Linkshänder oder Rechtshänder Gitarre?

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Minouche
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Linkshänder oder Rechtshänder Gitarre?

Erstellt: von Minouche » 22.01.2011, 04:20

Hallo, ich hab noch keine Gitarre, will mir jetzt bald eine kaufen, aber ich weiss nicht, ob ich eine linkshaender oder rechtshaender gitarre nehmen soll. ich bin zwar geborene linkshaenderin wurde aber im kindergarten umgeschult und bin nun rechtshaenderin, fuehle mich aber irgendwie wohler mit dem gitarrenhals auf der rechten seite. was tun?

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Counterfeit
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Erstellt: von Counterfeit » 22.01.2011, 07:07

hm, also eigentlich sollte man die Gitarre so wählen wie man sich am wohlsten fühlst. Also wenn du dich mit dem Hals rechs am wohlsten fühlst, dann solltest du zu ner Linkshändergitarre greifen. ABER ich bin auch Linkshänder und fühlte mich ursprünglich so wohler. Hab mich allerdings bewusst dazu entschieden es "richtig" rum zu lernen, auch wenn das vielleicht nicht das vernünftigste ist. Ich wollte auch in der Lage sein mal ne Gitarre bei nem Freund oder so anzuspielen. Außerdem sind Linkshändergitarren oft teurer und die Auswahl ist definitiv geringer. Und ich kann bisher keinen Nachteil erkenne, dass ich wie ein Rechtshänder spiele...

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Harry83
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Erstellt: von Harry83 » 22.01.2011, 09:17

Moin!

Ich bin Rechtshänder. Aufgrund einer Verletzung am Arm, habe ich mir mal eine Linkshänder Gitarre geliehen, nur um mal zu testen, ob ich damit klar komme. Ich bin gescheitert! Als mein Arm wieder ok war, war ich echt froh, als ich wieder normal spielen konnte.
Geh am besten zu einem Fachhändler, und probiere beide Gitarren aus. Nimm die, die dir besser liegt. Es wäre rausgeschmissenes Geld, wenn du dir eine Rechtshändergitarre kaufst, aber damit überhaupt nicht klar kommst!
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Kevenborstel
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Erstellt: von Kevenborstel » 22.01.2011, 09:49

Hallo, bin auch Linkshänder und schreibe auch mit der Linken Hand. Eigentümlichweise kann ich mit einer Gitarre für Linkshänder nicht klarkommen und fühle mich auf der "normalen" einfach wohler. Das hat mich eigentlich auch gewundert, aber dann habe ich einen Fernsehbericht (ich glaube bei Galileo) über Linkshänder gesehen, in dem berichtet wurde, dass es Linkshänder gibt die nur bestimmte Tätigkeiten mit links besser können - soll irgendwie mit den Gehirnwindungen zusammenhängen- also unbedingt ausprobieren, sonst machst du dir es nur unnötig schwer.
javascript:emoticon('====))')
Ps.: Eine Umschulung im Kindergarten, verrückt, muss lange her sein, denn davon hat mir mal meine Oma erzählt, soll wohl damaaaaals üblich gewesen sein.
Zuletzt geändert von Kevenborstel am 22.01.2011, 09:55, insgesamt 1-mal geändert.

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Counterfeit
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Erstellt: von Counterfeit » 22.01.2011, 09:52

wie habt ihr den Luftgitarre gespielt bevor ihr angefangen habt Gitarre zu spielen? ;)

Also ich bin durch und durch Linkshänder und habe bevor ich angefangen habe quasi "linksherum" Luftgitarre gespielt. ;) Jetzt mittlerweile fühlt es sich für mich auch komisch an wenn ich die Gitarre auf Links nehme weil ich mich so an rechts gewöhnt habe.

catmini
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Erstellt: von catmini » 22.01.2011, 11:34

ich bin zwar kein linkshänder, aber ich denke, wenn mann ganz neu anfängt ist das ziemlich egal wierum man die gitarre hält. die bewegungsabläufe sind für beide hände neuartig und ob du nun aus der linken eine schlag und zupfhand trainierst oder aus der rechten ist eigentlich egal.

der vorteil des rechtshändischem spielens liegt eindeutig in der flexibilität der gitarren auswahl.

es sei denn du lernst links mit ner "rechtshänder" gitarre ;)

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Counterfeit
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Erstellt: von Counterfeit » 22.01.2011, 12:00

catmini hat geschrieben:ich bin zwar kein linkshänder, aber ich denke, wenn mann ganz neu anfängt ist das ziemlich egal wierum man die gitarre hält. die bewegungsabläufe sind für beide hände neuartig und ob du nun aus der linken eine schlag und zupfhand trainierst oder aus der rechten ist eigentlich egal.


hab mal irgendwann gehört, dass es mit der "starken" Hand einfacher ist den Rythmus zu halten. Ob's stimmt? Keine Ahnung... Aber ich dachte auch so, dass die Abläufe für beide Hände gleich neu sind. So what...;)
es sei denn du lernst links mit ner "rechtshänder" gitarre ;)


jimi :D

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Effy
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Erstellt: von Effy » 22.01.2011, 12:17

Also ich bin zwar Rechtshänderin, aber hätte jetzt gedacht, dass es für Linkshänder
vielleicht sogar einfacher ist auf einer Rechtshändergitarre zu lernen.
Die linke Hand müsste viel beweglicher sein, als die eines Rechtshänders und somit
halt auch einfacher die Saiten zu greifen oder? :)..
ich weiss es nicht, aber ich könnte es mir vorstellen..

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Nightmare
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Erstellt: von Nightmare » 22.01.2011, 16:50

Weiß nicht, also ich könnte mir das andersrum garnicht mehr vorstellen. Und wie das am Anfang war, weiß ich nicht mehr, ob das da einfacher gewesen wäre mit rechts anzufangen.
Ich denke aber einerseits, dass es nicht schadet die andere Hand zu trainieren. Und außerdem denke ich, dass man es mit beiden gleichermaßen lernen kann, siehe Michael Angelo Batio.

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Klampfengeist
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Erstellt: von Klampfengeist » 22.01.2011, 19:09

Dazu hat's in der Vergangenheit schonmal einen interessanten Beitrag von 'Lefty' gegeben:

Etwas zum Linkshänder.
Im Gegensatz zur allgemeinen Annahme, sind nach neuesten Wissenschaftlichen Untersuchungen 45-50% der Menschheit Linkshänder. Wobei der Linkshänder in 2 Kategorien einzuteilen ist. Einmal den "echten" Linkhänder und einmal den eigentlichen Beidhänder.
Wie kommt das? Man nahm lange an, das bei Linkshändern die Gehirnhälften spiegelverkehrt sind. Das ist schlicht falsch. Man weiss inzwischen das Linkshänder lediglich andere Gehirnariale nutzen als der Rechtshänder um bestimmte Tätigkeiten auszuüben.
Der Beidhänder nutzt Gehrinariale von beiden Händigkeiten. Wenn er mehr mit Links macht, dann nutzt er vermehrt die Ariale die ein Linkshänder nutzt. Logisch soweit.
Beim Rechtshänder ist ebenfalls ein großer Teil Beidhänder. Hier gilt das gleiche oben beschrieben Prinzip.
Die Tatsache, das in einem großen Teil der Welt noch bis heute Linkshänder umerzogen werden stellt nicht nur die Wissenschaft vor ein Problem, sondern auch die Gesellschaft.
Auch hinterlässt es den Eindruck das Linkshänder in der Minderheit sind.
Links bedeutet übrigens soviel wie falsch, schlecht, hinterhältig.
Mediziner sind sich sicher das viele Menschen mit chronischen Leiden wie etwa Kopf oder Rückenschmerzen "Falschhänder" sind. Also in den meisten Fällen echte Linkshänder die aber zu Rechtshändern erzogen wurden. Das passiert intuitiv, Eltern geben ihrem Sprössling automatisch die Gabel, den Stift in die rechte Hand. Kinder lernen durch imitation, heisst hat das Kind mehrheitlich mit Rechtshänder zu tun, wird es Dinge auch genauso nachmachen.
Und da sich das Umerziehen von Links auf Rechtshänder auch in Deutschland gab und es Generation dauert bis das ausgewachsen ist, entstehen derartige Dinge.

Es gibt im übrigen noch kein definitives Verfahren um festzustellen ob ein Kind Links-Rechts- oder Beidhänder ist.

Genug des allgemeinen, sonst schreib ich morgen noch.

Zum Instrument und dem Linkshänder.
Einem echten Linkshänder macht es anfänglich keine Schwiriegkeiten wie ein Rechtshänder zu spielen.
Nun ist es aber so, das es einen Punkt geben wird andem der Linkshänder nicht mehr weiter kommt. Diesen Punkt erreichen aber auch nicht alle.
Es ist schwer zu erklären, irgendwann gibt es keine Steigerung mehr des Könnes und das liegt daran das man falsch herum gespielt hat.
An Musikhochschulen gab es dazu etliche Untersuchungen und Experimente.
U.a. fand man heraus, das ein Linkshänder der diesen Punkt erreicht in 7 von 10 Fällen krank wird.
Desweiteren ist er in der Lage innerhalb kürzester Zeit alles bisher gelernte nochmal neu zu lernen und zwar richtig herum. Ein Phänomen das die Wissenschaft nicht erklären kann.
Obendrein sind bei den Probanten danach die körperlichen Leiden weg gegangen und sie konnten diesen Punkt des nicht mehr weiterkommens ohne Probleme überschreiten.
Die einzige brauchbare Erklärung für das Phänomen ist bisher das durch das falsch spielen, das Ariale im Gehirn das für die Kreativität verantwortlich ist gehemmt wurde. Durch das umlernen fiel diese Hemmung weg.

Die Händigkeit gerade in Bezug auf Musik und Händigkeits abhängige Instrument ist ein noch recht unerforschtes Gebiet wie man merkt, das viele Fragen aufwirft und vom echten Linkshänder zumindest mal bedacht werden sollte.


Meinen Text von damals kopier' ich auch mal hier rein:

--- snip ---

Wie kommt das? Man nahm lange an, das bei Linkshändern die Gehirnhälften spiegelverkehrt sind. Das ist schlicht falsch. Man weiss inzwischen das Linkshänder lediglich andere Gehirnariale nutzen als der Rechtshänder um bestimmte Tätigkeiten auszuüben.
Der Beidhänder nutzt Gehirnariale von beiden Händigkeiten. Wenn er mehr mit Links macht, dann nutzt er vermehrt die Ariale die ein Linkshänder nutzt. Logisch soweit.
Beim Rechtshänder ist ebenfalls ein großer Teil Beidhänder. Hier gilt das gleiche oben beschrieben Prinzip.
Die Tatsache, das in einem großen Teil der Welt noch bis heute Linkshänder umerzogen werden stellt nicht nur die Wissenschaft vor ein Problem, sondern auch die Gesellschaft.

Ich hatte das zweifelhafte Vergnügen, in der Grundschulzeit einer solchen "Umerziehungsmaßnahme" ausgesetzt zu sein.
(Warum sich meine Eltern damals von der Lehrerin so dermaßen bequatschen haben lassen, ist mir immer noch ein Rätsel.
Heutzutage ist man glücklicherweise davon abgekommen, da - soviel ich weiss - sich dies auf die Entwicklung der Koordination sowie den Lernprozess auswirkt.)

Darauf folgten zwei Jahre lang Schreibübungen, die nebenher zu den Hausaufgaben gemacht werden mussten.
Müßig zu erwähnen, dass diese Übungen irgendwie nutzlos sind - wie Lefty oben schon erwähnt hat,
ist eine Steigerung ab einen gewissen Level nicht mehr möglich, was sich dann auf die Schreibgeschwindigkeit doch erheblich ausgewirkt hat.
(das miserable Schriftbild könnte allerdings auch meinem Hang zur Bequemlicheit geschuldet sein. ;) )

Die ständige "Vergewaltigung" der Links-Rechts-Dominanz (ich nenn's jetzt einfach mal so)
hatte dann zur Folge, dass mein Gehirn wohl zu folgendem Ausweg gegriffen hat:

Bewegungsabläufe mit vermehrten Krafteinsatz werden in der Regel mit Links bewältigt.
Bei filigraneren Bewegungen für die eher Geschicklichkeit gefragt ist (wie etwa dem Schreiben) macht normalerweise meine Rechte.
Wird nun sowohl Kraft als auch Geschick benötigt (wie etwa dem Greifen der Gitarrensaiten ;) ) kommt Links oder Rechts zum Einsatz, je nachdem.

Damit kein Missverständnis entsteht:
Bis auf dem Einsatz der Schreibschrift entscheide ich dies keineswegs direkt - es ist viel eher so,
dass sich diese Art der Koordination erst im Laufe der Jahre so eingespielt hat.

Nun wird sich der eine oder ander Fragen, warum hast du dann nicht einfach wieder umgelernt?

Da das Schreiben als Werkzeug ständig gefordert war (etwas später in der Realschule sowieso) hatte ich kaum Spielraum dafür.
Um ehrlich zu sein - ich hatte einfach keinen Bock, nochmals jahrelang Schreibübungen zu tätigen.
Allerdings musste ich dann bei meiner Lehre zum Technischen Zeichner die Normschrift von Hand nochmals erlernen.
(wird heut' glaub' ich nicht mehr gemacht.)
Natürlich machte ich dies dann mit Links (in durchaus doppelten Sinne... :P )

Heute kann's mir schon mal passierern, dass ich mal kurz etwas mit Rechts notiere,
um dann kurz darauf eine Liste mit Links weiterzuschreiben...
(ein Arbeitkollege sprach mich neulich mal völlig perplex darauf an ;) )

Die Links-Rechts-Balance von mir hat sich wie oben geschildert inzwischen recht gut eingependelt.
Und dies möchte ich auf gar keinen Fall durch irgendwelche (im Grunde genommen unnötige) Umerziehungsmaßnahmen gefährden.

Meine Wahl der Gitarre viel dementsprechend aus.

Oh Mann, wenn ich bedenke, welchen Unsinn ich mir in so einigen Musikfachgeschäften zur Links-Rechts-Thematik anhören musste!
(Sollen Sie doch gleich zugeben, dass sie einfach keine zur Auswahl anbieten können... :? )

Langer Text, kurzer Sinn:

Bist du Linkshänder, geh in einem vernünftigen Gitarrenladen (wenn nicht zumindest zwei oder drei Lefty's mit im Sortiment sind, ist es meiner Ansicht nach kein vernünftiger Gitarrenladen) und teste sowohl das eine als auch das andere Modell an.

Nimm dir richtig Zeit dafür! Achte auf deine korrekte Haltung!
Lass dich auf keinem Fall vom Verkäufer bequatschen!
Es zählt nur dein eigener individueller Eindruck!

Für Eltern, die ihrem Kind eine Gitarre kaufen wohlen:
Bitte, bitte versucht nicht euer Kind bezüglich rechts/links zu beeinflussen.
Die Folgen können (wenn auch nicht zwangsläufig) ziemlich fatal sein, ich hab's leider am eigenen Leib erleben müssen...

Fühlt sich die Rechtshändergitarre gut an oder kannst du sogar keinen nennenswerten Unterschied zwischen Links - und Rechtshändergitarre feststellen:

Prima! Nimm' die normale Rechtshändergitarre.

Fühlt sich dagegen die Rechtshändergitarre von Grund auf irgendwie verkehrt und falsch an:

lass die Finger davon!



Nur meine fünf Cent zum Thema...

--- snip ---
---
Gruß Michl

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Danke

Erstellt: von Minouche » 23.01.2011, 14:39

Hallo an alle Antworter!

Wollte mich nur mal kurz bedanken fuer die vielen und sogar ausfuehrlichen Antworten, meine Frage wurde mir sehr gut geklaert. Die Seite rockt, super Forum!Ich glaube es wird wohl auf die Linkshaendergitarre hinauslaufen. Danke und bis bald!

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Harry83
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Erstellt: von Harry83 » 23.01.2011, 14:42

Dafür ist das Forum ja da!
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Seagull
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Re: links oder rechts?

Erstellt: von Seagull » 23.01.2011, 15:57

Minouche hat geschrieben:... ich bin zwar geborene linkshaenderin wurde aber im kindergarten umgeschult und bin nun rechtshaenderin...


Nur mal zur Info, man wird nicht als Links oder Rechtshänder geboren. Das ist Sache der Erziehung bzw, des Aufwachsens/Lernen.

Umgeschult hab ich auch noch nicht gehört, aber nimm einfach die Seite mit der du auch schreibst.

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Gitarrenschlumpf
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Re: links oder rechts?

Erstellt: von Gitarrenschlumpf » 23.01.2011, 16:17

Seagull hat geschrieben:Nur mal zur Info, man wird nicht als Links oder Rechtshänder geboren. Das ist Sache der Erziehung bzw, des Aufwachsens/Lernen.


Woher weist Du das?

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Erstellt: von monster » 23.01.2011, 20:10

..... also da muss ich auch nochmal nachhaken - man wird sehr wohl als l. - o. r. - händer geboren.
als mein sohn anfing selber zu löffeln hab ich ihm auch den löffel in die rechte hand gegeben ( ob nun bewusst oder unbewusst) , er hat von anfang an immer wieder in die linke hand gewechselt.
====))
Ist der Anfang erst gemacht, ist die Hälfte schon geschafft.

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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 24.01.2011, 19:40

Noch ein paar Antworten:
Die Rhythmushand rechts, Greifhand links

Gruß Mjchael

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Seagull
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Re: links oder rechts?

Erstellt: von Seagull » 30.01.2011, 13:22

Gitarrenschlumpf hat geschrieben:
Seagull hat geschrieben:Nur mal zur Info, man wird nicht als Links oder Rechtshänder geboren. Das ist Sache der Erziehung bzw, des Aufwachsens/Lernen.


Woher weist Du das?


Ich habe das mal im Fernsehen gesehen, jetzt habe ich im moment leider nur das hier:

http://sciencev1.orf.at/science/news/119157
(Bitte nicht nur die ersten Zeilen lesen)

das ist auch interessant:
http://de.wikipedia.org/wiki/Linksh%C3% ... geprobleme

Man kann sich sicher darüber streiten, der Artikel gibt aber etwas aufschluss.

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Erstellt: von Klampfengeist » 31.01.2011, 19:37

Eigentlich spielt es doch keine Rolle, ob man nun als Rechter oder Linker geboren wird. (bitte nicht mit politischer Ausrichtung verwechseln... Bild )

Viel eher dürfte eine Rolle spielen, wie stark die Dominanz der jeweiligen Körperhälfte ist.
Kann mir durchaus vorstellen, dass für, sagen wir mal geschätzte 70% bis 80% der Bevölkerung diese Dominanz nicht so stark ausgeprägt ist und ein Um- bzw. anders Anlernen schon möglich ist.

Würde allerdings diese Aussage nicht so pauschal unterschreiben, da ein Nachweis für diese Schätzung fehlt...

Ebenso habe ich für solche Aussagen wie "ich kenn da einen Linkshänder,
der spielt auf einer normalen (eh? was ist schon normal? Bild ) - also alles kein Problem..."
eher nur ein Stirnrunzeln übrig - was sagt dies denn über die Stärke/Art der Dominanz aus?

Der Königsweg wäre natürlich der, generell die Händigkeit zu wählen, in der man sich wohl fühlt.
(leider natürlich nicht immer so ohne weiteres möglich)

Bei der Auswahl der Gitarre müssen Kosten/Nutzen/Modelauswahl/Entwicklung der eigenen Koordinaton/Neigungung etc. gegeneinander abgewogen werden.
Eine Entscheidung, die letztendlich jeder für sich selbst treffen muss.

---
Hatte eigentlich schon genug von meinen eigenen Erlebnissen diesbezüglich geschrieben.
Nur soviel dazu noch:

Ich hatte so etwa zwei, drei Monate gebraucht, um mich zu meiner Lefty-Entscheidung durchzuringen.
Da mir die Problematik der eingeschränkten Modellauswahl durchaus bewusst war
(Bei den zwei, drei Musikläden in meiner Gegend gab's kaum Lefty's zum probespielen)
hatte ich's auch erstmal mit den gängigen Rechtshändermodellen versucht.
Aber egal wie lange ich rumexperimentierte - sobald ich eine Linkshänder (egal wie schrottig) in der Hand hatte,
war es, als ob bei mir jemand einen Schalter umlegt - einfach ein Unterschied wie Tag und Nacht...

Wenn der Unterschied dann so krass ist, glaub' ich, kann man sich jeden weiteren Gedanken hinsichtlich der Thematik schenken...
---
Auszug aus Wikipedia:
Nahezu alle Musikinstrumente sind asymmetrisch, insbesondere Tasten-, Harmonika- und Streichinstrumente. Sie können also nicht einfach spiegelbildlich bespielt werden. Daher lernen Linkshänder diese Instrumente bislang meist in gleicher Weise wie Rechtshänder. Es gibt Linkshänder, die trotz dieser seitenfalschen Spielweise großes Können erlangen. Laut Mengler kann es aber auch zu Folgeproblemen kommen ähnlich wie beim Umschulen der Schreibhand:

* Unterforderung der dominanten und Überforderung der nichtdominanten Hand.
* Störung der Balance und Koordination.
* Höhere Anforderung an die Gehirnleistung durch zusätzliche Koordinationsaufgaben.
* Schnellere Ermüdung durch permanent höheren Kraftaufwand.
* Einschränkung bzw. Unstimmigkeit im musikalischen Ausdruck.
* Weniger leichtes Erreichen eines Wohlgefühls beim Spielen ('Flow').

Die ersten vier Punkte von Mengler's These kann ich so 1:1 unterschreiben.
Hatte leider das Pech, diese am eigenen Leib erfahren zu dürfen.
---

Gruß Michl

Gast

Erstellt: von Gast » 31.01.2011, 21:02

mjchael hat geschrieben:Noch ein paar Antworten:
Die Rhythmushand rechts, Greifhand links

Gruß Mjchael


jetzt erst gesehen.
Wikibooks hat geschrieben:Tabulatur und Akkordbilder sind leichter umsetzbar, da diese in der Literatur für Rechtshänder ausgelegt sind.

das gilt nur für Akkordbilder :) Tabs sind doch weder für rechts noch für links ausgelegt.

gt_guitar
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Erstellt: von gt_guitar » 31.01.2011, 21:20

Also ich bin auch Linkshänder und spiele eine Rechtshändergitarre^^ Wahrscheinlich da mir eine Rechtshänderakustik gegeben wurde, das war eben ne erste Begegnung und ich denke dass es einfach daran liegen könnte, wenn man das erste Mal eine Gitarre mit der linken Greifhand anfasst, dir das eben bequemer vorkommen könnte^^ Ich finde es aber sinnvoll mit der starken Hand eher das Griffbrett zu betätigen, da man ja auch bisschen Kraft für pull-offs braucht^^

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jemflower
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Erstellt: von jemflower » 31.01.2011, 21:24

Wolf Maahn http://www.wolfmaahn.de/blog/
spielt linkshändige Gitarre und ist aber Rechtshänder. In einem Intervies erzählte er, dass es sich das Spielen auf einer alten Mandoline beibrachte, die er falsch herum hielt.
Allerdings ist er mehr Sänger und Songwriter, vielleicht hat er den "Punkt" nie erreicht, oder gehört zu den 3 von 10, die nicht krank werden.

Ich denke wenn es auf Gesangsbegleitung hinausläuft und man keine virtuosen Ambitionen hat, kann man es wohl auf einen Versuch ankommen lassen ;-)

Gast

Erstellt: von Gast » 31.01.2011, 21:48

jemflower hat geschrieben:Ich denke wenn es auf Gesangsbegleitung hinausläuft und man keine virtuosen Ambitionen hat, kann man es wohl auf einen Versuch ankommen lassen ;-)

Damit hast du zweifellos recht. Dass viele gar nicht die Ambition zu Solo/Melodiespiel und lebenslanger Beschäftigung/Weiterentwicklung auf dem Instrument haben, war mir nicht so bewusst und wurde in meinen bisherigen Posts (im anderen Thread) nicht berücksichtigt.

Allerdings haben viele andere hier eben doch diese Ambitionen. Dein Vorposter zum Beispiel, der "Kraft für pull-offs braucht" - der ist mit seinen pull-offs doch wohl schon über die Akkordbegleitung hinaus, oder? :D


gt_guitar hat geschrieben:Also ich bin auch Linkshänder und spiele eine Rechtshändergitarre^^
Ich finde es aber sinnvoll mit der starken Hand eher das Griffbrett zu betätigen, da man ja auch bisschen Kraft für pull-offs braucht^^

Na ja, die ganzen Rechtshänder-Gitarristen spielen nicht mit der starken Hand das Griffbrett, sondern eben anders herum. Ich weiß nicht, wieviel Rechtshänder-Gitarristen es gibt und im Lauf der Menschheit schon gegeben hat. Machen die das alle falsch? All die Jahre und Jahrhunderte lang? Da ist womöglich die Gitarre von vornherein falschrum erfunden worden, wenn es doch viel sinnvoller wäre, als Rechtshänder die Rechte als Greifhand zu benutzen!
Gut, dass uns das endlich auffällt. Besser spät als nie.
Oder... hmm, Moment, könnte es vielleicht doch anders sein...?

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Klampfengeist
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Erstellt: von Klampfengeist » 31.01.2011, 22:34

Wikibooks hat Folgendes geschrieben:
Tabulatur und Akkordbilder sind leichter umsetzbar, da diese in der Literatur für Rechtshänder ausgelegt sind.

Damit hatte ich komischerweise nie ein Problem. Hab' mir von Anfang an eine spiegelbildliche Betrachtung der Griffbilder angewöhnt...

Na ja, die ganzen Rechtshänder-Gitarristen spielen nicht mit der starken Hand das Griffbrett, sondern eben anders herum. Ich weiß nicht, wieviel Rechtshänder-Gitarristen es gibt und im Lauf der Menschheit schon gegeben hat. Machen die das alle falsch? All die Jahre und Jahrhunderte lang? Da ist womöglich die Gitarre von vornherein falschrum erfunden worden, wenn es doch viel sinnvoller wäre, als Rechtshänder die Rechte als Greifhand zu benutzen!
Gut, dass uns das endlich auffällt. Besser spät als nie.
Oder... hmm, Moment, könnte es vielleicht doch anders sein...?

Noch lustiger wird es, wenn man bedenkt, wieviele dieser Rechtshänder-Gitarristen in Wirklichkeit Linkshänder gewesen sein könnten, ohne es sogar selbst gewusst zu haben... :shock: :lol:

@mihu: Finde es allerdings nicht unbedingt so toll, dass du versuchst, die Problematik ins lächerliche zu ziehen...
EDIT: Hab' erst jetzt deine weitere Post gelesen... (warst etwas schneller) - hab' ich vielleicht in den falschen Hals gekriegt - sorry ;)

Wie auch immer - ich lass es jedenfalls jetzt gut sein mit diesem Thema...
Zuletzt geändert von Klampfengeist am 31.01.2011, 22:51, insgesamt 3-mal geändert.
---

Gruß Michl

Gast

Erstellt: von Gast » 31.01.2011, 22:42

@jemflower
mihu hat geschrieben:Damit hast du zweifellos recht.

von wegen zweifellos, im Nachhinein kommen mir doch Zweifel :)

Soll denn die Ambition drüber entscheiden, ob ich was richtig oder falsch mache?

Angenommen: ich frag ein Schulkind, was ist 2+ 2, das Kind sagt 5, ich sag nee das ist falsch und das Kind sagt "wieso, ich hab doch nicht vor, Mathematiker zu werden!" Ist das ein gutes Argument? Würdest du dem Kind Recht geben? - Ich nicht... ich denke falsch bleibt falsch, das ist unabhängig von Berufswunsch oder weitreichenden Ambitionen.

Ich müsste ja bei so einer Sichtweise
wenn es auf Gesangsbegleitung hinausläuft und man keine virtuosen Ambitionen hat, kann man es wohl auf einen Versuch ankommen lassen

meine Ambition vorher wissen. Ich könnte mich nicht entwickeln und sehen was passiert, sondern müsste mich vorher entscheiden. Und wenn ich die Ambition nicht hatte, ist der Zug abgefahren, ich werd es nie mehr ändern können. Das wär nichts für mich!

Mir ist es wichtig, mich frei entscheiden zu können, mir alle Möglichkeiten offenzuhalten statt sie mir unwiderruflich zu verbauen. Ob ich für mich mit einem Singer/Songwriterdasein und den gitarristischen Fähigkeiten eines Wolf Maahn zufrieden bin (den find ich übrigens gut, nicht falsch verstehen!) oder ob ich mehr auf der Gitarre erreichen will, das muss ich doch entscheiden können - wie ich es will.
Und nicht, nur weil ich nicht anders kann.
Wenn meine beschränkten Fähigkeiten mir mein Handeln diktieren, dann ist das eben keine freie Entscheidung, sondern das Gegenteil.

---

Was hat das mit Gitarre zu tun?

Wie aus meinem mehr im Spaß geschriebenenvorigen Beitrag (unterer Teil) folgt, ist es bei Rechtshändergitarre nicht egal, wie rum man darauf spielt. Kein Gitarrist kommt auf die Idee, einem Gitarrenanfänger zu sagen "ist egal, wie herum du sie hälst". Sondern es ist eine bestimmte Haltung vorgesehen: für Rechtshänder heißt das, links greifen, rechts anschlagen. Anders herum ist die Gitarre "falschrum gehalten". Genau.

Komischerweise argumentieren hier alle, das sei für Linkshänder nicht so. (Da es ja am Anfang für beide Hände schwierig sei, könne man das rumdrehen, wie man wolle. So in der Art lese ich das hier ständig.) Wie kommen die darauf? Warum ist das plötzlich egal?
Und dann das Argument: wenn man eh nichts besonderes erreichen will, kann man mit einer verkehrten Haltung auch nicht viel falsch machen... Ich glaub, ich seh das wirklich ganz anders :)

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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 31.01.2011, 23:39

Was wird hier ein Unsinn von Krankheit und schlimmen Spätfolgen berichtet...

Vieles ist einfach reine Gewöhnungssache. Wenn man mit der Linken Hand besser ist, dann müsste man doch beim Greifen, komplizierten Skalenläufen, Sweeping und dergleichen Vorteile gegenüber dem Rechtshänder haben.

Meine Güte, hier fahren alle Autos auf der rechten Seite, und haben links den Fahrersitz, und die Engländer haben es genau anders herum.
Da gibt es auch keine Diskussionen, ob die Leute vom Autofahren auf der "falschen Seite" einen bleibenden Schaden davontragen.
Die Verschiedenen Nationen haben bestimmt einen Schaden, aber bestimmt nicht vom Autofahren. (Welche jetzt welchen Schaden hat, bleibt euch überlassen.)

Viele Linkshänder haben gewisse Einstiegsprobleme, kommen aber nach kurzer Eingewöhnungsphase ohne Probleme damit klar. Einige Rechtshänder halten am Anfang die Gitarre auf Links, und es scheint ihnen erstmal nicht ungewöhnlich.

Ich habe ein wenig Schlagzeug geübt (nicht viel, gerade mal ein paar Grundlagen), aber ich habe alle Übungen auf rechts und auf links geübt. (die so genannten Paradiddle). Beide Hände können gleichermaßen Takte spielen.

Und was die Stellungen der Greifhand angeht, da verweise ich mal einfach auf das Keyboard vom PC. Das bediene ich mit 10 Fingern blind. Und da kommt jeder Finger mit klar. Egal ob links oder rechts. Und das wird von fast jedem PC-Schreiber, der das 10-Finger-System beherrscht genauso bestätigt.

Und wenn wir schon beim Keyboard sind, so erstaunt es mich, dass ich bei den Akkorden in der linken Hand kaum hinsehen muss, während ich bei der Rechten immer draufschiele. Dabei müsste es doch eigentlich umgekehrt sein, wenn das Spielen mit der linken Hand schwerer sein sollte. Und Rhythmus muss man auf dem Piano doch eh mit beiden Händen können.

Und bei der Flöte muss ebenfalls die linke Hand genauso gut spielen könne wie die rechte.

Man sollte nicht so viel Brimbamborium drum machen. Die meisten Linkshänder kommen mit einer Rechtshändergitarre klar. Nur diejenigen, die eben gar nicht damit klar kommen, die sollen sich halt eine Linkshändergitarre anschaffen.

Gruß Mjchael

Gast

Erstellt: von Gast » 01.02.2011, 00:25

Beim Schlagzeug wird mit der rechten Hand Hihat gespielt, linke Hand Snare, rechter Fuß Bassdrum und linker Fuß Hihatmaschine.
Und linkshändige Schlagzeuger bauen sich das andersherum auf.

Mäuse und Tastaturen gibt es extra für Linkshänder.

Unterschied zwischen einem Autosteuerrad und einer Gitarre: Stichworte symmetrisch, rund...
Machen beide Hände das Gleiche, oder machen sie was unterschiedliches? Wie anspruchsvoll ist die Tätigkeit? Nicht dass gleich noch Kaffeetrinken mit der rechten oder linken Hand als Argument angebracht wird.

Ein kurzer Blick bei Wikipedia kann schon informieren.
http://de.wikipedia.org/wiki/Linksh%C3% ... nstrumente
Unter Musikpädagogen wird die Berücksichtigung der Händigkeit beim Musizieren zunehmend beachtet. Diverse Instrumente werden bereits in spezifischer Ausführung für Linkshänder angeboten, vor allem populäre Musikinstrumente wie Gitarren und E-Bässe.

Nahezu alle Musikinstrumente sind asymmetrisch, insbesondere Tasten-, Harmonika- und Streichinstrumente. Sie können also nicht einfach spiegelbildlich bespielt werden. Daher lernen Linkshänder diese Instrumente bislang meist in gleicher Weise wie Rechtshänder. Es gibt Linkshänder, die trotz dieser seitenfalschen Spielweise großes Können erlangen. Laut Mengler kann es aber auch zu Folgeproblemen kommen ähnlich wie beim Umschulen der Schreibhand:

* Unterforderung der dominanten und Überforderung der nichtdominanten Hand.
* Störung der Balance und Koordination.
* Höhere Anforderung an die Gehirnleistung durch zusätzliche Koordinationsaufgaben.
* Schnellere Ermüdung durch permanent höheren Kraftaufwand.
* Einschränkung bzw. Unstimmigkeit im musikalischen Ausdruck.
* Weniger leichtes Erreichen eines Wohlgefühls beim Spielen ('Flow')


mehr zu Folgen der Umschulung:
http://www.linkshaender-beratung.de/deu ... ematik.htm

Weiterführende Links gibt es zuhauf, für Musiker interessant dürfte dies sein
http://www.linkshaender-beratung-muenst ... Musik.html

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Air_Guitarist
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Erstellt: von Air_Guitarist » 01.02.2011, 11:26

Ich bin Linkshänder und mache so ziemlich alles mit der linken Hand... nur bei einer Gitarre wäre ich nie auf die Idee gekommen, die wie ein Linkshänder zu halten. Weiß auch nicht warum, aber das kam mir einfach falsch vor.
Sometimes you want to give up the guitar, you'll hate the guitar. But if you stick with it, you're gonna be rewarded. (Jimi Hendrix)

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Erstellt: von Klampfengeist » 01.02.2011, 23:26

mjchael hat geschrieben:Was wird hier ein Unsinn von Krankheit und schlimmen Spätfolgen berichtet...

Na, das ist mir mal eine PM wert... Bild
---

Gruß Michl

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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 02.02.2011, 01:02

Re auf die PN
Es mag durchaus sein, dass es Linkshänder gibt, die gar nicht mit einer Rechtsgitarre klar kommen. Aber ich habe ja auch geschrieben, dass, wer nicht damit klar kommt, sich eben eine Linkshändergitarre anschaffen soll.

Aber man kann doch so was nicht verallgemeinern. Als ob es etwas schlimmes sei, dass ein Linkshänder auf rechts lernt. Die meisten haben damit keine Probleme.

Beim Judo habe ich nur Rechtswürfe gelernt (gegen den Uhrzeigersinn eindrehen).
Bei Aikido habe ich auch Linkswürfe treiniert. Und siehe da, es klappt. Übringens habe ich auch beim Walzer die Linksdrehung gelernt.

Ich habe einen Schwerbehinderten beim Essen helfen müssen. Und da musste ich das Messer links und die Gabel rechts nehmen, obwohl ich es über 25 Jahre anders gelernt hatte. Ich habe 5 Minuten gebraucht, um halbwegs damit klar zu kommen.

Die ersten zwei drei Tage hat es viel Konzentration gekostet.
Hinterher war es ganz selbstverständlich für mich.

Und ich hatte auch schon Linkshändergitarren in der Hand, und habe auch darauf gespielt. (Einfache Akkorde + Anschlag). Es war zwar nicht einfach, doch auch das habe ich hinbekommen.

Sogar eine Rechtshändergitarre auf Links zu drehen, und noch alles auf den Kopf zu spielen habe ich hinbekommen.

Wir haben hier einen Member, der hat einen ganzen Thread darüber geschrieben, dass er notgedrungen auf links umlernen muss, obwohl er jahrelang auf rechts gelernt hat. Und auch das klappt bei ihm.

Und was machen all die Leute, die durch Unfall den Rechten Arm verloren haben. Denen bleibt auch nichts anderes übrig, als umzulernen.

Der Normalfall ist, dass man mit dem Umlernen keine so dramatischen Probleme hat, wie sie hier dargestellt wurden. Ich habe ja nicht behauptet, dass es keine Leute gibt, die damit überhaupt keine Probleme haben, aber man darf dieses nicht verallgemeinern.

Und die Meinung kommt nicht einfach von mir alleine, denn das Thema wurde schon in anderen Gitarrenforen durchdiskutiert.

Gruß Mjchael

Succubus
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Erstellt: von Succubus » 13.04.2011, 12:25

Jetzt wo ich das lese, muss ich stark überlegen, was ich für eine Gitarre kaufen soll. Bis gerade eben bin ich stark von einer Rechtshändergitarre ausgegangen.. aber

Ich hab von klein auf mich selbst beidhändig trainiert. Aus Langweile. was die Hände angeht kann ich mit beiden gleichgut schreiben, links minimal langsamer aber reicht zum mitschreiben in Vorlesungen.

Bei den Augen dominiert das linke, bei den Beinen das Rechte (das konnt ich nicht wegüben).

Schäden davon hab ich keine, höchsten das ich keine angepassten Stifte benutzen kann weil ich auch heut unbewusst immer wechsel und sonst das garnicht zur Hand passt.

Problem.. mein linker kleinenr Finger war mal gebrochen und ist nun nach Jahren immer noch nicht so stark wie vorher... Soll ich die Gitarre nun als Übung/Krankengymnastik sehen und rechts spielen, oder lieber gleich auf links lernen? Wie sehr braucht man den kleinen eigentlich?
Luftgitarre spiel ich rechts ;)

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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 13.04.2011, 12:46

Die Frage ist, welcher kleine Finger? Den der rechten Hand, oder den der Linken Hand?

Die Zupfhand braucht den kleinen Finger überhaupt nicht. Bei der Greifhand wäre es jedoch von Nachteil ohne den kleinen Finger zu spielen.

Die Frage ist aber, wie sehr dein Finger eingeschränkt ist. Wenn du einigermaßen zurechtkommst, werden meist die Einschränkungen kompensiert.

Wenn jedoch einige Griffe für dich unmöglich sind, dann kannst du deine Beidhändigkeit natürlich ausnutzen, und mit der Hand greifen, mit der zu am besten zurecht kommst.

Gruß Mjchael

Succubus
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Erstellt: von Succubus » 13.04.2011, 20:42

Problem.. mein linker kleinenr Finger


Tippen geht mit dem Finger, aber wenn da mehr Druck draufkommt fängt er nach einer Weile an ein wenig weh zu tun und ein wenig krumm ist er auch. (spitze neigt sich richtung Ringfinger)

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Counterfeit
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Erstellt: von Counterfeit » 14.04.2011, 00:00

Ich bin Linkshänder und spiele Rechtshändergitarren...Luftgitarre habe ich intuitiv auch links gespielt. Ich habe mich aber bewusst für die "normale" Variante entschieden, weil ich in der Gitarrenwahl nicht eingeschränkt sein wollte und auch beim Kumpel mal zur Gitarre greifen möchte. Kann natürlich schwer sagen, ob es andersherum vielleicht besser geklappt hätte, aber m.M.n. ist es so oder so etwas neues was gelernt werden muss und Fortschritte mach ich trotz allem ganz gut. Dazu gab's hier im Forum aber auch schonmal eine elenlange Diskussion

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