privaten Gitarrenunterricht geben

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max19
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privaten Gitarrenunterricht geben

Erstellt: von max19 » 26.08.2010, 15:48

Hallo zusammen,
wie ihr sicher alle wisst, ist das Leben als Gitarrist mit oftmals großen Kosten verbunden, da es immer wieder neue Instrumente und ähnliches gibt, das angeschafft werden muss/will.
Aus diesem Grund hab ich mir überlegt, ob ich privat Gitarrenanfängern unterricht geben könnte/dürfte.
Zu meiner Person ich habe seit einigen Jahren Gitarrenunterricht, spiele in einer Band und schreibe für diese eigene Songs. Soweit mein Gitarrenlehrer und ich meine Technik und mein Spielvermögen einschätzen können würde ich mich als deutlich fortgeschrittener Gitarrist bezeichnen. Und nun zum heiklen Thema: ich bin erst 15 Jahre alt
Meine wichtige Frage wäre nun: Darf ich rechtlich privat Gitarrenunterricht geben, wenn ich dafür Geld verlange und wenn ja, wie viel ich pro Stunde verlangen kann.
Ich bitte nur Leute zu antworten, die sich auch sicher sind, dass das was sie Sagen eine rechtliche Grundlage hat.

Danke im Voraus
Max =)=)=

Kato
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Erstellt: von Kato » 26.08.2010, 17:05

"richtige Gitarrenlehrer" oder Musikschule sind teuer. Da ist ein Privatunterricht bei einem Schüler eine günstige Alternative für manche Eltern.

Es gibt ja auch 15jährige, die Nachhilfe geben oder Babysitten und Geld dafür bekommen.

Du weißt ja selber, wie teuer Gitarrenunterricht ist, also könntest Du Deinen Unterricht deutlich günstiger anbieten. (10 Euro / 45-60 min wären fair denke ich)


Und da nichts sicher ist im Leben, weiß ich nun leider auch nicht, ob das irgendeine rechtliche Grundlage hat oder verbotene Kinderarbeit ist. Aber ich dachte mir, es antwortet besser mal irgendjemand, als keiner.

max19
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Erstellt: von max19 » 26.08.2010, 17:13

danke :)
10euro war auch so meine vorstellung pro stunde
nur ich würde es gerne irgendwie bewiesen haben, dass es nicht strafbar ist, bevor ich anfange irgendjemanden zu unterrichten.

Gast

Erstellt: von Gast » 26.08.2010, 17:15

Hey,
also ich gebe selber Untericht. Ich bin jetzt etwas mehr als 2 1/2 Jahren Gitarist und unterrichte Anfänger. Für meine Zeit in der ich spiele habe ich schon beachtlich was gelernt und da du ja noch länger spielst dürfte es kein Problem sein andere zu Unterichte.

Über den Unterichtsaufbau etc. will ich jetzt nicht erzählen, war ja nicht dene Frage.

Auf jeden Fall nehme ich 10€ für 60 Minuten, das ist Fair und man verdient noch was dran.

Und rechtlich ist da kein Problem, keines das relevant ist. Solange du damit keine 400 Euro im Monat verdienst ist es ok. Darüber solltest du nicht kommen, wobei selbst dann..wer soll es dir beweisen?

Es ist in keiner Weise Strafbar! Niemand muss bei dir unterricht nehmen..du könntest auch Oboe unterrichten auch wenn du keinne ahnung hast..Frage wäre da nur wie glücklich deine Schüler wären, also mach dir mal keine Sorgen. Was soll denn passieren?

Gruss Flo
Zuletzt geändert von Gast am 26.08.2010, 17:17, insgesamt 1-mal geändert.

don.caruso
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Erstellt: von don.caruso » 26.08.2010, 17:16

Ich habe zwar keine rechtliche Grundlage für das was ich jetzt sage, aber ich verdiene seit ich 12 bin mein Geld mit Nachhilfe und habe damit nie Probleme bekommen, trotz "großer" Werbung etc. Ich bin ziemlich sicher, dass Du nicht nach Guantanamo gebracht wirst, weil Du Dir das Geld für die große Lego-Ritterburg selbst erarbeitest.
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phunky
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Erstellt: von phunky » 26.08.2010, 17:22

Warum sollte das strafbar sein? Es gibt natürlich ein Jugendarbeitsschutzgesetz, wobei ich nicht weiß in welchem Umfang das bei so einer Tätigkeit Anwendung fände. Aber es ist nicht generell verboten mit 15 Geld zu verdienen.

Wenn das eine regelmäßige Einkunftsquelle ist, könnte es natürlich sein, dass du neue Freunde beim Finanzamt findest. Steuerpflichtige Umsätze wirst Du allerdings vermutlich kaum erzielen.

Aber für solche Auskünfte, am besten noch verbindlich, ist das hier sicher nicht die richtige Quelle für Dich.

Gast

Erstellt: von Gast » 26.08.2010, 17:35

phunky hat geschrieben:Wenn das eine regelmäßige Einkunftsquelle ist, könnte es natürlich sein, dass du neue Freunde beim Finanzamt findest. Steuerpflichtige Umsätze wirst Du allerdings vermutlich kaum erzielen.



Wie sollten die darauf kommen? Wenn nicht gerade jemand zwirschert? Und um dahin zu kommen musst du schon einige Schüler haben.

Gruss

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phunky
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Erstellt: von phunky » 26.08.2010, 17:41

Moin,

Flow. hat geschrieben:Wie sollten die darauf kommen? Wenn nicht gerade jemand zwirschert? Und um dahin zu kommen musst du schon einige Schüler haben.Gruss


Zwischen legal und "merkt keiner" gibt es da aber schon einen Unterschied ;-). Unter 7000 und ein paar Zerhackten im Jahr sind Einkünfte nicht steuerpflichtig. Von daher, es wird vermutlich nichts passieren. Aber hier wurde ja nach rechtlich abgesicherten Auskünften gefragt. Die traue ich mir nicht zu. Du?

max19
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Erstellt: von max19 » 26.08.2010, 17:50

okay leute danke für die guten infos
ich bin mir jetzt eigentlich ziemlich sicher , dass ich mich damit nicht strafbar mache, aber werde denke ich mich doch noch mal irgendwo erkundigen, bis wohin genau ich das steurfrei betreiben kann
gruß max

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jemflower
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Erstellt: von jemflower » 27.08.2010, 11:25

Da ich eben schon ein bisschen gerechnet habe, mal eben ein Beispiel zum Thema.

Nehmen wir an, du bekommst 10 Euro die Stunde. Der Schüler hat einmal die Woche Unterricht. Das macht 40 Euro im Monat und 480 im Jahr. Um an die 7000er-Grenze zu kommen bräuchtest du fast 15 Schüler!
Außer wenn du Gruppenunterricht gäbst, ist das nicht sehr wahrscheinlich ;)

Wenn wir mal eine Umfrage starten würden, wie viele Leute hier mehr als 3 Gitarrenschüler gleichzeitg haben, dürfte das eher ernüchternd ausfallen.


LG
Laura

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AlBundy
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Erstellt: von AlBundy » 27.08.2010, 12:42

als wichtiger würde ich neben dem bereits gesagten (das mit der 7.000 er Grenze ist eine sehr gute Antwort und auch zutreffend!) folgendes erachten:

Wichtig ist, dass Deine Schüler wiederkommen und daß Du auch qualitativ einen guten Unterricht anbietest - soll heißen, dass die Schüler was lernen :lol: . Wenn Du tatsächlich ein erfahrener Gitarrist bist, werden diese zumindest Grundkenntnisse bei Dir erwerben können - da bin ich mir ganz sicher.

Wenn ich hier aber so lese, was einige schon geschrieben haben.... Beispiel Schüler 1 geht zu einem Lehrer, der schon 30 Jahre unterrichtet und obwohl er zugibt, der Unterricht wäre zielführend, geht er nicht mehr hin, weil der Lehrer ihm nichts zu seiner gewünschten Musikunterrichtung erklärt, denke ich, auch Du wirst es schwer haben. Aber früh übt sich, wer ein Meister werden will!

Viel Erfolg!

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