Baubericht einer akustischen Reise-Gitarre

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MukerBude
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Baubericht einer akustischen Reise-Gitarre

Erstellt: von MukerBude » 11.03.2019, 21:30

Es ist so gar nicht mein Ding über etwas zu berichten, was noch nicht fertiggestellt ist. Die kompetenten Tipps hier im Forum haben mich jedoch davon überzeugt, dass das Ergebnis der Gitarre mit Eurer Hilfe besser wird.

Leider ist die Anzahl an Bilder die man für einen Beitrag hochladen kann auf sechs beschränkt, damit lässt sich natürlich kein komplexer Baubericht darstellen. Schade...

Sollte es wirklich jemanden interessieren, guckst Du
Anleitung - Baubericht einer akustischen ReiseGitarre - im Bau (PDF)

Baubericht einer rein akustischen ReiseGitarre - Arbeitsname PUMMELCHEN:

Die konsequenteste Reisegitarre wäre die, die aus dem Reisekoffer selbst besteht!
Eine kostenfreie Idee, für Leute die gerne Patente anmelden, obwohl ihnen der Intellekt dazu fehlen ;-)

Mit der Idee eine Reisegitarre zu entwickeln und natürlich auch in die Tat umzusetzen, trage ich mich bereits seit vielen Jahren. Nachdem mich vor etwa zwei Jahren ein von mir hochgeschätzter Musiker-Kollege mit seiner Idee zum Bau einer Reise-Gitarre konfrontiert hat, hat sich bei mir der Wunsch zur Realisierung einer Reise-Gitarre manifestiert.

Da ich jedoch keine Werkstatt, geschweige denn einen entsprechenden Maschinenpark zu Verfügung habe und solche Projekte quasi neben dem Küchentisch realisiere, mangelte es mir an Möglichkeiten Holz mittels Maschinen exakt in Form zu bringen.

Wie haben unsere Vorfahren Instrumente ohne moderne technische Hilfsmittel wie Formatkreissäge, Abrichte, Dickenhobel und Oberfräse nur realisieren können? Die ihnen zu allem Überfluss auch noch über die Maßen gut gelungen sind.

Für mich schien es Hölzer sauber in Form zu bringen - wie mit einer Formatkreissäge auf Länge, die Kanten eben und plan wie mit einer Abrichte zu fräsen, die Dicke von Holzplatten mit einem Dickenhobel auf 1/100mm genau zu bestimmen , geschweige denn die Holz formstabil zu biegen - als unüberwindliche Hürde.

All diese Aspekte haben mich davon abgehalten meine erste Gitarre von Hand zu bauen.

Den vermeintlich unerlässlichen Maschinenpark - für den exakten Zuschnitt der Hölzer - habe ich durch eine Schreinerei die im Internet ihre Dienste für Zuschnitt von Hölzern für Modellbau anbietet zu ersetzen versucht, in dem ich dort auf garantierte Maß-Toleranten von 0,1mm vertraut habe.

Wie sich im Verlauf des Bauberichts herausstellen wird, war das ein Griff ins Klo.

Ihr könnt Euch nicht vorstellen, was mir im Laufe der Jahre für Ideen durch den Kopf gegangen sind, wie ich Holz biege. Angefangen bei vorhandenen Rundungen von Dosen, Plastikschüsseln und Abflussrohren die zurecht geschnitten werden müssen, bis hin zu mehrschichtig zusammen geklebtem Pappkarton, um nur einige zu nennen. Grundsätzlich funktionieren diese Überlegungen alle, sind jedoch mit einem höheren Aufwand verbunden wie Holz zu biegen, wobei sie alle den Nachteil haben, sie bestehen nicht aus Holz und müssen zudem stumpf an die Zargen angeleimt werden.

Zu welcher Lösung ich gekommen bin verrate ich Euch, wenn ich es zum ersten mal selber realisiert habe und dann beurteilen kann ob es in der Praxis anwendbar ist.

Zurück zur HandwerksKunst der vergangen Jahrhunderte!

Der Baubericht des Gitarrenbaumeisters Francisco Bros- auch wenn er aus ökonomischen Gründen Maschinen einsetzt - hat mich vom traditionellen Gitarrenbau-Handwerk überzeugt.

Meine erste Gitarre komplett aus der Hand gearbeitet. Weil sich keines der gelieferten Brettchen in der zugesicherten Maßtoleranz befindet.

Ich mach's kurz.

Die Werkzeuge die zum Einsatz kommen:

Zum anzeichnen
- Spitzer Bleistift
- Lineal, etwas länger als die Mensur, 700mm
- Geodreieck möglichst groß
- Schieblehre
Für präzises Arbeiten
- Glasscheibe geeignet groß, als ebene Unterlage
- Schraubstock mindestens 60mm weiten Spannzange
Die Sägen
- Laubsäge, genau so eine wie die aus unseren Kindertagen
- Feinsäge gekröpft
- Kataba-Säge aus Japan
- Puksäge für kurze und nicht zu tiefe Schnitte in Holz und Metall
- Bügel-Eisensäge klassisch
Spanabhebende Werkzeuge
- Präzisionshobel aus Metall, mit beidseitiger Höhenstellschraube
- Hirnholzhobel, auch Taschenhobel genannt, der bis in die Ecken schabt
- Metall-Feile, eine Seite gerade, die andere Seite abgerundet
- Schmirgel-Papier - ich verwende 120, 240 und 320 Körnungen
Zu allem Überfluss leiste ich mir ein elektrisch angetriebenes schnell drehendes Werkzeug - baugleich mit Dremel 4300 = 170Watt
Und die kleinen Helferlein, die ich in der Aufzählung vergessen habe.

Donnerstag 07.02.2019

Die bestellten Brettchen sind angekommen – jetzt gibt es kein zurück mehr. Für den ersten Prototypen habe ich mich für die Konstruktion der Zargen, Boden und Hals für die sehr homogene Rotbuche entschieden. Bei der Holzwahl für die Decke kommen ernsthaft - für eine rein akustische Gitarre – nur Fichte und Zeder in Frage. Ich habe mich für Fichte entschieden, nicht zuletzt weil meine Gitarren alle damit bedeckt sind.

Montag den 11.02.'19 es geht los.

Die absolute Unverschämtheit...
Keines der gelieferten Brettchen erfüllt in Länge – Breite – Dicke auch nur annähernd die garantierte Genauigkeit von 0,1mm. Keines der fünf Brettchen ist auch nur annähernd im Bereich von 1mm gerade und auch nicht 1/10mm gleich dick.
Aber, wer weiß wofür es gut ist, dass die Brettchen in allen drei Dimensionen eine Nachbearbeitung benötigen.
___
Ob meine Wahl den Hals aus Rotbuche herzustellen richtig ist, wird die Zeit zeigen. Als einziges Brett von fünf ist ausgerechnet das dickste 14 mm für den Hals auf einen Meter 8mm krumm, für einen Gitarrenhals nicht geeignet. Habe das Ding über den mit Wasser gefüllten Bräter (das sind die länglichen Kochtöpfe) gelegt und zwei alte Handtücher drüber 60Minuten bei voller Hitze kochen lassen. Mit einem Ratschen-zurrgurt und einem 60x60mm Klotz das Buchbrett in die Gegenrichtung gezogen und eine Nacht stehen lassen. Siehe da, jetzt schlägt die Biegung in die andere Richtung aus, wenn auch nur noch in der Mitte des Bretts und auch nur 3mm. Bin gespannt, ob es die Form hält und nicht wieder in die ursprünglicher Form zurück wandert. Wenn das Brett über mehrere Tage die Form hält, werde ich nochmal leicht in die andere Richtung biegen.
___
Im Studium habe ich mich mit 'analytischer Geometrie' auseinandersetzen dürfen – für mich war das, dass reine Vergnügen. Ein wenig ist davon über die Jahre noch hängen geblieben, so habe ich mal auf meinem alten Taschenrechner herumgetippt, um unter Berücksichtigung des optimalen 'Helmholzchen Resonanzkörpers' zu einer möglichst optimalen Form für den Korpus zu gelangen.

Hätte ich von Beginn an auf mein Informatiker-Herz gehört, wäre die Auffrischung in Geometrie nicht nötig gewesen, weil, wenn man sich die äußeren Maße der Grundkonstruktion ansieht, fällt sehr schnell auf welchem Zahlensystem die Maße entsprechen. 16 - 32 - 64cm sowie ein Vielfaches beziehungsweise Teilen davon.
___

Nur am Rande.

Bei näherer Betrachtung fällt auf, dass die Kleine sehr den Maßen des Goldenen Schnitts ähnelt.
Der 'Goldene Schnitt' ist ein Teilungsverhältnis, bei dem das Verhältnis des Ganzen zu seinem größeren Teil dem Verhältnis des größeren Teils zum kleineren Teil gleich ist.
Die Längen- oder Flächenverhältnisse stehen wie 61,8% zu 38,2% zueinander, daraus ergibt sich die Konstante 1,618 bzw. reziprok 0,618. Nur am Rande.
___

Außer einigen kleineren Reparaturarbeiten sowie der Neubundierung meiner Meistergitarre habe ich lediglich den Umbau einer China-Stratocaster auf Nylonsaiten an Erfahrung mit dem Bau von Gitarren.

Ich erwähne das, um Dir Mut zu machen selber den Bau einer Gitarre in Angriff zu nehmen. Wenn Du auf der sicheren Seite sein willst, was die Materialien des Halses anbetrifft, würde ich Buche-Multiplex Brettschichtholz vom Schreiner aushobeln lassen. Kostet nicht die Welt (ca. 10€) und ist absolut gerade und bleibt es auch.

Das Grundkonzept:

ReiseGitarre_7-12.png
Pummelchen im Detail
ReiseGitarre_7-12.png (16.72 KiB) 977 mal betrachtet

Diese Konstruktions-Zeichnung kann sich im Verlauf der Arbeit verändern, um sich so sinnvoll an die Erfordernisse der Umsetzung anzupassen.
Nichts bleibt wie es war!

Pummelchens Maße:

Um Euch nicht mit zu vielen Maßen zu langweilen, seien nur die wichtigsten Details genannt. Im Prinzip entspricht die Konstruktion zwei Quadraten mit einer Seitenlänge von jeweils 320mm. Wie Eingangs schon erwähnt, benötigen Sattel und Steg natürlich ihre Auflagefläche, die mit jeweils 5mm oben und unten dazu kommen.

Die großen Radien werden voraussichtlich bei 80mm liegen, die kleinen Radien bestehen aus einem Viertelstab mit dem Radius 15mm, wenn sich die Radien bei der Arbeit nicht noch ändern. Eurer Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

Der linke Flügel (von der Mittellinie aus gesehen) setzt am siebten Bund bei 213mm vom Sattel gemessen an, um den Abstand von unten zu erhalten brauch man also nur 213mm von 640mm zu subtrahieren und erhält die Höhe des Flügels von 427mm. Der rechte Flügel setzt am 12. Bund an, deren Maß wohl jedem Gitarristen klar ist, weil er die Mensur in zwei gleiche Teile teilt.

Eine Tabelle für alle Mensuren findest Du bei StewMac
https://www.stewmac.com/FretCalculator
Oben die Anzahl der Bünde eingeben – bei mir sind es 17.
Darunter die Länge der Mensur eingeben – hier sind es 640mm.
Den Button für mm anklicken, weil wir es im Deutschland nicht so mit den Inches haben.
Dann nur noch in der Auswahlbox Akustikgitarre auswählen und die Berechnung anzeigen lassen.

Das Griffbrett hat die Maße am Sattel 52mm, am 12. Bund 60mm und am Steg 68mm.
Natürlich wäre auch das Griffbrett einer Akustischen Westerngitarre oder das noch schmälere einer E-Gitarre denk- und machbar.

Die Saiten werden oben hinter dem Sattel in einem geschlitzten Aluminiumwinkel (dafür braucht es Nylonsaiten mit Ballend) und unten hinter dem Steg von senkrecht zur Decke angebrachten Stimmmechaniken einer alten Konzertgitarre gespannt.

Einen Halsfuß werdet Ihr außen vermissen, weil dieser zur besseren Bespielbarkeit des Halses nach innen verlegt wurde.

Saiten Befestigung, Anbringung der Stimmmechaniken und der innen liegende Halsfuß werden im Baubericht noch näher beschrieben.

Außer den Maßen der Mensur ist an Der Kleinen nichts in Stein gemeißelt.
Alle anderen Maße hängen von Deinen Vorliebe und Deiner Kreativität ab.

Die Maße der Kleinen in mm im Überblick:
Mensur = 640
Breite = 320
Korpus Dicke = 90
Hals
- Sattel-Breite = 52
- 12. Bund-Breite = 60
- Steg-Breite = 68
Korpus
linke Seite = 7. Bund
rechte Seite = 12. Bund

Ich habe mich für folgende Materialien entschieden:
Decke 3mm Fichte
Boden 4mm Buche
Zargen 6mm Buche
Griffbrett 6mm Buche
darunter verläuft die Decke 3mm
darunter das 14er Buche-Brett
so erhält das gesamte Griffbrett eine Dicke von 23mm.

Wieder ein bisschen Geometrie, um möglichst wenig Verschnitt zu haben.
In der Informatik ist die Lösung unter der Bezeichnung 'Rucksack-Problem' bekannt.
Dabei geht es darum, den Inhalt eines Rucksacks möglichst optimal auszufüllen.
Vorgegeben: N-Anzahl unterschiedlich großer rechteckiger Pakete.
Inhalt des Rucksacks in cm^3
Ein solcher ProgrammCode lässt sich leicht auf zwei Dimensionen reduzieren.
Wen es interessiert, es handelt sich hierbei um eine sich wiederholende Rekursion.
Quasi so etwas wie das alte rein raus spiel, es wird so lange probiert, bis es passt.

Decke Fichte = 3 x 200 x 1000
Boden Buche = 4 x 200 x 1000
Zargen Buche = 6 x 83 x 1000
Halsbrett Buche = 14 x 100 x 1000

Die Dicke des Korpus ist 90, resultierend aus Zarge 83 + Decke 3 + Boden 4.

Die Zargen sind mit 6mm verhältnismäßig dick. Wie ich jedoch in vielen Berichten lesen konnte, wird der Ton ausschließlich durch die Schwingung der Decke erzeugt und die etwas dickere Zarge hat den Vorteil, man kann sie auf die 1 : 1 Zeichnung stellen ohne das sie umkippen.

Wirklich wichtig bei der kleinen Bastelarbeit ist die Reihenfolge des Zusammenbaus. Wann, was zusammengeleimt wird, um weitere Schritte nicht zu behindern, oder gar unmöglich zu machen. Ich habe mich dafür entschieden die gesamte Konstruktion auf der Innenseite der auf dem Bauch liegenden Decke aufzubauen. Hierbei muss man zwar die gesamte Zeit spiegelverkehrt denken und Arbeiten, aber ein anderer Weg hat sich mir nicht erschlossen.

BAUBERICHT in Stichpunkten:

1 – Rundungen der Zarge herstellen:

2 – Stäbchen in Zargenhöhe sägen:

3 – Das Buche-Brett muss zurückgebogen werden:

4 – Metall-Arbeiten:

5 – Drei weitere Ecken sind zu Sägen:

6 - Sägen der unsymmetrischen Halskonstruktion:
6.1 - Hobeln der Sägeschnitte des Halses:

7 - Begradigen der Kanten des gebogenen Furniers:

8 – Fräsen der Enden der Zargen:

9 - Die Bögen in die Nuten der Zargen leimen:

10 – Die Bögen mit Stäbchen hinterfüttern:

11 – Gerade Zargen auf Maß sägen:

12 – Kleinteile an die Zargen leimen:

13 - Zusammenleimen der Zarge:

14 – Decke und Boden-Bretter auf Länge sägen:

15 - Zusammenleimen der Brettchen für Decke und Boden:

16 – Decke und Boden auf Arbeitsmaß bringen:

17 – Pummelchens Innenleben und die Zarge rundum auf Maß bringen:

18 – BundRechner Tabelle:

19 – Zwei Bohrungen in drei Brettchen:

20 – Griffbrett-Vertiefungen für die Bünde fräsen:

21 – Griffbrett im entsprechenden Winkel sägen:

Die weitere Planung:

XX – Bünde auf Länge sägen:

XX – Stimmmechaniken zurecht sägen und anbringen:

XX – Steg und Sattel herstellen:

XX – Wo soll eigentlich das Schallloch hin?:

XX – Bünde anbringen:

XX – Eine kleine optische Raffinesse braucht es schon:

XX – Zusammenleimen, in den entsprechenden Etappen:

XX – Finish des Korpus:
Rund um sauber schleifen und mit Holzkit und Holzgrundierung für den Wachs vorbereiten.

XX – Saiten aufziehen in der Hoffnung, dass alles funktioniert...:

XX ... und was es noch alles zu erledigen gibt...

Epilog:
Fotos der übrig gebliebenen Holzstückchen
und natürlich von Pummelchen der Reise-Gitarre...
Peter aus der MukerBude

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MarkusG
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Re: Baubericht einer akustischen Reise-Gitarre

Erstellt: von MarkusG » 13.03.2019, 09:56

Das ist doch mal eine ganz eigene Idee. ()/
Das Ding wird wirklich kompakt.

Ich vermute mal, dass Dir die Einschränkungen bei der Erreichbarkeit der Bünde in den höheren Lagen egal ist.
Was mich ein wenig stutzig macht: Du fräst die Bundschlitze? Wie breit werden die denn dann? Ich denke, dass die Bundschlitze üblicherweise gesägt werden.

Und noch eine kleine Anmerkung zu Lesbarkeit und limitierter Möglichkeit des Einbindens von Bildern:
Wenn man einen solchen Bericht in sowas wie Kapitel aufteilt, dann liest es sich leichter, wenn man ihn nicht an einem Stück lesen möchte, und man kann dann pro Kapitel ein paar Bilder einbinden. Nur mal so als Anregung, für den Baubericht Deines nächsten Projekts ;)

Ich bin jedenfals mal gespannt, wie das Endprodukt aussehen wird, und wie sich das gute Stück dann im Reiseeinsatz bewährt. ()(/(
Anmerkung: Dieser Text enthält keinen der Begriffe Bombe, Ossama, Geldwäsche oder Drogenhandel. Sollte ausnahmsweise das Wort Anschlag verwendet werden, so bezieht sich dies ausschliesslich auf die Erzeugung von Tönen mit musikalischen Instrumenten.

Gruss Markus

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Re: Baubericht einer akustischen Reise-Gitarre

Erstellt: von slowmover » 13.03.2019, 19:15

Ich bewundere dieses sich reinknien in die Aufgabe sehr. Ich bin auch schon richtig gespannt wie das Endergebnis klanglich wird. Da hast Du ja auch noch eine anspruchsvolle Aufgabe beim Herstellen des Gigbags. =)=)=

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Re: Baubericht einer akustischen Reise-Gitarre

Erstellt: von MukerBude » 13.03.2019, 20:23

#MarcusG,
die Kleine, lässt sich genau so gut greifen wie eine ganz normale 4/4 Konzert-Gitarre, ab der 10. Lage sogar etwas leichter, weil kein Halsfuß im weg ist.

Ursprünglich wollte ich die Kleine aus gesammeltem Findholz bauen, ohne jegliche Kosten zu verursachen. Übrig geblieben ist meine Idee die Bünde aus dem Gestell eines Regenschirms zu erstellen. Lass Dich überraschen.

Die Aufteilung in Kapitel schwebte mir auch vor, was aber nur funktioniert wenn nach jedem Kapitel ein fremder Post folgt, was leicht an mangelndem Interesse scheitert.

Es ist mein aktuelles Projekt.

Reiseberichte schreibe ich nicht.

#slowmover,
ein Gigbag braucht es nicht, weil sie locker in den Schminkkoffer meiner 'Grade Dame' passen würde, wenn sie einen hätte ;-)

Hier ein aktuelles Bild von Pummelchen
Pummelchen_aktuell_2.jpg
Pummelchen_aktuell_2.jpg (64.82 KiB) 938 mal betrachtet


es bastelt
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Re: Baubericht einer akustischen Reise-Gitarre

Erstellt: von MarkusG » 14.03.2019, 16:03

OK, da ist dann kein Halsfuss, aber dafür ist da doch der Oberbug ab dem 7. Bund im Weg, oder?

Regenschirm-Gestell als Bundmaterial... ist ein netter Recyclinggedanke. Die Schirme die ich bisher verschlissen habe würden da keine geeigneten Bünde abgeben. Stahlnägel gingen als Alternative, denke ich.

Jedenfalls sieht Dein Pummelchen wirklich sehr kompakt aus, und auch robust.
Ich bin mal gespannt, wie das ausgeht. :)
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Re: Baubericht einer akustischen Reise-Gitarre

Erstellt: von MukerBude » 14.03.2019, 23:05

Also bei mir liegt der Daumen in allen Lagen möglichst unter dem Zeigefinger, wie soll da der von Dir so genannte Oberbug stören, wenn er doch neben dem Griffbrett liegt?

MarkusG hat geschrieben:Ich bin mal gespannt, wie das ausgeht. :)
Lese ich da einen gewissen Zweifel ?!

Du hast noch nicht die Antwort auf Deinen Hinweis, wie man einen Baubericht in Kapitel aufteilt gegeben.

es grüßt
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Re: Baubericht einer akustischen Reise-Gitarre

Erstellt: von MarkusG » 15.03.2019, 08:27

OK, mein Daumen ist da wohl weiter oben an der Rückseite des Griffbretts; so sind die Vorlieben eben unterschiedlich.
Vielleicht stelle ich mir das Halsprofil Deines Projekts auch zu konventionell mit sowas wie einem D-Profil vor.
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Re: Baubericht einer akustischen Reise-Gitarre

Erstellt: von MarkusG » 15.03.2019, 08:29

Bei meinem Post vor Deinem schwingen nur leise Zweifel bezüglich der Eignung eines Regenschirmgestells als Bundmaterial mit, basierend auf meiner sehr limitierten Kenntnis der Vielfalt an verwendeten Materialien.
Ansonsten bin da aufrichtig interessiert, wie Dein Projekt gelingen wird. Schließlich habe ich auch ein gewisses Interesse an reisetauglichen Gitarren.
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Re: Baubericht einer akustischen Reise-Gitarre

Erstellt: von MarkusG » 15.03.2019, 08:31

Eine Aufteilung in Kapitel schwebt mir so vor, wie es hier doch schon einige Male gemacht wurde, mit aufeinanderfolgenden Posts.
Schau Dir diesbezüglich mal die Bauberichte z.B. des funplayers an.

Und man kann Posts direkt nacheinander einstellen, ganz ohne Antworten dazwischen! ;)
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Re: Baubericht einer akustischen Reise-Gitarre

Erstellt: von MukerBude » 19.03.2019, 19:52

Besten Dank, gut zu wissen!
Peter aus der MukerBude

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Re: Baubericht einer akustischen Reise-Gitarre

Erstellt: von MukerBude » 13.05.2019, 21:28

Hallo,
meine erste selbst gebaute Gitarre ist aufgeschachtelt und rundum sauber geschliffen. Jetzt möchte ich das Holz (Buche und Fichte), dauerhaft vor Feuchtigkeit und meinem Handschweiß schützen.

Bei Billard-Queues verendet man gerne G1 Schleiflack der mit Carnauba-Wach einer Autopolitur poliert wird.

Der G1 Schleiflack ist mir zu aggressiv und ich möchte die oben beschriebene Prozedur mit umweltverträglichen Produkten realisieren.

Wisst Ihr Rat?

es bedankt sich
Peter aus der MukerBude

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Re: Baubericht einer akustischen Reise-Gitarre

Erstellt: von Funplayer99 » 13.05.2019, 22:27

Wie wäre es mit einem Hartwachs.Es gibt geeignete von Biopin und Clou.Einige eignene sich wegen ihrer Inhaltsstoffe sogar für Kinderspielzeug.
Wenn der letzte Club geschlossen und der letzte Künstler abgetreten ist wirst du erkennen, dass man geile Atmosphäre nicht downloaden kann.

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Re: Baubericht einer akustischen Reise-Gitarre

Erstellt: von MukerBude » 21.05.2019, 22:32

Danke für Eure Tipps, die ich in meinem nächsten Projekt berücksichtigen werde!

Sorry für meine späte Antwort. Ich war im Flow, meine erste aus der Hand geschnitzte Gitarre fertig zu stellen.

Dienstag 21.05.'19, 100 Tage nach dem Beginn des BauProjekts einer voll akustischen ReiseGitare, Arbeitsname “PUMMELCHEN“.

Pummelchen hat heute fertig.
Pummelchen (1).JPG
Pummelchen (1).JPG (80.47 KiB) 758 mal betrachtet

Wer den gesamten Baubericht in Wort und Bild verfolgen möchte...

es grüßt
Peter aus der MukerBude

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Re: Baubericht einer akustischen Reise-Gitarre

Erstellt: von MarkusG » 22.05.2019, 09:02

Schön, dass Du sie fertig bekommen hast, und gut sieht sie aus.

Glückwunsch! ()/

Nun bin ich auf Deine Berichte zum Gebrauch und Klang der Gitarre gespannt.
Anmerkung: Dieser Text enthält keinen der Begriffe Bombe, Ossama, Geldwäsche oder Drogenhandel. Sollte ausnahmsweise das Wort Anschlag verwendet werden, so bezieht sich dies ausschliesslich auf die Erzeugung von Tönen mit musikalischen Instrumenten.



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Re: Baubericht einer akustischen Reise-Gitarre

Erstellt: von MukerBude » 22.05.2019, 23:17

MarkusG hat geschrieben:Glückwunsch! ()/
Danke
MarkusG hat geschrieben:Nun bin ich auf Deine Berichte zum Gebrauch und Klang der Gitarre gespannt.
Und ich erst mal...

grüße von
Peter aus der MukerBude

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Re: Baubericht einer akustischen Reise-Gitarre

Erstellt: von Funplayer99 » 16.07.2019, 15:03

Und wie siehts aus mit dem Klang?
Wenn der letzte Club geschlossen und der letzte Künstler abgetreten ist wirst du erkennen, dass man geile Atmosphäre nicht downloaden kann.

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Re: Baubericht einer akustischen Reise-Gitarre

Erstellt: von Funplayer99 » 04.10.2019, 16:14

micht würde echt interesieren wie das teil klingt, nur leider ist MukerBude seit Mai nicht mehr im Forum aktiv gewesen....da wird der Sound ein Geheimnis bleiben.....schade.
Wenn der letzte Club geschlossen und der letzte Künstler abgetreten ist wirst du erkennen, dass man geile Atmosphäre nicht downloaden kann.

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