Anschlag & Handhaltung der rechten Hand (mit Plek)

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leotrial
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Anschlag & Handhaltung der rechten Hand (mit Plek)

Erstellt: von leotrial » 23.03.2011, 21:30

Hey,
hab mom ein Problem iwie werd ich nichtmehr schneller, es geht nichtmehr und ich bin mir sicher es liegt auch an meiner Handhaltung. Ich strecke an meiner Hand immer die 3 Finger weg (iwie durch Instinkt (kein Lehre) ). Manche stützen ja mit dem kleinen Finger sich ab, allerdings soll das nicht empfehlenswert sein? Mhh, ja jetzt wollt ich fragen ob iwer mir erklären könnt wie man sowas richtig machen kann, es gibt ja verschiedene Haltungen etc.
lg leon
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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 24.03.2011, 01:14

Aufstützen des kleinen Fingers macht man öfter mal am Anfang, um treffsicherer zu sein.

Später lässt man es dann wieder, wenn man treffsicherer geworden ist. Aber es ist nicht verkehrt, es am Anfang mal eine Weile lang zu machen.

Gruß Mjchael

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startom
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Erstellt: von startom » 24.03.2011, 07:37

Hoi
Muss da meinen Vorrednern widersprechen. Fixe Orientierungspunkte der rechten Hand (meinetwegen kleiner Finger...ich mach dies mit dem Handballen auf der tiefen E-Saite) finde ich notwendig. Dies natürlich auf's Spiel mit dem Plektrum bezogen, vor allem bei E-Gitarren.
Irgendwann wird man notgedrungen schneller, besser, höher, weiter. Dann flitzt du übers Griffbrett und solltest trotzdem immer die richtige Saite treffen, wenn möglich noch live auf der Bühne oder zumindest im Proberaum und bei schummrigem Licht, das Gesicht dem Sänger zugewandt, wann er denn endlich das Zeichen für die Outro-Schleife gibt.

Will heissen: Such dir eine Orientierungshilfe fürs Griffbrett. Ich persönlich empfehle das lockere Auflegen des rechten Handballens auf der tiefen E-Saite. Den kleinen Finger brauchst du vielleicht mal zwischendurch für Fingerpicking auf der E-Gitarre.
Ziel ist, dass du automatisch weisst, das du irgendeine beliebige Saite anspielen willst, ohne aufs Griffbrett schauen zu müssen. Das geht nicht ohne Stützpunkt.

Wie gesagt, ich spreche hier ausschliesslich vom Plektrum-Spiel. Vorwiegend Solotechniken.
Tom

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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 24.03.2011, 09:40

Ich hab es am Anfang gemacht, und nach einer Weile wieder gelassen.
Ist ja nichts auf Dauer.
Mir hat's nicht geschadet. :D
Gruß Mjchael

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Counterfeit
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Erstellt: von Counterfeit » 24.03.2011, 15:26

also ich stütze mich auch immer mit kleinem Finger etwas ab. Ich hab bisher dadurch auch keinen Nachteil erfahren. Ein richtig oder falsch wird es wohl nicht geben ^^

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startom
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Erstellt: von startom » 24.03.2011, 15:34

@nomo
Wie ich bereits geschrieben habe:
"Wie gesagt, ich spreche hier ausschliesslich vom Plektrum-Spiel. Vorwiegend Solotechniken." Und der Thread-Ersteller spricht ja ausschliesslich vom Spiel mit Plek, gemäss Threadtitel.

Das Auflegen des Handballens auf der tiefen E-Saite ist bereits ein Stützpunkt...nenne es meinetwegen Orientierungspunkt.
Kann sein, dass es Gitarristen gibt, die das können mit freischwebender rechter Hand... ich kenne bloss keinen einzigen weltweit.

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Counterfeit
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Erstellt: von Counterfeit » 24.03.2011, 15:57

aber wenn ich den Handballen auf der tiefen E-Saite auflege, dann dämpfe ich die doch ab und das ist ja nicht immer gewollt oder versteh ich dich jetzt gerade falsch?

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phunky
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Erstellt: von phunky » 24.03.2011, 16:54

Ich stütze mich eigentlich auch nicht ab. "Eigentlich" deshalb, weil es sich gelegentlich automatisch ergibt, beim Palm-Muting nimmt man ja zwangsläufig irgendwie Kontakt auf.

Aber ansonsten schränkt mich das zu sehr beim Wechsel von Anschlagstechniken ein. Mit'm Pinky kann ich das allerdings sowieso nicht.

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startom
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Erstellt: von startom » 25.03.2011, 07:33

Okay....reden wir aneinander vorbei?
Ich habe auch mal in Youtube geschaut...nach den ersten 5 Jazzgitarristen, welche allesamt Fingerstyle gespielt haben, hab ich's aufgegeben.
Dann hab ich bei Slash, Ritchie Blackmore und Eddie Van Halen geschaut, wie die ihre Solos (oder Soli, nennt sie wie ihr wollt) spielt.
Okay, Tapping ist klar, da stützt niemand auf. Plektrumspiel (ist das Spiel mit dem kleinen Plättchen, O-H-N-E Fingereinsatz der rechten Hand) stützt jeder den Handballen auf, sobald die tiefe E-Saite NICHT gespielt wird.

Ich hab mal bei mir selber geschaut und muss mich korrigieren. Ich stütze nicht ständig auf. Aber während des Solo such ich immer wieder kurz die tiefe E-Saite mit dem Handballen. Und das macht auch jeder der oben genannten Profigitarristen.

Sagen wir's so: Würde man das Schlagbrett (falls vorhanden, sonst den Body rund um die Saiten) und die tiefe E-Saite mit Farbe besprühen, so wüsste ich keinen Gitarristen, der nach einem schön deftigen Solo (mit Plek... das ist eigentlich das Gegenteil von ohne Plek) keine Farbe an die Hand kriegen würde.

Edit: Hab's jetzt gleich mal sowohl mit dem Solo aus Whitesnakes "Here i go again" als auch mit ZZ Tops "Gimme all your Lovin" versucht, das ganze Solo über freischwebend zu bleiben. Fazit: Geht bei mir nicht. Vor allem für die Melodiesaiten hab ich den Handballen leicht auf der tiefen E-Saiten liegen...nicht immer, aber immer öfter.
Slash, Ritchie, Eddie und ich müssen vielleicht nochmals kurz nachsitzen.

Nicht böse sein, ist nicht böse gemeint. Weiss ja nie, wie meine Beiträge in (fast noch) fremden Foren ankommen.

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phunky
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Erstellt: von phunky » 25.03.2011, 08:18

startom hat geschrieben:Okay, Tapping ist klar, da stützt niemand auf. Plektrumspiel (ist das Spiel mit dem kleinen Plättchen, O-H-N-E Fingereinsatz der rechten Hand) stützt jeder den Handballen auf, sobald die tiefe E-Saite NICHT gespielt wird.


Und nochmal: Nein. Nicht jeder. Was soll die Diskussion überhaupt? Einen Ansatz später korrigierst Du Dich gleich selbst, dann zwei Absätze später nochmal.

Also mal ganz von vorn: Ich glaube jedem hier ist bekannt, was ein Plektrum ist und wozu man das benutzt. Und jeder hier weiß was ein Solo ist. Wir reden also nicht aneinander vorbei, wir wollen einfach nicht, dass Du entscheidest, wie wir spielen.

Natürlich liegt die Hand gelegentlich mal auf. Aber eben nicht ständig. Und nicht immer wenn die E-Saite nicht gespielt wird.

Ich zum Beispiel versuche durchaus mal die muskuläre Belastung zu verlagern, in dem ich weniger Kraft aus dem Handgelenk und dafür mehr aus dem Ellenbogen "abrufe". Das habe ich mir im Laufe der Jahre angewöhnt, weil ich früher öfter verkrampfte, zum Beispiel bei längeren 16tel-Passagen.

Nur mal so am Rande: Neulich war ich auf eienm Workshop, bei dem unter anderem auch Victor Smolski referierte. Kennst Du vielleicht, ist der Gitarrist von Rage. Ein bisschen Gitarre spielen kann der. Der macht es lustiger Weise genau so. Und sogar aus den gleichen Gründen. Naja.

Da stört aber eine aufliegende Hand mehr als dass sie nutzt. Drum lege ich sie nicht auf. Nicht ständig. Eher selten.

Sagen wir's so: Würde man das Schlagbrett (falls vorhanden, sonst den Body rund um die Saiten) und die tiefe E-Saite mit Farbe besprühen, so wüsste ich keinen Gitarristen, der nach einem schön deftigen Solo (mit Plek... das ist eigentlich das Gegenteil von ohne Plek) keine Farbe an die Hand kriegen würde.


Naja, dass man sein Instrument beim Spielen irgendwie berührt, liegt in der Natur der Sache. Nur ist berühren und die Schlaghand abstützen ja irgendwie nicht das gleiche. Und da Du ja soviel Wert auf Definitionen legst, sollte das auch nicht unerwähnt bleiben.

Edit: Hab's jetzt gleich mal sowohl mit dem Solo aus Whitesnakes "Here i go again" als auch mit ZZ Tops "Gimme all your Lovin" versucht, das ganze Solo über freischwebend zu bleiben. Fazit: Geht bei mir nicht. Vor allem für die Melodiesaiten hab ich den Handballen leicht auf der tiefen E-Saiten liegen...nicht immer, aber immer öfter.
Slash, Ritchie, Eddie und ich müssen vielleicht nochmals kurz nachsitzen.


Du hast mal eben versucht... Aha. Manche Dinge muss man halt üben. Und Du, Ritchie, Eddie und Slash... Eine illustre Runde. Was willst Du eigentlich beweisen? Und womit? Damit, dass Du von den besagten Herren Youtube-Videos gesehen hast? Oh Mann... Sorry, aber es wird albern.

Was soll diese Diskussion eigentlich? Warum muss es eigentlich jeder auf der Welt so handhaben wie Du? Und warum meinst Du die Spieltechnik dieser Herren beurteilen zu können?

Das sind im übrigen rhetorische Fragen, ich steige aus der Diskussion aus.

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Da darf man wohl gespannt bleiben.

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Erstellt: von mjchael » 25.03.2011, 10:36

Hach, wieder eine von den Diskussionen.
(wie: müssen beim Akkordwechsel alle Finger gleichzeitig gewechselt werden)

Wie ich schon gesagt habe, kann man am Anfang ruhig mal den kleinen Finger als Stützfinger verwenden, bis die Treffsicherheit groß genug ist, dass man den dann doch nicht mehr braucht.

ABER...
obwohl ich dieses vertrete, und Anfängern, die Probleme mit dem Saitentreffen habe, den Tipp gebe, sage ich damit nicht aus, dass man dieses ständig machen soll.

Wer ohne Stützfinger zurecht kommt, dem gebe ich auch nicht den Tipp, so als sei dieses unbedingt notwendig.

Die Hand ähnlich wie beim Palmmuting hinter den Steg aufzulegen, ohne dass man die Saiten abdämpft, ist auch eine Methode, die Treffsicherheit zu erhöhen.
Wenn es beim richtigen Palmmuting klappt, müsste es ja auch beim Auflegen klappen.

Wenn ich mir Eric-Clapton anschaue, dann finde ich bei dem kein eindeutiges Spielverhalten.
Eric Clapton - Layla
Mal stützt er die Finger auf,
mal stützt er den Handballen auf, ohne dass ich ein Palmmuting heraushöre,
und mal spielt er ganz frei.

Also ist (genau wie nomo es gesagt hat) alles möglich!
Gruß Mjchael

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korgli
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Erstellt: von korgli » 25.03.2011, 12:51

Hi

Jep ich mag so interessante Diskussionen.
Ich binübrigens ein Wechseltier. =)=)=

Manchmal stütz ich auf. Manchmal nicht.
Halt so wie es die Situation braucht.
So wie ich auch Griffe mit den Fingern meiner Wahl bestücke.
Ja ich weiss - Bin nicht normal - aber das macht mir nix aus.
))==

fredy

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Erstellt: von korgli » 25.03.2011, 14:39

Hi

Jep kann dem beipflichten.
Was manche verwechseln, - ist - manche Grössen haben einen Charakter in ihrem Spiel.
Das kann durchaus etwas sein, das schludrig ist.
Aber Wiedererkennungswert hat.

Wenn man Technik gut kann, dann kann man dadurch ein gutes Handwerk.
Charakter aber kann man nicht lernen.
Ein künstlicher Charakter wird sich nicht durchsetzen.
Ist sowieso selten der Fall, dass sich etwas durchsetzt.

Dadurch ergeben sich dann Mischformen.
Aber Richtlinien einzuhalten - oder zumindest auszuprobieren, hat noch nie geschadet.

Aber man sollte das nicht allzu stur handhaben.
Zumal das Soundresultat überzeugt, oder gefällt.
Aber auch da gibt es ne laaaaaaaaaange Diskussion darüber......
=)=)=

fredy

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