Peavey Vypyr 30 [Testbericht]

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von chris73
#64630
so, hier kommt mal was, was ich mir schon seit ewigkeiten vorgenommen habe. ein relativ ausfuehrlicher testbericht ueber den Peavey Vypyr 30. da es sich dabei um einen modelling amp handelt und er auch preislich durchaus im anfaengerfreundlichen bereich liegt, ist der test sicher fuer dein einen oder andern hier interessant.

Einleitung und Features

erstmal ein kurzer ueberblick ueber die features. genaueres laesst sich auf der webpage von Peavey nachsehen:
der Peavey Vypyr ist ein modelling amp, steht also in direkter konkurrenz zu amps wie dem Line6 Spider, Roland Cube, Vox DA, Vox VT und was es da sonst noch alles gibt. Der Vypyr simuliert 12 amps, jeweils mit einem gruenen und einem roten kanal (repraesentiert durch gruene oder rote LEDs neben dem amp regler), das ergibt also insgesamt 24 modellings.

Daneben gibt es ab der 30W version zwei effekt sektionen. zum einen werden 11 stompboxes, also bodentreter die normal vor den amp gesteckt werden, simuliert, darunter ein Ibanez Tubescreamer, ein MXR Zakk Wylde Overdrive, ein Boss Chorus, eine analoger phaser, ein fuzz pedal, ein compressor und noch einige andere mehr. die zweite effekt sektion simuliert klassische digitale rack effekte wie chorus, flanger, phaser, pitch shifter, octaver, etc. einige effekte sind also doppelt vorhanden, sowohl bei den stompboxes, als auch bei den rack effekten. sinn macht das trotzdem, da die effekte leicht unterschiedlich klingen. mir gefaellt der chorus von den stompboxes z.b. besser als der von den rack effekten.

neben den effekten und den amp-simulationen gibt es noch ein delay und reverb. beides ist parallel und unabhaengig zuschaltbar.
auf die einzelnen effekte gehe ich nicht naeher ein. ich bein kein grosser effekt junkie und ich find die grundsounds bei einem amp viel wichtiger. nur soviel: die effekte klingen ueberwiegend sehr gut und sind fuer den hausgebrauch durchaus brauchbar. vor allem einige der stompboxes, wie der Tubescreamer, das MXR oder der booster geben einem bei dem ein oder anderen amp nochmal gute zusaetzliche soundmoeglichkeiten.

der Vypyr hat auf der vorderseite noch einen eingang fuer einen MP3 player oder aehnliche geraete, sowie einen kopfhoerer/recording ausgang. auf der rueckseite befindet sich ein MIDI-in zum anschluss eines floor boards.

ich hab den Vypyr ende letzten jahres gekauft, hab ihn also mittlerweile seit gut 5 monaten zu hause. bei meinem model handelt es sich um die 30W version mit 12" lautsprecher. preis: ca. 200€. daneben bietet Peavey den Vypyr noch in verschiedenen leistungsstufen an. unter anderem fuer den kleinen geldbeutel auch als 15W version mit 8" lautsprecher fuer ca. 100€. die preise bewegen sich also im gleichen rahmen wie die direkte konkurrenz von Vox, Line6 und Roland. die 15W version muss allderdings ohne die stompbox-effekte und ohne anschluss fuer ein floorboard auskommen. am oberen ende stehen ein 120W combo und ein 100W head, jeweils mit roehrenendstufe.

Amp-Simulationen
Twn:
beim ersten amp des Peavey wird ein Fender Twin Reverb simuliert.

green: klassischer Fender clean sound. sehr ausgeglichen, klar, crisp, vor allem mit einem sehr starken hoehenanteil. trotzdem ist auch genug bass da, so dass der sound nie duenn klingt. vor allem mit dem neck-PU (bei mir ein EMG85) ein wunderschoener clean sound. der amp hat dabei viel headroom, selbst bei voll aufgedrehtem gain bleibt es clean.
red: dieser kanal faengt schon bei komplett runtergedrehtem gain mit einem leichten breakup an. der soundcharakter ist dabei der gleiche wie im green kanal, im wesentlichen ist nur der gain weg ein anderer. ab ca. der haelfte gain kommt ein schoener klarer zerrsound raus, gut fuer 60s rock oder rock 'n' roll find ich. dabei reagiert der Vypyr unglaublich auf die anschlagdynamik. wenn man die saiten nur leicht streichelt, bleibt es fast clean, bei starkem anschlag zerrt es dann schon deutlich merkbar. bei vollem gain hat man dann schon eine gute rockverzerrung ala Rolling Stones.

Dlx:
gleich noch ein Fender, naemlich der Deluxe Reverb.
green: der amp ist im verleich zum Twin etwas mittiger und waermer im sound. weniger bass, dafuer auch deutlich weniger hoehen machen den sound insgesamt etwas weniger klar und glasig, aber durchaus sehr ansprechend. der headroom ist etwas geringer. bei vollem gain und kraeftigem anschlag merkt man hier schon einen leichten breakup.
red: die zerre ist hier ebenfalls gleich um ein schoenes stueck mehr, als beim Twin. schon bei gain auf halb hat man hier ne deutlich rockige aber sehr klare zerre, die sich auch mit anschlagdynamik kaum mehr aufraeumen laesst. bei vollem gain ist man schon deutlich im bereich 70er rock. besonders auffaellig ist hierbei der deutlich weniger bass und die hoehen, dafuer die relativ starke mittenbetonung. klingt gut, absolut.

Plxi:
der erste britische kollege, der hier simuliert wird, naemlich ein Marshall Plexi.
green: noch mal ne spur fetter als der Dlx. bass und mitten sind hier sehr deutlich vorhanden, mit vielen hoehen kann der Plexi aber nicht dienen. der sound klingt insgesamt etwas rauher, weniger klar als die beiden Fender simulationen, weiss aber auch auf seine art zu gefallen. der breakup ist aehnlich wie der Dlx, vielleicht minimal staerker.
red: ok, das ist der sound, warum jemand nen Plexi spielt (kein mensch benutzt nen Plexi fuer clean sounds). schon bei minimalem gain zerrt das ding ganz gut (faengt etwa da an, wo der Twin aufhoert). bei halbem gain hat man dann den klassischen Plexi sound. sehr mittig, relativ rauhe kratzige verzerrung, typisch Marshall eben. noch etwas mehr gain und ich kann mich nicht zurueckhalten ... ich muss highway to hell und hells bells spielen ... also, AC/DC laesst bei diesem amp-modell gruessen. :D

Brit:
der naechste brite, ein Vox AC-30.
green: etwas glasiger und heller als sein britischer kollege, aber trotzdem nicht mit so praesenten hoehen wie der Twin. insgesamt ein sehr ausgeglichener, etwas auf der hellen seite liegender clean sound. headroom aehnlich wie die vorgaenger, also minimaler breakup bei vollem gain.
red: typischer brit-rock sound. recht rauhe verzerrung und der typisch nasal klingende charakter wie man ihn vom AC-30 kennt. vor allem U2 haben diesen sound gern benutzt.

B-Kat:
ich muss gestehen, ich hab nicht die geringste ahnung was das sein soll ... macht aber nix, ich kann ja auch nicht alles wissen *lach*. aber nach recherchen im internet handelt es sich um einen Badcat amp. noch nie gehoert ...
green: hm, ich glaub die designer diese amps haben gut bei Fender abgeschaut. das ding hat was vom Twin, allerdings noch ne spur glasiger, aber auch ausgeglichener. der sound klingt sogar mit meinem EMG81 richtig klasse. bei vollem gain cooler, fast schon leicht crunchiger breakup. super geiler amp.
red: wow, aehnlich wie im green kanal ein sehr ausgeglichener sound, allerdings mit weniger hoehen als green. die verzerrung ist extrem rauh, fast schon fuzz maessig. und je mehr man den gain aufdreht, desto rauher wird es. aber der amp bleibt dabei sehr transparent und fokusiert, wird also trotz dieser rauhen verzerrung nicht matschig. bei hohen lead-licks sehr guter sustain. insgesamt ein geiler rocksound, aber vor allem mit dem neck-PU sollten auch die blueser und blues-rocker mit dem amp auf ihre kosten kommen.

Classic:
hier kommt der erste von mehreren Peavey eigenen amps, die der Vypyr simuliert, naemlich der Peavey Classic 50
green: dieser kanal klingt sehr ... ich sag mal brav ... von allem genug, von nichts zu viel. sehr ausgeglichen, gibt nen netten clean sound ab, hat aber nicht den charakter, den die vorangegangenen amps hatten. er klingt ... ich sag mal un-spannend ... aber nicht schlecht.
red: so, das ist schon ne andere nummer, als der green kanal. es faengt an mit ner sehr netten crunchigen verzerrung. die verzerrung ist dabei sehr rauh, aehnlich wie bem Plexi, aber diesem amp modell steht mehr gain zur verfuegung. der sound ist recht mittig ausgelegt, trotzdem hat er genug bass und hoehen, um ein sehr ausgeglichen zu klingen. der bass ist dabei relativ klar, also selbst mit viel bass matscht es nicht. und das ist gut so, weil man relativ viel bass reindrehen muss, sonst klingt das ganze ein bisschen sehr nasal. mit viel bass und vollem gain kommt allerdings ein saugeiler rocksound raus, ohne mir feinde machen zu wollen, aber der Peavey Classic klingt irgendwie, wie ein besserer Marshall :D
also hardrocker solltem mit diesem amp-modell ihre freude haben. mit dem neck-PU laesst sich z.b. ein recht guter Slash lead sound hinbekommen, warm, weich, trotzdem nicht zu brav.

XXX:
so, jetzt kommen wir auf die linke seite des amp-reglers am Vypyr, was bedeutet, jetzt ist schluss mit lustig ... der erste amp der da simuliert wird ist gleich der naechste Peavey, naemlich der XXX
green: Peavey hat sich da wohl auch sehr an Fender orientiert. der clean kanal des XXX klingt sehr Twin like, nur ne spur mehr bass und die hoehen klingen auch etwas dicker. da ich die Twin simulation schon mochte, find ich auch diesen clean sound super gelungen. vor allem im vergleich zum Classic hat dieser sound einfach deutlich mehr leben und charakter. der headroom ist aehnlich wie der Twin, er bleibt also auch bei vollem gain absolut clean. wie der B-Kat ebenfalls ein clean-sound, der mit dem EMG81 richtig geil klingt (clean ist ansonsten ja nicht unbedingt die staerke eines EMG81 an der bruecke).
red: so, ab jetzt wird es langsam boese. beireits beim gain regler ganz unten kommt da ne recht rockige verzerrung aus der box. der sound ist dabei etwas ausgeglichener als beim Classic, er hat mehr schub im bass, wenn auch nicht uebermaessig viel, gutes mittenspektrum und genug hoehen, so dass auch lead sounds schon ziemlich schreiend rueberkommen. die verzerrung ist auch eher rauh, aber nicht ganz so rauh wie beim Classic, dafuer deutlich mehr. ab gain bei halb gehts langsam in richtung klassischer 80er metal-sounds. bei vollem gain und etwas mehr reingedrehtem bass kann man den sound durchaus auch fuer heftigere metal-sachen aus den 80ern benutzen. Medusa von Anthrax oder Raining Blood von Slayer hoeren sich jedenfalls mit diesem amp recht boese an, vor allem in kombination mit dem Tubescreamer stompbox effekt :D

JSX:
der naechste Pevey amp, der Joe Satriani JSX signature amp
green: das ist die erste amp-simulation, wo schon der grean kanal nicht mehr clean ist. bereits bei gain ganz unten zerrt das ding heftig. die verzerrung ist hier wieder sehr rauh, wenn man gain voll aufdreht fast schon wieder etwas wie ein fuzz sound, aehnlich wie schon der b-kat. der sound ist insgesamt sehr ausgeglichen, nichts springt einem wirklich ins gesicht. aber der sound ist trotzdem sehr vielseitig, vor allem der eq macht bei diesem amp-modell extrem viel aus.
red: das ist wieder so ein ding, wo ich nicht weiss, was ich damit anfangen soll. sehr viel gain, wieder sehr rauh und fuzz like ... aber irgendwie ... ist so ein bisschen das pendant zum green kanal des Classic. der JSX red klingt nicht schlecht, aber irgendwie faellt mir nichts ein, wofuer ich den sound brauchen koennte ... na gut, mit dem neck-PU laesst sich zwischendurch mit diesem amp mal ein bisschen bluesen ... aber der B-Kat und der Classic haben mir da besser gefallen

6505:
so, der letzte Peavey eigene amp, der simuliert wird, der Peavey 6505. wahrscheinlich der Peavey amp, neben dem 5150, der sich den groessten namen im laufe der zeit gemacht hat.
green: so, damit kann ich wieder was anfangen. der green kanal des 6505 ist sowas wie die leicht gedopte version des Classic red. der sound ist sehr aehnlich, eine spur mehr wucht und etwas moderner wie der Classic, die zerre rauh und kratzig, aber nich so fitzelig wie beim JSX, sondern wieder eher Marshall maessig. der gain gibt alles her von guten crunch sounds bis zum knackigen rock-sound ... AC/DC mit ein paar steroiden sozusagen :D
red: so, jetzt wird es langsam boese. der red kanal faengt da an, wo der green aufhoert. die zerre ist eine spur weniger rauh, aber brutal. dazu kommt noch ein schub im bass dazu, auch wenn der etwas duenner ausfaellt wie beim XXX. wenn man den gain richtung halb bewegt, verlaesst man langsam das, was man als rock bezeichnen koennte. der sound ist jetzt da, wo metal anfaengt. also klassischer metal sound durch und durch. mit den richtigen eq einstellungen (viel bass, mitten etwas weg), kommt man durchaus an einen Thrash sound ala Metallicas Kill'em all oder die alten Slayer sachen ran. geiler sound :D

Rect:
yeah, auf den hab ich mich schon die ganze zeit gefreut, der Mesa Boogie Dual Rectifier, wahrscheinlich der meistgespielte metal-amp der letzten 20 jahre. ein amp der den metal-sound in dieser zeit gepraegt hat wie der Marshall Plexi den rock-sound der 70er und der Marshall JCM die haerteren sounds der 80er.
green: der simulierte kanal 2 des Rectifiers. bei runtergedrehtem gain schon ein schoener crunchiger sound. sehr hoehenreich, ohne duenn zu klingen, weil auch der bass sehr gut vertreten ist. die verzerrung bissig, aber deutlich glatter und weniger rauh, als die letzten amps, eher Fender like. aber kein wunder Randall Smith hat ja urspruenglich damit angefangen, Fender amps zu pimpen. allerdings sind die gain reserven natuerlich andere als bei den Fender modellen. ab halb wirds ein richtig modernen rock sound. die dynamik ist dabei wieder unglaublich. auf underschiedliche anschlaege oder drehen am volume poti der gitarre reagiert der Vypyr super. auch schoene verzerrte leads kommen da schon richtig gut. bei vollem gain hat man nen gut verzerrten sound, der sich fuer modernen punk-rock hervorragend eignet finde ich. aber auch sahnige lead sounds ala Santana lassen sich dank der einzigartigen verzerrung vor allem mit dem neck-PU wunderbar hinbekommen. Santana weiss schon, warum er Boogies spielt ;)
red: JAAAAAAAAAAA, da ist es, das bruellen eines Rectifiers in kanal 3. so muss das sein, schnoerkellos, aalglatt, brutal, aggressiv, ein sound mitten in die fresse. brutaler schub in den baesen, ohne jedes matschen (wie man es von Marshall kennt) sondern 100% fokusiert, die mitten im vergleich zu den britischen kollegen etwas weniger wie man es kennt, dazu kreischende, beissende hoehen. und das ganze in kombination mit EMGs mit einer transparenz, die ihresgleichen sucht (sogar komplette akkorde lassen sich bei vollem gain noch erkennen) ... ja, es gibt da draussen amps mit mehr gain, es gibt amps die mit ihrer rauhen verzerrung vielleicht noch aggressiver sind (auch der Vypyr hat noch welche auf lager), aber keiner packt einen so bei den eiern und bruellt einem dermassen ins gesicht wie ein Mesa Rectifier. fuer mich ist DIESER sound der inbegriff von brutalitaet. und der Peavey kopiert das hoellisch gut. also, mitten noch weiter rausdrehen, master volume hoch (was kuemmern mich die nachbarn) ... welcome to Metallica country ... mann, jetzt hab ich traenen in den augen ... also mir haette diese simulation gereicht, ich haette den Peavey trotzdem gekauf *lol*

K-Stein:
diesem model liegt der Krank Krankenstein zugrunde. und so wie der heisst klingt er auch ... boese ...
green: klingt dem Recto green recht aehnlich, etwas rauhere zerre (aber immer noch deutlich weniger kratzig als andere amps), etwas mehr mitten, auch die hoehen schon etwas schneidender, dadurch insgesamt etwas bissiger und aggressiver als der Recto. also Santana ist da nicht mehr, schon eher kreischende lead sounds. aber definitv die gleiche liga wie der Recto. also geilo.
red: ebenfalls wie der Rectifier ein sound fuer die juenger der ganz boesen klampfen. er hat noch mehr gain als der Recto und die verzerrung faellt deutlich rauher, Marshall-like aus. ebenfalls recht guten bass, aber breiter als der Recto, trotzdem aehnlich fokusiert. daneben hat er auch mehr mitten. das modell eignet sich auf jeden fall hervorragend fuer downtunings ala Slipknot und Bullet for my Valentine ... man koennte auch sagen, dafuer ist er gemacht.

Dzl:
hier wird ein amp von Peter Diezel simuliert, naemlich der 4-kanalige VH-4.
green: kanal 2 des Diezel, bietet von clean bis gutem crunch ein geiles spektrum an sounds. mit gain etwa auf halb ein saugeiler, leicht angezerrter southern rock sound, sweet home alabama und all summer long lassen guressen. auch hier wieder das wahnsinnig gute dynamikverhalten des Peavey. der breakup laesst sich perfekt mit volume poti oder unterschiedlichen anschlagstaerken steuern. fuer einen digitalen modelling-amp unglaublich gut.
red: kanal 4 des Diezel, noch ein absoluter high-gain sound. irgendwo ein bisschen zwischen Recto und Krank. aehnlich viel power in den baessen wie der Recto, ebenfalls sehr fokusiert, aber wieder ein etwas breites fundament, jedoch wuchtiger als der Krank. außerdem gleichzeitig deutlich mehr mitten. auch die verzerrung ist nicht ganz so glatt wie beim Recto sondern eine spur rauher, auch irgendwo zwischen dem Recto und dem Krank. auf jeden fall ein super sound fuer moderne metal sachen. kommt dem live sound von Metallica der letzten jahre relativ nahe (der VH-4 ist mittlerweile einer von James' hauptamps)

Fazit
also, nach mittlerweile 5 monaten, die ich den amp jetzt besitze steht fuer mich fest: der Peavey VYPYR ist der neue stern am himmel der modelling-amps. aeltere konkurrenten wie den Line6 Spider und die Roland Cubes und auch modelling pre-amps wie den Line6 POD und den Behringer V-Amp 2 laesst er klanglich gewaltig im regen stehen. er spielt eindeutig in einer liga mit der Vox VT serie, dem bisherigen klassenprimus wie ich finde. aber selbst hier sehe ich den Peavey klanglich vorne.
natuerlich stellt sich bei modelling-amps immer die frage, wie authentisch werden die angebotenen amps simuliert. auch das gelingt dem Peavey ganz gut denke ich, der Twin klingt nach Fender, der Plexi klingt nach Marshall und der Rectifier klingt nach Mesa Boogie. mit digitaler technik wird das verhalten eines aufgerissenen 150W roehrenheads an einer 4x12" box nie 100% nachzubilden sein, aber der Peavey Vypyr ist verdammt nah dran und klingt sehr roehren-like. was ich aber sowieso viel wichtiger finde ist die frage, klingen die sounds gut und sind sie brauchbar. und ja, das tun sie beim Peavey. sie klingen verdammt gut und das praktisch auf anhieb. es ist bei den meisten simulationen schon fast eine kunst so am equalizer rumzudrehen, dass ein schlechter sound rauskommt.
aber eines ist klar wenn man mal alle amp-kanaele durchtestet. der Peavey ist nicht in erster linie gedacht fuer rehstreichler und axelhaarrasierer. klar, er hat einige schoene clean-sounds auf lager, mit dem einen oder anderen amp-model lassen sich auch bluesige oder milde rocksounds entlocken, aber das ding ist in erster linie gemacht fuer hardrocker und metalheads. das sieht man auch an den simulierten amps, Vox AC30, Marshall Plexi, Peavey Classic, Peavey 6505, das sind alles klassische rockamps. und Mesa Boogie Rectifier, Peavey XXX, Peavey JSX, Krank und Diezel VH-4 gehoeren einfach zu den ganz boesen der zunft.
insgesamt bleibt zu sagen, Peavey bietet hier verdammt viel amp fuer wenig geld.

einen kritikpunkt gibts aber doch: ich hab nirgendwo eine beschreibung der MIDI implementierung im manual gefunden. und das ist nicht ganz unwichtig, wenn man wie ich ein MIDI floorboard zum steuern anschliessen will. ich hab das notwendigste dann schliesslich im forum auf der Peavey website gefunden. aber das kann es nicht wirklich sein. da keimt der verdacht auf, dass Peavey ganz gerne ihre eigenen floorboards dazuverkaufen moechte (aehnlich wie Line6), anstatt die MIDI beschreibung einfach dem amp beizulegen. gut, die notwendigsten sachen hab ich mit hilfe der infos aus dem i-net hinbekommen. aber laut beschreibung der Peavey floorboards muessten da noch dinge gehen (z.b. ansprechen von mehr als 12 presets, ein-/ausschalten der stomboxes und effekte) die ich mit meinem MIDI board bisher nicht hinbekommen hab. naja, mal abwarten, vielleicht finden sich diese infos irgendwann auch im netz.

Zuverlaessigkeit
noch ein wort zur zuverlaessigkeit: Peavey hat den Vypyr letztes jahr wohl etwas schnell auf den markt gebracht. wenn man sich mal im Peavey forum umschaut hatte das ding kinderkrankheiten ohne ende, boot-probleme, probleme mit dem noisegate, freezes im laufenden betrieb, etc. allerdings sind die Vypyr ab der 30W version per MIDI-interface update-faehig. und mit dem letzten update anfang november 2008 scheinen zumindest viele der probleme beseitigt worden zu sein. ich hab meinen anfang januar gekauft und die neueste software war da schon drauf. aber zwei probleme hat meiner auch. zum einen bootet er nicht, wenn es zu kalt ist. das ist bisher einmal aufgetreten, als ich ihn mit zu meinem bruder genommen hab und er ne stunde im kofferraum transportiert wurde. allerdings laesst sich das problem einfach beheben. einfach einschalten und obwohl er nicht bootet 10 minuten anwaeremen lassen. danach nochmal aus- und einschalten und er bootet. zum zweiten, seit ich ihn habe hat er sich im betrieb so ca. 3-4 mal aufgehaengt. das sieht dann so aus, dass zwar der aktuelle sound noch funktioniert, aber es laesst sich nix mehr umschalten. weder kann man presets umschalten, noch reagieren die regler am amp. aber kurzes neustarten behebt auch das problem.
allerdings kann ich nach mittlerweile 5 monaten sagen, dass ich persoenlich mit diesen macken leben kann, da ich ihn nur als uebungsamp zu hause nutze. das kalt-boot problem tritt bei normaler temperatur in meinem wohnzimmer nicht auf, außerdem scheint es mittlerweile auch dafuer eine loesung zu geben (es lag soviel ich weiss an einem fehlerhaften kondensator, den Peavey kostenlos austauscht).

genauso wie die freezes, die sind bei mir im wesentlichen am anfang aufgetreten, als ich viel an sounds rumgespielt hab und presets gespeichtert hab. mittlerweile hab ich aber meine presets programmiert und der Vypyr laeuft seit monaten zuverlaessig, ohne haenger oder bootprobleme.

und wenn man sich diverse internetforen ansieht, ist das inzwischen auch der allgemeine tenor. nach viel geschrei am anfang sind mittlerweile die berichte der zufriedenen besitzer, deren Vypyr problemlos laeuft, deutlich in der ueberzahl. trotzdem, wer vorhat in zu kaufen, sollte sich auf jeden fall beim verkaeufer erkundigen, ob da die neueste software drauf ist (aktuell version 1.5.5) und ob der austausch des kondensators, der fuer die bootprobleme verantwortlich war schon gemacht ist. außerdem sollte man den Vypyr am besten noch vor ort testen, und dann wirklich genau den mitnehmen.
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von chris73
#65132
so, um den testbericht noch interessanter zu machen und gleich mal die frage zu beantworten, ob der Peavey mit 30 watt bandtauglich ist, hab ich mal ein extrem hoechstwissenschaftliches experiment gemacht :D
ich wusste, dass er ein lautes biest ist, aber ich wollte wissen, wie laut genau. deswegen hab ich mir uebers wochenende mal ein schalldruckpegel-messgereaet von nem kollegen ausgeliehen, um die lautstaerke des Vypyrs mal zu messen.

ein paar fakten vorneweg:
- die skala des volume-reglers des Vypyr geht bis 13
- die db skala ist logarithmisch, d.h. jeweils 10db mehr entsprechen etwa einer verdopplung der lautstaerke
- ab 85db ist beim arbeiten ein gehoerschutz vorgeschrieben. bei langjaehriger belastung drohen gehoerschaeden
- 95db ist die empfohlene begrenzung fuer diskotheken, konzerte etc. um haftungsproblemen aus dem weg zu gehen
- ca. 100-105db ist so die durchschnittliche diskolautstaerke oder ein presslufthammer
- 110db ist etwa die lautstaerke bei lauten rockkonzerten oder ein startender jet in etwas entfernung
- 120db entspricht etwa einem startenden jet in geringer entfernung
- ab ca. 130db beginnt die schmerzschwelle und man muss direkt mit gehoerschaeden rechnen
- ab 190db muss man mit hautverbrennungen und schweren, wahrscheinlich toetlichen inneren verletzungen rechnen

so, nun zu meinen messungen bei meinem Peavey. gemessen hab ich ziemlich frontal vor dem amp, leicht seitlich versetzt in etwa 2m entfernung. das ist so die position, wo ich beim spielen normal stehe oder sitze.

meine normale uebungslautstaerke, volume auf knapp 1,5: ca. 88db
volume auf 3: 95db
volume auf 4: 98db
volume auf 5: 101db
volume auf 6: 104db
volume auf 7: 107db
volume auf 8: 110db

da hab ich dann aufgehoert, weils mir langsam die falten ausm sack gebuegelt hat :D
... und ich haette noch 5 striche auf der volume skala gehabt. wenn das mal hochrechnet (ein strich am volume entsprach immer ziemlich genau 3 db), dann kaeme der Vypyr wohl auf jeden fall gut ueber 120db.
und das besonders geile, bei den ganzen lautstaerken klang der Vypyr richtig saugeil, kein kratzen, kein kreischen, sondern richtig maechtig druck dahinter.
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von howdy71
#65136
Erstmal, sehr guter Test!

Hast Du den Lautstärketest in Deiner Wohnung gemacht?

Reden Deine Nachbarn noch mit Dir :-))

110 dB aaaaaaaaarrrrrrrrrrrrrggggggggghhhhhhhh
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von DeaDSerious
#65188
Hey, dein Testbericht ist wirklich cool :D Ich hab mich nach einem Verstärker umgeschaut und bin auf den Vypyr 30 gestoßen. Dann habe ich mal geguckt, ob man auch hier im Forum etwas über den Vypyr findet. UNd siehe an, da bekommt man gleich so einen geilen Testbericht hingelegt :D
Ich denke ich werde mir den Peavey Vypyr 30 kaufen.. Du schreibst ja fast nur Postives:D Das ist echt cool!
Und 110 dB sind ziiemlich laut ^^
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von chris73
#65251
@howdy
jep, samstag nachmittag in meiner wohnung :D
die nachbarn koennen auch schon wieder feste nahrung zu sich nehmen und wenn man ganz laut schreit, hoeren sie auch schon wieder was :D

im ernst, ich hab glueck mit meiner wohnung. mein wohnzimmer liegt so guenstig innerhalb des hauses, keine nachbarwohnungen, die da direkt anschliessen, so dass ich relativ laut sein kann, ohne jemanden zu stoeren. siehst du ja schon an meiner normlen uebungslautstaerke, 88db ist ja auch alles andere als leise.
außerdem war der test natuerlich nur relativ kurz. ich hab jeweils nur clean ein paar akkorde gespielt, dann verzerrt ein paar powerchords geschrammelt.

@serious
es gibt ja eigentlich auch nur positives darueber zu schreiben, vor allem wenn es um den sound geht.
das einzige ist halt das, was ich unter zuverlaessigkeit geschrieben hab. deswegen hab ich mit dem review auch so lange gewartet.
von Matthias
#65400
Das Lesen des Tests hat nur noch mehr meine Vorfreude auf meinen bestellten Vypyr 75 verstärkt. Der sollte morgen ankommen. :)
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von chris73
#65695
na schonmal viel spass damit ;)
machst du dann auch nen lautstaerketest mit dem 75er? :D
von Matthias
#65835
Hab ich überlegt, ob ich dass im Haus meiner Eltern mache. Aber da hält bestimmt das Haus nicht oder es bekommt zumindest Risse in der Wand. :shock:
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von Guitarfreak
#68609
dumme frage aber was ist dieses "breakup"? iSt das wenn der clean-sound anfängt zu verzerren?
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von chris73
#68610
ja genau, das ist so der uebergang, wo der sound leicht anfaengt zu zerren und nicht mehr ganz clean ist.
ist immer bloed bei solchen beschreibungen, es gibt da haufenweise gute englische begriffe, die dann aber nicht jeder versteht und die man auch nicht wirklich ins deutsche uebersetzen kann.
von GuitarSepp
#68698
@Matthias: da dein amp ja schon da sein müsste... zufrieden damit?

werd demächst endlich mal wieder band spielen und steh natürlich mit 15W amp blöd da^^ deswegen hab ich mich heut beim händler beraten lassen und der peavey vypyr 75 steht ganz oben auf meiner liste. werd ihn sobald nächsten monat wieder kohle drin ist genauer testen und dann mal schaun. aber was ich so drüber les hört sich ja schonmal gut an ;-) danke chris
von Matthias
#68717
Ja, der Amp ist toll. Richtig klasse wurde es dann aber doch erst mit dem zugehörigen Sanpera II Fußpedal, da ich so komfortabel auf alle Funktionen des Amps (inkl. Looper) zugreifen kann. Jetzt bin ich noch sicher eine ganze Weile damit beschäftigt "meine Sounds" zu entwickeln. :)
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von chris73
#68725
du hast das Sanpera II? sehr gut, da hab ich naemlich gleich mal fragen an dich :D
mit dem Sanpera kann man ja, so wie ich das verstanden hab effekte einzeln dazuschalten, also ohne das komplette preset zu wechseln, oder? wie funktioniert das genau? speichert man sich dann ein preset mit einem bestimmten effekt ab und diesen effekt kann man dann mit dem Sanpera an- und ausschalten? oder kann man das Sanpera quasi so programmieren, dass auf bestimmten tasten bestimmte effekte liegen? und kann man dann zu einem preset auch mehrere effekte dazuschalten?
ich schalt meinen Vypyr naemlich bisher mit nem Behringer Midi floor board und damit kann ich nur die 12 presets umschalten und die lautstaerke regeln. das Sanpera war mir bisher zu teuer, aber langsam bin ich doch am ueberlegen, ob es sich nicht doch lohnt.
von Matthias
#68752
Du kannst pro Preset wie gewöhnlich eine Stompbox, ein Verstärkermodel, ein Effekt, Delay, Reverb und das Tap Tempo speichern. Die 400 Presets im Board + die 12 Presets im Amp werden über die Bankschalter und Presettasten (1 bis 4) angewählt. Mit dem Button "Manual Mode" kannst du dann im ausgewählten Preset dann Stombox, Effekt, Delay und Reverb an- bzw. ausschalten. Das Ändern der Einstellungen ist mit Ausnahme vom Tap Tempo so weit ich weiß in den Voreinstellungen nur über den Amp möglich.

Ich hoffe, das beantwortet deine Frage.
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von chris73
#68811
ok danke, dann ist das so, wie ich "befuerchtet" habe. ich glaub, das ist mir das pedal nicht wert. Peavey soll endlich ne vernuenftige MIDI implementierung im Vypyr machen und mit den Control Changes rausruecken. :twisted:
von Matthias
#69080
Ja, wäre toll, wenn sich mehr Hersteller an offene Standarts halten würden. Das ist in allen Bereichen so...

Habe heute mal den 15er mit nem Ibanez 7-Saiter angespielt. Am Pocket Pod machte die Klampfe über Kopfhörer noch gut "Druck"... Beim kleinen Vypyr hat's bissl versagt. ;D
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von chris73
#69081
ja, das ist manchmal echt aergerlich. bei den ganzen guenstigen modelling-amps macht das aber fast jeder so, dass sie irgendwelche eigenen conroler anbieten und der amp nur mit dem steuerbar ist. ruehmliche ausnahme war da mein Behringer V-Amp, da liess sich wirklich alles ueber MIDI steuern.

ich hab den kleinen noch nicht getestet. aber er hat halt wahrscheinlich das gleiche problem wie alle kleinen, mit dem kleinen lautsprecher fehlt der druck einfach ... vor allem wenn man dann mal von den groesseren versionen mit dem 12" lautsprecher verwoehnt ist :D

hast du bei deinem eigentlich irgendwelche probleme gehabt, wie ich beschrieben hab? oder laeuft deiner sauber und stabil?
von Matthias
#69123
Ich hatte nur mal ein Problem beim Einspeichern eines Presets. Da hat sich der Amp "aufgehängt". Der Workaround im Peavey-Forum ist simpel und hat bei mir auch zu keinen weiteren Absturz geführt: Amp anschalten ohne Gitarrenkabel drin zu haben und nach der Lichtershow erst reinstecken.

Hat seit dem alles problemlos funktioniert und ich habe heute wieder zwei Presets ins Sanpera II einprogrammiert. :)

Soundtechnisch ist alles gut. Habe mir aber von einem Freund heute nen 2x3,5mm Klinkenkabel für meinen iPod mitbringen lassen, dass ich den Amp noch mehr laufen lass.
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von chris73
#69155
na super ;)
diese speicherabstuerze hatte ich am anfang auch ein paarmal, aber seitdem auch keine mehr ... und soundtechnisch ist er wirklich unschlagbar find ich :D
von SoEvilicious
#69689
Hey,
erstmal vielen Dank für den sehr guten Test!
Allerdings hätte ich noch ein paar fragen :P
1.)Kann man die Lautstärke auch so regeln,dass der im zimmer nebenan
nichts mitbekommt/nicht gleich Ohrenbluten bekommt?:D
2.)Welche Gitarre hast du verwendet,und würdest du meinen dass es sich
gut in Komination mit ner Ibanez GRG170DX anhört?
3.)Lohnt sich der Aufpreis vom 15er zum 30er wenn es einen nur um die
Effekte geht?

Das wären (bis jetzt :P) meine Fragen.Wäre nett wenn sie einer/du sie mir beantworten könntest :D

LG SoE ))==
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von salute_your_solution
#69690
SoEvilicious hat geschrieben:Hey,
erstmal vielen Dank für den sehr guten Test!
Allerdings hätte ich noch ein paar fragen :P
1.)Kann man die Lautstärke auch so regeln,dass der im zimmer nebenan
nichts mitbekommt/nicht gleich Ohrenbluten bekommt?:D
2.)Welche Gitarre hast du verwendet,und würdest du meinen dass es sich
gut in Komination mit ner Ibanez GRG170DX anhört?
3.)Lohnt sich der Aufpreis vom 15er zum 30er wenn es einen nur um die
Effekte geht?

Das wären (bis jetzt :P) meine Fragen.Wäre nett wenn sie einer/du sie mir beantworten könntest :D

LG SoE ))==
ich kann dir 2 beantworten ohne den peavy gesehen zu haben
zu 1.
ja kann man
du hast doch an einem verstärker nen "knopf"^^wo du volume einstellen kannst
den betätigst du um die lautstärke zu regeln
zu2.
kann ich leider nur zu 50%beantworten
und zwar hat er den test mit ner cort evl-z4 gemacht https://www.thomann.de/de/cort_evlz4.htm
ja mehr weiß ich nicht^^
von SoEvilicious
#69691
Vielen Dank für die schnelle Antwort :)!
Dass das Teil nen Regler hat ist mir auch klar :D,aber wenn man sieht wie laut das Teil schon bei Stufe 1,5 ist,dann Aiaiai :D...Wobei mir auch grade einfällt dass ne Gitarre auch einen hat :D
von defaultmind
#69694
Aber wenn du an der Gitarre runterdrehst hört sichs total bescheuert an xD
da is die ganze Zerre weg und der Druck :P
Das heißt:
Nie an der Gitarre runterdrehen , immer nur am Amp :b
von SoEvilicious
#69698
Also mit dem AMP gleich noch ein paar Gehörschütze und Dämmmatten mitbestellen?:D
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von salute_your_solution
#69701
defaultmind hat geschrieben:Aber wenn du an der Gitarre runterdrehst hört sichs total bescheuert an xD
da is die ganze Zerre weg und der Druck :P
Das heißt:
Nie an der Gitarre runterdrehen , immer nur am Amp :b
wiesom denn das gerade durch das rumdrehen bekommst du richtig geilem sounds^^
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von chris73
#69707
also eigentlich hat salute ja schon alles fuer mich beantwortet :D
aber trotzdem nochmal:

1. ja, du kannst ihn auch richtig leise drehen. allerdings ist der lautstaerkeregler gerade so im bereich von 0 - 2 sehr empfindlich, also man muss da wirklich milimeterweise drehen :D
aber er geht schon auch ohne dass es dir die fliegen in die tapete drueckt, keine angst ;)

2. jep, den test hab ich im wesentlichen mit ner Cort EVL-Z4 gemacht, allerdings nicht mehr mit den original PUs, sondern mit nem EMG81 und 85. aber ich hab auch meine alte Peavey Strat und jetzt natuerlich meine ESP damit ausprobiert und der amp klang mit allen gut. ok, die Peavey ist nur fuer clean zu gebrauchen, aber das liegt ja nicht am amp.
und deine Ibanez ist ja keine schlechte gitarre, ich denke schon, dass die am Vypyr ganz gut klingt.

3. der 30er hat außerdem einen MIDI anschluss, mit dem der amp per fussschalter bedient werden kann. außerdem koennen ueber diesen auch software-updates aufgespielt werden. und der grosse 12" lautsprecher macht sich auch ganz gut. also ich find den aufpreis schon lohnenswert.
von SoEvilicious
#69712
Ok vielen dank :).
Allerdings frage ich mich ob diese zusätzlichen effekte wie loop zu gebrauchen sind,ich kenn micht gar nicht aus und deshalb weis ich auchnicht was dass is und wozu man es braucht.Außerdem wäre dann noch die frage was mehr Zoll bringt,vorallem wenn ich es nur in einem kleinem Zimmer benutze.

(BTW: Ich habe eigentlich nur 100Euro für nen Verstärker zur Verfügung,allerdings hoffe ich nen gebrauchten zu bekommen,bzw ob ich doch lieber noch etwas sparen sollte)
Sry für die ganzen Fragen,MfG SoE ;)
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von chris73
#69716
ich find die effekte schon ganz cool, aber so intensiv brauchen tu ich sie nicht. allerdings wenn, dann benutz ich gerade welche aus der stompbox sammlung, wie z.b. den booster oder den compressor. aber es geht auch ohne, klar.
und wenn du wirklich nur leise spielen kannst, dann bringen dir die 30 watt und der grosse lautsprecher wahrscheinlich wirklich nichts.
von sebbo
#69894
Hi, bin auch auf der suche nach nem neuen amp und der hats mir irgendwie angetan. Also die effekte muss ich nicht unbedingt (zumindest vorerst) mit nem Fußpedal steurn, aber gibt es da überhaupt nen Anschluss für nen ganz normalen footswitch für clean/overdrive? :?
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von chris73
#69907
ne, das gibts in dem sinne nicht. der Peavey ist ja ein modelling-amp, also kein klassischer amp mit clean- und overdrive-kanal. von daher musst du dir zum umschalten zwischen clean und overdrive entsprechende presets programmieren und abspeichern. diese kannst du mit den preset-tasten am amp, oder eben mit einem MIDI floor board dann umschalten.
von sebbo
#69929
Aha! Danke für die Antwort. Bin jetzt eig nur noch am überlegen ob
ich den 30 oder 75W amp nehmen soll.
von GuitarSepp
#70434
also ich werd mir nächste woche definitiv den 75er beim händler abholen. hat jemand erfahrung mit dem sanpera 1 ? des 2er is mir ehrlich gesagt, ne^^ soviel geld geb ich nicht aus. des 1er kostet ja auch schon 79 €....
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von chris73
#70508
persoenliche erfahrung nicht. aber der beschreibun nach kannst du damit genau das machen, was ich mit meinem normalen MIDI board auch kann: die 12 presets am amp umschalten, den looper nutzen und du hast ein expressionspedal fuer volume/wah-wah.
mir persoenlich reicht das eigentlich. die einzige funktionalitaet, die ich wirklich vermisse ist die moeglichkeit, die tasten am MIDI board mit verschiedenen effekten zu belegen und die nach belieben zuschalten. das ging naemlich mit meinem V-Amp wunderbar, mit dem Vypyr nicht. aber das liegt an der MIDI implementierung des amps und das Sanpera II kann das laut beschreibung und der bestaetigung von Matthias auch nicht.
von sebbo
#75475
Hi, ich hab da noch ein Problem! Und zwar wäre ich mit dem Amp echt zufrieden, aber plötzlich kommt einfach kein sound mehr. Ich kann ihn anschalten, die LED´s leuchten und ich kann an den Einstellungen rumbasteln - also alles wie es sein sollte, nur ohne sound. Hat einer schon mal dieses Problem gehabt? Oder weiß einer woran es liegen könnte? :?
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von chris73
#75560
lass mich raten, ueber kopfhoerer gehts?
schonmal versucht den amp zu starten, ohne das gitarrenkabel eingesteckt zu haben?
auch mal versuchen, kopfhoerer einstecken, amp anmachen, amp wieder ausmachen, dann kopfhoerer ziehen.
dann auch in einer andern kombination, amp mit kopfhoerer anmachen, kopfhoerer ziehen, amp ausmachen. und als letztes amp anmachen, kopfhoerer rein, kopfhoer raus, amp ausmachen.

anonsonsten sieht es fast so aus, als haettest du leider so nen problem-Vypyr erwischt. dann bleibt dir nur zurueck in den laden.
von sebbo
#75730
Danke für die Antwort, aber das hat leider nicht geholfen. Ich muss ihn wohl zuürckschicken. :cry:
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von chris73
#75731
shit :?
das ist leider der grund, warum ich immer noch fuer anfaenger die Vox amps empfehle, weil ich mich immer noch nicht traue, den Vypyr bedenkenlos zu empfehlen.
ich bin von meinem zwar begeistert und hatte gott sei dank bisher auch glueck, dass er problemlos laeuft. aber es gibt leider nach wie vor immer noch probleme mit dem teil.
ich hoffe, du hast dann mit nem neuen oder reparierten mehr glueck ;)
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von Cy
#75866
hätte auch mal eine frage, hat der 15w amp auch einen fuzz?
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von chris73
#75924
ne, der fuzz ist bei den stompboxes dabei und die hat der 15W nicht.
von Matthias
#75989
So geil ich den Vypyr 75 auch finde, ich denke live hol ich mir doch nen vollwertigen Röhrenamp (und dann wohl doch kein Modeller), der nicht so oft abstürzt...
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von salute_your_solution
#75993
Matthias hat geschrieben:So geil ich den Vypyr 75 auch finde, ich denke live hol ich mir doch nen vollwertigen Röhrenamp (und dann wohl doch kein Modeller), der nicht so oft abstürzt...
und was kaufst du mir? :D
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von Cy
#76670
So hab mir den 30W jetzt auch mal geholt und bin richtig zufrieden damit :)
Nun hab ich ein paar fragen zu dem amp,

wie zum teufel funktioniert das stimmgerät?^^
wie kann man die einstellungen speichern?
wie kann man den octaver einstellen, sodass er nichtmehr so komisch "blubbert"?
bei mir komt trotz humbucker ein rauschen, woher kommt das?
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von chris73
#76798
Cy hat geschrieben:So hab mir den 30W jetzt auch mal geholt und bin richtig zufrieden damit :)
das ist schonmal gut. ich hoffe, das bleibt so ;)

Cy hat geschrieben: wie zum teufel funktioniert das stimmgerät?^^
du drueckst den amp regler fuer ca. 2 sekunden, dann kommst du in den stimmmodus. beenden tust du ihn, indem du nochmal kurz auf den amp regler drueckst.
wenn du dir den amp regler mal genau anschaust siehst du, dass innen neben den amp modellen noch notennamen neben den LEDs stehen. wenn du also eine saite anspielst, dann zeigen dir die LEDs, welcher ton erkannt wurde. wenn ein ton nicht ganz passt, leuchtet es rot, wenns genau passt leuchtets gruen.
daneben wird dir am effects regler noch angezeigt, wie genau ein ton ist. wenn irgendein LED links von der mitte leuchtet, ist der ton zu tief, wenn es rechts leuchtet zu hoch (in kombination mit rotem LED am amp regler).
wenn der ton genau stimmt, leuchten alle LEDs am effects regler gruen und das jeweilige LED am amps regler wird auch gruen.
Cy hat geschrieben: wie kann man die einstellungen speichern?
du hast unterhalb des stompboxes reglers ein kleines knoepfchen und 3 LEDs die mit A, B, C beschriftet sind. mit dem knoepfchen kannst du zwischen den drei baenken umschalten.
daneben hast du noch eine reihe mit 4 knoepchen und jeweiligen LEDs zur auswahl eines presets innerhalb einer der 3 baenke.
zum speichern stellst du also deinen sound ein, waehlst dann eine der baenke A, B, C aus, wo du den sound speichern willst, dann drueckst du das knoepfchen auf welchem preset du den sound speichern willst und haeltst das knoepfchen ca. 2 sekunden gedrueckt. das LED geht dann aus und wenn es wieder angeht, dann ist der sound gespeichert.
Cy hat geschrieben: wie kann man den octaver einstellen, sodass er nichtmehr so komisch "blubbert"?
gar nicht, dieses blubbern gehoert wohl zu dem effekt :D
aber wenn du die beiden effekt parameter weiter runterdrehst, dann wird das blubbern weniger.
Cy hat geschrieben: bei mir komt trotz humbucker ein rauschen, woher kommt das?
ein gewisses grundrauschen hat jeder amp, vor allem wenn du in einem verzerrten kanal bist und gain weit aufgedreht hast. wenn du dann noch bestimmte stompboxes wie den tubescreamer, das XR Wild oder den booster aktiviert hast, dann rauscht es noch mehr.
der Vypyr ist ansonsten allerdings relativ brav, was das rauschen angeht. also in einem clean-kanal rauscht bei mir gar nichts und selbst bei den high-gain amps ist es nur ein minimales grundbrummen. nur wie gesagt, mit manchen stompboxes wird es etwas lauter.
also allzuheftig sollte der amp nicht rauschen :?
salute_your_solution hat geschrieben:ich will mehr :D
nix da :twisted:
von SoEvilicious
#76862
So meine Gitarre ist endlich angekommen! =)=)=
Also ich find allem im allem ist der Peavey vypyr (15w) gut!
Vor allem der B-Kat ist ein richtig geiler Modeller ;).
Was mich aber sehr sehr sehr stark stört ist das man fast garnichts außer einem lauten rauschen(bzw. immer nur die Dominantere Note) hört wenn man die Modeller der rechten Seite auf dem roten channel ''anspielt''...naja...

BTW:Kann mir einer vielleicht sagen wie man die Gitarre und den Verstärker am besten Einstellt für Before I Forget von Slipknot?
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von chris73
#76867
mann, ist das ein chaos mit dem teil ... wenn der sound nicht so geil waere ... :(
also, dieses rauschen ist definitv nicht normal. bei mir rauscht da nichts, egal welches amp modell ich waehle und obs im green oder red kanal ist. habt ihr das teil nicht ausprobiert im laden oder per internet bestellt?
auf jeden fall, wenn das rauschen so extrem ist, zurueck mit dem teil, auch wenn es umstaendlich ist.

wenn ich jetzt richtig gezaehlt habe, sind in diesem thread 5 leute, die den Vypyr haben. der einzige der keine probleme hat bin ich ... das nenn ich mal ne scheissquote.

fuer slipknot probier mal die Krank simulation, die gefaellt mir dafuer gut. oder der Rectifier.
von SoEvilicious
#76872
Ne im Laden konnt ich den nicht ausprobieren , im Norden gibts ja nur Marshall , alles andere ist ja pfui o_o.
Habs nach dem Lesen des Threads dann bestellt.Ein Rauschen kann man das nicht nennen,es ist eher so das wenn ich die Tiefe E-Note spiele die anderen Noten fast nicht mehr zu hoeren sind(ganz schlimm ist es bei enter the sandman nach dem intro),wenn ich chords spiele ist das allerdings wieder anders.Also ein fehler isses nicht,eher liegts an mir :D

Weißt du vielleicht wie man die Gitarre stimmen soll? Alles auf "b"?(also bei before i forget)
von GuitarSepp
#76874
also ich hab mit meinem 75er bisher keinerlei probleme gehabt, die nicht auf mein versagen zurückzuführen sind. bin bisher top zufrieden
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von chris73
#76877
@SoEvilicious
ah, ok. das kannst du natuerlich selber besser beurteilen, ob das ein problem von dir oder vom amp ist.
was natuerlich schon der fall ist, die amps auf der rechten seite sind eher "dreckige" amps. da muss man etwas mit dem gain und dem bass aufpassen, sonst wird der sound schnell mal matschig. das ist aber bei den originalamps genauso

before I forget ist glaub ich in drop H.

@GuitarSepp
na, da bin ich ja froh, dass es doch noch mehr zufriedene Vypyr besitzer ausser mir gibt :D
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