Teures Stimmgerät ?

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Enni
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Teures Stimmgerät ?

Erstellt: von Enni » 29.08.2011, 17:09

Hallo, mein Sohn kommt im Oktober in die Musikschule Gitarre ist schon ausgesucht.

Aber der Händler möchte mir ein Stimmgerät für 50 Euro dazu verkaufen, das bräuchte man immer meinte er.
Im Internet bekommt man schon für ca. 11 Euro eines.
Braucht man wirklich so ein teures?

Lg Enni

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ildimo
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Erstellt: von ildimo » 29.08.2011, 17:28

hmmm, ich weiß ja nicht was Dir der Händler genau empfohlen hat. Vielleicht hat das Teil ja ganz besondere Qualitäten :?

Ich habe ein ziemlich altes, das hat vor ca. 16/17 Jahren mal so um die 90 DM gekostet und ist von Korg. Allerdings ist der Preisverfall ja insbesondere in der Elektronikbranche enorm. Ich habe mal kurz bei Thomann reingeschaut und gesehen, dass vergleichbare Geräte heute so zwischen 15 und 25 Euro liegen. Nach meiner persönlichen Meinung solltest Du damit ganz gut bedient sein.

L.G.
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Simse
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Erstellt: von Simse » 29.08.2011, 17:31

Och, es gibt auch Stimmgeräte für 500 €. Kein Scherz. (Aber nicht für Gitarre ;) )
Kommt drauf an was das Stimmgerät kann und wie gut es arbeitet. Manche Stimmgeräte sind eben umfangreicher ausgestattet als andere. Sind z.B. chromatisch, haben evtl. ein integriertes Metronom, werden an die Kopfplatte angeklipst, haben eine beleuchtete Anzeige, etc. Alles so Kleinigkeiten die sich im Preis niederschlagen können.
Welches Modell hat er denn empfohlen? Hersteller?

Durch die Vielzahl an Herstellern gibts ein Riesen-Angebot an Stimmgeräten. Billige schlechte, günstige gute, teuerere edle, was das Herz begehrt.
Ein chromatisches sollte es vielleicht schon sein. Dann muss man später kein neues kaufen wenn mal eine andere Stimmung gemacht werden soll.

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ildimo
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Erstellt: von ildimo » 29.08.2011, 17:37

ach Du heiliges Blechle,

das ist ja eine Wissenschaft für sich. Bisher kam ich mit meinem alten Hündchen problemlos klar.Aber:

@Simse
es wäre toll, wenn Du kurz erklären könntest wie ich ein chromatisches Stimmgerät erkenne und wofür genau ich es brauche - hab nämlich keinen Plan :cry:

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Harry83
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Erstellt: von Harry83 » 29.08.2011, 17:46

Hy!

Simse hat Recht! Es gibt Tuner für bis zu 500 € und mehr.
Ein Chromatisches Stimmgerät braucht man nicht kalibrieren, wenn man runterstimmen möchte. Bei anderen Tuner, muss man dies einstellen.

Ich habe den Vorgänger GA-30 und es reicht völlig hin! Korg GA40
Klar will der Händler dir ein teures Stimmgerät verkaufen. Er will ja Umsatz machen. Kauf dir ein Günstiges. Das reicht völlig hin!
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Simse
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Erstellt: von Simse » 29.08.2011, 18:02

Nee ildimo, mit Wissenschaft hat das herzlich wenig zu tun :D Nur mit Komfort finde ich ;)

Ich finde die chromatischen (alle Töne von A0 bis C8) einfach zuverlässiger als diejenigen die nur die 6 Stimmtöne abgespeichert haben. Ist aber vielleicht auch Ansichtssache. Und sehr viel teurer sind die nicht.
Meist steht schon in der Produktbeschreibung : Chromatisch
Beim großen T kannst du sogar explizit danach suchen. (links in der Leiste unter Punkt "chromatisch" Ja/Nein angeben.)
Diejenigen mit den abgespeicherten 6 Stimmtönen haben vllt. noch die "b" (flat) Tasten, also verringern in Halbtonschritten.
Diese Funktion braucht man bei den normalen Geräten, wenn eine andere Stimmung als die Standard E-Stimmung gemacht werden soll. Nehmen wir mal an du möchtest "Open D" haben (D A D F# A D).
Beim chromatischen brauchst du z.B. nichts verstellen, sondern brauchst nur auf diese Töne hinstimmen.
Beim "normalen" Stimmgerät wärst du zusätzlich damit beschäftigt mit der flat Taste die richtigen Töne einzustellen finden.
Mehr Unterschied ist da nicht. Einmal war hier ein Thread wo jemand ziemlich weit runterstimmen wollte, es aber nicht konnte, weil seine flat-Taste nur 5 Haltonschritte zuließ und nicht 6 oder 7 wie er es brauchte.

Wie ich schon sagte, ist es vielleicht Ansichtssache was einem besser gefällt. Für die normale Stimmung ist weder das eine noch das andere viel besser. Auf lange Sicht muss man nicht 2mal kaufen wenn man doch irgendwann komfortabel runterstimmen will. Und selbst wenn mans nicht tut, so hat man trotzdem in ein gutes Stimmgerät investiert.

Diese Clip-On-Tuner sind z.B. praktisch für laute Umgebungen, oder auf der Bühne wegen dem Piezo-Abnehmer. Bräuchte man zuhause eigentlich auch nicht. Es sei denn man will den Komfort. Oder die mit beleuchteten Display, auch für Bühne gut. Zuhause spielt man ja relativ selten im Dunkeln. ;)
Zuletzt geändert von Simse am 29.08.2011, 18:02, insgesamt 1-mal geändert.

Dad Pa
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Erstellt: von Dad Pa » 29.08.2011, 18:02

Ich hoffe ich latsch nicht mitten in ein Fettnäpfchen, wenn ich hierzu meine Meinung kundtue. Ich denke, der Junge braucht erst mal gar kein Stimmgerät!? :shock: Das Stimmen zu lernen nach Gehör ist doch wesentlicher Bestandteil des Anfängerunterrichtes? Ein Stimmpfeiferl mit dem Grundton A oder eine Stimmgabel ist sicher keine falsche Investition?!
Wenn der Junge dann dabeibleibt ist so ein Stimmgerät sicher mal was für den Geburtstag....
LG und nix für ungut... ;)
Glück kann man verdoppeln wenn man es mit jemand teilt.
(Albert Schweitzer)

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Simse
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Erstellt: von Simse » 29.08.2011, 18:09

Nö, ist kein Fettnäpfchen DadPa. Aber auch ich hab damals im Geigenunterricht lange Zeit die Töne von meiner Lehrerin vorgegeben bekommen wie ich stimmen muss. Man möchte ja am Anfang doch sehen obs Spaß macht. Und erstmal 5-10 Minuten Gitarre stimmen bevors losgeht ist da nicht produktiv in meinen Augen ;)
Erst später hat sich mich Schritt für Schritt zum selber stimmen gebracht. Die Töne meißeln sich von selbst irgendwann ins Gehör. Man merkt sich die Tonhöhen automatisch wenn man sich die wieder und wieder anhört. Und dann ist das umsteigen vom Gerät aufs Ohr auch gar nicht mehr schwierig.
Wenn er es eh schon von Anfang üben würde, wofür bräuchte er dann später überhaupt noch eins? Er kann dann ja schon stimmen *gg*
Für zuhause, wenn man noch gar nicht stimmen kann, ist ein Gerät am Anfang auch sehr nützlich um den Spaß aufrrecht zu erhalten und sich an die richtigen Töne zu gewöhnen. Eine schlecht gestimmte Gitarre verdirbt sonst noch den Spaß weil es sich "gar nicht so anhört wie im Unterricht". ;)

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Erstellt: von felixsch » 29.08.2011, 18:35

Ich glaube so ist es wie mit allem: Es gibt teure und billige...hab zum üben ein kleines Metronom hat vielleicht 8 Euro gekostet und mit dem bin ich zufrieden...hab auch eins für 45 mit dem bin ich ebenfalls zufrieden üb aber lieber mit dem billgen...nur so als Beispiel^^

Bei Stimmgeräten find ich es allerdings - pardon - etwas schwachsinnig über 20 Euro auszugeben.
Das hier von Korg kann ich zb. nur empfehlen: https://www.thomann.de/de/korg_ca1.htm

Für den Anfang (und nicht nur da) ist ein Tuner nicht schlecht, man entwickelt sein Gehör ja erst ;)

Wenns interessiert, hier mal der teuerste Tuner, den ich gefunden hab bei Thomann: https://www.thomann.de/de/peterson_strob ... e_rack.htm ;)

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Simse
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Erstellt: von Simse » 29.08.2011, 18:48

Hehehe, ein Gerät für Perfektionisten bei 0,1% Messtoleranz. Ich will mir nicht vorstellen wie groß die Toleranz bei den billigen 5€-Dingern ist :D

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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 29.08.2011, 19:07

Ich habe jetzt schon mein drittes. Eines hat sich in Luft aufgelöst (war eines für 6 Saiten), eines ging kaputt (war ein chromatisches), und mein jetziges (ein Kork) ist wieder ein chromatisches. Alle waren etwa gleich teuer. So etwa um die 25 Euro. Aber inzwischen sind die Preise deutlich in den Keller gegangen. Für 15 bis 20 Euro solltest du schon ein gescheites Gerät bekommen, welches für deine Ansprüche völlig genügt.

Die etwas teureren zeigen den Ton etwas angenehmer an, bleiben länger auf dem Ton (bei den billigeren schwanken die Zahlen schneller, oder die Nadel wippt unruhiger). Aber auch mit den geliehenen Stimmgeräten kam ich in den allermeisten Fällen sehr gut zurecht, egal wie günstig es war. Die größte Fehlerquelle war in der Regel eine fast leere Batterie.

Mein Problem bei meinem Stimmgerät ist, dass ich es nie finde, da ich die Gitarre doch meist nach Gehör (mit Flaggeolett) und Stimmgabel stimme. Damit bin ich meist schneller.

Normale Gitarren sind in der Regel schon gestimmt, bevor der andere sein Stimmgerät überhaupt ausgepackt hat. (Wenn die Saiten noch nicht neu sind.)

Für Anfänger ist das Teil ganz nützlich, solange man auch das Stimmen ohne Stimmgerät übt, und das Gerät nur zur Endkontrolle nimmt. (Oder wenn es vor einem Auftritt ganz genau sein muss).

Gruß Mjchael

agguitar
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Erstellt: von agguitar » 29.08.2011, 20:24

Ich habe mir, als ich mit A-Gitarre angefangen habe einfach irgendeins gekauft (:D). Für 20€, ein chromatisches.

Und jetzt hab ich mir eine E-Gitarre gekauft, und hab gemerkt, dass man mit dem auch über Kabel stimmen kann, von daher, genau das richtige.

Übrigend muss ich sagen, dass ich für mein Android Handy mehrere Anwendungen runtergeladen habe, mit denen man viel genauer und mit mehr Funktionen Stimmen kann (kostenlos - "Cleartune", "Guitar Tools" und "gStrings").

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ildimo
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Erstellt: von ildimo » 29.08.2011, 21:10

Simse hat geschrieben:Ich finde die chromatischen (alle Töne von A0 bis C8) einfach zuverlässiger als diejenigen die nur die 6 Stimmtöne abgespeichert haben. Ist aber vielleicht auch Ansichtssache. Und sehr viel teurer sind die nicht.
Meist steht schon in der Produktbeschreibung : Chromatisch

Diejenigen mit den abgespeicherten 6 Stimmtönen haben vllt. noch die "b" (flat) Tasten, also verringern in Halbtonschritten.
Diese Funktion braucht man bei den normalen Geräten, wenn eine andere Stimmung als die Standard E-Stimmung gemacht werden soll. Nehmen wir mal an du möchtest "Open D" haben (D A D F# A D).
Beim chromatischen brauchst du z.B. nichts verstellen, sondern brauchst nur auf diese Töne hinstimmen.
Beim "normalen" Stimmgerät wärst du zusätzlich damit beschäftigt mit der flat Taste die richtigen Töne einzustellen finden.


Hi Simse,
erstmal vielen Dank für die umfangreiche Erklärung! Hab mir mein altes Teil mal genauer angeschaut. Das ist ein Korg GT-2 und wohl nicht chromatisch - steht jedenfalls nix in der Anleitung. Es hat eine Flat-Taste. Bisher kam ich gut damit zurecht.
:arrow: Würde mir die Anschaffung eines chromatischen Gerätes Vorteile bringen? So richtig hab ich das mit den Tönen (A0 bis C8) nicht kapiert, so weit ist mein musiktheoretisches Wissen noch nicht gereift :cry:

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phunky
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Erstellt: von phunky » 29.08.2011, 21:17

Ich hab auch noch so eine altes GT-2. Das waren noch Zeiten, richtiger Zeiger und so :D.

Das ist nicht chromatisch, so wie ich das sehe. Meins hat nichtmal 'ne Flat-Taste. Man kann nur zwischen manueller und automatischer Tonerkennung umschalten und fertig. Wahrscheinlich noch ein älteres Modell als Deins.

Sofern Du in der Standard-Stimmung unterwegs bist, sollte das aber reichen. Wird halt problematisch wenn Du Stimmungen verwendest, die andere als die sechs vorgegebenen Töne verwenden.

Ich habe auch noch ein etwas moderneres, chromatisch, das olle GT-2 hat mittlerweile ne Stromversorgung eingelötet bekommen und hängt mit im Effektboard. Da tut es brav seinen Dienst.

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Erstellt: von ildimo » 29.08.2011, 21:28

selbst auf die Gefahr hin, dass ich mich jetzt als total dämlich oute, aber wann und warum brauche ich (wenn ich nur alleine spiele) diese anderen Stimmungen überhaupt. Ehrlich gesagt, hat sich mir bisher der tiefere Sinn noch nicht erschlossen. Vielleicht kann mir ja jemand auf die Sprünge helfen ;)

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Erstellt: von phunky » 29.08.2011, 21:34

Es gibt offene Stimmungen. Zum Beispiel Open-G. Das bedeutet, alle sechs Saiten leer angeschlagen ergeben den G-Dur Akkord.

Damit kann man dann halt andere Sachen machen, die mit dem Standard-Tuning schwer bis gar nicht realisierbar sind. Wird auch gern zum Spielen mit Bottleneck (Slide-Röhrchen) benutzt, da diese Technik damit einfacher umzusetzen ist.

Aber es gibt da auch noch mehr offene Stimmungen.

Dann gibt es Drop D, da wird die Tiefe E-Saite auf D runter gestimmt. Oder Drop C. Da wird die tiefe E auf C gestimmt und alle anderen einen Ganzton tiefer. Das machen unsere Freunde aus der Schwermetall-Abteilung gerne mal, die "gedroppte" E-Saite vereinfacht das Greifen von Powerchords auf den tiefen Saiten. Und Überhaupt ist es schön tief, was bei "böser" Musik ja angesagt ist.

Ich für meinen Teil spiel geschätzt 90% in Standard-Stimmung, und gelegentlich Open G.

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Erstellt: von mjchael » 29.08.2011, 22:27

Eines der bekanntesten Open-D (bzw. Open-E) Stücke ist
Ein Loch in der Banane von Klaus Weiland
Das war mal ein Pausenfüller vom NDR (Die mit dem Luftballon)

Achte mal beim ersten Video darauf, wie wenige Finger Klaus Weiland für das ganze Stück verwendet.

Die meisten Begleit-Töne werden von leeren Saiten gespielt.
Du siehst nirgendwo Barré-Akkorde oder sonstige Fingerbrecher.

Leider funzen solche Stimmungen nur für wenige Tonarten wirklich gut, und sind demnach nicht so universell einsetzbar wie unsere Standardstimmung, welche relativ problemlos die meisten Tonarten abdeckt.

Ich würde solche offenen Stimmungen den Leuten empfehlen, die sich schon sehr gut mit der Standard-Stimmung auskennen, und ihre Möglichkeiten erweitern wollen.

Wer bestimmte Musikrichtungen mag wie Beispielsweise Irish-Folk, wird viel mehr Möglichkeiten finden andere Stimmungen wie Dropped-D oder DADGAD einzusetzen. Da ist es aber auch leicht sich nur auf zwei bis vier Tonarten zu beschränken. (G-Dur - D-Dur - D-dorisch - A-Dorisch)

Gruß Mjchael
Zuletzt geändert von mjchael am 30.08.2011, 00:47, insgesamt 1-mal geändert.

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Erstellt: von ildimo » 30.08.2011, 00:11

@phunky + @mjchael

ich danke Euch herzlich für die Erleuchtungen! -::-::- Ehrlich gesagt, habe ich bei einigen Debatten über diverse Stimmungen bisher nur Bahnhof verstanden. Aber man kann ja nicht alles gleichzeitig lernen. Gut Ding will Weile haben ;) . Aber nun habe ich zumindest in Grundzügen verstanden was es damit auf sich hat. Nochmals danke und

l.G.
Ilona

@Enni
bitte entschuldige, dass ich irgendwie (nicht mit Absicht) Deinen thread an mich gerissen habe. Und dann auch noch Deinen Ersten! Ich hoffe, Du kommst, was das Stimmgerät für Deinen Sohn betrifft, trotzdem einigermaßen auf Deine Kosten. Ansonsten würde ich Dich bitten, bei noch offenen Fragen einfach nochmals nachzuhaken, wir werden gern versuchen Dir zu helfen.

L.G.
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Erstellt: von ildimo » 30.08.2011, 15:22

mjchael hat geschrieben:Eines der bekanntesten Open-D (bzw. Open-E) Stücke ist
Ein Loch in der Banane von Klaus Weiland
Das war mal ein Pausenfüller vom NDR (Die mit dem Luftballon)

Achte mal beim ersten Video darauf, wie wenige Finger Klaus Weiland für das ganze Stück verwendet.

Die meisten Begleit-Töne werden von leeren Saiten gespielt.
Du siehst nirgendwo Barré-Akkorde oder sonstige Fingerbrecher.


@mjchael
bin erst heute dazu gekommen mir die Videos anzusehen. Seeeeeehr beeindruckend! Aber jetzt dazu eine Frage aus der Anfängerabteilung: Da müßte ich mir (wenn ich jemals so etwas machen wollte ;) ) ja alle Akkorde neu zusammenfummeln und entsprechend der Stimmung jeden einzelnen Akkord neu aufbauen, oder? Kleine Rückmeldung wäre nett, damit ich weiß, ob ich das auch richtig verstanden habe.

L.G.
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Erstellt: von mjchael » 30.08.2011, 18:54

Jawohl genau so ist es.

Man erstellt sich für die neue Stimmung eine neue Akkordtabelle, und übt diese dann.
Da man allerdings die Stimmungen in der Regel für weniger Tonarten gebraucht, halten sich diese doch sehr in Grenzen.

Der Vorteil ist, dass man in den entsprechenden Tonarten viele passende Töne mit leeren Saiten greifen kann, so dass viel mehr Finger für Melodien übrig bleiben, und dass man von daher interessantere oder schlicht einfachere Sachen machen kann.

Oftmals nähert man sich aber Schrittweise an das Open Tuning.

Beim Dropped-D wird nur die tiefe E-Saite runtergestimmt, so dass der Rest von den Griffen her gleich bleibt.

Bei der DADGAD-Stimmung hat man die ersten 4 Saiten wie die Dropped-D-Stimmung, und nur die beiden unteren unterscheiden sich. xADGxx bleibt erstmal gleich.
Und wenn du mal schaust, wie viele Akkorde ein A oder ein D zusätzlich vertragen können, und daraus nur ein sus4 oder add9-Akkord wird, wenn man die leeren Saiten anpielt, dann eröffnen sich halt viele Möglichkeiten.

Jedoch muss ich gestehen, dass ich wirklich nur das "Loch in der Banane" ganz selten mal in Open D spiele und vielleicht mal für einzelne Stücke (wovon ich nur eine Hand voll habe) sehr selten mal das Dropped-D nutze.

Also zu 99% bleibe ich bei der guten alten Standard-Stimmung. Ich spiele ja auch meist nur Standard-Sachen.

Gruß Mjchael

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Erstellt: von Funplayer99 » 30.08.2011, 19:23

ich hab zur Zeit ein ganz billiges von Thomann zum anklipsen auf der Kopfplatte.und es verrichtet seinen Dienst richtig gut.es lässt sich auf Bass,Gitarre und Chromatisch umschalten und ist beleuchtet.Ich hatte es ursprünglich fürs Lagerfeuerklampfen gekauft damit die Umgebungsgeräusche nicht so hinderlich sind beim STimmen...aber jetzt benutze ich es fast ausschließlich.
Wenn der letzte Club geschlossen und der letzte Künstler abgetreten ist wirst du erkennen, dass man geile Atmosphäre nicht downloaden kann.

Die 99 in meinem Nick ist nicht mein Geburtsjahr!

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Erstellt: von ildimo » 30.08.2011, 20:51

@mjchael

nochmals ein ganz liebes Danke! Habe wieder viel gelernt. Ich benutze solche Tunings zwar noch nicht, habe aber verstanden welchen Sinn es macht.

L.G
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MetalChurch
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Erstellt: von MetalChurch » 30.08.2011, 22:55

Hi,
also zum Stimmungsthema kommt dann jetzt eben noch der Ü30-Rentner hinterher... Also ich stimme meine Klampfe immer noch nach der Stimm-Gabel(auch wenn mein toller Line6-Pod ein dgitales Stimmgerät anbietet). Im Grunde braucht man ja nur einen gesicherten Grund-Ton und kann nach diesem die gesamte Klampfe stimmen - ob nun Drop-D oder sonstige Tunings. Man benötigt einen "echten" Grund-Ton und schon ist die Klampfe stimmbar - wenn man immer den Grund-Ton extern der Gitarre(beipielsweise der Stimmgabel) nutzt.
Die digital "hundertprozentigen" werden da mit dem Kopf schütteln - für mich war das bislang aber immer noch eine sehr zuverlässige Stimm-Quelle. ^^

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Erstellt: von ildimo » 30.08.2011, 23:23

OT: Na, wenn Du Dich als Rentner bezeichnest, kommt jetzt der Gruftie :lol: :lol:

Natürlich hast Du irgendwie Recht. Auch ich möchte irgendwann das ordentliche Stimmen nach Gehör lernen. Versuche es auch hier und da immer wieder. Aber da ich noch nicht so lange spiele, gibt mein Gehör das noch nicht so richtig her und jeden Tag stundenlang nur Gitarre stimmen :cry: :cry:

L.G
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Erstellt: von MetalChurch » 30.08.2011, 23:51

ildimo hat geschrieben:OT: Na, wenn Du Dich als Rentner bezeichnest, kommt jetzt der Gruftie :lol: :lol:

Willkommen im Club... ;-)
ildimo hat geschrieben:Natürlich hast Du irgendwie Recht. Auch ich möchte irgendwann das ordentliche Stimmen nach Gehör lernen. Versuche es auch hier und da immer wieder. Aber da ich noch nicht so lange spiele, gibt mein Gehör das noch nicht so richtig her und jeden Tag stundenlang nur Gitarre stimmen


Naja, wenn Du einen Referenz-Ton hast, lassen sich doch die restlichen Saiten stimmen...? Wer seine Saiten digital stimmt und zweimal den Tremolohebel nutzt oder ein Bending anwendet, kann seine Klampfe ja auch gleich wieder zum digitalen Stimmen einsenden. So ein wenig(!) schräg neben dem Ton liegen kann dann auch schon fast wieder Style sein. Du liegst ja i.d.R nicht gleich ganze Halbtöne daneben. Mit einem guten Tremolo und einer vernünftigen Einstellung der Klampfe, sollten auch keine Stimmungsfehler mehr auftauchen. Ich muss ja nix neues erzählen - aber wenn die dicke E-Saite im fünften Bund genau gleichklingt, wie die A-Saite, dann bist du da schon mal im Reinen(in der klassischen Stimmung). Differenzen kann man da m.E. schon heraushören. So stimmt man dann eben die Klampfe durch - entweder regelgerecht oder einem "modernen Tuning" entsprechend(drop-d). Aber ein Referenz-Ton ist i.d.R. ausreichend. Daran macht man eben die Tonart der Klampfe in Bezug auf das Stück aus.

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ildimo
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Erstellt: von ildimo » 31.08.2011, 14:01

Ich kann Dir wieder nur zustimmen, ja, ich weiß auch wie es geht.......aber diese manuelle Prozedur dauert bei mir einfach noch sehr lange und ich kann nicht jeden Tag so viel Zeit in das Stimmen der Gitarre investieren, zumal ich auf verschiedenen spiele. Gut Ding will Weile haben und mit der Zeit werde ich es auch flotter lernen.

L.G.
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