Saiten für die Westerngitarre

11 Beiträge   •   Seite 1 von 1
Seniorneuling
meint es ernst
Beiträge: 18
Registriert: 11.04.2010
Wohnort: Leipzig

Saiten für die Westerngitarre

Erstellt: von Seniorneuling » 25.04.2010, 16:18

Hallo!

Als ich meine Taylor 110 im Laden kaufte, waren da 13er Elixiersaiten, also beschichtete und ziemlich starke drauf. Bis dahin hatte ich immer nur 12er Saiten gespielt, war aber erstaunt, dass das mit den 13ern so gut klappte, fast besser oder sogar tatsächlich besser. Bin noch am rätseln. Ich hatte das im Laden, wo ich die Gitarre eine ganze Zeit ausprobierte, gar nicht gemerkt. Erst zu Hause und auch erst beim Wechseln!, also viel später, fiel mir auf, dass das 13er Saiten waren. Da können sie doch nicht zu stark gewesen sein! Weil ich aber wechseln musste und auch aus bestimmten Gründen wollte (wollte hören, wie die neue Gitarre mit Phosphor-Bronze klingt, drauf waren reine Bronzesaiten), habe ich eben die drauf gemacht, die ich zu HAuse hatte und das waren 12er Phosphor-Bronze von D'Addario. Sie klangen nicht so gut, was vielleicht nicht so an der Mischung lag, sondern, wie ich heute vermute, an der Stärke. Ich habe, als die Originale noch drauf waren, nicht so auf diesen Umstand geachtet, aber ich glaube fast, dass sie sich gerade deshalb so gut und leicht spielen ließ, weil die Saiten so dick waren. Wenn man Barré greift, dann sind doch in der Regel die dünnen, hohen Saiten die Spielverderber, die man nicht richtig abdrücken kann. Ist es da nicht denkbar, dass das bei einer stärkeren Saite nicht passiert, weil da eben mehr da ist, was sich andrücken lässt? Lange Rede, kurzer Sinn: Was sind Eure Erfahrungen mit Saitenstärken und den von mir angesprochenen Problemchen?

Schönen Dank und beste Grüße
Michael

Gast

Erstellt: von Gast » 25.04.2010, 17:42

dickere saiten klingen natürlich voller und vor allem auch anders.

wegen des problems mit dem barree: bei mir lag es eher daran, dass die hohen saiten immer zwischen 2 fingergliedern lagen (fachbegriff fällt mir gerade nicht ein) und ich somit nicht wirklich druck ausüben konnte. das eigentliche problem war also die dicke des halses.

hier noch was interessantes zum thema saiten

Seniorneuling
meint es ernst
Beiträge: 18
Registriert: 11.04.2010
Wohnort: Leipzig

Erstellt: von Seniorneuling » 26.04.2010, 07:00

Besten Dank, Pferd! Ich werde mal sehen. So große Probleme mit Barrè habe ich zwar nicht, aber manchmal noch kleinere. Kann sein, dass es an der Furche eines Fingergliedes liegt. Werde heute mal darauf achten. Wie meinst Du das mit der Dicke des Halses? Zu dick? Ich habe zwar nur eine relativ billige (649,00) Taylor, aber der Hals ist, glaube ich o.k.

Was spielst Du für Saiten auf der Western? Ich Suche Saiten, die sowohl gut klingen und lange halten, aber nicht beschichtet sind. Sie sollten sich gut für Hämmerings eignen. Ich übe gerade REVOLUTION1 von den Beatles, die Rockversion mit Powerchords. Geht eigentlich ganz gut, nur die A-Saite kommt beim Hämmering nicht so gut. Eventuell liegt es aber auch am Alter der Saiten: sie klingen jämmerlich, muss sie unbedingt mal wechseln. Also, was spielst Du für Saiten?

Michael

Gast

Erstellt: von Gast » 26.04.2010, 09:41

ja, das liegt wohl an der furche.

ich spiele .12er / .13er saiten, sind für mich optimal vom sound und dicke her ^^

Benutzeravatar
metal-skull65
Pro
Beiträge: 2538
Registriert: 23.08.2009
Wohnort: 59269 Beckum

Erstellt: von metal-skull65 » 26.04.2010, 23:14

Hallo!

Es ist generell schwierig ratschläge für Saiten zu geben da es auch auf das persönliche Klangempfinden ankommt.
Unbeschichtet ist immer gut bei der Westernstyle Gitarre.
Ich persönlich benutze nur Thomastik Infeld Saiten...
Du kannst da leider nicht eben welche zum Probieren draufspannen und bei nicht gefallen Geld zurück verlangen :(
Also musst Du den gleichen Weg gehen wie viele von uns.

Wenn Du aber einen bestimmten Character vom Klang schon im Kopf hast dan teile dies dem Verkäufer mit,de sollte da eigentlich bescheid wissen (naja,ist zu hoffen^^ )
z.b. Silbrig...oder Klar und trocken...
eher Bronzebetont...Bassbetont oder eher weniger Bass und stärker in die höhen.

da gibt es unmengen,ich weiß...aber nur testen hilft ;)


Gruß ))-))

Benutzeravatar
musicdevil
lebende Forenlegende
Beiträge: 3472
Registriert: 26.01.2010
Wohnort: zu Hause...

Erstellt: von musicdevil » 27.04.2010, 00:30

hab elixir und alle möglichen ausprobiert, aber auf meiner haupt westerngitarre bleib ich nun bei d`addario phosphor bronze (012er).
elixir saiten klangen kalt und blechern...liegt vielleicht am zedernholz.
erfahrungsgemäss kann ich also auch sagen, dass es völlig auf die gitarre und den persönlichen geschmack ankommt.

Gast

Erstellt: von Gast » 28.04.2010, 16:58

Ich hab' die Erfahrung gemacht, das Phosphorbronze härter sind, als nur Phosphorsaiten. ====))

Benutzeravatar
gomez
öfter hier
Beiträge: 64
Registriert: 09.05.2009

Erstellt: von gomez » 16.06.2010, 15:01

Auf meiner waren beim Kauf auch Daddario´s drauf und die waren vom Klang her super.
Habe dann auch verschiedene mal angetestet und spiele derzeit nen Ernie Ball Earthwood Bronze .10er Satz. Die haben es mir absolut angetan und meine 400-Öre-Western klingt einfach göttlich :D

Ist auch irgendwie nett. Bei jedem neuen Saitensatz hat man eine neue Gitarre...
dä dä dä dämm, schnipp schnipp

Benutzeravatar
Denis
hat das Forum als Startseite
Beiträge: 984
Registriert: 24.11.2008
Wohnort: Großraum Pforzheim

Erstellt: von Denis » 16.06.2010, 17:15

Wenn dir die Langlebigkeit wichtig ist, und du die Saiten von Elixir nicht magst, solltest du mal diese ausprobieren

https://www.thomann.de/de/daddario_exp16.htm

Die sind zwar auch beschichtet, aber man bemerkt beim spielen die Beschichtung nicht so sehr wie bei den Elixir Saiten.

Sonst kann ich gomez zustimmen. Die Earthwood Bronze von Ernie Ball gehören seit kurzem auch zu meinen Lieblingssaiten.
Seien wir realistisch, fordern wir das Unmögliche. (Che Guevara)

Benutzeravatar
metal-skull65
Pro
Beiträge: 2538
Registriert: 23.08.2009
Wohnort: 59269 Beckum

Erstellt: von metal-skull65 » 18.06.2010, 11:35

Hallo!

na gut...ich bekenne mich auch zu earthwood bronze user ;)
013er würde ich meine Gitarre nicht antun...
Aber es bleibt dabei : "Du sollst selber Testen bis es passt"


Gruß ))-))

Benutzeravatar
Funplayer99
Mod-Team
Beiträge: 2424
Registriert: 16.10.2009
Wohnort: Mitten im Spessart

Erstellt: von Funplayer99 » 18.06.2010, 13:43

Zu allererst mal,jedes Instrument hat ein anderes Holz und somit ein anderes Schwingungsverhalten,selbst bei gleicher Holzart schwingen sie unterschiedlich da die Masserung nicht gleich ist.Dann ist der Aufbau des Korpus je nach Modell und Hersteller unterschiedlich, wie etwa die beleistung der Decke.Dann kommt noch die Korpusform hinzu....die hat auch wieder auswirkung auf den Klang.Dann gibt es zig verschiedene Holzkombinationen bei den Gitarren und das alles wirkt sich auf den Klang aus.man kann sogar überspietzt sagen jede Gitarre hat einen anderen Karakter.
Dann kommt noch die Persönliche Vorstellung des Idealen Klanges der Gitarre hinzu...jeder hat ein anderes Ohr,Soundvorlieben etc....das sind einfach zu viele Variablen.
Demzufolge ist es unmöglich eine pauschale Saitenempfehlung zu geben.

Man kommt einfach nicht umher dass man selbst viele Saiten antesten muß um dann irgendwann seine persönliche Idealsaite zu finden.Und das müssen dann auch nicht unbedingt teure Saiten ein,denn einzig und alleine der Klang zählt....der einzige wo weiß was drauf ist und was die gekostet haben ist der der sie aufzieht und bezahlt ;)
Ne Gitarre ist wie ne Frau....da gibt es auch kein Patentrezept ;) (Scherz)
Wenn der letzte Club geschlossen und der letzte Künstler abgetreten ist wirst du erkennen, dass man geile Atmosphäre nicht downloaden kann.

Die 99 in meinem Nick ist nicht mein Geburtsjahr!

11 Beiträge   •   Seite 1 von 1
  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste