Engl-Amp für zu Hause

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The Wrath
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Engl-Amp für zu Hause

von The Wrath » 27.06.2018, 17:34

moin,

es muss ein neuer Röhren-Amp her der meinen Line6 Spyder IV ersetzt, ordentlich wumps hat und böse ist. Da kommt mir nur
ein ENGL in frage, kann mich aber nicht zwischen den MetalMaster und dem neuen Ironball-Combo entscheiden. Habe hier in der nähe kein einziges Gitarren laden um die Amps selbst anzuspielen :(
hab mir auch paar Youtube Videos angeschaut von den beiden Amps, schienen mir aber nicht ganz aussagekräftig genug.

- ein Combo bis 1000€
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startom
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Re: Engl-Amp für zu Hause

von startom » 27.06.2018, 18:28

Hoi
Ich habe zu Hause in meinem Musikzimmer den Engl Screamer 50 und bin (nunmehr seit ca. 12 Jahren) sehr begeistert von dem Teil. Gefällt mir persönlich vom Sound her viel besser als der Metal Master. Den Ironball kenne ich leider nicht.
Tom

ZeroOne
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Re: Engl-Amp für zu Hause

von ZeroOne » 27.06.2018, 19:27

Für 1000 Eier gibts auch nen 5150 LBXII + Box, Peavey 6505 Mini + Box, Laney IRT Studio + Box, Nen gebrauchten Fireball + Box (durchaus heimtauglich und wenigstens ein richtiger Engl Amp :P)), Orange Dark Terror + Box, Orange Jim Root Terror + Box usw.

Mir drängt sich die Frage auf: Wieso unbedingt Combo? aus Platzgründen kann ich es gut verstehen, soundlich, finde ich jedenfalls, muss man da einige Einschnitte in Kauf nehmen. Der Ironball hat nen V30 verbaut... Wenn man da drauf Daheim Bock hat, bitte. Mir wäre das massivst du plärrig und ein einzelner V30 hat mit "böse" echt nicht viel zu tun ^^. Was man dem Metalmaster zutrauen kann, kann ich so nicht beantworten, weil ich den verbauten Speaker nicht kenne.

Für ein Heimsetup würde ich wohl zu einem kleinen Topteil (Bei mir ist dafür im Moment übrigens hauptsächlich der Joyo Zombie am werkeln, und ich habe definitiv noch ein paar andere Kaliber hier rum stehen) mit einer 212er Box tendieren. Vorzugsweise von Palmer weil komplett Modular und recht günstig, dabei aber deutlich besser und wertiger als vergleibare Harley Benton Boxen.

Ich befeuer zum spielen zu Hause meistens Greenbacks, die werden halt einfach nicht so schnell so furchtbar laut und hochmittig wie V30, finde ich deutlich angenehmer.Die andere Alternative wäre wohl noch der GT75, auch der entwickelt sich nicht so wie ein V30.

Lange Rede, kurzer Sinn, ich würde die Idee zwingend zu ner Combo zu greifen wohl wenn möglich noch einmal überdenken.

The Wrath
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Re: Engl-Amp für zu Hause

von The Wrath » 27.06.2018, 22:39

Ja ein Combo weil ich in einem Mehrfamilienhaus wohne und neben mir Kinder wohnen, habe zwar genug platz in meiner Wohnung für ein Topteil aber wenn ich eine 2x12 Box betreibe stehen demnächst die Nachbarn vor meiner Tür. Da ist ein Powersoak sehr wichtig für mich.

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startom
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Re: Engl-Amp für zu Hause

von startom » 27.06.2018, 22:44

The Wrath hat geschrieben: weil ich in einem Mehrfamilienhaus wohne und neben mir Kinder wohnen...

Da drängt sich mir nicht die Frage betreffend Combo oder Half-stack auf, sondern: Warum Röhre?
Ich würde es verstehen, wenn du in einem Einfamilienhaus leben würdest und gelegentlich mal ordentlich aufdrehen kannst.
Tom

ZeroOne
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Re: Engl-Amp für zu Hause

von ZeroOne » 28.06.2018, 06:08

The Wrath hat geschrieben:Ja ein Combo weil ich in einem Mehrfamilienhaus wohne und neben mir Kinder wohnen, habe zwar genug platz in meiner Wohnung für ein Topteil aber wenn ich eine 2x12 Box betreibe stehen demnächst die Nachbarn vor meiner Tür.


Nö, die doppelte Membranfläche bei ansonsten identischer Bauweise und gleichen Speakern bedeutet round about 3db mehr Schallpegel. Völlig zu vernachlässigen, vor allem da man sowas wie die Palmer Boxen auch mit einem Speaker betreiben kann. Hier geht es mehr um das Boxenvolumen um mehr Fleisch in den Sound zu kriegen.

Da ist ein Powersoak sehr wichtig für mich.


Auch nö. Interne Powersoaks sind halt ziemliches Marketing-Wischi-Waschi. Du brauchst ein funktionierendes Volumen-Poti, mehr nicht. Moderne (Metal-)Amps brauchen praktisch keine Endstufensättigung um einen entsprechenden Sound zu fahren. Der limitierende Faktor ist viel mehr (wieder einmal) der Speaker. Gitarrenspeaker brauchen Feuer um zu klingen, manche mehr (V30), manche weniger (Greenbacks).

Wenn du LEISE vollen Sound erreichen willst, kommst du mMn nicht wirklich an einer modernen und guten Modelling-Lösung vorbei.

Das Line 6 Helix LT liegt beispielsweise noch in deinem Budet und ein entsprechender Fullrange Speaker wäre auch noch drin.

Ein Beispiel:

Das ist mein Joyo Zombie (https://drive.google.com/file/d/16ApvRI ... sp=sharing), der hat ne Transistorendstufe und kostet irgendwie nicht wirklich viel Geld. Der war für die Aufnahme, eben damit der Gitarrenspeaker klingt, aber auch brutal laut. Die Gitarren sind natürlich unbearbeitet.

Das hier ist mein Kemper (https://drive.google.com/file/d/1uFEuhz ... sp=sharing). Der klingt immer. Egal ob stumm oder über (gute) Kopfhörer, über Studiomonitore, Fullrangespeaker, die Stereoanlage oder sonst irgendwas, völlig egal.

Ich weiß, man fragt in Foren nicht nach Beratungen um sich beraten zu lassen, sondern um seine Meinung bestätigt zu sehen (ich weiß, provokante Behauptung), aber ich weiß und sehe ja, was ich auch hier im Mehrfamilienhaus spiele, und ich kann hier wirklich viel Krach machen. Trotzdem, die echten Amps mache ich nur an, wenn ich auch wirklich Lärm machen kann, den Kemper Abends und/oder Sonntags ;).

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Harry83
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Re: Engl-Amp für zu Hause

von Harry83 » 28.06.2018, 12:43

Hallo!

Engl ist, in meinen Augen bzw. Ohren, immer eine sehr gute Wahl!

Als ich vor mehr als 10 Jahren anfing, E-Gitarre zu spielen, hatte ich "nur" einen kleinen Marshall MG10. Zum Üben, und für den Unterricht, reichte dieser völlig hin.

Dann gründete eine Freundin und ich, unsere erste Band. Es musste etwas her, was mehr Power hat. Da wir eine Top40 Band waren, sollte es auch vielseitig sein. Ich entschied mich für den Line6 Spider IV, in der 150 Watt Topteil Version. Im Proberaum standen, für die Allgemeinheit aber auch Röhrenamps. Engl, Mesa, Peavey und ein alter Vox.

Obwohl ich, die erste Zeit, nur mein Spider spielte, probierte ich auch die Röhrenamps an. Ab dem Moment war klar; ich will Röhre. Währe Mesa preislich meine Liga. hätte ich mir auf jeden Fall diesen gekauft. Rund 3000 €, waren mir dann aber doch zu viel. Ansonsten gefiel mir der Engl E651 Artist Edition. Diesen spielte ich dann auch fast immer.

Ich war so vom Engl Sound angetan, dass ich solchen auch für zu Hause haben wollte. Also fuhr ich wochenlang, von Musikhaus zu Musikhaus, und teste verschiedene Modelle an. Letzten Endes, gab es den Gig- und den Metalmaster. Einer sollte es sein. Da der Metalmaster, über ein integrierten Reverb verfügt, habe ich diesen genommen.

Der Amp ist, obwohl "Metal" in der Bezeichnung steht, extrem vielseitig! Im Cleankanal, bekommt man klare Sounds. Clean, ist auch wirklich Clean! Dreht man etwas am Gain Regler, fängt er schon früh an zu zerren. Somit lassen sich Sounds. alá AC/DC umsetzen.

Im Leadkanal, dreht der Amp dann richtig auf! Schon bei geringem Gain, bekommt man schöne Rhythmussounds. Dreht man hier etwas weiter auf, wird es immer "böser", und man muss aufpassen, dass der Amp nicht übersteuert.

Wenn ich mich wieder für einen Verstärker entscheiden müsste, wäre es, ganz klar, wieder Engl!

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Re: Engl-Amp für zu Hause

von Vollröhre » 28.06.2018, 15:15

Hi,

dieser Thread interessiert mich auch, behandelt das Thema so wie es mich interessiert besser, als "mein eigener" Thread.

ZeroOne hat geschrieben:Ich weiß, man fragt in Foren nicht nach Beratungen um sich beraten zu lassen, sondern um seine Meinung bestätigt zu sehen (ich weiß, provokante Behauptung), ...


So wie sich Deine Empfehlungen lesen, hast Du aber auch schon so einiges durchprobiert ..... ;)

Ich persönlich hab für mich jetzt die Entscheidung getroffen, eine Röhre haben zu wollen. Es wird
wohl ein Tubemeister 18 und eine Peavey 112-6 Box mit Celestion Greenback. Die Peavey deshalb,
weil die geschlossen und offen zu betreiben ist - da kann ich mal den Unterschied vergleichen.
Weiterhin ist die Box aus Schichtholz (mehrlagiges Sperrholz) und nicht aus MDF-Platten.
Ich bin mir sicher, dass ich auch mal mit anderen Lautsprechern in der Peavey-Box experimentieren
werde. Ich weiss den Rat bzgl. Modeller zu schätzen und vermutlich wird mein nächstes Topteil
dann auch ein ordentlicher Modeller werden. Beratungsresistenz hin oder her, es ist Hobby und
das kann ja nicht nur darin bestehen, an der Gitarre die Spieltechnik zu trainieren. ====))

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Re: Engl-Amp für zu Hause

von The Wrath » 28.06.2018, 20:24

wird es denn nicht zu laut wenn ich eine 2x12 Box in einer Wohnung betreibe :? habe ja auch nur mit Combo-Amps erfahrung gehabt. Da sind schon 20 Watt recht laut im Wohnzimmer.

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Re: Engl-Amp für zu Hause

von ZeroOne » 29.06.2018, 06:25

Vollröhre hat geschrieben:
So wie sich Deine Empfehlungen lesen, hast Du aber auch schon so einiges durchprobiert ..... ;)



"Durchprobiert" nicht wirklich, ich bin da schon ziemlich versiert unterwegs und habe eigentlich nur Sachen rangeschafft, die ich auch brauchte, wobei man jetzt sicherlich darüber diskutieren kann, was man in dem Kontext als "brauchen" versteht.

Einziger Fehleigenbau, wenn man so will, war ein Selbstbau Iso-Cabinet um meinen Peavey 6505 vernünftig Daheim zu betreiben. Bei dem Verstärker treffen Schwächen der alten Amps auf Moderne, jedenfalls ist der als Heimverstärker eigentlich nicht vernünftig händelbar, wird einfach zu schnell zu laut. Richtig laut. Naja, die stehenden Wellen in der Kiste versauen jedenfalls alles, funktioniert einfach nicht.

Vollröhre hat geschrieben:
Ich persönlich hab für mich jetzt die Entscheidung getroffen, eine Röhre haben zu wollen. Es wird
wohl ein Tubemeister 18 und eine Peavey 112-6 Box mit Celestion Greenback. Die Peavey deshalb,
weil die geschlossen und offen zu betreiben ist - da kann ich mal den Unterschied vergleichen.
Weiterhin ist die Box aus Schichtholz (mehrlagiges Sperrholz) und nicht aus MDF-Platten.
Ich bin mir sicher, dass ich auch mal mit anderen Lautsprechern in der Peavey-Box experimentieren
werde. Ich weiss den Rat bzgl. Modeller zu schätzen und vermutlich wird mein nächstes Topteil
dann auch ein ordentlicher Modeller werden.


Bock auf durchprobieren, kann ich verstehen und macht auch Sinn und Spaß. Inwieweit die Konstruktion aus Schichtholz Vorteile gegenüber MDF hat ließe sich nur über einen 1 zu 1 Vergleich mit 2 baugleichen Boxen herausfinden. Fakt ist, dass MDF auch im hohen Preissegment ein gängiges Material für Cabinets ist, interessieren würde mich das allerdings auch. 112er Boxen sind mir aber, wie schon beschrieben, einfach zu quäkig. Da Fehlen einfach die Eier, die durch das Volumen der Box kommen.

Vollröhre hat geschrieben:Beratungsresistenz hin oder her, es ist Hobby und
das kann ja nicht nur darin bestehen, an der Gitarre die Spieltechnik zu trainieren. ====))


Klar, das Hobby besteht auch darin, sich Dinge zu kaufen, die man nicht wirklich braucht. Hier hängen irgendwie 6 Gitarren, die ich fast nie anfasse, die ich aber trotzdem nie verkaufen würde.

Zum Modeller Thema: Eigentlich halte ich davon nicht viel. Der Real Deal ist nun mal Real. Aber ich muss bzw. will halt auch ein wenig wirtschaftlich denken. Ich betreibe im kleinsten Rahmen ein Studio, ich habe einfach keine Kohle um mir hier 20 Amps hin zu stellen. Für einen Kemper reicht es aber, und ganz ehrlich, das war die beste Entscheidung. Zum Aufnehmen, zum selber spielen, Live, für alles. Das Ding klingt in jeder Lage großartig und bringt die ganzen Nachteile von echten Gitarrenspeakern und echten Röhrenamps halt nicht mit. Das Helix führe in an, weil ein Kumpel letztens mit seinem hier war und wir das Ding gegen den Kemper haben antreten lassen. Was soll man sagen, Line 6 hat Jahre lang, eigentlich Jahrzehnte, nur Schrott produziert, aber Helix ist mega geil.

The Wrath hat geschrieben:wird es denn nicht zu laut wenn ich eine 2x12 Box in einer Wohnung betreibe :? habe ja auch nur mit Combo-Amps erfahrung gehabt. Da sind schon 20 Watt recht laut im Wohnzimmer.


Danke, dass du meinen Beitrag scheinbar nicht wirklich gelesen hast, ich möchte mich zu diesem Thema selbst zitieren ;).

ZeroOne hat geschrieben:Nö, die doppelte Membranfläche bei ansonsten identischer Bauweise und gleichen Speakern bedeutet round about 3db mehr Schallpegel. Völlig zu vernachlässigen, vor allem da man sowas wie die Palmer Boxen auch mit einem Speaker betreiben kann. Hier geht es mehr um das Boxenvolumen um mehr Fleisch in den Sound zu kriegen.


Um das noch mal auf den Punkt zu bringen: Ich betreibe hier auch 412er Boxen mit nur einem Speaker, einfach weil die Box durch das pure räumliche Volumen um LÄNGEN besser klingt, als so ne 112er Hupe.

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Re: Engl-Amp für zu Hause

von Vollröhre » 29.06.2018, 06:47

ZeroOne hat geschrieben:Für einen Kemper reicht es aber, und ganz ehrlich, das war die beste Entscheidung. Zum Aufnehmen, zum selber spielen, Live, für alles. Das Ding klingt in jeder Lage großartig und bringt die ganzen Nachteile von echten Gitarrenspeakern und echten Röhrenamps halt nicht mit.


Hast Du den PowerHead? Welche Lautsprecher hängt man da dran? Eine Monitorbox?

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Re: Engl-Amp für zu Hause

von ZeroOne » 01.07.2018, 18:58

Vollröhre hat geschrieben:
Hast Du den PowerHead? Welche Lautsprecher hängt man da dran? Eine Monitorbox?


Nope, hab das Ding ohne Endstufe. ich brauch die Endstufe eigentlich für nichts was ich damit mache.

Dran hängen kann man am Ende des Tages alles. Man kann die Boxensimulation im Kemper abschalten, kann also auch normale Gitarrenboxen betreiben. Ich habe hier halt meist 2 aktive Studiomonitore dran hängen... Oder halt Kopfhörer.

Wenn man das Ding im Proberaum benutzen will und die PA nicht ausreicht, würde ich wohl zu einem einzelnen aktiven PA Monitor greifen oder zum Powerhead + Gitarrenbox greifen.

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Re: Engl-Amp für zu Hause

von The Wrath » 02.07.2018, 23:07

ZeroOne hat geschrieben:
The Wrath hat geschrieben:Ja ein Combo weil ich in einem Mehrfamilienhaus wohne und neben mir Kinder wohnen, habe zwar genug platz in meiner Wohnung für ein Topteil aber wenn ich eine 2x12 Box betreibe stehen demnächst die Nachbarn vor meiner Tür.


Nö, die doppelte Membranfläche bei ansonsten identischer Bauweise und gleichen Speakern bedeutet round about 3db mehr Schallpegel. Völlig zu vernachlässigen, vor allem da man sowas wie die Palmer Boxen auch mit einem Speaker betreiben kann. Hier geht es mehr um das Boxenvolumen um mehr Fleisch in den Sound zu kriegen.

Da ist ein Powersoak sehr wichtig für mich.


Auch nö. Interne Powersoaks sind halt ziemliches Marketing-Wischi-Waschi. Du brauchst ein funktionierendes Volumen-Poti, mehr nicht. Moderne (Metal-)Amps brauchen praktisch keine Endstufensättigung um einen entsprechenden Sound zu fahren. Der limitierende Faktor ist viel mehr (wieder einmal) der Speaker. Gitarrenspeaker brauchen Feuer um zu klingen, manche mehr (V30), manche weniger (Greenbacks).

Wenn du LEISE vollen Sound erreichen willst, kommst du mMn nicht wirklich an einer modernen und guten Modelling-Lösung vorbei.

Das Line 6 Helix LT liegt beispielsweise noch in deinem Budet und ein entsprechender Fullrange Speaker wäre auch noch drin.

Ein Beispiel:

Das ist mein Joyo Zombie (https://drive.google.com/file/d/16ApvRI ... sp=sharing), der hat ne Transistorendstufe und kostet irgendwie nicht wirklich viel Geld. Der war für die Aufnahme, eben damit der Gitarrenspeaker klingt, aber auch brutal laut. Die Gitarren sind natürlich unbearbeitet.

Das hier ist mein Kemper (https://drive.google.com/file/d/1uFEuhz ... sp=sharing). Der klingt immer. Egal ob stumm oder über (gute) Kopfhörer, über Studiomonitore, Fullrangespeaker, die Stereoanlage oder sonst irgendwas, völlig egal.

Ich weiß, man fragt in Foren nicht nach Beratungen um sich beraten zu lassen, sondern um seine Meinung bestätigt zu sehen (ich weiß, provokante Behauptung), aber ich weiß und sehe ja, was ich auch hier im Mehrfamilienhaus spiele, und ich kann hier wirklich viel Krach machen. Trotzdem, die echten Amps mache ich nur an, wenn ich auch wirklich Lärm machen kann, den Kemper Abends und/oder Sonntags ;).


hmm ist das Line 6 Helix so ein teil für die Aufnahme geeignet oder ersetzt es den Amp, mit solchen sachen kenn ich mich null aus^^
Ja so ne 212Box klingt schon fetter und hat mehr volumen als ne 112Box, muss erstmal testen wie der Schallpegel hier in der Wohnung ist, bin erst eingezogen und die Räume haben noch so'n Hall effekt (so als ob die Wohnung noch leer wäre) da klingt noch mein 8" speaker "noch" sehr breit und lauter als sonst ;)

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Re: Engl-Amp für zu Hause

von Harry83 » 03.07.2018, 08:59

Zum Helix:

Ich nutze mein Helix LT, für Aufnahmen, in Verbindung mit Cubase und aktiven KRK Monitoren. Das reicht schon, um gute Aufnahmen hinzubekommen.
Nur selten schließe ich es an den Amp an. Ich habe die Presets so eingestellt, dass sie fast identisch mit dem Amp sind, damit ich nicht so einen extremen Kabelsalat habe.

Einen echten Amp, ersetzt es aber nicht. Mein Engl klingt immer noch druckvoller. Das ist aber reine Geschmackssache.
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Re: Engl-Amp für zu Hause

von ZeroOne » 04.07.2018, 02:45

The Wrath hat geschrieben:
hmm ist das Line 6 Helix so ein teil für die Aufnahme geeignet oder ersetzt es den Amp, mit solchen sachen kenn ich mich null aus^^


Aufnehmen geht sicherlich, allerdings sehe ich da nicht den primären Einsatzzweck. Das Ding ist wohl mehr als allgemeine Workstation für Gitarristen anzusehen. Ich würde das Ding eher nicht an einem Gitarrenverstärker betreiben, sondern eher, wie auch beim Kemper, zu einer Fullrange-Lösung greifen. Wie die aussieht, ist jedem selbst überlassen.

Ob solche Geräte einen "echten" Amp ersetzen oder nicht, kann man diskutieren. Ich habe hier natürlich eine etwas andere Hörsituation als die meisten anderen. Meine Verstärker stehen in Raum A, in dem ich auch spiele und höre, meine Boxen stehen aber in Raum B und werden dort mikrofoniert. In Raum A höre ich also nur den mikrofonierten Sound meiner Boxen aus Raum B. Unter diesen Umständen tun sich echter Verstärker an guter (!!!) Box, Kemper oder Helix eigentlich nichts. Das selbe gilt halt auch für Live, wenn mikrofoniert wird (hier sind Kemper und Helix tendentiell auch eher einfach besser) oder Proberäume.

Einzig alleine zu Hause kann der echte Verstärker Vorteile bringen, wenn man den direkten, ungefilterten "In the Room"-Sound will. Hier kommt aber wieder mein angesprochenes Lautstärkeproblem zum Tragen: Bis die Speaker wirklich Laune ist es halt eigentlich nicht mehr wirklich wohnzimmertauglich.

Leise spielen kann man natürlich alles, man bleibt da aber schnell hinter den Möglichkeiten zurück.

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