Konzertgitarre stimmt nicht

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aalina
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Konzertgitarre stimmt nicht

Erstellt: von aalina » 03.04.2010, 13:37

Hallo,

ich habe eine Miguel Hernandez-Konzertgitarre und mir und meiner Lehrerin ist aufgefallen, dass sie nicht richtig stimmt (d.h. hohe e-Saite und h-Saite stimmen auf dem Stimmgerät, jedoch das e auf der h-Saite nicht mehr - es ist höher und auch hörbar für mich). Ich habe daraufhin neue Saiten aufgezogen (augustine blau) und das Problem ist immer noch da.

Die Gitarre ist erst ein Jahr alt und ist ca. 600€ wert, deswegen habe ich sie heute ins Geschäft zurück geschafft. Der "nette" Mann da meinte zu mir, dass es ganz normal ist, dass eine Gitarre in höheren Lagen abweicht und hat mich eher behandelt als wäre ich nicht ganz dicht und total ahnungslos. Das Stimmgerät hat keine großen aber trotzdem kleinere Abweichungen angezeigt. Er hat die Saiten angespielt und meinte er höre keinen Unterschied, er könne zwar nicht Gitarre spielen hätte aber schon 30 Jahre Musikerfahrung. Ich dagegen habe einen Unterschied gehört. Ich spiele schon sehr lange Gitarre und habe auch schon Erfahrung im Stimmen mit Stimmgabel, schätze also mein Gehör als relativ gut geschult ein.

Da man eine Gitarre mit dem 5. Bund stimmt, wenn man kein Stimmgerät zur Hand hat, ist es doch richtig, dass ich davon ausgehe, dass die Saiten auch auf dem 5. Bund noch stimmen müssen und es keine Abweichung geben darf?!

Ich danke für eure Antworten!
lg, aalina

Kato
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Erstellt: von Kato » 03.04.2010, 14:30

sry, da habe ich einfach zu wenig Erfahrung.
Meine alte Konzertgitarre läßt sich nicht mehr richtig stimmen. Da stimmen die Töne nicht mehr von vorne bis hinten.
Aber die ist alt, stand an einer Außenwand, wahrscheinlich etwas verzogen und war billig. Also da ist das normal ............

Bei einer 600 € Gitarre ist das schon komisch und wenn Du so lange spielst hast Du ja auch schon einiges an Erfahrung.
Vielleicht direkt bei der Firma nachfragen....? Aber was dann? Verschicken kommt denke ich nicht in Frage........wer weiß, was da unterwegs alles passiert.
Aber ich glaube, jemand hatte hier ein ähnliches Problem und die Verkäufer speisen einen gerne ab. Da muss man hartnäckig dranbleiben...
Gibt es nicht auch sowas wie Garantie auf eine Gitarre?
Komisch ist es, dass es dir jetzt nach eine Jahr auffällt. Hmm..keine Ahnung, wieviel eine Gitarre sich verändern darf......eigentlich gar nicht....

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Gormless
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Erstellt: von Gormless » 03.04.2010, 14:42

Es kommt einem häufig vor, dass der Ton im 5. Bund auf der tieferen Saite anders klingt als die leersaite darüber...
Trotzdem kannst du mal die Oktavenreinheit überprüfen. (Gitarre stimmen, im 12. Bund greifen und alle Saiten überprüfen, ob sie im 12. Bund auch korrekt gestimmt sind.)
Wenn nicht, solltest du die Saitenlage neu einstellen. Wir helfen dir da gerne weiter ;)

Kato
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Erstellt: von Kato » 03.04.2010, 15:20

Gormless hat geschrieben:Es kommt einem häufig vor, dass der Ton im 5. Bund auf der tieferen Saite anders klingt als die leersaite darüber...
Trotzdem kannst du mal die Oktavenreinheit überprüfen. (Gitarre stimmen, im 12. Bund greifen und alle Saiten überprüfen, ob sie im 12. Bund auch korrekt gestimmt sind.)
Wenn nicht, solltest du die Saitenlage neu einstellen. Wir helfen dir da gerne weiter ;)


So eine Antwort hätte sie doch eigentlich im gescheiten Fachhandel auch bekommen müssen und gleich eine Überprüfung......taugt der Laden nichts, trotz 30 Jahre Musikerfahrung?

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Vauge
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Erstellt: von Vauge » 03.04.2010, 15:23

Leider ist das mit dem Saitenlage, Bundreinheit und Oktavreiheit einstellen bei einer Konzertgitarre nicht so einfach.

Bei einer Gitarre für 600,- hat da alles zu stimmen.

aalina
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Erstellt: von aalina » 03.04.2010, 15:48

Vielen Dank erst mal für eure Antworten!
Ich bin mir sehr sicher, dass ich mir den Unterschied nicht einbilde. Und meine Lehrerin hört ihn auch - sie ist keine Amateurin, sie hat Gitarre im Hauptfach studiert. Ich bin mir schon dessen bewusst, dass der Ton auf einer Leersaite anders klingt als gegriffen, aber ich höre wirklich dass die Töne nicht stimmen.
Die Oktaven habe ich auch schon überprüft und der Oktavton stimmt im Gegensatz zur Leersaite auf dem Stimmgerät nicht mehr so gut wie vorher.
Der Mann im Musikgeschäft hat das auch mit einem Stimmgerät überprüft und es waren eben Abweichungen zu sehen, sowohl auf dem 5. als auch auf dem 12. Bund. Er meinte es wäre normal, dass in höheren Lagen Abweichungen vorkommen und er würde nichts hören.
Stimmt das oder muss eine Gitarre auch im 12. Bund noch zu 100% stimmen?

Mit dem 'direkt bei der Firma nachfragen' wird das glaube ich nichts. Ich finde im Internet weder eine Homepage noch eine Kontaktadresse - nur, dass es eben gute bis sehr gute Konzertgitarren sind.

Was bedeutet Saitenlage einstellen?

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Pan
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Erstellt: von Pan » 03.04.2010, 20:45

Also ich hab eine 120 teure Gitarre und die hat keine Abweichung.
Bei 600 währe ich da Stinksauer auf deinen 30 Jahre-Mann.
Wenn du mit Stimmgabel stimmen kannst würd ich deinem Gehör vertrauen und das Stimmgerät lügt nicht.
Der will kein Geld zurückgeben.
Mach mal richtig krach bei dem und lass es dir einstellen oder reklamieren.
PAN

Eine Frau ist wie ein kostbares Instrument...man muss lernen darauf zu spielen damit die richtigen Töne rauskommen.

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korgli
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Erstellt: von korgli » 03.04.2010, 21:27

Hi
Ich kann dir nur empfehlen mit einem erfahrenen Gitarristen das genau anzusehen.
ev. halt von einem zuverlässigen Gitarrenbauer.
Ist da was faul, dann geh in den Laden und lass dich nicht abwimmeln.
Ist vielleicht ein wenig Hart, aber ich würd mich auf keinen Fall so abspeisen lassen.
Wenn du ne Fachmeinung vorlegst, dann muss der Händler reagieren.
Ansonsten wür ich ihm was erzählen...

fredy

Gast

Erstellt: von Gast » 04.04.2010, 10:38

Es gibt immer Abweichungen.
Musiker heißt nicht, Mensch mit gutem Gehör.
Zum einen wird durch den gegriffenen Ton die Saite mehr gespannt- und dann stimmt der nicht mit einer leeren Saite überein. Zum anderen hat jeder Gitarrenbauer seine eigenen gemittelten Werte des Griffbrettes- die Maße der Einschnitte. Die mathematischen Werte stimmen leider nur theoretisch!
Bitte auch noch prüfen, ob die Finger die Saite nicht seitlich ziehen beim Drücken. Kommt oft bei Anfängern unbeabsichtigt, und bei Profis beabsichtigt vor.
Um hier bessere Werte zu bekommen:
Stimmen ohne Stimmgerät (über Flageolett und dann Oktav). Mitteln.
Bedarf einiger Erfahrung.
Saitenlage am 12. Bund max 4 mm.
Saitenlage am 1. Bund max 0,4mm.
Versuchen, mit weichen Saiten zu arbeiten, die haben nicht so eine hohe Differenz.
Es gibt einen Gitarrenbauer, der macht ganz genaue Gitarren- kann Dir dazu eine PN senden.
Allerdings- ich rate IMMER zu Gitarrenbauergitarren, weil das die beste und sinnvollste Investition ist und das Hobby zum Vergnügen macht. Und 200 Euro pro Jahr kann fast jeder für ein Hobby übrighaben (nicht alle, weiß ich).
Stimmen über Flageolett, bevor die Frage kommt:
1. bis 4. Saite: E über 5. und A über 7. Bund. Beide Flageolett, Schwingungsnull heraushören.
Die weiteren Saiten genauso.
5. leer ist Flageolett 7. von E
6. leer ist Flageolett 7. von A
Danach 12. E Flageolett und e leer prüfen.
Dieses System ist unabhängig von der Saitenspannung gegriffener Töne.
danach oktav mitteln, wenn es trotzdem unrund klingt. Bei gutem Gehör sollte es das nicht!
Oktav später.
Winni

The Fake Dirk
meint es ernst
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Erstellt: von The Fake Dirk » 04.04.2010, 12:17

Bei Westerngitarren kann die Stimmung von der Art der verwendeten Saiten abhängen. Ich habe schon Saiten aufgezogen, die wollte das Instrument wohl nicht. Ob es dieses Phänomen auch bei Konzertgitarren gibt, weiß ich nicht, halte es aber für möglich.

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