Lehrplan

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Alex1002
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Lehrplan

Erstellt: von Alex1002 » 14.09.2019, 14:45

Hallo,

ich bin aktuell an einem bekannten Problem dran und zwar mache ich keine Fortschritte in Sachen üben und besser werden.

Meine Frage:

Was für Pläne macht ihr euch bevor es ans üben geht und was übt ihr?

M.f.G

Alex1002

slowmover
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Re: Lehrplan

Erstellt: von slowmover » 14.09.2019, 21:26

Nun Du hast ja schon ein paar Jahre Erfahrung auf der Gitarre. Ob Du 1 Stunde im Monat oder am Tag übst ist ebenso wichtig wie das "WAS DU ÜBST". Ein paar mehr Details musst Du schon geben, wenn Du sinnvollen Input bekommen willst. Falls Du es aber so allgemein meinst, wie Du fragst:
Ich übe nur das, was ich für ein neues Stück brauche und wo ich Fortschritte mache. Als Hobbyspieler, der die Basiskenntnisse hat, kann ich auch damit leben, ein Stück aufzugeben wenn es zu schwierig ist. Ich möchte lieber etwas leichteren Sachen gut spielen oder schwierige vereinfachen statt schwierige Stücke verkrampft zu spielen. Also die Übungsphase ist für mich eher was, wo ich bei Stücken, bei denen meine Technik reicht, komplexe Passagen in mein mechanisches Gedächtnis bekommen will mit einem Fingersatz, der flüssiges Spiel erlaubt. Ich spiele etwa 1 Stunde am Tag, ca.10 Minuten Übephase und den Rest aus Spass.

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mjchael
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Re: Lehrplan

Erstellt: von mjchael » 15.09.2019, 12:01

Arbeidsbedingt übe / spiele ich gerade nach Lust und Laune Querbeet.
Will ich ein neueres Stück spielen wärme ich die Tonart und Skalen auf, und verschwende ein wenig Zeit nach einfacheren Lagen/Shapes zu suchen, und habe dann für die nächste Zeit ein neues Stück im Repertoire.
Die ganzen Carsting-Shows sind immer eine willkommene Gelegenheit was mitzuklimpern. Tonart ist schnell bestimmt, ggf. Capo gesetzt, und los gehts.
Nach einiger Zeit braucht man sich um die einfachen Skalen und Akkorde einfach keine Gedanken mehr zu machen.

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Andreas Fischer
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Re: Lehrplan

Erstellt: von Andreas Fischer » 15.09.2019, 20:18

mjchael hat geschrieben:Die ganzen Carsting-Shows sind immer eine willkommene Gelegenheit was mitzuklimpern. Tonart ist schnell bestimmt, ggf. Capo gesetzt, und los gehts.
Nach einiger Zeit braucht man sich um die einfachen Skalen und Akkorde einfach keine Gedanken mehr zu machen.


Offtopic aber das interesseirt mich schon lange.
Wie lerne ich das, etwas hören und einfach mitzuspielen?
Ich kann nichts auswendig und höre die Akkorde auch nicht raus, ... ich brauche immer Text und Akkorde oder eben Tabs, spiele nie ohne Notation, (es sei denn ich klimper so einfach vor mich hin) .... würde das aber gern lernen

On topic, ich übe leider viel zu wenig bis gar nicht , ich habe so viel Material zusammengetragen nach dem ich gern lernen/üben würde, ... aber ich bekomme das nicht regelmässig hin.

Was ich übe, wenn man es denn so bezeichnen kann, sind die Stücke aus meinem selbsterstelltem Liederbuch, mein Repertoire sozusagen, das erweitere ich ständig und spiele die Stücke darin fast täglich ein paar mal durch.
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Re: Lehrplan

Erstellt: von startom » 15.09.2019, 21:21

Andreas Fischer hat geschrieben:
Offtopic aber das interesseirt mich schon lange.
Wie lerne ich das, etwas hören und einfach mitzuspielen?
Ich kann nichts auswendig und höre die Akkorde auch nicht raus, ... ich brauche immer Text und Akkorde oder eben Tabs, spiele nie ohne Notation, (es sei denn ich klimper so einfach vor mich hin) .... würde das aber gern lernen

1. Harmonielehre Basics
Minimum: Welche Akkorde passen zueinander. Intermediate: Wie bilde ich Tonleiter (Intervalltraining). Advanced: Wie setze ich Akkorde zusammen aufgrund der tonartgebenden Tonleiter.

2. Ueben ueben ueben
Songs mit einfacher Struktur wählen (z.b. Kinderlieder, Kumbaya) und versuchen, nur mal den Basston rauszuhören und zu notieren, dann die Akkorde zuordnen. Bestimmte Kadenzen (Reihenfolge der Akkorde in einem Song) kommen immer wieder vor.

3. Anwenden
Melodien der Songs raushören und notieren, z.b. Refrains, Strophen, etc.
Basis hierfür ist das Intervalltraining (Tonleitern) aus Schritt 1. Populäre Intervalle hört man bald man raus und kann diese einfacher zuordnen.


By the way, das ist nicht nur offtopic, sondern auch ein Lehrplan, welchen ich die letzten sechs Jahre als Musiklehrer befolgt habe in meinem Unterricht. Hilft also auch dem Threadersteller.
Tom

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Re: Lehrplan

Erstellt: von Andreas Fischer » 15.09.2019, 21:49

Vielen Dank!
Ich kram dann mal ein paar Bücher zur Musiktheorie und Harmonielehre raus dich ich bisher alle nur gekauft und "angefangen" hab. Und beginne mit "1."
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Re: Lehrplan

Erstellt: von mjchael » 16.09.2019, 10:55

@ Andreas Fischer:
Die meisten Grundlagen dazu findest du in unserem Workshop: Akkorde heraushören
Da:
• Tonart mittels Improvisationsskalen bestimmen
Sobald die zugrundeliegende Dur-Tonart bestimmt ist, kannst du loslegen zu improvisieren.
• Die 6 wahrscheinlichsten Akkorde laut Quintenzirkel bestimmen
Eigentlich muss ich die nicht erst heraussuchen, die weiß ich dann einfach.
Tipps im Umgang mit Tonarten Und ich setze den Capo so, dass ich eine gefälligere Tonart erhalte, wo ich noch einfachere Griffe habe, wo ich einfach noch mehr Routine habe.
• Versuchen typische Akkordfolgen herauszuhören
Das geht bei den einfachen Popsongs fast automatisch. Sehr viele sind sehr einfach gestrickt, dass da kein großes Geheimnis dahinter ist.
Einfache Volkslieder mit 3 Akkorden bekommst du auch ohne Liedblatt begleitet. Nicht viel anders verläuft es, wenn bekannte Standardakkordfolgen oder Klischees beteiligt sind. Und wenn ich die auf die Schnelle nicht heraushören kann, improvisiere ich einfach frei mit der gefundenen Tonleiter.

Wenn du die Grundlagen drauf hast, schaue dir noch folgende Artikel an.
Tonleiterfremde Akkorde
Akkordfolgen erweitern
Die sind alle in unserem Forum entstanden, und wurden auf die Wikibooks raufgeschaufelt.
Damit hast du gut 95% der Theorie drauf, die du für Rock- Pop- und Schlager brauchst.
Was fehlt, sind die Jazz- und Blues-Sachen, die man aber hinten an stellen kann.

Und glaube aber nicht, dass ich jedes Mal ein perfektes Solo hinlege. Manchmal gurke ich da auch nur herum. Aber das ist mir dann auch egal, denn es geht ja nur ums Üben. Und oft fällt dabei eine Idee für ein Fingerstyle für den Hausgebrauch ab, dass ich dann anschließend erarbeite. Die sind dann auch nicht auf dem Niveau von einem Tomy Imanuel oder Sungha Jung ,sondern einfach gestrickt, wie etwa die Sachen vom Voggenreiter Verlag.

@Alex1002: Die Infos können auch für dich sehr interessant sein. Das sind die allermeisten Basics, von denen Startom gesprochen hat.

Gruß Mjchael

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Re: Lehrplan

Erstellt: von Andreas Fischer » 16.09.2019, 21:16

Danke für die Infos:
Ich geh das Thema dann jetzt mal endlich an.
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Re: Lehrplan

Erstellt: von mjchael » 16.09.2019, 22:35

Tu das! ()/
Ich wage mal zu behaupten:
Kompakter wirst du diese Fülle an Information nirgendwo anders dargestellt bekommen.

(Wenn doch: her mit dem Link :D )

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Re: Lehrplan

Erstellt: von Alex1002 » 25.09.2019, 13:45

Vielen dank für eure Antworten.

M.f.G

Alex.W

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Re: Lehrplan

Erstellt: von Vollröhre » 05.10.2019, 10:47

Andreas Fischer hat geschrieben:Offtopic aber das interesseirt mich schon lange.
Wie lerne ich das, etwas hören und einfach mitzuspielen?


Ich hab grad zufällig was entdeckt, was evtl. unterstützt: Von Yamaha gibt es für Android eine kostenlos App, die Akkorde erkennt und auflistet. Man braucht "nur" den Song als z.B. mp3-Datei. Nach der Analyse kann man den Song abspielen lassen und die Anzeige hüpft kontinuierlich von Takt zu Takt. Die App heisst "Chord Tracker". Ich habe zwei Songs ausprobiert und das Ergebnis ist überraschend gut.

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Re: Lehrplan

Erstellt: von mjchael » 05.10.2019, 12:33

Das funktioniert bei runtergeladenen Videoclips und MP3, aber nicht bei einer der Carstingshows im Fernsehen.

Und wenn man mal das bestimmen der Tonart bei einfachen Liedern (also nicht gerade schräger Jazz oder Bossa-Nova oder so was) gelernt hat, dauert es nur wenige Sekunden, bis man mitspielen/improvisieren kann. Also viel schneller als jede Software.

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Re: Lehrplan

Erstellt: von Vollröhre » 05.10.2019, 13:11

Ich verstehe ja, was Du mir sagen willst. Ich schrieb deshalb auch "unterstützt". Natürlich ist es besser, seine Fähigkeiten zu verbessern.

Andererseits, wenn es so einfach ist, aufgrund der Tonart Akkorde zu erkennen, warum gibt es dann haufenweise Songbooks, bei denen einfach nur über den Lyrics die Akkorde stehen? Warum gibt es ultimate-guitar?

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Re: Lehrplan

Erstellt: von Andreas Fischer » 05.10.2019, 15:20

Danke, solche Apps finde ich super
Ich nutze dafür Riffstation auf dem PC

ABER würde ich die Akkorde selbst erkennen, bräuchte ich solche Apps nicht und ich würde das gerne lernen.
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Re: Lehrplan

Erstellt: von slowmover » 05.10.2019, 17:15

Naja,
wenn ich mir Akkorde per Software raussuchen lasse, oder durch Songbooks oder Chords aus dem Internet raussuche, ist da nichts gegen zu sagen. Aber der Schritt zum problemlosen Begleiten von 3 oder 4 Chord-Songs mit den üblichen Progressionen ist ein wirklich kleiner. Man muss ihn nur gehen. Der Workshop Akkorde raushören schult natürlich auch das musikalische Verständnis.

Wenn es nur ein Hauch komplizierter wird, helfen einem die Namen von Akkorden kaum weiter. Beispiel: Like a Rolling stone. Bob Dylan nuschelt seinen Sprechgesang, die aufsteigenden 5 Tönen finden in der Begleitung statt. Wenn man nicht erkennt, dass Sänger und Begleitakkorde (C-Dur/Dm/Em/F-Dur/'G-Dur) quasi die Rollen getauscht haben, wird man durch falsches Voicing der Akkorde schnell die Linie zerstören. Viele erweiterte Akkorde entstehen auch nicht aus harmonischem Grund der Begleitung sondern wegen einer Basslinie/Walkingbass oder einer Melodielinie an anderer Stelle. Wenn man angefangen hat, die Ohren zu benutzen entfaltet sich in Kürze eine völlig neue musikalische Welt.

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Re: Lehrplan

Erstellt: von Andreas Fischer » 05.10.2019, 20:06

Ich finde auch es lohnt immer sein Gehör zu trainieren. Ich habe dazu sogar Software und Apps angeschafft. Wohlgemerkt zum Gehörtrainung und NICHT zum Akkorde raushören, denn das möchte ich ohne App allso selbst können.
Ich habe auch bestimmt achthunderttausendundneun mal damit zu üben angefangen aber leider nie lang und ausführlich genug. (Ich habe halt so viele Interessen das eigentlich alle zu kurz kommen) Aber in den letzten Tagen/Wochen bin und bleibe ich dran und mache endlich Fortschritte die mir auch helfen.

Ich denke ein (Lehrn)plan macht da Sinn und hilft das Üben nicht zu "vergessen".
Es sollten nur die richtrigen und nicht zu viele verschiedene Dinge drauf stehen ;-)
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Re: Lehrplan

Erstellt: von Andreas Fischer » 05.10.2019, 22:07

Nachtrag:
Thema Gehörbildung/Gehörtraining
Genau dazu habe ich aber auch noch eine Frage.
Erst einmal eine an die Moderatoren: Eventuell macht es aber dann mittlerweile auch Sinn das Thema zu teilen, in "Lehrplan" (ursrünglich) und "Gehörtraining" (neues Thema)?

Und nun die an den "Schwarm"
Ich checke gerade unter anderem eine Earmaster 6 Version die ich noch auf dem PC hatte und bei der ich die testphase noch nicht abgeschlossen hatte.
Denke auch darüber nach mir die neue Version 7 zu kaufen für ca 60 Euro.
Mit der neuen Version kann man sogar "Singen vom Blatt und dabei Töne treffen" (für mich interessant) üben. Und und und vielers mehr.

Wer kennt diese und kann was dazu sagen,... ?
Wer kennt empfehlenswerte Alternativen, ... ?
Wer hat sonnst eine Meinunmg dazu ... ?
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Re: Lehrplan

Erstellt: von mjchael » 06.10.2019, 12:29

Die 60,- € kannst du dir sparen, denn es gibt dazu zahlreiche alternative Freeware und Apps.

Solfege ist eines der bekanntesten unter ihnen, mit ähnlichem Funktionsumfang.
https://www.schulmusik.org/linksammlung.php (mit weiteren interessanten Links)

Das, woran ALLE Gehörtraining-Programme leiden, ist, dass sie Intervalle und Akkorde ganz mechanisch trainieren, ohne Einbindung in ein modales (melodisches) oder funktionales (harmonisches/ akkordbezogenes) Konzept.

Dies ist aber meines Erachtens notwendig, um das Trainierte dauerhaft im Gehirn zu verankern.

Ich habe folgendes hier bestimmt schon einmal gepostet:
Jemand bat mich mal, einen Durakkord zu singen. Ich habe hoffnungslos versagt.
Daraufhin sollte ich mal "Alle Vögel sind schon da" ansingen, und siehe da, mit den ersten 4 Silben konnte ich doch einen Durakkord singen.

Intervalle mit Liedanfängen zu !ernen, würde die mechanische Übungen der Software erheblich vereinfachen.

Statt Liedanfänge nimmt man später die Solmisationssilben
Do Re Mi Fa So La Ti Do

Man beginnt mit den Tönen des Grund-Durakkord.
Do Mi So Do

Das entspricht je nach Tonart
C E G C oder
E G# H E etc.

Das übt man in allen Varianten.
Dann kommen die Töne der Pentatonik hinzu.
do RE mi _ so LA _ do

Dann die Leit- und Strebetöne
do re mi FA so la TI do

Alles mit zig Tonbeispielen geübt.

Jede Silbe erhält einen Charakter ähnlich wie ich die Akkordfunktionen (Tonika Dominante Subdominante) auf den Wikibooks charakterisiere.

Obgleich die Vergleiche hinken, verankert sich das Wissen zuverlässig im Gehirn und die mechanischen Übungen der Software machen dann mehr Sinn.

Ich singe zwar nicht mehr im Chor, aber bei neuen Liedern habe ich immer zuerst den Grundton gesucht, den Durakkord gesungen, Pentatonik gesungen, und die Leittöne gesungen, und dabei die entsprechenden Positionen im Notensystem gesucht.

Ich nenne das für mich Einnorden.

Wenn die Stücke nicht zu kompliziert waren, konnte ich sie meist recht gut vom Blatt singen oder mal die Stimme (Bass, Barriton, Tenor) wechseln, wenn buchstäblich Not am Mann war.

Aber man entwickelt kein absolutes Gehör, sondern ein relatives, das immer die Tonart, die Akkorde (Harmonien der anderen Stimmen) und nicht zu vergessen den Nachbarn, der die Stimme kann, mit einbezieht.

Es spielt so vieles mit, was das Noten vom Blatt singen angeht, dass leider von den Programmen vollkommen außer Acht gelassen wird. Dabei würde der Mehraufwand an Wissen und Lernen die Sache erheblich vereinfachen und beschläunigen. (Was ebenfalls alles zum Thema Lehrplan passt. ) Leider sind eine alten Bücher und Hefte zu dem Thema alle aus em Leim gegangen, und leider auch nicht mehr erhältlich. Höchstens noch als Antiquariat.

Google mal nach Solmisation oder Do Re Mi oder Tonika-Do-Methode.
Es gibt reichlich Material nebst Videotutorials im Netz.

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Re: Lehrplan

Erstellt: von Andreas Fischer » 06.10.2019, 18:33

Ich verstehe nicht mal die Hälfte von dem was du da schreibst ;-)
Das ist dann auch wieder so viel das ich nicht wüsste wo ich anfangen siollte.
Daher mein Wunsch nach einer Software bei der ich einfach Schtritt für Schritt vorgehe.

Solfege habe ich mir gerade installiert aber intuitiv finde ich mich da nicht zurecht.
Deshalb denke ich immer noch über Earmaster nach weil es mir einfach Zeit sparrt.

Wie auch immer, Akkorde raushören steht auf dem Programm, da folghe ich den weiter oben genannten Tipps.
Singen vom Blatt will ich auch unbedingt üben da ich jetzt einem Chor beigetreten bin und esmich da weiterbringt.
Alles weitere , besonders bezügflich Gehörtraining, muss sich noch finden

Das mit der Solmisation habe ich nie verstanden. Und jetzt gerade mal wieder über 10 Browserfenster zum Thema geöffnet und bin überfordert.

Ich muss zu diesen Themen, um wieder On Topic zu sein, wohl einen Lehrplan finden
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Re: Lehrplan

Erstellt: von mjchael » 07.10.2019, 10:12

Wenn ich dir nur die Sachen sage, die du schon weißt, bräuchtest du nichts zu lernen.
Ich hab die Sache nur angerissen und hier kein Tutorial geschrieben.

Die Tonika-Do-Methode geht letztlich auf Guido von Arezzo zurück (um 1000 n.Chr.), also eine Methode die seit nunmehr 3000 Jahre funktioniert, um zu Lernen, Noten vom Blatt zu lernen. Die ursprünglichen Silben haben sich nur unwesentlich verändert. (Ut wird zu Do / / Sol wird zu So)

Die Methode kursiert unter vielen Namen Tonika-Do: was soviel heißt, das Ton- und Intervall-Verständnis vom Grundakkord (Tonika) und Grundton einer Durtonleiter (Do) her aufzubauen.

Solmisation: Tonstufen auf bestimmte gleichbleibende Silben zu singen. Es gibt mehrere Silben-Systeme wobei Do Re Mi Fa So La Ti Do weltweit die kannteste und am weitesten verbreiteste ist. Neben ein paar unbedeutende andere Systeme gibt es im orientalischen und asiatischen Kulturraum andere Ton- und Silbensystheme die man ebenfalls Silmisation nennt.

Solmisation geht auf die Silben So(l) und Mi zurück
Solfegio geht auf die Silben So(l) und Fa zurück
Tonic-Sol-Fa ist in der USA üblich.
Für Suchmaschinen verwendet man gerne Do-Re-Mi

Die verschiedenen Namen kommt wohl daher, dass sie weitverbreitet ist und jedes Land seine eigene Bezeichnung hat, und die einschlägigen Lehrbüchern in den Ländern mit anderen Silben angefangen haben.

Wie gesagt, trotz der Namensverwirrung hat sich die Methode weltweit bewährt. Daher lohnt es sich mal nach einem Online Kurs zu suchen, von dem es zwei oder drei kostenlos auf YouTube gibt.

Um alles zu verstehen, was dahinter steht, muss man sich damit beschäftigen und mal ein oder zwei Übungen machen um zu sehen, wie einfach es geht, es zu lernen Noten vom Blatt zu lesen.

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Re: Lehrplan

Erstellt: von Andreas Fischer » 07.10.2019, 10:27

Videos dazu gesehen ca 5
Online Artikel (inkl Wikipedia) ca 4
Verstanden das Grundprinzip
Übungen dazu gemeistert ca 0 ;-)

Aber das reicht mir zum Thema Solmisation auch erst einmal.
Ich will klassische Noten vom Blatt singen, mache ich ja auch im Chor in dem ich seit ein paar Wochen bin, .... und das möchte ich eben auch zusätzlich zu den Proben üben.

Derzeit nutze ich ca 4-5 vverschiedene Programme/Apps zu diesen Themen, Gehörbildung und Singen, Akkorde erkennen, usw, ich denke ich werde das auf 1-3 Apps reduzieren und dann muss das reichen, Zusätzlich ist da ja noch dein Workshop

So ist erst einmal mein Plan
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Re: Lehrplan

Erstellt: von mjchael » 07.10.2019, 10:41

Wenn ich schnell eine Melodie lernen musste, hab ich mir diese als Midi erstellt.

Mit dem VanBasco-Player habe ich mir dann die Stimmen wie ich sie brauchte mal stumm, mal solo mal mit Akkorden (easyABC) mal nur mit Sopran oder Bass abspielen lassen, biss sie saß.

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