Geht das auch auf der Gitarre so schön?

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Geht das auch auf der Gitarre so schön?

Erstellt: von Rocks4Life » 13.06.2019, 22:59

Hallo zusammen,

mich hat doch heute die Lust gepackt, mich nochmal ans Klavier zu setzen...
Dabei hab ich eine kleine zweistimmige Melodie geschrieben, die teilweise kontrapunktisch läuft.
Ich wollte die gern auf GItarre übertragen, meint ihr das funktioniert genauso schön wie das Orgelsetting auf Klavier?
Sobald ich den Song selbst fehlerfrei spielen kann (ich spiele nicht gelernt Klavier, klimpere eher ab und zu),
schicke ich euch natürlich auch gern die Klavierversion :-)
Stückchen ist im Anhang.

Liebe Grüße

Svenja
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"it´s better to burn out than to fade away."

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mjchael
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Re: Geht das auch auf der Gitarre so schön?

Erstellt: von mjchael » 13.06.2019, 23:47

Wenn ich es richtig gehört habe, kommen nur 3 Akkorde vor.
A D und E
Das Lied erinnert mich an den Refrain von "Die Rübe" aus dem "Liederbuch" aus der Reihe Studenten für Europa. (Liderkiste, Liederwagen, Liederkorb...)
Mit kleinen Abstrichen sollte es möglich sein.
Wenn du die Noten noch besser auf Gitarre umsetzrn willst, setze es einen Ton tiefer auf G-Dur, wo du es meist leichter mit Harmonien und Bassläufen hat.
Käme aber auf die genauen Noten an, ob ich lieber in A bleibe oder doch nach G wechsle.

Versuche es halt einmal.

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Re: Geht das auch auf der Gitarre so schön?

Erstellt: von Rocks4Life » 14.06.2019, 15:21

Hi,

Ich hab die geschriebene Melodie mal mit der GItarre begleitet.
Meine Akkorde sind G, C und F...
Mal sehen was ich da so hinkriege. Auf Klavier ist es doch etwas einfacher...

Liebe Grüße
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Re: Geht das auch auf der Gitarre so schön?

Erstellt: von mjchael » 14.06.2019, 20:33

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Re: Geht das auch auf der Gitarre so schön?

Erstellt: von Rocks4Life » 15.06.2019, 19:01

So.
Die Audios sind jetzt mal mit allen Spuren zusammen, einmal clean und einmal Orgelsetting.
Also oben Melodie, dann drunter die Harmonie/zweite Stimme, und untendrunter der Bass...
Screenshot 2019-06-15 18.59.30.png
Screenshot 2019-06-15 18.59.30.png (153.63 KiB) 353 mal betrachtet

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Die Midis werden ja auch immer besser, wahnsinn...

Liebe Grüße

Svenja
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Re: Geht das auch auf der Gitarre so schön?

Erstellt: von mjchael » 15.06.2019, 20:58

Wenn du Midis hast, zippe sie und lade sie dann hoch (funktioniert auch mit TuxGuitar-Dateien)
Du sparst dir das Konvertieren, und reduzierst das Datenvolumen um das hunderfache.

Ansonsten:

Glückwunsch zur Gitarrenversion!
Jetzt geht es ans Spielen-lernen.
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Re: Geht das auch auf der Gitarre so schön?

Erstellt: von Rocks4Life » 15.06.2019, 21:28

Hi,

Oh danke für den Zip-Tipp ;D das mache ich beim nächsten Beitrag besser.
Ja, das Spielen wird noch witzig. Am Klavier sind es ja einfache Quinten Quarten etc.
Auf der Gitarre... könnte man da auch die kontrapunktischen Teile zusammen mit einer Gitarre spielen? Also so, dass man quasi über Fingerpicking die zweite Stimme unter die Melodie zupft...
Oder ist es sinnig da zwei Gitarren zu nutzen?

Liebe Grüße

Svenja
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Re: Geht das auch auf der Gitarre so schön?

Erstellt: von mjchael » 16.06.2019, 22:02

Ich habe hier jüngst ein französisches Folkstück als Fingerstyle. arangiert. Da habe ich auch eine Variante für Sologitarre und für ein Duo arangiert. Das Solostück. ist deutlich einfacher arrangiert als das Duo, weil man nicht alle Intervalle gleich gut darstellen kann. manchmal ist es günstig die Stimmen zu tauschen, um eine günstigere weite Lage zu haben. Wie oben schon gesagt, muss man mitunter Kompromisse eingehen.
Trotzdem lohnt sich die Mühe, weil es dir auch sehr dabei hilft, einfacher gestrickte Stücke zu arrangieren.

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Re: Geht das auch auf der Gitarre so schön?

Erstellt: von Rocks4Life » 17.06.2019, 06:46

Hi,

Dann bin ich ja beruhigt.
Die einfache Akkordbegleitung klingt ja auch ganz nett. Da ich den Bass ebenfalls kontrapunktisch zur Hauptstimme geschrieben habe nimmt der dann das mit was die zweite Gitarre nicht schafft.
Vielen Dank!

Liebe Grüße

Svenja
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Re: Geht das auch auf der Gitarre so schön?

Erstellt: von slowmover » 17.06.2019, 10:52

Hallo Svenja,
erst mal Glückwunsch kompositorisch ist das schon richtig gut. Aber mit dem Tempo und mit den Betoniungen (die allerdings auch am Midi liegen) werde ich n icht warm.
Du nennst es Church Song. Da würde ich max. eine Courante erwarten (Dass man bei 3/4 Takten schnell an Tänze denkt, ist halt so). Also getragener und seriöser als Dein mp3. Deine mp3 machen es durch die vielen 1/8 und das hohe Tempo noch hektischer als eine Gaillarde (Hüpftanz). Natürlich kenne ich die schnelle Zwischenspiele auf der Orgel zwischen den Passagen eines Chors. Aber Dein Song läuft natürlich up-tempo durch.
Also ich bin gespannt wie es klingt wenn Du das mal entspannt und langsam spielst. Einen Satz als 4/4 wie eine Allemande davor würde das Ganze wahrscheinlich nach Tylman-Susato klingen lassen.
Orgelstücke klingen häufig hektisch und sperriger auf anderen Instrumenten. Auf der Orgel mag Dein Church Song auch ohne Anpassung funktionieren, auf der Gitarre nicht.
Du sprichst häufig von Kontrapunkt. Scheint ein Thema zu sein welches Dich fasziniert. -Während am Piano die Hände noch relativ unbhänging von einander sind und sich höchstens im gleichen Oktavrahm in die Quere kommen, ist die Stimmführung auf der Solo-Gitarre schon schwierig, wenn man die Geichberechtigung der Stimmen zelebrieren will. In deiner Komposition nutzt Du die Möglichkeiten der Seitenbewegung wenig aus, während Du auf Gegenbewegung achtest und die harmonischen Regeln für Parallelbewegung meist befolgst.
Aber dieser Einwand gilt wohl eher insofern, als das ich mir von Johann Sebastian nicht zu sehr den Tonsatz bestimmen lassen sollte, wenn
ich ein Stück für Sologitarre konzipiere.
Aber meine Kritik ändert nichts daran, dass Du jedes Lob verdienst.

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Re: Geht das auch auf der Gitarre so schön?

Erstellt: von Rocks4Life » 18.06.2019, 07:35

Hi,

Noch langsamer?
Ich bin aber ein Raser... leider Gottes...
Naja ich kann es noch langsamer versuchen.
Und ChurchSong habe ich es nur genannt weil mir das ganze im Orgelsetting des Klaviers einfiel... also ein wenig verwirrend ich weiß :-)
Freut mich dass es gefällt.
Ich habe mal versucht weitere Themen reinzubasteln aber irgendwie ist das gar nicht einfach.
Kann das sein dass da harmonisch Dinge abgehen die ich bei der C Dur Tonleiter nicht erwartet hatte? Am Ende ist ja dieser Akkordwechsel in der Begleitung... habe ich aus Versehen die Tonart zwischenzeitlich verlassen?
Denn wenn ich neue Teile versuche wird es affig schwer korrekte Begleitung zu finden...
Ach und ich habs gestern mal im Cembalo setting durchgespielt. Da klingt es direkt nach nem Barocktanz. Sehr interessant.
Mein Freund hält es für "Drehleier-Gedudel"... *räusper* Naja. Jeder mag anderes.

Liebe Grüße

Svenja
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Re: Geht das auch auf der Gitarre so schön?

Erstellt: von slowmover » 18.06.2019, 08:56

Spiel es einfach mal als Viertel-Takt. Vielleicht bringen die sich fast zwangsläufig ergebenden Verlängerungen ein bisschen Ruhe rein,.

Tonart verlassen? Nein. Aber das F in der Bassstimme klingt natürlich für heutige Ohren ungewohnt. Wenn Du H bzw. D im letzten Takt als Leittöne nimmst um zum C zurückzukehren würde man eher ein Fis in der Bassstimme erwarten als ein F.

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Re: Geht das auch auf der Gitarre so schön?

Erstellt: von slowmover » 19.06.2019, 11:03

Nachtrag, es soll heissen: Spiel es einfach mal als 4/4 Takt.

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Re: Geht das auch auf der Gitarre so schön?

Erstellt: von Rocks4Life » 20.06.2019, 12:03

Hi...

Geht das? Kann ich mir grade gar nicht vorstellen... triolische 4tel oder was genau mach ich dann aus den 4teln?
Sorry ich stehe etwas aufm Schlauch grade :D

Liebe Grüße

Svenja
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Re: Geht das auch auf der Gitarre so schön?

Erstellt: von slowmover » 20.06.2019, 17:36

Triolisch denken meinte ich zwar nicht geht aber auch. Das macht aber nur Sinn, wenn Du dann das ganze im Bluesfeeling machst.

Entweder Du veränderst die Notenwerte und passt sie nach Gefühl dem neuen Takt an. Wenn es Dir an Deinem eigenen Stück zu Anfang schwer fällt, dann mach mal aus
"An der schönen blauen Donau einen Marsch". Das ist schon nach einem Takt ganz einfach und geschieht automatisch.

Wenn Du lieber kopfig rangehst dann probier mal Folgendes: Hör dir House of the Rising Sun an und zöhle es aus. Eindeutig 6/8 Takt. Nun summst Du die Melodie und beigleitest im 3/4 Takt. Dort wo vorher 6 Schläge in der Begleitung je Takt waren sind es nur noch 3. Ja klingt furchtbar. Das Walzerfeeling was sich einstellt zerstört das Lied komplett.

Nun fast Du mal 3/8 zu einem Begleitschlag zusammen. Aus zwei 6/8 Takten wird ein 4/4 Takt. Nur auf dem Papier passt Du die Notenwerte an. Die Melodie bleibt exakt gleich.
Auch wenn aus 1 x 1/8 Note nun eine Triole wird, oder mal punktierte Werte entstehen. Aber der 4/4 Takt bremst Dich automatisch ein. Das hört sich komplizierter an als es ist.
Du kannst auch das Original abspielen und 4/4 Takt zählen. 1. Takt (6/8) = 1 2 2. Takt 3 4 . Sollte auch auf Anhieb klappen.

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