Wechsel von Rechtshänder (RH) auf Linkshänder (LH) Gitarre

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AH4711
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Wechsel von Rechtshänder (RH) auf Linkshänder (LH) Gitarre

Erstellt: von AH4711 » 10.11.2010, 11:54

Hi zusammen,

Wegen gesundheitlicher Gründe kann ich mit links nicht mehr richtig greifen, also auch keine Saiten richtig drücken. Ein Leben ohne Gitarre ist für mich aber eher eine Existenz, also sattel ich um auf Linkshänder Gitarre.

09.11.10
#1. Tag.
Ich bekam heute meine LH Leihgitarre, eine Manne Strat.
Erster Eindruck: Naja ... die Sunburst Optik ist lecker, aber diese Perlmut-Optik des Schlagbretts ist ganz sicher nicht mein Geschmack. Was solls, das ist ein Leihinstrument für einen Monat. In der Zeit werde ich schon keinen Augenkrebs bekommen.

Dann mal los. Strippe rein, Korg Stimmgerät rein und stimmen.
E ... zu tief ... am Knöpfchen drehen ... Örgs! Noch tiefer? Wasndasn?
Ooookay, wir lernen, alles ist anders herum an einer Linkshändigen, auch der Saitenaufzug.
Nach sechs Saiten habe ich mich, fast, daran gewöhnt.
Womit nun anfangen?
Ach ja. Warm Up Übungen.
Was hatte ich da noch mal gemacht?
Ah, der Zettel ist noch im Portemonnaie:
10 mal die A Moll Pentatonik im 5. Bund, Wechselschlag
5x A Moll Pentatonik mit Hammer On
5x das Gleiche mit Pull offs. rest gucke ich später.
Dann fangen wir doch mal an.
Und wieder AUTSCH.
Ich scheitere direkt am ersten Ton. Komisch, mit links war das doch viel leichter, oder? Finger hin, draufdrücken, Downstroke, nächster Finger, Upstroke, Finger wandert auf die A Saite, Downstroke...
OK.
Zurück auf Start.
Das Plektrum in der linken Hand missmutig angucken und erst mal drauf konzentrieren, wie man das renitente Teil festhält, damit es nicht nach dem Downstroke quer durchs Zimmer hüpft.
Dann guckst du die rechte Hand an. Der Zeigefinger.
Die Fingerspitze dicht ans Bundstäbchen ...
ja, sieht gut aus. Uuuuuund Pick!
und Platsch.
hmmm. So platschend klang das sonst nicht...
Ah, dicht am Stäbchen heisst nicht auf dem Stäbchen.
Jetzt fängt diese blöde Hand an zu kribbeln. Hallooooo? Nach gefühlten 15 Sekunden?
Na gut... das waren jetzt 3 Minuten, die ich gebraucht habe, um den Finger da hin zu legen, das Plektrum richtig anzufassen, und meine Haltung gehört mit Sicherheit ins Lehrbuch. Als Bildtext dann: So sollte man es nicht machen. Bitte kreisen sie die 5 Haltungsfehler ein, die Ihnen auffallen.
Gitarre hinstellen, aufstehen, locker machen, Arme schwingen.
Himmel, ist ja wie beim Sport hier.
Hinsetzen, nächste Runde.
Ahhhhhh.
A im Sinne von 220hz und klingt zauberhaft aus.
JO! Stolz geschwellte Brust und breite Schulter mach! Ich habs geschafft. Ein völlig unfallfreier Ton.
Nun der kleine auf den 8. Bund.
Knick es. Passt nicht, viel zu weit weg.
Marc, was mein Gitarrenlehrer ist, erlöst mich, nachdem er mein Elend nicht mehr ertrgaen kann.
Huch, stimmt ja. Ich hab ja nen Gitarrenlehrer mir gegenüber sitzen. Warum nutze ich den eigentlich nicht?
Da Marc auch absolute Anfänger unterrichtet weiss er auch die Frage Antwort, womit denn der Einsteiger üblicherweise anfängt.
Wer hätte das gedacht? Pentatonik rauf und runter ist es nicht.
A Moll oder A Dur und D Dur. Wechseln bis der Arzt kommt.
OK, Andreas, das packst du.
A Moll, 1, 2, 3 Finger platziert. Strum und dann einzelne Saiten.
Platsch Platsch Platsch Platsch Platsch.
Alle 5 Saiten platschen.
Und wieder gucken, korrigieren, Finger für Finger.
ah... fast.
D Dur das gleiche Spiel.
Verdammich, ist das ein höllenschwerer Akkord. Der ist ja noch fieser als der doofe a moll.
Da ist echt kein Platz für die vielen Finger auf dem Griffbrett! Die Finger meiner linke Hand sind bestimmt viel schmaler als die der rechten, jawoll. und früher war das doch nicht so schwer, oder? ODER?
Marc ist bei mir. Ermutigt mich, das kaum ein Anfänger am ersten Tag eine flüssigen Wechsel von einem Akkord zum anderen schafft.
ach ja... das bin ich ja jetzt: Ein Anfänger. Zumindest was die Motorik angeht.
Aber ich werde mich daran festhalten, dass ich nicht auf Akkordschemata schauen muss!
Back to the Roots heisst für mich jetzt erstmal Akkorde üben.
Heute abend gehts weiter mit A-Dur D-Dur, bis es klappt.
Schliesslich hat jeder mal angefangen!
=)=)=
Zuletzt geändert von AH4711 am 06.12.2010, 17:51, insgesamt 1-mal geändert.
Andreas

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Counterfeit
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Erstellt: von Counterfeit » 10.11.2010, 12:03

sehr schön zu lesen. Viel Erfolg bei deinem Vorhaben! Bin auf weitere Einträge gespannt.

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phunky
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Erstellt: von phunky » 10.11.2010, 12:10

Ich wünsch Dir viel Erfolg. Kannst Du denn mit links einigermaßen beschwerdefrei anschlagen? Ich habe grad recht hartnäckige Probleme in der rechten Schulter und das nervt schon beim Anschlagen derart, dass an manchen Tagen kein vernünftiger Groove zustande kommt.

AH4711
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Erstellt: von AH4711 » 10.11.2010, 12:23

@phunky: Bis jetzt keine Probleme. Hoffentlich bleibt es so.
@Counterfeit: Danke. Ich versuche diesen Blogg als tagebuch zu führen. Das soll mir auch helfen, den inneren Schweinehund zu überwinden, wenn ich denn mal so gar keine Lust zum Üben habe.
Andreas

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Erstellt: von AlBundy » 10.11.2010, 13:16

ich denke in ein paar Monaten wird das alles viel leichter gehen!

Viel Erfolg! :lol:

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Erstellt: von googlemeister » 10.11.2010, 13:25

Von mir auch viel Erfolg! Hast definitiv meinen Respekt für dein Vorhaben!
Die Antwort: Üben, üben, üben!
Alles eine Frage des Anspruchs!

vierzehn
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Erstellt: von vierzehn » 10.11.2010, 15:25

Hey... du hast echt nen netten Schreinstil...liest sich gut, was du da geschrieben hast, bin auf weitere Berichte gespannt... Und viel Erfolg wünsch ich natülich auch ;)

Gast

Erstellt: von Gast » 10.11.2010, 18:27

Stark, wie du das geschrieben hast. KLar, es ist eine völlige Umgewöhnung, andersrum zu spielen, aber du hast den Vorteil, dass due die Griffe zumindest vom Kopf her kennst und es "Nur" andersrum umsetzen musst. Ein totaler Anfänger muss sich die Griffe und das erst vom Kopf her mal einprägen, was du nicht mehr brauchst. Ich denke wirklich, dass du es schaffst, es ist schließlich Übungssache wie alles bei der Gitarre, also bleib dran und weiterhin viiiiel Erfolg
LG rexie

apalos
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Erstellt: von apalos » 10.11.2010, 18:58

Ich ziehe den Hut vor dir! Ich glaube mit so einem Rückschlag wäre es wahrscheinlich derbe schwierig für mich, nochmal von Vorne anzufangen. Klar, nicht ganz bei Null, die Theorie nimmt dir keiner weg. Aber die Bewegungsabläufe und das "Feeling" lassen sich wohl nicht so einfach von einer Hand auf die andere übertragen.

Mach weiter so!

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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 10.11.2010, 19:35

Ich habe mal für Spaß meine Gitarre auf Links gedreht, und wie eine Linkshändergitarre gespielt.
Das hab ich auch schon ab und an mal in einem Musikgeschäft gemacht.

Mal ganz abgesehen davon das die Stimmung überhaupt nicht passt, war ich erstaunt, wie einfach es war, die Finger korrekt aufzusetzen.
Ich meine, die Hämmerchenstellung stimmt. Ich drücke nicht zu fest, und so halbwegs stimmt die Position.
Nur brauche ich dafür etwa 5 Sekunden pro Akkord. Und für den G mit kleinem Finger sogar länger. (Ach und Barré wollen einfach gar nicht klappen...)
Mal eben Zeigefinger und Ringfinger gleichzeitig zwei Saiten rauf oder runter zu bewegen ist verdammt schwierig.
Die Finger kennen einfach noch nicht die Positionen.
Ich fühle mich genau wie meine Anfängerschüler.

Ich kann jeden, der schon Gitarre spielen kann, mal empfehlen, das auch auszuprobieren. Man merkt zwar, es geht irgendwie, aber wenn man sich mal überlegt, wie lange man bräuchte, bis man auch nur annähernd das Niveau erreicht hat, das man vorher hatte, dann kann man nur den Hut vor der Leistung ziehen.

Eines kann man von AH4711 lernen: Das Gitarre so viel Spaß macht, dass man selbst die Quälerei des Umlernen in Kauf nimmt.

Ich wünsch dir, dass du schon sehr bald wieder auf einem Niveau bist, dass du einfach nur so spielen kannst. (Wie lange das "bald" auch immer dauern mag!)

Ich hoffe es sind nur ein paar Wochen/Monate (wie bei jedem anderen Anfänger). Zumindest weiß dein Gehirn schon mal, wie es sein müsste, und du musst dich bis auf die Motorik um viele Grundlagen nicht mehr kümmern.

Viel Erfolg damit!
Gruß Mjchael

AH4711
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Erstellt: von AH4711 » 11.11.2010, 15:32

Boah, was ein Feedback!
Vielen Dank für die guten Wünsche!
Ich glaube, der passenste Vergleich zum Rechts- auf Linkshand Gitarre wechseln ist Schreiben statt rechts mit links, aber dabei dann auch von rechts nach links schreiben. Nur dass man da einen Spiegel zum Lesen braucht, zum Zuhören (bei mir) braucht man statt dessen Ohrstöpsel.

Hier gehts nun weiter
10.11.10
#2.Tag#
Zu Hause, kein Marc (was mein Gitarrenlehrer ist)
Meine Lieblingsehefrau sieht mich die Gitarre anfassen und beschließt spontan einen ausgedehnten Einkauf. Meine Frau ist klug!
Die Manne aus der Tüte geholt, Korg einstöpseln, stimmen.
Hey! Gleich richtig rum die Knöpfchen gedreht. man muss auch kleine Erfolge feiern, jawoll!
Stimmen geht schon mal fast genausoschnell wie mit links. Schick.
Strippe in den Roland. mittleren Tonabnehmer aktivieren.
Einstellungen des Cube?
Völlig egal, klang mit der Tele auch gut und Tele und Strat haben die gleiche Farbe. Kopfhörer einstöpseln und aufsetzen. Nun können die Nachbarsblagen St. Martin gröhlen wie sie wollen. Mein St. Senheisser schützt mich!

1. Übung: Eieruhr auf 5 Minuten
C Dur Tonleiter nur auf der E Saite mit lautem Vorsagen der Töne. Ich weiss zwar wo die sind, aber die dumme rechte Hand muss das noch lernen. Davon abgesehen sieht das auf der Seite einfach völlig anders aus. Einfach hingucken und mal den Finger auf A (also 5. Bund) legen bringt mich zielsicher auf ein B. Ja, in Deutschland heisst der Ton eigentlich H, aber bei mir heisst der B.
Das schöne ist: Der Fehler ist reproduzierbar :twisted:
Wenn ich auf C will erwische ich D, immer brav 2 Bünde zu hoch.
Naja, wenigstens F und G klappen ohne nachzuzählen.
10x rauf und runter. Brav im Wechselschlag ... naja, meistens...
EFGABCDEDCBAGFE
Klingt sogar nach Tönen, nicht nach Platsch!
Hey, wer sagt es denn, es wird.
und nebenbei: kaum Verzerrung an, etwas Hall, sehr nett, klingt doch schon jast wie Mark Knopfler ====))

2. Übung: Eieruhr auf 5 Minuten
A Dur greifen.
Zeige auf D, Mittel auf G, Ring auf B.
Strum!
Ahhh, da ist es ja.
Das Platsch hat mir echt schon gefehlt. Ich bin kurz davor, mir einen Zollstock zu holen um nachzumessen. Aber ich bin gaaaaanz sicher, dass meine Rechtshandgitarren vieeeeel breiter sind, mehr Platz um die Finger da hin zu packen, wo sie hingehören.
Bei dieser &%$§/&% Linkshand sind da überall schon Finger, die eigentlich auf die anderen Saiten gehören.
OK, rumfrickeln. Geht das mit dem Kleinen auf der B Saite, Ring G, Mitte D? Nope!
Klein B, Ring G, Zeige D? Nope!
Ring als Mini Barré geht. Aber will ich das wirklich, wo doch die Wörter des Jahres "zukunftsweisend" und "nachhaltig" sind? Wohl eher nicht.
Obwohl *kopfkratz und nachdenklichen Blick aufsetz* Aus einer schlechten Angewohnheit eine perfekte schlechte Angewöhnheit machen... ist das nun im Sinne doppelter Verneinung positiv? OK, lange genug drüber nachgedacht um eine mathematische Lösung zu finden:
schlechte Angewohnheit = Minus
perfekt = Plus
Minus * Plus gibt Minus.
Also keine Mini Barré Lösung als Dauerlösung. Hilft nichts, weiter suchen.
Hin und herschieben der Finger bringt heute keinen sauberen A Dur. Immerhin platscht nach 5 Minuten nur noch die G Saite, und das A hab ich schon im Bass :P
Genug A Dur, nun kommt
3. Übung: Eieruhr auf 5 Minuten
D-Dur. Steht so auf meinem Workout Zettel.
Nach gefühlten acht Wochen, waren aber eher 30 Sekunden, liegen die Finger ungefähr da, wo sie sein sollen.
Strum!
HEY! Das klingt wie ein D Dur!
Und Pick!
D, A, D, F#
und zurück F# D A D

Strahlender Andreas! Es klingt gut, klingt sauber. Egal, wie lange das Finger sortieren gedauert hat. Speed kommt mit der Zeit. Hier fällt mir spontan mein Lieblingszitat ein
Always remember: If it sounds good it is good, if it sound shit it is shit (Justin Sandercoe)

Finger wieder runter und nochmal D Dur.
Nicht schneller geworden, das Sortieren.
Egal, klingt immer noch gut.
5 Minuten D Dur, Strum, Pick (natürlich brav Wechselschlag, weil die linke Hand das auch erst lernen muss), Strum. Loslassen, neu greifen.

Dann zurück zum A Dur, weil
4. Übung: Eieruhr auf 5 Minuten
A Dur D Dur Wechsel
Tja, nachdem ich (siehe oben) anch 5 Minuten keine A Dur sauber gegriffen bekommen habe klappt das erstaunlicher weise auch beim Wechseln D Dur A Dur nicht. Wer hätte das gedacht. Und nu?
Egal, sche&$%$ auf den Übungszettel, jetzt wird gnadenlos improvisiert. Machen die großen auch so, hab ich gelesen.
Wir machen jetzt progessiv ein G Dur, wär' doch gelacht.
Gott sei dank bimmelt die Eieruhr endlich...
mal ehrlich, G Dur geht doch gar nicht zu greifen, oder? So weit kann doch keiner die Finger spreizen! Hier bin ich wirklich versucht, die Faulenzer Variante (Daumen greift die dicke E Saite und dämpft die A Saite, Mittelfinger greift die dünne E Saite) zu kultivieren. Aber ich habe ja sooo ein Glück: Ich kann diese Entscheidung auch aufschieben, weil eigentlich brauch ich noch ganz lange kein G Dur. Und wer weiss? Vielleicht geht der einfacher, wenn er dran ist ;)

So, meine halbe Stunde ist um, Klampfe ausstöpseln, Brüllwürfel aus, Licht aus, Tür zu.
Morgen gehts weiter.

P.S.
Falls jemand die Minuten addiert hat und nicht auf eine halbe Stunde kommt: Du hast keinen Rechenfehler gemacht. Die Lockerungs- und Gymnastikpausen, die man als alter Mann so braucht habe ich nicht aufgeschrieben, aber zwischen 2 Übungen ist bei mir immer Recken, Strecken, lockern und Dehnen angesagt. Ich habe keine Lust, meine rechte Schulter auch noch kaput zu machen.

Morgen werde ich weiter berichten

*wink*
Andreas

AnfängerOhnePlan
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Erstellt: von AnfängerOhnePlan » 11.11.2010, 16:58

Wenn ich das so als Linkshänder lese muss ich fast ein bisschen grinsen ;)

Aber dann denke ich daran zurück, dass ich immermal rechtshändergitarren ausprobiert habe, weiul eig. ja praktischer ist. -> Ich finde es ein schreckliches Gefühl wenn die hand nicht das macht was sie soll.
Ich hoffe du schaffst das in der nächsten zeit. ()/

Grüße

Gast

Erstellt: von Gast » 11.11.2010, 20:54

Also ich hab heute aus Spaß auch mal verscuht die Gitarre andersrum zu halten und es ist wirklich schwer. Erstmal mit links anschlagen geht irgendwie gar nicht und von den Griffen hab ich mit Hängen und Würgen Em und Am hingekriegt. Die anderen habe ich gar nicht erst ausprobiert. Oh wei, sollte ich mal einen Unfall haben, dass ich mit links nicht mehr greifen kann, wäre dsa Umlernen für mich ein richtiges Ackern und auch frusitrierend, weil ich das ja alles schon mal konnte, und ich die Griffe und vor allem das Anschlagen völlig neu erlernen müsste, wobei das ANschlgen fast noch schwerer ist, denn dsa Rhythmusgefühl als Rechtshänder in der linken Hand zu finden finde ich echt schwierig. Ich kann nur sagen, ich bewundere dich echt, dass du das so schaffst.

AH4711
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Erstellt: von AH4711 » 12.11.2010, 18:25

11.11.10
#3. Tag#
Vor dem Üben erst mal eine Diskussion mit meiner Lieblingsehefrau geführt.
Thema war der Besitzstand der Eieruhr.
Weil wir ja erwachsen sind haben wir natürlich ganz schnell einen Kompromiss gefunden.
Bis eine zweite Eieruhr angeschafft ist darf ich unsere Eieruhr (die natürlich eigentlich ihre ist, weil sie definitiv ihren ursprünglichen Wohnsitz in der Küche hat, die auch ihre ist) benutzen, wenn ich sie nach dem Üben wieder an ihren angestammten Platz packe (die Eieruhr, nicht die Ehefrau). Falls ich das vergesse droht Tütensuppe.
Das ist kreative Motivation!
Eieruhr geschnappt und ab nach oben ins Musikzimmer.
Übung 1 C Dur Tonleiter auf der E Saite
wie gehabt.
Wechselschlag ist nicht wirklich besser geworden. Das Spreizen der Finger auch nicht.
Was solls, ich bin nicht in der Bibel, Wunder sind hier seltener.
Übung 2 A-Dur
TRÖRÖÖÖH
Benjamin-Blümchen-mäßige Freude kommt auf: Der A Dur klappt auf Anhieb sauber.
Was mach ich anders als gestern? Viel weniger Druck auf die Finger, und schon klappt es auch mit dem Nachbarn, will sagen dem benachbartem Finger.
Ist es nicht schön. dass ich jeden Fehler, den ich damals gemacht habe jetzt wiederholen kann? Auch damals gehörte ich als Anfänger zur Gitarrenhalswürgerfraktion.
Nachdem das erkannt ist gelobe ich, meinen Hals nicht mehr zu würgen.
Die 5 Minuten vergehen wie im Flug.
Übung 2 D-Dur
klappt auch gut. Verkürzt auf 3 Minuten, weils schon einigermaßem klappt.
Übung 3 A dur D Dur Wechsel.
Der Wechsel geht etwas schneller als Reifenwechseln am Auto. Allerdings nicht bei der Formel 1 sondern beim örtlichen Reifenhändler.
Übung 4 E Dur
Wer sagt's denn. Wenn ich meinen Würgeinstinkt im Griff habe gehen auch andere Akkorde ohne echte Schwierigkeiten! Nach 2 Minuten sitzt es ohne hingucken.
Heute mach ich Überstunden mit
Übung 5 A Dur E Dur Wechsel
Läuft auf Anhieb besser als A/D Wechsel.
Reicht für heute.
Strom aus, Licht aus und wieder runter.

HALT!
Hurtig umgedreht und die Eieruhr geholt. Ich hasse Tütensuppe!
____________________________________________________________________
12.11.10
#4. Tag#
Heute werde ich nicht nicht üben.
Wie bei vielen chronischen Problemen gibt es auch bei mir bessere und schlechtere Tage. Heute ist definitiv einer der sehr schlechten.
Morgen wirds bestimmt wieder gehen
Andreas

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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 12.11.2010, 18:53

Nach wie vor klasse zu lesen. ()/
Hier finden sich auch viele Anfänger wieder, obgleich es doch so aussieht, dass du jeden Anfänger mit einem Affenzahn überholst.

Aber was ist das im Vergleich mit deiner jahrelangen Spielerfahrung....

Trotzdem: Gitarre-Lernen im Zeitraffer ;)

()/ Weiterhin viel Erfolg
Gruß Mjchael

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musicdevil
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Erstellt: von musicdevil » 12.11.2010, 19:07

finde ich auch total bewundernswert.
da sagt jemand nicht *klappt nicht*, sondern gehts einfach neu mit großen schritten an.
wünsche dir da auch alles gute.

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Sunburst
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Erstellt: von Sunburst » 14.11.2010, 22:54

Ja, wirklich ein super Blog1
Du schreibst klasse und es macht Spaß zu lesen. Ich finde es toll, dass du dich ans Umlernen gibst und die Erfolge denke ich geben dir auch mehr als Recht - und wer einmal den 6 Saiten verfallen ist, lässt sich so schnell nicht aufhalten! =)=)= Weiterhin viel Spaß beim Üben und alles Gute! ()/

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Erstellt: von AGraba » 15.11.2010, 09:01

Hut ab...
liest sich super!
Vor allem die Wechselübungen (mit den entsprechenden Misstönen) kommen mir SEHR bekannt vor! ;-)

Weiter so...

))-))

AH4711
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Erstellt: von AH4711 » 15.11.2010, 12:29

und weiter gehts
13.11.10
#5. Tag#
Übung 1 C Dur Tonleiter auf der E Saite
wie gehabt.
Ein winziges bisschen besser?
Mhhh, in dieser Aussage steckt wohl mehr als ein Häuchelchen Zweckoptimismus. Wechselschlag auf einer Saite sollte doch gar nicht soooo schwer sein, oder?
Wohl doch. Aber die Abstände beim Greifen fühlen sich natürlicher an. Und hey! Ich kann die C Dur Tonleiter im phyrgischen Mode ohne Stocken rückwärts aufsagen. Wer weiss, wann man das mal braucht :P
E ist doch der phrygische Mode von C, oder Mjchael?

Weiter gehts mit
Übung 2
A Dur.
Nicht auf Anhieb so sauber wie Samstag, aber nach ein oder zwei Korrekturen sauber.
Von hier bis zum flüssigen Greifen wird es aber noch ein langer Weg sein.
Verkürzt auf 3 Minuten.

Übung 3
D Dur.
Wie A Dur.

Übung 4
A Dur D Dur Wechsel. Fünf Minuten Quälerei. Nur das Wissen, dass es Spieler gibt, die das können, läßt mich weiter machen.

Und endlich, endlich kommen nostalgische Gefühle auf.
Erinnert ihr euch noch an die schmerzenden Fingerkuppen ganz am Anfang?
Ja, da sindse wieder!
Egal, ich hab sie damals ignoriert, ich ignorier sie heute wieder.

Da ich meinen Übungsbogen noch nicht weiter ausgebaut habe, und noch nicht aufhören mag, improvisiere ich jetzt (wie schon am Samstag) meine Übungen ein wenig
Übung 4
E Dur. Klappt. Wird mein neuer Lieblingsakkord.
Nach 3 Minuten reichts.
weiter zur
Übung 5
A Dur - E Dur Wechsel
Nicht trivial, aber bei Weitem nicht so schwer wie D A Wechsel.
Übung 6
Hach, was bin ich heute fleissig.
E Dur D Dur Wechsel. Eigentlich wie der A Dur D Dur Wechsel. Dieses komplette Umsortieren der Finger dauert einfach irre lang. Ich muss mir zum Üben wohl ein Stück in 4/4 suchen, dass mit 40 bpm geschrieben wurde und nur A D und E enthält. Vielleicht sollte ich einen Jammerblues schreiben, oder ein tränenreiches Rockstück. Die I IV V Progression hab ich ja schon im Sack. Nunja, einen Porsche kann man schliesslich auch langsam im Wohngebiet fahren. Irgendwann komme ich auf der Hauptstraße an.
Und dann: Sperrt eure Kinder ein und pflanzt Gummibäume!

Zum Abschluss noch kuru geguckt, ob mir der G Dur zufällig heute Nacht geschenkt wurde?
Nein. Tsstsstss. Komisch.
Ich mein, mal ehrlich. Wenn ich so brav und fleissig bin könnte mir doch ein Akkord ohne Üben zugesprochen werden, sozusagen als Bonus Material, findet ihr nicht?

Na gut, Licht aus, Eieruhr mitnehmen nicht vergessen.
Bis morgen
Und dann habe ich auch meinen Übungsplan aktualisiert
Andreas

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Heavyweight
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Erstellt: von Heavyweight » 15.11.2010, 17:17

Ich hoffe auch immer das ich morgens aufstehe und das können von Angus Young bekommen habe aber es klappt auch nie ;). Dein Blog baut wirklich auf, es ist einfach super zu lesen das man so viel spaß an Gitarre spielen haben kann das man zugar wieder von 0 anfängt.
Ich glaube das du nicht nur dich selber mit diesen blog hilfst, sondern auch den vielen anfängern die jeden Tag deinen Blog verfolgen. Viel glück auf deinen weg. Gruß Heavy
Der Youtube Kanal von Konzerte und Festivals http://www.youtube.com/user/syzhackz?feature=mhee

Gast

Erstellt: von Gast » 15.11.2010, 18:12

ich denke auch dass das vielen Mut macht. Auch die Art wie du schreibst finde ich unheimlich toll. Daran sieht man, dass du dir richtig Zeit fürs Schreiben nimmst. Mach weiter so!

mmmd
meint es ernst
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Erstellt: von mmmd » 15.11.2010, 21:51

Wenn man liest wie sich andere am Akkordwechseln quälen, kriegt man gleich wieder neue Motivation selber wieder welche zu üben.
Allerdings bringt dein Blog des rasanten Fortschritts bei mir ketzerische Gedanken auch die Se(a)iten zu wechseln, weil an der linken Hand die langen Fingernägel deutlich weniger stören würden :D .
Ich wünsche dir weiterhin gutes gelingen und hoffe noch mehr Einträge lesen zu können.

AH4711
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Erstellt: von AH4711 » 16.11.2010, 14:18

Hi zusammen,
nochmal vielen Dank an dieser Stelle für die tollen positiven Feedbacks.
@mmmd Rasanter Fortschritt? Ich weiss nicht ...
Ich denke meine Lernkurve ist im Moment noch etwas steiler als bei anderen Anfängern, weil ich weder die Akkordbilder lernen muss noch Zeit für Theorie aufwenden brauche.
Aber das rein "handwerkliche"? *schüttel* bloody noob pure!

nun gehts weiter mit
14.11.2010
#6. Tag#
Zuerst einmal meinen Übungsplan überarbeitet.
Nach 5 Tagen D Dur A Dur und Wechsel reichts, da bekommt man ja nen Rappel.

Übung 1 C Dur Tonleiter auf der E Saite 5x
wie gehabt und wenig Änderung / Verbesserung.

Übung 2 D Dur 3 Minuten (Dich blöden Drecksakkord bekomme ich auch noch auf 30 Sekunden Übungszeit, wart's nur ab!)
Mit etwas Ruhe gegriffen klappts, will sagen klingts. Selten voll daneben. Das Gefühl "Der klingt jetzt sauber bzw da stimmt der oder der Finger nicht stimmt" stellt sich allmählich ein. Jetzt kann ich immerhin mit Vorherhesagen platschen. ;)

Übung 3 A Dur 2 Minuten (siehste, du dummes A hast auch schon fast kapituliert. Hörst du, D Dur? Das geht allen so!)
Besser als D. Gefühl passt auch zum Ergebnis.
Jetzt werde ich größenwahnsinnig und probiere beide Fingerkombinationen, ZMR und MRK.
Zum einfachen Greifen geht MRK leichter "von der Hand".

Übung 4 E Dur 5 Minuten, weil der Akkord schliesslich ganz neu im Programm ist.
Na, das nenn ich doch mal lecker. Funzt auf Anhieb. Nach zwei Minuten vorzeitig beendet. Es macht wenig Sinn, Sachen zu üben, die man bereits kann.
*Memo an Selbst: Zeit auf dem Übungsplan korrigeren auf 2 Minunten*

Übung 5 D Dur A Dur Wechsel 3 Minuten.
Tja, jetzt stellt sich MRK bei A Dur als echte Bremse dar. Der Wechsel dauert länger als das Volltanken eines Schützenpanzers. Aus 20 Liter Kanistern, wohlgemerkt. Flüssig ist das noch lange nicht, aber das wird noch *in Selbstsuggestion üb*. Eigentlich könnte ich hier die 3 Minuten, die ich bei E Dur gespart habe, hier anhängen ... Vergiss es! Bin wie die anderen Tage froh, dass die 3 Minuten um sind.

Übung 6 E Dur A Dur Wechsel 3 Minuten
Deutlich besser als D Dur. Das klappt schon richtig gut für einen Anfänger. Klar passt es noch nicht zu 100%, aber 1/16 Strummings bei 160bpm brauch ich auch noch nicht. *Memo an selbst (ist heute Memo Tag, wie es scheint): Metronom rausholen und abstauben. Für Wechselübungen benutzen*

Übung 7 2 Minuten
Wechselschläge auf leeren Saiten. Öde, öde, öde. Aber bei weitem noch nicht so glatt, wie ich sie haben möchte. und beim Stringskipping treffe ich auch viel zu selten. Hier werden die 3 Minuten vom E Dur investiert

Und weil ich noch Lust habe, will ich doch mal schauen, ob nicht die Moll Pentatonik auf dem 5. Bund der E Saite geht.
3 Minuten Saiten- und Seelenqual später stelle ich hier doch ein gewisses Verbesserungspotetial fest. Ich bin nicht ganz sicher, glaube aber, ich hab auch einen oder zwei Töne getroffen. Nun ja, ich komme später auf die Pentatonik Skalen zurück.

Licht aus.
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Andreas

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enta
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Erstellt: von enta » 16.11.2010, 14:46

Hey Andreas ich find das ja einen Wahnsinn was du da machst.
Ich spiele noch nicht lange und allein der gedanke nocheinma das erneut lernen zu müssen was ich in den letzten monaten erarbeitet habe würde mich wahnsinnig machen.
Auch wenn es sich nur auf das motorische bezieht, ich glaube nicht das ich den willen und die energie hätte das alles nochmal von vorne zu beginnen.

Ich habe höchsten respekt vor deinem vorhaben, auf das du durchhälst und eines tages auf links genauso gut spielst wie vorher auf rechts.

lg

Gast

Erstellt: von Gast » 16.11.2010, 15:28

mmmd hat geschrieben:Wenn man liest wie sich andere am Akkordwechseln quälen, kriegt man gleich wieder neue Motivation selber wieder welche zu üben.
Allerdings bringt dein Blog des rasanten Fortschritts bei mir ketzerische Gedanken auch die Se(a)iten zu wechseln, weil an der linken Hand die langen Fingernägel deutlich weniger stören würden :D .
Ich wünsche dir weiterhin gutes gelingen und hoffe noch mehr Einträge lesen zu können.

Also die langen Fingernägel an der rechten Hand stören mich eher weniger. MIch würde eher die Hornhaut, die man vom Greifen bekommt an der rechten Hand stören, weil da ja auch der Tastsinn beeinträchtigt wird, ich meine man hat doch nicht mehr das das Fingerspitzengefühl und bei der "Gebrauchshand" finde ich das doch eher nervig. Ich muss aber auch sagen dass es bei mir mit der Hornhat extrem ist, weil ich zum einen einige Stunden am Tag spiele und das auf Stahlsaiten und zum anderen, weil ich von NAtur aus recht empfindliche Hände habe,

AH4711
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Erstellt: von AH4711 » 18.11.2010, 12:43

Sodale, nachdem ich gestern nicht zum bloggen gekommen bin gibts nun hier einen Doppelpack.
Das wichtigst zuerst: Wir haben nun eine zweite Eieruhr :::)(
16.11.2010 (irgendwann muss ich mit den Tagen durcheinander gekommen sein, egal)
#7. Tag#
Heute war wieder Unterricht.
Wir haben uns primär mit der Haltung beschäftigt.
Was Marc dazu gebracht hat, darauf zu achten war, dass ich den Daumen extrem weit um das Griffbrett herum geschlungen hatte, weil das die einzig einigermassen bequeme Haltung für die rechte war (bei Gitarre auf dem linken Bein).
Nach 20 Minuten rumprobieren sind wir einvernehmlich zu dem Schluß gekommen, dass die klassische Haltung (also Gitarre auf dem Bein der Greifhand und ziemlich steil nach oben gerichtet) für mich die bequemste ist. Optisch dürfte das ein totaler Offenbarungseid sein, aber was solls. Und es hat mich darin bestärkt, diese Gitarre nicht zu kaufen. Das Teil passt einfach nicht an meinen Körper. Aber fürd en rest des Monats reichts erst mal so.
Danach kurz ausprobieren, welche Akkorde ich geübt habe, welche "leicht" gehen, welche kurz vor gar nicht stehen. Siehe da, mit der klassischen Haltung fallen mir alle Akkorde leichter. Moll Pentatonik (diesmal im 7. Bund) geht auch einigermassen. Völlig aufgedreht dann auch gleich mal Hammer On und Pull Off versucht. Naja, wenn der Verstärker laut genug aufgedreht ist hört man was :P Aber von einigermassen gleicher Lautstärke der Hammer und Pulls kann man bei weitem nicht reden. Später ... wenn die Kraft in den Fingern gestiegen ist ...
Völlig Größenwahnsinnig dann noch versucht, das Intro von Sweet Child of Mine zu spielen.
Völlig verduzt festgestellt, dass ich mich an das ganze Intro erinnern konnte. Seltsam, das konnte ich doch schon mal auswendig (wenn auch nicht im vollen Tempo).
Marc Gitarre geschnappt (natürlich eine Rechtshand) und siehe da: Die linke Hand erinnerte sich ... Was lern ich daraus? Der Körper erinnert sich an Dinge, die der Geist vergessen hat. Da Marc das Intro noch nie gespielt hat sind wir es einige Male durchgegangen (zum Glück stehen in der Musikschule Gitarren bis zum Abwinken herum). Dann aber doch wieder zurück zu meiner LH Klampfe. Hatte schon einen Grund, warum ich auf LH umgestiegen bin.
Weil meine dicken Finger sich noch nicht an das Griffbrett gewöhnt haben sin wir spontan in offene 5er Akkorde eingestiegen. Da ist es völlig OK, wenn Finger Saiten abdämpfen.
Was liegt da näher als Highway to Hell.
Man mag es kaum glauben, aber das Stück hab ich im Leben noch nicht ausprobiert.
Für Anfänger super geeignet, wie ich finde.
Klang schon nach 10 Minuten so, dass man es erkennen konnte. nur das Zählen ist der Hammer, wie ich finde.
Mal im Ernst, wie kommt ein Songschreiber auf den Bolzen, ein Lied auf dem Und nach der 3 anzufangen... der war bestimmt sturztrunken ))-))
Gleich ne Kopie des Tabs (mit Rhythmus Notation drauf) gemacht, das wird luschtig. Wenn es einigermaßen sauber klappt werde ich meine Frau damit mal vom Trimrad dröhnen ;)
19:oo Uhr, Untericht ist zu Ende.

17.11.2010
#8. Tag#
Verdammt, wo ist das Tab mit Highway to Hell?
Egal, morgen weitersuchen, mach ich mit dem Plan weiter.
Übung 1 C Dur Tonleiter auf der E Saite 5x
Etwas anders in dieser Haltung. Das Bundwechseln fällt mir leichter. Gute Sache

Übung 2 Auf Anraten von Marc Moll Pentatonik wieder als warm up Übung reingenommen. Da die nicht so ganz klappt spontan umentschieden und chromatisch im 7. Bund die Saiten rauf und runter. Fällt leichter. Nach 5 Wiederholungen (mit, zugegeben einem jämmerlichen, Versuch von HO/PO) wieder zurück zur Pentatonik. Na also, geht doch.
Übungplan wieder ändern. Chromatische Tonleiter und Moll Pentatonik mit je 10 Wiederholungen rein, egal wie lange das dauert. Wenn die blind und in angemessenem Tempo klappen wieder HO/PO versuchen.

Übung 3 Die berüchtigten A Dur D Dur Wechsel
3 Minuten, danach wirds echt zu öde. Geht in dieser Haltung deutlich besser, auch wenn die Finger sich manchmal selbständig machen und den A Dur mal ZMR und mal MRK greifen. Egal, wer bin ich denn schon, dass ich meinen Finger Vorschriften machen darf?
ähm... warte mal, das sind doch meine Finger? Ey ihr kleinen Dreckskerle, hier wird gemacht, was ich sage! SO! Nachdem ich hier erstmal für klare Befehlsstrukturengesorgt habe ... machen die Kleinen Scheisser trotzdem weiter, wie sie wollen. Nun gut, wird eine Kozentrationsfrage sein. Das krieg ich auch noch in der Griff.

Übung 4 Nur um es nicht zu verlernen E Dur A Dur Wechsel
2 Minuten reichen. Funzt. Nicht genug für die Bühne aber an der Zeit gemessen, die ich jetzt LH spiele ist das durchaus als sehr gut zu betrachten.

Übung 5 E Dur D Dur
Auch hier reicht es nach 3 Minuten. Nur gut, das der Wechsel so selten in Musikstücken vorkommt (wenn man nicht gerade ein Stück in A Dur zu fassen hat. Und selbst da würde ich vermutlich den Bleistift greifen und transponieren). Das wird definitiv nie mein Lieblingsakkordwechsel, oh nein.

Übung 6 Freies Wechseln von Akkorden
Querbeet einfach mal alle Akkordwechsel ausprobieren, die einem gerade so einfallen. Jetzt kommen auch mal die bisher so vernachläßigten Moll Akkorde zum Zuge. Ab und an ein Dur eingestreut, sonst wird man ja depressiv.
Nach 5 Minuten reicht es auch damit.

Licht aus. Und die Eieruhr bleibt wo sie ist.
Zuletzt geändert von AH4711 am 25.11.2010, 14:33, insgesamt 1-mal geändert.
Andreas

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Erstellt: von AH4711 » 19.11.2010, 18:58

18.11.
#9. Tag#
Nüscht. Einfach nicht zum Üben gekommen
Erst Physio und dann war da dieses böse Spiel (World of Warcraft), wo mein kleines Kriegerlein einfach so viel Laune gemacht hat, dass ich nicht auf die Uhr geguckt habe.

19.11.
#10. Tag#
Hab das Tab für Highway to Hell wieder gefunden. War im Gigbag. Da kommt doch keiner drauf, Mensch.

Übung 1 C Dur Tonleiter auf der E Saite 5x. Jetzt endlich mal mit Metronom auf 60
Metronom verwirrt erst mal arg. Vor allem ist das Teil viel zu laut. Direkt zwischen ein paar Kissen gestopft, dann passt die Lautstärke. Geht richtig gut. Bin sehr zufrieden.
E-Saite hat sich erstmal ausgedudelt. An morgen kommt als erstes
Übung 2 C Dur Tonleiter auf der A Saite 5x
Auch erstaunlich gut. Null Probleme bei den Halbtonschritten durch das laute mitsprechen der Töne Tempo kann auch bei 60 bleiben.
Übung 3 Chromatische Tonleiter auf dem 7. Bund rauf und runter 10x.
Den 7. Bund habe ich gewählt, weil er für mich im Moment der bequemste ist. Gleiche Metronomeinstellung
Funzt. Mehr gibbet dazu nicht zu sagen.
Übung 4 Moll Pentatonik 7. Bund (also B moll) 10x rauf und runter.
UFF! Dafür ist das Metronom zu schnell. Runter auf 40.
Immer noch nicht toll. Das wird auch noch eine Zeit lang dauern.

Nun erstmal ein bisschen Gymnastik

Und weil ich das Tab jetzt wieder habe wird richtig Krach gemacht.
Übung 5 Highway to Hell bis zur Schmerzgrenze (oder 20 Min)
Mist, vergessen den Amp umzustellen. Auf Einstellung Accoustic glingt das nur Sch%&?e
Jo, 20 Minuten Krach. Macht unglaublich Laune endlich mal wieder ein Lied zu spielen (ja, auch AC/DC Songs gehören in die Klasse Lieder, auch wenn meine Eltern das sicher vehement bestreiten würden).
A5 zu D5/F# null Problem. Ist auch Zeit genug dazwischen um abzudämpfen.
D5/F# zu G5 ist so ne Sache. Wenn ich die Schlaghand nicht dazwischen auf die Saiten lege klingts eher grauslich. Aber um gemütlich die Hand abzulegen fehlt die Zeit.
Zurück zu A5 ist wieder Abteilung Kindergeburtstag.
Ach ja, verdammt, ich wollte das doch richtig zählen.
Naja, damit fange ich morgen an.

Und schon ist die Zeit ist um.
Nebenbei: Null Probleme mit schmerzenden Fingerkuppen. Schicke Sache, das.
Zuletzt geändert von AH4711 am 25.11.2010, 14:34, insgesamt 1-mal geändert.
Andreas

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Erstellt: von Heavyweight » 19.11.2010, 23:47

Ich hoffe dein Kriegerlein ist auf der Horde seite :)
Wenn nicht auf welchen Realm bist du dann kann ich dir ein wenig spaß nehmen das du mehr zum üben kommst ;)
Der Youtube Kanal von Konzerte und Festivals http://www.youtube.com/user/syzhackz?feature=mhee

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Erstellt: von enta » 20.11.2010, 00:23

Hast dus gut, heute meine Gitarre wieder bekommen, nachdem diese 1 Woche zur Reperatur war (Hals ausrichten, Saitenlage, Neue Saiten etc.) und habe nun nach 2std spielen ne Blase am Mittelfinger :(

AH4711
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Erstellt: von AH4711 » 21.11.2010, 19:57

Sodale. Was bin ich doch für ne kleine Blogg-Schlampe. Gestern nichts geschrieben?
tststs
Mein Kriegerlein ist wie alle meine Chars auf der Allianz Seite auf der Nachtwache.
Die Hordenchars sind mir einfach zu hässlich :P
Aber nu isser auch 80.

Zurück zum Thema

20.11.
#11. Tag#

Übung 1 C-Dur Tonleiter auf einer Saite
E-Saite: 3x, bis mir einfällt, dass ich damit ja eigentlich durch bin.
Hurtig zur A-Saite gewechselt. Geht gut. Aber werde ich trotzdem noch die Woche mindestens beibehalten um es einzubrennen.

Übung 2 Chromatische Tonleiter 7. Bund, 60BPM, 10x rauf und runter
Einwandfrei kann man das nicht nennen. Heute hapert es an der Synchronisation linke/rechte Hand. Dafür haue ich auch mit der Linken des öfteren daneben, das gleich das Chaos doch etwas aus. Gut, dass der Kopfhörer schon erfunden ist, sonst würden die Immobilienpreise hier einen Sturzflug machen.

Übung 3 b-moll Pentatonik 7. Bund 40 bpm, 10x rauf u. runter.
Naja, teilgenommen. Ne bessere Note gibbet dafür nicht.

Übung 4 Highway to Hell, 20 min
Jau, Metal Stack, Gain auf 2 Uhr, bisschen Reverb, unteren beiden Pickups aktivieren und Krach gemacht.
Der Wechsel D5/F# zu G5 macht immer noch mehr Krach als sonstwas. Zeit reicht nicht, um die Saiten mit links zu dämpfen. Dienstag mal meinen Marc fragen, wie das geht. Immerhin kann ich das Lied schon erkennen.

Reicht für heute

21.11.
#12. Tag#
Übung 1 Den Kopf so solide in den Wolken, dass ich gleich mit der chromatischen Tonleiter anfange. Da frage ich mich doch jetzt beim Schreiben, warum ich mir den Übungsplan erstell habe :?
Egal. 60 bpm ist öde. mal 80 gucken...
Okaaaay, 60 ist doch nicht soooo langsam) Bleib ich doch noch ne Zeit dabei. Von den dicken zu den dünnen Saiten, also Leiter rauf, geht 80 tadellos, aber runter... oh mein Gott.
Da passt nichts. Links haut irgend eine Saite, rechts greift in die Pampa, und das auch noch unsauber.
10x wiederholt (so in etwa, können auch 20 gewesen sein)

Übung 2 b-moll Pentatonik 10x
60 bpm geht jetzt die Leiter rauf. Runter ist es etwas wackelig. Werde mal morgen 56 probieren

Übung 3 chromatisch H/O P/O, einfach mal zum ausprobieren.
Geht so einigermaßen. Wobei chromatisch ist das auch nicht
Zeigefinger draufgelegt, anschlagen, H/O Mittelfinger, P/O, H/O Ring usw.
Das 5x über alle Saiten.
Sicher nicht der Standardstoff für Ende der zweiten Woche, aber ich bin halt neugierig.

Übung 4 Highway to Hell 20 min
Immer noch Störgeräusche. Wie überraschend. Ohne Hilfe werde ich die wohl auch nicht abstellen können. Der Wechsel D5/F# macht heute etwas Probleme. der dumme ringfinger, mit dem ich die B Saite drücke und die E-Saite abdämpfe (naja, dämpfen sollte) tendiert nervig auf die G Saite zu, was wirklich grauslich klingt
Was solls, hauptsache laut ====))

Übung 5 Zum Abgewöhnen, und weil heute Sonntag ist Bendings 1/2 Ton auf der dünnen e-Saite, 3 Bund angefangen bis zum 16 runter. 1x sollte reichen.
1x reicht auch. Bend up null Problem, bis so ca zum 9. Bund. danach doch öfter über das Ziel hinausgeschossen, will sagen gedehnt. Naja, für Ausprobieren passt das schon.
Bend Release konnte ich schon mit der rechtshand Gitarre nicht. Hat sich durch Seitenwechsel erstaunlicherweise auch nicht geändert.
Macht nüscht, hat 'ne Mordslaune gemacht.

Feierabend
Andreas

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Erstellt: von AH4711 » 25.11.2010, 15:00

Sodale,
nachdem ich seit Sonntag wieder nichts gebloggt habe bin müsste es heute ja eigentlich ein Dreierpack geben.
Gibbet aber nicht, weil gestern auch zu nüscht gekommen.
Aber den Montag und Dienstag kann ich nachliefern.

22.11.
#13. Tag#
Übung 1
Dynamisch wie ich bin lege ich gnadenlos mit der C Dur Tonleiter auf der A Saite los. Geht doch nichts über eingefahrene Rituale, wenn man den Kopf freibekommen möchte.
5x rauf und runter. Funzt.

Übung 2
Ich bleibe bei der chromatischen Tonleiter, allerdings auf dem 5. Bund, weil das Strecken der Finger jetzt schon etwas leichter fällt. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Die 80 BPM knicken wir ganz schnell wieder. 60 reicht wirklich. 10x rauf und runter (reicht auch, ehrlich *schüttel*)

Übung 3
A Moll Pentatonik. Hmm, direkt von 5 auf 8 strecken ist doch n anderer Schnack als sich chromatisch anzunähern.
Ich komme noch nicht bis ans Bundstäbchen des 8. Bundes. Mal gucken, wie sich das entwickelt. Vielleicht doch Bb Moll? Muss ich jetzt nicht entscheiden. Schau'n mer ma.
Nach 10 Wiederholungen klingrt es zwar sauber, bis zum Bundstäbchen sind aber immer noch locker 3 mm Luft.

Übung 4
Aber nu, endlich. Gain rein, Reverb rein, Highway to Hell.
Immer noch laut, immer noch nicht wirklich befriedigend beim Wechsel von D5/F# auf G5.
Aber immer noch Spaaaaaaß!
Reicht für heute

23.11.
#13. Tag#
Heute ist Dienstag, also Unterricht mit meinem Marc.
Das Erste: Die laute D Saite beim Wechsel D5/F# zum G5.
Ja, das ist so, und das ist auch eigentlich OK so. Bei der Manne sind die Bass Saiten einfach tierisch laut (ich wusste doch, dass ich die nicht behalten will). Einfach ignorieren. OK, Ignorieren kann ich hervoragend (fragt meine Frau :P )
Ein paar offene Fragen geklärt, die mir zur Theorie im Laufe der Woche so eingefallen sind und dann 2 neue Lieder mit Powerchords.
Boah, ey, zwei auf einen Streich.
Nummer 1:
Smoke on the Water. Aber nicht auf D und G Saiten, sondern auf A und D.
Und sehr schnell festgestellt, dass Powerchords auf der A Saite viel schwieriger sind als auf der E Saite. Das Dämpfen der E Saite ist eher Glücksache, und das Treffen der A Saite muss so Grobmotoriker wie ich auch erst mal verinnerlichen.
Nummer 2:
Seven Nation Army. Ganz ehrlich, das Lied hatte ich vorher noch nie gehört. Ist aber ganz nett und zum Üben großartig geeignet. Habe mir gestern mal das offizielle Video auf Youtbe angeguckt. Aber singen werde ich das nie, ganz bestimmt nicht, ooohneinneinnein.
Und falls jemand das Video noch nicht kennt: Auf keinen Fall angucken, wenn ihr vorher was getrunken habt /]-=

24.11.
#15. Tag#
Wie schon oben angekündigt: Zu nüscht gekommen
Andreas

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Counterfeit
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Erstellt: von Counterfeit » 25.11.2010, 17:32

mal wieder nett zu lesen. Aber, dass du Seven Nation Army nicht kennst, fand ich doch erstaunlich. Spätestens seit der Wm 2006 als das jeder besoffene Fußballfan gegrölt (Schande sowas..) hat müsste man das doch kennen. Oder aber die Dance Version davon ^^

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Erstellt: von AH4711 » 26.11.2010, 20:01

tja, ich in halt ein Kulturbanause :P
Wieder ein Doppelpack, weil ich gestern nicht zum bloggen gekommen bin.

25.11.
#16. Tag#
Übung 1 C-Dur Tonleiter auf der A Saite
Völlig überraschend, nicht wahr *gähn*

Übung 2 Noch eine Überraschung:
Na? Steigt die Spannung?
Retadierendes Moment ...
Chromatische Tonleiter rauf und runter auf dem 6. Bund 10x

Übung 3 Treue Leser wissen was jetzt kommt, und wir wollen doch niemanden entäuschen
JO! Moll Pentatonik auf B 10x rauf und runter

Übung 4 Seven Nation Army. 5 Minuten erstmal
Hab mir das Video extra nochmal angesehen. Davon ab, dass Herr White scheinbar auf einer offenen A Dur Stimmung spielt (E A E A C# E), ich bin mir ziemlich sicher, dass er den Basslauf auf der E Saite im 7. Bund spielt. Aber da das Ziel eher Powerchors auf der A Saite sind spiele ich das brav auf der A Saite im 7. Bund, also auf E.
Naja, ist nicht wirklich besser geworden (und nein, auch nicht lauter :twisted: )
Wie immer sieht es leichter aus als es ist. Diese Powerchords machen mich fertig.
Morgen mal auf und der E Saite B versuchen.

Übung 5 Smoke on tWater, auch A-Saite Powerchors, auch 5 Minuten
Komisch.. bei 7 Nation Army haben nicht nicht richtig geklappt. Aber bei Smoke on the Water?
Auch nicht...

Übung 6 Jetzt mal was für das Erfolgserlebnis tun.
AC/DC Highway to Hell.
Jupp. Das kracht, das klingt, das macht Spaß. Man soll zwar üben, was man nicht kann und nicht das, was man kann, aber was solls. Das macht einfach Laune. Nach 10 Minutem tun die Finger weh. Gut so, irgendwie muss ich Eieruhr überhört haben.
Das reicht dann für heute.

26.11.
#16. Tag#
Übung 1 C-Dur Tonleiter auf der A Saite 3 Minuten,
Hach, was kann ich as Alphabet von A bis G doch fehlerfrei rauf und runter. Ich bin sowas von beeindruckt...
Dann noch mal zum Erinnern auf der E Saite 2 Minuten - funzt noch

Übung 2 Chromatisch auf dem 5. Bund 5 Minuten Ödniss und Langeweile

Übung 3 Moll Pentatonik 7 Bund, soll ja nicht langweilig werden. Auch hier die üblichen 5 Minuten.

Übung 4 Seven Nation Army.
Auf der A Saite, weil das ja ... hab ich eben schon geschrieben...
Nach 5 Minuten dann doch schwach geworden. Mal gucken, ob das auf der E Saite besser geht.
Oh jajaja. Powerchords auf der E Saite sind aber sowas von eutlich leichter. Geht das nur mir so oder euch auch? Auf der E Saite spiel ich das locker im Orginaltempo mit. Auf der A Saite geht das so gut wie garnicht. Aber nach 5 Minuten rteiss ich mich zusammen und mache weiter mit

Übung 5 Smoke on tWater, auch A-Saite Powerchors, auch 5 Minuten
Gehtimmer noch nicht. Nach 3 Minuten mal schwach geworden und mit offener D und G Saite versucht. Greifen ist leichter (surprise surprise) aber das Plektrum und ich sind durchaus unterschiedliucher Meinung, welche Saite denn zu spielen ist. Ohrenschmaus ist das nicht gerade. Da verdrückt sich der Kater trotz geschlossener Tür und einer Etage zwischen uns mit schmerzverzerrtem Gesicht unter das Sofa und legt die Pfoten über die Ohren.

Übung 6 AC/DC Highway to Hell.
komisch, früher mochte ich die eigentlich nicht, aber selbstgespielt istdas was gaaanz anderes. Aber wenigstens höre ich diesmal die Eieruhr.

Zum Abgewöhnen noch etwas rumdaddeln.
Dünne E Saite im 3. Bund greifen und mit der linken (Schlaghand) Hammor Ons/Pull offs auf Bund 15, 13, 12, immer mit dem Mittelfinger. Das klingt gar nicht mal so schlimm ...
Ausprobieren ... Jo, geht auch mit Zeige- Ring und Mittelfinger im Wechsel. Der Kater bekommt vermutlich jetzt Tränen in die Augen... Flanger rein, Reverb und Gain ...
Okaaaay ... man kanns auch übertrieben. Irgendjemand muss heimlich den Flughafen in unseren Garten verlegt haben.
Was lerne ich daraus:
a) Nur weil man reichlich Effekte im Verstärker hat muss man sie nicht gleichzeitig benutzen...
b) Mit der Linken wie ein Blöder zu hammern tut der Schulter überhaupt nicht gut.
c) Ich darf meine Ohren trauen: Wenn es scheisse klingt ist es auch scheisse :P

Das wars dann für heute. Licht aus und Kater mit irgendwas bestechen bevor er völlig einschnappt
Andreas

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Erstellt: von AH4711 » 29.11.2010, 16:14

und wieder ein Doppelpack.

27.11.
#18. Tag#
Übung 1 C-Dur Tonleiter auf der A Saite
Ist öde, bleibt öde

Übung 2 Chromatische Tonleitern 5 Minuten
Mal ohne Metronom, nach 3 Wiederholungen den Bund wechseln. Erstmal runter Richtung 12. Bund, dann rauf Richtung 1 Bund. Immer noch das Problem der Synchronisation linker und rechter Hand. Hat hier jemand nen Tipp für mich? Das macht mich echt wuschig...

Übung 3 Moll Pentatonik 5 Minuten
Wie schon bei der chromatischen Übung auch hier Bundwechsel.
Erfreulicherweise etwas weniger Probleme mit der Synchronisation links/rechts. Aber noch sehr weit weg von perfekt.

Übung 4 Hammer on / Pull off chromatische Tonleitern 5 Minuten
Um mal etwas Abwechslung in den Alltagstrott zu bringen probiere ich mal HO/PO, jeweils nur einmal pro Saite Picken, HO auf MRK, dann picken und PO KRM. Gleichmäßige Lautstärke ist was anderes, Treffen nicht richtig Glücksache, aber auch far far away von dem, was ich mal mit der anderen Hand konnte. Egal, grundsätzlich weiss die Rechte, was sie zu tun hat. Rest kommt mit der Übung.

Übung 5 Seven Nation Army 5 Minuten
ich beginne Power chords auf der A-Saite wirklich mit Inbrunst zu hassen. Das klingt bei mir einfach nur sch*#%$. Einzel gepickt klingt jede Saite sauber, aber als Akkord nur Tringklatschschredderknirsch.
Danke, liebe Eieruhr, dass du mich erlöst.
Just for Fun nach dem Bimmeln noch mal auf der E Saite 12. Bund probiert. Null Problem.

Übung 6 Smoke on the Water, auch A Saite, auch 5 Minuten
Wie Seven Nation Army. Nur Geräusch, kein Klang. Frust macht sich breit

Übung 7 AC/DC Highway to Hell 5 Minuten
Jo, Frust abreagieren kommt guuuut. Nebenbei habe ich noch bemerkt, dass das Mitzählen überhaupt kein Problem ist, wenn ich mich nicht allzusehr darauf konzentriere. Das läuft einfach im Hintergrund mit. Nett

28.11.
#19. Tag#
Übung 1 Faxen dicke, heute keine Lust auf 1-Saiten Tonleitern, gleich in die chromatische Tonleiter. 5 Minuten
Rauf und runter, Bundwechsel nach 3 Wiederholungen. Keine für mich spür/hörbare Verbesserung.

Übung 2 Moll-Pentatonik 5 Minuten
Wird sicherer. Mit voller Konzentration gehts auch mit geschlossenen Augen fehlerfrei (wenn auch langsam). Sobald ich es schneller versuche bleiben Synchronisation und Sauberkeit allerdings auf der Strecke. Also bleibe ich erstmal beim seeehr langsamen Tempo. Ist schliesslich kein Wettrennen.

Übung 3 Hammer On Pull Off Pentatonik
Die Ganzton Intervalle machen kein Problem, wenn auch die Lautstärke noch schwankt. Aber das Zielen mit dem kleinen Finger... naja... Vielleicht sollte ich ein paar Fadenkreuze auf das Griffbrett malen. Das über wir wohl noch etwas länger, nicht wahr, Andreas? Ja, Andreas. Gut, wenigstens widerspreche ich mir nicht.
Selbstgespräche sind sooo angenehm. Niemand widerspricht, und man redet mit einem vernünftigem Menschen.

Übung 4 Seven Nation Army.
Jetzt ist es amtlich. Jawoll. Power Chords auf der A Saite sind mir nicht gegeben.

Übung 5 Smoke oin The Water
Jupp, A Saite funzt einfach nicht

Übung 6 Highway to Hell.
Jupp. Macht immer noch Laune, ist flüssig, macht Spass und baut wieder auf nach dem Frustgeklimper mit den blöden A-Saiten Power Chords.

Übung 7 Akkordwechsel offener Akkorde 3 Minuten
Einfach mal gucken, welche Akkrode beim Wechseln Probleme bereiten.
Ist gar nicht sooo schlimm. E-Dur und E moll gehen sogar sehr gut. Sind nur die paar anderen Dur und Moll Akkorde :P

Übung 8 Huete bin ich fleissig und mache noch Anschlagübungen mit der linken Hand.
Einfach nur rauf und runter im 16tel Takt.
Da besteht noch ein klitzekleiner Übungsbedarf föllt mir auf, nachdem ich das dritte mal mein Plek vom Boden aufheben muss. Immerhin blutet die linke Hand nicht... Man muss auch für Kleinigkeiten dankbar sein können

Fester Vorsatz für morgen:
Statt Frust mit dem A Saiten Power Chord Dreck werde ich 10 Minuten offene Akkordwechsel üben. Wird auch nervig werden, aber wenigstens ist da manchmal ein Treffer bei
Andreas

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Counterfeit
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Erstellt: von Counterfeit » 29.11.2010, 16:35

ach, auch die Powerchords auf der A-Saite klappen irgendwann :) Nur Mut..und immer fleißig schreiben. Find das spannend:)

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Sunburst
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Erstellt: von Sunburst » 29.11.2010, 17:01

Ja, immer wieder spannend zu lesen, wie du voran kommst Auch die A saite muss sich irgendwann beugen und bis dahin hast du wenigstens einen vernünftigen Gesprächspartner. :D

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Erstellt: von AH4711 » 30.11.2010, 09:48

29.11.
#19. Tag# (Jupp, irgendwo hab ich mich verzählt, müsste der 20. Tag sein, was solls)
Erstmal Übungsplan umstellen. Powerchords auf der A Saite erst mal weglassen, dafür 10 Minuten Akkordwechsel. 10x je 1 Minute.

Übung 1 C-Dur Tonleiter auf der einer Saite 5 Minuten
Ist öde, bleibt öde. Wir ein wenig interssanter, weil ich nach je 1 Min die Saite wechsele. Hach, was bin ich doch progressiv.

Übung 2 Chromatische Tonleiter 5 Minuten inkl. Hammer On / Pull off
Um den 7 Bund rum gehts ja noch mit HO/PO, aber das Griffbrett ist am 15. Bund ja echt gemein breit. Da mit dem kleinen Finger auf der dicken E Saite ein HO/PO ist hinterm Limit für mich... Nur gut, dass man das fast nie braucht :P

Übung 3 Pentatonik in Moll 5 Minuten inkl. Hammer On / Pull off
Ich bekomme nach oben (Richtung Obersattel) jetzt problemlos die G Moll Pentatonik hin, ohne dass das Strecken Probleme oder Schmerzen bereitet. Gar nicht so schlecht für 3 Wochen!

Übung 4 Akkordwechsel 10 Minuten (10x je 1 Minute)
Da es nur um das (Um)Greifen geht einfach nur Downstrokes.
Keiner klappt wirklich perfekt, aber das hab ich auch nicht erwartet. Bin mir nur nicht sicher, ob eine Minute Sinn macht. Der Vorteil, ganz klar, ist Abwechslung und nicht der Hauch von Langeweile. Aber ob der Körper (bzw. die rechts Patschhand) sich in der kurzen Zeit wirklich etwas einprägt? Ich werde es einfach mal eine Woche beobachten und dann entscheiden, ob ich nicht vielleicht doch auf 5x 2 Minuten gehe.

Übung 5 AC/DC Highway to Hell.
Muss einfach sein. Auch wenn es schon sehr sicher sitzt, der Spaßfaktior ist ungebrochen. Und solange ich noch ab und zu daneben greife habe ich auch eine Ausrede. Der vermutlich wichtigste Grund für mich ist aber, dass Gitarre spielen primär Spaß machen soll. Die ersten 25 Minuten sind notwendig, wenn ich auch nur in die Nähe dessen kommen möchte, was ich auf der Rechtshand konnte. Die letzten 5 aber sollen mich motivieren, morgen wieder mit Spaß weiter zu machen.

====))
Andreas

AH4711
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Erstellt: von AH4711 » 02.12.2010, 14:10

Wieder ein kurzer Doppelpack, weil mich gestern ein kleiner Notfall in der Familie von allem anderen abgehalten hat.

30.11.
#21. Tag#
Dienstag ist Unterrichtstag, ein Highlight der Woche.
Primär haben wir die Erfolge und Misserfolge der letzten Woche abgehandelt.
A-Saite bassierte Powerchords sind erst mal in der Schublade verschwunden.

Mein Marc hat mir nahegelegt, nicht 10x 1 Minute Wechsel zu machen, sondern mich auf 2x 2 Akkordwechsel zu konzentrieren.
Beschluss fürs Protokoll:
a-moll / C-Dur Wechsel und D-Dur / G-Dur Wechsel im 8tel Takt.
Das bringt (einigermassen) schnell 4 sicher beherrschte Akkorde. Final dürfte das Ergebnis dieser Art zu üben (konzentriert auf 4 Akkorde zur Zeit) und der vorherigen (8-10 Akkorde für kürzere Zeit) nach 6 Monaten das gleiche Ergebnis bringen. Aber auf diese Art bekomme ich in kürzerer Zeit zumindest diese vier Akkorde sicher in den Griff anstatt "plötzlich" nach einem halben Jahr einen Quantensprung zu machen.

Ich werde meinen Übungsplan daher auf 4x3 Minuten dafür ändern.
3 Minuten a/C, 3 minurten D/G, dann wieder 3 Min a/C, gefolgt von 3 Min D/G.
Warum? Ganz einfach: 6 Minuten lang 2 Akkorde schrammeln übersteigt garantiert meine Geduld.
Dafür kürze ich Highway to Hell auf 3 Minuten am Ende. Ob ich dann wirklich aufhöre oder weitermache beeinflußt zumindest nicht das Ergebnis der Übungen.

01.12.
#22. Tag#
Wie oben erwähnt gabs einen kleinen Notfall in der Familie. Daher nüscht mit Klampfen heute :cry:
Andreas

AH4711
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Erstellt: von AH4711 » 03.12.2010, 12:24

02.12.
#23. Tag#
Übungsplan ist wieder umgestellt.

Übung 1 C-Dur Tonleiter auf der einer Saite 5 Minuten
Heute mal kreativ über alle Saiten, aber schon eine nach der anderen.
uuups, das ist ja doch gar nicht so einfach... E, A und D Saite fallen recht leicht, weil schon bis zum Erbrechen geübt, aber ab der G Saite muss ich bewusst überlegen, wo der nächste Ton ist und wie er heisst.
OK, was lerne ich daraus? Die Übung ist gut und hat einen wirklichen Lerneffekt. Also ab morgen wieder brav nur auf einer Saite weitermachen.

Übung 2 Chromatische Tonleiter 5 Minuten
Im 7. Bund anfangen, Saiten rauf und runter, dann einen Bund verschieben zum oberen Steg.
HOSSA! Ich bin begeistert! Null Problemo im 1. Bund, kann problemlos von F bis A spreizen und die Finger liegen lassen. Sch&%ß auf Tempo.
Weil noch ein bisschen Zeit über ist vom 8. zum 12 Bund durchschieben. Feine Übung, die auch zeigt, dass kleine Fortschritte summiert große werden. (Erwähnte ich schon, dass es vom 12. zum 15 Bund echt eng wird, wenn man die Finger liegen läßt? Ich brauche echt kleinere Finger ... )

Übung 3 Pentatonik 5 Min, wie bei der Chromatischen, erst die Saiten durch, dann die Bunde.
Mit Konzentration klappt es auch im 1. Bund. Ohne Konzentration flieht der Kater (kluges Tier)

Übung 4 a moll C Dur Wechsel, 8tel. 3 Minuten
Wie erwartet: Klingt garusslich und ist öööööde

Übung 5 D Dur G Dur Wechsel, 8tel. 3 Minuten
klingt noch grausslicher, ist aber genauso öde :)

Übung 6 Wiederholung der 4. Übung: a moll C Dur Wechsel, 8tel. 3 Minuten
Na sowas... es wird besser! Na upsala

Übung 7 Wiederholung der 5. Übung D Dur G Dur Wechsel, 8tel. 3 Minuten
Wie fies: Wird nicht besser :?

Übung 8 Der Klassiker zum Spaß haben: Highway to Hell 3 Minuten
Jo, wie vorhersehbar ich doch bin: Nach 3 Minuten bekommt die Eieruhr die gleiche Behandlung wie morgens mein Wecker: Erst eins auf Dach und anschliessend ignorieren.
Ich lass mir doch nicht von einer Uhr sagen, wie spät es ist, pöh!
Irgendwann fängt die linke Schulter aber an zu nerven.
Naja, 10 min reicht auch
Andreas

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Erstellt: von AH4711 » 06.12.2010, 18:02

Hier kommt leider der letzte Eintrag zu diesem Blogg
Ich könnte jetzt noch Freitag und Samstag als ausgefallen wegen Schmerzen eintragen, und den Sonntag als stattgefunden mit Schmerzen, aber das bringt nicht wirklich weiter.
Ich war heute beim Arzt und werde um eine OP nicht drumrum kommen.
Da morgen mein Leihmonat für die Gitarre ausläuft und ich, wenn alles gut verläuft, im Februar meine linken Arm wieder voll benutzen kann, werde ich meinen Ausflug in die Rechtshand Gitarre jetzt beenden.
Was bleibt?
Nun, wenn ich mir meine Fortschritte einmal versuche objektiv anzuschauen, bleibt mir nur festzustellen: Es geht! Und es geht relativ schnell.
Natürlich muss man die motorischen Fähigkeiten üben üben und nochmal üben. Aber ich kenne keinen Anfänger, der in annähernd diesem Tempo gestartet ist.
Die Theorie ist natürlich anwendbar, "Akkord-Bilder" braucht man nicht neu.
Falls also jemand euch fragt, ob man umsteigen kann: Grundsätzlich JA! Die Frage ist halt, was der Grund ist.
Wenn die Motorik einigermassen uneingeschränkt funktioniert (böses Beispiel: 3 Finger weg an der linken Hand, aber Arm beweglich und man kann ein Plektrum halten), dann würde ich den Wechsel empfehlen, bevor ich keine Gitarre mehr spielen kann.

Ich möchte mich hier an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich für eure Zusprüche und positiven Kommentare bedanken.

Ich packe jetzt die ====)) weg und hole die =)=)= raus


lg
Andreas

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Erstellt: von phunky » 06.12.2010, 18:24

Ich drück Dir die Daumen für die OP. Und danke, dass Du deine Erfahrungen mit uns geteilt hast!

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Harry83
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Erstellt: von Harry83 » 06.12.2010, 20:44

Von mir hast du verdammt großen Respekt!
Ein Kumpel von mir ist ein Lefti. Er spielt auch Gitarre. Ich habe mal seine Lefthand Strat versucht zu spielen. Keine Chance! Ich glaube, das ich daran verzweifeln würde! Es sei denn, ich müsste wie du, aus gesundheitlichen Gründen umlernen. Bei meinem Onkel war das z.B. auch so. Durch einen Arbeitsunfall verlor er den Zeigefinger an der linken Hand. Er hat es aber auch nur mit Müh und Not geschafft sich daran zu gewöhnen. Von ihm habe ich übrigens meine erste E-Gitarre bekommen. Die hat er vor Jahren mal selber gebaut. Jetzt hängt sie an der Wand.

Wie schon gesagt: Du hast meinen ganz großen RESPEKT!!!
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Erstellt: von Heavyweight » 06.12.2010, 21:26

Viel glück bei der Op und hoffentlich kannst du bald wieder spielen
Der Youtube Kanal von Konzerte und Festivals http://www.youtube.com/user/syzhackz?feature=mhee

Marcinator_2
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Erstellt: von Marcinator_2 » 06.12.2010, 23:53

Von mir auch viel Glück!
Hab den Blog verfolgt und just for fun auch deine Übungen versucht. Allerdings nur kurz um zu schauen wies sich anfühlt. Und ich muss dir recht geben: es geht!. Da man ja eigentlich schon alles kann, muss man nur die Rechte dran gewöhnen.
Auf jeden Fall gehts schneller als komplett alles neu zu lernen!
Also, rock on!

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Counterfeit
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Erstellt: von Counterfeit » 07.12.2010, 10:00

viel Glück! und lass vielleicht trotzdem nochmal von dir hören. Der amüsante Schreibstil wird dir ja sicherlich erhalten bleiben :)

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