Wie sollte ein guter Unterricht für Anfänger aussehen?

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schmecki
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Wie sollte ein guter Unterricht für Anfänger aussehen?

Erstellt: von schmecki » 13.11.2009, 13:15

Ich spiele ja nun seit Anfang September.Na ja,spielen kann man das wohl noch nicht nennen.
Nun würden mich mal eure Meinungen zu einem guten Unterricht für Anfänger interressieren.
Ich quäle mich von Woche zu Woche durch Akkorde.
Muss ehrlich gestehen,so ein bisschen langweile ich mich dabei.Obwohl ich noch ziemlich mies im Akkordspielen bin.Ich sag nur Barree...
Jetzt hab ich zuhause mal etwas mit Picking begonnen.Soll ich lieber die Finger davon lassen?Hat mein Lehrer recht,mit der ewigen Akkordquälerei?
Im Voraus danke für eure Meinungen.

Gast

Erstellt: von Gast » 13.11.2009, 14:03

du hast gleich mit akkorden angefangen ? und das über wochen hinweg ohne was anderes zu lernen? imo sollte unterricht so NICHT aussehen.

mir wurden am anfang verschiedene pentatonik reihen beigebracht die immer komplexer wurden, an hand davon habe ich auch bendings, barrees, in der zeit auch akkorde, vibrato.. gelernt

aber nur akkorde.. ich weiß nich .. :S

schmecki
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Erstellt: von schmecki » 13.11.2009, 14:08

sag ja,dassm ich mich etwas langweile,und deshalb daheim immer etwas selbst ausprobiere.
Vor allen Dingen ist es ja frustrierend,da die über Akkorde gespielten Lieder bei Anfängern nicht wirklich schön klingen....Zumindest bei mir ja nicht.Du hast mir ja aber jetzt nur Fremdwörter an den Kopf geworfen.Verstehe ja nur Bahnhof,von dem was du so machst. Sorry,hab von den ganzen Wörtern(ausser Barree)noch nix gehört.Heul,bin jetzt noch frustrierter.Liebe doch aber meine Gitarre,und würd gern ein paar kleine Erfolge sehen...

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Willaberkannnich
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Erstellt: von Willaberkannnich » 13.11.2009, 14:16

Wie man Anfängt ist letztendlich bei jedem anders. Um die Akkordqüälerei kommt man aber imo nicht drum herum.

Ich hab genau so angefangen wie du. Ein halbes bis 1 Jahr die "harte Schule der Akkordlehre" mit allem was dazugehört und dann kommen sachen wie Tonleitern, tiefere Theorie, techniken und sonstwas.

Ich finde Akkorde sind einfach das A und O. Man kauft sich ein gammeliges Akkordbuch und kann einfach jeden X-Beliebigen Song begleiten, und wenn man dann ein bissl Picken und Bassbegleitung usw. kann dann hat man schon ein fast unerschöpfliches Repertoire. Wenn man mit dem Solieren anfängt kann man nach 6 Monaten vielleicht eine Hand voll Soli´s und ist bei weitem nicht so "Unterhaltsam" als wenn man sich durch die Akkorde quält. Aber mal so ziwschendrin ein bisschen rumprobieren hab ich auch gemacht, aber 95% ging es nur um Akkorde.

Letztendlich kann man imo anfangen wie man will, aber man kommt um das Thema letztendlich nicht drum herum.

avun

Erstellt: von avun » 13.11.2009, 14:19

Du solltest viel mehr Abwechslung rein bringen! Sonst verlierst du hinterher immer mehr die Lust am lernen!

Du solltest auch ein Lied was du grade spielen willst einüben! Nebenher kannst du Akkorde lernen!

Auch Fingerübungen darf man nicht vernachlässigen! Ich glaube im Gitarrenlexikon sind auch ein paar Fingerübungen! Probier mal etwas aus! Vor allem ist es immer gut ein kleineres Ziel zu haben, wie z.B. dein Lieblingslied (wenn es nicht zu schwer ist ;) )

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mjchael
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Erstellt: von mjchael » 13.11.2009, 17:26

Wenn dir das Akkordüben keinen Spaß macht, dann kann es sein, dass dein Lehrer dir vielleicht nicht eine geeignete Auswahl an Übungsbeispielen mitgibt.

Mit welchen Akkorden Quälst du dich derzeit, und was für Lieder spielst du?

Wir haben Mitte November. D.h. du solltest ca. 10 Unterrichtsstunden hinter dir haben. Da solltest du eigentlich schon ein paar Lieder gelernt haben, die dir echt Spaß machen.

Schau dir mal das Repertoire an, aus dem sich meine Schüler sich die Lieder raussuchen können, die sie spielen wollen. Es ist für die ersten zwei Monate angelegt. Bitte deinen Lehrer, dir geeignete Lieder zum üben vorzuschlagen. Mit dem Lied "Viva la Vida", "Bouldevard of the Broken dream", "Fahter and Son", "Über den Wolken", "Breakfast at Tiffanis" sollte das Akkordüben nicht ganz so langweilig rüberkommen.

http://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_Repertoire_2

Nach etwa 2 Monaten mit Picking anzufangen ist noch einen Tick zu früh. Zuerst solltest du dich mit einfachen Zupfmustern beschäftigen. Es sind zwei verschiedene Techniken, wovon Picking etwas schwieriger ist, als zuerst die klassischen Zupfmuster zu lernen.

http://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_Einf%C3%BChrung_ins_Zupfen

Gruß Mjchael

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Erstellt: von Vauge » 13.11.2009, 17:59

Sag deinem Lehrer das du dich langweilst !

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Erstellt: von BoogieMan93 » 13.11.2009, 18:25

Vauge hat geschrieben:Sag deinem Lehrer das du dich langweilst !


dito. so hab ichs auch gemacht, als mir die akkorde zum hals raushingen, danach hab ich mit solos und powerchords angefangen, und das is cool :D

Gast

Erstellt: von Gast » 13.11.2009, 18:51

Der Normalfall beim Unterricht ist schon: Zunächst die wichtigsten Grundakkorde, dann Melodiespiel.

Aber Üben ist nun mal meistens langweilig und irgenwie auch stupide (vor allem Fingerübungen für Solospielen) aber eben auch der einzige Weg, wirklich Fortschritte auf der Gitarre zu machen.

Wer das akzeptiert und sagt, ich zieh das trotzdem durch, ist schon mal einen Schritt weiter.

schmecki
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Erstellt: von schmecki » 14.11.2009, 11:04

mjchael hat geschrieben:Wenn dir das Akkordüben keinen Spaß macht, dann kann es sein, dass dein Lehrer dir vielleicht nicht eine geeignete Auswahl an Übungsbeispielen mitgibt.

Mit welchen Akkorden Quälst du dich derzeit, und was für Lieder spielst du?

Wir haben Mitte November. D.h. du solltest ca. 10 Unterrichtsstunden hinter dir haben. Da solltest du eigentlich schon ein paar Lieder gelernt haben, die dir echt Spaß machen.

Schau dir mal das Repertoire an, aus dem sich meine Schüler sich die Lieder raussuchen können, die sie spielen wollen. Es ist für die ersten zwei Monate angelegt. Bitte deinen Lehrer, dir geeignete Lieder zum üben vorzuschlagen. Mit dem Lied "Viva la Vida", "Bouldevard of the Broken dream", "Fahter and Son", "Über den Wolken", "Breakfast at Tiffanis" sollte das Akkordüben nicht ganz so langweilig rüberkommen.

http://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_Repertoire_2

Nach etwa 2 Monaten mit Picking anzufangen ist noch einen Tick zu früh. Zuerst solltest du dich mit einfachen Zupfmustern beschäftigen. Es sind zwei verschiedene Techniken, wovon Picking etwas schwieriger ist, als zuerst die klassischen Zupfmuster zu lernen.

http://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_Einf%C3%BChrung_ins_Zupfen

Gruß Mjchael

mensch danke erst mal für deinen ausführlichen Post.
Hat mir echt was gebracht.
Übrigens finde ich fast alle meine Übungsstücke in deinem Repertoire.
Momentan quäl ich gerade R.E.M Losing my religion und Bonnie Tyler Its a hartache.
Wenn ich ehrlich bin hat mein Lehrer schon recht.Er lacht immer und sagt,mein gnadenloser Ehrgeiz würde mich irgendwann mal auffressen...
Ich denke das bringt das ganze ein wenig auf den Punkt.Ich erwarte schlicht und einfach immer viel zuviel von mir....Und dann kommt der Frust,weil meine Lieder halt nicht sonderlich profihaft klingen...
Ausserdem hab ich grausame Probleme mit den Rhytmen.Entweder ich schlag standard,dann klappt das Umgreifen der Akkorde ganz gut.Versuch ich jedoch nen guten Rhytmus,dann geht nix mehr.
Ja ich weiss,üben üben üben.....lach

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