Effektgerät Sinnvoll?

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ebichu87
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Effektgerät Sinnvoll?

Erstellt: von ebichu87 » 10.04.2011, 00:28

Hi zusammen.
Ich besitze einen VOX VT30 verstärker. Nun habe ich manchmal das gefühl, dass ich bei den einstellungen für den richtigen sound oft nicht so recht ans ziel komme. Das kann einerseits daran liegen, dass die Settings für diesen AMP schlicht zu eingeschränkt, oder meine fähigkeiten die Settings auszureizen nicht vorhanden sind. :D

Nun hab ich mir mal überlegt, vor den AMP ein effektgerät dranzuhängen, um mehr einstellungsmöglichkeiten zu generieren. ZB etwas in der Art des POD X3. Nun weiss ich aber nicht, ob meine überlegungen überhaupt sinnvoll sind. Sind diese Effektgeräte denn überhaupt dazu da, vor einen AMP geschalten zu werden, welcher eigentlich selbst schon ein Effektgerät eingebaut hat? Oder ist das mehr gedacht für die verwendung am PC?

ihr seht, ich bin da etwas verwirrt. Würde mich auf jeden fall über ein paar infos freuen.

besten Dank schonmal
ebi

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musicdevil
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Erstellt: von musicdevil » 10.04.2011, 01:16

der VOX VT30 hat 22 ampmodelle und 11 integrierte effekte.
darunter alles mögliche was so standard ist wie hall, delay, chorus, echo, flanger, phaser, rotary, tremolo, pitch usw., was will man mehr?
und was ich so gehört habe, klingt auch alles recht anständig.
Link
und nen fussschalter zum umschalten der presets gibts ja auch noch.
da noch zusätzliche effekte vorzuschalten ist eigentlich nicht wirklich nötig.
vielleicht anstatt dessen sich erstmal ausgiebig mit dem gerät befassen? ;)

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ebichu87
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Erstellt: von ebichu87 » 10.04.2011, 01:23

ja ok, das klingt ja schonmal sehr vernünftig :)
In dem fall liegt das problem vielleicht doch eher bei mir.

Meine schwierigkeit ist einfach, das ich mit den einstellungen nicht so recht klar komme. Wenn ich zB ein gewünschtes ergebnis erzielen will, weiss ich oft nicht, obs jetzt mehr Bass, Reverb, Treble, Chorus etc etc oder eben weniger davon braucht. Oftmal sind die unterschiede auch sehr klein, und da weiss ich halt nicht, ob ich dann auf dem richtigen oder falschen weg bin.
Ich dachte halt, dass so ein effektgerät einem die arbeit abnimmt, aber wenns da nur noch mehr zum einstellen gibt, ist das wahrlich nichts für mich.
Werde mal bei meinem AMP versuchen ein setting zu finden wo ich die jeweiligen effekte der Regler deutlich hören kann. Der rest ist dann wohl erfahrungssache. ^^

also besten dank für die tipps,
gute nacht
ebi

alex62
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Erstellt: von alex62 » 25.04.2011, 15:20

Hi

Ich bin genau der gleichen Meinung, wenn du noch Probleme mit den Sound settings von deinem Amp hast, würdest du mit diesem Effekt Gerät mit sicherheit nicht weiter kommne, im Gegenteil es würde dich noch mehr verwirren.

An deiner stelle würd ich mir auch erstmal einen Fußtreter kaufen, ( gibt wirklich richitg gute Teile) ich kann hier z.b. den OCD Fulltone empfehlen , der macht richitg geile Sounds , und was wichtig ist, da sind nur 3 Drehregler dran und ein Schalter mit dem man von HP auf LP umschalten kann .

Ich habe schon mehrere solche fußtreter versucht, auch den Ibanez Tube Screamer , aber an den OCD kommt einfach kein andrer ran , nach meinem Empfinden zumindest.

M.F:G Alex
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corpraider
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Erstellt: von corpraider » 26.04.2011, 11:04

ihr habt ja jetzt nur verzerrer empfohlen. habe für meinen vt-15 auch ein fuzz 5 und ds2 - beide machen natürlich eine genialere verzerrung als mit dem modelling vom verstärker. muss ja auch so sein, kosten beide zusammen genausoviel wie der verstärker selber (oder ein ocd).
ich glaube, dass der fredstarter mehr probleme mit den modulationseffekten hat, also kein gutes delay, chorus, compressor hinbekommt. war jedenfalls bei mir so.
viel geholfen haben mir diese kurzen videos (alle namens "vt deep editing"):
http://www.youtube.com/watch?v=Ttn5ME02TDQ

bei einem multieffektboard hast du das selbe problem: die 5 knöpfe sind bedeuten für jeden effekt wiederum andere einstellmöglichkeiten, also von der verwirrung wieder genau dasselbe.
schau mal das tonelab an:
http://www.musik-schmidt.de/images/prod ... lab-ST.jpg
dieses board findet sich in einer abgespeckten version auf deinem vt wieder.
Zuletzt geändert von corpraider am 26.04.2011, 11:11, insgesamt 1-mal geändert.

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howdy71
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Erstellt: von howdy71 » 26.04.2011, 11:11

Den einzigen Fussschalter, welchen Du Dir kaufen solltest ist der Fussschalter von VOX, mit welchem Du die Kanale des Amps umschalten kannst! Das macht sinn!

Ein Effektgerät vor einen Modelling Amp zu hängen macht imho keinen Sinn.

Ich habe auch den VT von VOX. Ich kann dir nur den Rat geben dich mit dem Amp auseinanderzusetzen, den die VT Serie klingt (subjektiv) wirklich gut.

Die Presets von VOX zu verschiedenen Songs finde ich imho wenig berrauschend. Betreibe den Amp erstmal im "Manual" Modus.
Zuletzt geändert von howdy71 am 27.04.2011, 08:35, insgesamt 1-mal geändert.

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phunky
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Erstellt: von phunky » 26.04.2011, 11:20

howdy71 hat geschrieben:...
Die Presets von VOX zu verschiedenen Songs finde ich imho wenig berrauschend. Betreibe den Amp erstmal im "Manual" Modus.


Ich finde diese ganze "Presetterei" eh extremst überflüssig. Bei Line6 ist das ja noch schlimmer, hunderte von Presets. Ohne zu übertreiben.

Überflüssig vor allem, weil eh nicht der Verstärker allein den Sound macht, der entsprechende Künstler etwas auf der Bühne stehen hat, dass eben "nur" nachgemacht wird und vermutlich auch nicht die gleiche Gitarre, ganz sicher aber nicht die gleichen Finger hat... Abgesehen davon, wird man sich bestimmt nicht leichter tun seinen eigenen Sound zu finden, wenn man von Preset zu Preset springt und gar nicht weiß was da eigentlich gerade was zum Sound beiträgt. Gut, das Finden eines eigenen Sounds und Verstehen der Hardware ist vielleicht nicht jedermanns Ziel, wenn aber doch, Finger weg von den "Ich-kling-jetzt-wie-Kurt-Cobain-bei-It-smells-like-Teen-Spirit-Presets".

Ich verstehe sowieso nicht, warum so viele so scharf darauf sind, andere möglichst exakt zu imitieren.

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PacoCasanovas
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Erstellt: von PacoCasanovas » 26.04.2011, 20:51

phunky hat geschrieben:Ich verstehe sowieso nicht, warum so viele so scharf darauf sind, andere möglichst exakt zu imitieren.


Yesss! Ganz meine Worte :D

Für mich sind Modeling-Kisten auch keine Nachahmer-Werkzeuge (auch wenn es drum geht Gitarrenverstärker zu simulieren) sondern Werkzeugkisten die dem Gitarristen eine breite Palette an Sounds ermöglichen. Wenn man mal über das blosse "Simulieren" von Verstärkercharakteristiken hinaus denkt, dann kann so ein Modeling-Gerät einem ganz neue Horizonte eröffnen.

Ich arbeite seit einigen Jahren überzeugt mit Modeling-Technologie, egal ob live oder in Aufnahme-Situationen. Meine Wahl viel vor drei Jahren auf ein bestimmtes Gerät, welches so manchen Gitarristen in seinen Möglichkeiten wohl erschlagen würde. Aber eben......wenn Du mal über das "Nachahmen" von Sounds hinwegdenkst, dann kannst Du damit eigene und innovative Soundwelten erschaffen.

Zusammenfassend: Hab Freude mit deinem Vox, das ist nämlich für seinen Preis ne echte Hammerkiste! :D

VG
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Erstellt: von snicki » 26.04.2011, 22:04

hm, kleiner Einspruch meinerseits. Ich hab zu Hause den VOX VT20+ als Übungscombo und bin hellauf begeistert, welch gute Sounds er bietet. Ich denke aber gerade für Anfänger sind die Presets nicht schlecht. Ich benutz die auch ab und zu; nicht um den Sound zu übernehmen, sondern man kann ja gezielt nachvollziehen, für welchen Sound welche Simulationen und Effektgeräte benutzt wurden. Und das hilft meiner Meinung nach gewisse Soundpaletten zu erarbeiten:
Erst die grobe Richtung durch ein Preset gehen und dann weiter experimentieren und verfeinern, bis man zufrieden ist. Kann natürlich auch mal in die Hose gehen, aber das ist mal wieder n typischer Fall von Learning by doing bzw. hearing ;)

Snicki :-)))

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PacoCasanovas
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Erstellt: von PacoCasanovas » 26.04.2011, 22:23

snicki hat geschrieben:hm, kleiner Einspruch meinerseits. Ich hab zu Hause den VOX VT20+ als Übungscombo und bin hellauf begeistert, welch gute Sounds er bietet. Ich denke aber gerade für Anfänger sind die Presets nicht schlecht. Ich benutz die auch ab und zu; nicht um den Sound zu übernehmen, sondern man kann ja gezielt nachvollziehen, für welchen Sound welche Simulationen und Effektgeräte benutzt wurden. Und das hilft meiner Meinung nach gewisse Soundpaletten zu erarbeiten:
Erst die grobe Richtung durch ein Preset gehen und dann weiter experimentieren und verfeinern, bis man zufrieden ist. Kann natürlich auch mal in die Hose gehen, aber das ist mal wieder n typischer Fall von Learning by doing bzw. hearing ;)

Snicki :-)))


Ne, da hast Du absolut recht. Um tiefer eintauchen zu können, eignen sich Presets als Startgrundlage bestens. Ich für meinen Teil brauche diese Startgrundlage nicht mehr, da ich mittlerweile weiss was ich wie erreichen kann. Das ist aber ein langer Prozess des Hören- und Verstehens und bei jedem Musiker anders. Mach nur weiter so....alles in Butter :D

Meine Kiste hätte 384 Prests und nochmals 128 separate Überpresets im Midi-Fusskontroller - "way too much", wie der Engländer sagen würde. Die meisten dieser Presets sind "schau-her-was-ich-alles-kann"-Presets. Oder wo würdest Du diesen Sound http://pacocasanovas.ch/Axeteaser2.mp3 benützen wollen...... ;) Okey, ich kann damit den Keyboarder in die Wüste schicken :lol: =)=)=
Da schraube ich mir lieber meine eigenen Sounds.....

VG
Paco

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