Anderer Klang der Gitarre

Allgemeine Fragen zum Gitarre lernen
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von OldieGuitar
#388103
Hi Leute, ich habe einiges über Gitarren gelesen(habe ja auch vor kurzem erst angefangen) dabei ist mir auf gefallen das preiswerte Gitarren im Klang schlechter beurteilt werden als Markengitarren, auch wenn die preiswerten Gitarren die selben Tonabnehmer haben. Wie kann das sein? Bei der E-Gitarre ist doch das Holz, egal, oder? Die Töne kommen ja aus den Tonabnehmern. Bei einer Akkustikgitarre wäre mir klar, das verschiedene Hölzer den Klang beeinflussen. ))==
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von startom
#388104
Hoi
Der Tonabnehmer nimmt einzig die Schwingung der Saite ab und wandelt diese in ein elektrisches Signal um, welches dann vom Verstärker ausgegeben wird.
Natürlich hat der Tonabnehmer grossen Einfluss auf den Klang (Stichwort: Singlecoil vs. Humbucker).

Für die Schwingung der Saite ist jedoch die Gitarre selber zuständig. Einfach gesagt: Ist das Schwingungsverhalten suboptimal, kann auch der beste Tonabnehmer nicht mehr das Maximum herausholen.

Der Ton wird nicht ausschliesslich vom Tonabnehmer geformt. Da ist die ganze Kette Gitarre - Tonabnehmer - Verstärker involviert. Schlussendlich ist der Klang nur so gut wie das schwächste Glied in dieser Kette.
von Vollröhre
#388105
OldieGuitar hat geschrieben: 14.05.2021 Hi Leute, ich habe einiges über Gitarren gelesen(habe ja auch vor kurzem erst angefangen) dabei ist mir auf gefallen das preiswerte Gitarren im Klang schlechter beurteilt werden als Markengitarren, auch wenn die preiswerten Gitarren die selben Tonabnehmer haben. Wie kann das sein?
Wo hast Du das gelesen? Bei den "Tests" die ich so lese, ist mir aufgefallen, dass es heute eigentlich keine schlechten Gitarren mehr zu geben scheint. Egal in welcher Preisklasse. Und wenn sie dann doch mal ne 400,-- Euro Les Paul von Epiphone mit ner Custom Shop von Gibson für 4000,-- Euro vergleichen, was sollen sie dann schreiben? Das die gleich gut klingen?
Wenn Du es selbst wissen willst, musst Du verschiedene Gitarren selbst in die Hand nehmen. Ohne jetzt selbst wahnsinnig viele Gitarren angespielt zu haben, weiß ich, dass es Unterschiede gibt, die man aber nicht unbedingt am Preis festmachen muss.
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von OldieGuitar
#388106
startom hat geschrieben: 14.05.2021 Hoi
Der Tonabnehmer nimmt einzig die Schwingung der Saite ab und wandelt diese in ein elektrisches Signal um, welches dann vom Verstärker ausgegeben wird.
Natürlich hat der Tonabnehmer grossen Einfluss auf den Klang (Stichwort: Singlecoil vs. Humbucker).

Für die Schwingung der Saite ist jedoch die Gitarre selber zuständig. Einfach gesagt: Ist das Schwingungsverhalten suboptimal, kann auch der beste Tonabnehmer nicht mehr das Maximum herausholen.

Der Ton wird nicht ausschliesslich vom Tonabnehmer geformt. Da ist die ganze Kette Gitarre - Tonabnehmer - Verstärker involviert. Schlussendlich ist der Klang nur so gut wie das schwächste Glied in dieser Kette.
Danke, das ist mir verständlich.
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von OldieGuitar
#388107
Vollröhre hat geschrieben: 14.05.2021
OldieGuitar hat geschrieben: 14.05.2021 Hi Leute, ich habe einiges über Gitarren gelesen(habe ja auch vor kurzem erst angefangen) dabei ist mir auf gefallen das preiswerte Gitarren im Klang schlechter beurteilt werden als Markengitarren, auch wenn die preiswerten Gitarren die selben Tonabnehmer haben. Wie kann das sein?
Wo hast Du das gelesen? Bei den "Tests" die ich so lese, ist mir aufgefallen, dass es heute eigentlich keine schlechten Gitarren mehr zu geben scheint. Egal in welcher Preisklasse. Und wenn sie dann doch mal ne 400,-- Euro Les Paul von Epiphone mit ner Custom Shop von Gibson für 4000,-- Euro vergleichen, was sollen sie dann schreiben? Das die gleich gut klingen?
Wenn Du es selbst wissen willst, musst Du verschiedene Gitarren selbst in die Hand nehmen. Ohne jetzt selbst wahnsinnig viele Gitarren angespielt zu haben, weiß ich, dass es Unterschiede gibt, die man aber nicht unbedingt am Preis festmachen muss.
Aber dann könnte man sich ja eigentlich alle Vergleichstest sparen, oder???
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von Software-Pirat
#388108
Na ja, das es heute keine schlechten Gitarren mehr gibt, heißt ja nicht, daß alle Gitarren automatisch gleich gut sind. Natürlich ist eine 4000€ Gibson besser als eine 400€ Epiphone. Das heißt aber noch lange nicht, daß die Epiphone schlecht wäre.
von Vollröhre
#388109
OldieGuitar hat geschrieben: 15.05.2021 Aber dann könnte man sich ja eigentlich alle Vergleichstest sparen, oder???
Im Prinzip schon. Zumindest im Sinne von "Stiftung Warentest". Es gibt ja zum Glück im Gitarrenbereich nicht so viele Vergleichstests. Jedenfalls sind mir keine bekannt. Auch scheint die Markenbindung der Gitarristen nicht so ausgeprägt zu sein, wie in anderen Bereichen.
Die üblichen "Testartikel" in Gitarre&Bass oder guitar sind in meinen Augen auch keine Tests sondern Produktvorstellungen. Ich finde diese Artikel aus Musikzeitschriften im Vergleich zu anderen (Hobby)Bereichen auch i.d,R. vernünftig geschrieben. Zwischen den Zeilen ist manchmal tatsächlich auch sowas wie Kritik zu erkennen.
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von OldieGuitar
#388115
Vollröhre hat geschrieben: 15.05.2021
OldieGuitar hat geschrieben: 15.05.2021 Aber dann könnte man sich ja eigentlich alle Vergleichstest sparen, oder???
Im Prinzip schon. Zumindest im Sinne von "Stiftung Warentest". Es gibt ja zum Glück im Gitarrenbereich nicht so viele Vergleichstests. Jedenfalls sind mir keine bekannt. Auch scheint die Markenbindung der Gitarristen nicht so ausgeprägt zu sein, wie in anderen Bereichen.
Die üblichen "Testartikel" in Gitarre&Bass oder guitar sind in meinen Augen auch keine Tests sondern Produktvorstellungen. Ich finde diese Artikel aus Musikzeitschriften im Vergleich zu anderen (Hobby)Bereichen auch i.d,R. vernünftig geschrieben. Zwischen den Zeilen ist manchmal tatsächlich auch sowas wie Kritik zu erkennen.
Die Tests / Produktvorstellungen in der Guitar oder in der Gitarre&Bass sind sehr oft an der Realität vorbei, finde ich. Da sind Ausgaben dabei da wird oft Equipment getestet / vorgestellt, welches sich in Preisregionen befindet, was sich Ottonormalmusiker nicht leisten kann. Klar hat dies auch eine Berechtigung zum Test, aber da diese Magazine och so denke ich mal vorwiegend von HobbyMusiker gelesen werden, sollten die doch ihr Augenmerk auf Equipment legen das sich auch der normale HobbyMusiker leisten kann. Was hab ich zum Beispiel von einem Heft voll mit Gitarrentests von Gitarren , die mehr als, ich sag mal 1200 €, kosten da ich mir diese niemals kaufen / leisten kann ?
Gut eventuell habe ich mit den Vergleichstest, nicht genau gesagt was ich meine, es gibt ja auch die Produktreviews auf Gitarrenseiten oder auf Handelseiten. Ich habe schon Berichte von Effektgeräten gelesen, die identisch waren in der Technik im Klang etc. aber das Gerät, wo den großen / bekannteren / Markennamen hatte, besser bewertet wurde als das Identische Produkt mit anderem Namen. Klar das Gehäuse ist natürlich anderes, aber das spielt doch beim Sound des Gerätes keine Rolle oder? Und solche Berichte habe ich auch über Gitarren gelesen.
von Vollröhre
#388116
Zumindest bei guitar hat man oft den Eindruck, es sei das Hausheft des Musicstore. Eigentlich ist in jeder Ausgabe was von "Fame" drin und immer gibt es dafür gute Bewertungen. Soweit ich "Fame" kenne, kann man das auch durchaus kaufen. Auch hat die guitar i. d. R. Gitarren aus allen Preissegmenten bei den Produktvorstellungen. Die "Wahrheit" gibt es dann manchmal auf deren YT-Channel. Ich erinnere mich an diesen Spark-Verstärker. Man lese zuerst den Artikel im Heft und schaue dann das Video. Da erkennt man deutlich, was der Verantwortliche von dem Artikel und dem Video wirklich von dem Teil zu halten scheint.

Die Sache mit dem Branding findest Du heutzutage überall. Schau Dir mal OLED TVs an. Da stecken bei allen Anbietern die gleichen LG-Panels drin. Steht aber auf dem Gehäuse der Name einer vermeintlichen deutschen "Premium"-Marke drauf, kosten die gleich deutlich mehr und sind "besser". Warum sollte das bei Gitarrenzubehör anders sein?
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