Zu kleine Hände für eine Konzertgitarre?

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ccselector
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Zu kleine Hände für eine Konzertgitarre?

Erstellt: von ccselector » 27.03.2011, 19:36

Guten Tag,

möchte mich an dieser Stelle kurz vorstellen und habe auch direkt eine Frage. Ich bin 46 Jahre alt und habe vor knapp fünf Wochen begonnen Gitarre (Yamaha C 70, Sattelbreite = 52 mm) zu üben. Die meisten Akkorde, die ich bisher gelernt habe ( zB. D-Dur, C-Dur A-Moll, E-Moll und A7) lassen sich mehr oder weniger einfach greifen aber mein G klingt schrecklich. Ich komme mit meinem kleinen Finger überhaupt nicht im richtigen Winkel auf die dünne E-Saite und kann bei einigen Akkorden die Hände nicht genug spreizen um die Finger direkt vor den Bundstäbchen zu positionieren.

Trotz einer Körpergröße von 1,80m habe ich relativ kleine Hände - ob es wohl daran liegt oder besteht noch Hoffnung wenn ich weiter übe und mich da durchkämpfe?

Habe mal ein kleines Video von meinen Versuchen bei Youtube eingestellt, damit Ihr das besser beurteilen könnt:

http://www.youtube.com/watch?v=qvLzmgItyl8

viele Grüße vom Rhein,

Andreas

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Genamatur
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Re: Zu kleine Hände für eine Konzertgitarre?

Erstellt: von Genamatur » 27.03.2011, 20:06

Also wie ich das in deinem Video erkenne, hast du taugliche Hände zum Gitarre spielen. Ich kenne Leute mit viel kleineren Händen/Fingern, die auch Gitarre spielen.


ccselector hat geschrieben:Trotz einer Körpergröße von 1,80m habe ich relativ kleine Hände - ob es wohl daran liegt oder besteht noch Hoffnung wenn ich weiter übe und mich da durchkämpfe?


Ich denke es besteht auf jedenfall Hoffnung, wenn du regelmäßig übst und dich nicht entmutigen lässt. Der G-Dur Akkord ist auch am Anfang wirklich nicht der leichteste. Bleib dran ()/

Gast

Erstellt: von Gast » 27.03.2011, 20:08

Hallo, ich denke mal das sieht doch schon ganz gut aus. Ich hab, bevor ich auf Western umgestiegen bin, auch nur Konzertgitarre gespielt und meine Hände sind eher noch kleiner. Nach 5 Wochen kannst du das auch noch nicht perfekt können. Da musst du halt üben üben üben, damit die Finger die Gelenkigkeit kriegen, die dafür notwendig ist. Mach einfach weiter, gib nicht auf irgendwann klappt es von ganz alleine. Gitarre lernen hat halt leider auch sehr viel mit Geduld zu tun, wenn es nciht sofort klappt, einfach weiter, glaub mir du schaffst es, und auch ich schaffe es bei einer Größe von 1,63 mit kurzen dicken Wurstfingerchen alle Akkorde greifen zu können, es ist nur eine Sache der Übung und der Routine, die du auf jeden Fall bald haben wirst, also bleib dran.

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Harry83
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Erstellt: von Harry83 » 27.03.2011, 20:52

Nabend und Willkommen!

Ich glaube, ich kann dich beruhigen! Deine Hände sehen im Video eigentlich nicht zu klein aus. Vielleicht greifst du nur zu verkrampft. Wenn ich mich nicht aufwärme, und 2 - 3 Minuten spiele, fängt mein Daumen der Greifhand Ärger zu machen. Soll heißen: Er tut dann weh. So kann ich dann auch nicht richtig greifen. Außerdem wurde ja schon gesagt, dass G-Dur nicht zu den einfachen Akkorden gehört. Lass dir damit Zeit. Du hast ja geschrieben, dass du schon einige Akkorde kannst. Dann dauert das G eben ein bisschen. Aber mit ein bisschen Training wirst du das auch schaffen! Dran bleiben!
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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 27.03.2011, 22:09

Nimm mal deinen Daumen höher.
Dann entferne mal die Kleinfinger-Seite deines Handtellers ein wenig weiter vom Griffbrett weg, während das Zeigefingergrundgelenk das Griffbrett weiter berührt. (Das ist der Drehpunkt).

Würde ich dir jetzt gegenüber sitzen, dann würde ich dir zwei Finger zwischen deinem Handteller und dem Griffbrett schieben, und du würdest dich wundern, dass deine Finger immer noch alle Saiten treffen.

Deine Hand ist wirklich groß genug. Du musst wirklich nur die richtige Handstellung finden, und dich an die etwas ungewohnte Handhaltung gewöhnen. Dann wirst du dich nach kurzer Zeit fragen, wo eigentlich das Problem war.

Gruß Mjchael

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hnz
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Erstellt: von hnz » 27.03.2011, 22:26

Ergänzend zu mjchael:
Halt den Gitarrenhals steiler, leg deinen Greifarm nicht auf und verkrampf dein Handgelenk nicht, es sollte so wenig wie möglich gekrümmt sein.

hnz

PS: Ich weiß nicht wie mjchael das mit dem Daumen meinte, aber: Er sollte auf keinen Fall noch mehr auf der anderen Seite des Griffbretts rausgucken :D eher ganz locker unten drunter liegen und den minimalen nötigen Gegendruck aufbauen.

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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 27.03.2011, 22:48

hnz hat geschrieben:PS: Ich weiß nicht wie mjchael das mit dem Daumen meinte, aber: Er sollte auf keinen Fall noch mehr auf der anderen Seite des Griffbretts rausgucken :D eher ganz locker unten drunter liegen und den minimalen nötigen Gegendruck aufbauen.


Warum denn nicht?
http://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_Grunds%C3%A4tzliches_zum_Greifen_der_Akkorde

Und wenn man sich darüber streiten will:
http://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_Lage_des_Daumen

Bei einfachen Akkorden und bei einfachen Schlagmustern darf der Daumen ruhig drüber gucken.
Gruß Mjchael

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musicdevil
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Erstellt: von musicdevil » 28.03.2011, 00:28

also ich denke die finger sind eindeutig vieeeeel zu kurz zum gitarrespielen. dazu bräuchte man schon ne durchschnittliche fingerlänge von 20-30cm, so bissel wie der E.T. – Der Außerirdische :D
und leuchten sollten sie auch unbedingt bei nacht, damit man die saiten auch bei dunkelheit treffen kann :lol:

nee, alles quatsch...kein kopf machen, sondern gitarre-spielen-lernen ;)
ausreden gelten nicht ;)

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AlBundy
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Erstellt: von AlBundy » 28.03.2011, 06:54

nee, kann Dich beruhigen - Deine Hände sind auf keinen Fall zu klein!

Dachte wohl jeder, der mit dem Gitarrespielen angefangen hat. Evtl. geringfügig eine Falsche Haltung wie mjchael schon geschrieben hat, dazu die geringe Beweglichkeit in Deinen Fingern - dies alles wird noch weitaus besser werden, wenn Du dran bleibst. Dann kommt noch die Erfahrung mit der Zeit.....

Du wirst es schaffen, wenn Du willst! :lol:

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Vanni
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Erstellt: von Vanni » 28.03.2011, 12:44

Wie schon geschrieben wurde, einfach weiter üben. Zu kleine Finger kann man nicht haben. Meine beste Freundin hat sehr kurze kleine Finger und kann dennoch die Grundakkorde gut greifen und spielen.
Ich dachte bei den Barres am Anfang auch meine Finger schaffen es nicht. Aber nach langem üben kann ich diese nun doch spielen.
Du wirst es schaffen wenn du viel übst und nicht den Mut verlierst ;)

lg Vanni :)
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ccselector
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Erstellt: von ccselector » 28.03.2011, 17:28

hallo zusammen,

erst mal vielen Dank für Eure Tipps und die aufmunternden Worte.

Dass motiviert mich einfach weiter zu machen und alles etwas entspannter anzugehen.

Viele Grüße vom Rhein,

Andreas

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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 28.03.2011, 18:27

Grüß Väterchen Rhein von mir zurück! :D

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hnz
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Erstellt: von hnz » 28.03.2011, 18:33

Warum denn nicht?
http://de.wikibooks.org/wiki/Gitarr.... ... er_Akkorde

Und wenn man sich darüber streiten will:
http://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_Lage_des_Daumen

Bei einfachen Akkorden und bei einfachen Schlagmustern darf der Daumen ruhig drüber gucken.


Natürlich kann man im Endefekt so spielen wir man will, solange es funktioniert.
Ich rede auch nur von der (klassischen) Haltung, die ich gelernt habe und die funktioniert nunmal so, dass der Daumen unter dem Griffbrett liegt und auch dort bleibt (natürlich nur solange es anatomisch möglich ist.. wenn der kleiner Finger auf der E-Saite greifen muss, ist es gut möglich dass man die Position ändern muss).
Die Haltung entspricht ungefähr der Haltung 3a (sofern du mit "Mittellinie" die Linie zwischen d ung g Saite meinst und nicht die Hälfte der Dicke des Griffbretts.. in dem Fall wäre die "klassische" Haltung 4b).
Der Daumen ist ungefähr zwischen Zeige und Mittelfinger, wenn man seitlich aufs Griffbrett guckt und gewährleistet nur den minimal nötigen Gegendruck, es wird sich nicht am Griffbrett festgeklammert, Barreé und andere schwierige Griffe werden durch das Gewicht des Arms ausgeführt, nicht durch extremes Zudrücken.
Zwischen Handteller und Griffbrettseite sind 1-2cm, dieser Abstand wird konstant gehalten.
Je nach Saite auf der man spielt, muss man die Finger mehr oder weniger krümmen, der Großteil der Dynamik in der Hand kommt also aus den Fingern. Beim Lagenwechsel kommt der Daumen immer mit und bleibt zwischen Zeige- und Ringfinger.
Ich hoffe es ist klar geworden welche Haltung ich meine. Wie gesagt: Daumen unter das Griffbrett. Wenn er etwas rausguckt ist es nicht schlimm, jedoch darf man sich auf keinen Fall "festhalten".
Das gilt natürlich nur für Konzertgitarren im klassischen Sinne. Western, E und andere. Macht was ihr wollt :D:D

Viele Grüße,
hnz

Gast

Erstellt: von Gast » 28.03.2011, 19:30

Den kleinen Finger etwas trainieren.
Nimm mal die rechte Hand und roll den kleinen Finger links ganz ein.
Mehrmals hintereinander und täglich.
Spreizen:
Alle Finger der linken Hand flach auf den Daumenballen legen. Kleinen Finger einrollen und dann öffnen. Alle Finger liegen lassen, aber kleinen Finger leicht bis zur geraden Linie Unterarm -Hand biegen (öffnen).
Mehrmals hintereinander und täglich.
Mehrere Übungen (Gitarrengymnastik) sollte man täglich auch ohne Gitarre durchführen. Eine Gitarre ist leider kein ergonomisches Instrument. Diese Übungen begleiten einen dann durch das ganze Gitarrenleben. Hat schon Siegfried Behrend und davor Andres Segovia gesagt.
Viel Spass! Und halte durch.
Winni

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ildimo
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Erstellt: von ildimo » 30.03.2011, 23:26

Ooooooohhhhhhhh sooooooo schöne schlanke, gesunde, junge Hände...............

ich sage Dir, davon träum ich.

Also ich spiel jetzt knapp 4 Monate, bin schon ziemlich alt und meine Hände recht kaputt.

Trotzdem komme ich langsam aber sicher voran. Das G ist auch bei mir ein Problem. Vor allem die Wechsel.

Ich denke das wichtigste: Geduld, dann klappt es auch mit der Zeit immer besser.
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Dies ist eine gute Möglichkeit, Unsterblichkeit zu erlangen. Dalai Lama

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Frank-vt
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Erstellt: von Frank-vt » 31.03.2011, 04:07

Also ich glaub nicht das meine Hände größer sind und ich habe seinerzeit auch auf einer Konzert angefangen.
Ist doch aber normal, das am Anfang die Dinge nicht so klappen wie gewünscht und man denkt, daß es an allem möglichen liegt.
Wie schon öfter gesagt - da hilft nur üben, üben, üben.... ;)

Burkhardt1961
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Wohnort: Duisburg

Erstellt: von Burkhardt1961 » 31.03.2011, 15:44

Hallo erst einmal zusammen,

Ich bin zum ersten Mal in einem solchen Forum

ich bin vor kurzem 50 Jahre alt geworden und habe mir eine Konzertgitarre und eine
E-Gitarre schenken lassen,und habe dann vor 3 Wochen angefangen jeden Tag eine
Stunde vorrangig auf der Konzertgitarre zu üben.

Für mich ist es sehr ermutigend von euren Hand-und Greifproblem zu hören.

Ich persönlich würde mich über weitere Tipps zum Akkorde greifen freuen.

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korgli
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Erstellt: von korgli » 31.03.2011, 15:48

Hi

Und noch ein Tip.
Ohne Angst und Vorurteile an die Sache rangehen.
Man kann eigentlich sehr wenig kaputt machen.
Wenn es weh tut - klar mal hinterfragen.
Aber jede neue Tätigkeit beansprucht andere Muskeln.

Bei Manchen sind es auch die Lachmuskeln. =)=)=

fredy

Gast

Erstellt: von Gast » 31.03.2011, 17:20

Hi,

ich würde einfach nicht über alles zu viel nachdenken, einfach machen irgendwann klappts. Sehe es teilweise bei mir, hätte nie gedacht das ich mal die Akkorde richtig greifen kann ohne das ich andere Saiten unfreiwillig mute. Durch ständiges üben gehts auf einmal, hab aber keine Ahnung warum es jetzt klappt und vorher nicht, denn meine Finger sind nicht schmäler geworden :lol:
So genug gelabert, viel Spaß beim üben =)=)=

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