g-dur akkord

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Erzengel
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G-Dur Akkord

Erstellt: von Erzengel » 24.11.2009, 23:16

Guten Aben zusammen,

also ich habe mir vor kurzem eine Gitarre zugelegt (letzte Woche) und ich bin zur Zeit den Wechsel von G-Dur, D-Dur und A-Dur am üben.

Ich habe zur Hilfe Bursch Gitarrenbuch.

Jetzt habe ich mir gerade eben den G-Dur Griff beim Lagerfeuerdiplom angehscuat und ich sehe, dass der hier mit 3 Fingern gespielt wird und bei Bursch nur mit dem kleinen auf e.

Was ist denn der Unterschied zwischen den beiden?

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Sunburst
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Erstellt: von Sunburst » 24.11.2009, 23:20

Der Unterschied ist, dass der "Bursch-G" eine Abgespeckte Version des G-Durs ist. Peter Bursch führt dann recht schnell glaube ich den vollen G-Dur ein. Die Bursch Version wird nur auf den oberen 4 Saiten gespielt. Das sind die Töne D, g, b und g. Greifst du den Akkord mit 3 Fingern kommen unten noch G auf der E und B auf der A Saite hinzu. Letzterer klingt voller.

Erzengel
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Erstellt: von Erzengel » 24.11.2009, 23:22

Würdest du empfehlen, direkt richtig oder vorab die abgepeckte Verion zu lernen und so in der Reihe des Buches zu bleiben?

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Sunburst
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Erstellt: von Sunburst » 24.11.2009, 23:25

Hm, gute Frage!
Versuch den Wechsel einfach mal mit dem vollen G zu spielen, aber wenn es dir am Anfang zu schwer ist, halte dich an die Reihenfolge des Buches. Allzulange sollte man nicht damit warten, aber gerade in den ersten Tagen tut ein G-Dur nicht gerade Not.

Erzengel
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Erstellt: von Erzengel » 24.11.2009, 23:29

Dann werde ich das einfach mal versuchen :)


Danke für die Hilfe.

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Sunburst
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Erstellt: von Sunburst » 24.11.2009, 23:31

Gerne!

Viel Erfolg!

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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 25.11.2009, 00:55

Den G abgespeckt zu üben, das ist vielleicht mal geeignet um überhaupt mal in das Gitarrenspielen hineinzuschnuppern.

Schüler können den G-Dur-Akkord ab der zweiten Stunde lernen, und können den in der Regel schon ab der dritten mit noch kleinen Problemchen und nach vierten einigermaßen sicher. Nach der 5. Stunde wissen sie nicht mehr, warum sie damals damit solche Probleme hatten.

Für mich macht es (außer mal einem Anfänger der noch nie eine Gitarre in der Hand gehalten hat mal was einfaches zu Zeigen) keinen Sinn, den supereinfachen G zu lernen, denn du wirst ihn hinterher so gut wie nie wieder brauchen.

Der G ist am Anfang zwar schwer (aber welcher Griff ist das in den ersten Stunden nicht). Aber wenn du den hinter dir hast, dann laufen die nächsten paar Akkorde fast von allein.

Gruß Mjchael

teacup
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Erstellt: von teacup » 25.11.2009, 19:31

Hallo Erzengel,
was die abgespeckte Verison des G-Griffs angeht, kann ich mjchael nur recht geben. Diesen Griff wirst du "bewusst" als G-Dur nie benutzen. Den G-Griff habe ich mit dem Zeigefinger auf der tiefen E-Saite, Mittelfinger A-Saite und kleiner Finger auf der hohen Saite gelernt. Das war am Anfang für mich die entspannteste Variante. Mittlerweile kann ichdiesen Griff auf unter-schiedliche Arten (nicht immer ganz flüssig, aber dass wird schon noch, ich soll ja nicht mit der nächsten Bahn weg) spielen. Das ergibt sich irgendwann von selbst, weil du anfängst rumzuexperimentieren, wie du einen Akkord noch greifen kannst. Das ist manchmal sogar spannender als einfach nur ein Lied nachzuspielen.
Ich hoffe, du kannst etwas damit anfangen.
Gruß, teacup

jom
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g-dur akkord

Erstellt: von jom » 05.01.2010, 11:25

Bei wikibooks steht ich soll den Mittelfinger im 2.ten bund auf die a-saite legen,den Ringfinger im 3.ten bund auf die e-saite und den kleinen finger im 3.ten bund auf die hohe e-saite. Ist das richtig? Es erscheint mir ein bisschen komisch :shock:

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chris73
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Erstellt: von chris73 » 05.01.2010, 11:32

das ist eine moegliche variante. aber nicht die einzige

Code: Alles auswählen

EADghe   EADghe    EADghe
------   ------   ------
||||||   ||||||   ||||||
------   ------   ------
|M||||   |Z||||   |Z||||
------   ------   ------
R||||K   M||||K   M|||RK
------   ------   ------

Gast

Erstellt: von Gast » 05.01.2010, 11:33

hmm also entweder hast du was falsch verstanden oder das ist ein tippfehler...
greif den akkord so

du greifst mit der linken hand:
Mittelfinger 3. bund tiefe e saite
zeiger finger a saite 2. bund
ringfinger 3. bund h saite
und kleiner finger 3. bund hohe e saite..

|---3---|
|---3---|
|---0---|
|---0---|
|---2---|
|---3---|

Gast

Erstellt: von Gast » 05.01.2010, 11:35

Es gibt verschiedene Fingersätze für G-Dur.
Du lernst meiner Meinung nach die schwerste Version, die dann nützlich ist wenn du als nächstes den G7 Akkord lernst.

Probier Mal:

Z -> A(2) (2.Bund)
M -> E(3)
K -> e(3)

Ist leichter als die andere Version und kannst irgendwann 320033 spielen
===

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chris73
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Erstellt: von chris73 » 05.01.2010, 11:35

nix tippfehler, nix falsch vertanden, es gibt mehrere griffvarianten fuer G dur

Gast

Erstellt: von Gast » 05.01.2010, 11:43

gut ja,hast recht chris...dann hab ICH mch wohl verlesen^^...wobei das wirklich ne schwere variante ist

avun

Erstellt: von avun » 05.01.2010, 11:49

Ist es nicht schon ein G-Dur wenn man nur die E im dritten und A im zweiten greift?

Ich spiele meistens die von Flow angesprochene Variante ^^

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AlBundy
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Erstellt: von AlBundy » 05.01.2010, 12:31

doch, das ist auch ein G, jetzt frag mich aber nicht welcher (G6? hab da so eine dunkle Ahnung), auf alle Fälle klingt der gut im Wechsel mit D und Barre 2. Bund e,h und G Saite.

:lol:

Gast

Erstellt: von Gast » 05.01.2010, 14:03

avun hat geschrieben:Ist es nicht schon ein G-Dur wenn man nur die E im dritten und A im zweiten greift?



vom ding her hast du einen g dur sobal du ein g h und d zusammen spielst...du kannst also alle möglichen varianten greifen, in denen diese töne vorkommen..aber kein anderer ton

Gast

Erstellt: von Gast » 05.01.2010, 14:06

AlBundy hat geschrieben:doch, das ist auch ein G, jetzt frag mich aber nicht welcher (G6? hab da so eine dunkle Ahnung), auf alle Fälle klingt der gut im Wechsel mit D und Barre 2. Bund e,h und G Saite.

:lol:


ja genau al..ein g 6..denn g6 bedeutet nichts anderes als die sexte dazu tuen und das ist bei g dur...ein e..

du hast dann also ein g h d und e

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ebichu87
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Erstellt: von ebichu87 » 05.01.2010, 22:33

also ich hab das so gemacht:

1. Das kleine g, also nur mit dem kleinen Finger 3. Bund der ersten Saite. Angeschlagen werden die ersten 4 Saiten. Erspart viel stress am anfang, da ja der G-Akkord recht häufig vorkommt.

2. Grosses G gegriffen mit Zeigefinger, mittelfinger und kleinem finger.

3. Und schlussendlich die von dir als "komisch" bezeichnete variante. Zugegeben, sie ist komisch, aber extrem hilfreich. Für den beginn aber sehr schwer, und noch nicht so wichtig. Wenn du das grosse G greiffen möchtest, mach es mit zeige- mittel- und kleinem finger


grüsse
ebi

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Stone
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Erstellt: von Stone » 06.01.2010, 11:44

Hi,
also, ich würd' mal sagen, es macht durchaus Sinn, die dicken Saiten mit Mittel- und Ringfinger zu spielen, wenn...

...ja, wenn man vorhat, danach oder davor z.B. G7 zu spielen, bei dem man ja bekanntlich dann die hohe E im 1. Bund zu greifen hat.
(...wenn ich da jetzt mal nix verwechselt hab'!)

Ansonsten meine ich, man sollte grundsätzlich so greifen, dass es einem flüssigen (Weiter)spielen dient.
Feste Greifregeln gibt's doch ernsthaft sowieso nicht...
Gruß,
STONE

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ebichu87
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Erstellt: von ebichu87 » 06.01.2010, 16:17

Stone hat geschrieben:Hi,
also, ich würd' mal sagen, es macht durchaus Sinn, die dicken Saiten mit Mittel- und Ringfinger zu spielen, wenn...


das bestreitet ja auch niemand. Die frage ist nur, ob es sinn macht, gleich mit der schwersten Variante anzufangen. eher nicht...

Gast

Erstellt: von Gast » 06.01.2010, 16:27

ebichu87 hat geschrieben:
Stone hat geschrieben:Hi,
also, ich würd' mal sagen, es macht durchaus Sinn, die dicken Saiten mit Mittel- und Ringfinger zu spielen, wenn...


das bestreitet ja auch niemand. Die frage ist nur, ob es sinn macht, gleich mit der schwersten Variante anzufangen. eher nicht...


das hat er ja auch gesagt..lies das ganz bevor du n zitat machst

gruss

Thomas:)
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Erstellt: von Thomas:) » 06.01.2010, 21:55

Mir hat die Griffweise von Wikibooks irgendwie am meisten gebracht, auch wenn sie am Anfang etwas schwerer erscheint.

Am Anfang (jetzt eig. immer noch) waren die meisten Lieder die ich begleitet habe in G-Dur oder C-Dur. Für Lieder in G-Dur kann man gut mal ein Gadd11 einbauen, und bei Liedern in C-Dur kommt oft der G7 vor als Übergang zum C. Zu beidem braucht man den Zeigefinger.
Habe nix besseres zu tun als Gitarre spielen... Studenten eben *pff*

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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 07.01.2010, 07:31

Hm, immer wieder der G....


Die Variante 320003 mit den Fingern MRoooK bietet die meisten Vorteile, was den Wechsel zu anderen Akkorden, Bassläufen, Melodiepicking etc. angeht. Daher würde ich diese zuerst üben, auch wenn sie am Anfang etwas schwerer ist.

Die Variante 320033 mit den Fingern MZooRK macht bei einigen Akkordkombinationen Sinn.
Em7 (022033) mit den Fingern oZMoRK
Dsus4 (X(0)0233) mit den Fingern x(o)oZRK
A7sus4 ((0)02233) mit den Fingern (o)oZMRK
Cadd9 ((0)32033 mit den Fingern (0)MZ0RK

Es gibt zwar einige Lieder, die man gut mit diesen Griffen spielen kann, doch es gibt ungleich mehr Lieder, wo man mit der Stanardversion besser klar kommt. Daher würde ich die 320033 irgendwann später einmal als Variante mit lernen, wenn ich die Standardversion 320003 sicher beherrsche.

320003 mit den Fingern MZoooR zu spielen ist nur dann sinnvoll, wenn der kleine Finger ab, oder gebrochen ist. Ansonsten tut ihr euch damit keinen Gefallen. Aber dazu habe ich mich beim Lagerfeuerdiplom lang und ausführlich ausgelassen.

http://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_G_ohne_kleinen_Finger

Gruß Mjchael

RusBel
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Erstellt: von RusBel » 04.08.2010, 22:50

hallo,
also ich finde es auch besser die kompleten akkorde gleich zu lernen, ich lerne in meinem gitarrenbuch immer schon vor und wenn mir mein lehrer den nicht ganzen akkord zeigt sage ich ihm dass ich den kompleten schon kann. ist viel besser!
und wenn wir schon bei dem thema sind hätte ich da mal ne kleine frage:
mein gitarrenlehrer hat mir gesagt ich soll den g dur griff mit kleinem-, dem ring- und mttelfinger spielen.
aber ist es den besser ihn so zu greifen? weil man kann ihn viel schwerer als mit dem ring-, mittel- und zeigefinger zu greifen.

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pum
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Erstellt: von pum » 04.08.2010, 22:58

ich würd auch sofort, wenn du Pbungen machst den vollen G-Dur greifen.
ich hab es damals so angefangen, dass ich, wenn ich den G Akkord geschrebbelt hab, zuerst den kleinen Finger auf die kleine e-Saite gelegt hab und den Akkord angeschrebbelt hab und während des Akkord schrebbeln den Mittel- und Zeigefinger dazu gelegt. Und schwuppsdiwupps kannsten ganz schnell auch sofort greifen... (Fand ich beim spielen immer angenehmer als ständig den Griff zu korrigieren, dass er klingt)

@rusbel: Was im Endefekt besser ich, weiß ich nicht, ich spiel mit kleinem, Mittel- und Zeigefinger, ne Freundin von mir spielt den mit Ring-, Mittel- und Zeigefinger...

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Frank-vt
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Erstellt: von Frank-vt » 05.08.2010, 10:37

RusBel hat geschrieben:hallo,
also ich finde es auch besser die kompleten akkorde gleich zu lernen, ich lerne in meinem gitarrenbuch immer schon vor und wenn mir mein lehrer den nicht ganzen akkord zeigt sage ich ihm dass ich den kompleten schon kann. ist viel besser!
und wenn wir schon bei dem thema sind hätte ich da mal ne kleine frage:
mein gitarrenlehrer hat mir gesagt ich soll den g dur griff mit kleinem-, dem ring- und mttelfinger spielen.
aber ist es den besser ihn so zu greifen? weil man kann ihn viel schwerer als mit dem ring-, mittel- und zeigefinger zu greifen.


Vielleicht ist es etwas schwerer, ihn so so greifen (RMK), aber in machen Liedern kann (oder muß) man Variationen/Wechsel z.Bsp. mit G7 o. G9 einstreuen und dafür braucht man dann den Zeigefinger (brauchst du sicher heute noch nicht, aber vielleicht in Zukunft). Wenn du die andere Variante spielst, ist ein Wechsel ungleich schwieriger, so daß ich dir die klassische Variante empfehlen würde.

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Erstellt: von RusBel » 05.08.2010, 21:36

ich glaub ich bleib bei der Mittel-, Ring und Kleiner Finger variante sie ist zwar schwieriger aber mein lehrer hat gesagt sie ist besser (ich versteh zwar nicht warum aber es hats gesagt :) )
ich übe schon die ganze zeit und mein kleiner finger tut schon so weh weil ich da sehr wenig hornhaut habe!
und das nervt das ich dauernd wenn ich mit dem kleinem finger die saite greifen will, ich die saite nicht gescheit treffe oder abrutsche!
hat vielleicht jemand ein paar tipps wie ich den akkord üben kann?

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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 05.08.2010, 23:08

RusBel hat geschrieben:....ich versteh zwar nicht warum aber es hats gesagt :) ...


Ich habe die Diskussion schon einmal im Fingerpicker-Forum geführt.

Lese dir mal den entsprechenden Thread (zumindest bis zu meiner Animation) durch...
http://www.fingerpicker.de/forum/viewtopic.php?p=88577#88577
(ps.: Wie du siehst, ist sowohl Vauge und ich auch in dem Forum angemeldet...)

Was das üben angeht:
http://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_Der_Griffwechsel_von_D-Dur_nach_G-Dur#Von_G-Dur_nach_D-Dur
Such dir mal das Bild mit dem Schlüsselbund und lese dir den Artikel durch, der daneben steht.

Gruß Mjchael

RusBel
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Erstellt: von RusBel » 06.08.2010, 12:37

hi,
erstmal danke an alle für die vielen guten antwotren!
ja ich bleib jetzt bei der 2-3-4 variante!
und die fingerübungen helfen!
und bei den wikibooks ist mir noch ein fehler von mir aufgefallen:
beim G-Dur akkord setzte ich zuerst mit dem kleinen finger auf und dann setzte ich den ring- und den mittelfinger auf!
gibst da einen unterschied?

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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 06.08.2010, 15:39

Lese dir die Wikibooks nochmal genauer durch!
http://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_Der_Griffwechsel_von_D-Dur_nach_G-Dur#St.C3.BCtzfinger
Anmerkung im Wikibook-Artikel über den G-Dur-Akkordwechsel - hat geschrieben:Stützfinger
Anmerkung

Später einmal kann man den kleinen Finger auch etwas früher aufsetzen und ihn als Stützfinger zur Orientierung benutzen. Doch gerade am Anfang ist es nicht zu empfehlen. Der kleine Finger lernt es irgendwann, seinen Platz zu finden. Ring- und Mittelfinger müssen aber unbedingt zusammenbleiben. Wenn man sie trennt, verschwendet man wertvolle Zeit, die man braucht, um die Finger nacheinander aufzusetzen und dabei den Platz zu suchen. Solange man den G-Dur-Akkord noch nicht richtig in den Fingern hat, ist es erfahrungsgemäß wirklich einfacher, zuerst Ring- und Mittelfinger in der richtigen Position aufzusetzen und den kleinen Finger einzurollen. Wenn das sicher klappt, dann darf man den kleinen Finger als Stützfinger etwas früher aufsetzen. Ich habe meinen Schülern öfter mal angedroht, die beiden Finger mit einem Gummiband zusammenzubinden, so dass man sie gleichzeitig wechseln muss. Doch es ist immer nur bei einer Drohung geblieben.


Dich zuerst auf Ring- und Zeigefinger zu Konzentrieren ist eine Lernhilfe. Solange du beim Wechseln Ring- und Zeigefinger zusammen hältst, machst du keine Fehler. Wenn du zuerst den kleinen Finger, dann den Zeigefinger und zum Schluss erst den Ringinger (oder umgekehrt) aufsetzt, dann ist es definitiv ein Fehler, den du brauchst zu lange um drei Finger zu sortieren, als sie gleichzeitig aufzusetzen. Sollte das bei dir der Fall sein, dann setze den kleinen Finger später auf, bis du die anderen beiden immer gleichzeitig wechselst. Ansonsten gilt das was im grünen Kästchen steht. Wenn die gleichzeitig wechseln, dann darf der kleine Finger schon vorher als Stützfinger aufgesetzt werden.

Steht aber alles ausführlich drin beschrieben.


Noch eine Frage, die mir per PN zugeschickt wurde.
Lies bitte: Bitte stellt mir keine allgemeinen Fragen über PN.

googlemeister hat geschrieben:Hey mjchael,

lese immer wieder gerne deine Beiträge und bin diesmal auf deine Animation für Griffwechsel der Standardakkorde gestoßen. Hier leuchtet mir ein das es besser wäre den G-Dur als MRK zu greifen. Dummerweise habe ich mir natürlich die ZMK Variante angeeignet. Bzw sogar als ZMRK da ich auf der h Saite auch noch im dritten Bund greife. Ist ein G-Dur mit ZMRK überhaupt "legitim"?

Desweiteren habe ich mir D-Dur auch anders angewöhnt. Und zwar greife ich die G Saite nicht mit dem Zeigefinger sondern mit dem Ringfinger und im Gegenzug dazu die hohe e Saite mit dem Zeigefinger.

Ich frage mich nun ob ich beide Griffe umlernen soll. Spiele erst seit 6 Monaten Gitarre und mit G-Dur habe ich so oder so noch Probleme mit dem kleinen Finger.

Was meinst du dazu? Auch im Bezug das ich G-Dur ja mit 4 Fingern greife.

Vielen Dank und lieben Gruß
Markus


Zuerst mal empfehle ich dir den Standard-Fingersatz.
Dafür gibt es eine einfache Regel:
http://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_allgemeine_Regeln_zum_Fingersatz
Wo es möglich ist

1. Zeigefinger erster Bund
2. Mittelfinger zweiter Bund
3. Ringfinger dritter Bund
4. Kleiner Finger vierter Bund

Müssen zwei oder mehrere Finger in einen Bund

* Zeigefinger kommt über den Mittelfinger
* Mittelfinger kommt über den Ringfinger
* Ringfinger kommt über den kleinen Finger


Was den G-Dur-Akkord angeht
http://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_G_ohne_kleinen_Finger

Deine Version mit

Code: Alles auswählen

E ||---|---|-K-|-
H ||---|---|-R-|-
G ||---|---|---|-
D ||---|---|---|-
A ||---|-Z-|---|-
E ||---|---|-M-|-

ist eine Variante zum Standard-G.

Die Variante hat ein paar Nachteile:
Schau dir mal die Einzeltöne an!

Code: Alles auswählen

  ||---|---|-G-|-
  ||---|---|-D-|-
G ||---|---|---|-
D ||---|---|---|-
  ||---|-H-|---|-
  ||---|---|-G-|-

Du hast zwar alle Töne (G H D) aber wende die Variante mal bei einem Zupfmuster an! Da wird oftmals die zweite Saite übersprungen.

Code: Alles auswählen

  ||---|---|-G-|-
  ||---|---|-D-|-
G ||---|---|---|-
D ||---|---|---|-
x ||---|---|---|-
  ||---|---|-G-|-

Jetzt hast du nur noch G und D als Töne. Das ist ein Powerchord. Natürlich kann man den einsetzen, und er klingt auch nicht schlecht, aber ihm fehlt die Mollterz (H), weil die H-Saite nicht mitklingt.

Und nehmen wir jetzt einmal an, du willst eine Melodie auf den oberen Saiten picken. Beispielsweise in G-Dur

Code: Alles auswählen

E ||---|-F#|-G-|-
H ||-C-|---|-D-|-
G ||---|-A-|---|-
D ||---|---|---|-
  ||---|-H-|---|-
  ||---|---|-G-|-


oder C-Dur

Code: Alles auswählen

E ||-F-|---|-G-|-
H ||-C-|---|-D-|-
G ||---|-A-|---|-
D ||---|---|---|-
  ||---|-H-|---|-
  ||---|---|-G-|-

Die Finger sind bei deinem Fingersatz für ein Melodiepicking blockiert. Du kannst gar nicht so schnell die einzelnen Töne treffen.

Schau dir mal den Picking-Klassiker Freight train auf Youtube an. Mit deinem G ist das gar nicht zu spielen.

Ach, was wiederhole ich eigentlich den ganzen Kram...
Moment, ich kopiere hier einfach mal was rein:
mjchael hat geschrieben:Warum G-Dur im Lagerfeuerdiplom mit der RMK-Variante gegriffen werden soll, hat gleich mehrere Gründe.

Zum einen ist der Wechsel zu anderen Griffen mit der RMK-Variante in der Mehrzahl der Fälle ergonomischer.

Es gibt eine Fingerstellung von Mittelfinger und Ringfinger, die man gleich bei 4 Akkorden (und einigen Varianten) antreffen kann:

Bild

Diese passen für:

BildBildBildBildBild
Nebst Gsus4 C7 Cadd9 G6 etc.
z.B.
BildBild

Dem gegenüber steht eine zweit typische Stellung von Mittel- und Ringfinger:
Bild
für die Akkorde
BildBildBildBildBild

Beim Wechseln der Akkorde kommt eine typische Bewegung zustande:
Bild

Diese Gemeinsamkeiten machen das Lernen der Grundakkorde einfacher.
Hinterher fällt es auch viel leichter Begriffe wie "Dur-Terz" und "Quarte" zu lernen, da man diese ja schon irgendwie in den Fingern hat.

Ohne nennenswerte Mühe lernt man mit wenigen Kniffen alle Töne der C-Dur Tonleiter. Wenn man die 6 leeren Saiten kann, dann muss man nur wissen, wo bei einem der oben genannten Akkorde der Grundton ist, um weitere 6 Töne zu haben. Denn der Grundton liegt ist fast immer unter dem Ringfinger des gleichnamigen Akkord. (Ausnahme A-Dur, aber dafür gibt es ja auch die alternative Griffweise, die beim Wechsel zwischen E A und H7 im nachfolgenden Folkdiplom vorgestellt wird.

Bild

Wie ihr seht, habe ich generell nichts gegen Varianten. Ist nur die Frage welche man wann vermittelt.)


Bild


Bei einfachen Bassläufen in C-Dur reicht es einen Basslauf zu lernen, um diesen dann einfach auf die anderen Akkorde zu übertragen.
Bild
Der Ringfinger bleibt immer im 3. Bund, und der Mittelfinger bleibt im 2. Bund.

Und so hat man ganz schnell einen Teil der C-Dur-Tonleiter gelernt.
Bild

Das zurufen einzelner Basstöne geht meiner Erfahrung nach einfacher, wenn man diese sich mit durch die "Leere Saite-Regel" und "Ringfingerregel" schnell vom Akkord ableiten kann.

Es ist beim ersten Lernen vom Hammering viel einfacher, wenn man sich vorerst nur auf den Mittelfinger konzentrieren muss.

Bild

Erste Western-Begleitungen lernen sich so viel leichter
Bild

Auf all die Lernvorteile müsste ich verzichten, wenn ich ein G folgendermaßen greife:

Code: Alles auswählen

E ||---|---|-R-|-
H ||---|---|---|-
G ||---|---|---|-
D ||---|---|---|-
A ||---|-Z-|---|-
E ||---|---|-M-|-


Viele Stücke aus dem Melodiepicking und aus der einfachen Klassik lassen sich mit der ZMR-Variante vom G erst gar nicht spielen.

Beispiel:
Fright-Train

Was die folgende Variante angeht:

Code: Alles auswählen

E ||---|---|-K-|-
H ||---|---|-R-|-
G ||---|---|---|-
D ||---|---|---|-
A ||---|-Z-|---|-
E ||---|---|-M-|-

Diese wird als eine Alternative für später aufgehoben, um diese mit Akkorden wie Cadd9, Dsus4, Em7 und/oder A7us4 zu kombinieren. Doch die erweiterten Akkorde sind erst Stoff für später.

Aber auch bei Akkordkombinationen mit erweiterten Akkorden hat sich die RMK-Variante oftmals als Vorteilhafter herausgestellt.

Beispiel: Wechsel G - C/G

Ich weiß, dass man den G mit der ZMR-Variante in ein bis zwei Tagen drauf hat, und dass man für die RMK-Variante ein bis zwei Wochen braucht, bis der richtig sitzt. Aber der Mehraufwand an Arbeit holt man hinterher durch die vielen Lernvorteile sehr schnell wieder rein.

Die RMK-Variante ist meines Erachtens die weitaus bessere Vorbereitung auf das Gitarrespielen als die ZMR-Variante.

Die Begründung findet man auch in den Wikibooks:
http://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_G_ohne_kleinen_Finger

...


Die Variante von dir verwende ich allerdings auch. Meist in Kombination mit folgenden Akkorden:

Code: Alles auswählen

       G                     Cadd9                 Dsus4
E ||---|---|-K-|-     E ||---|---|-K-|-     E ||---|-M-|-K-|-
H ||---|---|-R-|-     H ||---|---|-R-|-     H ||---|---|-R-|-
G ||---|---|---|-     G ||---|---|---|-     G ||---|-Z-|---|-
D ||---|---|---|-     D ||---|-Z-|---|-     D ||---|---|---|-
A ||---|-Z-|---|-     A ||---|---|-M-|-     A ||---|---|---|-
E ||---|---|-M-|-     E ||---|---|---|-     E ||---|---|---|-

    A7/sus4                    Em7                 Hm7/b13
E ||---|---|-K-|-     E ||---|---|-K-|-     E ||---|---|-K-|-
H ||---|---|-R-|-     H ||---|---|-R-|-     H ||---|---|-R-|-
G ||---|-M-|---|-     G ||---|---|---|-     G ||---|-M-|---|-
D ||---|-Z-|---|-     D ||---|-M-|---|-     D ||---|---|---|-
A ||---|---|---|-     A ||---|-Z-|---|-     A ||---|-Z-|---|-
E ||---|---|---|-     E ||---|---|---|-     E ||---|---|---|-

Hier macht die Verwendung echt Sinn, da man sowohl den Ringfinger als auch den Kleinen Finger die ganze Zeit liegen lassen kann. Man bekommt so ein paar nette Effekte hin.

Aber die netten Effekte mit den stationären Ringfinger und kleinem Finger kommen viel weniger vor, als die oben genannten Bassläufe, Melodiepicking, Hammering-Geschichten und die Akkordwechsel, die alle gleichmäßig ablaufen.

Also lerne den Standard-G. Wenn du den noch nicht kannst, dann lerne den eben als eine Variante, und wende den bei allen neuen Lieder an, bis du den genau so natürlich verwendest, wie deine Variante. Ich bringe es meinen Schülern halt umgekehrt bei. Zuerst die Standard-Variante mit MRK, und später erst die ZMRK-Variante. Es gibt ja auch noch das G als Barré (355433) und es gibt sogar noch weitere Varianten, die ich dir hier aber mal erspare. Man kann alle lernen. Doch wenn ich mich entscheiden müsste, dann würde ich immer zuerst die Standard-Varianten lernen, da man mit denen die meisten Vorteile hat.

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Erstellt: von Frank-vt » 06.08.2010, 15:40

RusBel hat geschrieben:beim G-Dur akkord setzte ich zuerst mit dem kleinen finger auf und dann setzte ich den ring- und den mittelfinger auf!
gibst da einen unterschied?


Einen Unterschied nicht, aber du solltest eigentllich versuchen bzw. üben, alle Finger gleichzeitig aufzusetzen ;)

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Erstellt: von mjchael » 06.08.2010, 15:41

mjchael hat geschrieben:Kleiner Nachtrag zur Systematik beim Griffwechsel:

Ich habe euch auch eine etwas anspruchsvollere Animation fertiggestellt.Die soll noch einmal die Gemeinsamkeiten bei den Griffwechseln der ersten Akkorde veranschaulichen.

Bild

Erklärender Artikel findet ihr auf den Wikibooks:
Griffwechsel im Überblick

Vielleicht leuchtet einem die Systematik und der didaktische Vorteil eher ein, wenn man die Griffwechsel mal so zusammengestellt sieht.

Das heißt natürlich nicht, dass man nicht auch anders Wechseln kann, aber wen man sich vorerst mal auf diese Griffwechsel beschränkt, (nur für diese ersten 7 Akkorde) dann wird man gerade als Anfänger viel schneller voran kommen.

Andere Griffwechsel bzw. andere Griff-Formen hebt man sich auf, bis die "Standard-Griffwechsel" sitzen. Durch die Beschränkung wird keinem Schüler etwas vorenthalten, sondern einige Lektionen werden nur etwas weiter nach hinten verschoben, um die Lernvorteile der "Standard-wechsel" auszunutzen.

Gruß Mjchael

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Erstellt: von mjchael » 06.08.2010, 15:51

Frank-vt hat geschrieben:Einen Unterschied nicht, aber du solltest eigentllich versuchen bzw. üben, alle Finger gleichzeitig aufzusetzen ;)

Für den Anfang genügt es, wenn du immer den Ring- und den Zeigefinger gleichzeitig aufsetzt.
Das gleichzeitige aufsetzen aller Finger kann man auch später noch üben. Und es kommt oftmals auch von allein, weil sich die Finger schon in der Luft sortieren.

Ich würde für die Anfänger keine unnötige Hürde einbauen, wenn man diese etwas später, wenn sich die Finger mal an die Positionen und die Bewegungsabläufe gewöhnt haben, mit viel weniger Problemen meistern kann. Die Finger müssen nämlich nicht unbedingt alle gleichzeitig aufgesetzt werden. Meist schlägt oder zupft man die obersten Saiten zuerst an, und so hat man noch einen Tick Zeit, um die unteren Finger zu sortieren. (Desshalb beharre ich auch immer darauf, Ring- und Zeigefinger zuerst aufzusetzen, da diese meist an oberster Stelle sind.)

Natürlich sollte man die Wechsel so beibringen, wie man die Finger später mal in der Luft sortieren wird. Die Bewegungsabläufe sind nämlich die selben.

Gruß Mjchael

RusBel
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Erstellt: von RusBel » 11.08.2010, 00:00

ja ich versuch jetzt mit allen gleichzeitig aufzukommen!
aber dass mit dem kleinem finge finger zuerst aufkommen ist ziemlich blöd hab ich gemerkt weil wen der finger nicht richtig auf der saite ist oder abrutscht, kommt der ring- und der mittelfinger auch nicht auf die saite! (ist bei mir so weiß nicht ob bei anderen so ähnlich ist oder so)

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Erstellt: von mjchael » 11.08.2010, 02:03

Das sind ja genau die Sachen, an denen man noch üben muss, bis die aus dem FF funktionieren.

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