Probleme mit den Fingern der linken Hand

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Gast

Probleme mit den Fingern der linken Hand

Erstellt: von Gast » 25.05.2010, 17:45

Ich spiele seit vielen Jahren Gitarre, seit drei bis 4 Jahren fast nur Westerngitarre, und ich habe folgendes Problem: Ich spiele so 2-3 Stunden am Tag, aber trotz massenhaft Hornhaut tun mir bereits nach 1-1,5 Stunden die Fingerkuppen weh, v.a die von Zeige- und Mittelfinger. Ich frage mich echt ob daa normal ist. Ich habe 12er Saiten drauf, die Saiten die drauf waren, als ich die Gitarre gekauft habe. Wenn ich höre, dass anderen 4 Std oder mehr am Stück spielen ohne entsprechende Probleme zu haben, frage ich mich echt, wie die das machen. Problematisch ist auch, dass ich richtige Einkerbungen in den Fingern habe, die sich praktisch in die Hornhaut eingegraben haben, und genau da tut es weh. Kann mir da jemand einen Rat geben, was ich dagegen tun kann?

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Simse
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Erstellt: von Simse » 25.05.2010, 21:05

4 Möglichkeiten:

1.) Deine Gitarre hat keine optimale Saitenlage und du musst zuviel Kraft aufwenden um einen sauberen Ton herauszubekommen

2.) Du hast eine gute Saitenlage, drückst aber trotzdem zu fest. Finde den Punkt wo du mit dem geringsten Kraftaufwand einen sauberen Ton produzierst

3.) Du hast eine gute Saitenlage, drückst aber zuweit weg vom Bundstäbchen und musst deswegen fester drücken um einen sauberen Ton zu produzieren. Immer knapp vorm Bundstäbchen drücken.

4.) Du hast trotz Hornhaut recht weiche Haut die sich schneller eindrückt als bei anderen.

Saitenlage überprüfen und optimieren wenn nötig, Handhaltung und Fingerpositionen überprüfen.

12er Saiten sind natürlich ein bisschen schwerer zu drücken als z.B. 10er (höhere Saitenspannung bei 12er) , und wenn dann die Saitenlage nicht optimal ist, dann Prost Mahlzeit.

Gast

Erstellt: von Gast » 25.05.2010, 22:19

Das gleiche quält mich auch; nur noch in kürzeren Abständen. Schätze mal, das es zu mindest bei mir mit dem Kreislauf oder so zu tun hat. Oder auch mit dem Alter =)=)=
Das nervt mich tierisch. Bei der E Gitarre geht's. Nur bei der Western nicht. Manchmal habe ich den Eindruck, das auch die Saitenbefestigung/Brücke oder Steg , damit zu tun hat. Denn nur mit dem Saitenmaterial, also Bronze(etwas leichter) bzw. Phosphor Bronze(etwas härter), kann ich mir das einfach nicht vorstellen. Ich hatte auch schon mal die zwei, D + G ausgetauscht, u. e Gitarrensaiten rauf gemacht. War tatsächlich etwas besser. Nur der Nachteil, wenn man ohne Verst. spielt, leidet der Klang etwas darunter. ====)) pöhse Gitarre..[/i]


...habt Ihr gesehen; meine Beitragszahl.... :-)))

...gestern war sie auf 555, komisch.
Zuletzt geändert von Gast am 26.05.2010, 12:37, insgesamt 1-mal geändert.

Kato
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Erstellt: von Kato » 26.05.2010, 11:16

Das Problem gibt es wohl öfter...

http://www.gitarre-spielen-lernen.de/fo ... ngerkuppen

ich meine noch mind. einen solchen Thread gelesen zu haben.

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korgli
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Erstellt: von korgli » 26.05.2010, 14:29

Hi
Aus meiner Sicht kommt das vom verkrampft drücken.
Das ist normal wenn man das Gespür noch nicht so hat.
Mach einfach alle 5 Minuten Lockerungsübungen.
Das kommt leider erst mit der Zeit^.
Beim einten schneller beim andern braucht es halt länger.

Wichtig - locker spielen. - Ich weiss, leicht gesagt.
Ev. kurze Pausen einlegen und Hände kalt waschen.
Durchblutung anregen.

Aber ich spiele ab und zu 6-8h und spüre gaaar nix.
Also kommt es mit der Zeit schon.
Allerdings ist meine Hornhaut so wie beim Rüsseltier. Bild

Früher, ja da habe ich es auch ab und zu gespürt.
Nur Geduld. Bild

fredy

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Simse
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Erstellt: von Simse » 26.05.2010, 18:07

Crafter hat geschrieben: Denn nur mit dem Saitenmaterial, also Bronze(etwas leichter) bzw. Phosphor Bronze(etwas härter), kann ich mir das einfach nicht vorstellen.


Das Saitenmaterial beeinflusst ja auch NUR den Klang der Saiten!

Die Saitenstärke allerdings ist ausschlaggebend ob du leichter oder fester drücken musst.

9er Saiten lasssen sich leichter drücken als 12er, aber klingen auch anders als ein 12er-Saitensatz der gleichen Marke.

Dass die 12er mehr Druck brauchen liegt daran, dass die dickeren Saitensätze mehr Zugkraft verursachen. Die 12er-Saiten sind also stärker gespannt als die 9er. Nicht viel, aber immerhin. Man kann den Unterschied auch durchaus fühlen.

Gast

Erstellt: von Gast » 26.05.2010, 19:21

Bei manchen dauert es länger als einige Jahre, bis sich die Fingerkuppen daran gewöhnt haben.
Manche legen die Kuppen relativ flach auf, das ist leichter. Senkrecht drückt es heftiger.
4 Stunden spielen heißt nicht, immer alle Finger (Westerngitarre schwere Saiten) mit Hammering, Barre und Pulloff zu strapazieren.
Bekannte Stücke spielt man "kurz mal runter" ohne große Belastung.
Beim Üben kann allerdings durch die Dauerbelastung (Tabs nachspielen z.B. mit schwierigen Griffen) durch langsamen Griffwechsel und dauerndes Drücken die Kuppen an die Grenze führen.
Andere Übungsformen und mehr Abwechslung könnten helfen.
Finger vor dem Spielen nicht waschen- das weicht die Hornhaut auf.
Winni

Gast

Erstellt: von Gast » 26.05.2010, 20:12

@winni: so viele Barrees und so spiele ich gar nicht am Szück, ich spiele nach Noten, da kommt vielleicht mal kurz ein BArree vor oder dass ich nen Akkord greifen muss.
@ crafte es kann vielleicht bei mir auch damit zusammenhängen, dass ich Diabetikerin bin? es heißt, ja, dass da auch Wunden nicht so schnell heilen. Früher, als ich ´Teenie war, ich habe ja mit 15 angefangen, hatte ich das PRoblem nicht, außer das mit den Rillen, das habe ich seit ich Gitarre spiele.
Jetzt bin ich 41 und vor allem in den letzten Woche ist dieses Problem bei mir sehr ausgesprägt, seit es mich noch mehr gepackt hat und ich statt einer Stunde 2-3 am Stück übe. Aber das müsste ich doch bald mal gewohnt sein, wenn es wirklich nicht kreislauf- oder krankheitsbedingt (Diabetes) ist. Ich bin auch schon am überlegen, den SAtz 11er SAiten aufzuspannen den ich noch im Schrank habe. Auf jeden Fall habt ihr alle mir sehr geholfen. Und was Simse geschrieben hat, dass ich trotz Hornhaut ziemlich weiche Hauzt habe, die unter der Hornhaut sofort eindrückt, kann bei mir durchaus hinkommen. LG rexie

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Erstellt: von korgli » 27.05.2010, 11:43

Hi
Ich denke, dass meist nicht NUR die weiche Haut oder fehlende Hornhaut das Problem ist.
Vielmehr ist es wahrscheinlich die "falsche" Handhabung.
Der Druck ist zu hoch auf die Saiten. Das kommt aber auch mit der Zeit.
Man muss eigentlich gar nicht so stark drücken.
Und wie Winni sagt, mal flach drücken probieren. Es braucht alles seine Zeit.

Zudem, wenn man quasi verletzt ist, drückt man nicht so locker und bisweilen eben wieder falsch. Weil man ja nicht auf die Stelle die weh tut, drücken möchte.
Dass Wasser Hornhaut aufweicht, ist klar. War auch eher wegen der Durchblutung gedacht. Wobei in 5-10 Minuten, wenn die Haut wieder trocken ist, dieses Problemchen sich relativiert hat.

Ist die Haut zu trocken und zuviel und zu dicke Hornhaut da, gibt es Risse. Das ist bei weitem schlimmer.
Also sollte langsam aufgebaut werden. Dann immer dranbleiben.

Ein bisschen kann man gesund leben :-) Aber naja...
Wasser fördert das Wachstum von Haut. Auch Charotin. Und Vitamin A.
z.b. in Leber, Thunfisch, Eier, Butter, Margarine, Gouda, Aal.
Bei dir hängt das sicher auch zusammen mit der Diabetik resp. Ernährung.
Also einfach Geduld haben.
Ich habe auch manchmal Tage, da habe ich fast zu dicke Hornhaut.
Das ist dann auch nicht so gut. Es ist wie eine Platte.

fredy

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Erstellt: von Frank-vt » 28.05.2010, 17:52

Wie Simse geschrieben hat, kann es natürlich auch an der Gitarre liegen. Bei meiner alten Santander tun mir auch nach nicht allzu langer Zeit die Finger weh, während ich bei der Ibanez (sehr flache Saitenlage) ziemlich lange spielen kann. tun. Hängt auch ein bisschen von der Spielart ab. Wenn ich nur Akkorde spiele, halte ich länger durch.
Die von mir vorgebrachten Kritiken und Meinungen spiegeln ausschließlich meine eigenen, subjektiven Wahrnehmungen wieder. Wem diese nicht gefallen, darf sie gerne überlesen

Gast

Erstellt: von Gast » 28.05.2010, 22:26

.....Ihr vergesst nur eins; bei der e Gitarre ist das nicht der Fall. Und als ich mal die beiden, D + G mit e Saiten ausgetauscht hatte, war es auch besser. Wahrscheinlich sind die Bronzesaiten sowieso härter + alles straffer gespannt. ))-))

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Erstellt: von Simse » 28.05.2010, 22:33

E-Gitarren Saiten gehören eigentlich ja auch nicht auf die Westerngitarre, kann man zwar machen, aber ist ja nicht der Sinn der Sache.
Wichtig ist zu wissen, dass 12er Saiten stärker gespannt sind und deshalb schwerer zu drücken sind als z.B. 9er oder 10er.

Der Saitenabstand tut sein übriges. Zu hoch = lässt sich noch schwerer drücken!

dazu mal ein informativer Artikel von einem deutschen renommierten Gitarrenbauer:
http://www.lakewood.de/de/tip3.php

Ob es Bronze oder Phospor-Bronze ist macht bei gleicher Saitenstärke keine Unterschied. Denn das ist ja nur die Umwicklung der Saite. Der Kerndraht ist aber hauptverantwortlich für die Spanmnung!

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