Suche alle Tonleitern

Skalen, Tonleiter, Pentatonik, uvm.
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von MukerBude
#385086
Hallo,
für die optischen Aufbereitung suche ich alle Tonleitern.
Leider kommen ich mit meinen Recherchen zu keinem eindeutigen Ergebnis.
es grüßt
von slowmover
#385087
Hmm,
Auch Magam, Raga und jede andere Aufteilung des Tonraums als bei uns üblich? . Dann wären es ja tausende. Oder sprichst Du nur von hepatonischen Tonskalen. Sind alterierte Skalen auch eigenständige Tonleitern. Wenn nein, sind Zigeunertonleitern dann auch keine Tonleitern? Da wird schon die Definition schwierig.
Was ist mit den ganzen Tonleitern mit 3/4 Tönen áus dem arabischen Und saharischen Raum?
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von startom
#385088
Dadurch, dass das Wort 'alle' (alle Tonleitern) sogar unterstrichen ist, trau ich mich ja kaum zu antworten.
Eine kurze Internetrecherche, bei welcher ausschliesslich die bei uns 12 bekannten Stammtöne berücksichtigt werden, ergibt folgendes.

– 36 Major and Minor Scales
– 72 Additional Modes (Anmerkung von startom: Genau, das sind dann die Kirchentonleitern....)
– 12 Blues Scales
– 12 Diminished Scales
– 12 Pentatonic Scales
– 12 Whole Tone Scales
– 12 Chromatic Scales

Und auch diese Seite erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit.
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von MukerBude
#385090
Danke schon mal für Eure Hinweise, die mir aufzeigen, das ich mich weiter mit der Materie beschäftigen muss.

@ startom,
das Wort alle zu unterstreichen war etwas voreilig.

@slowmover,
mir geht es in erster Linie um die im westlichen Musikraum gebräuchlichen Tonleitern.

Die Dur, Moll und Kirchentonleitern sollten für einen Einstieg in die Materie ausreichen.
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von mjchael
#385091
Mache dich mit dem Quintenzirkel vertraut.
Hier um Forun (siehe Workshops) oder auf den Wikibooks.

Dann betrachte eine Durtonleiter und lerne wie man daraus andere Skalen ableitet.

Es gibt allein hier im Forum zahlreiche Workshops und Tutorials.
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von MukerBude
#385094
Ja, ich dachte das hätte ich drauf.
Aber die MusikWelt ist viel größer als ich dachte ;-)
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von mjchael
#385105
Das eine Ziel ist es Kontent zu schaffen, die Besucher auf die Seiten lockt, oder zum Bücherkaufen animiert. Akkordbücher sind bei Anfängern sehr beliebt. Aber letztlich braucht man die meisten nicht.
Wieviele Akkordtabellen hast du zuhause? Wieviele davon nutzt du effektiv?

Wieviele Skalen nutzt du für deine eigenen Stücke?
Mit einem wilden Skalengedöns ist keinem geholfen, wenn nicht das Warum, Wieso und Wofür klar ist.
von sunset
#385113
Hi MukerBude,
diese Seite:
http://www.gitarrengriffe-online.de/git ... leiter.php
finde ich ganz o.k., da sind die gebräuchlichsten Skalen zu finden, du kannst auswählen von welchem Ton aus, siehst jeweils das Griffbild, die Intervallstruktur, Tabs und Noten dazu. Ansonsten teile ich die Meinung von mjchael, dass weniger oft mehr ist,

lg sunset
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von MukerBude
#385123
@sunset,
ja, tolle Seite, habe ich auch gefunden. Eine andere die mir auch sehr gut gefällt, ist diese hiervon
theorie-musik.
es grüßt
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von MukerBude
#385125
@mjchael,
ja klar. Danke für die Hilfe zur Selbsthilfe!
Erster Ton des oberen Tetracordes bildet die neue Leiter.

Merksätze für den QuintenZirkel
Dur
Geh Du Alter Esel Hole Fisch
Frische Brötchen Essen Asse Des Gesangs
moll
ein hai fischt cischend giselas disketten
der grausame caesar fluchte beim essen
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von mjchael
#385126
Mein Merksatz 3x hinzereinander aufsagen

Fähige Clevere Gitarristen Denken An Ein Barré.
Einmal mit B einmal ohne und einmal mit Kreuzen

Fb Cb Gb Db Ab Eb Bb F C G D A E B F# C # G # D# A# E# B#

Picke dir eine Durtonart raus und nimm die beiden Nachbarn dazu. Und du hast
Subdominante (S) Tonika (T) und Dominante (D)
Z.B. E-Dur mit A E B(7)
Die nächsten 3 in Moll
F#m C#m G#m
und der nächste ist der verminderte
D#m7b5
Damit hast du auch die Töne von
A-Lydisch
E-Ionisch
B-Mixolydisch
F#-Dorisch
C#-Äolisch
G#-Phrygisch
D#-Lokrisch

Um die Intervalle jeder Skala zu bestimmen, setze mal C als 1 und übertrage die Töne in Intervalle
Gb=5b, Eb=2b Ab=6b Eb=3b Bb=7(b) F=4 C=1 G=5 D=2 A=6 E=3 B=j7 F#=4#

Picke dir einen Akkord aus der Tonleiter raus, und setze jetzt mal da die 1 hin, und verteile die intervalle analog.
Z.B. G#m in der Tonart E-Dur

A=2b E=6b B=3b F#=7(b) C#=4 G#=1 D#=5
Jetzt hast du alle intervalle für G#-Phrygisch beisammen.
2b + 7 = 9b
4 + 7 = 11
6b + 7 = 13b
also die Optionstöne, die bei der Dominantenparallele G#m vorkommen können.

Wie du siehst rechne ich nicht ein einziges mal die Halbtonschritte aus, habe aber mittels Quintenzirkel alle Akkorde und Intervalle beisammen.
Alles mit einem Merkspruch
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von MukerBude
#388270
mjchael hat geschrieben: 23.11.2018... Fähige Clevere Gitarristen Denken An Ein Barré.
Fb Cb Gb Db Ab Eb Bb F C G D A E B F# C # D # G # D# A# E# B#
Hallo,
da ich dabei bin, richtig (beidhändig) Klavier spielen zu lernen, habe ich mir nochmal die Herleitung von Tonleitern über den Quintenzirkel herangezogen und bin fast verzweifelt.
Weil ich meine Beispiele nur mit den Kreuzen gemacht habe.
Immerhin hat es dazu geführt, dass ich den Merksatz jetzt wirklich auswendig kann!

Ich darf den Schreibfehler der obigen Tonreihe für die Kreuze berichtigen.
F# - C# - G# - D# - A# - E# - B#

es grüßt
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von MukerBude
#388274
Hallo Mjchael, nochmal zum Verständnis:

Handelt es sich bei den nach diesem Schema ermittelten Tonleitern, um
Dur = ionisch und Moll = äolisch ?

Ein Beispiel für E-Dur:
E-Dur hat im QuintenZirkel vier #.
Mit dem Merksatz - “Freie Chöre Gründeten Damals Auch Eigene Bands“ ermittle ich die ersten vier Kreuze, F# - C# - G# - und D#.

Trage ich nun die Töne der E-Dur Stammtöne in ein Notensystem ein,
Bild
brauche ich nur die (via Merksatz) ermittelten vier Töne zu erhöhen und fertig ist die E-Dur Tonleiter!?

Es grüßt
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von mjchael
#388275
Im Prinzip machst du nichts falsch, nur ein wenig umständlicher.

Du hast mit diesem Merksatz

4) Lydisch
1) Ionisch
5) Mixolydisch
2) Dorisch
6) Äolisch (kein Moll s.u.)
3) Phrygisch
j7) Lokrisch

Du gehst wie ein Notenspieler vor.
Anhand der Vorzeichen bestimmst du die Durtonart.

Im zweiten Schritt überpüfst du anhand der verwendeten Akkorde oder Töne, ob Dur als Tonart vorliegt, oder ein skalenverwandter Modus. (Gleiche Töne, aber anderes tonale Zentrum.)

Willst du einen Modus spielen, dann kannst du die besonderen Intervalle lernen. Ich für meinen Teil bestimme, welche Akkordstufe ein bestimmter Modus in einer Dur-Tonleiter entspricht.

Die Vorzeichen stehen schon da, ich muss sie erst gar nicht eintragen.

Angenommen ich will F# dorisch spielen.
Dorisch = 2. Stufe (siehe Ziffern oben)
von E-Dur.

Mit "E-Dur" kenne ich alle Töne und Akkorde von F# Dorisch.
A E B F#m C#m (C#7) G#m D#dim

Nichts mit Rechnen oder so. Einfach ablesen.

Dannach kommen dann die Eigenheiten dran.
Bei F# Dorisch kann C#m gelegentlich als Dominante C#7 auftreten (muss aber nicht).

Moll hat die Eigenheit, dass es natürlich, melodisch oder harmonisch auftreten kann. Eine Tonart, 3 ausprägungen. Das wären Sachen, die schon 3 Schritte über den Quintenzirkel hinaus gehen. Daher die Einschränkung beim Äolischen, die nur das melodische Moll betreffen.

Eigentlich geht auch optionalen Dominante im Dorischen schon über den Quintenzirkel hinaus.

1. Schritt der über den Quintenzirkel hinaus geht = Zwischendominante.
2. Schritt: modale Alteration mixo9b
Beispiel: das E7, das zu Am weiterleitet behält die phrygische None (9b) in der Improvisation bei. (F und nicht F#) oder der Jazzer spielt gleich ein E9b
3.) Alterationen, die weiter aus dem Ramen fallen, die beispielsweise durchs melodische Moll entstehen. (Amj13b=Am/j7/13b)

Das sind aber Sachen für später, wenn du jazzigere Sachen machen willst.

Hilfreiche Lektion:
Akkorde heraushören

https://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_ ... h%C3%B6ren
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von MukerBude
#388276
Erst mal besten Dank!

Wenn ich mit Deinem Link durch bin, habe ich bestimmt weitere Fragen...

herzliche Grüße sendet
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von MukerBude
#388278
Dann muss der Spruch für die B‘s also genau anders herum lauten.
B - E - A - D - G - C – F
Entweder von F-Dur gegen den Uhrzeiger, oder im Quintenzirkel, gegenüber von F-Dur ebenfalls gegen den Uhrzeiger.
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von mjchael
#388279
Nicht unbedingt.

Beidpiel Gb
Cb Gb Db Ab Eb Bb F

... Clevere Gitarristen denken an ein Barré | Fähige ,,,

Cb Gb Db7 Abm Ebm Bbm (Bb7) Fdim

Geht auch ohne Rückwärts.
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von MukerBude
#388280
OK.
Aber, es bleibt nicht bei nur einem Merksatz...

Frage:
Ist es erlaubt zu dem, von Dir empfohlenen, WIKI Artikel hier im Forum Fragen zu stellen?
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von mjchael
#388281
Unbedingt, denn der Inhalt des Artikels hat hier im Forum Gestalt angenommen.

Wenn ich ein wenig suche, dann finde ich die Artikel auch hier. Oft mit dem gleichen Wortlaut. Die Wiki-Artikel sind nur aktueller und zumeist besser formatiert.

Zudem sollten die Wikibooks, sowie die Wikipedia neutraler Boden sein.

Weiter unten im Wikipedia-Artikel wird unser Forum sogar verlinkt, um Lieder aufzuzeigen, deren Akkorde nach der Metode herausgesucht wurden.

Auch die anschließenden Artikel zu Tonleiterfremde Akkorde und zu Akkordfolgen erweitern stammen ursprünglich aus unserem Forum.

Gruß Mjchael
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von mjchael
#388282
Was mir noch einfällt:
Father Charles Goes Down And Ends Battle

funktioniert auch rückwärts

Battle Ends And Down Goes Charles Father

Ich verwende den nur nie, weil bei mir ALLES vorwärts läuft.

4 1 5 2 6 3 j7
Subdominante Tonika Dominante Subdominantenparallele Tonikapatallele Dominantenparallele Verminderter

Dur Dur Dur Moll Moll Moll Verm.

j7 j7 7 m7 m7 m7 m7b5

F C G D A E B

lyd. ion. mix. dor. aeol. phryg. locr.

Es ist halt für mich einfacher, alles immer in einer Richtung zu betrachten.

Nur für die Anzahl der B's in einem Notensystem verwende ich
Frische Brötchen essen Asse des Gesangsvereins.

Aber im alles andere herauszulesen
Fähige Clevere Gitarristen Denken An Ein Barré

oder für die anderen Musiker

Fähige Clevere Geiger Denken An Einen Bogen.
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von MukerBude
#388297
Kleiner Zwischenruf:

Der QuintenZirkel birgt immer neue Phänomene.
Zum Beispiel dieses…

Zitat aus dem Kladdentext der Brunnen Notenhefte.
“Bei den Kreuz-Tonarten baut sich die nächste Tonart immer auf der 5. Stufe der vorhergehenden auf (Quinte nach oben).“

Damit ich alles richtig darstelle.
Eine Quinte nach oben heißt, fünf Halbtonschritte höher als die vorhergehende Tonart.
Im QZ steht für die Kreuze # (rechts herum) nach dem Grundton C das G.
G ist jedoch eine Quinte tiefer als der Grundton C.

Die Beschreibung müsste dem zu Folge lauten:
Für die Kreuze # baut sich die nächste Tonart eine Quinte tiefer auf und so weiter,
oder man stellt den QZ anderes herum dar, Kreuze # links und B's rechts.
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von MukerBude
#388299
Hallo,
erst mal vielen Dank für die gelassene Reaktion!

Nachdem ich Sonntagmittag die Korrektur gelesen habe, lag ich das restliche WE im inneren Zwiespalt. Soll ich eine Ausrede erfinden? So etwas wie "Ich ich war total betrunken" o. ä. Quatsch.

Nein, ich habe nichts durcheinander geworfen. Zum Zeitpunkt an dem ich die Nachricht verfasst habe, war ich von der Richtigkeit meiner Aussage überzeugt. Ich hoffe, dass ein solcher Blackout bei mir nicht wieder vorkommt und ich damit das Forum belästige.
Mehr als mich zu entschuldigen bleibt mir nicht. Entschuldigung.

Mir sind die Inhalte des QuintenZirkels seit Jahren geläufig, um so unerklärlicher mein total Fauxpas.

Beste Grüße
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von mjchael
#388300
Ist uns doch auxh schon vorgekommen.
Nichts, worüber ich lange nachdenken würde.
Nicht bei unserem harten Kern an Usern.
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