Lehrer weg - und nun?

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eva!
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Lehrer weg - und nun?

Erstellt: von eva! » 25.02.2009, 18:24

Hi allerseits,

ich habe folgendes Problem:

Vor ein paar Monaten (3?) habe ich mit der Gitarre angefangen.

Zuerst hat mir ein Freund geholfen, der seit 10 Jahren spielt und ein echter Gott auf der Gitarre ist. Jetzt bin ich durch einen Umzug auf mich allein gestellt.

In den ersten zwei Monaten habe ich wirklich viel gelernt, meine Finger sind stärker geworden, auf den Fingerkuppen habe ich Hornhaut (er war ein erbarmungsloser Lehrer ^^) und die Akkorde habe ich raus und kann sie relativ flüssig greifen. Auch kleinere Zupf-Stücke hab ich schon drauf, wie das One-Intro (wer hätte es gedacht) kann ich recht flüssig spielen.

Seit einem Monat bin ich auf mich selbst gestellt, habe auch ein paar Aufgaben mitbekommen, komme der Bewältigung jener allerdings kein Stück näher. Ich kann die Rythmen nicht raushören, bin oft mit Griffen hoffnungslos überfordert, werde seltsamerweise beim Umgreifen nicht schneller und irgendwie kommt langsam Frust auf.

Ein neuer Lehrer kommt nicht in Frage, dafür reicht die Kohle im Moment einfach nicht. Ich bin wirklich motiviert und übe fleißig, trotzdem stagniere ich.

Was macht man in so einer Situation?

Es müsste dringend ein Erfolgserlebnis her :)

Übrigens, falls es hilft: ich spiele auf einer Akkustik-Gitarre mit Stahlseiten.

anna
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Erstellt: von anna » 25.02.2009, 18:32

hi,
ich hab zwar nicht viel Ahnung, weil ich noch nicht so lange spiele, aber ich denke du findest sicher Jemand, der mit dir spielt.
Es muss ja nicht unbedingt ein neuer Gott sein. Aber wenn man in einer Gruppe übt können sich ja auch Normalsterbliche helfen. Für mich wäre das jedenfalls eine Motivationsstütze.

:lol:
Es wird Wagen geben, die von keinem Tier gezogen werden und mit unglaublicher Gewalt daherfahren.

Leonardo da Vinci

eva!
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Erstellt: von eva! » 25.02.2009, 18:35

In neuem sozialen Umfeld ist sowas immer leichter gesagt als getan; und selbst wenn ich schnell jemanden finde, möchte ich bis dahin nicht untätig sein.

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Gitarrenpit
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Erstellt: von Gitarrenpit » 25.02.2009, 18:53

eva! hat geschrieben: jemanden finde, möchte ich bis dahin nicht untätig sein.


...und da liegt manchmal auch unser(grosses) Problem. Es ist wie mit einer Freundschaft, man benötigt auch einen gewissen Abstand zur Gitarre; immer nur üben ist auch nicht richtig. Ruhig mal ne' Pause von ein bis 3Tagen machen; auch wenn es schwer fällt. Und dann geht es nämlich wieder flott weiter. >So; Klugscheissmodus aus.< =)=)=

eva!
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Erstellt: von eva! » 25.02.2009, 18:58

Es geht ja nicht um drei Tage (auch wenn ich beim Gedanken, drei Tage gar nicht zu üben, schaudere), sondern eventuell um Wochen und Monate ;)

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Gitarrenpit
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Erstellt: von Gitarrenpit » 25.02.2009, 19:17

eva! hat geschrieben:Es geht ja nicht um drei Tage (auch wenn ich beim Gedanken, drei Tage gar nicht zu üben, schaudere), sondern eventuell um Wochen und Monate ;)



...genau dafür soll der Abstand ja dienen; weist Du was Morgen oder Übermorgen los sein kann. Dieses Vorausdenken ist ja das, was uns allen immer zu schaffen macht. Besser ist sich Zeit zu lassen, niemand drängt einen zu irgend etwas. Dann findet sich auch, meistens jedenfalls, ne' Lösung. ====))

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chris73
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Erstellt: von chris73 » 25.02.2009, 19:17

schau dich mal nach buechern um. da hast du zumindest einen vorgegebenen leitfaden und haengst nicht voellig in der luft. sehr beliebt sind die lehrbuecher von Bernd Bruemmer und Peter Bursch.

Joebot
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Erstellt: von Joebot » 26.02.2009, 00:13

Um Rhythmen heraus zu hören, solltest du mit Metronom arbeiten. Ich hab bis heute auch das Metronom immer beiseite gestellt, weil's einfach nervt. Dann hab ich es mal mit probiert und prompt hab ichs langsam kapiert.
Da du, wie ich, auch Westerngitarre spielst, lege ich dir das Zupfen ganz doll ans Herz, da kannst in in kurzer Zeit sehr viel lernen. Du sagst, du kannst flüssig greifen? Dann versuch dich mal an den ersten 4 Takten von "Classical Gas" von Mason Williams, ist nicht so schwer! (Den Rest kannste weglassen, da gehts dann ab)

Firrel1973
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Erstellt: von Firrel1973 » 26.02.2009, 10:28

Hallo Eva!,

ich kenn das Gefühl auch. Man will unbedingt weiterkommen, aber irgendwie klappt das nicht und für´n Lehrer ist irgendwie die Kohle gerade nicht da. Ich hab auch ne ganze Zeit lang "nur" mit Büchern und Youtube gelernt und das hat für die erste Überbrückungszeit auch gereicht. Jetzt hab ich einen Lehrer gefunden, der mich in eine Gruppe hat einsteigen lassen und das zu wirklich günstigen Preisen. Ich kann dir den Tipp geben, und das stimme ich Chris73 zu, sich Bücher zu beschaffen (ich kann noch die Bücher von Michael Lenger empfehlen). Da man ja oft nicht weiß, ob man mit einem bestimmten Buch zurechtkommt und dieses auch das richtige für einen ist, leihst Du dir vlt. das ein oder andere Buch erstmal aus der Bibliothek aus. Ich komme aus ner ziemlich kleinen Stadt, und unsere Stadtbücherei ist auf diesem Gebiet wirklich gut ausgestattet. Da ist für jeden Geschmack und jedes Level was dabei. Da mal nachzuschauen kann sich echt lohnen, und man hat dann vlt. das dringend benötigte Erfolgserlebnis. :)

Gruß

Werner

eva!
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Erstellt: von eva! » 26.02.2009, 19:15

Das mit den Büchern könnte mir durchaus helfen.

Vielen Dank für den Tipp, ich geh direkt morgen in die Bücherei.

Gerade versuche ich mich am Intro von "The Bard's Song" und es ist, als spiele ich erst seit heute, ich komm kaum weiter, langsam wirds frustrierend.

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ArCane
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Erstellt: von ArCane » 26.02.2009, 20:24

Dann spiel doch mal ein klassiker wie Knocking on Heavens Door.
Da du ja flüssig greifen kannst, dürfte das ja kein Problem für dich sein.

Sind ja nur G,D,Am und C die du brauchst bei dem Lied.

Vielleicht baut dich das auf :)

Joebot
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Erstellt: von Joebot » 26.02.2009, 20:34

Hallo, eva!

Wie greifst du denn den Bard's Song? Ich spiele seit 6 Wochen Gitarre und kann den flüssig durchspielen. Sag mir doch mal, wo du hängst, dann kann ich dir evtl helfen.

eva!
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Erstellt: von eva! » 26.02.2009, 20:50

Das erste Mal, dass es hängt ist schon im 4. Block:

Auf der B-Seite soll ich folgendes anschlagen:

1(Z)-3(R)-1(Z)-0H1(Z)

Hier hakt es schon, da ich den HammerOn im ersten Bund unheimlich schwer finde. Das geht, aber einfach nicht flüssig, obwohl ich es mir von GuitarPro immer und immer wieder vorspielen lasse.

Zu Knocking on Heaven's Door:

Echt nicht mein Lied, aber vielen Dank für den Tipp :)

Joebot
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Erstellt: von Joebot » 26.02.2009, 20:56

Spiel's ohne Hammer-On!

eva!
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Erstellt: von eva! » 26.02.2009, 21:00

Schlage ich dann nur die 0 oder nur die 1 oder beides in "rapid succession" an?

Noch eine Frage:

Bei vielen Liedern habe ich ja einerseits einen Part, wo ich jede Saite einzeln zupfe, dann wiederum Parts wo ich mehrere Saiten zum Anschlagen habe.

Was gewöhne ich mir da am besten an? Fleisch, Pick oder Nägel?

Joebot
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Erstellt: von Joebot » 27.02.2009, 00:35

Jup, einfach schnell nacheinander anschlagen, solange der Takt stimmt, ist das für jedes normale Ohr okay. Besser als dran zu verzweifeln!

Zu deiner zweiten Frage:
Ich denke, dass Nägel sich da bewähren sollten, schließlich hast du die immer dabei. Außerdem klingen die Saiten dabei schon bei leichten Berührungen schön klar.

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