Gitarrenlehrer für die Grundlagen?

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DerTom
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Gitarrenlehrer für die Grundlagen?

Erstellt: von DerTom » 26.09.2011, 10:01

Ich über jetzt schon seit geraumer Zeit, merke auch einige Fortschritte... es geht auch schon das ein oder andere Lied rect flüssig und die Fingerspitzen sind taub.
Ich übe außerdem regelmäßig mit zwei Freunden, die, genau wie ich, Anfänger sind.

Jetzt meine Frage:

Sollte man für die Grundlagen (Sitzhaltung, Fingerhaltung, etc.) für ein paar Stunden einen Musiklehrer konsultieren, oder gibt es (z.B. bei Youtube) genug anschauliches Material, das mich dahingehend weiterbringen kann?

Dank schon mal für Eure Antworten...
Auf der Suche nach dem 4. Akkord ....

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Counterfeit
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Erstellt: von Counterfeit » 26.09.2011, 10:06

also wenn du das Geld und die Zeit hast ist ein Gitarrenlehrer (gerade am Anfang) meiner Meinung nach dem Selbststudium vorzuziehen. Youtube und Co bieten zwar heutzutage zahlreiches Material aber es kann dich dort keiner korrigieren. Der Lehrer kann direkt auf dich eingehen.

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DerTom
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Erstellt: von DerTom » 26.09.2011, 10:26

Und da kommen auch schon die ersten Probleme...

Was ist ein guter Gitarrenlehrer?
Was darf eine Einzel- oder Gruppenstunde kosten?

Wo finde ich einen guten Lehrer? / eine gute Musikschule?
Auf der Suche nach dem 4. Akkord ....

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Simse
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Erstellt: von Simse » 26.09.2011, 10:36

Im Selbststudium musst du dir selber etwas kritischer gegenüber sein als beim Lehrer der dich kritisiert.
Manchmal schleichen sich auch Haltungsfehler ein die man selbst nicht als solche wahrnimmt und erst später bemerkt wenn man bei bestimmten Akkorde oder Techniken nicht weiterkommt. Dann muss man wieder erstmal bei der Haltung anfangen und sich umtrainieren und Zeit geht flöten.
Im Internet gibt es tonnenweise Material für Einsteiger. z.b. Das Lagerfeuerdiplom
Da ihr zu dritt seid, könntet ihr euch gegenseitig kontrollieren. Ganz allein geht sowas aber auch vorm Spiegel.

Zum Gitarrenlehrer
Musikschulen in deiner Umgebung findest du bestimmt im Internet oder den gelben Seiten.

Musikbox
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Erstellt: von Musikbox » 26.09.2011, 13:06

Hallo!
Bei uns in der Gegens zahlt man für Einzelunterricht knapp 60€ im Monat. Einmal wöchentlich erhält man dann eine halbe Stunde unterricht. Allerdings zahlst du die Schulferien mit. Das bedeutet, dass du während der Ferien zwar deine 60€ abdrücken musst, aber keine Stunde bekommst.
Trotzdem ist das Geld meiner Ansicht nach sehr gut angelegt (vorausgesetzt du hast einen fähigen Lehrer). Damit du den passenden Lehrer findest, solltest du mit verschiedenen Leuten Probestunden vereinbaren.

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Counterfeit
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Erstellt: von Counterfeit » 26.09.2011, 13:30

http://www.gitarre-spielen-lernen.de/fo ... ight=teuer
http://www.gitarre-spielen-lernen.de/fo ... ight=teuer

Hier sind auch nochmal zwei Threads wo User Ihre Erfahrungen und vor allem Preise zum Gitarrenunterricht schildern. Die Erfahrungen helfen vielleicht potentielle Angebote vergleichen zu können.

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karioll
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Erstellt: von karioll » 26.09.2011, 13:30

Das bedeutet, dass du während der Ferien zwar deine 60€ abdrücken musst, aber keine Stunde bekommst.


Hört sich schlimm an, ist aber völlig normal.

Es ist doch normal, dass auch während der Abwesenheit der Schüler die beruflichen Kosten des Lehrers weiterlaufen. Eventuell bereitet er auch neuen Unterricht vor oder bildet sich weiter, damit er ein guter Lehrer bleibt. Er kann n den Ferien weder den Unterrichtsraum noch seine Krankenversicherung kündigen für 6 Wochen.

Die Leistung des Lehrers setzt sich auch aus "unsichtbaren" Bestandteilen zusammen, und besteht nicht nur in der einen Stunde, wo ihr direkten Kontakt habt.
Bei vielen Lehrern kann man davon ausgehen, das sie für jede gegebene Stunde mit Schülern eine weitere Stunde selber trainieren, damit sie fit an der Gitarre bleiben. Außerdem gehört mehr zu einem Lehrer als nur gut spielen zu können. Damit kommen die meisten auf einen Stundensatz von weniger als 10 € brutto. Es gibt wenige Berufe, in denen Leute mit großem Spezialwissen (meist mit Studium) so wenig bezahlt bekommen.

Trotzdem ist das Geld meiner Ansicht nach sehr gut angelegt

Das stimmt! Kleiner Einsatz - große Wirkung!
Durch Übung kannst Du der Natur ein Schnippchen schlagen (Mahatma Ghandi)

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musicdevil
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Erstellt: von musicdevil » 26.09.2011, 14:19

Wenn mit "youtube und co." auch Bücher, Software und DVD`s gemeint sind, dann "jo" ;)

Nen Gitarrenlehrer ist sicher nicht schlecht, aber einmal die Woche ne dreiviertel Stunde wäre mir zu wenig und auch zu kostspielig.
Der zeigt mir dann zu Beginn die Griffe, Haltung usw. und man bekommt "Hausaufgaben"?
Ich meine gitarrenspielen ist keine Hexerei.
In heutigen guten Büchern wird genaustens beschrieben und gezeigt was man machen muss. Auf Lern-DVD`s kann man sich das Ganze sogar genau ansehen (meinetwegen in Zeitlupe).
Wenn nen Gitarrenlehrer 10 Euro die Stunde nimmt, kann ich mir auch durch zweimaligen Verzicht EIN gutes Buch kaufen (20 Euro) oder in nur einem Monat zwei gute Bücher kaufen ;)
Mit nur 100 Euro kann ich mich bestens mit Unterrichtsmaterial eindecken, was dann 10 Gitarrenstunden entsprechen würde...
Ausserdem ist das Internet voll mit kostenlosem Unterrichtsmaterial worauf man auch noch zurückgreifen könnte.

Ich denke, es kommt auch auf den eigenen Typ an.
Bin ich jemand der sich Dinge selbst erarbeiten kann, oder muss ich alles vorgekaut bekommen?
Der Vorteil vom Lehrer ist, dass er mich sofort auf meine Fehler hinweisen kann (naja, einmal die Woche :D).
Allerdings finde ich es auch gut, wenn man selbst seine Fehler erkennen kann. Irgendwann wird mir schon selbst klar, wie ich die Gitarre richtig halten muss, oder warum da was schnarrt, oder wie viel Druck ich tatsächlich auf die Saiten ausüben muss usw.
Ausserdem sieht, liest und hört man das ja auch in seinem eigenem Unterrichtsmaterial.

Viele gute Bücher sind ja auch von Gitarrenlehrern geschrieben.
Die vermitteln da nichts anderes als das sie auch im Unterricht machen würden. Für weiteren Smalltalk bleibt in den Stunden eh meist keine Zeit.
Vorteil ist dennoch, dass man seine Fragen direkt stellen kann, aber durch die Bücher, unser Forum usw. bleiben eigentlich eh kaum Fragen übrig :)
Man muss sich natürlich die Mühe machen und bissel schauen...

Noch nen Vorteil von nem Lehrer wäre, dass er einem in den Hintern treten kann, aber bin ich so nen undisziplinierter Typ bei dem man das machen muss?
Man muss also mal bissel überlegen, recherchieren "Vorteile/Nachteile" und dann für sich selbst bestimmen was man möchte und was man für nen "Lernmensch" ist.
Ich persönlich habe für die ganzen Grundlagen nie nen realen Gitarrenlehrer gebraucht.

Später dann könnt ich mir vorstellen, dass wirklich gute Lehrer einem noch was beibringen können. Die sogenannten "Tricks und Kniffe" die man in keinem Buch findet.
Aber zu Beginn denke ich, dass man sich das spielen auch sehr gut alleine beibringen kann.
Voraussetzung ist wie gesagt, dass man auch jemand ist der mit Büchern und anderem Material lernen kann.

Vieleicht ist es aber auch gut, dass man zu Gitarrenlehrern geht, denn das schafft Arbeitsplätze. Manchmal fördert es leider auch Schwarzarbeit.
Ich persönlich finde die Preise oftmals eine Frechheit.
Während einige in der Wirtschaft für nichtmal 6 Euro die Stunde schuften müssen und sich kaputt machen, nehmen einige selbsternannte Gitarrenlehrer 20 Euro und mehr. Tja Angebot und Nachfrage...

Grundlage sind die Akkorde, Anschlagtechniken, Zupfmuster usw. und aufbauend dann Melodiespiel, Riffs usw.
Ich halte nicht viel von dem Nachgeklimper irgendwelcher Tabs zu Beginn, wenn nichtmal die Grundakkorde sitzen.
Auch die theoretischen Grundlagen sind sehr wichtig.
Jeder Gitarrist (auch die E-Gitarrensektion) sollte auch auf ner akustischen Gitarre ohne Strom klarkommen und die Songs aus zb. "Das Ding" schrammeln können.
Letztendlich ist aber wohl immer der Spaß am musizieren im Vordergrund und damit wohl auch egal wie man an eine Sache rangeht.

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Harry83
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Erstellt: von Harry83 » 26.09.2011, 16:24

Hy!

Aus eigener Erfahrung, kann ich Jedem, der mit dem Spielen anfängt, einen Lehrer ans Herz legen. Ich habe es die ersten Wochen selber versucht, bin dann aber auf der Stelle stehen geblieben. Knappe 3 Jahre Unterricht, haben mein Leben verändert! Das, was vorher als unmöglich für mich galt, habe ich im Unterricht, mit einem professionellen Lehrer gelernt.
Keep Metal Alive!
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