Die Unterschiede: Akustik Western Konzert & klassischer Gitarre

Online-Ratgeber
von jule83
#334
Hey, ich spiele schon einige Jahre Gitarre aber nur so hobbyweise und daher relativ selten - bin also quasi immer noch Anfänger. Jetzt möchte ich mich wieder ordentllich dahinter klemmen und richtig loslegen.
Meine alte Konzertgitarre motiviert mich dafür allerdings weniger und möchte mir deswegen gern eine neue anschaffen. Bei dem Überfluss an Angebot kann ich mich nur leider gar nicht entscheiden...Halbakustik, Westerngitarre etc.

- Kann mir vielleicht jemand Tipps geben, welche Gitarre für welches Spielen geeignet ist?
- Oder wo genau die Unterschiede sind von diesen Gitarre:
  • Akustik
    Western
    Konzert
    Klassisch
Vielen lieben Dank für eure Hilfe.
jules
von westwind
#335
Hi jule83,

Du hast noch eine alte Konzertgitarre? Dann hast Du die eine Sorte Gitarren ja schon kennengelernt: Die klassische Gitarre (zwischen Konzertgitarre und klassischer Gitarre gibt es keinen Unterschied).

Die Konzertgitarre zeichnet sich durch die Verwendung von Naylonsaiten aus, welche Ihr Ihre typische Klangfarbe verleihen. (denke zum Beispiel an spanische Flamenco Gitarre)

Jede Gitarrenart verfügt über eine bestimmte Gitarrenform. Durch die unterschiedlichen Korpusform ist die Handhabung immer anders. Besonders bei Westerngitarren fällt der im Gegensatz zur Konzertgitarre große Korpus auf. Die Westerngitarre verlangt seinem Spieler auf Grund der schwer bespielbaren Bronzesaiten etwas mehr an Kraft ab als Naylonsaiten. Vom Klang her eignen sich Westerngitarren hervorragend für Folk-, Rock- und Blues. (Jack Johnson wirst Du bestimmt kennen - seine Songs klingen nur mit Stahlseiten, also mit einer Westerngitarre richtig gut).

Zu Westerngitarre wird auch Akustikgitarre, akustische Gitarre, Stahlsaitengitarre, Folkgitarre oder Dreadnought-Gitarre gesagt. Einige Bezeichnungen wurden aus dem Englischen übernommen. Lass Dich also nicht verwirren. :wink:

Besonderheiten der Westerngitarre:

- Stahlseiten
- Korpus
- gut zum Slide-Spiel geeignet

Bild

Unterschied: Konzertgitarre --> Westerngitarre

-breiteres Griffbrett
-geringere Saitenspannung
-andere Bauform


Generelle Unterschiede zwischen Gitarren

- Größe des Korpus (Handhabung)
- Stahl- oder Naylonseiten (Bespielbarkeit)
- Gitarrentyp (Klangfarbe und musikalische Vorliebe)

Alternativ kannst Du hier noch etwas nachlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Westerngitarre

Ich hoffe das hat Dir geholfen :)
Letzlich ist es Geschmackssache, weil jede Gitarre Ihren typischen Sound hat. Stell Dir also folgende Fragen:

Was für Musik willst Du spielen?
Welchen Klang willst Du?
Bevorzugst Du Fingerstyle oder Plektrum?
Machen Dir Stahlseiten was aus?
Kommst Du mit der Größe des Korpus zurecht?

Dann nimm Dir Zeit - geh in ein Musikgeschäft und probier es aus.
von Gast
#336
Hey westwind,

vielen lieben Dank für die Tips, hat mir schon sehr weitergeholfen.
Nur noch eine Frage, wie sieht es mit einer Halbakustik aus??? Ist es quatsch oder klingt sie besser??? Ich spiele hauptsächlich so typische Lagerfeuerlieder oder halt alles, was mir so vor die Nase kommt :D

jules
von Gast
#415
Hi!
Also eine Halbakustik ist ja, wie man sich denken kann und wie der Name sagt, halb akustisch und halb elektrisch. :D
Es kommt hier ganz auf den Verwendungszweck an, ob solch eine Gitarre für dich geeignet ist. Wenn du deine Lagerfeuersongs nur am Lagerfeuer spielst, rate ich dringend vom Kauf einer Elektro-Akustischen Gitarre ab. Kaufe dir lieber eine ganz normale Westerngitarre (Bodyform Jumbo oder Dreadnought, je nach Vorliebe), da diese ganz für den akustischen Gebrauch gebaut wurden, und einfach besser klingen. Elektro-Akustik macht nur Sinn, wenn du auch mit Verstärker spielen willst, in einer Band oder vor Publikum usw.
Generell würde ich raten, eine Gitarre mit massiver Decke zu kaufen. Boden und Zargen sind zwar massiv besser, sind aber kein muss. Und es drückt natürlich auf den Preis... :!:
Es gibt ja Elektro-Akustische Gitarren, die sehen so aus:

http://www1.gitarrebass.de/magazine/0405/ovation.jpg

Also zum Kauf von denen weiss ich nichts, aber ich denke mal, dass ich darüber nix weiss, heisst dass man die normal net braucht. Ich meine ganz ehrlich, die sehen komisch aus, und wie gesagt, wenn man mal ohne Verstärker spielen will, macht eine normale Westerngitarre oder so eine wie auf dem nächsten Bild einfach den weit besseren Eindruck.

Bild
So eine kauf ich mir übrigens bald! :wink:
Also, soviel dazu von mir,
Gruss Fussltastic
von Gast
#416
Ach so ja, eines noch:
Welche Hölzer für den Bau der Gitarre verwendet werden, macht natürlich auch einen riesigen Unterschied. Es ist hier jedoch schwierig, Tipps zu geben. Du musst einfach mehrere Gitarren in einem Laden spielen, und entscheiden, was dir gefällt.
In der Regel gilt, je härter desto besser, und die exotischen Hölzer machen aus deiner Gitarre auch einen Augenschmaus. Aber da kann der Unterschied zwischen Fichte und Zeder schonmal ein paar hundert Euro ausmachen.
Da Gitarren normal in Online Kaufhäusern billiger sind, machen viele das so: Erst in einen Gitarrenladen gehen und alle Modelle, die in Frage kommen, durchspielen, und dann das, was einem am besten gefällt, in einem Online Kaufhaus bestellen. Aber wenn man den lokalen Händler unterstützen moechte, ist es kein Fehler, die Gitarre dort zu kaufen. Die müssen ja auch von etwas leben :lol: ...
Ausserdem, sollte es mal ein Problem geben, sind die meistens freundlicher und hilfsbereiter, wenn die Gitarre von ihnen kommt. Und du hast den Vorteil, dass deine Gitarre von einem Profi auf Qualität geprüft wurde. In einem Online Kaufhaus kommen die Instrumente aus Kartons, die nie geöffnet wurden, da kann schon mal ein Überraschungsei der schlechten Art dabeisein...
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von mmnn
#21280
Hey

Ich wollte mal fragen was die Grundsätzlichen Unterschiede zwischen einer Konzert und Westerngitrarre ist. Ist der Klang anders? Oder nur die Optik?
Und wieso werden die Westerngitarren immer so verpönt?
:shock: :?

LG :D
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von Willaberkannnich
#21282
Eine Konzertgitarre hat Nylonsaiten, eine Western hat Stahlsaiten. Das Griffbrett bei einer Konzertgitarre ist in der Regel etwas breiter (so etwa 1cm, ja nachdem). Und der Steg ist anders, bei einer Konzertgitarre werden die Saiten meist festgeknotet, bei einer Western wird das ganz mit solchen Pins festgesteckt, am Ende der Saiten sind entsprechende Poller damit Sie nicht rausrutschen. Die Saitenspannung bei Westerngitarren ist wesentlich höher. Der Klang ist anders, Westerngitarren klingen schärfer, metallischer.
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von Mediachaos
#22652
..die Stahlsaitengitarre gibt es tendenziell in mehr Korpusformen als die Klassik.
Und in viel mehr Bauformen (gemeint sind z. B. Archtop, Selmer und Selmer/Maccaferri-Typen, Resonator-Gitarren etc...)
Die Mensur ist tendenziell etwas länger.
Der Hals weist im Gegensatz zur klassischen Gitarre meist eine leichte Wölbung in Querrichtung auf.
Die klassische Gitarre hat i. d. R. einen Fensterkopf mit offenen Mechaniken (immer drei Stimmwirbel auf einer Grundplatte).
Die Western hat heutzutage meist geschlossene Mechaniken, jeweils einzelstehend.
Im Hals verläuft meist ein (metallener) Stab, der dem Saitenzug entgegenwirkt und der einstellbar ist.
Sie ist i. d. R. lauter.
Häufiger als die Klassik mit einem Tonabnehmersystem ausgestattet.
und...
und...

Ein
von Gitarren-Duo
#22659
Na das frag ich mich aber auch wer Westerngitarren verpönnt? Derjenige hat bestimmt noch keine richtig gut spielen gehört. )()(
ich möchte meine nicht mehr hergeben!
von Duplo95
#22870
also ich meine das da eigentlich dur der klang anders ist, klar die obik auch aber es ist schon ein relativ großer unterschied!
Meine meinung :-)))
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von Domy
#30414
Wurde der Cutaway schon erwähnt? Der kommt meistens bei E- oder Westerngitarren vor, bei Konzertgitarren nur selten, soweit ich weiß.

Als Resumee könnte man schreiben, dass Konzertgitarren eher in Richtung "klassisch" oder zumindest nicht in Richutng "Rock/Pop" gehen und Westerngitarren meist besser in Bands o.Ä. sind, weil man sie einfach (auch ohne Verstärker) besser hört. Genaugenommen vielleicht nicht ganz korrekt, aber für Laien doch größtenteils zutreffend, oder? (Ich bin ja schließlich selber Laie :-P)
von Zebolon
#30930
Die Konzertgitarre ist auch leichter gebaut, als die Westerngitarre, du könntest also z.B. auch keine normalen Stahlsaiten auf eine Konzertgitarre aufziehen. Umgekehrt würde eine Westerngitarre keinen Klang entfalten, wenn man sie mit Nylon bespannen würde.
Außerdem ist auch der Steg anders positioniert um eine Bundreinheit mit den jeweils richtigen Saiten zu erzielen.
Die Konzertgitarre hat einen Steg der einen 90° Winkel zu den Saiten aufweist, bei der Westerngitarre ist der Steg praktisch leicht schräg angebracht.
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von Neo
#43081
Naja, als 'akustisch' bezeichnet man eine Gitarre, die nicht elektrisch verstärkt wird (also mit holem Resonanzkörper). Das Gegenteil dazu wäre ein E-Gitarre. Allerdings werden auch Akkustikgitarren mitunter verstärkt, das sind dann eben verstärkte Akkustikgitarren ;)
Akkustik ist eigentlich alles was hohl ist.

Western- und Konzertgitarren sind 2 Arten von Akkustikgitarren. Westerngitarren werden mit Stahlsaiten bezogen, bei Konzertgitarren sind die G-, die B- und die E-Saite aus Nylon. Zwischen diesen beiden Typen gibt es aber noch weitere Unterschiede in der Konstruktion.
Bei Westerngitarren gibt es wiederum verschiedene Formen, z.B. Dreadnought.

Und 'Klassikgitarre' ist soweit ich weiß nur eine andere Bezeichnung für ein Konzertgitarre...
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von Appeal.to.Reason
#43095
bei Konzertgitarren sind die G-, die B- und die E-Saite aus Nylon

alle Saiten sind aus Nylon...

Abgesehen davon das ne Western größer ist und 1000 mal besser klingt ist die Konzertgitarre noch im Aufbau anders. Z.b der steg. Der Korpus beginnt erst ab den 14.bund bei der western.. in den meisten fällen. western werden meistens durch tonabnehmer abgenommen... western haben schlagbretter
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von Neo
#43100
Loki hat geschrieben:
bei Konzertgitarren sind die G-, die B- und die E-Saite aus Nylon

alle Saiten sind aus Nylon...
Stimmt, allerdings sind die Bassaiten mit Kupfer- oder Silberdraht umsponnen.

Was 'besser' klingt kann man glaube ich so nicht sagen, ich mag Western auch lieber, doch das muss jeder für sich entscheiden.
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von Donnerland
#43113
Außerdem gibt es noch Wandergitarren, das sind Konzertgitarren mit einer kleineren Mensur und Stahlseiten.
Ein großer unterschied zwischen Konzert und Westerngitarren ist noch der: Westerngitarren haben ein gewölbtes Griffbrett (wie die meißten E-Gitarren) und Konzertgitarren haben ein gerades.
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von JT
#43155
ich finde westerngitarren mit stahlsaiten besser...die klingen 'voller und kräftiger' und sind, meiner erfahrung nach langlebiger ;)
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von ArCane
#43509
Hat hier eigentlich schon jemand komplett auf einer Westergitarre angefangen zu lernen?

Ist das Gefühl der Stahlsaiten vergleichbar mit den Nickelumsponnenen Saiten E A d der Konzertgitarre?

Ich frage deshalb, weil man sich ja an die kleine Halsbreite gewöhnen kann und da ich mich immer noch frage, ob ich mir Konzert- oder Westergitarre kaufen soll zum Üben (hab jetzt ein Schrottteil).

Ich habe Arbeiterhände, die bekommen relativ schnell Hornhaut. An den Fingern 1,2 ist sie schon recht gut. 3 macht sich so langsam und der kleine, der hängt irgendwie nach, da ich den viel zu selten nutze.

:)
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von Neo
#43686
ArCane hat geschrieben:Hat hier eigentlich schon jemand komplett auf einer Westergitarre angefangen zu lernen?
Ja, ich. :D

Ob das Gefühl von Stahlsaiten vergleichbar mit Nylonsaiten ist, dazu kann ich nicht viel sagen, da ich noch nicht oft auf einer Konzertgitarre gespielt habe. Sind halt härter.
Ich frage deshalb, weil man sich ja an die kleine Halsbreite gewöhnen kann und da ich mich immer noch frage, ob ich mir Konzert- oder Westergitarre kaufen soll zum Üben (hab jetzt ein Schrottteil).
Welcher Natur ist denn das "Schrotteil"? Western- oder Konzertgitarre?
Was heißt, man kann sich an die kleine Halsbreite der Western gewöhnen, wenn man von Anfang an Western spielt, braucht man sich gar nicht erst umzugewöhnen. ;)
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von takamine
#43700
Ich habe vor 8 Monaten meiner Frau eine Konzertgitarre geschenkt auf der ich dann selber angefangen bin zu spielen. Nach 4 Wochen habe ich diese aber gegen eine Westerngitarre umgetauscht. Der Sound der Westerngitarre hat mir einfach besser gefallen.... also unbedingt beide mal ausbprobieren. Die Stegbreite ist bei Westerngirarren meistens 43mm, also ein etwas schmaleres Griffbrett. Das mit den Stahlseiten und Finger tut weh ist Übungssache und wegen am Anfang ein paar schmerzenden Fingern würde ich den Sound einer Westerngitarre nie wieder hergeben. Hornhaut wächst von alleine.
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von ArCane
#43706
Hey,


jo die Hornhaut wächst bei mir jetzt nach einer Woche auch schon schön vor sich hin :)

Das Schrottteil ist ein Noname Produkt als Konzertgitarre, dort sind halt die E,A, und d Saite mit einer Ummantelung versehen, die tat mir anfangs auch weh, aber inzwischen hab ich mich dran gewöhnt.
Das Teil ist mir etwas zu klein, war ein absoluter Fehlkauf (3/4).
Die Stegbreite ist da 45 mm. Ich find es halt noch schwer da gescheit zu greifen ohne andere Saiten zu berühren.

Ich find den Klang einer Western auch geiler, passt auch eher zu meiner Musikrichtung. Jedoch dachte ich nur, zum Lernen wäre eine Konzertgitarre leichter. Zum Beispiel ein A Akkord ist für mich momentan noch unmöglich zu greifen, ich bekomm meine 3 Finger einfach nicht in den Bund rein. Meine Finger sind so zw. 17 und 19 mm breit (Finger 1,2 u.3)
Hier im Forum war mal ein Thread wo es um dieser Fingermessmethode ging.
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von Stratitis
#43710
...meint ihr mit der"Stegbreite" nicht die Sattelbreite ? Der "Steg" sitzt unten , wo die Saiten befestigt werden, der Sattel am Ende des Halses, da, auf der Kopfplatte, wo auch die Stimmwirbel (Mechaniken) sind ....:)
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von ArCane
#43714
Ja ich meine das zumindest :)

Dort ist bei mir auch ein weißes Kunststoffteil, wo die Saiten drüber laufen und sich schön einarbeiten...
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von Seb
#43803
bissl Hornhaut hast du ja schon da ist das bestimmt nicht so schlimm wenn du mit ner Western weiter machst ;)

wenn du schon sagst das dir ne Western klanglich besser gefällt dann solltest du dir auch lieber ne Western holen
macht auch mehr Spaß wenn einem der Klang und das Instrument gefällt was auch gut für die Motivation ist ;)
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von Scotsman
#43812
Ich würde sagen, es kommt ganz einfach drauf an was man spielen möchte. Ich denke, dass zum Beispiel ein Stück von Bach auf einer Westerngitarre genauso schlecht klingt wie Hells Bells auf der Konzertgitarre. Meines erachtens ist es so, dass jemand der die Konzertgitarre beherrscht, mit der Western und E- Gitarre weniger Schwierigkeiten hat. Es ist hier wie bei Klavier und Keyboard. Jemand der nur Keyboard gelernt hat, wird sich mit einem Klavier wahnsinng schwer tun, umgekehrt dagegen nicht. Ich spreche hier natürlich nur das reine bespielen des Instruments an und nicht die Technik drumrum.
von Maik
#43836
Ich würd nicht behaupten dass eine Westergitarre 1000mal besser klingt als eine Klassische Gitarre. Kommt immer drauf an wer mit der Gitarre spielt :-)

http://www.youtube.com/watch?v=tzw806Nx_Vg

Und jetzt könnt ihr euch streiten ob das eine Klassische Gitarre ist oder nicht.
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von ArCane
#43989
Die Länge der Mensur ist bei vielen Westerngitarren auch etwas kleiner. Sollte man bei der Westergitarre auf eine bestimmte Mensur länge achten?
Benutzeravatar
von Scotsman
#44021
@Maik

So sehe ich das auch. :D
von Wollfröschin
#53881
Hallöchen,
ich habe beides, eine Western und eine Konzert Gitarre. Ich spiele auf beiden Gitarren gerne...
Aber auch ich bin der Meinung, das die Western Gitarre sich besser anhört.
Da wir viel mit Wohnwagen und Boot unterwegs sind, ist es auch unterschiedlich welche Gitarre ich mitnehme... aber ohne fahre ich nie!

Grüße us Kölle von der Fröschin
von Gast
#146932
Ich habe eine Konzertgitarre und seit ein paar Jahren auch eine Western. Seit ich die Western habe spiele ich nur noch auf der, weil mir der Klang einfach besser gefällt, auch bei klassischen Stücken. Außerdem ist die für mich angenehmer zu spielen, da ich kleine Hände habe und das Griffbrett schmaler ist. Mit den Stahlsaiten hatte ich von Anfang kaum Probleme, da meine Fingerkuppen von der Konzertgitarre her durch Stundenlanges Spielen schon total verhornt sind. Lediglich wenn ich mehr als 2-3 Stunden am Stück spiele, spüre ich ein leises Zwicken in denselben, aber das ist zu ertragen, das passiert heute auch noch. Aber ansonsten bin ich froh, auf die WEstern umgestiegen zu sein.
von Plektrum
#154958
Hallo,

es ist eigentlich schon alles erklärt worden. Nur bezüglich des Sounds gibt es einige Falschaussagen. Es ist grober Unfug zu sagen "Eine Westerngitarre klingt besser als eine Konzertgitarre". In erster Linie kommt es auf den Einsatzzweck an.

Wenn man Akkorde für einen Countrysong schrubben will passt eine Westerngitarre besser.
Einen Flamenco könnte man z.B. auf einer Westerngitarre überhaupt nicht spielen.

Wenn man klassische Musik spielen will passt der Klang einer Konzertgitarre besser.

Bei einer Westerngitarre kann man nicht viel falsch machen, man schrubbt einfach mit einem Plektrum. Bei einer Konzertgitarre kann man dagegen einiges falsch machen. Manche spielen fläschlicherweise mit einem Plektrum auf einer Konzertgitarre und wundern sich über den dünnen Klang. Andere haben keine ausreichenden Fingernägel. Bei der Konzertgitarre kommt es für den guten Ton auf die richtige Zusammensetzung von Kuppe und Nagel und Übung an.

Diejenigen, die sagen, dass eine Konzertgitarre nicht gut klingt haben sie möglicherweise lediglich falsch gespielt, oder bevorzugen eine Musikrichtung, für die der Klang einer Westerngitarre besser passt.
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von chrisguitar
#157363
Kann meinem Vorredner nur zustimmen.
Habt ihr schonmal versucht die Saiten einer Westerngitarre einzeln mit euren Fingern zu zupfen?
A tut weh
B hört sich verdammt scheisse an


Zusammenfassend:
  • Konzertgitarre: breites Griffbrett, Nylonsaiten, verhältnismäßig kleiner Korpus, eignet sich besser fürs Zupfen einzelner Saiten mit den Fingern
  • Westerngitarre: dünnes und leicht gewölbtes Griffbrett, Stahlsaiten, größerer Korpus, eignet sich besser fürs Akkorde schrammeln mit dem Plektrum

In meinem Blog hab ich zu dem Thema einen längeren Beitrag verfasst.
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von Denis
#157390
chrisguitar hat geschrieben:Kann meinem Vorredner nur zustimmen.
Habt ihr schonmal versucht die Saiten einer Westerngitarre einzeln mit euren Fingern zu zupfen?
A tut weh
B hört sich verdammt scheisse an

Dann hör dir mal das hier an:


Wenn du dich an die Saiten mal etwas gewöhnt hast, ist zupfen mit der Westerngitarre kein Problem. Tut nicht so sehr weh und hört sich auch gut an. Ich nehm auch fürs Zupfen lieber die Westerngitarre.
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von chrisguitar
#157393
Sicherlich ist es möglich die Westerngitarre Fingerstyle zu spielen, aber doch eher exotisch.
Neben den harten Saiten ist es auch deutlich schwerer, weil die Saiten viel näher beieinander liegen.

Vielleicht ist es persönlicher Geschmack, aber die Brillanz der Metallsaiten passen nicht besonders gut zu dem Simon & Garfunkel Lied.
Der weiche, runde Sound einer Konzertgitarre wäre viel angemessener (in etwa so:
).

Nichts desto trotz ist es natürlich ein wunderschöner Song.
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von Funplayer99
#157438
Also exotisch ist Fingerstyle auf einer Western nicht, es gibt unzählige Gitarrenspieler die Pickings udn Fingerstyle spielen.Ein Beispiel ist z.B. das bekannte Lied "Streest of London"...gespielt und gepickt auf einer Western.fast jeder alte Folkblueser spielt Pickings auf einer Western oder Resonator...also es ist eher für mich normal Pickings auf einer Western zu spielen als dass ich mich als Exot fühle.

Zur Halsbreite und Aufbau der Gitarrenmodelle kann man in der heutigen Zeit neben den Western und den Klassischen Gitarren noch eine Gruppe zählen,das sind die modernen Nylon Gitarren...die eine Mischung aus beidem sind.
Der Hals ist schmaler als bei einer klassischen and in etwa so breit wie die Fingerstyle Modellen bei Western.Hals/Korpusübergang ist auch am 14.Bund und die Korpusform sieht auch eher aus wie bei einer Western und von der Mensur sind sie auch identisch.Meißt besitzen diese modernen nylons auch einen Halseinstellstab.

Hier nochmal die Auflistung:
Westerngitarre:Verschiedene Korpusformen wie Dread,Jumbo,Grand Audithorium etc,Halsbreite von 40mm bis 47mm Hals Korpusübergang bis auf einige Sondermodellen oder ältere Gitarren beim 14.Bund.

Klassische Gitarre:Korpusform bei fast allen Gitarren identisch..eben klassisch,Halsbreite um die 52mm,Halsübergang am 12.Bund,tratitionell ohne Einstellstab,immer Offene Kopfplatte (Fensterkopf)

moderne Nylon:Korpusform und Aufbau ähnelt der Western mit Grand Auditorium oder Jumboform,Halsbreite 45-48mm,Mensur wie bei der Western,besitzen oft auch einen Einstellstab,Fensterkopf

Ich selbst besitze eine solche moderne Nylon,weil mir das klassische Griffbrett einfach zu breit ist und mir auch der Klang dieser modernen Nylons eher zusagt als der einer klassischen Gitarre.Als passendes Gegenstück hab ich eine Western die von der Korpusform identisch ist .... Bilder könnt in meiner Galerie auf der Nickpage sehen. Es sind die Ibanez AEL 40 als Western und die AEL 50 als Nylon
von Mrs.Robinson
#269337
Noch eine doofe Frage. Benutzt man Plektrum nur bei Westerngitarren?
Benutzeravatar
von korgli
#269341
Hi

Keine Frage ist doof genug, dass man sie nicht beantworten kann. =)=)=
Nein, kann man mit allen machen.
Lass dich ja nicht abhalten von unkonventionellen Methoden.


Bemühe mal die Suchfunktion - ok ich weiss - die ist nicht besonders toll.
Aber infos über Plektren hat es wie sand im Ocean.

fredy
Benutzeravatar
von Kevenborstel
#269344
Nur eine nichtgestellte Frage ist eine doofe Frage ! Nein, Plektren benutzt / kann man für alle Gitarrenarten - Konzert, Western, E-Gitarre - benutzen. Es gibt sie in verschiedenen Stärken/Härten, mit und ohne lustigen Aufdruck und du solltest dir anfangs ein "günstiges" SET z.B. von Thomann kaufen, indem 10 oder 12 Stück (2,20) in verschiedenen Stärken sind. Dann kannst du herausfinden mit welchen du am besten zurechtkommst. Da Plektren ein komisches Eigenleben entwickeln und meistens Nachts auf Wanderschaft gehen und nicht mehr den Weg zurück nach Hause finden, sollte man immer einige auf Vorrat haben :lol: .
Je nachdem mit welchem Buch, oder Lehrer du lernst, wird das Thema wohl bald auf dich zukommen.
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