbildungsunterricht" aussieht. Macht man da auch solche Übungen? Oder kriegt man da nur Tipps, worauf man achten kann/muss, um Intervalle zu definieren/Intonation zu perfektionieren? Wenn ja, wie sehen die aus? Oder heißt es da nur üben, üben, üben.


Hallo Katalysator,
mein Gehörbildungsunterricht auf der Musikuni war aufbauend, beginnend mit Intervalle nacheinander, dann gleichzeitig hören, Nachklopfen einfacher Rhythmen, nach dem Gehör - Diktat am Klavier - Aufschreiben von Intervallen, Melodien und Rhythmen bis hin zum Hören komplexer harmonischer vierstimmiger Abläufe und Transkribieren kompletter Stücke von CDs, harmonische Besonderheiten, Taktwechsel, etc. Insgesamt 8 Semester zu je 4 Stunden die Woche. Also schon sehr zentral im Studium.

Und ja, Tipps bekommt man auch, z. B.: wenn man irgendwo unterwegs ist und es klingt Musik, versuchen, sie innerlich nachzusingen, Intervalle wiederzuerkennen, Rhythmen nachklopfen, das geht im Supermarkt genauso wie auf einer Party oder einem Besuch in einem Lokal, Musik erklingt ja praktisch überall.

Aber es gibt hier schon sehr gute Tipps von den KollegInnen! Ohren offen halten eben ;)

lg
sunset

P.S.: Buchtipp: Clemens Kühn, Gehörbildung im Selbststudium, dtv Bärenreiter 1983 (falls es das noch gibt...)



Super, vielen Dank. Das war mehr oder weniger genau das, was ich hören wollte :)
Das ist nämlich größtenteils auch das, was dieses kostenlose Gehörbildungsprogramm da anbietet als Übungen. Und wenn man das in einem richtigen Studium der Musik genau so macht, muss es erwiesenermaßen ja auch was bringen.
Das heißt, ich bleib am Ball. So viel, wie Du beim Studium gelernt hast, werd ich da wohl nicht rausholen können, aber für einen Hobbymusiker reichts ja allemal.

Danke auch für den Buchtipp, ich mach mich mal auf die Suche.
... Es geht um Sex und um Verbrechen, ein dunkler Kern erwacht in mir.

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Katalysator
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Erstellt: von Katalysator » 02.04.2012, 21:11

jemflower hat geschrieben:Mal am Rande:

Seit ich ein Stimmgerät benutze ist mein Gehör besser geworden, da ich nicht mehr mit relativ gestimmten Instrumenten spiele.
Mittlerweile schaffe ich sogar die Gitarre durch reinen Saitenvergleich, also (E - A , A - D usw.) ziemlich genau zu stimmen. Ich stimme erst das E mit dem Stimmgerät, dann nach Gehör den Rest um dann mit dem Gerät zu korrigieren. Es wird immer besser.

LG
Laura


Ich bin sogar noch einen Schritt weiter gegangen: Mein Stimmgerät benutze ich gar nicht mehr, ich habe mir für die A-Saite eine Stimmgabel gekauft und stimme den Rest dann per Gehör nach. Das funktioniert zwar immer noch nicht so super, ich höre oft gerade in Akkorden noch ein paar leierige Schwebungen, die ich aber nicht lokalisieren und deswegen ausschalten kann, aber heute hab ich es das erste Mal geschafft, eine komplett gestimmte Gitarre nur nach Gehör zu fabrizieren. Ohne Leierei.
Auch das ist Gehörbildung ;)
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