Gitarre spielen selber lernen

16 Beiträge   •   Seite 1 von 1
Erika
neu hier
Beiträge: 2
Registriert: 22.12.2009
Wohnort: Wien

Gitarre spielen selber lernen

Erstellt: von Erika » 24.02.2010, 07:11

Wie, was und nochmal wie :D

Wie geht man da am besten vor und vor allem was macht man mit Fehlern die sich evtl einschleichen ?

Da ich aufgrund meiner Schule momentan keine Zeit hab zu einem Lehrer zu gehen, wär ich für Tipps sehr dankbar


Lg Erika

~~Tina~~
meint es ernst
Beiträge: 17
Registriert: 13.01.2010

Erstellt: von ~~Tina~~ » 24.02.2010, 09:16

Hallo Erika!

Ich bringe mir derzeit auch das Gitarrespielen selbst bei (seit 6 Wochen). Viel Hilfe suche ich mir im Internet und ein Buch hab ich geschenkt bekommen. Bei Internetquellen versuche ich immer drauf zu achten, dass ich Quellen finde die auch fundiertes Wissen vermitteln und nichts ala "Wie lerne ich spielen in 3 Wochen" oder so. Wie viele Fehler sich eingeschlichen haben kann ich leider nicht genau sagen, ich habe aber gemerkt, dass ich an meiner Haltung ein wenig arbeiten musste. Auch dafür gabs hier und dort Tipps und Abbildungen. Bei Akkorden etc. hört man meist, ob das Ergebnis stimmig ist oder ob die Ohren schmerzen. ;)

Wenn ich technisch oder spielerisch irgendwann nicht mehr weiterkomme werde ich mir wohl mal Hilfe von nem Gitarrenlehrer nehmen. Ansonsten kann ich mir aber auch gelegentlich Tipps im Bekanntenkreis holen.

Ich wünsch Dir viel Spaß beim Üben! )()(

LG Tina

Benutzeravatar
mjchael
Mod-Team
Beiträge: 8978
Registriert: 08.07.2007
Wohnort: Marburger Hinterland
Gitarrist seit: 1980

Erstellt: von mjchael » 24.02.2010, 09:47

Sehr ausführlich ist:

Das Lagerfeuerdiplom

Da gibt es auch einen Artikel über typische Anfängerfehler der größtenteils von unserem Forum zusammengetragen wurde.

Der Originalthread findest du hier:

https://www.gitarre-spielen-lernen.de/forum/ftopic1622.html

Daneben empfehle ich dir, dass du dir in den einzelnen Boards die obersten Artikel genauer anschaust.

Anfänger Forum : Wichtig: Häufig gestellte Fragen

Spieltechnik, Rhythmus & Anschläge Wichtig: (Spieltechnik) Häufig gefragt - Häufig beantwortet

Spieltechnik, Rhythmus & Anschläge: Liedbegleitung (Anschlag / Zupfen) - Grundlagen

Gruß Mjchael

Benutzeravatar
Aavion
öfter hier
Beiträge: 61
Registriert: 28.01.2010
Wohnort: Mönchengladbach

Erstellt: von Aavion » 24.02.2010, 09:54

Genau diese Fragen hatte ich anfangs auch. Nehme jetzt aber seit gestern Gitarrenunterricht, einfach nur, um jemanden zu haben, der mir zeigt wie es richtig geht und der mir einen roten Faden gibt, den ich verfolgen kann. Ich kenn mich und weiß genau, dass ich früher oder später planlos bin, weil ich alles mal angerissen aber nix wirklich durchgezogen hab.
Zu hause übe ich halt das, was der Lehrer mir sagt, und darüber hinaus bringe ich mir selber auch schon ein paar Sachen bei, von denen ich glaube, dass ich sie in naher Zukunft brauchen könnte.
Momentan lerne ich Akkorde, da ist es ja nicht schlecht, zu den Akkorden die man lernen soll noch ein Paar zusätzlich zu versuchen ^^

Um deine Frage zu beantworten:

Bevor du richtig anfängst, dir das Spielen selber bei zu bringen, such dir jemanden im Bekanntenkreis oder sonst wo, der dir ein paar Grundlagen zeigen kann, wie Haltung ect.. Jede Gitarrenart hält man anders ^^ Da sind Abbildungen im Internet oft irreführend: Der eine hält seine (Klassik-Klampfe) so, der andere seine (Nun Westerngitarre) ganz anders. Bei E-Gitarren ist es mehr oder weniger egal, ich halte sie sitzend wie eine Western und stehend .. nunja dazu braucht man nicht viel zu sagen :D
Wie man Griffe greift. Hals nur mit dem Daumen stützen oder komplett umgreifen... Solche Kleinigkeiten halt die dir das autonome Lernen sehr erleichtern.

Noch ein Tip:
Fang nicht direkt mit ganzen Liedern an. Lern ein paar Akkorde und bastel dir einige verschiedene Akkordfolgen, um das richtige Umgreifen zu üben. Wenn du das kannst, such dir ein einfaches Lied mit wenigen verschiedenen Akkorden zum nachspielen. Dabei kannst du wunderbar Anschlagtechniken lernen (Vorher gegebenenfalls Noten &Tabs lesen lernen und Rythmik üben).
Solltest du auf einen Akkord stoßen den du noch nicht kannst, bastel dir wieder ein paar Akkordfolgen, wo du gut üben kannst, auf und von diesem Akkord zu wechseln.
Wenn dir ein Akkord zu schwer erscheint, lass ihn erst einmal aus und versuch etwas anderes, um die Motivation nicht kaputt zu machen ;)

Hoffe, dir etwas weiter geholfen zu haben.

Gruß, Dominik

Benutzeravatar
Harry83
Mod-Team
Beiträge: 6776
Registriert: 09.05.2008
Wohnort: Helmstedt
Gitarrist seit: 2007

Erstellt: von Harry83 » 24.02.2010, 10:38

Hy!

Die Bücher von Peter Bursch sind sehr zu empfehlen. Mein kleiner Cousin hat damit angefangen, und schnell Fortschritte gemacht. Ich hingegen haben am Anfang einfache Sachen via YouTube gelernt, bevor ich mit dem Unterricht angefangen habe.
Man kann es sich selber beibringen! Dennoch ist Unterricht nie verkehrt! Gerade um z.B. Haltungsfehler zu vermeiden.

Gruß Harry
Keep Metal Alive!
Bitte beachten: Forenregeln

Benutzeravatar
musicdevil
lebende Forenlegende
Beiträge: 3484
Registriert: 26.01.2010
Wohnort: zu Hause...

Erstellt: von musicdevil » 24.02.2010, 11:22

kann dir auch nur wärmstens das buch mit dvd von reinhold pomaska empfehlen. (ist bei amazon das meistverkaufte gitarrenlernbuch)
so eine dvd findet man bisher bei keinem anderen deutschen lehrer...selbst bursch kann da nicht mithalten, obwohl seine bücher auch einwandfrei sind ;)
kannst dich gern auf http://www.guitar-tv.de informieren und uns dort im forum besuchen. das buch ist sehr günstig (knappe 15 €) und im forum gibts dann jederzeit weitere hilfe vom autor persönlich, oder von allen anderen usern dort. schon nach einer woche wirst du deine ersten songs spielen ;)
und wenn man dieses forum hier auch nutzt, bekommt man doppelte geballte ladung an wissen...deine ersten schritte sollten da problemlos ohne echten lehrer möglich sein ;)

Erika
neu hier
Beiträge: 2
Registriert: 22.12.2009
Wohnort: Wien

Erstellt: von Erika » 24.02.2010, 15:21

Danke für eure tollen Antworten ;)
Sobald es mein Schulstress mal zulässt, werd ich mich mal ausgiebig damit beschäftigen.

)()(

Lg Erika

Benutzeravatar
Harry83
Mod-Team
Beiträge: 6776
Registriert: 09.05.2008
Wohnort: Helmstedt
Gitarrist seit: 2007

Erstellt: von Harry83 » 25.02.2010, 09:08

Lass dir aber Zeit beim lernen! Die meisten Anfänger lassen es kurze Zeit später wieder bleiben, wenn sie keine "Erfolge" sehen. Der Eine hat mehr Talent als der Andere! Gitarre zu spielen braucht Zeit und Übung! Ich z.B. habe ohne Lehrer keine Erfolge gesehen. Aber sie waren da! Man musste mich nur darauf aufmerksam machen! ;)
Keep Metal Alive!
Bitte beachten: Forenregeln

Benutzeravatar
Macbambi
meint es ernst
Beiträge: 16
Registriert: 26.02.2010

Erstellt: von Macbambi » 26.02.2010, 00:30

mjchael hat geschrieben:Sehr ausführlich ist:

Das Lagerfeuerdiplom

Da gibt es auch einen Artikel über typische Anfängerfehler der größtenteils von unserem Forum zusammengetragen wurde.

Der Originalthread findest du hier:

https://www.gitarre-spielen-lernen.de/forum/ftopic1622.html

Daneben empfehle ich dir, dass du dir in den einzelnen Boards die obersten Artikel genauer anschaust.

Anfänger Forum : Wichtig: Häufig gestellte Fragen

Spieltechnik, Rhythmus & Anschläge Wichtig: (Spieltechnik) Häufig gefragt - Häufig beantwortet

Spieltechnik, Rhythmus & Anschläge: Liedbegleitung (Anschlag / Zupfen) - Grundlagen

Gruß Mjchael


Vielen Dank, dass Du Dir die Mühe gemacht hast, das zusammen zu tragen.

Das hilft sehr.

Gast

Erstellt: von Gast » 26.02.2010, 08:29

Hey :)

Also ich bringe mir auch grade das Gitarrespielen bei. Ich benutze haupsächlich diese Seite hier:
http://bs.cyty.com/visitabilis/gitarre/gitar01.htm
Da sind die Lieder die man zu spielen lernt zwar nicht soo der Hit, aber jetzt wo ich ein paar Akkorde beherrsche suche ich im Internet nach anderen Liedern mit wenigen Akkorden.
Außerdem bekomme ich demnächst von einer Freundin Peter Burschs Gitarrenbuch, das mir schon mehrfach empfohlen wurde.

Liebe Grüße und viel Spaß! :)

Gast

Erstellt: von Gast » 28.02.2010, 00:43

nujaa
also ich finde,
das gibs nich so viel zu erzähln,
also,
ich hab angefangen halt mit den grundakkorden,
dann hab ich mir barre und so angeguckt,
und dann lieder von meiner lieblingsband vorgenommen.
und siehe da, hat gefunzt ;)
internet war natürlich sehr hilfreich 8)

Benutzeravatar
Nachteule
interessiert
Beiträge: 6
Registriert: 27.02.2010
Wohnort: bei Berlin

Erstellt: von Nachteule » 28.02.2010, 00:55

Ich meine auch, dass es ohne Gitarreblehrer funktioniert. Das Internet, wie schon egsagt wurde, bietet unglaublich viele Möglichkeiten diesbezüglich. Auf youtube findest du etliche Videos, von geduldigen leuten, die ganz vorne und ganz langsam mit den Grundakkorden anfangen bzw. wie hält man eine Gitarre, was ist was etc.
Mein erster Song war nach wenigen Tagen, Zombie von den Cranberrys.

Wenn man die Möglichkeit hat, sollte man sich jedoch gerade zum Anfang einen Lehrer nehmen, dass ist wie beim Auto fahren. Versucht man es sich von einem freund beibringen zu lassen oder gar selber, rassselt man durch die Prüfung, weil man sich von vorn herein fehler angelernt hat, die man nicht mehr so einfach wegtrainiert bekommt.

Aber möglich ist es schon, es haben hier ja auch viele geschaft wie man sieht.
Noch ein Tip: Übe nicht länger als eine halbe Stunde vielleicht 45 Minuten und mache Pause, du wirst sehen, dass bringt mehr als nach dem Motto "viel hilft viel" :)

Viel Spaß und Erfolg ;)

Benutzeravatar
Harry83
Mod-Team
Beiträge: 6776
Registriert: 09.05.2008
Wohnort: Helmstedt
Gitarrist seit: 2007

Erstellt: von Harry83 » 28.02.2010, 11:28

Nachteule hat geschrieben:Mein erster Song war nach wenigen Tagen, Zombie von den Cranberrys.


Meiner auch!
Zombie ist, wenn man die Grundakkorde kann, sehr einfach zu lernen!
Was die Übungszeit angeht, empfehle ich Anfangs ca. 25 Minuten zu lernen. Das reicht! Wenn sich dann Hornhaut auf den Fingerkuppen gebildet hat, was etwas dauern kann, kann man die Übungszeit verlängern! ;)

Anfangs habe ich 20 - 30 Minuten durchgehalten. Nach ca. 2 Monaten konnte ich schon die doppelte Zeit durchspielen. Heute merke ich kaum noch was, wenn ich spiele! Manchmal bekomme ich es ein bisschen mit der Angst zu tun! :D Ich kann Gitarre spielen, und mich nebenbei unterhalten! Das habe ich, in meiner Anfangsphase nicht gedacht!
Keep Metal Alive!
Bitte beachten: Forenregeln

Benutzeravatar
mjchael
Mod-Team
Beiträge: 8978
Registriert: 08.07.2007
Wohnort: Marburger Hinterland
Gitarrist seit: 1980

Erstellt: von mjchael » 28.02.2010, 12:52

Aavion hat geschrieben:...
Noch ein Tip:
Fang nicht direkt mit ganzen Liedern an. Lern ein paar Akkorde und bastel dir einige verschiedene Akkordfolgen, um das richtige Umgreifen zu üben. Wenn du das kannst, such dir ein einfaches Lied mit wenigen verschiedenen Akkorden zum nachspielen...


Das will ich nicht ganz unwidersprochen so stehen lassen.

Man kann sofort mit Liedern anfangen. gleich bei den ersten Griffwechsel. Sie müssen nur einfach genug sein, damit der Text nicht zu sehr von den Akkordwechsel ablenkt.

Wenn du meinst, man soll nicht gleich mit schweren Liedern anfangen, dann gebe ich dir wieder recht! Aber das ist dann nur eine Frage der richtigen Auswahl an Lieder.

http://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_Lagerfeuerdiplom_Liedbeispiele

Natürlich sollen bei den Übungsliedern auch die Akkordfolgen recht einfach sein.

Nachdem meine Schüler die Akkorde ein paar mal hintereinander geübt haben (5-10 Minuten) fange ich sofort mit Liedern an. Gleich bei den ersten Lektionen. Zwar singe ich meist nur vor, und die Schüler begleiten, aber schon nach einer Woche können die meisten das Lied.

Dann macht nämlich das Üben viel mehr Spaß. Man sollte sich nur nicht zu fein sein, am Anfang auch ganz einfache Lieder (sogar Kinderlieder) zu singen.

Das Lied "Eisgekühlter Bommerlunder" von den Toten Hosen ist ein sau einfaches und trotzdem cooles Lied für den ersten Akkordwechsel von D-Dur nach A-Dur und zurück.

Gruß Mjchael

Benutzeravatar
blade.at
born 2 post
Beiträge: 163
Registriert: 13.01.2009
Wohnort: Niederösterreich

Erstellt: von blade.at » 05.03.2010, 12:21

Hallo Mjchael!

Ich kapiere dieses PDF einfach nicht!

Gitarre_Haupt-Skalen-Akkkorde-Pentatoniken (PDF)

Wie liest man das?

Moderatoraktion: Zitat gelöscht. Hatte rein gar nichts mit der Frage zu tun.
lg

blade

Benutzeravatar
mjchael
Mod-Team
Beiträge: 8978
Registriert: 08.07.2007
Wohnort: Marburger Hinterland
Gitarrist seit: 1980

Erstellt: von mjchael » 05.03.2010, 17:22

Der Spicker ist primär nicht dafür gedacht, die Pentatoniken, Dur- und Moll-Skalen zu LERNEN. Dieses sollte man an einer anderen Stelle tun.

Was man aber bei diesen Lektionen lernt, das wird auf diesem Spicker noch mal übersichtlich zusammengefasst.

Welche Dur- und Moll-Skalen bzw. -Pentatoniken man über welchen Barré-Akkord ableiten kann.

Zum Lernen ist beispielsweise der Workshop hier im Forum geeignet.
________________________________________________

In dieser PDF sind die 5 Haupskalen in Dur und Moll sowie die 5 Hauptskalen der Pentatonik in Dur und Moll sowie die 5 Haupt-Barré-Akkordformen in Dur und in Moll systematisch zusammengestellt.

In der ersten Spalte (von oben nach unten gelesen) siehst du 5 Dur- bzw. Moll-Tonleitern in der ersten Lage.

2. Zeile von oben = Bb-Dur bzw. Gm(7)
3. Zeile von oben = F-Dur bzw. Dm
4. Zeile von oben = C-Dur bzw. Am
5. Zeile von oben = G-Dur bzw. Em
6. Zeile von oben = D-Dur bzw. Hm(7)

Als bekannt wird vorausgesetzt, dass Bb-Dur und Gm parallele Tonarten sind, die sich das gleiche Tonmaterial teilen. (wie auch die übrigen F+Dm; C+Am; G+Em; D+Hm)

Diese 5 Tonleitern lernt man nacheinander in der Klassik kennen (mit Notenlesen)

Die Hauptakkorde (Tonika bzw. Tonika-Parallele) findest du nebeneinander in der 4. und 5. Spalte.

Die Hauptakkorde werden jedoch als Barré-Akkorde dargestellt, da man diese 5 Dur- und 5 Moll-Akkorde Quer über das Griffbrett verschieben kannst. Bei der F-Dur-, Bb-Dur-, Am- und Em-Form sollte es dir schon bekannt sein (sofern du dich mit Barré-Akkorden auskennst). Die anderen 6 Akkorde kommen in dieser Form oder oft auch in einer etwas abgespeckten Form bei anspruchsvollen Fingerstyle-Sachen vor. Vor allem Jazz bedient sich aller Barré-Formen, obwohl sie oftmals einen vereinfachten Fingersatz verwendet.

Wichtig an den Akkordformen sind die Grundtöne (Blau hervorgehoben).

Jedem dieser Barrè-Akkord-Formen kann man eine Dur bzw. eine Moll-Tonleiter zuordnen, die an der gleichen Position die Grundtöne hat.

In der zweiten Reihe siehst du die 5 Haupt-Skalen in Dur. Diese erhältst du, wenn du die Grund-Tonleitern einfach ein paar Bünde nach oben verschiebst. Bei ein paar Skalen vereinfacht sich der Fingersatz in den oberen Lagen. Die Grundtöne der Skalen entsprechen genau den Grundtönen der Dur-Akkorde, die genau in der ersten Zeile stehen. Wenn du also eine Skala irgendwohin auf dem Griffbrett verschiebst, und möchtest wissen, was für eine Tonart das jetzt genau ist, kannst du sie mit dem Barrè-Akkord vergleichen, der die Grundtöne genau an der gleichen Stelle hat, wie die Skala. Der Name des Barré-Akkords ist genau gleich wie der Name der Skala, welche an der Stelle ist.

Eine Zeile weiter siehst du die Pentatonik, die genau zu dem entsprechenden Akkord in der gleichen Zeile passt.

Spiegelverkehrt siehst du die Moll-Pentatonik nach den Barré-Akkorden, und danach die Moll-Tonleiter. Wie du siehst, sind die Fingersätze der Tonleitern und Pentatoniken, die in einer Zeile sind identisch, nur der Grundton befindet sich auf einer anderen Stelle.

Dass einige Moll-Akkord-Formen als Moll7-Akkord dargestellt werden, liegt daran, dass es für ein reines Dur keinen vernünftigen Fingersatz gibt. Bei Moll-Akkorden stört die zusätzliche 7 jedoch fast nie.

Zu jeder Barré-Akkord-Form kann man genau eine Pentatonik-Form zuordnen. (Die stehen alle nebeneinander.) Wenn du also irgendwo einen Barrè-Akkord stehen hast, weißt du genau, wie die gleichnamige Pentatonik an dieser Stelle aussehen muss.

Zu jeder Dur-Skala gehören genau 6 Akkordformen.
Zum einen sind das die Dur- und Moll-Akkorde in der gleichen Zeile. (Das ist die Tonika und die Tonikaparallele.)

Dann gehört zu jeder Tonleiter eine Dominante und eine Dominantenparallele. diese findet man genau eine Zeile unter der entsprechenden Tonleiter.

Weiterhin gehört zu jeder Tonleiter noch die Subdominante und Subdominanten-Parallele, die man eine Zeile drüber findet.

Die Haupt-Akkordformen in Dur (Tonika Subdominante und Dominante) und die in Moll (Tonika-Parallele, Subdominanten-Parallele, Dominanten-Parallele) sollte man kennen. Es ist lange nicht so schwer wie es sich anhört, denn wenn man viele Lieder gespielt hat, dann weiß man nach einiger Zeit, welche Akkorde üblicherweise zusammengehören.

Subdominante (S) - Tonika (T = Grundakkord im Dur) - Dominante (D oft als 7er-Akkord)
Subdominantenparallele (sP) - Tonikaparallele (tP = Grundakkord in Moll) - Dominantenparallele (dP)

wichtigsten Beispiele:

Code: Alles auswählen

S  T  D    sP tP dP
Eb Bb F(7) Cm Gm Dm
Bb F  C(7) Gm Dm Am
F  C  G(7) Dm Am Em
C  G  D(7) Am Em Bm
G  D  A(7) Em Bm F#m


Die Zusammenhänge werden für den Spicker als bekannt vorausgesetzt, denn der Spicker soll das, was man in der Harmonielehre lernt nur übersichtlich zusammenfassen, und erspart dir das Abschreiben von allen Skalen und Pentatonik-Formen.

So wie du einen Barré-Akkord quer über das Griffbrett verschieben kannst, so kannst du auch alle Dur-Tonleitern und alle Molltonleitern sowie alle Dur- und Moll-Pentatoniken quer übers Griffbrett verschieben. Die tatsächlichen Tonarten, die sich durch das verschieben ergeben, stimmen genau mit den Barré-Akkorden überein, wenn man diese verschiebt (so dass die Grundtöne übereinstimmen.)

Ich werde bei Gelegenheit mal eine genaue Anleitung auf die Wikibooks raufschaufeln. Dann werde ich auch nochmal die Intervalle bei den Moll-Tonleitern verbessern.

Ich hoffe du kommst halbwegs damit klar.

Gruß Mjchael

16 Beiträge   •   Seite 1 von 1
  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste