andantino in g-dur von ferdinando carulli

18 Beiträge   •   Seite 1 von 1
Benutzeravatar
sabger
DailyWriter
Beiträge: 549
Registriert: 28.04.2009

andantino in g-dur von ferdinando carulli

Erstellt: von sabger » 09.12.2009, 19:11

dieses stück übe ich
ich spiele es aber noch sehr holperig und nur mit halber geschwindigkeit
klingt aber trotz allem schon ganz gut
na ja bin halt anfänger
aber spass machts in jedem fall

und wenn ichs dann so spielen kann
wäre schon schön :-)

http://www.youtube.com/watch?v=FWH79i8u ... re=related

http://www.ultimate-guitar.com/search.p ... no&w=songs
fc barcelona - mes que un club

Benutzeravatar
Remarc
findet den Ausgang nicht
Beiträge: 415
Registriert: 03.09.2009

Erstellt: von Remarc » 09.12.2009, 21:38

Entschuldige bitte, wenn ich jetzt meckere. Aber so, wie das in dem Video gespielt wird, ist es viel zu langsam. Andantino bedeutet ja nicht automatisch, dass alle Töne ziemlich lange ausklingen müssen, sondern dass der Grundschlag relativ langsam (ca. 88 bpm) ist. Da das Stück (wie man in der angehängten tux-guitar Datei sehen kann) aber fast ausschließlich aus Sechzehntelnoten besteht, erklingt das Ganze so wie in meinem schnell mal eingespielten mp3 (ebenfalls angehängt).

Tut mir ja leid, aber da wirst du wohl noch üben müssen...

Liebe Grüße
Remarc
Dateianhänge
Andantino.zip
Tux-Guitar Datei und mp3 für Andantino von Carulli
(722.25 KiB) 116-mal heruntergeladen

Benutzeravatar
Vauge
DailyWriter
Beiträge: 579
Registriert: 31.03.2009
Wohnort: Reinbek bei Hamburg
Gitarrist seit: 1974

Erstellt: von Vauge » 09.12.2009, 22:12

Wie man an den Kommentaren bei Youtube sieht gefällt diese langsame Version offenbar vielen. Jeder wie er mag .. auch wenn Carulli es sicher schneller notiert hat

freiheitstoast

Erstellt: von freiheitstoast » 09.12.2009, 22:35

das muss man wirklich nicht so eng sehen. sauberes spielen und die möglichkeit, dem stück ausdruck zu geben (was, wenns noch nicht 100% beherrscht wird, bei langsamerer spielweise nunmal besser geht), ist erstmal viel wichtiger.

spiel es so wie es dir gefällt. schnelleres spielen solltest du natürlich auf jeden fall auch üben, aber "vortragen" genauso, wie du es am besten findest.

Benutzeravatar
Remarc
findet den Ausgang nicht
Beiträge: 415
Registriert: 03.09.2009

Erstellt: von Remarc » 10.12.2009, 20:25

Entschuldigt bitte alle, wenn ich hier nochmals nachhake und bei meiner Meinung bleiben muss. Keine andere Musik ist bisher jemals so exakt in Notenschrift verfasst worden wie diejenige aus der Epoche der Klassik.

In der Renaissance gab es meist nur einfache Stimmenblätter und oft war noch nicht einmal vorgegeben, welches Instrument zu benutzen war.

Das änderte sich im Barock, aber hier fehlten Tempo- und Lautstärkeangaben.

In diesen beiden Epochen ist man also noch ziemlich frei in der Interpretation.

In der Klassik war die Notenschrift so weit gediehen, dass man die Stücke eben sehr exakt notieren konnte. Das war auch das Ansinnen der Komponisten, die ja ansonsten keine Möglichkeit hatten, ihre Kunst zu konservieren.

In der Romantik stieß man bei der Notenschrift schon an die Grenzen des Machbaren und konnte mit den vorhandenen Mitteln nicht mehr alles genau niederschreiben.

Die Moderne war und ist mit Mitteln der klassischen Notenschrift meist gar nicht mehr zu erfassen.

Die Genre von Jazz über Pop und Rockmusik (um nur einmal die wichtigsten Verteter zu nennen) können auf Grund der vorherrschenden Polyrhythmik Notationstechnisch überhaupt nicht mehr klingend genau erfasst werden, so dass auch hier der Interpretationsspielraum wieder sehr groß ist.

Fazit: Klassische Musik hat sehr genaue Anweisungen, wie ein Stück zu spielen ist. Wer das möglichst authentisch im Sinne des Komponisten machen will, muss diese dann eben auch genau einhalten.

Beste Grüße
Remarc

Benutzeravatar
sabger
DailyWriter
Beiträge: 549
Registriert: 28.04.2009

Erstellt: von sabger » 11.12.2009, 09:16

Wer das möglichst authentisch im Sinne des Komponisten machen will, muss diese dann eben auch genau einhalten.

und genau hier liegt der hase im pfeffer
ich nehme mir die freiheit es so zu spielen
wie es mein derzeitiges können zulässt
wie es mir gefällt
punkt

aber was mich echt ärgert
das du mir hier ein in mp3 umgewandeltes midifile unterschiebst
und meinst
das hättest du mal eben eingespielt

over
fc barcelona - mes que un club

Benutzeravatar
Remarc
findet den Ausgang nicht
Beiträge: 415
Registriert: 03.09.2009

Erstellt: von Remarc » 12.12.2009, 22:34

vergiss es

Gast

Erstellt: von Gast » 14.12.2009, 21:04

Die Klassik hat im Musikkonsum (egal ob live oder Tonträger) weniger als 10 % Anteil.
Und mit Wegfall der humanistischen Gymnasien etc. wird er sich noch weiter reduzieren.

Eine der Hauptursachen ist sicherlich der selbst gewählte Elfenbeinturm. Leuten mit Freude an Musik sollte man nicht mit Nagelbrettern auf dem Weg den Zugang zur Klassik erschweren.

In diesem Sinne laß Dir den Spaß nicht nehmen Sabger. Musik findet auch in Dir und nicht nur
für den Kritiker statt.

Ich war letzten Donnerstag auf einem Konzert von David Qualey. Der spielt auch nicht so, wie Bach notiert hat.

Beste Grüße Hanjo

Benutzeravatar
sabger
DailyWriter
Beiträge: 549
Registriert: 28.04.2009

Erstellt: von sabger » 14.12.2009, 23:19

vielen dank für eure netten aufbauenden worte

da ich damit nicht mein lebensunterhalt finanzieren muss
sehe ich das nicht so verbissen
ich werde immer nur so gut spielen wie es mein können zulässt
und solange es mir spass macht ist die welt für mich in ordnung
wie gesagt ich bin anfänger
und hoffe das sich mein gitarrespiel noch verbessern wird

gruss
fc barcelona - mes que un club

Benutzeravatar
mjchael
Mod-Team
Beiträge: 8979
Registriert: 08.07.2007
Wohnort: Marburger Hinterland
Gitarrist seit: 1980

Erstellt: von mjchael » 15.12.2009, 15:35

Also ich spiele diese Komposition in 56bpm.
Jedoch würde ich die Komposition nicht in 1/16, sondern in 1/8 notieren, und das Tempo auf 112 setzen.

Nicht, weil ich es nicht schneller kann, sondern weil es mir schneller nicht gefällt!

Die Noten werde ich am Ende auch nicht als 1/8 notiert lassen sondern ausklingen lassen. Nicht, dass ich es nicht exakt spielen könnte (zumindest nicht, wenn ich es übe), aber es gefällt mir so wie es notiert ist nicht.

wikipedia hat geschrieben:Die Musik der Klassik vor Beethoven kannte und brauchte noch kein Metronom. Sie benutzte ein Tempo-System aus den „natürlichen Tempi der Taktarten“, die den ausführenden Musikern durch Tradition bekannt war; regionale und individuelle Unterschiede waren allerdings möglich, auch waren die Musiker fähig, das Tempo in der erforderlichen Weise nach der Größe des Aufführungsraums, der aktuellen Besetzungsstärke etc. selbständig zu variieren. Ferner galt die Regel, sich an den kleinsten vorkommenden Notenwerten zu orientieren: ein Stück war z. B. langsamer, wenn es Zweiunddreißigstel enthielt, als wenn es überwiegend nur aus Sechzehnteln oder gar Achteln bestand. Die italienischen Tempoangaben halfen dann als zusätzliche Hinweise.

Trotz seiner Begeisterung über das durch Mälzel endlich praktisch verwendbar gewordene Metronom hat Beethoven von seinen über 400 Werken nur 25 „metronomisiert“, d. h. mit Tempoangaben nach der Mälzel-Skala versehen.


Da Carulli ein Zeitgenosse Beethovens war, wird er wohl das Metronom gekannt haben. Aber das Diktat der exakten Zeitmessung war damals noch nicht so maßgeblich, und ich bezweifle, das Carulli seine Werke mit Metronomangaben versehen hat.

Jeder sollte die Freiheit haben, ein Stück in dem Tempo zu spielen, wie es ihm gefällt. Hinweise, das es üblicherweise schneller gespielt werden sollte können zwar gegeben werden, aber dennoch bleibt es Interpretationssache.

Ich gebe übrigens auch Vauge recht: die meisten spielen lieber die etwas langsamere Gangart. Ich habe vereinzelt ein paar gesehen, die es etwas zügiger gespielt haben, aber es sind lange nicht so viele, und keiner rattert das Stück in 88 bpm runter. Aber das von Sabger vorgeschlagene Video ist auch mir etwas zu langsam ;)

Wenn man es schneller spielen möchte, dann müsste man es meines Erachtens mit viel mehr Dynamik spielen, und bei weitem nicht so exakt (Agogik).

Ich denke es gibt geeignetere Stücke die man besser mit einem höheren Tempo spielen sollte. :)

Gruß mjchael

Benutzeravatar
sabger
DailyWriter
Beiträge: 549
Registriert: 28.04.2009

Erstellt: von sabger » 08.01.2010, 11:12

fc barcelona - mes que un club

Benutzeravatar
mjchael
Mod-Team
Beiträge: 8979
Registriert: 08.07.2007
Wohnort: Marburger Hinterland
Gitarrist seit: 1980

Erstellt: von mjchael » 08.01.2010, 13:03

Bild

Gast

Erstellt: von Gast » 08.01.2010, 16:44

mhh, ich kenn des stück leider nicht (bis gerade eben) aber das war mal wieder so ein Moment , wo ich mir gedacht hab: warum zur hölle hab ich keine konzertgitarre ? ;)

lucky_mcclain
schreibt schneller als du liest
Beiträge: 120
Registriert: 06.09.2009

Erstellt: von lucky_mcclain » 12.01.2010, 16:27

Ja! Bin echt froh, dass mir meine Freundin eine geliehen hat....und ich auch noch ein Tab-Buch mit solchen Sachen habe :)


Und die Sache mit der Midifile....man müsste schon echt dumm sein um zu glauben, dass das eingespielt ist....öÖ

Benutzeravatar
musicdevil
lebende Forenlegende
Beiträge: 3486
Registriert: 26.01.2010
Wohnort: zu Hause...

Erstellt: von musicdevil » 13.03.2011, 15:38

Remarc hat geschrieben:erklingt das Ganze so wie in meinem schnell mal eingespielten mp3 (ebenfalls angehängt).
Tut mir ja leid, aber da wirst du wohl noch üben müssen...


da krame ich doch mal einen relativ alten beitrag heraus remarc, da du mich an anderer stelle gebeten hast direkt darauf einzugehen.
du hast hier die gitarren per midi eingespielt und in mp3 umgewandelt und es handelt sich hierbei nicht um echte gitarrenaufnahmen deinerseits, richtig?
das ist wahrscheinlich irgendwie falsch rübergekommen, denn als dich der sabger direkt darauf ansprach, sagtest du *vergiss es*.
meintest du damit deinen beitrag oder wolltest du damit zum ausdruck bringen, dass du die gitarren doch mal eben "auf die schnelle" auf einer echten gitarre eingespielt hast?
dann hättest du nämlich gelogen, da es sich hierbei völlig eindeutig um künstliche gitarren handelt.
wäre es nicht besser gewesen, die gitarren schnell mal selbst einzuspielen, dem user zu zeigen wie es richtig geht?

auch hier verwendest du in deinem song:
*Stück von mir neu2.mp3*
künstliche gitarren und als man dich darauf ansprach, kam keine reaktion, hast aber sehr wohl die user im glauben gelassen, dass es sich um echte gitarrenaufnahmen bei dem intro handeln würde.
dem ist ja leider auch nicht so. kannst du das bitte dort richtig stellen?

es ist völlig legitim auf midi zurückzugreifen, man darf auch gern *steinberg virtual guitarist* ect. verwenden, ABER man sollte es wohl nicht falsch darstellen und genau diesen eindruck hast du leider auf mich erweckt.
ich bitte dich um richtigstellung, damit diese problemchen aus der welt sind.

mir persönlich gefällt sabgers spiel sehr gut, nicht perfekt, aber gute leistung...gefällt mir persönlich bedeutend besser als so manche umsetzung von dir und es sind vor allem echte gitarren ;)

Gast

Erstellt: von Gast » 13.03.2011, 16:07

Wie lange spielst du denn schon sabger?

Gast

Erstellt: von Gast » 13.03.2011, 16:10

krass, das letzte mal habe ich hier vor 2 monaten gepostet und den song schon wieder total vergessen. jetzt habe ich das in 5 minuten gelernt und werde es nachher noch vertiefen.

genialer song, nach wie vor :)

Gast

Erstellt: von Gast » 13.03.2011, 16:29

Naja genial ist der nicht, aber ich muss sabger recht geben, wenn man ihn langsam spielt, hört er sich richtig gut an.
Und dann noch schön zart, aber bei der Wiederholung darf schon bisschen Aktion sein (sonst wird er ja langweilig).

18 Beiträge   •   Seite 1 von 1
  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast