Akkordwechsel A - D - E

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boots
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Akkordwechsel A - D - E

Erstellt: von boots » 07.05.2011, 08:19

Hi , :)
ich bin neu hier und hab mal eine Frage.
Ich hab mir das Buch "Gitarre lernen für Dummies" gekauft und bin gerade dabei die Akkordprogession von A - D - E zu lernen.Ich soll jeden Akkord viermal anschlagen und dann wechseln.Ich krieg das nicht so richtig hin , dann auf den nächsten Akkord zu wechseln.
Dauert bei mir immer ne halbe Ewigkeit. :cry:
Ich hab gehört , dass man alle Finger auf einmal aufsetzen soll. :shock:
Gibt es für den Akkordwechsel und das Finger gleichzeitig aufsetzen irgendwelche Tipps oder Übungen?
LG )()(

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FretboardAddict
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Erstellt: von FretboardAddict » 07.05.2011, 08:31

Eine Möglichkeit ist es,dass der Zeigefinger eigentlich nie das Griffbrett verlässt.
Es kann dir beim stabilisieren deiner Griffe und umgreifen behilflich sein.

Ich spiele auch so , weil ich der Auffassung bin das man einen Führfinger braucht.

Die restlichen Finger müssen nur wissen wann sie automatisch zuklappen müssen,das tun sie mit Hilfe deines Führfingers und den Griffbrettdruck auf deinen Handballen.

Wie das funktioniert ,zeigt Justin. Er erklärt es zwar anders als ich ,aber du siehst bei ihm wie es funktioniert.

http://www.justinguitar.com/en/BC-114-AnchorFingers.php
Zuletzt geändert von FretboardAddict am 07.05.2011, 08:50, insgesamt 2-mal geändert.
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karioll
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Erstellt: von karioll » 07.05.2011, 08:38

hi, herzlich willkommen!
Ich kann dir nur raten, extrem langsam zu üben. Also mit Metronom üben, zuerst auf die langsamste Geschwindigkeit einstellen, dann hast du zwischen den 4 Schlägen ohne Wechsel extrem lange Zwischenräume, die annähernd dem Zwischenraum beim Wechsel entsprechen. Kann quälend sein, die Langsamkeit, aber mach es einfach, weil du dann mit oder ohne Wechsel die gleichen langen Abstände hast. Wenn du es dann hin bekommt, das Metronom 2 beats pro Minute höher stellen und dann wieder üben, bis es klappt...

Dass du alle Finger gleichzeitig aufsetzen musst, ist eher nicht so dogmatisch zu verstehen. Es reicht, dass alle liegen, wenn du anschlägst, also natürlich fast zur selben Zeit aufsetzen. Wenn die genaue Gleichzeitig zum Anfang nicht funktioniert, dann setze den Finger zuerst auf, der auf der tiefsten Saite liegt, die anderen dann auf die drunter liegenden Saiten auflegen (weil du von oben nach unten schlägst, zumindest den ersten Schlag im Takt)

Anbei Link von einem Metronom http://www.metronomeonline.com/

Nur auf 40 stellen, dann auf on klicken ---> und schon hast du die erste Übegeschwindigkeit.

edit: war zu langsam, die Reihenfolge des Aufsetzens der Finger ist bei justin sehr gut zu sehen. Die Reihenfolge, wie er aufsetzt ist eine andere Variante, als ich beschrieben habe, kannst beides üben und sehen, womit du besser klar kommst..

boots
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Erstellt: von boots » 07.05.2011, 08:55

OK ,
ich werde beides mal ausprobieren.
Danke ;)

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musicdevil
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Erstellt: von musicdevil » 07.05.2011, 16:02

auch wenn ich sonst große stücke auf justin halte und er bedeutend mehr drauf hat als ich :D, aber diesmal stimme ich da nicht mit ihm überein.

mit dem "führungsfinger" ist so eigentlich quatsch.
das funktioniert natürlich (siehe justin) bei einigen akkorde, aber spätestens bei anderen wechseln ist das relativ hinfällig.
ist auch ne sehr ungünstige art nen "A" zu greifen finde ich.
außerdem macht dieses sliden mit dem zeigefinger ungewünschte nebengeräusche auf den saiten.

ich kenn es so, dass man die finger minimal anhebt, schon in der luft die finger zu dem nächsten akkord formt den man greifen möchte und dann so gleichzeitig wie möglich aufsetzt.
ist natürlich richtig, dass mancher finger gleich auf der saite liegen bleiben kann, wenn man ihn für den nächsten akkord genau dort wieder braucht.
typisches beispiel C->Am

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FretboardAddict
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Erstellt: von FretboardAddict » 07.05.2011, 16:47

musicdevil hat geschrieben:mit dem "führungsfinger" ist so eigentlich quatsch.


Das ist kein Quatsch sondern für den ein oder anderen eine sinnvolle Alternative.

Und es ist auch nicht für jeden ungünstig ein A anders zu greifen,sondern ebenfalls eine Alternative sich im Bund mehr Platz zu schaffen.

So sollte es auch sein,dem Anfänger Alternativen aufzuzeigen und ihn ausprobieren lassen was ihm/ihr mehr liegt.
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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 09.05.2011, 03:53

Es ist doch nur eine Methode.
Kann man so machen, muss man aber nicht.
Aber wenn es einem weiterhilft, warum denn nicht.

Ob ich es immer so sinnvoll halte steht nochmal auf einem anderen Blatt.
Ich lerne die Griffe in einer anderen Reihenfolge. Bevor bei mir der Griffwechsel von E-Dur nach A-Dur kommt, war bei mir schon der Sprung von Em nach D-Dur dran. Wenn das mal richtig klappt (und die anderen Wechsel), dann ist der Wechsel A-Dur, E-Dur überhaupt kein Thema mehr.

Ich empfehle dir mal einige Kapitel im Lagerfeuerdiplom gegenzulesen.
Da sind die Lektionen besser aufgebaut, als beim Buch "Gitarre spielen für Dummies".
Man wirft mir zwar manchmal vor, ich würde viel zu viel schreiben, aber ich fange nicht erst bei der 60sten Seite mit den ersten Akkorden an, sondern lege gleich los. :lol:

Im Lagerfeuerdiplom beschreibe ich ziemlich ausführlich, wie man Gitarrengriffe wechseln kann, und habe auch die passenden Übungsbeispiele parat.

z.B. von D nach A
Bild

oder beim Griffwechsel G-Em-C-D
Bild

Wie du siehst, bringe ich Anfängern nicht bei, alle Finger gleichzeitig aufzusetzen, sondern fließend nacheinander.

Wikibooks hat geschrieben:Was jetzt noch langsam nacheinander erfolgt, wird sich nach einiger Zeit so verfestigen, dass die Finger die Position, die sie einnehmen wollen, schon so gut kennen, dass sie sich schon in der Luft richtig sortieren. Nach ein paar Wochen oder ein paar Monaten wird man die Griffwechsel so sicher beherrschen, dass man gegebenenfalls alle Finger gleichzeitig aufsetzen kann, ohne auf das Griffbrett zu schauen. Natürlich müssen auch dann die Finger sortiert werden. Doch das wird schon in der Luft geschehen. Dabei werden sie genau den Bewegungsablauf machen, den du hier im Zeitlupentempo lernst. Es wird noch eine Weile dauern, bis du Stücke spielen kannst, bei denen du so schnelle Griffwechsel brauchst, dass du alle Finger gleichzeitig aufsetzen musst. Lasse dir die Zeit und entwickle keinen falschen Ehrgeiz. Der wäre hier fehl am Platz. Auch im Straßenverkehr muss man oftmals zuerst einen Gang zurückschalten, um dann aber um so schneller überholen zu können.

Quelle: http://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_Der_Griffwechsel_von_D-Dur_nach_A-Dur#Abschlie.C3.9Fend


Also ich bin nicht prinzipiell dagegen, dass man alle Finger gleichzeitig wechseln kann, ich verlege es nur auf einen etwas späteren Zeitpunkt.

Und keiner, der fordert: "Alle Finger müssen gleichzeitig aufgesetzt werden" macht sich darüber Gedanken, dass es in vielen Fällen völlig unsinnig ist. Wenn nur ein Finger zu bewegen ist, dann bleiben selbstverständlich alle anderen Finger auf ihrem Platz, und werden vorher noch noch einmal angehoben. (vgl. Griffwechsel von Am nach C)

Bild

Gerade bei vielen klassischen Stücken wechselt man ganz bewusst die Finger einzeln und nacheinander.

Natürlich lasse ich die Finger auch nicht willkürlich auflegen, sondern achte schon auf eine sinnvolle Reihenfolge.

Beispiel beim Wechsel G C D
Bild

Wikibooks hat geschrieben:Stützfinger: JA! Zeigefinger zuerst: NEIN!

Auch hier sei nochmal gesagt: der kleine Finger darf ruhig ein wenig zögern, bevor er seinen Platz verlässt. Er bleibt so lange als Stützfinger (zur Orientierung), bis Mittel- und Ringfinger ihren Platz erreicht haben. Aber noch bevor die beiden Finger dann richtig aufsetzen, verschwindet der kleine Finger.

Es ist absolut wichtig, dass der Mittel- und Ringfinger gleichzeitig aufsetzen, und das muss unbedingt noch geschehen, bevor der Zeigefinger aufsetzt!

Die Gefahr ist nämlich, dass der Zeigefinger zuerst aufgesetzt wird.
Das hört sich im ersten Moment gar nicht so schlimm an, doch man erlebt es gerade bei Anfängern immer wieder, dass dabei die gemeinsame Stellung von Mittel- und Ringfinger auseinander gerissen wird.

Der Zeigefinger hat zwar seinen Platz relativ schnell gefunden, aber der Mittelfinger sucht seinen Platz, und dann sucht der Ringfinger seinen Platz.

Das sind drei einzelne Bewegungen, die viel Zeit kosten.

Wenn man es einmal geschafft hat, Ring- und Mittelfinger als eine Einheit zu sehen, und sie in ihrer Position, die ja schon richtig ist, einfach beibehält, und sie immer gleichzeitig bewegt, geht alles ganz fix, da es dann nur zwei einfache Bewegungen sind.

Es ist am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, dass der Ringfinger jetzt eine so wichtige "Zeige-" Funktion hat. Doch er muss unbedingt zuerst aufgesetzt werden. Die Bass-Saiten werden zuerst angeschlagen. Der Zeigefinger hat also ein bis zwei Schläge Zeit, bevor er drankommt. Aber da der Zeigefinger das Zeigen gewohnt ist, findet er auch etwas später sehr schnell seinen Platz.

Also konzentriere dich auf den Ringfinger und bau den C-Dur Akkord nicht von hinten auf!


So was kommt einem im ersten Moment kleinkariert und penibel vor. Aber wenn man sich mal an ein paar Bewegungsabläufe gewöhnt hat, dann läuft hinterher wirklich alles nach dem gleichen Schema ab.

Bild
zum Vergrößern anklicken


Wenn man die Griffwechsel mal so im Zusammenhang betrachtet, dann kann man sich leicht vorstellen, dass sich die Bewegungsabläufe so weit automatisieren, dass man die Finger schon in der Luft richtig sortiert.

Aber das reicht, wie gesagt, aus, wenn man dieses erst dann übt, wenn sich die Finger schon ein wenig an die Akkorde und an die Position wo sie hin sollen gewöhnt haben.

Alles andere halte ich für falschen bzw. übertriebenen Ehrgeiz. In den ersten Lektionen werden doch normalerweise eh keine Lieder geübt, wo man unbedingt in einer tausenstel Sekunde die Finger gewechselt haben muss.

Wenn man sich den Bum-Tsching-Schlag (4/4-Schlag) gleich zu Anfang angewöhnt, und immer zwischen den oberen Bass-Saiten und den unteren Melodiesaiten hin und her wechselst, dann hast du genügend Zeit, die Finger zu wechseln.

In einem neuen Takt setzt du zuerst die Finger für die Bass-Saiten auf, bzw. du hebst die Finger an, wenn die Saiten leer erklingen sollen, und dann hast du noch genügend Zeit die Finger auf den unteren Melodiesaiten zu sortieren, bis du die Saiten das erste mal anschlägst.

Ich muss meine Schülern normalerweise nicht beibringen, die Finger richtig in der Luft zu sortieren. Irgendwann machen die das von ganz alleine. Und ich sag mal so: Wer das nach einer Weile nicht von alleine hinbekommt, der wird sich auch so recht schwer mit dem Gitarrespielen tun. Aber die Weile darf bei einem ein paar Wochen dauern, und bei anderen auch ein paar Monate (je nachdem, wieviel Zeit er zum üben hat.)

Also, wenn man beim Akkordwechsel keine Sprünge braucht, dann macht man auch keine. Das wäre unsinnig. Warum soll man Finger in der Luft sortieren, die eh schon auf dem richtigen Platz sind? Sprünge übt man dann, wenn sie nicht zu verhindern sind.

Größere Sprünge bei Akkorden (von G nach Am und von Em nach D) kommt bei mir erst in der 7. Lektion dran, also erst nach anderthalb Monaten. Mit ganz einfachen Liedern. (z.B. Lady in black; Hejo spannt den Wagen an, Ox-Driving Song, 99 Luftballons, Über den Wolken)

Und die wirklich großen Sprünge quer über das Griffbrett haben noch lange Zeit!

Wenn das Interesse da ist, dann lernt man vieles fast von selbst.

Gruß mjchael
Zuletzt geändert von mjchael am 09.05.2011, 15:04, insgesamt 1-mal geändert.

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Harry83
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Erstellt: von Harry83 » 09.05.2011, 10:52

Hy!
Auch von mir ein herzliches Willkommen!

Mach dir keine allzu große Gedanken wegen des Wechsels. Das dauert ein bisschen. Ich wollte am Anfang Knocking On Heavens Door lernen. Doch der Wechsel der Akkorde dauerte eine Ewigkeit. Um die Motivation nicht zu verlieren, beachtete ich einen Tipp aus diesen Forum: Das Lied hat 4 Akkorde. G,D,C und A-Moll. Also lernte ich diese Akkorde so lange einzeln, bis ich sie blind greifen konnte. Dann den nächsten Akkord usw. Nachdem ich dieses alles flüssig wechseln konnte, wagte ich mich an den Song. Bis es hörbar wurde, dauerte es zwar etwas, aber so funktionierte es bei mir. Und was noch wichtig ist: Langsam üben!!!
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