Turidion (franz. trad.) Fingerstyle

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mjchael
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Turidion (franz. trad.) Fingerstyle

Erstellt: von mjchael » 08.05.2018, 16:21

Das Stück Touridion habe ich bei einer Sammlung von ABC-Files gefunden.
Es hatte mir auf Anhieb gefallen, so habe ich mich dran gemacht, es für Gitarre zu bearbeiten.
Ich bin noch nicht ganz fertig (also es kommt noch was an Dateien) aber ich wollte euch schon mal etwas zur Verfügung stellen.

Die Formatierung der PDF stimmt noch nicht ganz.

Folgendes sollte eigentlich auf der PDF zu lesen sein:
Tourdion (Transcription for Guitar)
Komponist: Anonymous; Pierre Attaignant, ed. (c.1494 - c.1551)
Text: traditional (reconstructed)
Arangement: Transcription by Mjchael (de.wikibooks.org) by using ABC-File from Guido Gonzato
Rechte: cc-by-sa 3.0 or later

cc: = creative common
Was heißt, ihr dürft es kopieren, weitergeben, selbst für eigene Zwecke nutzen, weiterbearbeiten etc.
by = Namensnennung (wie oben angegeben)
sa = wenn ihr es nutzt, muss eure Version ebenfalls cc-by-sa (also frei bzw. ohne copyright) sein.

@RalfSch
Wer es für eigene Bücher nutzen will darf es, muss aber die entsprechende Seite unter CC-BY-SA stellen.
(Könnte als kostenlose Vorschau interessant sein)

Tourdion - Fingerstyle.zip
(329.14 KiB) 41-mal heruntergeladen

Nachtrag: Verbesserter Ausdruck und eine Duoversion ist weiter unten.
post384811.html#p384811
Dennoch bleibt dieser Download für die Tux-Guitar-Datei und vorbereitende Midis interessant.

Im Zip-File findet ihr ein Midi der Original-Quelle mit Karaoke-Text (z.B. sichtbar mit VanBasco-Midi-Player Freeware)
Ein Midi nach Am transponiert, mit den Akkorden, die ich aus dem Original herausgelesen habe.
Ein Midi-File und eine PDF für alle, die kein Powertab-File öffnen können
Ein Powertab-File. (verbesserter Ausdruck und Duo weiter unten)

Es kommt noch eine Datei und ein Text, die euch zeigt, wie ich vom Original zur Gitarrenbearbeitung gekommen bin.
Und es folgt noch ein Duett für zwei Gitarren. Aber mit dem neuen Win10 habe ich immer noch so meine Probleme,
da die Programme einfach nicht machen, was sie machen sollen.

Wie dem auch sei, eine korrigierte Fassung und weitere Infos folgen. (erl.: s.u.)

Viel Spaß beim ausprobieren.

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mjchael
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Re: Turidion (franz. trad.) Fingerstyle

Erstellt: von mjchael » 08.05.2018, 16:34

Noch ein paar Infos:
Tourdion auf der Wikipedia

Das hier sind die Noten. Wenn ihr hinschaut, entdeckt ihr im Notenbild ein "b".

Bei meiner Version habe ich darauf verzichtet.
Original ist das Stück in dorisch ausgesetzt, mit einer Ausweichung (Modal Interchange) nach Moll.
Ich habe es einfach in Moll gesetzt, da mir die andere Variation schlicht nicht gefallen hat.
Damit bin ich aber nicht allein. Wenn ihr einige Versionen im Netz euch anschaut, findet ihr verschiedene Versionen.
Komplett in dorisch (hört sich m.E. nicht gut an)
irgendetwas gemischtes (ganz interessant, aber nicht unbedingt notwendig)
Komplett in Moll (hört sich gut an, und ist einfach zu spielen, und eignet sich sogar für Anfänger, die gerade so die C-Dur bzw. Am-Tonleiter hinbekommen.)

Wer experimentieren will: in der Tonart Am, in der ich euch das Stück transponiert habe, betrifft es den Ton F, der in A-Dorisch als F# gespielt wird. (der Rest bleibt gleich). Ihr hört dann selbst, ob es euch gefällt oder nicht.

Ist ganz ähnlich wie bei Greensleeves, wo ihr auch zwischen Am und A-Dorisch wählen könnt.
Da ist die Wahlmöglichkeit aber einfacher, weil beides gut klingt.


Die Gruppe Streuner hat den Text auf deutsch übertragen.
Youtube-Suche
lyrics

Ich finde den deutschen Text ja ein wenig hölzern, aber vielleicht dichten die Mittelalter-Fans ja mal einen besseren Text.
Oder die Irish-Folk-Fraktion...


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Andreas Fischer
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Re: Turidion (franz. trad.) Fingerstyle

Erstellt: von Andreas Fischer » 08.05.2018, 19:01

Tolles Lied , ein PDF dazu kann ich gut gebrauchen
Sagst du bescheid wenn das PDF im endgültigem Format ist?
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Re: Turidion (franz. trad.) Fingerstyle

Erstellt: von mjchael » 09.05.2018, 19:01

Mache ich. Und es sollen eigentlich noch ein paar andere folgen,
Aber seltsamerweise machen meine Programme nicht mehr das, was sie sollen, und ich suche nach den Fehlern.
Hängt vermutlich mit Win10 zusammen, oder sonst was.
Es kommt letztendlich alles sauber formatiert auf die Wikibooks.
Aber vorher lohnt es sich immer, wenn einige Member mal drüber hören.
Die finden oftmals Fehler, oder haben Tipps, für die ich betriebsblind geworden bin. :D

Sag mir mal, wie du mit dem Tab / Noten zurechtgekommen bist.

Und viel Spaß beim Spielen!
(Mir macht das Stück Spaß, obwohl ich es noch nicht so sauber spiele, wie ich es notiert habe.
Da rutschen immer noch ein paar andere Töne rein. :D :D )

Gruß Mjchael

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Re: Turidion (franz. trad.) Fingerstyle

Erstellt: von Andreas Fischer » 09.05.2018, 19:24

Ich habe mich nur kurz an den ersten 3 Taken versucht.
Das ist für mich spielbar oder besser gesagt lernbar. Ich werde ein paar Tage brauchen das flüssig zu spielen, auswendig nach Wochen erst.

Ich wollte aber nicht anfangen weil du ja eventuell noch was änderst und wass ich einmal drin habe ....
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Re: Turidion (franz. trad.) Fingerstyle

Erstellt: von mjchael » 12.05.2018, 09:17

Die Tabulatur werde ich nicht ändern, es sei denn, jemand findet einen Fehler oder hat noch einen genialen Einfall.

Was ich ändern möchte ist die Formatierung der Kopfzeile, die du aber nicht zum spielen brauchst. Und ich will noch weitere Bearbeitungen hinzufügen, die für dich vorerst uninteressant sind (Duett, Melodieinstrument + Begleitung)

Tipp: spiele zuerst nur die Melodie. Die ist nur die Am-Tonleiter in den ersten 3 Bünden auf den unteren 3 Saiten.
Der Akkordwechsel ist meist zwischen Am und G. Von daher nicht so schwer.
Was ich selbst noch üben muss, ist den Takt richtig einzuhalten.
1 _ 3 |1_ 3 etc.
Bei mir schmuggeln sich immer noch unnötige Akkorde ein. Ich will immer mehr als nötig spielen. :D
Macht im Grunde nichts aus, aber kommt nicht gut, wenn man es jemand anderen beibringen will. :D
Viel Spaß beim Üben.

Gruß Mjchael

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Re: Turidion (franz. trad.) Fingerstyle

Erstellt: von Andreas Fischer » 12.05.2018, 13:58

Ok dann drucke ich mir dass mal aus und lege es zu meinen täglichen Übungsnotationen
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Re: Turidion (franz. trad.) Fingerstyle

Erstellt: von Andreas Fischer » 06.06.2018, 15:04

Ich wollte mir das nun gerade endlich mal vornehmen aber ich frage mich wie der Unterschied von "dorisch mit einer Ausweichung (Modal Interchange) nach Moll" eigentlich wirklich klingt.
Es sind ja die Midi dateien im Zip aber ich kan mich danach nicht entscheiden.
Nicht dass ich das jetzt lerne (ich brauche ne weile dazu) und später feststelle das mir eine andere version besser gefällt ;-)
Hast du oder hat jemand anders eventuell mal links zu 2 Versionen, einmal in Moll und einmal in dorisch?
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Re: Turidion (franz. trad.) Fingerstyle

Erstellt: von startom » 06.06.2018, 16:14

Jetzt gehts um die Kirchentonleitern und deren Charakter.

A-Moll und A-Dorisch sind beides Tonleitern mit Moll-Charakter. Nur bewegt sich A-Dorisch in einer anderen Tonart, nämlich G-Dur anstatt A-Moll. Je nach Tonleiter verändert sich also die Wahrnehmung der Tonart. Das hat aber mit dem eigentlichen Charakter von Dorisch überhaupt nichts zu tun.

Um den Charakter einer Kirchentonleiter wahrzunehmen, ist es als Gitarrenspieler ideal, wenn zwei Leute spielen. Oder mit Backingtrack.
Das geht dann folgendermassen, nehmen wir als Beispiel die Tonart C-Dur.
Mit der Gitarre spielst du einfach nur die C-Dur Tonleiter, egal in welcher Reihenfolge. Der Backingtrack (oder der zweite Spieler) spielt konsequent nur D-Moll. Schon hast du eine Tonleiter mit dorischem Charakter. Wechselt der Backingtrack auf C-Dur, hast du einen ionischen Charakter in der Tonleiter. Spielt der Backingtrack konsequent G-Dur, hörst du eine mixolydische Tendenz heraus usw....

So versuche ich zumindest die verschiedenen Kirchentonleitern dem Schüler näherzubringen.
Tom

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Re: Turidion (franz. trad.) Fingerstyle

Erstellt: von mjchael » 07.06.2018, 14:51

@ Startom ()/ Schöne Erklärung! ()/

@Andreas Fischer

Du kannst es problemlos in Am spielen.
Ich habe das Stück in A-Dorisch abgespielt (mittels ABC-Datei) was sich wirklich nicht gut angehört hat.
Es gibt eine Stelle 3. System bei Takt 11 (Akkorde G Gsus4 G) da könntest du anstelle des F ein F# spielen. (320 statt 310 auf der E-Saite)
Es ist aber nicht wirklich nötig.
Beim ganzen anderen Rest des Stückes wirst du merken, dass es sich nicht wirklich gut anhört, wenn du anstelle eines F ein F# spielst.
(Es handelt sich immer um den selben Ton.)

Ich mache es jedenfalls nicht.

Gruß Mjchael

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Re: Turidion (franz. trad.) Fingerstyle

Erstellt: von Andreas Fischer » 07.06.2018, 21:10

Alles klar, ich hab eh schon zu üben begonnen ;-)
Mir war auch nicht bewusst das es sich nur um den einen Ton handelt.
Vielen Dank auch für das zur Verfügung stellen der Tabs
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Re: Turidion (franz. trad.) Fingerstyle

Erstellt: von mjchael » 09.06.2018, 11:05

Ich habe mich bei dem Arrangement nur auf die Hauptstimme beschränkt. Bei den Nebenstimmen taucht je nach Notenvorlage oder Video (edit: vgl. Beispiele weiter unten) etwas öfter die dorische Sexte auf (große Sexte vom Grundton A nach F# bei einem zugrundeliegenden Moll-Akkord - die anderen Moll-Stufen haben eine kleine Sexte also in unserem Beispiel von A nach F). Aber auch nicht bei allen Versionen und Videos.
Bei meiner Vorlage eben nur einmal. Beim oberen Video mit den Noten öfter. Andere spielen sie garnicht. Also kann man es halten wie man will.

Du hast die Wahl es als einfaches Moll oder dorisch zu interpretieren. Versuch und Irrtum. Letztlich entscheidet DEIN Ohr.
Ich bleibe aber dennoch beim einfachen Moll, so dass dieses Stück (und später das Duo) für Anfänger geeignet bleibt.

Viel Spaß beim Üben.

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Re: Turidion (franz. trad.) Fingerstyle

Erstellt: von Andreas Fischer » 03.10.2018, 21:49

So ich hatte das tatsählich nicht weiterverfolgt weil mir der Ausdruck abhanden kam
Jetzt habe ich das wieder ausgegraben und übe fleissig. Macht Spass ...

Ich habe aber noch eine Frage zu den Dateien im Zip
die "3a - Tourdion (Akkorde bestimmen)" kann ich mit dem Vbasco player öffnen, leider nicht verlangsammen oder geht dasd damit irgendwie?
die "1 - Tourdion in Em (Quelle)" und "Tourdion - Fingerstyle" lassen sich bei mir aber weder im VLC noch Mediaplayer öffnen

Ich hätte gern eine verlangsamte Vorlage um die einzelenen Tonlängen zu überprüfen. Ich denke ich bekomme es vom Blatt hin aber sicher ist sicher ;-)
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Re: Turidion (franz. trad.) Fingerstyle

Erstellt: von mjchael » 04.10.2018, 14:26

Mit der Maus auf das Hauptfenster von VanBasco klicken
rechte Maustaste
Mixer anklicken
und du hast den Temporegler

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Re: Turidion (franz. trad.) Fingerstyle

Erstellt: von Andreas Fischer » 04.10.2018, 14:39

Super, danke!
Gibts denn irgendwann noch ein Update mit einem neuen PDF?
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Re: Turidion (franz. trad.) Fingerstyle

Erstellt: von mjchael » 05.10.2018, 16:08

Wie versprochen ein verbesserter PDF-Ausdruck.
Dieses mal mit MuseScore erstellt.
( @Andreas Fischer: Danke für den Tipp)
Noten, Lyrik und Tab inkl. ein Midi zum Anhören.
Download am Ende dieses Posts im Anhang

---------------------------------------------------------------------------------

Die Akkorde lehnen sich sehr eng an die Original-Vorlage an.

Denkt nicht zu viel über die Akkorde G5 und A5 nach. Betrachtet sie beim Spielen einfach weiter als G und Am. Weil den Akkorden an der Stelle die Dur- bzw. Mollterz fehlt, werden sie wie ein Poverchord bezeichnet.

Weiterhin habe ich eine Version für 2 Gitarren gesetzt.
Es handelt sich hierbei fast (bis auf eine Note) um das Original jedoch nach Am runtergesetzt.

Spieltechnisch ist es für Anfänger mit ein wenig Grunderfahrung im Notenlesen geeignet. Alles zweistimmig in einfachem Am in den ersten 3 Bünden, ohne wirkliche grifftechnische Herausforderungen.

Meine Quelle: http://abcplus.sourceforge.net/
Weiter unten auf der Homepage könnt ihr euch die PDF anschauen
http://abcplus.sourceforge.net/Choral/Tourdion.pdf

*KlugscheißermodusAn*
Für die Harmonielehre-Profis:
Fälschlicherweise hat Guido Gonzato die Noten in Bm gesetzt gesetzt, (dieses entspräche E-dorisch)
Dann hat er aber 4 (!) mal die Note C# wieder nach C aufgelöst.
Nur ein einziges mal taucht ein C# im 7. Takt beim Alt auf.
Also lasst euch nicht verwirren, seine Noten hätten im einfachen Em gesetzt sein sollen,
und nur im 7. Takt hätte man ggf. eine einzige Erhöhung zum C# benötigt.
Nur bei diesem einen Takt ist er kurzfristig mal nach E-dorisch ausgewichen.
(Bei anderen Quellen kommt das öfter vor.)
Wegen einem C# im ganzen Stück ist das noch kein Grund deswegen alles nach E-Dorisch zu setzen.
Ich vermute, er hatte serbst eine Quelle verwendet, die alles in dorisch gesetzt hat, nur damit es autentischer mittelalterlich erscheint; war aber Musiker genug, sich es selbst auch anzuhören, und alle unschön klingende Intervalle zu korrigieren.

Hört es euch an, vergleicht die verschiedenen Beispiele mit dem Duo aus der Zip-Datei von mir, und Ihr werdet sehen,
man braucht selbst diese eine Ausweichung beim Duo wirklich nicht.

Auch bei vielen Franzosen singt man das ganze Stück incl. Begleitstimmen gerne in einfachem Moll.
Beim Gitarrensolo, wo ich eh keine Begleitstimmen vorkommen, braucht man Dorisch erst recht nicht.

Wenn ihr mal Zeit und Lust habe, überprüft ruhig andere Quellen.
Beispielsweise:
http://abcnotation.com/tunePage?a=anamn ... ia_ps/0091 (hier gefällt mir die dorische Sexte C# statt C nicht!)
https://www.musicalion.com/de/scores/no ... 7/tourdion (dito)
https://www.musicalion.com/de/scores/no ... 3/tourdion (weiß nicht, ob und was anders ist, aber gefällt mir auch nicht.)
https://www.sheetmusicplus.com/title/va ... c/19980080 (interessant, aber gefällt mir auch nicht wirklich.)
https://www.youtube.com/watch?v=TXa2vgBzPT0 (hier in Bm, also nur einen Ton höher wie meine Tabs. Hört sich gut an, und gefällt mir! Daher bleiben meine Tabs auch so.)

Ihr merkt selbst: einige Töne hören sich bei den verlinkten Beispielen einfach falsch an. Nicht wie bei "Mad World" oder "What shall we do with the drunken Sailor" oder Scarborough Fair die alle dorisch sind, und sich dennoch gut anhören.

Jeder Link hat irgendwo ein Hörbeispiel, wo ihr selbst überprüfen könnt, ob es sich lohnen könnte.
Normalerweise hätte ich mich nicht wirklich drum gekümmert, da es aber auf die Wikibooks raufgeladen wird, muss die Version schon so weit richtig sein, dass ich es mit gutem Gewissen vertreten kann.
In A-Moll ist es zudem auch für Anfänger einfach zu spielen.
*KlugscheißermodusAus*

Jedenfalls habe ich auch diese in Musescore gesetzt, und so sehen jetzt auch die Ausdrucke echt gut aus.

Konstruktive Kritik durchaus erwünscht. Sollte in der nächsten Zeit keine von euch kommen, werde ich die Dateien wie sie sind auf die Wikibooks hochschaufeln.

Rechte genau wie weiter oben beschrieben:
cc-by-sa 3.0 or later

Videos auch weiter oben.

Viel Spaß beim Üben.
Dateianhänge
Tourdion - Guitar.zip
Tourdion für Gitarre.
Solo und Duo | PDF und Midi
(52.64 KiB) 8-mal heruntergeladen

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Re: Turidion (franz. trad.) Fingerstyle

Erstellt: von Andreas Fischer » 05.10.2018, 18:49

Sehr hübsch - Super. Vielen Dank
Muss noch etwas "arbeiten" aber danach drucke ich mir das mal aus und schaue wie es sich "liest" beim spielen

So nun will ich auch mal "klugscheissern" ;-)
Ich habe zwar von der Theorie leider kaum eine Ahnung aber ich weiß das Guido Tin Whistler ist, spielt er eine E Whistle spielt sich das "C#" leicht das "C" kaum möglich, eventuell hat er das deshalb so notiert?
Ok ein richtiger Klugscheisser stellt keine Fragen aber ich fange ja gerade erst damit an und lerne noch (Klugscheissern in bezug auf Musiktheorie) ;-)
Andreas Fischer
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Re: Turidion (franz. trad.) Fingerstyle

Erstellt: von Andreas Fischer » 05.10.2018, 22:27

mjchael hat geschrieben:... Denkt nicht zu viel über die Akkorde G5 und A5 nach.
Betrachtet sie beim Spielen einfach weiter als G und Am...

Ich finde Akkorde über der Notation immer sehr gut auch wenn sie zum spielen (Fingerstyle) oft gar nicht ganz gegriffen werden müssen, aber man findet leichter einen möglichen Fingersatz wenn man von einem bekannten Akkord ausgehen kann.
Manchmal greife ich die Akkorde trotzdem ganz, weil ichs mir so schneller einprägen kann (mein Ziel ist es immer auswendig ohne Blatt spielen zu können, zumindest alles was ich fest in meinem Repertoire haben möchte).
Aber wenn da z.B "A5" steht, ein Akkord den ich gar nicht kenne dann schau ich einfach auf die Tabs und abhängig davon woher ich komme und wohin ich gehe greife ich dann nur das nötige.
Ich weiß nicht on das jetzt eine empfehlenswerte Herrangehensweise ist aber zumindest mich können solche Sachen dann nicht verwirren ;-)

mjchael hat geschrieben:...Konstruktive Kritik durchaus erwünscht. Sollte in der nächsten Zeit keine von euch kommen,
werde ich die Dateien wie sie sind auf die Wikibooks hochschaufeln...

Ich würde die Tabzeile etwas größer (mehr Höhe) anlegen, dann kannst du die Zahlen etwas vergrössern weil mehr Linienabstand da ist und so ist es leichter zu lesen. Ok ich bin alt und sehe trotz Brille schlecht ;-)
Aber da ist ja noch ne Menge Platz zwischen dem unteren Ende der Tabs und dem oberen der klassischen Noten.
Einen Teil davon würde ich für grössere Tabs opfern.

Ich habe mir das ganze nun einmal so ausgedruckt wie es ist. Eine Seite im Hochformat und muss mich echt anstrengen beim lesen auf dem Notenständer ca 1 Armlänge entfernt.
Ich habe es mir aber zum einüben auch im Querformat mit jeweils 2 Zeilen also auf 2 Seiten ausgedruckt. Die kann ich auf den Notenständer nebeneinander legen und habe schön große Zahlen. Aber 1 Seite Hochformat finde ich immer besser wenn es möglich ist. Da ich alles in einer Mappe habe und da kann ich dann diese Seiten nicht nebeneinander legen.

Und ich würde den deutschen Text mit hineinschreiben. Ich finde den gut und möchte ihn dazu singen. Ich werde ihn mir ins PDF schreiben. Es sei denn du magst due Musescoredatei zugängig machen.

Wie auch immer, ein tolles Lied das ich schon lang auf meiner Wunschliste hatte und ein tolles Arrangement was für mich nicht zu schwierig aber sehr schön klingt. - Danke und daumen hoch!
Andreas Fischer
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Re: Turidion (franz. trad.) Fingerstyle

Erstellt: von mjchael » 06.10.2018, 00:41

Andreas Fischer hat geschrieben:Ich finde Akkorde über der Notation immer sehr gut auch wenn sie zum spielen (Fingerstyle) oft gar nicht ganz gegriffen werden müssen, aber man findet leichter einen möglichen Fingersatz wenn man von einem bekannten Akkord ausgehen kann.

:D Genau darum mache ich es!
Andreas Fischer hat geschrieben:Manchmal greife ich die Akkorde trotzdem ganz,

Das empfehle ich ebenfalls, wenn man dann später beide Alternativen kann und anwendet.
z.B.:
Bild
Manchmal ist aber die Abgespeckte Variante güntiger. Man bekommt aber mit der Zeit einen Blick dafür, zu welchem Grundakkord die abgespeckte Version eigentlich gehört. Das kann man dann auch zum Lernen von ganzen Stücken verwenden. z.B.
beim Begleitvorschlag für Sympathy For The Devil" (Rolling Stones) oder genauso "Let Me Entertain You" (Robbie Williams) erklärt.
• oder beim Begleitvorschlag zu Stairway to Heaven (Led Zeppelin)
Das macht das Lernen einfacher und läd zum Experimentieren ein.

Andreas Fischer hat geschrieben:Aber wenn da z.B "A5" steht, ein Akkord den ich gar nicht kenne dann schau ich einfach auf die Tabs und abhängig davon woher ich komme und wohin ich gehe greife ich dann nur das nötige.
Ich weiß nicht on das jetzt eine empfehlenswerte Herrangehensweise ist aber zumindest mich können solche Sachen dann nicht verwirren ;-)

Auf den Wikibooks werde ich das dann noch ausführlicher erklären, so wie ich hier den Tipp gegeben habe. Wenn du noch nie Powerchords gespielt hast, kennst du die Bezeichnung A5 etc. nicht. Der Akkord besteht nur aus Grundton (1) und Quinte (5) aber ihm fehlt eine Mollterz (3b) oder Durterz (3) so dass man nicht sagen kann, ob es ein Dur- oder Moll-Akkord ist.
Wenn man sie kennt, so kennt man sie meist nur in dieser Form.

%5/1.7/3.7/4.X/X.X/X.X/X[G5] | %7/1.9/3.9/4.X/X.X/X.X/X[A5]

Aber so wie man den F-Dur als Barré oder ohne Barré greifen kann, so lassen sich auch Powerchords mit leeren Saiten greifen. So was wird vor allem in der Klassik gerne als Schluss-Akkord eingesetzt. Und im Tab taucht es meist am Ende einer Zeile auf, da wo die 4 Gesangsstimmen (die es ja ursprünglich waren) zu wenigen Tönen zusammenfallen.

Ach, wo wir gerade dabei sind, G4-3 ist ein Gsus4 der sich nach G wieder auflöst. Findet man aber häufiger in Songbüchern.

Andreas Fischer hat geschrieben:Ich würde die Tabzeile etwas größer .....Einen Teil davon würde ich für grössere Tabs opfern.

Mal sehen, was sich machen lässt. Aber ich habe mich gerade so in MuseScore eingearbeitet, dass ich die Tabs überhaupt erstellen kann. Das mit dem Feinschliff muss ich mir noch erarbeiten. Kann aber etwas dauern. Ich melde mich dann wieder.

Andreas Fischer hat geschrieben:Ich habe es mir aber zum einüben auch im Querformat mit jeweils 2 Zeilen also auf 2 Seiten ausgedruckt. Die kann ich auf den Notenständer nebeneinander legen und habe schön große Zahlen. Aber 1 Seite Hochformat finde ich immer besser wenn es möglich ist. Da ich alles in einer Mappe habe und da kann ich dann diese Seiten nicht nebeneinander legen.

Auch hier das gleiche. Muss mich da noch einarbeiten. Aber ich schicke dir die MuseScore-Dateien auch per E-Mail, damit du sie an deine Wünsche anpassen kannst. Oder gezippt mit Passwort hier ins Forum. Nur öffentlich will ich sie nicht stellen. Sonst grapschen den sich bestimmte Verlage, löschen das Copyright und meinen Namen, ändern 3 Noten und verkaufen diese zu teurem Geld. Muss nicht sein. Aber Leute, die ich mehr oder weniger Kenne, gebe ich die gerne weiter. Dann kannst du dir auch für private Zwecke den deutschen Text reinsetzen.
Ich darf es nicht, da dieser von den Streunern ist, und unter Urheberschutz steht, und ich diese nicht auf den Wikibooks veröffentlichen dürfte.
(ps.: @Andreas Fischer - Du hast eine PM bekommen)
Andreas Fischer hat geschrieben:Wie auch immer, ein tolles Lied das ich schon lang auf meiner Wunschliste hatte und ein tolles Arrangement was für mich nicht zu schwierig aber sehr schön klingt. - Danke und daumen hoch!

:D Genau dafür war es gedacht!
Dateianhänge
Tourdion_-_Muse-Score-Datei.zip
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(46.47 KiB) 4-mal heruntergeladen

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