Fragen zum Saitenkaufen

Hilfe und Tipps zum Gitarrenkauf
von Vollröhre
#384447
Hallo,

ich beschäftige mich gerade ein bischen mit zukünftigen Besaitungen meiner Instrumente und bin etwas überfordert.

Am einfachsten ist bei meiner Strat. Die hat vor ein paar Wochen eine 10-46er Besaitung (dAddario EXL110) bekommen und dabei soll es bleiben.

Meine Les Paul hat noch die Werksbesaitung 09-46. Hier würde ich gerne auf 10-46er wechseln. Nimmt man jetzt einfach auch die
EXL110 oder einen Satz von Gibson? Wenn Gibson, ist es ratsam den SEG-LP10 (speziell für Paulas) zu nehmen oder tut es auch
der SEG700L? Wo ist der Unterschied?

Meine Little Martin hat auch noch die Werksbespannung 13-56. Hier hätte ich gerne etwas dünnere Saiten, etwa 12-54.
Was zum Teufel nimmt man da? Von dAddario gibt es unterchiedliche Serien: EJ, EZ, NB, ....
Wenn ich da dünnere Saiten drauf mache, muss ich dann u.U. den Steg anpassen und/oder die Halskrümmung ändern?
Wenn ja, welches Werkzeug brauche ich dafür? Martin hat - im Gegensatz zu Gibson - nichts dazu gelegt.

Zurück zum Saitenthema: Ist dAddario ok? Was hat es mit diesen Elixir-Saiten auf sich? Lohnen die Mehrausgaben dafür?

Wäre für ein Tipps dankbar.
Benutzeravatar
von Funplayer99
#384451
Saiten sind Geschmacksache, da hilft einfach nur selber austesten.
von ZeroOne
#384457
Das was Funplayer sagt.

Ich selbst benutze seit ca 15 Jahren dAddario und GHS Saiten, bin damit zufrieden... Durchprobieren, was Anderes hilft nicht.
Benutzeravatar
von Harry83
#384458
Moin!

Was Saiten angeht, ist es wirklich Geschmacksache, da jeder andere Vorlieben hat. Anfangs habe ich mehrere Hersteller ausprobiert, und bin bei Ernie Ball hängengeblieben. Letzten Monat, habe ich mal Elexir ausprobiert, und bin jetzt damit sehr zufrieden.

Einfach mal verschiedene Sorten ausprobieren.
von ZeroOne
#384461
Harry83 hat geschrieben: und bin bei Ernie Ball hängengeblieben.
Und deshalb ist das Geschmackssache, ich hasse die Dinger regelrecht ^^.
Benutzeravatar
von Andreas Fischer
#384465
Ich probiere seit Jahren und habe noch keine gefunden die mir viel besser gefallen als alle anderen.
Wenn ich nicht weiß was ich nehmen soll, greif ich zu Pyramid. Günstig und gut.
Benutzeravatar
von Harry83
#384466
ZeroOne hat geschrieben:
Harry83 hat geschrieben: und bin bei Ernie Ball hängengeblieben.
Und deshalb ist das Geschmackssache, ich hasse die Dinger regelrecht ^^.
Ich habe, in den letzten 10 Jahren, so gut wie fast alles an Saiten probiert. Ernie Ball, Fender, Daddario, Harley Benton etc. Von allen, haben mir Ernie Ball, irgendwie am besten gefallen. Dazu muss ich sagen, dass es die "Coatet" Slinkys waren. Dank Beschichtung, haben die auch etwas länger gehalten.

Das Magazin "Guitar" schickte mir letztes oder vorletztes Jahr, einen Satz Elixir. Auf meiner "Testgitarre" sind sie heute noch drauf. Im Laufe der Zeit, klingen sie, mittlerweile zwar dumpfer, aber sie halten noch immer. Der Preis von ca. 10 € pro Satz, macht sich auf jeden Fall bezahlt, was die Haltbarkeit angeht. Klang sowie Spielgefühl, bleiben natürlich jedem selber überlassen.
Benutzeravatar
von Frank-vt
#384467
Zu E kann ich nichts sagen, nur zu Akustik.
Ist letztendlich Geschmackssache und hängt auch von der Spielweise und von der Art des Pleks (wenn man denn mit einem spielt...)
Durch einen Gitarrenbauer bin ich vor ein paar Jahren auf John Pearse gekommen und habe die auf allen Martin drauf, auch auf der LX1E meiner Tochter.
Habe im Laufe der Jahre auch immer wieder andere Saiten getestet, aber bislang für mich keine besseren gefunden. Sie entsprechen meinen Klangvorstellungen, spielen sich schnell ein und halten auch eine ganze Weile. Am nächsten kamen noch ein paar Ernie Balls und Adamas. Letztere sind aber nicht sehr haltbar.
Die schlimmste Klirrer waren für mich die Elixir, dicht gefolgt von den EXP. Beide sahen allerdings noch sehr gut aus, als ich sie nach 3, 4 Monaten runter geschmissen habe :P. In beiden Fällen dachte ich, daß ich plötzlich andere Gitarren spiele :O Dachte erst, das sie halt länger zum Einspielen brauchen, aber da hat sich nichts geändert. Einfach nur schrecklich
Je dünner das Plek, desto heller klingt es im Regelfall auch. Verwende derzeit Dunlop Nylon um 1,00.
von Vollröhre
#384468
Frank-vt hat geschrieben: Durch einen Gitarrenbauer bin ich vor ein paar Jahren auf John Pearse gekommen und habe die auf allen Martin drauf, auch auf der LX1E meiner Tochter.
Seid ihr bei der LX bei dem 13-56er-Satz geblieben? Habt ihr dünnere probiert? Musste an der Gitarre was nachjustiert werden?
Benutzeravatar
von Frank-vt
#384469
Ah, sorry. Nein, auf der LX waren schon von Haus aus 12-er drauf. Spiele auch nur 12-er. 13-er hatte ich nur auf der GT-1, aber da musste die Seitenlage ohnehin angepasst werden. Und da sind dann die JP drauf gekommen. Bei einem Wechsel von 13 auf 12-er muss man auch m.W. nicht unbedingt was nachstellen. Bei der LX fehlt es ja doch etwas am Bass, vlt. macht sich da ein dickeres Plek etwas besser. Muss man nur aufpassen, daß es nicht zu dumpf wird.
Benutzeravatar
von startom
#384471
Meine persönliche Regel bezüglich Saitenstärke lautet: 09-42 für Strat-Formen, 10-46 für Les Paul, 12-53 oder 12-56 für Western.
Betreffend Marken bin ich nicht so affin. Ich ziehe drauf, was grad so im Musikladen vorrätig ist. Meist sind das d'Addario für E-Gitarren und Martin für Akustikgitarren.
Benutzeravatar
von MukerBude
#384477
Nach nicht enden wollenden Tests bin ich zu beschichteten Gold-Phosphore-Bronce Saiten gekommen. Meine Jumbo hat sich lange mit 12-54 Saiten der Marke Dean Markley Alchemy aus Gold-Phosphore-Bronce sehr gut angehört. Da die Produktion der Saiten leider eingestellt wurde, benutze ich seit dem Saiten von Martin Livespan SP natürlich ebenfalls Gold-Phosphore-Bronce. Die haben eine Beschichtung zur smootheren Bespielbar- und längeren Haltbarkeit. Elixir klingen für meine Ohren etwas überzogen unnatürlich brillant. Eine gute Wahl sind unbeschichtete Saiten, wenn Du sie jede Woche erneuerst, deren Bespielbarkeit ist jedoch etwas ruppig.
Ansonsten gilt nur, testen, teste und nochmal testen...
Benutzeravatar
von Andreas Fischer
#384480
Jede Woche erneuern? Ernsthaft?
Ich wechsel 2 x im Jahr.
Ich stehe auf keiner Bühne und nehme keine Cds auf. Wofür brauch ich frische Saiten?
Und wenn, wer meiner Zuhörer hört den Unterschied?
Benutzeravatar
von MukerBude
#384494
Andreas Fischer hat geschrieben:Jede Woche erneuern? Ernsthaft?
Es ist die Rede von unbeschichteten Saiten. Na ja, vielleicht nicht jede Woche, aber nach 25-30 SpielStunden lassen die uncoated Saiten klanglich deutlich nach.
Andreas Fischer hat geschrieben: ...Wofür brauch ich frische Saiten?
Weil Deine Ohren sich so daran gewöhnen, dass frische Saiten besser klingen
Benutzeravatar
von Andreas Fischer
#384496
MukerBude hat geschrieben:Es ist die Rede von unbeschichteten Saiten. Na ja, vielleicht nicht jede Woche, aber nach 25-30 SpielStunden....
Also doch nach einer Woche . Ja ich spiel soviel ;-)
MukerBude hat geschrieben:Weil Deine Ohren sich so daran gewöhnen, dass frische Saiten besser klingen
Nö ist mir noch nicht passiert. Mag an meinen Ohren liegen.

Ich wechsel wenn die Dinger sich nicht mehr ordentlich stimmen lassen oder eine reisst.
Mir und meinen Zuhörern reicht das.
von Vollröhre
#384565
Hi,

hab jetzt für die beiden E-Gitarren von d'Addario EXL110 (10-46er) bestellt und für die LX 1× "d'Addario EJ16 12-53 Phosphor Bronze" und 1× "d'Addario EXP16 12-53 Coated Phosphor Bronze". Schauen wir mal, was es mit der Beschichtung auf sich hat.
von KatrinKapodaster
#386004
Hi Zusammen,

auch mich hat das Thema in letzter Zeit viel beschäftigt. Ich bin eigentlich ein absoluter Anfänger und habe gerade von meiner klassischen Gitarre auf eine E-Gitarre gewechselt (ein recht billiges Modell für Einsteiger). Bei den Saiten merkt man das Preisverhältnis jedoch enorm. Darum habe ich mir gedacht, dass ich einfach neue E-Saiten aufziehen muss. Habt ihr vielleicht Tipps für mich welche ich hier nehmen soll? Bie diesem E-Gitarrensaiten-Test schließen die Elixir Saiten ganz gut ab, sind die zu empfehlen für "Einsteiger" oder gibt es da andere, die besser für mich wären? =(=))=

Meine beiden Gitarren sind No-Name Gitarren von Amazon.

Liebe Grüße
Katrin
Benutzeravatar
von Harry83
#386005
Hallo!

Wie ich schon einmal schrieb, sind die Saiten von Elixir, mein aktueller Favorit. Der hohe Preis, macht sich, durch die Haltbarkeit aber wieder wett. Allerdings ist das Spielgefühl gewöhnungsbedürftig, da sie "glatter" sind. Ausprobieren lohnt sich trotzdem allemal!

Dabei betone ich aber immer, dass gerade Saiten, einfach Geschmacksache sind. Ich bin zufrieden.

Greetz Harry
Benutzeravatar
von Software-Pirat
#386006
Ich spiele "Pur Nickel" Saiten von Fender in der Stärke 10 und bin damit zufrieden. Generell würde ich bei Saiten nicht unbedingt die teuersten nehmen, aber auch nicht die billigsten. Wie Harry83 schon sagte, es ist Geschmacksache, insbesondere was die Stärken oder das Material angeht. Nimm für den Anfang einfach einen Satz Markensaiten, 10er- oder 9er-Saiten und schau mal, wie du damit zurecht kommst.
Benutzeravatar
von Harry83
#386014
@KatrinKapodaster: Wie du siehst, gehen die Meinungen extrem auseinander. Ich habe es z.B. so gemacht, dass ich Sätze, verschiedener Hersteller gekauft, und einfach ausprobiert habe. Bis auf wenige Ausnahmen, kosten Saiten nicht die Welt. Am besten, du probierst einfach mal welche durch.
von Vollröhre
#386015
KatrinKapodaster hat geschrieben: Bei den Saiten merkt man das Preisverhältnis jedoch enorm.
Kannst Du das mal konkretisieren? Standardsätze gibt es von allen Herstellern für um die 5,-- Euro. Sind das jetzt schon teure Saiten für Dich?